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Full text of "Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft"

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Neuer Anzeiger 



für 



Bibliographie und Bibliothekwissenschaft 



3af)r0ang 1865. 



Herausgegeben 



Dr. Julius Petzholdt, 

Königl. Sachs. Hofrath, Bibliothekar Sr. Majestät des Königs Johann von Sachsen, 
sowie Sr. Königl. Hoheit des Kronprinzen Albert, Herzogs zu Sachsen, und der Prinz!. 
Secundogenitur- Bibliothek zu Dresden, Mitglied des Königl. Philologischen Seminars 
und der Griechischen Gesellschaft zu Leipzig, sowie des Königl. Sächsischen Alter- 
thums-Vereines und der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Dresden, auch Mitglied 
des Gelehrten-Aasschusses des Germanischen Museums zu Nürnberg, Ehrenmitglied dor 
«Societe archeologique du Grand-Duche de Luxembourg», sowie der Belgischen Biblio- 
philen-Gesellschaft zu Brüssel, Ehrencorrespondent der Kaiserlichen öffentlichen Biblio- 
thek zu St. Petersburg, Bitter des Königl. Sächsischen Verdienstordens, des Kaiserl. 
Bussischen St. Stanislausordens II. Cl. und des Königl. Bayerischen St. Michaelsordens, 
Inhaber der Kaiserl. Russischen grossen goldenen Medaille und der Kaiserl. Königl. 
Oesterrei einsehen und Königl. Preussischen goldenen Medaillen für Wissenschaft. 



Dresden, 

G. Schönfeld's Buchhandlung (C. A. Werner). 
1865. 



Verzeichniss der Mitarbeiter. 

1. Hr. G. Gennadi in St. Petersburg. 

2. Hr. BibliDtheksekretair H. Dittrich in Dresden. 

3. Hr. J. M. Wagner in Wien. 

4. Hr. Oberbibliothekar Dr. Ch. Fr. Walther in St. Petersburg. 

5. Hr. Bibliothekar H: 0. König in Rudolstadt. 

6. Hr. Oberbibliothekar Dr. E. v. Muralt, früher in St. Petersburg. 

7. Hr. Geheimrath Neigebaur in Breslau. 

8. Hr. Bibliothekar Dr. R. Köhler in Weimar, 

9. Hr. Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg. 

10. Hr. Bibliothekar Dr. J. Schrader in Berlin. 

11. Hr. Stadtbibliothekar Dr. C. A. Tobias in Zittau. 



Register. 



1. Verfasser etc. 

Abeken. 425. 

Adler. 163. 

v. Adler. 426. 

Althaus. 12. 

Altobelli. 980. 

Alvin. 137. 

Andresen. 454. 692. 896. 983. 

Andrieux. 6. 

Appell. 102. 

Arndt. 358. 

Asher. 859. 

Asselinau. 6. 

Auber. 368. 

Aubry. 7. 88. 167. 258. 362. 527. 

92. 664. 773. 878. 
Aufrecht. 983. 
v. Aurach. 426. 
Baader. 496. 
Babington. 576. 
Bachenschwanz. 358. 
de Backer. 359. 983. 
Bahr. 520. 
Baldamus. 97. 183. 351. 602. 793. 

983. 
Baluze. 664. 



Bandtkie. 489. 

Barack. 396. 661. 983. 

Barbaran. 741. 

Barbier, J. 164. 

Barbier, L. 6. 

Barozzi. 564. 

de Barthelemy. 6. 524. 

Bartlett. 181. 

Bartsch. 893. 

v. Baudissin. 426. 586. 874. 

Baudran. 752. 

Baur. 520. 

Beaune. 6. 

Belani. 253. 

Belinfante. 655. 

Benn. 108. 

Berg. 521. 

Bergman. 491. 

Berjeau. 779. 

Bermann. 671. 872. 

Bernard. 695. 867. 

Bernd v. Guseck. 425. 

Bernhardt. 180. 450. 679. 891. 

Bischoff. 79. 489. 983. 

Bispink. 253. 

Bitter. 5.34. 

Blanc, L. G. 858. 425. 520. 



402 



Register. 



Blanc, P. 634. 

de Bock. 253. 

Bodenstedt. 899. 

Bohn. 94. 

Boileau, 420. 

Boiteau, 253. 

Bondice. 598. 

Bonhomme, H. 6. 

Bonhomme, J. 591. 

Borao. 776. 

Borascheuer. 12. 

Boschetti. 186. 

Boue. 531. 

Boageart. 455. 

Braun. 425. 

Brinkman. 174. 441. 672. 

Briquet. 6. 

Brissei. 661. 772. 

Brockhaus, E. 593. 

Brockhaus, F. A. 260. 593. 

de Brou. 257. 

Brunet, G. 5. 6. 85. 360. 527. 664. 

733. 
Brunet, J. C. 82. 363. 525. 983. 
Buchung. 608. 798. 983. 
Bürger. 586. 
Büsing. 671. 
de Burgos. 25. 
Burkharde 661. 
Calvary. 8. 

Camacho y Carbajo. 232. 743. 
Campardon. 338. 
Campbell. 361. 655. 
Capitaine. 359. 525. 687. 
Capparozzo. 686. 
Carl. 603. 983. 
Carnandet. 6. 
Carpellini. 765. 
Carre. 164. 
Castaigne. 6. 
Casterman. 265. 
Cellini. 418. 
de Certain. 802. 
Chamillart. 371. 
Chasle. 6. 
Chereau. 314. 
Ciangulo. 358. 
Cicogna. 742. 
Clever. 66. 
Clement. 426. 
Cockayne. 510. 
Cohn. 899. 
Coler. 657. 
Collier. 597. 
de Conches. 360. 
Constantin. 229. 943. 
Corize. 80. 



Cousin. 6. 

Credner. 20. 350. 70. 983. 

Crestodoro. 950. 

Crome. 12. 

Cuvillier-Fleury. 6. 

Curtze 694. 862. 

Daldy. 108. 

Dechamps. 874. 

Delecourt. 5. 98. 359. 667. 

Delitzsch. 12. 

Delprat. 655. 

Demetracopulos. 156. 

Denis. 6. 61. 

Desbarreaux-Bernard^ 6. 662. 776. 

Deschamps. 6. 

Didot. 6. 

Dieckmann: 12. 

Diguet. 431. 

v. Dirckinck-Holmfeld. 83. 586. 

Dircks. 457. 

Doria. 85. 

Dorn, B. 744. 

Dorn, 0. 521. 

Doucha. 92. 

Droysen. 64. 

Düntzer. 164. 

Dumas. 6. 

Dundra. 92. 

Duntzfeld. 426. 

Du Plessis. 524. 

Du Prat. 6. 877. 

Dupuis. 18. 

Du Puy de Montbrun-Saint-Andre\ 

655. 
Durazzo. 563. 
Duseau. 655. 
Duvoin. 875. 
Edwards. 392. 983. 
Eekhoff. 655. 
Eitner. 425. 
Endemann. 15. 
Engel. 676. 886. 
Engelhardt. 12. 
Ennen. 309. 983. 
Erich. 253. 
Erman. 264. 575. 
d'Ernouf. 6. 
Estreicher. 879. 80. 
Euler. 675. 
Euting. 486. 
v. Eye. 310. 
Fabbrucci. 425. 
Faccio. 168. 
F6re\ 752. 
Fernbach. 105. 
Fernow. 358. 
Ferrario. 82. 



Register. 



408 



FerrazzL 533. 5. 

Fesenbeckh. 435. 

Fetis. 799. 983. 

Fich. 874. 

Filomnesto il Giovane. 337. 

Finde! 789. 

Fischer, A. 520. 

Fischer, K. P. 12. 

Flemming. 983, 

Fleury. 739. 

Floto. 358. 

Flügel. 632. 

Forchhammer. 874. 

Förstemann. 401. 85. 656. 983. 

Förster. 620. 

Foss. 64. 

Francke. 2. 

Franklin. 3. 6. 166. 314. 60. 524. 

661. 4. 773. 877. 
Frere. 164. 
Fricke. 264. 426. 
Friedländer. 855. 
Frisch. 336. 967. 
Fromm 425. 
Frommann. 310. 
Fulin. 564. 
Furnivall. 60. 
Qaj. 182. 
Gallliard. 860. 
de Gaillon. 524. 
Galiani. 960. 
Oalitzin. 6. 877. 
Oallardo. 159. 662. 983. 
Galli. 164. 
Gallichon. 85. 
Gardet. 6. 
Gargiolli 641. 897. 
Garnier 537 
de Gaulle. 6. 
Gay. 24. 

Gennadi. 72. 6. 7. 
Gerard. 18. 
Gerhardt. 856. 
Gerland, 669, 983. 
Ghivizzani. 418. 641. 897. 
Gillet 524. 
Giuliari. 684. 
Glaser. 586. 
de Goeie. 971, 
GöECbel 425. 520. 
Goethe. 164. 
Goldenthal. 425. 
Gosche. 487. 
Gounod. 164. 

y. Grabowski. 83. 426. 586. 
Grftsse. 255. 9. 432. 666. 
Grangier de La Mariniere. 6. 



Graul. 425. 

Gr$ard. 373. 

Gretschel. 888. 

Grieben. 358. 425 

GünneL 254. 

Guericke. 12. 

Gnessard. 802. 

H., F. V. D. 663. 

Hachette. 262. 

Haeberkn. 253. 

Habn. 653. 953. 

Hamilton. 172. 

Handel. 231. 

Handelmann. 874, 

Hardy, T. D. 681. 

Hardy, W. 339. 

Hauff. 164. 

Heibig. 359. 

Hell. 425. 

Helmken. 177. 673. 782. 

Helwing. 254. 676. 

Hen. 438. 

Henne. 525. 

Henrichsen. 426. 586. 874 

Heraut. 860. 

Herbert. 853. 

d'Hericourt. 525. 

Henncq. 18. 

Herre. 89. 90. 

Hesse. 876. 

Heussner. 5. 86. 359. 525 

Heylin. 13. 

Hidalgo. 11. 175. 229. 557. 943. 

Hinrichs. 89. 90, 434. 594. 759. 882 

Hirzel. 888. 

v, HocflStetter, 17. 

floeek, 839. 

Hoefling, 335. 

Hoffmann. 5. 165. 399. 621. 5. 655 

61. 740. 57. 69. 72. 876. 
Hofmeier. 12. 
Hofmeister 270. 1. 
Holcroft. 263. 
Holdenecker. 184. 
Holtrop. 49. 655. 951. 
Hope. 358. 
Hülskamp. 178. 
Hufeland. 2. 
Hulde. 686. 
Hultgren. 358. 
Hultman. 655. 

Jacob bibliophile s. Lacroix. 
Jacob, H. 104. 
Jacob, J. L. C. 655. 
Jacobsen. 369. 983. 
Janin. 6. 
Jannet. 664, 



404 



Register. 



Javier de Burgos. 25. 

Jechiel. 600. 

Jehans de Haute Selve s. Johannes 

ab Alta Silva. 
v. Jena. 254. 
Jirecek. 95. 599. 
Johannes ab Alta Silva. 353. 
Jolowicz. 507. 
Josephi. 158. 
Junghaus. 83. 
Just. 520. 
Justi. 669. 

Kannegiesser. 358. 425. 520. 
Keil, C. F. 12. 
Keil, E. 585. 
Keil, G. G. 520. 
v, Keller. 393. 
Kerler. 661. 
Keruer. 222. 

Kervyn de Volkaersbeke. 439. 
Kindler. 657. 
Kist. 655. 
Klette. 395. 
Klopp. 856. 
Klose. 635. 
Kloss. 675. 
Klüpfel. 8. 983. 
Knauth. 586. 
Knorr. 83. 
Koch. 972. 
Köhler, A. 12. 
Köhler, H. 0. 12. 
Köhler, R. 801. 
König. 424. 519. 
v. Koppen. 586. 
Kohl. 661. 
Kohn. 855. 
Koner. 100. 
Koning, £. 655. 
Koning, J. 655. 
Kopisch. 425. 
Krafft. 520. 
Krantz. 589. 

Kraus. 165. 428. 523. 90. 661. 
Krause. 968. 
Krauss. 103. 
Kruffter. 859. 
Kurz. 317. 
v. L. 253. 

La Calprenede. 871. 
Lacroix (Jacob bibliophile). 6. 166. 

859. 521. 662. 
de La Fizeliere. 6. 
de La Mariniere. 6. 
Lambinet. 524. 
La Mert. 873. 
Landsberger. 254. 



Langenberg. 683. 

Langenschwarz. 655. 

de la Plata y Marcos. 677. 

Larey. 521. 873. 

Last. 458. 

Latendorf. 661. 

Lauffer. 671. 

Laurent. 521. 661. 

Lavallee. 6. 

Le Clerc. 530. 

Ledeboer. 655. 

v. Ledebur. 64. 

Lempertz. 697. 975. 83. 

Lennep. 655. 

Lenox. 800. 

Lenz. 675. 

Le Roux de Lincy. 6. 

Le Roy. 187. 687. 

de Lescure. 371. 2. 

Leypoldt. 529. 

Liberatore. 980. 

Libri. 983. 

Liesching. 274. 

Liesscke. 358. 

Limbar. 873. 

de Limburg-Stirum. 526. 591. 

de Lincy, Le Roux. 6 

Lindner. 358. 

Lion. 675. 

Longman. 170. 263. 66. 

Looejes. 655. 

Loots. 655. 

Low. 169. 366. 

Lowndes. 94. 360. 

Luard. 510. 

Lubach. 952. 

Lubin. 520. 

Lübeck. 675. 

Lücke. 586. 

Lukfcc. 250. 

Luzzato. 855. 

Madden. 740. 

Mahlmfliin . 580. 

Marnix. 655. 
Marre. 511. 
Martin. 345. 
Martorana. 980. 
Maygrier. 787. 
Meioff. 601. 
Melzi-Tosi. 682. 
Mendelssohn. 425. 
Merkel. 335. 
Miller. 583. 
Mirabeau. 371. 
Missirini 358. 
Möller. 83. 
Mohnike. 655. 



Register. 



406 



v. Mojsisovics. 767. 

Molini. 173. 

Mommsen. 426. 

Mone. 3. 

Morgenbesser. 589. 

Harren. 678. 90. 1. 

Mosel. 757. 

Moser. 164. w ä 

Müldener 449. 51. 2. 792. 5. 6. 

Mttller. 16. 

Mulligau. 80Ö. 

Muquardt 437. 

v. Muralt 427. 

Mussafia. 353. 4. 558. 983. 

Namur, A. 5. 86. 359. 525. 

Namur, P. 82. 

Naumann. 4. 84. 165. 256. 428. 623. 

90. 661. 737. 72. 876. 
Neieebaur. 4. 84. 522. 3. 88. 9. 

657. 8. 9. 60. 1. 770. 1. 2. 875. 6. 
Neumann. 83. 454. 
Niemeyer. 397. 
Nijhoff. 442. 
Nodier. 166. 
Noordziek. 655. 
Nordmann. 358. 
de Noroff. 797. 
Notter. 358. 
Nottret. 265. 
Nyeahuia. 655. 
Nypels. 179. 
Ochwadt. 586. 
Odorici. 588. 
Olivier. 87. 
Opitz. 400. 
Orelli. 520. 
Otto. 12. 
Palgrave. 456. 
Palm. 430. 963. 
Paris, L. 6. 
Paris, P. 6. 
Passavant. 983. 
Pauli. 873. 
Pauls. 520. 
Paur. 358. 
Pauthier. 508. 
Payen. 6. 
Pazienti. 788, 
Fehant. 46. 
y. Pelchrzim, 83. 
Pertz. 394. 

Petermann. 22. 99. 605. 61. 
Petsch 254 
Petzholdt i. 82. 3. 161. 2. 253. 

340. 2. 356. 7. 8. 425. 6. 520. 1. 

5. 85. 7. 756. 945. 
Pfeiffer. 893. 



Pflug. 426. 

Philalethes. 358. 425. 520. 

Philipp. 531. 889. 

Piazza. 425. 

de Pichon. 6. 

Pigna. 62. 

Pizzo. 536. 

Planck. 254. 

Plitt. 12. 

Poggendorff. 983. 

Polo. 508. 

Poloudensky. 167. 

Poltoratzky. 86. 

Por6e. 537. 

Preuss. 64.^ 

Preux. 691. 

Putherbeien von Thuron. 420. 

Querard. 364. 525. 7. 

R., C. 663. 

Rabenhorst 268. 

Rabutaux. 887. 

v. Radics. 970. 

de Ram. 155. 

Ranke. 64. 

Raspe. 736. 

Rathery. 6. 509. 

Rathgeber. 898. 

Ratjen. 230. 488. 

Rayon. 662, 

v. Rechenberg, 586. 

Reichardt 983. 

Reichenbach. 83. 

Reifferscheid, 653. 

Reinwaid. 261- 983. 

Renan. 530. 

Renier. 696. 

Retau. 521. 873. 

Retemeyer. 107. 

Retzer. 176. 

Reveü. 18. 

Ribbeck. 230. 

Richter, B. F. 521. 

Richter, H. 520. 

Richter, J. A. F. 12. 

Richter, L. 164. 

Richter, 0. F. 873. 

Riedel. 64. 

Rienacker. 254. 

de Ris. 6. 166. 360. 

Rittler. 253. . 

Robert 671. 

Robert-Dumesnil. 895. 

Rocholl. 12. 

Roesger. 861. 

Rogeard. 514. 

Roi. 860. 

Rosshirt. 885. 



406 



Register. 



Bothstein. 675. 

Boaard. 6. 

Bouellond de la Rouellondiere. 222. 

Boux. 675. 

Boyard. 655. 

de Roziere. 316. 

Ruelens. 359. 

Baland. 165. 256. 428. 523. 661. 

Rump. 178. 

Huprecht. 445. 7. 612. 783. 6. 

Rosticien. 508. 

Ruth. 520. 

S. 361. 

de Sacy. 6. 360. 524. 877. 

SafaHk. 95. 599. 983. 

Sainte-Beuve. 6. 

de Saint-Nexant. 874. 

Saint-Yves. 752. 

Salinas. 73. 

t. ßalpius. 83. - 

Santo. 521. 

Sauerlander. 164. 

Schäfer. 71. 

Scheibel. 589. 

Scheidler. 675. 

Scheler. 5. 86. 359. 525. 

Scheltema, J. 655. 

Scheltema, P. 655. 

Scheutemaker. 655. 

Schiems. 671. 

Scbinkel. 655. 

Schlosser. 358. 

Schmaler. 973. 

Schmidt, F. 165. 

Schmidt, G. 443. 781. 

Schönhuth. 164. 

Schotel. 655. 

Schrader. 426. 874. 

Scharmann. 189. 

Schütz-Hufeland. 2. 

8cholz, H. 273. 

Scholz, 0. A. 273. 983. 

Schulz & Thuülie. 596. 

Schulze. 446. 

Schweiger. 839. 

Schweminski. 948. 

Scriba. 669. 

Seelig. 874. 

Seibertz. 164. 

Seizinger. 162. 983. > 

Semmler. 253. 

Shirley. 901. 

da Silva. 367. 

Simpkin. 171. 

Smith. 521. 

Socard. 609. 878. 

Sommer. 423. 



Sommervogel. 778. 

Sontag. 674. 

de Sousa Coutino. 421. 

Spaarmann. 976. 

Spezi. 63. 

Stahlin. 12. 

Steffenhagen. 506. 983. 

Steinschneider. 444. 661. 

Stenzler. 589. 

Stölzel. 14. 

Streckfuss. 358. 

Strieder. 669. 

Strobel. 176. 

Ströbel. 12. 

Succentor. 589. 

v. Sybel. 180. 450. 679. 891. 

v. Sydow. 21. 99. 586. 983. 

Syllacius. 800. 

Tanner. 425. 

Taubert. 983. 

Techener. 6. 85. 166. 360. 524. 662. 

877. 8. 
Tengnagel. 757. 
Teufet. 6. 
Thayer. 272. 983. 
Thieme. 606. 892. 
Thieury. 269. 
Thimm. 538. 
Thrige. 863. 
Tischendorf. 346. 
Tobias. 768. 
v. Treitschke. 254. 
Trevisa. 576. 
Tricotel. 6. 

Trübner. 365. 433. 529. 668. 881. 
Tschertkow. 331. 
Turquety. 6. 85. 602. 
ünger. 16. 
ürbanek. 671. 
ürbänka. 92. 
Uricoechea. 983. 
Vallet de Viriville. 6. 
Vanderhaeghen. 440. 528. 
Vanderhausen. 69. 983. 
van der Linde. 663. 
van der Meersch. 439. 663. 
van der Palm. 655. 
van der Schaaff. 655. 
van Duyse. 655. 
van Lennep. 655. 
van Lokeren. 439. 
van Malderghem. 860. 
van Staveren. 655. 
van Varelen. 655. 
van Westreenen. 655. 
van Westreenen van Tiellandt. 655. 
Vapereau. 436. 



Register. 



407 



Vater. 521. 

Vigo. 598. 

Vilmar, A. F. C 688. 

Vilmar, E. 638. 

de Viriville, Vallet. 6. 

Vleeschouwer. 164. 

de Volkaersbeke, Eervin. 439. 

Voltaire. 371. 

de Vries. 655. 

Vulliemin. 410. 

v. W. 83. 254. 426. 586. 874. 

Wachler, A. W. J. 589. 

Wachler, L. 669. 

de Waesberghe. 5. 

Wagner, A. 358. 

Wagner, J. M. 4. 84. 165. 224. 52. 

661. 
Wahrmann. 258. 
Waitz. 88. 254. 
Walther, C. F. 403. 15. 20. 1. 
Walther, 0. A. 785. 983. 
Wassmannsdorff. 675. 
v. Weber. 456. 
Wegele. 358. 
Weigel, J. A. G. 649. 
Weigel, R. 23. 737. 896. 
Weigel, T. 0. 647. 9. 
Weijerstrass. 861. 
Weingartner. 8. 
Weiss. 6. 
Weisse. 164. 
Weller.' 84.' 6. 165. 256. 424. 8. 

519. 23. 90. 661. 772. 876. 983. 
Wengler. 275. 
Werneburg. 604. 
Werner. 521. 873. 
Werner, K. 784. 
Wessely. 188. 983. 
Wey. 6. 

Wiechmann. 4. 344. 611. 983. 
Wieding. 874. 
Wüd. 176. 
de Wilde. 164. 
Willems. 655. 
William. 521. 
v. Winterfeld. 83. 254. 
Wismayr. 858. 
Witte. 358. 425. 520. 
Woepcke, 154. 
Wolf, F. 79. 
Wol£ J. D. 589. 
t. Wolzogen. 983. 
Wright. 486. 
Wüstenfeld. 839. 
▼. Wurzbach. 185. 670. 
Wussin. 900. 
Wuttig. 883. 4. 



Yemeniz. 6. 
Zahn. 969. 

Zarco del Valle. 662. 
Zehender. 96. 
Zehmen. 521. 
Zöckler. 12. 
Zotenberg. 516. 
Zuchold. 448. 791. 988. 

2. Allgemeines. 

Annales du Bibliophile Beige et 

Hollandais par Olivier. 87. 257. 

359. 61. 429. 526. 91. 663. 
Anzeiger für Bibliographie u. Biblio- 
thekwissenschaft Ton Petzholdt 

85. 525. 
Bulletin du Bibliophile et du Biblio- 

thecaire par Techener. 6. 85. 

166. 360. 524. 662. 877. 
Bulletin du Bibliophile Beige par 

Heussner. 5. 86. 359. 525. 655. 

67. 772. 876. 
Bulletin du Bouquiniste par Aubry. 

7. 88. 167. 258. 362. 527. 92. 

664. 773. 878. 
Serapeum von Naumann. 4. 84. 165. 

256. 428. 523. 25. 90. 661. 740. 

72. 876. 

3. Bibliographie. 

Bibliographie. 8. 9. 10. 168. 295. 
359. 626. 661. 5. 724. 59. 60. 
77. 8. 819. 79. 983. 
Bibliographische Systeme. 2. 69. 
82. 162. 356. 
Bibliophilie u. Bibliophilen. 
Bibnophilenvereine : 
Societe des bibliophiles Fran- 
cis 6. 
Societe des bibliophiles de 

Touraine. 166. 
Societe des bibliophiles Beiges. 
86. 359. 866. 
Bibliophilen: 
Danton. 664. 
Hamburgische Bibliophilen. 

661. 
Libri. 359. 
Vercruysse. 414. 
Bibliomanie. 774. 
Königsberger Bücherdieb. 579. 
Handschriftenkunde. 141. 65. 256. 
84. 312. 6. 28. 58. 4. 93. 6. 428. 
80. 6. 7. 8. 9. 90. 516. 7. 22. 8. 
5. 66. 89. 90. 656. 8. 9. 61. 744. 
7. 70. 875. 963, 



408 



Register. 



Miniaturen. 284. 739. 54. 

Autographen. 71. 131. 6. 45. 
242. 330. 60. 71. 589. 661. 
770. 854. 
Buchdruckerkunst undBuchdrucker. 

295. 647. 55. 63. 724. 

in Europa: Belgien. 137. (Gent. 
440. 528. Lüttich. 359.) Deutsch- 
land. 424. (Köln. 309. Meklen- 
burg. 344.) Frankreich. 431. 
(Toulouse. 662. 775. Troyes. 
609.) Holland 87. 257. Nieder- 
lande. 49 655. 63. 951. Buss- 
land: Moskau. 167. Spanien: 
Saragossa. 776. 

Buchdrucker und Formschneider : 
Albrecht. 611. 
Elzevir. 359. 415. 661. 
Higmä. 222. 
Hillenius, J. 5. 86. 
Hillenius, M. 5. 86. ' 
Koster. 655. 
Plantin. 359. 
Sensenschmidt. 589. 
Tory. 867. 
van Hochstraeten (Hillenius). 

5. 86. 
Vereecken. 663. 
Zainer. 589. 

Buchdruckersignete. 342. 587. 

Pergamentdruck. 222. 

Initialen. 335. 976. 
Holzschneidekunst. 101. 65. 779. 

836. 

Xylograph: Solis. 101. 
Buchbinderei: Prachteinbände. 51. 
Bücherpreise. 157. 165. — Auto- 
graphenpreise. 661. < 



Allgemeine Litteratur. 8. 9. 10. 74. 

89. 114. 5. 7. 255. 9. 60. 363. 

432. 525. 94. 666. 983. 
MaskirteLitteratur (Anonyma, Pseu- 

donyma, Imaginaria). 5. 86. 359. 

64. 525. 667. 
Bara- u. Inkunabel-Litteratur. 5. 

51. 2. 72. 128. 41. 7. 52. 222. 

4. 37. 9. 76. 303. 9. 20. 22. 59. 

81. 8. 480. 97. 523. 5. 89. 91. 

635. 57. 63. 717. 821. 8. 832. 

6. 50. 65. 75. 906. 66. 83. 
Verbotene Litteratur. 420. 3. 

Nationale Bibliographien. 
Afrika: Aegypten. 65. 



Amerika. 365. 433. 53. 529. 39. 

668. 761. 819. 32. 81. 981. 

Vereinigte Staaten. 181. 
Asien: Ostasien. 365. 433. 529. 

668. 881. Ostindien. 345. 
Europa: 

Deutschland. 8. 34. 43. 74. 90. 
1. 119. 29. 30. 95. 200. 2. 
5. 15. 25. 304. 19. 424. 34. 
93. 548. 94. 760. 824. 82. 3. 
93. 920. 6. Periodische Lit- 
teratur. 884. Baden. 435. 680. 
Bayern.463.703.(Memmingen. 
165.) Braunschweig. 305. 481. 
Bremen. 849. Hamburg. 661. 
847. Hannover. 624. Hessen. 
669. Meklenburg. 344. Oester- 
reich. 185. 217.478.661. 70. 
1: 716. 24. 872. Periodische 
Litteratur. 422. (Böhmische 
Litteratur. 87. Böhmisch- 
Mährische. 160. Böhmisch- 
Slovalrische. 92. Istrien. 182. 
Siebenbürgen. 20. 350. 70. 
983. Venedig. 116.)Preussen. 
64. (Schlesien. 827.) Sachsen. 
218. Würtemberg. 132. 

Frankreich. 10.52. 85.93.213. 

61. 2. 364.410. 36. 525. 30. 

62. 71. 95. 790. 804. 960. 
Periodische Litteratur. 596. 
613. 780. (Elsass. 325. 405. 
956. Hainaut. 359. Norman- 
die. 269. Troyes. 609.) 

Grossbritannien. 74. 94. 128. 
69. 70. 1. 2. 263. 66. 345. 
60. 66. 597. 681. 

Italien. 173. 93. 269. 682. 804. 
33. 94. 912. 3. (Neapel. 980. 
Sicilien. 598. Venedig. 116.) 

Niederlande. 414. 34. 525. Bel- 
gien. 5. 86. 359. 437. 8. 9. 
525. 91. 661. 7. 965. Holland. 
174. 213. 441. 2. .672. 805. 
54. 

Pyrenäische Halbinsel: Portu- 
gal. 367. Spanien. 11. 159. 
75. 94. 662. 983. 

Russland. 72. 204. 64. 474. 
(Ostseeprovinzen. 206. 8. 474. 
Polen. 715. 880. 933.) Sla- 
vische Litteratur. 95. 208. 
50. 599. 973. 

Schweiz. 36. 723. — Alpen- 
litteratur. 767. 



Register. 



409 



Wissenschaftliche Bibliographien: 
Philologie. 33. 112, 24. 40. 1. 3. 
7. 8. 97. 208. 34. 6. 6. 40. 91. 
308. 21. 5. 77. 90. 404. 43. 81. 
93. 5. 8. 574. 622. 35. 781. 
816. 8. 20. 9. 47. 907. 16. 22. 
Linguistik. 41. 123. 42. 225. 

91. 470. 3. 545. 920. 31. 
Orientalia. 29. 123. 142. 6. 50. 

221. 5. 34. 82. 92. 301. 90. 

470. 631. 2. 721. 830. 920. 
Hebraica. 444. 600. 61. 745. 
Theologie. 110. 48. 90. 293. 8. 
386. 545. 626. 720. 1. 5. 9. 
820. 4. 5. 30. 40. 1. 2. 934. 40. 1. 
Evangelische Litteratur. 12. 3. 

31. 55. 134. 40. 97. 8. 9. 200. 

8. 15. 21. 35. 6. 43. 77. 83. 

4.8. 97.301.8.21.5.91.404. 

45. 70. 504. 635. 709. 83. 813. 

49. 65. 921. 22. 23. 61. 
Katholische Litteratur. 133. 77. 

8. 227. 34. 65. 315. 33. 413. 

64. 5. 566. 71. 673. 782. 954. 

65. 
Methodisten-Litteratur. 13. 
Biblische u. Orientalische Litte- 
ratur 58. 
Apologetik, katholische. 784. 
Kirchengeschichte. 386. 7. 965. 

Reformations-Schriften. 233. 
424. 519. 635. 
Kirchenrecht. 243. 885. 965. 
Kirchenlied, Deutsches. 772. 
Patristik. 147. 
Polemik, katholische. 784. 
Jurisprudenz. 14. 30. 5. 9. 56. 
7. 132. 5. 41. 96. 209. 28. 34. 
5. 6. 78. 88. 96. 9. 305. 8. 
21. 8. 32. 470. 1. 2. 544. 717. 
803. 14. 8. 21. 38. 46. 920. 36. 
Kirchenrecht s. Theologie. 
Civil-Process. 785. 
Gefängni8slitteratur. 67. 
Prostitution. 887. 
Deutsches Recht. 852. 
Deutscher Rechtscodex. 79. 

489. 983. 
Norddeutsches Recht. 328. 803. 
Deutsches Staatsrecht. 446. 
Deutsches Handelsrecht. 15. 
Deutsches Strafverfahren. 674. 
Bayerisches Recht. 127. 
Französisches Criminalrecht. 

179. 
Medicin u. Chirurgie mit Geburts- 
hilfe. 30. 6. 59, 126. 35. 44. 



96. 235. 8. 87. 91. 305. 8. 13. 

24. 68. 406. 47. 59. 95. 501. 

59. 73. 616. 36. 77. 748. 70. 

86. 814. 35. 954. 

Anatomie. 291. 313. 

Balneographie. 313. 

Balneologie. 313. 

Chirurgie. 135. 44. 313. 24. 

Geburtshilfe. 313. 559. 

Gynäkologie. 559. 

Kuhpockenimpfung. 787. 

Mineralquellen. 788. 

Ophthalmologie. 96. 983. 

Pharmaceutik. 313. 447. 786. 

Physiologie. 291. 313. 

Magnetismus u. Somnambulis- 
mus. 404. 

Medikasterei. 521. 873. 

Veterinärwissenschaft. 447. 71. 
544 786. 816. 
Philosophie. 110. 134. 90. 7. 8. 

200. 8. 15. 40. 84. 301. 33. 

78. 85. 6. 545. 719. 21. 830. 

921. 2. 3. 40. 1. 
Pädagogik. 122. 34. 41. 86. 97. 

8. 200. 15. 36. 66. 83. 470. 
' 545. 621. 719. 21. 838. 42. 923. 

Jugendschriften. 190. 215. 9. 

88 983 

Gymnastik. 109. 675. 
Staatswissenschaft. 16. 30. 5. 

132. 5. 40. 1. 209. 28. 34. 5. 

88. 96. 9. 305. 8. 21. 8. 32. 

452. 70. 1. 2. 544. 796. 803. 

14. 18. 21. 38. 46. 920. 36. 
Kriegswissenschaft. 46. 109. 21. 

210. 34. 67. 351. 461. 545. 9. 

602. 68. 818. 24. 920. 7. 

Kriegsgeschichte. 215. 99. 546. 

Artilleriewissenschaft. 215. 

Marine. 109. 
Naturwissenschaft (mit Mathe- 
matik: exacte Wissenschaften). 

30. 6. 40. 4. 5. 50. 139. 41. 4. 

8. 96. 235. 44. 80. 5. 7. 8. 305. 

8. 34. 78. 85. 7. 448. 59. 61. 

8. 70. 1. 84. 95. 500. 3. 43. 4. 

622. 78. 711. 91. 812. 6. 37. 

42. 916. 83. 

Physik. 47. 207. 11. 96. 459. 
573. 818. 88. 959. 
Elektricität. 203. 
Meteorologie. 203. 305. 888. 

Chemie. 47. 207. 313. 69. 531. 
73. 818. 88. 959. 

Astronomie. 135. 203. 7. 11. 99. 



410 



Register. 



306. 85. 573. 603. 818. 30. 

88. 959. 83. 

Astrologie. 135. 
Geologie. 17. 45. 207. 578. 818. 
Mineralogie. 45. 7. 207. 96. 

505. 31. 818. 
Paläontologie. 207. 96. 620. 

818 
Botanik. 18. 47. 59. 207. 68. 

90. 6. 334. 412. 546. 73. 818. 
Zoologie. 47. 59. 207. 11. 818. 

Ornithologie. 573. 

Entomologie. 484. 573. 604. 
828. 

Conchyliologie. 620. 
Technologie. 19. 36. 47. 122. 41. 
207. 36. 89. 369. 449. 61. 9. 
70. 6. 96. 531. 44. 792. 93. 
837. 88. 9. 90. 983. 
Berg- u. Hüttenwesen. 47. 207. 

837. 
Landwirtschaft. 290. 470. 1. 

544. 6. 
Gartenbau. 290. 546. 794. 
Forstwissenschaft 47. 109. 470. 

1. 544. 6. 
Architektur. 47. 97. 307. 50?. 

745. 830. 
Ingenieurwissenschaft. 47. 203. 
Mechanik. 47. 109. 
Mathematik. 47. 109. 35. 203. 7. 
11. 300. 5. 18. 85. 459. 61. 70. 
1. 6. 542. 4. 73. 818. 30. 
Geschichte mit Hilfswissenschaf- 
ten. 26. 35. 118. 21. 5. 34. 40. 
1. 8. 80. 97. 200. 9. 15. 34. 5. 
40. 88. 307. 8. 32. 76. 8. 450. 
1. 67. 8. 70. 95. 545. 635. 79. 
795. 811. 8. 9. 35. 42. 7. 9. 
891. 916. 20. 4. 5. 36. 41. 
System der Historiographie. 69. 
Alte politische Zeitungen. 876. 
Geographie u. Statistik. 22. 121. 

5. 34. 215. 23. 319. 414. 52. 

3. 500. 605. 76. 796. 819. 24. 

86. 941. 
Karten. 21. 99. 100. 21. 223. 

341. 607. 832. 983. 
Numismatik. 32. 78. 467. 546. 

606. 14. 753. 892. 919. 41. 
Sphragistik. 546. 
Heraldik. 32. 53. 307. 61. 546. 

919. 41. 
Genealogie. 32. 53. 467. 546. 

53. 919. 41. 
Biographie. 125. 36. 307. 87. 

777. 



Archäologie. 614. 903. 12. 
Afrika: Aegypten. 65. 
Amerika. 365. 433. 58. 529. 39. 

668. 761. 819. 32. 81. 981. 

Vereinigte Staaten Nordame- 
rikas. 181. 
Asien. 931. Heiliges Land. 797. 

Ostasien. 365. 433. 529. 668. 

881. Ostindien. 345. 
Europa. — 

Reformationszeit. 224. 

Deutschland. 8. 34. 43. 74. 
90. 1. 119. 29. 30. 95. 200. 
2. 5. 15. 25. 304. 19. 424. 
34. 93. 548. 94. 760. 824. 
82. 3. 93. 920. 6. Periodi- 
sche Litteratur. 884. — 
Baden.. 435. 680. Bayern. 
463. 703. (Memmingen. 165.) 
Braunschweig. 305. 481. 
Bremen. 849. Hamburg. 
661. 847. Hannover. 624. 
Hessen. 669. Meklenburg. 
344. Oesterreich. 185. 217. 
478. 661. 70. 1. 716. 24. 
872. Periodische Litteratur. 
422. (Böhmen. 87. 160. 
Istrien. 182. Siebenburgen. 
20. 350. 70. 983. Venedig. 
116.) Preussen. 64. (Schle- 
sien. 827. Glogauer Ereig- 
nisse. 1630 Sachsen. 218. 
Schleswig-Holstein. 83. 183. 
254. 426. 88. 586. 874. 
(Holstein- Lauenburg. 57.) 
Würtemberg. 132. 

Frankreich. 10. 52. 85. 93. 
213. 61. 2. 364. 410. 36. 
525. 30. 62. 71. 95. 790. 
804. 960. Periodische Lit- 
teratur. 596. 613. 780. (El- 
sass. 326. 405. 956. Hai- 
naut. 98. 359. Normandie. 
269. Troyes. 609.) 

Grossbritannien. 74. 94. 128. 
69. 70. 1. 2. 263. 66. 345. 
60. 66. 697. 681. 

Italien. 173. 93. 269. 682. 
804. 33. 94. 912. 3. (Nea- 
pel. 980. Sicilien. 598. Ve- 
nedig. 116.) 

Niederlande. 414. 34. 525 
Belgien. 5. 86. 359. 437. 
8. 9. 525. 91. 661. 7. 965. 
(Gent. 440. 528. Water- 
loo. 977.) Holland. 174.213. 
441. 2. 672. 805. 54. 



411 



Pyrenäische Halbinsel. Por- 
tugal. 367. Spanien. 11. 
159. 75. 94. 662. 988. (Ara- 
gonien. 776.) 
Bassland. 72. 204. 64. 474. 
Bauernemancipation. 601. 
(Ostseeprovinzen. 206. 8. 
474. Polen. 716. 880. 933.) 
Schweiz. 36. 723. 
Schöne Wissenschaften n. Künste. 
48. 54. 152. 3. 64. 215. 332. 3. 
81. 476. 95. 702. 851. 
Poetische Nationallitteratur der 
Deutschen. 34. 286. 608. 730. 
893. 
Deutsche Liedersammlung aus d. 

16. Jahrhdt. 677. 
Eine Meistersängerhandschrift. 

661. 772. 
Luthers Deutscher Sprichwörter- 

schätz. 233. 
Oesterreichische Dichter d. 16. 

Jahrhdts. 4. 84. 165. 661. 
Poetische Nationallitteratur der 

Franzosen. 85. 
Poetische Nationallitteratur der 

Italiener. 682. 894. 
Drama: Leistungen der Jesuiten 
für das Drama. 4. 84. 165. 256. 
428. 523. 90. 661. 772. 876. 
Theater. 808. — Deutsche Thea- 
terstücke. 798. 
Volksbücher. 609. 
Scherzkalender u. Volkspraktiken. 

661. 772. 876. 
Kunstlitteratur. 23. 234. 88. 96. 
384. 7. 414. 502. 56. 616. 37. 
764. 830. 916. 
Kunstgeschichte. 818. 9. 
Kunstwerke. 329. 
Skulptur. 502. 
Malerei. 502. 
Kupferstecherkunst. 737. 
Kupferstecher, Deutsche. 896. 

983. 
Französische. 895. 
Müller, J. F. 692. 
Müller, J. G. 692. 
Vaillant. 188. 
Photographien. 402. 
Musik. 111. 21. 49. 211. 6. 26. 
45. 70. 1. 6. 9. 470. 589. 617. 
709. 14. 28. 99. 808. 908. 83. 
Spiele: Schach. 24. 109. 464. 
Litterärgeschichte. 2. 66. 82. 141. 
62. 215. 40. 95. 380. 1. 468. 70. 
545. 621. 618. 9. 47. 920. 



Schriften gelehrterGeseüschaftfln : 
Deutsche morgenl&ndische Ge- 
sellschaft in Halle. 487. 947. 
Matschapij van Nederlandsche 

Letterkunde te Leiden. 492. 
Sächsischer Alterthumsverein in 

Dresden. 660. 
Schriften von u. über einzelne 
Personen : 
Andres. 25. 
Ariosto. 538. 
Armet. 86. 
Arndt 683. 
Arsiccio. 66. 
Bach. 534. 
Baumgarten. 661. 
v. Beethoven. 272. 617. 
Boschetti. 186. 
Brant. 4. 

di Buonagiunta (Buonagiunti) 66. 
Caesar. 524. 
Chevrier. 524. 
Golumbus. 800. 
GouteL 524. 
Crocius. 661. 
v. Cusa. 523. 90. 661. 
Dante. 1. 161. 354. 8. 418. 25. 

520. 38. 5. 6. 58. 63. 4. 610. 

41. 84. 5. 6. 755. 65. 801. 

58. 64. 97. 946. 72. 
Delvenne. 525. 
Dinaux. 86. 
Domat 524. 
Du ßallay. 85. 
Falco. 421. 
Faust. 164. 
Fischart. 359. 688. 
Förster. 748. 

Forestani, il Saviozzo. 689. 
Fretellus. 661. 
Fusch. 690. 
Gariel. 875. 

Goethe. 102. 493. 548. 70. 
Jeanne d'Arc 802. 
de Joubert 524. 662. 
Kyselak. 670. 
Lamballe, de Savoie-C&rignan. 

372. 
Lebrun. 6. 
Lessing. 570. 89. 
Luther. 849. 
Karat. 455. 664. 
Mayer. 661. 
Miller. 524. 
Minzloff. 359. 
Mitelli. 787. 
Morren. 691. 



412 



Register. 



Müller. 692. 

v. Müller. 692. 

Murville. 66. 

Nodier. 166. 662. 

Payen. 626. 

Petzholdt. 81. 

Petrarca. 222. 533. 

Poenicke. 255. 521. 

Pythagoras. 898. 

Qudrard. 187. 

v. Rappard. 341. 

Rosa. 737. 

Rossi. 537. 

Rudbeck. 693. 

Sasgers. 5. 

Schede. 983. 

Schiller. 252. 493. 548. 70. 

Shakspeare. 538. 899. 

Solis. 101. 

Stieglitz. 694. 862. 

Sully. 524. 

Swedenborg. 813. 

Tasso. 533. 

Tory. 695. 

v. der Trenck. 246. 53. 357. 585. 
752. 

Treviranus. 412. 

Tulich. 758. 

ündolski. 72. 

Vaillant, Wallerant. 188. 

Valdor HI. 696. 

Vellejus Paterculus. 373. 

Vercruysse. 153. 

Vignoli, di Buonagiunta (Buo- 
nagiunti). 66. 

da Vinci. 978. 

Visscher. 900. 

Vivier de Streel. 687. 

Vrolik. 59. 

de Waesberghe. 5. 

Walther. 359. 

v. Weber. 456. 

Werther. 102. 

Wesley, Ch. 13. 

Wesley, J. 13. 

Worcester, Marquis second. 457. 
. Wyclif. 901. 

Zoroaster. 668. 

Zwingli. 138. 
Vermischtes. 
Pasigraphie. 176. 
Freimaurerlitteratur. 470. 547. 

51. 626. 706. 25. 89. 826. 921. 

3. 34. 
Litteratur über Liebe, Frauen, 

Ehe etc. 43. 129. 551. 626. 725. 

825. 934. 



Schmutz- u. Unflath-Litteratur. 
298. 389. 551. 



Ueber einzelne MSS. u. Bücher. 

Artus deBretaigne, c. 1520. 303. 

Baldamus' litterarischer Hand- 
weiser. 983. 

Bedeutung, Ain gaistliche, des 
Hasslins. 424. 

Bibel, Polnische, v. 1563 (Radzi- 
wil). 427. 657. 

Bibliotheca patrum latinorum Ita- 
lica. 248. 

Brunet, Manuel du Libraire. 525. 

Bullian, Lettre a Boeder. 5. 

Capito, was man von Luther hal- 
ten. 519. 

Chrestien de Troyes, Perceval le 
Gallois. 866. 

Cleder, Notice sur TAcademie 
Itahenne des Intronati. 66. 

Golom, Epistola. 480. 

Corpus Scriptorum, de aug. biblio- 
theca Vindobonensi. 757. 

Czwinglij, Vermanüg an dieEyd- 
genossen, y. 1522. 424. 

Czymmermann's Antwort an her- 
tzog Georgen. 519. 

De imitatione Christi. 983. 

Du Cerceau, Le volume des plus 
excellentsbastiments de France. 
303. 

Dupuy, Deux lettres a Boeder. 5. 

Fischart, Neue Wunderzeitungen 
aus Frankreich etc. 359. 

Flemming's lateinische Gedichte 
herausgb. v. Lappenberg. 983. 

Gailliard, Roi et H6raut, Le Bla- 
son des Armes etc. deFlandre. 
860. 

Gezeittung, Neu, auff das Jar 
MDXX etc. 424. 

Grässe's Tresor de Livres rares 
et präcieux. 255. 

Granatapfel, Das buch, imlatin 
gen. Malogranatus. 424. 

Gui de Cambrai's Barlaam u. Jo- 
saphat. 983. 

Hartmud v. Cronberg, Schrift an 
G. Spalatin. 519. 

Histoire dy roy Alixandre. 303. 

Historia Septem sapientum. 353. 

de Houdenc, de Meraugie de 
Portlesguez. 79. 

Huss, Die Secten in der Christen- 
heit. 519. 



Register. 



418 



Johann zu Schwartzenberg. Eynn 
Schöner Sendbrieff etc. 519. 

Joris, Le Wonderboek. 691. 663. 

Josephus Italice. Venet. 1544. 
222. 

Kepleri Opera omnia ed. Frisch. 
644. 

Ketebach, Vom Fasten. 424. 

Krudner, Lettres de Madame. 877. 

Laurin. 6. 

Leonis papae Sermones. 589. 

Livre, Ledernier, ayant appartenu 
au rois Louis XVI. 877. 

Luther's Brieff an dy Fürsten zu 
Sachsen. 519. 

Luther's Ermanung zum Friede. 
519. 

Luther's Sendebrieff etc. v. 1525. 
519. 

Luther's Sermon von S. Feter u. 
Paul. 519. 

Luther's Trostbryeff an die Mil- 
tenberger. 519. 

Luther, Vom Missbrauch der Mes- 
sen. 424. 

Luther, Widder den newen Ab- 
got zu Meyssen. 519. 

Luther. Wider diebauern etc. 519. 

Luther's Zwo predigt auff die Epi- 
stel S. Pauli etc. 519. 

Magna Charta Regis Johannis a. 
1215. 627. 

Maravilles de Home. 480. 

Marque de Rome. 6. 

Meister, Die sieben weisen. 853. 
Mirisch, M. u. Anderer Erbithen 

etc. 519. 
Missel de Marmoutiers. 166. 
de Monstrellet, Le Volume de 

Enguerran. 303. 
Müntzer's Bekenntnuss etc. 519. 
Mussana, Ueber die Quelle des 

alt-franz. Dolopathos. 353. 
Ordnung der Pfarrkirchen zu Stat 

Elbogen. 424. 
Parte, La dozena, de invincible 

Amadis de Gaula. 803. 
Petzholdt's Catalogus Indicis Li- 

brorum prohibitorum. 420. 
Plunderi, Unterricht etc. von 1523. 

424. 
Portner, Lettre ä Forstner. 5. 
Practica Teutsch v. 1524. 519. 
Radziwil-Bibel von 1563. 427. 657. 
Rechtscodex, Deutscher. 79. 



Reynhart's christliche bruderl. 
undterricht. 519. ' 

Roesger's Oberlausitzer Alter- 
thums-Museum zu Bautzen. 861. 

Roman de Dolopathos. 853. 

Russ, Entschuldigung aines Prie- 
sters. 519. 

Sages, Sept, de Rome. 6. 

Schuczrede Widder — Clamanten 
etc. 424. 

Schulz, Adressbuch des deut- 
schen Buchhandels. 255. 

Sendtbrieff, Eyn, von D. Luther. 
424. 

v. Sickingen's Sendbrieff seinem 
Schweher v. 1522. 424. 

Spalatin's-Tröstunge an Churfur- * 
sten von Sachsen, v. 1525. 519. 

Statuta Synodalia Episcoporum 
Vratislaviensium a. 1475. 589. 

Stör, Der Ehelich standt etc. 519. 

Tragedia, Ain hipsche, vü zwaien 
1. mentschen etc, 424. 

v. d. Trenck's Gefangenschafts- 
BibeL 246. 

Tyel ülenspiegel niedersächsisch 
in Photographie. 859. 

Virdung's von Hasfurt, Practica 
Teutsch, v. 1503. 424. 

Von dem volkomen menschen. 424. 

Wartbiirgkrieg. 646. 

Weller's Kepertorium typographi- 
cum. 5. 

Wess sich Doctor Andr. Boden- 
stein von Karlstadt etc. beredt 
etc. 519. 

Wevdensse, E. u. J. Frizstahns 
Erklerung etc. 519. 

Wider die — Barfttsser etc. 519. 

Wye ein Christliche Fraw etc. 
straffet. 519. 

Zwingly's Artickel v. 1523. 424. 

4. Buchhändler u. antiquar. 

Kataloge. 

Buchhandel u. damit verwandte Ge- 
schäfte. 103.4. 5. 6. 7. 89. 697. 975. 
Buchhandel u. Buchhändler-Organe : 
in Deutschland. 103. 5. 6. 255. 

62. 3. 5. 73. 4. 5. 423. 58. 608. 

769. 80. 90. 884. Oesterreich. 

104. 249. 671. 983. 
in Frankreich. 613. 
in Grossbritannien. 108. 70. 1. 7. 
in Holland. 672. 



414 



Register. 



Buchhändler: 


Da Mont. 697. 


Fleischer. 273. 


Gleditsch. 769. 


Knufflock. 611. 


Longman. 382. 
Perthes. 697. 


Poenicke. 255. 873. 


Weidmann. 769. 


* * * 



Buchhändler-, antiquarische u. Kata- 
loge im Preise herabgesetzter 
Bücher. 201. 612. 769. 
Akademische Buchhandlung in 

Kiel. 26. 190. 803. 
Amelang in Berlin. 374. 
Asher £ Co. (Cohn & Collin) in 

Berlin u. London. 459. 75. 539. 

804. 
Bachelin-Deflorenne in Paris. 571. 
Bachern in Köln. 698. 
Baer in Frankfurt a. M. 191. 

460. 614. 99. 
Bamberg in Greifswald. 700. 
Barbera in Florenz. 615. 701. 
Bassermann in Heidelberg. 902. 
Beck in Nördlingen. 276. 461. 

702. 903. 
Beyers in Utrecht. 805. 
Benzian in Berlin. 606. 
Bertling in Danzig. 109. 
Bertram in Sondershausen. 904. 
Bielefeld in Carlsruhe und Kehl. 

905. 
Birett, s. Butsch Sohn in Augs- 
burg. 
Böhlau in Weimar. 807. 
Bolhoevener, s. Stiller in Schwerin. 
Braumüller in Wien. 462. 
Bredt in Leipzig. 277. 
Briasel in Manchen. 192. 463. 703. 
Brockhaus in Leipzig. 27. 587. 616. 

806. 
Butsch Sohn (Birett) in Augsburg. 

906. 
Calvary & Co. in Berlin. 334. 505. 
Carlebach in Heidelberg. 110. 278. 

376. 540. 907. 
Class (C F. Schmidt) in Heilbronn 

a. N. 111. 279. 464. 617. 809. 

908. 
Coea in Triest. 193. 
Cohen & Sohn in Bonn. 112. 280. 

465. 618. 
Cohn & Collin, s. Asher & Co. in 

Berlin u. London. 



Coppenrath (Montag & Weiss) in 
Regensburg. 113. 466. 909. 

Credner in Prag. 28. 114. 541. 910. 

Gruse (Othmer) in Hannover. 910. 

Czermak in Wien. 313. 911. 

Danz in Berlin. 467. 

Delachaux & Sandoz in Neuen- 
burg. 281. 

Detken in Neapel. 853. 912. 

Detloff in Basel. 115. 704. 

Dochao in Madrid. 194. 

Döpmann in Freiburg. 195. 

Dörling in Hamburg. 196. 619. 

Duprat in Paris. 29. 282. 

Ebnardt (Libreria alla Fenice) in 
Venedig. 116. 913. 

Ehlermann in Dresden. 587. 705. 

Engler in Leipzig. 374. 

Enke, A., s. Palm & Enke in Er- 
langen. 

Enke, F., in Erlangen. 30. 

Ernst in Zürich u. Leipzig. 914. 

Erras in Frankfurt a. M. 810. 

Focke in Chemnitz. 915. 

Förstemann in Nordhausen. 197. 

Förster & Findol in Leipzig. 706. 

Franck in Paris 117. 468. 

Flicke in Halle. 81. 

Friedlander & Sohn in Berlin. 32. 
118. 876. 502. 42. 74. 620. 916. 

FröhlinginElberfeld. 198. 283.917. 

Frommann in Jena. 811. 

Gärtner in Berlin. 918. 

Georg zu Basel. 812. 919. 

Goar in Frankfurt a. M. 119. 377. 
813. 

Goetz in Berlin. 707. 

Graeger in Halle a. S. 33. 378. 
814. 

Grieben in Berlin. 469. 

Günther in Leipzig. 379. 

Hachette & C. in Paris. 621. 

Haberlin in Amrisweiler. 708. 

Hahn in Hannover u. Leipzig. 815. 

Hanke in Zürich. 199. 

Härtung in Leipzig. 34. 139. 200. 
709. 816. 920. 

Haude & Spener (Weidling) in 
Berlin. 201. 

Haupt in Halle 470. 921. 

Hayn in Berlin. 710. 

Heberle (H. Lempertz) in Köln. 
285. 697. 

Heerdegen in Nürnberg. 151. 568. 

Helfer in Dresden. 286. 

Henry in Bonn. 711. 

Hepple in Bamberg. 202. 87. 



Register. 



415 



Herder in Freiburg i. Br. 288. 
Herrmann in Halle a. S. 712. 
Heyne in Leipzig. 203. 89. 
Hinrichs in Leipzig. 35. 759. 
Hirschwald in Berlin. 543. 
Holtze in Leipzig. 713. 
Huber & Co. (Körber) in Bern. 36. 
Jolowicz in Posen. 204. 
Kaiser in Bremen. 205. 
Kampftmeyer in Berlin. 120. 380. 

471. 544. 922. 
Karafiat in Brunn. 817. 
Karow in Dorpat. 206. 
Kirchhoff & Wigand in Leipzig. 

121. 207. 91. 381. 472. 645. 73. 

714. 818. 923. 
Klemm, s. Wallishauser in Wien. 
Klincksieck in Paris. 74. .622. 
Kober in Prag. 37. 
Köhler in Leipzig. 208. 92. 473. 

546. 819. 46. 
König in Hannover. 547. 
Körber, s. Huber & Co. in Bern. 
Krausser in Nürnberg. 623. 
Kunze in Mainz. 122. x 
Kymmel in Riga u. Kiew. 474. 
Lempertz, H., s. Heberle in Köln. 
Lempertz, M., in Bonn. 209. 93. 
Lentner (Stahl) in München. 38. 
Leo in Wien. 210. 
Levi in Stuttgart. 924. 
Libreria alla Fenice, s. Ebhardt in 

Venedig. 
Lissner in Posen. 715. 
List & Francke in Leipzig. 149. 

211. 94. 587. 820. 
Loescher in Turin. 143. 925. 
Longman & Co. in London. 382. 
»Lovell, Reeve & Co. in London. 

475. 
Maisonneuve & Co. in Paris. 383. 
Manz in Wien. 716. 
Maruschke & Berendt in Breslau. 

636. 
Maske in Breslau. 238. 548. 661. 

717. 821. 926. 
v. Matt in Stans. 212. 
Merseburger in Leipzig. 718. 
Messner in e&ssel. 822. 
Meusel & Sohn in Coburg. 719. 
Meyer in Hannover. 624. 
Mittler & Sohn in Berlin. 927. 
Montag & Weiss, s. Coppenrath 

in Segensburg. 
Moone zu Delft. 213. 549. 720. 
Moser in Tübingen. 721. 
Mühlmann in Halle a. S. 587. 



Müller, C. (Nehrkorn), in Fulda. 

928. 
Müller, J. G. t in Gotha. 124.625. 

823. 929. 
Muller in Amsterdam 39. 384. 

476. 
Nehrkorn, s. C. Müller in Fulda. 
Nicolai (Wreden & Borstell) in 

Berlin. 125. 885. 
Nyhoff in Haag. 126. 214. 477. 

722.. 854. 
Olivier in Brüssel. 663. 
Orell, FüssliA Co. in Zürich. 40. 

386. 723. 
Othmer, s. Cruse in Hannover. 
Otto in Erfurt. 215. 90.387. 560. 

794. 824. 930. 
Palm & Enke (A. Enke) in Er- 
langen. 127. 
Philipp in Berlin. 216. 
Prandel & Ewald in Wien. 478. 

724. 
Quaritch in London. 41. 128. 296. 

388. 503. 751. 931. 
Rahke in Worms. 406. 
Rente in Göttingen. 244. 96. 932. 
Rhode in Leipzig. 933. 
Rolle in Potsdam. 42. 
Rosenthal in Fellheim. 297. 
Satow in Prag. 114. 
Scheible in Stuttgart. 43. 129. 

298. 389. 479. 551. 626. 725. 

825. 934. 

Schilling in Dresden. 218. 726. 

826. 935. 
Schindler in Berlin. 727. 
Schlesinger in Berlin. 728. 
Schletter (Skutsch) in Breslau. 

233. 99. 390. 504. 827. 41. 964. 

Schlicke in Leipzig. 219. 

Schmidt, C. F., s. Class in Heil- 
bronn a. N. 

Schmidt, E., in Leipzig. 130. 

Schmidt, H. W., in Halle a. S. 
44. 6. 300. 828. 

Schmitz in Elberfeld. 729. 

Schneider & Otto in Göttingen. 
936. 

Schneider, F., in Basel. 413. 829. 

Schöningh in Paderborn. 552. 

Schultze in Hamburg. 772. 

Schulz & Thuillie in Paris. 596. 

Schulz, 0. A., in Leipzig. 131. 

Seligsberg in Bayreuth. 144. 

Setzer in Bremen. 849. 

Skutsch, s. Schletter in Breslau. 

Stahl, s. Lentner in München. 



416 



Register. 



Stargardt in Berlin. 147. 498. 558. 

70. 7. 850. 961. 
Steinkopf in Stuttgart. 132. 301. 

730. 830. 937. 
Stettner in Lindau. 133. 
Stiller (Bolhoevener) in Schwerin. 

831. 
Sussmann in Posen. 938. 
Tapper in Stuttgart. 731. 
Taubele in Prag. 220. 732. 
Tausch in Halle a. S. 221. 
Techener in Paris. 302. 733. 
Teubner in Leipzig. 587. 
Thieme in Leipzig. 606. 
Tross in Paris. 222. 303. 480. 627. 

832. 
Türk in Posen. 784. 
Vandenhoeck & Ruprecht in Göt- 
tingen. 612. 
Vergani in Mailand. 833. 
Verlags-Comptoir in Langensalza. 

939. 
Villaret in Erfurt. 46. 304. 554. 

834. 
Völker in Frankfurt a. M. 391. 

628. 940. 
Wagner in Braunschweig. 134. 

223. 305. 481. 941. 
Waitz, s. Würtz in Dannstadt. 
Wallishauser (Klemm) in Wien. 

224. 
Weber, J. J., in Leipzig. 555. 
Weber, W., in Berlin. 225. 43. 

656. 835. 
Weidling, s. Haude & Spener in 

Berlin. 
Weidmann in Berlin. 306. 
Weigel, R., in Leipzig. 23. 
Weigel, T. 0., in Leipzig. 135. 65. 

649. 836. 
Weingart in Erfurt. 226. 482. 
Wigand in Leipzig. 629. 
Willis & Sotheran in London. 307. 
Windprecht in Augsburg. 227. 

483. 735. 
Winter in Leipzig u. Heidelberg. 

630. 
Wolf, L., in Dresden. 637. 
Wolf, M. J., in St. Petersburg. 

942. 
Wreden & Borstell, s. Nicolai in 

Berlin. 
Würtz (Waitz) in Darmstadt. 228. 
Wuttig in Leipzig. 760. 
Zeune in Dresden. 136. 
Zuchold in Leipzig. 484. 587. 



Auctionskataloge. 
Amsterdam bei Muller. 59. 
Berlin bei Calvary. 959. 
Berlin bei Friedländer. 318. 
Berlin bei Rauh. 319. 
Bonn bei Cohen & Sohn. 955. 
Bonn bei Lempertz. 410. 2. 954. 
Bremen bei Setzer. 321. 411. 84$. 
Breslau bei Schletter. 559. 
Brüssel bei Heussner. 53. 153. 333. 

414. 957. 
Danzig bei Doubberck. 572. 
Dresden bei Bautzmann. 633. 
Emden bei Haynel. 328. 
Frankfurt a. M. bei Baer. 234. 
Frankfurt a. M. bei Goar. 148. 404. 
Giessen bei Ferber. 567. 
Haag bei Njjhoff. 332. 500. 
Hamburg bei Blöcker. 847. 
Hamburg. 958. 
Jena bei Frommann. 308. 
Köln bei Heberle (Lempertz). 566. 

753. 4. 
Leipzig bei Härtung. 235. 493. 842. 
Leipzig bei Hayne. 837. 8. 
Leipzig bei List & Francke. 140. 

494. 745. 8. 
Leipzig bei R. Weigel. 329. 
Leipzigbei T. A.Weigel. 141. 495.746. 
München bei Brissei. 747. 
Paris bei Aubry. 326. 749. 
Paris bei Bachelin-Deflorenne. 51. 

407. 8. 
Paris bei Coccoz. 324. 
Paris bei Delion. 50. 322. 843. 
Paris bei Duprat. 142. 
Paris bei Fillion. 844. 
Paris bei Franck. 327. 
Paris bei Francois. 241. 569. 
Paris bei Labitte. 409. 
Paris Jbei Lavigne. 239. 851. 
Paris bei Lefrancois. 962. 
Paris bei Miard. 320. 
Paris bei Potier. 52. 152. 237. 323. 
Paris bei Techener. 145. 
Paris bei Tross. 54. 
Plauen bei Neupert. 236. 
Strassburg bei Piton. 240. 325. 405. 

99. 501. 956. 

5. Bibliothekwissenschaft. 
Bibliothekwissenschaft. 724. 

6. Bibliothekenlehre. 
Bibliothekenlehre. 2. 229. 557. 943. 
Schulbibliotheken. 485. 515. 983. 
Schulprogramme. 656. 



Register. 



417 



Volksbibliotheken. 75. 6. 348. 582. 
642. 972. 

Leges Bibliothecarii. 347. 

Bibliotheksordnung. 424. 661. 764. 

Bücherkatalog. 944. 

Alphabetischer Nominalkatalog.355. 

Satyrischer Bücherkatalog. 580. 

Rettungsverfahren bei alten Schrift- 
stücken. 661. 

7. Bibliothekenkunde. 

Bibliothekenkunde. 392. 983. 
Amerika. — 
Chile. 642. 
New-York. 982. 
Australien. — 

Melbourne. 979. 
Europa. — 
Deutschland. 

Altenberg. 335. 

Bautzen. 861. 

Berlin. 245. 394. 416. 7. 638. 
752. 974. 9. 

Bonn. 335. 95. 

Bremen. 661. 

Breslau. 559. 89. 657.. 

Brixen. 589. 

Corvey. 589. 

Donaueschingen. 396.661.983. 

Dresden. 47. 897. 560. 643. 
61. 755. 945. 

Düsseldorf. 336. 

Flensburg. 428. 

Frankfurt a. M. 756. 

Freiberg. 946. 

Fulda. 335. 

Göttingen. 839. 

Graz. 969. 

Güstrow. 736. 

Hadersleben. 863. 

Halle. 487. 947. 

Hamburg. 5. 398.9.661.865. 

Hannover. 856. 

Heilsbronn. 661.. 

Jena. 308. 

Karlsruhe. 393. 

Kiel. 230. 488. 

Köln. 68. 309. 983. 

Königsberg. 506. 7. 78, 646. 

Krakau. 489. 983. 

Laibach. 970. 

Leipzig. 70. 400. 513. 80. 
648. 737. 

Ludwigsburg. 247. 

Lübeck. 165. 256. 428. 623. 
90. 661. 

Mediasch. 158. 347. 



Memmingen. 165. 

Nürnberg. 419. 762. 

Paderborn. 335. 

Philippsburg. 3. 

Posen. 948. 

Prag. 430. 

Rudolstadt. 424. 519. 

Stade. 766. 

Stuttgart. 247. 311. 52. 4. 

871. 
Tambach. 165. 
Tübingen. 518. 631. 840. 
Weimar. 584. 
Wernigerode. 401. 19. 
Wien. 79. 251. 313. 53. 4. 

425. 558. 61. 632. 54. 61. 

757. 855. 949. 83. 
Zittau. 355. 768. 
Frankreich. 348. 
Bischweiler. 75. 
Grenoble. 771. 875. 
Havre. 645. 
Limoges. 876. 
Marseille. 85. 
Montpellier. 770. 876. 
Nantes. 48. 85. 
Paris. 6. 61. 75. 164. 66. 

314. 37. 9. 49. 60. 402. 

86. 90. 509. 16. 7. 24. 62. 

627. 38. 9. 61. 4. 738. 63. 

73. 855. 7. 68. 77. 
Reims. 315. 
Rothes Kloster im Walde 

von Soignes. 429. 
Soissons. 739. 
Tours. 166. 
Grossbritannien. 392. 
Althorp. 392. 
Blenheim. 392. 
Cambridge. 576. 
London. 60. 154. 339. 486. 

510. 1. 27. 76. 640. 50. 

61. 740. 971. 
Manchester. 950. 
Oxford. 638. 855. 983. 
Shirburn Castle. 392. 
Windsor Castle. 978. 
Italien. — 
Alessandria. 661. 
Ferrara. 62. 
Florenz. 343. 
Grottaferrata. 652. 
Lecce. 661. 
Messina. 73. 
Neapel. 4. 84. 
Padua. 741. 
Palermo. 73. 



418 



Register. 



Parma. 522. 661. 

Rom. 63. 155. 316. 60. 6 r 3. 
870. 

Rovigo. 563. 

Turin. 523. 5. % 

Venedig. 564. 742. 

VercelH. 589. 

Verona. 248. 589. 
Niederlande. — 

Brüssel. 137.525.65.91.860. 

Haag. 49. 231. 95*1. 

Harlem. 952. 

Leiden. 491. 

Luxemburg. 5. 86. 359. 525. 

Mona. 866. 
Pyrenäische Halbinsel. — 

Alcala, de Henarcs. 658. 

Esconal. 876. 

Madrid. 492. 658. 9. 60. 

Sevilla. 232. 743. 

Valencia. 659. 
Russland mit Polen. — 

Moskau. 72. 156. 

Simbirsk. 77. 

St. Petersburg. 403. 21. 744. 
64. 
Scandinavien. 415. 

Bordesholm. 230. 

Stockholm. 661. 

Strengnäs. 160. 876. 
Schweiz. — 

Aargau. 317. 

Bern. 658. 953. 

Rheinau. 653. 

St. Gallen. 256. 653. 953. 

Zürich. 138. 653. 953. 
Türkei. — 

Athosbergklöster. 583? 

Bucharest. '583. 

Constantinopel. 583. 

8. Privatbibliotheken. 

v. Alsteln. 591. 
Althaus. 566. 
degli Alvarotti. 741. 
Anonymus. 319. 
Asher. 494. 
Audiguier. 843. 
Auvillain. 320. 
B**. 50. 

v. Bärensprung. 495. 
Baikie. 751. 
Barberini. 737. 
Baumert. 955. 
Baumgarten. 661. 
Beccadilli. 522. 



Behr. 495. 

Benzler. 954. 

Berthez. 770. 

Bertini. 522. 

Betschier. 559. 

Bianchi. 142. 

Bischöfe von Speier. 3. 

Blankmeister. 236. 

Blendermann. 321. 

Böhmer. 233. 

Bomhard. 404. 

Bona. 143. 

v. Brand. 496. 

Braun. 144. 

•Braunwald. 405. 956. 

Brugsch. 65. 146. 

Bruno. 957. 

Bulnheim. 842. 

Buonvisi. 522. 

de C....tte. 51. 

Caro ySuredamarq. de la Romana. 

750. 
Cauchy. 318. 
Colbacchini. 497. 
Cubeus. 235. 
Cureton. 931. 

v. Cusa. 165. 256. 428. 523. 90. 661. 
D***. 569. 
D., A. L. 322. 
D***, F. L. 52. 
Dähn. 406. 
Darcosse. 145. 
Deltenre. 53. 
Desgranges. 142. 
Dinaux. 407. 
Engelmann. 411. 
Essingh. 754. 
Ettel. 512. 
Favart. 54. 
v. Flotow. 141. 
Flottes. 634. 
Förster. 745. 8. 
Fofcse-Darcosse. 360. 
Foucault. 392. 
v. Franque. 495. 
Fritz. 55. 
G***. 237. 323. 
G., L. B. 408. 
de Gallangos. 659. 
Garnier du Burnouf. 844. 
Gebelin. 845. 
Geffcken. 635. 865. 958. 
v. Geissei. 566. 

Georg HI. von Grossbritannien. 527. 
Gerd von Ketelhodt. 424. 
Gerline. 959. 
Goedicke. 494. 



Register. 



419 



Gotthold. 579. 
Grimm. 416. 
Günther. 495. 

H , F. 960. 

Hahn. 56. 

Hase. 584. 

Hasselbach. 147. 498. 961. 

Heimbach. 846. 

Hein. 235. 

Hesse. 657. 

Hey. 305. 

Hielmstierne. 5. 

Hinrichs. 847. 

Hoffmann. 841. 

Hoppe. 841. 

Huguenot. 770. 

Hultman. 655. 

de Humbourg. 499. 

Janson. 234. 

Jost. 148. 

Jung. 325. 

Junghuhn. 500. 

Jungnickel. 636. 

Karl II. v. Parma. 522. 

Kastner. 848. 

v. Ketelhodt, Gerd. 424. 

Kieber. 149. 

Kohlmann. 849. 

Kratz. 850. 

Krocker. 238. 

Kühn. 139. 842. 

v. Küstner. 70. 

Kuhlmey. 570. 

L 326. 

de L*** G***. 327. 

Lauhn. 235. 

Lauter. 568. 

de La Valliere. 337. 

Leicester, Earl of. 80. 

de L'Espine. 85L 

Libri. 359. 

Liüja. 415. 

Linder. 962. 

Longard. 566. 

M*** 150. 

M*** A. 409. 

de Maizey. 239. 

Marquis of Bath. 60. 

Matter. 240. 

▼• Medina-Celi. 658. 

Meyer, E. 321. 

Meyer, J. 493. 

Moehlmann. 328. 577. 

Moller. 745. 

Monnard. 410. 

Morante. 659. 

Mortara. 522. 



Müller. 567. 
Müller, J. H. F. 318. 
Munier. 234. 
v. Nagato. 349. 
Naudin. 571. 
Nusser. 746. 
Osann. 308. 
Osiander. 235. 
v. Ossuna. 658. 
Pannenberg. 572. 
Parker. 392. 
Passow. 141. 
de Perier. 241. 
Peters. 566. 
Piccolos. 566. 
Poü. 522. 
Pozzi. 522. 
v. Preuschen. 234. 
v. Przyfuski. 841. 964. 
v. Radowitz. 242. 
v. Räder. 234. 
de Ram. 965. 
Rattel. 771. 
Rauch. 329. 
v. Raumer. 842. 
de Reichel. 330. 
Renger. 151. 
Rhedinger. 589. 
Riccio. 359. 651. 966. 
Richter. 243. 
. Ristelhueber. 501. 
Rössler. 747. 
Royle. 751. 
Ruland. 165. 
de S***. 152. 
Sasche. 567. 
v. Salamancä. 659. 
Sandhaas. 852. 
Schaedtler. 140. 
Schmidt. 57. 
Schmitz. 566. 
Schwedler. 494. 
Siebold. 616. 
Siedhoff. 577. 
Spencer, Ch. 392. 
Spencer, G. J. 392. 
Spinelli. 853. 
v. Spittler. 871. 
Steiner. 318. 
Sternberg. 954. 
Stoccarda. 558. 
v. Struve. 745. 
Stündeck. 566. 
Sturm. 573. 
T***. 569. 
Thomee. 954. 
Thomson. 751. 



420 



Register. 



Thonnelier. 68. 

Tölken. 602. 

Treviranus. 412. 

Tßchertkow. 331. 576. 

Tydeman. 332. 655. 864. 

Ullmann. 746. 

Valenza. 73. 

Van den Bosch. 566. 

Vanderhaegen. 655. 

Vare. 413. 

Vercruysse. 153. 414. 

Victoria v. Grossbritannien. 80. 

Vogel. 139. 493. 

Volkmann. 842. 

Vollbeding. 140. 

Vrolik. 59. 503. 

Wachler. 504. 

Wagner. 244. 

Warbach. 568. 

Watson. 870. •» 

Wawreczko. 233. 

v. Weiler. 566. 

Wendung. 404. 

Werner. 495. 

Wetzstein. 631. 

v. Weyrauch. 633. 

Wieck. 493. 

Wiedemann. 236. 

Wiegmann. 746. 

Wieler. 954. 

Witte. 864. 

Woepcke. 142. 

de Wolicki. 948. 

Wolters. 333. 

Z***. 334. 505. 

Zaluski. 421. 

v. Zierothin. 657. 

9. Abdrücke aus Bibl.- 
Handschriften. 

Abulfathi Annales Samaritani, ed. 

Vilmar. 638. 
d'Agenson, Journal et M6moires 

du marquis, par Rathery. 509. 
Ahmed ibn Jahja ibn Djäbir al- 

Belädsori über expugnationis etc. 

ed. de Goeje. 971. 
Albannä, Le Talkyhs d'Ibn, par 

Marre. 511. 
Annales Monasterii de Wintonia et 

de Waverleia, ed. Luard. 510. 
Anweisung zur Kalligraphie heraus- 

gb. v. Palm. 430. 
Arthur, Life and History of, in 

English Verse. 60. 
Batta, Romanzi commedie et tra- 

gedie. 62. 



Buvat, Journal de la Rägence. 838. 
Chronica Monast S. Albani, ed. 

Riley. 640. 
Chronicon Anonymi Leobiensis, ed. 

Zahn. 969. 
Codex Sinaiticus, ed. Tischendorf. 

157. 65. 346. 
Codice Cassinese della Divina Com- 

media. 858. 
De tribus impostoribus. 337. 
Documenta relatifs ä la nonciature 

de Pierre Vorstius. 155. 
Duran, Maase Efod herausgegb. von 

Friedländer u. Kohn. 855. 
Ekhardi, Die IX Bücher Magde- 
burger Rechts. 506. 
d'Evreux, Voyage dans le Nord du 

Bresil. 61. 
Francois de Bourgogne, Lettre ori- 
ginale ä Maximilian. 525. 
Gervais, Memoire sur l'Angoumois 

par Babinet de Rencogne. 639. 
Higden, Polychronicon ed. Babing- 

ton. 576. 
Historia et Cartularium Monasterii 

S. Petri, ed. Hart. 640. 
Historia pulcherr. et delect. Luci- 

nii. 853. 
Kepleri Opera omnia ed. Frisch. 

Vol. V. 336. 967. 
Kröne, Der Maget, herausgegb. v. 

Zingerle. 512. 
Leechdoms, Wortcunning and Star- 

craft of Early England, by Co- 

ckayne. 510. 
Leibniz's Werke herausgegb. v. 

Klopp. 856. 
Marco Polo, Le Livre de, par Ru- 

sticien de Pise, par Pauthier. 50a 
Methonae Orationes duae cohtra 

haeresim. 156. 
Ochlach- W'ochlah herausg. v.Frens- 

dorff. 983. 
Passages relatifs ä des sommations 

de series de cubes. 154. 
Peregrinationes medii aevi quatuor, 

ed. Laurent. 983. 
Philodemi de ira über, ed. Gom- 

perz. 983. 
Planudes' Rechenbuch herausg. v. 

Gerhardt. 857. 
Poems, Early English alliterative. 

60. 
Salomo ben Isaak, gen. Raschi, 

Bibel-Commentar. 507. 
Scriptores Rerum Britannicarum 

medii aevi. 339. 510. 640. 



421 



Soldat, Der verirrte etc. herausg. 

v. v. Badics. 970. 
v. Steinheil's Brief an v. Uffenbach. 

165. 
Trattati, Due, del governo e delle 

infermita degli uccelli. 63. 
Urkunden etc. zur Geschichte der 

Anhaltischen Lande etc. 968. 
Walther's von Bheinau Leben Ma- 

ria's. 393. 
de Waurin , seigneur du Forestel, 

Recueil des Croniques etc. 339. 
Wolf 8 Brief an Kisner. 165. 

10. Bibliothekare*). 

Alcantara. 658. 

Alliani. 588. 

Alvin. 525. 

Andres. 25. 

Andrieux. 6. 

Assas. 659. 

Bandtke. 396. 

Barack. 396. 

Berbier. 6. 

Bartenew. 72. 

Bertani. 588. 

Blaue. 634. 

Bonora. 869. 

Buschmann. 417. 

Buvat. 338. 

Camacho y Carbajo. 232. 

Canestrini. 343. 

Carniero. 658. 

Gastaigne. 6. 

Champollion-Figeac. 875. 

Chasles. 6. 

Condillac. 875. 

Davou. 875. 

Denis. 6. 61. 

Ducros. 741. 

Duvoin. 875. 

Ennen. 309. 

Förstemann. 401. 85. 656. 

Fontanelle. 875. 

Fort y Pazos. 660. 

Franklin. 314. 60. 524. 

Frommann. 762. 

Gamero. 658. 

Gariel. 875. 

Giuliari. 684. 

Goicoechera. 660. 

Gordon. 770. 

Harzenbusch y Martinez. 659. 



Hoffmann. 399. 

Hopf. 578. 

Jones. 650. 

Jung. 325. 

v. Keller. 393. 

Kerler. 661. 

Kirchhoff. 513. 

Klette. 395. 

Klose. 635. 

Köhler. 421. 

König. 424. 519. 

Kohl 661. 

Kühnholz-Lordat. 770. 

Lacroix (bibliophile Jacob). 6. 

Löwe. 560. 

Mayer. 589. 

Michelsen. 581. 

Minzloff. 359. 

v. Muralt. 403. 

Nodier. 6. 

Odorici. 586. 

Oliver y Hutardo. 659. 

Panizzi. 650. 978. 

Permudez de Sottomajor. 659. 

Perreau. 661. 

Pertz. 894. 

Petersen. 661. 865. 

Petzholdt. 840. 

Pezzana. 588. 

Pfeiffer. 657. 

Bathery. 6. 

Batjen. 230. 

Bein. 581. 

Rössel y Lopez. 659. 

Buland. 165. 256. 428. 523. 661. 

876. 
Salva. 658. 
Scheffel. 396. 
Schröder. 752. 
Stalin. 352. 
Stieff. 657. 
Stieglitz. 862. 
Tengnagel. 757. 
Thamm. 589. 
Tobias. 856. 768. 
Tosti 870. 

Walther. 165. 369. 403. 
Weichert. 657. 
Weil. 396. 
Weiss. 654. 
Wolf. 689. 
Woodward. 978. 
Wussin. 900. 
Zacher. 646. 



) Die Bibliothekare etc. sind hier nur insoweit ausfahrt , sie sie nicht bereit« 
ffr. 1 Erwähnung gefanden haben. 



Berichtigungen und Ergänzungen. 

S. 17 Z. 20 v. o. ist zu lesen: des plus eminents botanistes. 

„ 21 „ 14 v. u. ist „de" vor „rindustrie" zu streichen. 

„ 23 „ 11 v. o. ist zu setzen: 1864. 

„ 30 „ 11 v. o. ist zu lesen: 1199 st. 1190. 

30 7 v. u. desgl.: 642 st. 931. 

„ 53 „ 2 v. u. desgl.: Theodor st. Thedor. 

59 2 v. o. desgl.: Schaedtler st. ßchaedler. 

" 61 , 21 v. o. ist die leberschrift auf S. 62 vor Nr. 154 zu setzen. 

" 67 " 19 v. u. ist zu lesen Alighieri, 

67 „ 17 v. u. desgl.: engraired. 

„ 81 ,, 19 v. u. desgl.: leg Pays-Bas, 

„ 82 „ 4 v. o. desgl.: 287 st. 267. 

„ 90 „ 4 v. u. desgl.: castellano. 

„ 91 „ 3 v. u. desgl.: Izquierdo. 

„ 92 „ 9 v. o. desgl.: 1 Bl. 

101 „ 18 v. u. desgl.: 116 S. st. 16 S. 

„ 106 „ 1 v. o. desgl.: 1864 st 1863. 

„ 107 „ 23 v. u. desgl.: Deutschland. m 

111 „ 2 v. u. ist nach „inagasW h inzu zufügen r des bouquinistes. 

" 112 „ 22 v. u. ist zu lesen: des Franz. Buchhandels. 

', 114 „ 23 v. u. desgl.; 0. A. Schulz. 

119 „ 4 v. o. desgl; Veraiekhuuügsweise* 

125 „ 18 v. o. desgL: MölJmann st Mühlraann, 

" 126 „ 19 v. u. ist nach „Drucke*' hinzuzufügen: von. 

„ 126 „ 5 v. u. ist zu setzen: Htetuire st. Historie* 

„ 131 „ 8 v. u. desgl.: des altfranz. st. der altfranz. 

„ 144 „ 18 v. u. desgl.: Jobin Bt Jacobro* 

„ 146 „ 1 v. o. desgl.: d'un siecle. 

„ 146 „ 22 v. u. desgl.: des initialismes. 

„ 147 „ 15 v. o. desgl. : for st. für. 

„ 148 „ 1 v. o. desgl.: WM st. 1862. 

„ 148 „ 6 v. u. desgl.: Insertionszwecke. 

„ 153 „ 12 v. u. desgl.: Chirngraphorvm. 

„ 162 „ 7 v. o. desgl.: Walther sehe Elzew. 

„ 163 „ 1 v. o. desgl.: di Dante. 

,, 163 „ 14 v. u. desgl.: Boileau st. Boiteau. 

„ 175 „ 15 v. u. desgl.: 2 ff, st. 12 ff. 

„ 175 „ 11 v. u. desgl.: I— V. st I. 

" 177 „ 6 v. u. desgl.: 1864 st. 1863. 

„ 183 „ 14 v. o. desgl.: des . . . siecles st. de . . . siecle. 

„ J83 „ 22 v. u. desgl. : Sagalitteratur. 



Berichtigungen und Ergänzungen. 423 

S. 184 Z. 19 v. o. lies: Librairie st. LÄraire. Ebenso Z. 17 v. u. 

„ 184 „ 15 v. u. desgl.: de documeota. 

„ 184 „ 7 v. u. desgl.: Hebbelynck st. Hebbelynk. 

„ 185 „ 6 v. o. desgl.: 25 st. 15. 

„ 190 „ 3 v. u. desgl.: En ventc st. Fn. vent. 

„ 191 „ 2 v. o. desgl.: 87 st. 78. 

„ 191 „ 18 v. o. desgl.: 1520 st. 1510. 

„ 194 „ 20 v. o. desgl.: Bibliotkeek st. Biblioteek. 

„ 196 „ 19 v. o. desgl.: griechischer st. griegischer. 

„ 198 „ 7 v. u. desgl.: hors st horse. 

„ 199 „ 5 v. o. desgl.: Lceckdoniis st, Leech doms 

„ 199 „ 17 v. u. desgl. : Akademie st. Ak&damfr. 

„ 200 „ 22 v. u. desgl.: achetäs st. achete. 

„ 208 „ 1 v. o. desgl.: 1845 st. 1865. 

„ 216 „ 23 v. u. desgl.: Mortara st. Mortan. 

„ 219 „ 15 v. u. desgl.: Franklins st. Francklin's. 

., 220 „ 13 v. o. desgl.: 93 st. 91. 

\, 221 ,, 21 v. u. desgl.: litteraire st. litterare. 

„ 221 „ 15 v. u. desgl.: benutzt st. benutz. 

„ 221 „ 13 v. u. desgl. : Mineralienerzeugung. 

„ 222 „ 10 v. u. desgl.: augmentäe st. augementee. 

„ 226 „ 21 v. u. desgl.: L. A. Const. st. C. A. Const. 

„ 236 „ 10 v. o. desgl.: Meyreot* st. Megrentz. 

„ 239 ., 19 v. 0. desgl: 1664 st. 1866. 

„ 244 „ 21 v. u. desgl.: Mantovano st. Mantavano. 

„ 245 „ 7 v. o. desgl.: Ripamonti st. Ripamonte. 

„ 246 „ 4 v. u. desgl.: unentgeltlich st. unentgeldlich. 

„ 253 „ 19 v. o. desgl.: welchem st. welchen. 

,; 254 „ 9 v. o. desgl.: par st. per. 

„ 255 „ 14 v. u. desgl.: des dames. 

„ 255 „ 13 v. u. desgl.: travaux st. traveaux. 

„ 262 „ 5 v. o. desgl. : Education st. Eduction. 

,i 264 „ 19 v. o. ist vor „starken" einzuschalten: umfassenden. 

„ 265 „ 1 v. u. ist zu lesen: Angouleme st. Anguleme. 

„ 266 ,. 10 v. o. desgl.: Albani st. Albini. 

„ 266 „ 20 v. u. desgl.: aggiuntovi st. aggiuntavi. 

„ 268 „ 3 v. o. desgl.: Mauke st. Maucke. 

,i 273 „ 15 v. u. desgl.: d'une st. d'un. 

„ 274 „ 22 v. u. desgl.: Apotneite st, Apameae. 

„ 276 „ 2 v. u. desgl.: pfet st. priae. 

„ 277 „ 4 v. o. desgl. : gradu st, gratu. 

„ 277 ,, 13 v. u. desgl.: bookdmkk st, boedrukk, 

„ 277 , 11 v. u. desgl.: Getrokk. st. Gedrokk. 

„ 277 „ 8 v. u. desgl.: zutphensche st. zutphersche. 

,• 277 „ 2 v. u. desgl.: Meylink st. Meylik. 

„ 278 „ 7 v. o. und an den noch folg. Stelh nde^gl: Laurens st. Lourens. 

„ 278 „ 8 v. o. desgl.: alsmede ü. alsonede. 

„ 279 „ 21 v. u. desgl.: cene st. enne. 

„ 279 I, 17 v. u. desgl.: MDCCCXXIIJ st. MDCCCXVni. 

„ 281 „ 23 v. o. desgl.: in st. en. 

„ 283 „ 22 v. u. desgl. : derzelver st. derzelven. 

„ 284 „ 16 v. u. desgl.: kunnen st. keennen. 

„ 284 „ 1 v. u. desgl.: Tiellandt st. Tielandt. 

„ 285 ,, 6 v. u. desgl.: medgedeeld st. med geduld. 

„ 286 „ 8 v. o. desgl.: 1852 st. 1832. 

„ 287 „ 20 v. o. desgl.: uitvond st. uit vond. 

„ 287 „ 2 v. u. desgl.: annotationes st. annotation. 



224 Berichtigungen und Ergänzungen. 

S. 288 Z. 1 v. u. lies: Vanderhaeghen st. Vanderhaegen. 

„ 289 „ 10 v. o. desgl.: boekhandel. st. boek-handel. 

„ 289 „ 10 y. u. desgl.: Dissertationen. 

„ 302 „ 6 v. o. desgl.: Gallangos st Gallungos. 

„ 303 „ 22 v. o. desgl.: der von st. dervon. 

„ 310 „ 2 v. o. desgl.: Fr. Aug. Urbanek. 

„ 311 „ 20 v. o. desgl.: VIII st. VII. 

„ 315 „ 8 v. u. ist hinzuzufügen: Pr. n. 1 Thlr. 15 Ngr. 

„ 318 „ 12 v. u. ist zu setzen: Polskiej st. Polskie; 

„ 320 „ 16 v. u. ist hinzuzufügen: 1866. 

„ 324 „ 2 v. o. ist zu lesen: 232 S. st. 32 S. 

„ 325 „ 8 v. o. desgl.: of the late. 

„ 325 „ 8 v. u. desgl.: DCCCXI st. DCCCIX. 

„ 334 „ 14 v. u. desgl.: Burchhart st. Burchhardt. 

„ 334 „ 13 v. u. desgl.: 226 st 227. 

„ 340 „ 16 v. u. desgl.: Ichthyol, st Ichtyol. 

„ 341 „ 6 v. o. desgl.: Avicenna st. Avincenna. 

„ 350 „ 10 v. o. desgl. : Noroff st Norhoff. 

„ 355 „ 12 v. u. desgl.: 831 st. 8 1. 

„ 358 „ 10 v. u. desgl.: de divers st. des divers. 

„ 360 „ 22 v. o. desgl.: den Besitz st dem Besitz. 

„ 370 „ 10 v. o. desgl.: Inserat, st. Inserat 

„ 384 „ 7 v. o. ist vor „Antiquar." einzuschalten: Nr. 2. 

„ 385 „ 21 v. o. ist zu lesen: 90 S. st. 38 S. 

„ 388 „ 18 v. o. desgl. : alphabeth. st aiphabet. 



NEUEB ANZEIGER 



für 



Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Januar. 



Inhalt: 



1865. 



Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. I. — Vergleichende Zu- 
sammenstellung von bibliographischen Systemen der Litterargeschichte. — 
Die Bibliothek der Bischöfe von Speier zu Philippsburg. 1646. — 
Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[l.] Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 

I. Conspectus tabularum, quibus Divina Comoedia 
illustratur, in Bibliotheea secnndi generis Prin- 

cipali Dresdensi asservatarum. 
Diei, quo Dantes Aligherius, poeta inter Italos maxime ce- 
leber, ante sexcentos annos natus est, reditus proxime instat. 
Solemnitates , quibus hicce reditus magnificentissime celebra- 
bitur, undique parautur. Jam quoque indicem bibliographo- 
bibliothecarium nostrum, benevole lector, paratum vides, so- 
lemnitatibus in Dantis honorificain memoriam celebrandia 
qualemcunque oboluin ex suis contribuere; quo consilio editor 
indicis aptum putavi, fragmenta quaedam ex catalogo Bi- 
bliothecae secundi generis Principalis Dresdensis, quam Dan- 
teis refertissimam esse constat, juris publici facere. Et 
primo quidem inter fragmenta loco conspectum aliquot tabu- 
larum, quas diversi artifices ex plurima parte celeberrimi 
ad Divinam Comoediam illustrandam undevicesimo saeculo 
composuerunt atque ipsi delinearunt vel pinxerunt, maxime 
dignum existumavi. 

(Modus, quo altitudinem et latitudinem tabularum constitui, est 
francogallicus.) 
Ad lnferum. C. I. v. 31—63 del. K. L. Richter. 

20,9 alt. 29,7 lat. 
Ad Inf. C. I. v. 83—84 del. M. Retzsch. 

Tabula artificiose cum effigie Begis Joannis composita. 
17 all 23 lat. 
Ad Inf. C. I. v. 88—90 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,1 alt. 37,9 lat 
Ad Inf. C. IL v. 118—120 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37,3 alt. 30,1 lat 
Ad Inf. G. IL v. 118—120 atramento pinx. J. Koch 1824. 

Altera tabula ejus dem argumenta 37, alt. 30,1 lat. 

\ 



2 Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 

Ad Inf. C. III. v. 9—18 atramento pinx. J. Koch. 1824. 

38 alt. 30,1 lat. 
Ad Inf. C. III. v. 109—111 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30.7 alt. 36,9 lat. 

Ad Inf. C. IV. v. 86—102 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,2 alt. 37,7 lat. 
Ad Inf. C. V. v. 25—78 pinx. B. Neher 1842. 

Pulchra tabula. 18,5 alt. 26,3 lat. 
Ad Inf. C. V. v. 73—78 atramento pinx. J. Koch 1824. 

38,5 alt. 30,7 lat. 
Ad Inf. C VI. v. 25—27 atramento pinx. J. Koch 1824. 

38.8 alt. 30,7 lat. 

Ad Inf. C. VII. cum hac subscriptione : „Im ersten glorreichen 
Jahre der Deutschen Einigkeit gezeichnet von W. Kaul- 
bach 1848." 

Tabula pulcherrime composita. 52,8 alt. 48,5 lat. — Haue 
tabulam in gratiam eortium pro domo artifieura Dresdensi 
aedificauda qnindecim exemplis pliotographice adumbravit 
H. Hanfetangl 1864. 35 alt. 28,4 lat 
Ad Inf. C. VII. v. 1—12 atramento pinx. J. Koch 1824. 

38,2 alt. 30,5 lat. 
Ad Inf. C. VIII. v. 40—42 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,1 alt. 37,6 lat. 
Ad lnf.,0. IX. v. 64—90 del J. Schnorr 1835. 

Pulcberrima tabula. 25,1 alt. 20.7 lat. 
Ad Inf. C. IX. v. 89 — 90 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37.6 alt. 31,1 lat. 

Ad Inf. C. X. v. 22—33 atramento pinx. J. Koch 1824. 

31,4 alt. 38,4 lat. 
Ad Inf. C. XI. v. 4—12 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,1 alt. 37,6 lat. 
Ad Inf. C. XII. v. 58—66 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37,4 alt. 30 lat 
Ad Inf. C. XIII. v. 31-39 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30.7 alt. 39 lat. 

Ad Inf. C. XIV. v. 67—75 atramento pinx. J. Koch 1824. 
37 alt. 29,7 lat. 

Ad Inf. C. XV. v. 18—19 pinx. C. G. Carns. 
Mediocris tabula 26 alt. 18 lat. 

Ad Inf. C. XV. v. 22—30 deh E. Rietschel 1835. 
Tabula pulchre delineata. 20 alt. 29 lat. 

Ad Inf. C. XV. v. 22—30 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,1 alt. 37,4 lat. 
Ad Inf. C. XVI. v. 1—27 atramento pinx. J. Koch 1824. 

36.8 alt. 29.4 lat. 

Ad Inf. C. XVII. v. 100—126 del. M. Retzsch. 

Pulcherrima tabula. 19,6 alt. 25,2 lat. — Hanc tabulam 
in gratiam sortinm pro domo artificum Dresdensi aedificauda 
quindecira exemplis photographice adumbravit H. Bucker 
1604. 20,6 alt. 26,8 lat 



Ex Ofttalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 3 

Ad Inf. CL XVII. v. 118—123 atramento pinx. J. Koch 1824. 

38.7 alt. 30,4 lat. 

Ad Inf. C. XVIII. ▼. 22—39 del. Th. Mintrop 1861. 

Tabula excellenter composita. 29,8 alt. 36,4 lat. 
Ad Inf. C. XVIII. ▼. 40—61 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37 alt. 29,7 lat 
Ad Inf. C. XIX. v. 31—36 atramento pinx. J. Koch 1824. 

36.8 alt 29,5 lat. 

Ad Inf. C. XX. v. 25—32 atramento pinx. J. Koch 1824. 

29,5 alt. 36,9 lat. 
Ad Inf. C. XX. v. 61—78 del. C. F. a Rumohr. 

Mediocris tabula. 18,6 alt. 26,8 lat. 
Ad Inf. C. XXI. v. 22—42 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37,7 alt. 30,1 lat. 
Ad Inf. C. XXI. v. 22—87 del. M. Retzsch. 

Tabula pulcberrime delineata. 22, 8 alt. 32 lat. 
Ad Inf. C. XXII. v. 46—67 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37.5 alt. 30,1 lat. 

Ad Inf. C. XXIII. v. 34—66 del. C. Begas 1836. 

35,4 alt. 26.6 lat. — Hanc tabulam in gratiam sortium 
pro domo artificum Dresdensi aedificanda quindecim exera- 
plis photograpliice adumbravit C. £. Römler 1864. 35,2 alt. 
26,7 lat. 
Ad Inf. C. XXIII. v. 76—90 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,2 alt. 37,8 lat. 
Ad Inf. C. XXIV. v. 79 — 99 & C. XXV. v. 16 — 30 pinx. 
E. Hähnel 1844. 

Tabula excellenter facta. 26,6 alt., 352 lat 
Ad Inf. C. XXIV. v. 82—99 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30,4 alt. 38,2 lat. 
Ad Inf. C. XXV. v. 44—57 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37 alt 29.6 lat. 
Ad Inf. C. XXVI. v. 43—48 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37.6 alt. 30,1 lat. 

Ad Inf. C. XXVI. v. 52—57. 88—102. 136—142 del. G. A. 
Hennig 1835. 

22.2 alt. 30,8 lat. 

Ad Inf. C. XXVII. v. 16—33 atramento pinx. J. Koch 1824. 

Duae tabulae ejusdem argumenti et formae. 29,7 alt. 37 lat 
Ad Inf. C. XXVII . v. 112—120 del. M. Retzsch. 1834. 

Tabula pulcberrime delineata. 22,7 alt. 31 lat. 
Ad Inf. C. XXVin atramento pinx. J. Koch 1824. 

37.4 alt. 30,1 lat. 

Ad Inf. C. XXIX. v. 100—108 atramento pinx. J. Koch 1824. 

36.9 alt. 29,5 lat. 

Ad Inf. C. XXX. v. 22—30 atramento pinx. J. Koch. 1824. 

37.5 alt. 31 lat. 

Ad Inf. C. XXXI. v. 40—41 del.'Tr. Faber. 

19.3 alt. 28,5 lat 

Ad Inf. C. XXXI. v. 130—132 atramento pinx. J. Koch 1824. 
30,1 alt. 37,6 lat 

V* 



4 Ex jCgtalogo Bibliotbecae Daqteae Dftaienais. 

Ad Inf. 0. XXXII. v. 97—99 atramento pinx. J. Koch 1834. 

37 alt. 29,7 lat. 
Ad Inf. C. XXXIII. v. 1—15 atramento pinx. J. Koch 18 U. 

37,4 alt. 30,1 lat. 
Ad Inf. C. XXXIII. v. 22—26 del. A. Arrigoni. 

24,9 alt. 34,5 lat. 
Ad Inf. C. XXXIII. v. 26— 3ß del. K. Peschel. 

20.7 alt 28,3 lat. 

Ad Inf. C. XXXIII. v. 67—69 del. K. Peschel. 

22,4 alt 19,2 lat. 
Ad Inf. C. XXXIV. v. 25—29 del. F. Gönne 1857. 

Pulchra tabula. 42,2 alt. 31,5 lat. 
Ad Inf. C. XXXIV. v. 37—69 atramento pinx. F. Koch 1824. 

30 alt. 37,4 lat 
Ad Inf. C. XXXIV. v. 139 del. C. G. Oarus 1§60. 

Mediocri» tabula. 52,4 alt. 40,2 lat 
Ad Purgatorium C. I. v. 28—51 del. J. Hübner 1839. 

Tabula excelleutur composita. 25,3 alt. 34,5 lat. 
Ad Purg. C. II. v. 13—51 pinx. H. Hess 1838. 

Tabula eximie composita. 26,4 alt. 35 lat. — Haue tabu- 
lam cum loco tituli ad Purgatorium, quod a Philaletbe i. e. 
Rege Joanne editum est, illustrandum sculpsit G. Zumpe 1840, 
17 alt. 22,8 lat, tum iu gratiam sortium pro domo artificum 
Dresdeusi aedificauda quindeeim exemplis photographice ad- 
umbravit ßr. F. Wolfram 1864, 19,5 alt 25,8 lat. 

Ad Purg. C. II. v. 13—51 atramento pinx. J. Koch 1824. 

30.6 alt: 38,8 lat. 

Ad Purg. C. III. v. 127-rl29 del. A. Rethel 1850. 

Puicherrima tabula. 47,5 alt 58,7 lat. 
Ad Purg. C. IV. v. 100—136 del. C. Fr. Leasing 1852. 

24.8 alt. 35,2 lat. 

Ad Purg. C. V. v. 85—136 del. W. Schurig 1853. 

31,4 alt 23,4 lat 
Ad Purg. C. V. v. 93—108 & C. VIII. v. 22—42 pinx. 
C. Bahr 1840. 

Pulcbra tabula. 24,4 alt. 34,7 lat. 
Ad Purg. C. IX. v. 1—63 atramento pinx. J. Koch 1824. 

37.2 alt 29,8 lat. 

Ad Purg. C. IX. v. 19—30 del. B. Genelli. 

30.3 alt 24 lat. — Haue tabulam in gratiam sortium pro 
domo artificum Dresdeusi aedificauda quindeeim exemplis 
pbotographice adumbravit W. R. Eich 1864. 28,2 alt 22,2 lat 

Ad Purg. C. IX. v. 33-45 & C. X. v. 1—15 del. C. Schön- 
herr 1856. 

24,2 alt. 31,9 lat. 
Ad Purg. C. IX. v. 73—120 del. K. Peschel 1836. 

25.7 alt 27 lat. 

Ad Purg. C. X. v. 34—46. 112 — 120. 130—139. C. XL 
v. 1—30. 73—90 & C. XII. v. 25—27 del. E. Bendemann 
. 1836. 

Excellen» tabula. 25,6 alt. 34,3 lat 



Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dreadensis. 5 

Ad Purg. C. XIX. ▼. 31 del. H. Mücke 1862. 
44 alt. 31 lat. 

Ad Purg. C. XXV11. v. 6-36 del. A. Ehrhardt 1851. 
Tabula pulcherrime composita. 26,7 alt. 35,7 lat. 

Ad Purg. C. XXVIII. v. 22—51 del. J. Hübner 184t 
Tabula pulchra. 25,8 alt 34,9 lat. 

Ad Purg. C. XXVIII. v. 34-69 atramento pinx. J.Koch 1824. 

30.4 alt 38,2 lat 

Ad Purg. C. XXX. v. 58—99 del. W. Hensel. 

35.5 alt. 27,1 lat. 

Ad Paradisum del. E. L. Richter 1849. 

25.2 alt. 17,8 lat — Haec tabula ad volumen, quo Para- 
disus a Philalethe i. e. Rege Joanne editus continetur, ex- 
ornandum lapidi incisa est 1849. 25,7 alt. 17,9 lat. 

Ad Parad. forma tabulae, qua tectum quoddam exornari posset, 
del. et pinx. P. Cornelius. 

Tabula excellentissime composita. 38,5 alt. 49,5 lat. 

Ad Parad. C. I. v. 58—69 del. E. Bendemann 1843. 

Pulcherrima tabula. 32,2 alt. 24,3 lat. — Haec tabula loco 
tituli ad Paradisum , quem Philalethes i. e. Rex Joannes 
edidit, illustrandum aeri incisa est 1849. 20,8 alt 16,1 lat. 

Ad Parad. C. III. v. 88 del. C. Vogel 1858. 

Tabula ezcellenter composita. 39,7 alt. 34,9 lat. 

Ad Parad. C. X— XII pinx.? 
19 alt. 41,5 lat. 

Ad Parad. C. XI. v. 19 sqq. del. F. Ittenbach 1863. 

Tabula pulchra. 49,5 alt 37,8 lat — Hanc tabulam in 
gratiam sortium pro domo artificum Dresden»! aedificanda 
quindecim exemplis photograpbice adumbravit Ch. Hahn. 
31,9 alt. 24 lat 

Ad Parad. C. XVI. v. 121—122 del. C. G. Carus 1841. 
Mediocris tabula. 13,3 alt. 15,8 lat 

Ad Parad. C. XVIII. v. 28—51 del. E. Steinle 1845. 

Pulchra tabula. 41,5 alt. 51,2 lat. — Hanc tabulam in 
gratiam sortium pro domo artificum Dresdens! aedificanda 
quindecim exemplis Photographie© adambiavit F. Brockmann 
1864. 32,5 alt. 38,5 lat. 

Ad Parad. C. XX. v. 127—130 del. Bary 1854. 

44 alt. 40,5 lat 
Ad Parad. C. XXI. v. 28 del. G. Jäger 1847. 

40.3 alt 30,8 lat. 

Ad Parad. C. XXIV. ▼. 1—42 del. C. Müller 1860. 
43,7 alt. 56,1 lat 

Ad Parad. C. XXIV. v. 31—78 del. Ph. Veit. 

Pulcherrima tabula. 27,2 alt. 36,3 lat. — Hanc tabulam 
in gratiam sortium pro domo artificum Dresden si aedificanda 
quindecim exemplis photographice adumbravit H. Krone 1864. 
22,2 alt 36,5 lat 



6 Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 

Ad Parad. C. XXIV. v. 148—154 del. M. de Schwind 1849. 

Pnlchra tabula. 28,9 alt. 21 9 lat. — Hanc tabu 1 am in 

gratiam sortium pro domo artificum Dresdensi aedificanda 

quindecim exemplis photographice adumbravit F.A. Schwendler 

1864. 28,9 alt. 21,8 lat 

Ad Parad. 0. XXXII. v. 85—150 del C. Andreae 1859. 

Nitida tabula. 48 alt. 58,5 lat. — Haue tabulam in 
gratiam sortium pro domo artificum Dresdensi aedificanda 
quindecim exemplis photograpliice adumbravit A. F. Hecker 
1864. 33,5 alt. 41,5 lat. 

Ad Parad. C. XXXTTI. del. J. Schraudolph 1856. 
Pulchra utnla. 19,4 alt. 27,9 lat. 



[2.] Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 
Systemen der Litterargeschichte*). 

1. J. M. Francke 1748**). 
Historia litteraria. 
Lib. I. Historiae litterariae universalis Scriptores. 
Cap. I. De eruditione in genere. 

II. De historia litteraria in genere. 

III. De notitia librorum scriptores generales. 
IV.r^De historia eruditorum eorumque vitis scriptores 

generales. 
Lib. II. Historiae litterariae particularis Scriptores. 
Cap. I. Historia litteraria gentium antiquarum. 

II. Historia litteraria Italiae. 

- III. Historia litteraria Germaniae. 

IV. Historia litteraria Galliae. 

V. Historia litteraria Hispaniae. 

VI. Historia litteraria Portugalliae. 

VII. Historia litteraria M. Britanniae. 
VIU. Historia litteraria Belgii. 

IX. Historia litteraria Hungäriae. 

- X. Historia litteraria Poloniae et regionuin .con- 

finium. 
Historia litteraria gentium septentrionalium. 
Historia litteraria gentium orientalium. 
Historia litteraria certarum dignitatmn vel 
ordinum. 
Historia litteraria artium et scientiarum. 
De Unguis. 
De litteris et arte scribendi atque imprimendi. 

*) Als Fortsetzung des Beitrages zum Abschnitte des bibliographi- 
schen System es in der Bibliothekenlehre (s. An». J. 1864. Nr. 933.). 
**) Catalogi Bibliothecae Brnavianae Specimen. Lipsiae 1748. 4. 





- 


XI. 




- 


XII. 




- 


XIII. 


Lib. 


III. 


Hist 




Cap. 


I. 




- 


II. 



3 



Syatepaen der Litterargeschichte. 7 

Cap. III. Uistoria artis criticae. 

IV. Historia artis rhetoricae. 

V. Historia poeseos. 
II. Historia musicae et saltationis. 
711. Historia architecturae, picturac, statuafiae. 

VIII. Historia artis historicae et cognatarum. 

IX. Historia pbilosophiae. 

X. Historia logicae et metaphysicae. 

XI. Historia physicae, chemiao et oecooomiae. 

XII. Historia matheseos. 

XIII. Historia phiiosophiae moralis. 

XIV. Historia politices et artis militaris. 

XV. Historia artis medicae. 

XVI. Historia juris. 

XVII. Historia theologiae. 

Lib. IV. Historia bibliotbecarum. Catalogi. 
Cap. I. De bibliotbecis in genere. 

II. De bibliotbecis antiquis ac deperditis. 

III. De bibliothecis recentioribus publicis. 

IV. Catalogi et descriptiones liistoricae bibliothe- 

carum privatarura. 

V. Catalogi seu indices librorum varii. 

VI. Catalogi et recensiones codicum manuscriptoruni. 

VII. Descriptiones niuseorum. 
Lib. V. Historia scbolaruin et academiarum. 

Cap. I. Historia scbolarum et gymnasiorum. 

II. Historia academiarum. 

III. Scriptores de societatibus litterariis. 
Lib. VI. Scriptores vitarum eruditorum particulares. 

Cap. 1. Scriptores, qui vitas vel elogia singulorum 

virorum eruditione et scriptis illustrium 

litteris consignaverunt, secundum ordinem 

litterarum dispositi. 

IL Scriptores de feminis eruditione et scriptis 

illustribus. 
III. Scriptores vitarum artificura celebriorum. 
Lib. VII. Observationes variae ad historiam litterariam per- 
tmentes. 
^Cap. 1. Collectiones dissertationum et observationum 

de re litteraria virisque eruditis. 

II. Libri in Ana. 

III. Itinera litteraria. 

IV. Scriptores miscellanei litterarii argumenti, qui 

ad certam classem commode baud po- 
tuerunt referri. 



8 Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 

Lib. VIII. De Methodo studiorum. 

Cap. I. Collectiones scriptorum de studiis rite insti- 
tnendis. 

II. De delectü ingeniorum. 

III. De studio puerili, institntione scholastica et 

methodo in studiis litterarum, inprimis 
humaniorum. 

IV. De institutione principum et nobilium juvenum. 

V. De ratione excerpendi. 

VI. De memoria artificiali. 

VII. De regimine sanitatis litteratornm. 

VIII. De encyclopaedia , cognatione et nexn scien- 

tiarum, item de polyhistore. 

IX. De methodo lingua addiscendi. 

X. De methodo studii rhetorices et epistolarum 

scribendarum. 

XI. De methodo studii geographica chronologici, 

historici, 

XII. De methodo studii philosopbici. 

XIII. De methodo studii medici. 

XIV. De methodo studii juris. 

-' XV. De methodo studii theologici. 



2. ScMtz-Rufeland 179S*). 

Litterargeschichte. 

I. Ueberhaupt. 

(I.) Ohne besondere Rücksicht. 

1. Einl ei tungs Schriften. 

2. Systeme und Lehrbücher. 

3. Vermischte Schriften. 
(II.) In besonderer Rücksicht. 

1. nach Zeitperioden. 

2. nach Ländern. 

II. Insonderheit. 

(I.) Geschichte der Wissenschaften. 
(II.) Geschichte der Gelehrten. 

1. Allgemeine und vermischte Werke. 
1) Ohne besondere Rücksicht. 
(1.) in alphabetischer Ordnung. 
(2.) in chronologischer Ordnung. 
(3.) in willkürlicher Ordnung. 



*) Allgemeines Repertorium der Literatur für die Jabre 1785 bis 
1790. Bd. II. Jena 1793. 4. 



Systemen der Litterargeschichte. 9 

2) Iti besonderer Rücksicht. 
(1.) nach Zeitperioden. 
(2.) nach Ländern. 
(3.) nach Instituten. 

(4.) nach Wissenschaften und ähnlichen Ge- 
sichtspunkten. 
2. Biographische Nachrichten von einzelnen Gelehrten 
und Schriftstellern. 
(III.) Geschichte des Bücherwesens. 

1. Geschichte der sich darauf beziehenden Künste und 
Gewerbe. 

1) Allgemeine und vermischte Schriften. 

2) Besondere Schriften. 
(1.) Schreibekunst. 
(2.) Buchdruckerei. 
(3.) Buchhandel. 

2. Bücherkenntniss. 

1) Bibliothekenkunde. 

2) Eigentliche Bibliographie. 

(1.) Nachrichten von Handschriften. 

(2.) Nachrichten von gedruckten Werken. 

a. überhaupt. 

a) in systematischer Ordnung. 

b) in alphabetischer Ordnung. 

b. insonderheit 

a) nach Zeitperioden und Nationen. 

(a) ältere Litteratur. 

(b) neuere kritische Journale, die 
in gewissen Ländern erscheinen 
oder die Litteratur derselben 
betreffen. 

b) nach besonderen Gesichtspunkten. 
(IV.) Geschichte gelehrter Anstalten. 

1. Ueberhaupt. 

2. Insonderheit. 

1. Universitäten. 

(1.) Ueberhaupt. 
(2.) Insonderheit. 

a. Europa. 

(a) Deutschland. 

(b) ausserhalb Deutschland. 

b. Amerika. 

2. Societäten und Akademien. 

3. Andere gelehrte Stiftungen und Anstalten. 

(Porteetfcung folgt.) 



10 Die Bibliotb. d. Bischöfe v. Speier z. Philippsburg. 

[31 Die Bibliothek der Bischöfe von Speier zu 
Philippsburg. 1646*). 

Alfred Franklin schreibt in seiner „üistoire de la Biblio- 
thöque Mazarine" S. 23 Folgendes: „La riche bibliothöque de 
Philipsbourg, dilapidee pendant les steges qu'avait soutenus 
cette Tille, etait consideree comme an6antie; Naude pensa que 
ses debris completeraient fort bien les achats qu'il venait de 
faire en Italie, il avisa aux moyens de s'eraparer. Mazarin 
entra dans les vues de son bibliothecaire , il negocia avec les 
evSques de Treves et de Spire, et fnt antorise ä enlever les 
livres qui pouvaient exister encore dans cet Etablissement. 
Naude en empor ta, c'est lui qui nous Tapprend, une assez 
grande voiture. u 

Hiermit stimmen zwei eigenhändige Briefe des Zollschrei- 
bers zu Philippsburg Johann Weingartner an seinen Schwager 
Peter Bender, Bischöflichen Rath und Landschreiber zu Speier, 
vom 8. November 1646, die sich im Archive zu Karlsruhe be- 
finden, keineswegs itberein. Die Briefe lauten wie folgt : m 

1. „Weilen Hr. Gubernator aihie verschiedene mahl in die 
bibliothec begert, demselben aber alle Zeit zu verstellen geben, 
dass Hr. Gen. Intendant den Schlüssel in Händen habe, hat 
aber derselb gestern den Schlosser beschickt und ist solche 
in beysein meiner uffgethon worden; nach Eröffnung Hr. Gu- 
bernator selbsten hinein gangen und einen frerabden Herren, 
ganz schwarz gekleidt, wohl bey Jahren und ohne Zweifel 
geistlichen Stands, mitgenommen. Der Gubernator hat von dem 
Schlosser einen absonderlichen Schlüssel begert, deme ich denen 
jüngsthin in Händen behaltenen, Hrn. Gubernatorn, als wan 
solcher allererst verfertiget worden wäre, zuzustellen geliefert; 
hat also derselb solchen in Händen mir nit zweifelt, im 
Fall Hr. Gubernator solchen in Händen behalt, etwas weiteres 
aus der biebliothec vereüssert werden solte, aber wie ich und 
der Schlosser gesehen und befunden, muesse seithero mit Hrn. 
Gen. Intendanten ich das letztemahl darin gewesen, mit Ge- 
walt eine Thttr eröffnet sein worden, gestalten viel Verende- 
rung under den buchen biezwischen verspürt worden, inmassen 
dan leichtlich zu vermuethen, dergestalten die biebliothec sich 
nicht mehren thut. Der Hr. Schwager wirt ebenmessig noch 
eingedenck sein, was gestalten ihme ohnlängsthin referirt, Hrn. 
Gubernatorn die hiebevor von Mons. Gachadat zurück gelieferte 

*) Von F. J. Mone veröffentlicht und, unter Voraussetzung seiner 
Genehmigung, aus der von ihm herausgegebenen „Zeitschrift für die 
Geschichte des Oberrheins Bd. XVII. (Karlsruhe, ßrauu. 1864. gr. 8.) 
8. 191—94" mit einigen unwesentlichen Umstellungen abgedruckt 



Die Biblioth. d. Bischöfe v. Speier z. Philippsburg. 11 

33 Stflck gross und kleine Papeirayen auch wiederumb uff in- 
8tendiges begern in seine Gemächer geliefert seyen worden. 
Diesses berichte zue dem End dem Hrn. Schwager, es ad pro- 
tocollum nehmen wolle, damit hellt oder morgen ich diessfalls 
keine Verantwortung habe, solche Sachen geschehen weren, 
und ichs nicht berlcht hette, verhoffent, mein bericht also zu 
registriren, dass solchen der Gubernator nicht finden und bey 
demselben wie bey dem Gen. Intendanten den Ablass ver- 
schütten möge, da ich doch alle Zeit dahin getracht, die Kerz 
recht hoch zu halten, welches demselben neben allerseits Em- 
pfehlung göttlicher Obacht onverhalten wollen. Raptim Phi- 
lippsburg d. 8. Nov. 1646. Johann Weingartner, Zollschreiber." 

In der Nachschrift bittet er seinen Schwager, ihm die 
* Antwort durch einen besonderen Boten zukommen zu las- 
sen, und auf der Rückseite ist bemerkt: lectum in consilio 
# 9. Nov. 646. 

2. „Demselben wird mein Schreiben durch xlen Scheuer- 
meister albereit zurecht zukommen sein, und der Hr. Schwager 
ableseiit vernommen haben, was gestalten nach Eröffnung al- 
hieiger biebliothec Hr. Gubernator einen frembden Herren, ver- 
mutlich geistlichen Stands, darein geführt habe. Was ich aber 
nunmehr so viel eüsserlichen verneme, dass gedachte Per- 
son von Cardinal Mazarini alhero geschickt, und 
wie mich gewisse Leüt verständigen, derselbe Herr 
in der biebliothec alle bticher durchsuche und was 
er ihme dienlich befinde, beiseits thue und in 
Frankreich verschaffen werde. Jedoch diejenige, welche 
mich disfalls gepeten, sie nicht avisirt, zu vermelden, ich aber 
auch für mein Person pitten muesse, in Orten, wo nicht nöthig, 
dises Berichts halben nicht vermelt werden möchte, dann mir 
andere Gedanken nicht mache, eben in die disgratia als wie 
bey dem Gen. Intendanten kommen werde, als habe in eventum 
dem Hrn. Schwager ein solches verstendigen sollen, im Fall 
die Sach also beschaffen sein solte, der Hr. Schwager es ge- 
höriger Orten referiren wolte, welchermassen, ehe vielleicht et- 
was abgefürt oder beyseits verschafft wirt, zu begegnen oder 
vorzukommen sein möchte. Jedoch will ich nach Möglichkeit 
weiter es erkundigen und was ich gewiss in Erkundigung bringe, 
ohnverzüglichen berichten; habe ohnnöthig zu sein erachtet, 
dieses an gesambte Regierung zu berichten, und gedacht, der 
Hr. Schwager nöthig gehörigen Rath anpringen werde, ob ich 
nun Pflichten halben änderst nicht kan, uff dieses Werck aus 
Schuldigkeit berichten muesse, verhoffe idocb, mich zu vermel- 
den, so viel verschont werde pleiben, dass hierdurch nicht be- 
fahrt werden möchte." (Schluss und Unterschrift wie oben.) 



IS Litteratur und Miscellen. 

Der Zollschreiber Weingartner sagt mit keinem Worte, 
dasB die Bibliothek früher geplündert worden sei, und hätte 
man sie überhaupt für vernichtet gehalten, so wäre die Be- 
mühung Nandö's unnöthig gewesen. Es gab damals übrigens 
nnr einen Bischof zu Trier und Speier, und hätte dieser wirk- 
lieh erlaubt oder erlauben können, aus seiner Bibliothek nach 
Belieben Bücher wegzunehmen, so müssten seine Beamten dess- 
halb eine Weisung erhalten oder die Franzosen die Erlaubniss 
vorgezeigt haben. Gerade das Gegentheil geht aus dem ganzen 
Benehmen hervor, und der grosse Wagen voll Bücher ist eher 
ein Beweis, dass erst durch diesen Zugriff die Bibliothek ver- 
nichtet worden sei. Die damaligen Französischen Commandanten 
und Beamten zu Philippsburg haben wohl nicht daran gedacht, 
dass ihre gelehrte Freibeuterei durch so ungelehrte Leute der 
Nachwelt überliefert werden würde. Wir aber lernen daraus, 
durch welche Mittel theilweise der fonds Mazarin der grossen 
Bibliothek zu Paris gebildet worden ist. 

Dass die Handschriften der Dombibliothek zu Speier, später 
zu Philippsburg von Bedeutung gewesen seien, beweisen nebst 
vorstehender Nachricht noch andere Angaben. Die Haupthand- 
schrift der „Notitia dignitatum imperii", aus der alle andere 
geflossen sind, befand sich darunter, ist aber schon lange ver- 
loren. Der Pfalzgraf Otto Heinrich hatte den Raubzug des 
Markgrafen Albrecht von Brandenburg an den Rhein benutzen 
wollen, um sich von demselben die Speier'sche Dombibliothek 
als Beute zu verschaffen, die auch bereits eingepackt gewesen 
war, aber wegen der Nähe des Kaiserlichen Kriegsvolkes nicht 
hatte weggeführt werden können. Dies bewog wahrscheinlich 
den Bischoff Markwart, in Philippsburg eine Bibliothek zu er- 
bauen, weil diese Stadt bischöflich und die gewöhnliche Resi- 
denz der Bischöfe war, wo die Bibliothek besser geschützt 
werden konnte. Durch die Erbauung der Festung Philipps- 
burg und die vielen Kriege um dieselbe ging aber die darin 
aufbewahrte Bibliothek verloren. 



Litteratur und Miscellen. 

Allgemeines. 

[4.] SerApeum. Zeitschrift für Bibliothekwisaenschaft, Hand- 
scbriftenkunde und ältere Litteratur. Im Vereine mit Bibliothekaren 
und Litteraturfrennden herausgegeben von Dr. Robert Naumann. XXV. 
Jahrgang. Leipzig, T. O. Weigel. 1864. 8. Monatlich 2 Nrr. ä 1 B. 
Hauptbl. n. | B. Intelligent. Pr. n. 4 Thlr. 15 Ngr. (S. Ant. 
J. 1964. Nr. 936.) 



Utteratur und Miscellen. 13 

Enthält Nr. 18 im Hanptbl. S. 273 — 83 es t er r eich i gehe 
Dichter des XVI. Jahrhunderts. Mitgetheilt von Jos. Maria 
Wagner in Wien (Portsetzung folgt) — S. 283—86 Sebastian 
Brant , von Dr. C. M. Wiechmann auf Kadow in Mecklenburg 
— S. 286 — 88 Die Leistungen der Jesuiten auf dem Gebiete 
der dramatischen Kunst. Bibliographisch dargestellt von Emil 
Weller in Augsburg (Fortsetzung). Im Intelligenzbl. S. 137—41 
Die Universitäts-Bibliothek zu Neapel. Von dem Oeheimrath 
Neigebaur. 

[5.] Bulletin du Bibliophile Beige, publie par F. Heussner, sous 
la direction de Aug. Scheler, bibliothecaire du Roi. Tom XX. (2e Serie 
Tom. XL) Bruxelles, Heussner. 1864. 8. Pr. 10 Fr. f. Belgien, 12 f. d. 
Ausland. (8. Anz. J. 1864. Nr. 727.) 

Das 4. Heft enthält: 8. 239 — 58 Essai d'un Dictionnaire 
des Oüvrages anonymes et Pseudonymes publies en Belgique 
au XIXe siecle & principalement depuis 1830, Par Un Membre 
de la Society des Bibliophiles beiges (Delecourt). Suite*) — 
S. 258 — 59 Jean Sasgers. Additions et corrections ä l'article, 
concernant cet auteur dans les M&noires de Paquot, et tiräes 
<Ju catalogue de la bibliotheque de Henri Hielmstierne; par 
F. L. Hoffmann — S. 260 — 68 Catalogue descriptif et expli- 
catif des Editions incunables de la Bibliotheque de l'athönte 
grand-ducal deLuxembourg; par A. Namur. (Suite) — S. 269 — 73 
Description d'un ouvrage edite ä Anvers par Jean de Waes- 
berghe, en 1563; par F. L. Hoffmann — S. 274 — 85 Michel 
et Jean Hillenius ou Van Hoochstraeten, imprimeurs ä Anvers. 
(1511 — 1546.) Enumeration de leurs produetions typographiques. 
Additions et corrections. (Fortsetzung folgt) — S. 286 — 94 
Trois Lettres inedites, deux de Jacques Dupuy, h Jean Henri 
Boeder, k Strasbourg, une dlsmael Bulliau, au meme savant 
(Bibliotheque publ. de Hatnbourg) ; plus le fragment d'une lettre 
de Jean Albert Portner, ä Christophe Forstner, tir6 d'un re- 
cueil imprime, mais peu connu en France et en Belgique. Com- 
muniquös par F. L. Hoffmann — S. 295 — 307 Nöcrologie 
litteraire de l'annee 1863; par A. Scheler — S. 308 — 13 Revue 
bibliographique. Betr. unter Anderem das Weller'sche Reper- 
torium typographicum — S. 314 — 18 Ventes diverses faites 
ä Paris, par 6. Brunet. 

[6.] Bulletin du Bibliophile et du Bibliothecaire Revue mensuelle 
publiee par J. Techener avec le concours De MM. Charles Asselineau, 
J. Andrieux, de la biblioth. du Senat; L. Barbier, administrateur ä la 



*) Von dieser sehr fleissigen Arbeit erscheint ein besonderer Ab- 
druck in 4 Lieferungen , wovon die erste (Bruxelles , Heussner. 1863. 
8. 130 S.) bereits im Buchhandel ausgegeben worden ist. 



14 Litteratur und Miscellen. 

bibliotheqne du Louvre; Ed. de Bartheieroy ; Ph. Beaune; Honorä Bon- 
hotnme ; Ap. ßriqtiet; Gust. Brnnet; J. Carnaodet; E. Cast&igne, bi- 
bliothecaire a Angouleme; Philarete Chasles, conserTateur ä la biblio- 
theqne Masarine; F. Colincamp, professenr ä la Faenlte" des lettret 
de Donai; V. Cousin, de l'Academie francoise; Cte. Clement de Ria; 
Cuvillier-Flenry ; Dr. Desbarreaux-Bernard ; Emile Deschamps; Firmin 
Didot; Bon A. Ernouf ; Ferdinand Denis, conservateur a la bibliotheqne 
Sainte-Genevieve ; AI. de La Fizeliere, marquis de Gaillon; prince Au- 
gustin Galitzin; J. Ed. Gardet; J. de Gaulle; Grangier de La Mari- 
niere; Jules Janin; P. Lacroix (Bibliophile Jacob), conservateur a la 
bibliotheqne de l'Arsenal; Th. Lavallee; Le Roux de Lincy; Paulin 
Paris . de I'Institut ; Louis Paris ; Dr. J. F. Payen ; Bon J. Pichon, 
President de la Societä des bibliophiles francois; MisDuPrat; Rathery, 
conservateur a la Bibliotheque imperiale; Rouard; S. de Sacy, de 
l'Academie francoise; Sainte-Beuve, de l'Academie francoise; A. Teulet; 
Ed. Tricotel; Ed. Turquety; Vallet de Viriville; Ch. Weiss; Francis 
Wey; Yemeniz, de la Sociele des bibliophiles francois; etc. contenant 
des notices bibliographiques, philologiques, hütoriques, litteraires. Sei* 
sieme Serie. Paris, Techener. 1864. 8. Monatlich ein Heft a 4 B. Pr. 
n. 5 Thlr. 10 Ngr. (S. Anz. 1864. Nr. 937.) 

Das Doppelheft vom Septbr. und Octbr. enthält: S. 1037—71 
Charles Nodier ä l'arsenal, par Alexandre Dumas. Avec un 
Post-Scriptum. par P. L. Jacob bibliophile — S. 1C72 — 77 De 
l 1 abu8 des mots vagues et de ses dangers pour l'honneur des 
nations; par Charles Asselineau — S. 1078 — 86 Oeuvres de 
Pierre Lebrun, de l'Academie Francoise et Senateur (III. Edit. 
4 Vols. Paris, Didier); par Ferdinand Colincamp, Professeur 
ä la Faculte des lettres de Douai — S. 1087—98 Les an- 
ciennes Bibliotheques de Paris; par Alfred Franklin — S. 
1098 — 1102 Romans incomplets des Sept Sages de Rome, de 
Marque de Rome et de Laurin, Empeieur de Rome; par P. 
Paris — S. 1103 — 7 Le Comte Jules de Resseguier; par 
Augustin Galitzin — S. 1108 Nouvelles et Varietes — S. 
1109 — 24 Catalogue raisonnß de Livres anciens, rares, curieux, 
qui se trouvent en vente ä la Librairie de J. Techener. 

[7.] Bulletin du Bouquiniste public par Auguste Aubry, libraire. 
8e Annee, 2e Semestre. Paris, Aubry. 1864. 8. Pr. f. d. Jahrg. n. 1 Thlr. 
10 Ngr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 938.) 

Die beiden Nrr. 190 u. 191 enthalten ausser dem Aubry'- 
schen Lagerkataloge, der den grösseren Theil des Raumes füllt, 
sonst Nichts, was für den Anz. von speciellem Interesse ist 

Bibliographie. 
[8.] Sedier 9ia$trag $u betn Söegttjetfcr burd) bic Literatur, ber 
2>cutfa)en. (Sin $anbbuty für Säten, herausgegeben ton Dr. tart Ätttyfef. 



Litteratur und Miscellen. 15 

*. u. b. £it.: 2tterarifd>cr ©cgfceiffr für gcHlbeteSaicn. 3)tc3a&rc 1863—1 864. 
Seidig, 2Ha$er. 1864. 8. XXXII, 96©. <ßr. n. 20 9tgr. (©. flnj. 3. 1862. 
9h. 866.) 

Ein, wie allgemein anerkannt, trefflieber u. empfehlens- 
werter Rathgeber. Dem eigentlichen als Wegweiser dienenden 
kritischen Verzeichnisse ist ein ausführlicher „Litteraturbericht 
aber die Jahre 1863 und 1864" vorangestellt. 

[9.] Die 8chul-Programme und Dissertationen und ihr Vertrieb 
durch den Buchhandel. Ein Vorschlag an die dreiundzwanzigRte Ver- 
sammlung deutscher Philologen und Schulmänner von der Buchhand- 
lung 8. Calvary & Co. in Berlin. Nebst einem Verzeichnis» der im 
Jahre 1863 erschienenen Programme und Dissertationen. Berlin, Cal- 
vary & Co. 1864. 8. 28 8. Pr. n. 3 Ngr. 

Der dem Dr. R. Bechstein'schen Vorschlage (s. Anz J. Iö63. 
Nr. 968) gegenüber im vorl. Schriftchen von Calvary & Co. 
gemachte Gegenvorschlag empfiehlt sich als jedenfalls praktisch 
n. ausführbar, n. bei der bekannten Geschäftstätigkeit der 
Buchhandlung von Calvary & Co. steht wohl zu hoffen, dass 
deren Vorschlag auch zur Ausführung kommen werde. Zu 
diesem Behufe soll nach dem Muster des im vorl. Schriftchen 
angehängten Verzeichnisses der Schulprogramme u. Disser- 
tationen in den philosophischen Fakultäten aus d. J. 1863 all- 
jährlich eine Uebersicht der in Deutschland erschienenen Pro- 
gramme u. Dissertationen in möglichster Vollständigkeit publi- 
cirt, u. dieser Uebersicht hoffentlich später auch ein Verzeich- 
niss der wichtigsten Dissertationen ausserdeutscher Universitäten, 
namentlich Hollands, Schwedens n. Frankreichs beigegeben 
werden. Das im vorl. Schriftchen angehängte Verzeichniss ist 
nur für geschäftliche u. nicht für bibliographische Zwecke 
zusammengestellt. 

[10.] Feuilleton du Journal gdueral de l'lmprimerie et de Ia Li- 
brairie Courrier de la Librairie. Serie II. Tom. VIII. No. 47. Catalogue 
de Li v res d'Etrennes pour 1865. Paris, au Cercle de Ia Librairie. 1864. 
gr. 8. 1 Bl. 1077-1188 S. 

Buchhändleranzeigen. 

[11.] Diccionario general de Bibliografia Espafiola por Dionisio 
Hidalgo. Entrega 5 — 6. Madrid, impr. de las Escuelas pias. 1864. gr. 8. 
309—468 8. Pr. a n. 1 Thlr. (8. Ana. J. 1864. Nr. 175.) 

Reicht von Calamidades bis Coleccion de papeles. 

[12.] Allgemeine kritische Bibliographie der neuesten theologi- 
schen Literatur, bearbeitet von P. Delitzsch, H. E. F. Guericke, K. 
8tröbel, K. Rocholl, W. Dieckmann, E. Engelhardt, H. O. Köhler, 
A. Althaus, 0. F. Keil, C. W. Otto, K. Ph. Fischer, A. Köhler, G.Plitt, 



16 Litteratur and Miscellen, 

U Stählin, Th. Cromo, O. Zöckler, F. W. Bornscheuer, J. A. F. 
Richter, Ö. Hofmeier, u. A. , redigirt von Guericke. Enth. in der 
Zeitschrift für die gesammte lutherische Theologie und Kirche, be- 
gründet durch Dr. A. G. Rudelbach und Dr. H. E. F. Guericke , fort- 
geführt von Dr. Fr. Delitzsch und Dr. H. £. F. Guericke. XXVI. Jahrg. 
Leipzig, Dörfiling u. Franke. 8. Zum Schlüsse der einzelnen Quartal- 
hefte, z. B. im 1. Hefte S. 110—208. (S. Anz. J. 1864. Nr. 16.) 

Gute, aber mehr kritische als bibliographische Ueb er sieht. 

[18.] The History of Methodism. Preface, Appendix, and Index. 
By A. Heylin. London, Mc Corquodale and Co. print. 1864.. kl. 8. 
1 Bl. 56 S. 

Enth. S. 7 — 10 „Bibliographical History of the Minute 
Controversy" u. S. 15 — 37 „Chronological List of the Writings 
of John and Charles Wesley." Diese letztere Uebersicht ist als 
ein Auszug aus dem vom Herausg. zur Publikation vorbereiteten 
Werke „A Chronological Account of Methodist Literature, 
Critical and Historical, embracing the Writings for and against 
Methodism, and illustrated with numerous Biographies and 
Anecdotes of Books and their Äuthors, together with many 
interesting Bibliographical Facts" bezeichnet. Man darf, der 
in dem Auszuge vorliegenden Probe nach zu schliessen, welche 
mit musterhafter Genauigkeit und Sorgfalt gearbeitet ist, auf 
das in Vorbereitung befindliche Werk wohl mit Recht begierig 
werden. 

[14] 2)ie $efyre fcon bei operis novi nuneiatio unb bem interdictum 
quod vi aut clam. (Sine cunUfttf$e $l&&anbluitjj t>on Hbotyfc @t<Mjel, 
Obergm^teaffeffor gu <£afiei. Gaffel u. ©öttuißen, ffiigaab. gr. 8. <gnt&. 
©. 5—12: fttaatnr. 

Die Litteratur besteht aus einem sehr compendiösen Nach- 
weise von 194 Nrr. Büchern, Abhandlungen, Citaten. 

[15.] 2)a* beutf<$e#anbeftreu)t. ©gjtematifu) bavgeßettt »ort Dr. 2ÖÜ* 
(e(m ©nbetnattn, »erfaffer ber Äecfcte gn 3ena. #«bel&erg, Sänget & ©djmitt. 
8. @nt&. e. 49—59: gtteratur. 

Die litteratur würde, bibliographisch genauer, auch werth- 
voller sein. 

[16.] Staatswissenschaftliche Bücherschau des Jahres 1864 [ver- 
bessere 1863]. Von Prof. Dr. Unger und Hermann Müller in Göt- 
tingen. Enth. in der Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschaft. 
XX. Jahrg. Tübingen, Lanpp. 1864. 8. Heft 4. 8. 775—843. (8. Anz. 
J. 1863. Nr. 686.) 

Eine verdienstliche u. fleissige Zusammenstellung, von 
welcher aber die betreff, historische u. die unbedeutendere 
Brochüreu- Litteratur — in Bezug auf welche man sich auf 



liitteratur und Miaceilen. 17 

Sybel's historische Zeitschrift, sowie auf Mttldener's „Bibiioth. 
histor. u n. „Bibiioth. geograph.-statist. et oeconom.-polit." ver- 
wiesen sieht — ausgeschlossen geblieben ist. 

[17.] jGeolog ie von Neu-Seeland. Beiträge zur Geologie der Pro- 
vinze n Auckland und Nelson von Ferdinand Von Hochstetter. (A. u. 
d. Tit. : Heise der Österreichischen Fregatte Novara um die Erde in 
den Jahren 1857, 1858, 1859 u nter den Befehlen des Commodore B. 
von Wüllerstorf-Urbair. Geologischer Theil.) Wien, ans der K. K. Hof- 
u. Staatsdruckerei. 1 864. gr. 4. Enth. S. XXIV— XXVI: Literatur zur 
Geologie von Neu-See land.) 

Die Litteratur besteht hauptsächlich aus Nachweisen von 
Aufsätzen in period. Schriften und beschränkt sich auf die J. 
1843 bis 1864. 

[18.] * Le Regne vegetal divise* cn Iraite de Botanique generale 
flore medicale et usuelle, horticulture botanique et pratique (plantes 
potageres, arbres fruitiers, ve*g etaux d'omement), plantes agricoles et 
forestieres , histoire biographique et bibliographique de la Botanique; 
pur A. Dupuis, professeur d'histoire naturelle, Fr. GeVard, botaniste- 
micrographe, O. Reveil, pharmacien, et F. HeVincq, botaniste; et d'apres 
le» travaux les plus äminents botanistes Francais 'et £trangers. Tom. 
HI. Paris, Morgand. 1864. gr. 8. XXIV, 952 & 510 S. mit 3 Atl. 

Das ganze Werk ist mit Einschluss der „Histoire de la 
Botanique 44 auf 17 Bde, nämlich 9 Bde in gr. 8. Text u. 
8 Atlanten in kl. 4. (Pr. 800 Fr.), berechnet. 

[19.] Bibliographie des Ingenieurs, des Architectes des Chefs 
d'Usines industrielles des Kleves des Ecoles polytechniqne et profes- 
sionelles et des Agriculteurs publiee par Eugene Lacroix Libraire- 
Editeur. I. Se>ie. Ouvrages publies avant 1857. Fascicule 1. Paris, La- 
croix. 1864. 4. 2 Bll. 112 S. Nur 100 numer. Exempl. Pr. pro comp 
30 Fr. praen. — II. 8<§rie. 1857—1861. Troisieme Edition. Ibid. 1863 
8. X, 186 S. Pr. 2 Fr. — III. 8<5rie. 1862—64. (Noch nicht beendigt 
u. noch ohne Titel, daselbst 1864.) 8. 196 8. Pr. 2 Fr. 

Enthält nur Französische Litteratur, ist aber für diese sehr 
gchätzenswerth. 

[20.] Bibliotheca transsilvanica. Verzeichniss der über Sieben- 
bürgen erschienenen Bücher, Landkarten etc. in 6 Abtheilungen: 
1. Geographie, Statistik, Reisen. II. Geschichte. III. Naturkunde, Mi 
neralwässer, Bergbau. IV. Verfassung, Gesetzgebung, Verwaltung. 
V. Vermischtes. VI. Landkarten, Ansichten, Portraits. Prag, Credner. 
1864. 8. 29 8. Pr. 6 Ngr. 

Dieses vom Verleger Fr. Aug. Credner zunächst zu seinem 
Privatgebrauche zusammengestellte, jetzt aber theils als Anhang 
zu dem in Credner's Verlage erschienenen „Sommerfeldzug de& 



18 Litteratur und Misceltoa; 

Revolutionskrieges in Siebenbürgen im Jahre 184 9 U theils be- 
sonders ausgegebene Schriftchen enthält einen Katalog von über 
n. in Siebenbürgen erschienenen Büchern, Karten etc., durch wel- 
chen der Herausg. versuchen will, „bei dem Deutschen Mutter- 
stamme grösseres Interesse, grössere Theilnahme für die ent- 
fernten deutschen Brüder durch nähere Keuntniss ihres Landes, 
ihrer Sitten, Gebräuche etc. zu erwecken, und vielleicht dadurch 
die Auswanderung der Deutschen, anstatt nach Amerika, theil- 
weise nach Siebenbürgen zu leiten. u Zum Theile aus diesem 
Grunde sind auch die Titel der in Ungarischer und Rumänischer 
(Wallachischer) Sprache erschienenen Artikel in dem Verzeich- 
nisse weggeblieben, da dieselben in Deutschland doch nur von 
sehr Wenigen verstanden werden dürften. Das Verzeichniss 
hat gewiss noch manche Lücke u. so manche bibliographische 
Mängel, wird aber gleichwohl sicher Vielen willkommen sein. 
[21.] (Interims-Titel.) Uebersicht der wichtigsten Karten Europa' s. 
Mit besonderer Rücksicht auf das Militairgeographische Bedürfnis» 
zusammengestellt von E. von Sydow, Major v. d. Armee, attachirt d. 
gross. Generalstabe. I. Theil. Mit neun Beilagen. Beiheft zum Militair- 
Wochenblatt für Januar bis nlt. September 1864. Redigirt von der 
historischen Abtheilung des Generalstabs. Berlin, Mittler u. Sohn in 
Komm. 1864. 8. VIII, 164 S. Nebst9Taf. in Fol. u. gr. 4. Pr. n. 1 Thlr. 
Das vorl. von einem im betreff. Litteraturfache als Autorität 
anerkannten Gelehrten bearbeitete sehr treffliche Verzeichniss hat 
sich die Aufgabe gestellt, von den vielen bis jetzt publicirten 
geograph. u. topograph. Karten Europäischer Länder diejenigen 
hervorzuheben, welche gegenwärtig für das geographische 
Studium u. den unmittelbaren Gebrauch den meisten Werth 
haben. Hiernach sei weder die systematische Bearbeitung eines 
.vollständigen Kartenkataloges noch die tiefer eindringende 
Beurtheilung der einzelnen Karten beabsichtigt worden. Die 
wenigen Bemerkungen, welche den Kartentiteln beigefügt sind, 
bezwecken nur eine etwas nähere Bezeichnung, damit die Aus- 
wahl für dieses oder jenes Bedtirfniss erleichtert werde. Aus 
demselben Grunde sei auch die Zahl der angeführten Karten 
möglichst beschränkt worden, u. es haben namentlich ältere 
Karten, selbst wenn sie auch zu ihrer Zeit im besten Rufe 
gestanden haben sollten, nur beiläufig erwähnt werden können. 
Im Interesse der übersichtlichen Orientirung auf dem ganzen 
Erdenrunde seien übrigens, gleichsam als Einleitung, auch einige 
allgemeine Kartenwerke angeführt worden, ohne dass der Verf. 
daran gedacht habe, diesen Theil der Kartenkunde kritisch zu 
erschöpfen. Das Verzeichniss darf sicher überall auf eine 
freundliche Aufnahme rechnen. 

[22.] Mittheilungen aus Justus Perthes' geographischer Anstalt 
über wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geo- 



Litteratur und Miscellen. 19 

graphie von Dr. A. Petermanu. Gotha, Perthes. 4. Enth. 1864. VII. 
S. 272—80, VIII. 8. 313-20, IX. S. 356—60, X. 8. 393—400: Geogra- 
phische Literatur. (8. Anz. J. 1864. Nr. 658.) 

Bibliographisch -kritische Uebersichten der neuesten Lit- 
teratur. 

[23.] Rudolph Weigers Kunstcatalog. " No. 33. A. u. d. T.: Ru- 
dolph Weigel's Kuustlager-Catalog. XXXIII. Abtheilung. Leipzig, 
R. Weigel. 1864. gr. 8. 2 B1I. 79 8. Pr. n. 1\ Ngr. (S. Anz. J. 1863. 
Nr. 504.) 

Der vorl. Kunstkatalog hat sich seit einer längeren Reihe 
von Jahren in den betreff. Kreisen ein Ansehen zu verschaffen 
gewusst, wie sich eines solchen nur wenige andere unter ähn- 
lichen merkantilischen Publikationen zu rühmen im Stande sind. 
Unter so bewandten Umständen finde ich es überflüssig, das 
vorl. neue Heft besonders zu empfehlen, es genügt, das Er- 
scheinen desselben anzuzeigen, u. darauf hinzuweisen, dass es 
seinen Vorgängern an Werth gleichsteht. 

[24.] * Bibliographie anecdotique du Jeu des Echecs; par Jean 
Gay. Paris, Gay. 1864. 12. 303 S. Pr. 7 Fr. 50 c. 

Wird von den Franz. Bibliophilen als ein interessantes 
Werkchen begrüsst. 

[25.] Biograffa del Abate D. Juan Andres; por Javier de Burgos. 
Enth. im Boletin bibliografico Espafiol. Red.-Edit. D. Hildago. Ano V. 
Madrid 1864. 8. Nr. 14. 8. 161—65. 

Am 8chlusse der aus „El Panorama' 4 abgedruckten Bio- 
graphie Andres', früheren Vorstandes der königlichen Biblio- 
thek zu Neapel (geb. 15. Febr. 1740 zu Planes in Valencia, 
gest. 12. Jan. 1817 zu Rom), ist ein 19 Nrr. starkes Ver- 
zeichniss der von demselben herausgegebenen Werke beigefügt. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 
[26*] Antiquarisches Verzeichniss No. XLV. Gatalog des' Anti- 
quarischen Bücherlagers der Akademischen Buchhandlung in Kiel. — 
Geschichte. [Alterthumskunde, Mythologie, Numismatik, Biographien, 
Memoiren, Staatswissenschaft, Diplomatik, Genealogie, Ordens- und 
Adelswesen, Geographie, Topographie, Statistik, Reisen und Reise- 
literatur.] 1864. 8. 1 Bl. 82 S. 

Hauptsächlich Deutsche, nächstdem auch Franz., Nordische 
etc. Litteratur, alphabetisch geordnet. 

t 27 -] 3 U geftgef^enfen geeignete SStofe au« beut Verlage \>tn g. St. 
»roef t?au§ in Seidig. 2Beit?naä)ten 1864. H. 8. 1 »(. 26 ©. 

Auswahl aus den im Br.'schen Verlage vertretenen Wis- 
senschaftsfächern. 



20 Litteratur und Miscellen. 

[28.] SSerjeicfcnig toon 2)oubletten au« ber SetyfciMiot&ef g. V. (Sretmer, 
f. f. £oM3ud> unb Ännftyänbler in 9$rag, tt>eldj>e in faubcr erhaltenen 
(Sjenty loten ic. 31t 6 <5gv. cber 36 Hr. ö. 2B. per ©anb abgegeben njerbm. 
1804. 8. 1 331. 27 ©. 

Hauptsächlich Deutsche Belletristik. 

[29.] Catalogue de la Librairie Orientale de Ve Benjamin Duprat. 
I. Partie. Catalogue des livres Arabes, Turcs et Persans en fonds et 
en nombre et des livres et manuscrits en vente ä prix marques. Paris. 
(1864.) 1 Bl. 18 S. 

Meist nur neuere Litteratur. 

[30.] Verlags-Catalog von Ferdinand Euke in Erlangen. Michaelis- 
Messe. 1804. 8. 62 S. (S. Anz. J. 1860. Nr. 611.) 

Wissenschaftlich geordnet und mit alphabetischem Inhalts- 
verzeichnisse versehen; mit sehr anerkennenswerther Sorgfalt 
u. in einer Weise redigirt, dass man den Katalog wohl als 
Muster für andere empfehlen darf. Der Katalog hat durch 
seine gute Redaction bibliographischen Werth erhalten. Der 
hauptsächliche Theil des gesammten Verlages betrifft, ausser 
Naturwissenschaft, die Fächer der Medicin, sowie Staats- und 
Rechtswissenschaft, über welche auch besondere aus dem vorl. 
Verlagskataloge abgedruckte Verzeichnisse ausgegeben worden 
sind, nämlich ein medicinisches (s. Anz. J. 1864. Nr. 961) u. 
ein Staats- u. rechtswissenschaftliches kl. 8. HS. 

[31.J Verlags-Katalog von Julius Fricke. Halle. 1864. 8. 16 S. 

Alphabetisch geordnet, grösserentheils gut redigirt. Haupt- 
sächlich Theologisches u. Erbauliches. 

132.] 134. Bücber-Verzeichniss von R. Friedländer & Sohn. Berlin. 
(1864.) 8. 10 S. 

Enth. Ausgewähltes aus den Fächern der Numismatik, 
Genealogie u. Heraldik. 

[33.] Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers von Ch. Graeger 
in Halle a. 8. Nr. 128. Philologie. 1864. 8. 1 Bl. 56 8. 2443 Nrr. — 
Desgl. Nr. 129. Schöne Literatur und Kunst. 1864. 8. 1 Bl. 40 8. 
1777 Nrr. 

Verdienen Beachtung, besonders 128. 

[34.] 80. Verzeichniss des antiquarischen Lagers von H. Härtung 
in Leipzig. 8. 1 Bl. 94 S. 3080. Nrr. 

Enth. : Literaturwissenschaft; Deutsche Sprache u. Poetik; 
Volkslitteratur; Liedersammlungen; Deutsche Litteratur; Auto- 
graphen Deutscher Dichter u. Schriftsteller; Litteratur neuerer 
ausländischer Sprachen; Musik; Bildende Künste. Ein mehr 
als gewöhnlich beachtenswerther Katalog. 



Litteratur und Miscellen. 21 

[35.] 3$erfa0S'(£ataIe0 ber 3. (S. $ehm<$8'f<ä&en %uty unb Saufcfarten* 
$anMmtg in geizig. 3uli 1864. 8. VIII, 24 ©. 

Alphabetisch geordnet und mit ausführlicher wissenschaftl* 
Uebersicht versehen, sehr gut redigirt. Hauptsächlich Ge- 
schichtlich-Geograph.-Ethnographisches, Staats- u. Rechtswissen- 
schaft!., Theolog., Philolog., Litterargeschichtliches. 

[36.] Katalog ber Verlag«*, Äcratmfftone* unb «Partie drittel toon ■ 
$u*er & (Jonty. ($anS flörber) in Sern, September 1864. fl. 8. 19 <3. 

Alphabetisch geordnet, grösserentheils recht gut redigirt. 
Hauptsächlich Naturwissenschaft, Medicin u. Technologie, Schul- 
u. Jugendschriften, Helvetica. 

[87-1 Seznam kneh a del umeleckych, vydanych nakladem kneh- 
kupectvi: J. L. K^her v Praze, jichi dostati Ise ve vSech knehku- 
pectvich, jacoü i n jednateluv nakladatelovych. Vzäii 1864. SBerjddjtttfj 
fcen ©üAern uitb #unfttt?erfen, rceld&e im Vertage *on 3f. & Äcfcer m ^rag 
erfAienen ftnb. (September 1864. ff. 8. 24 ©. (6. 2fnj. 3. 1863. Er. 887.) 

Alphabetisch geordnet n. ziemlich gut redigirt; nur fehlen 
fast überall Jahr- und Formatangaben. Zum allergrössten 
Theile Czechi scher Verlag. 

[38.] »uStoatyt toorgügli<$er Serie toiffenf^aftli^en , aScetifäen unb 
toer?ä)iebenen 3nfyafts au« bem Verlage ber 3- 3- ?cntner'f<$en SBu^anbTung 
(«. @ta*l) in 2flün<$en. 8. 2 «Ott. 36 @. 

Die Titelangaben sind durchgängig ohne Jahrzahl, aber 
grösserentheils mit ein paar empfehlenden Worten begleitet. 

[39.] IV. Catalogue d'une grande collection de Livree de J.uris- 
prudence, Contenant grand nombre de livres sur le Droit Romain, 
Hollandais, maritime et commercial , sur PHiatoire du Commerce, de 
l'Industrie, etc. Avec Table syste^natique. En vente che» Frederik 
Muller, a Amsterdam. Octobre 1864. gr. 8. 1 Bl 87 8. 2485 Nrr. 

Eine sehr werthvolle u. nach Müller'scher Art gut ver- 
zeichnete Sammlung. 

[40.] Catalog No. I. Schweizer. Antiquariat von Orell, Füssli & 
Comp, in Zürich. 1864. 8. 1 Bl. 72 S. 1781 Nrr. 

Der vorl. Katalog, welcher eine neue Suite von Antiquar- 
verzeichnissen eröffnet, empfiehlt diese Suite der Aufmerksam- 
keit des betreff. Publicums theils durch ein gefälliges Aeussere 
und übersichtliche innere Einrichtung theils u. vorzüglich "durch 
Reichthum des Inhaltes ; er enthält eine grosse Auswahl brauch- 
barer u. werthvoller Werke aus den Fächern der reinen u. an- 
gewandten Naturwissenschaft mit Mathematik. 



22 Litteratur und Miscellea. 

[4L] No. 214. Catalogue of European Philology, Polyglott«, 
Works upon all the Languages of Europe, and Literatnres of Minor 
Nationalities; Offered for Cash by Bernard Quaritch. London. 1864. 8. 
1 Bl. 57 8. 

Für Sprachwissenschaft von grösstem Interesse. 

[42.] ftr. lü. $3ü$«>33erjet<$m6 über Scrfe bcrfcfrtebener SBiffen* 
Haften, tt>el$e bei (Stuf) föotte in $ot*bam ju &aben ftnb. 1864. 8. 1 «. 32 <5. 
Meist neuere u. gangbare Deutsche Litteratur. 

[43.] *Rr. 13. 3. ©djetMe'3 Antiquariat in Stuttgart. 1864. 16. 
1537—1664 @. 1080 Wxx. (@. Hnj. 3. 1864. ftr. 983.) 

Enth. die Fortsetzung der Deutschen Litteratur: Geschichte, 
Biographie, Geographie, Reisen, Sitten- u. Culturhistorie, Litteratur- 
u. Kunstgeschichte, Musik, Spiele, Belletristik, Romane, Ge- 
dichte, Theater, Volksbücher, Jocosa, Curiosa, Satyren etc., 
nebst Diversem. 

[44.] Verlags-Catalog von H. W. Schmidts Verlag in Halle a. 8. 
October 1864. 8. 1 Bl. 52 S. (S. Anz. J. 1860. Nr. 814.) 

Alphabetisch, gut redigirt. Enthält sowohl den eigenen 
-als den von J. F. Lippert bis z. J. 1844, von Lippert & Schmidt 
von 1844 — 48 u von Hendel käuflich übernommenen Verlag, 
der in neuerer Zeit hauptsächlich auf die Fächer der Natur- 
wissenschaft, Mathematik u. Medicin gerichtet gewesen ist. 

[45.] No. CCXXVII. Bibliotheca historico-naturalis in Universum, 
zoologica, pbysiologica. Catalog des antiquarischen Bücherlagers von 
H. W. Schmidt, Antiquariats-, Sortiments und Verlagsbuchhändler in 
Halle a. 8. 1864. 8. 1 Bl. 90 S. 2061 Nrr. 

Catalog CCXXVIIT. desgl. Mineralogie und Geologie nebst Berg- 
wissenschaft. 1864. 8. 1 Bl. 30 S. 5000—5926 Nrr. 

Die naturwissenschaftlichen Antiquarkataloge Schmidt'g 
sind in der Regel immer die beachtenswertheren unter allen 
seinen Katalogen gewesen. 

[46.] No. XXIV. Verzeichniss antiquarischer Bücher der Buch- 
handlung von Carl Villaret in Erfurt. 1864. 8. 1 Bl. 22 8. 729 Nrr. 
Enth. geschichtliche u. militairische Schriften. 

Bibliothekenkunde. 
[47] Katalog der Bibliothek der Königlichen polytechnischen 
Schule und der Königlichen Baugewerkenschule zu Dresden. Dresden, 
Druck von Meinhold & Söhne. 1864. 8. IV S. u. folg. 12 Abtheilungen 
mit besond. Tit.: Katalog der Bibliothek der Königlichen polytech- 
nischen Schule zu Dresden. Abth. 1. Zeitschriften. Gesellschafts- 
Bchriften. 1863. 25 S. ; II. Encyclopaedien. Sammelwerke. Ausstellungs- 
berichte. Ausstellungskataloge. 1863. 16 S.; III. Mathematik und 



Lltteratur und Miscellen, 23 

Astronomie, einschliesslich der angewandten Arithmetik und Geometrie, 
nehm lieb des Zahlenrechnens, Versicherungswesens, Maasses and Ge- 
wichtes, der praktischen Geometrie, descriptiven Geometrie, Perspective» 
1863. 40 S. ; IV. Physik. Meteorologie. Physische Geographie. Chemie- 

1863. 44 8.; V.Zoologie. Physiologie. Botanik. Mineralogie. Geognosie* 
Geologie. 1864. 27 S. ; VI. Land- und Forstwirtschaft. Bergbau- und 
Hüttenwesen. 1864 23 8.; VII. Technologie. 1864. 95 S.; VIII. Me- 
chanik. Maschinenlehre. Ingenieurwissenschaften. Allgemeine Feuerungs- 
kunde. 1864 73 S.; IX. Baukunst. Kunstgeschichte. Ornamentik. 1864. 
35 S.; X. Länder- und Völkerkunde. Handelswissenschaften. Staats- 
Wissenschaften. Statistik. 186g 44 S. ; XI. Sprachen. Pädagogik. Unter- 
richtsanstalten. Biographien. Bibliographie. Musik. Schulprogramme« . 

1864. 19 S. ; Katalog der Bibliothek der Königlichen Baugewerken- 
schule zu Dresden. 1864. 20 S. 

Seit Veröffentlichung des früheren Kataloges 1843 u. des 
dazu gehörigen Gesammtnachtrages 1851 (s. Anz. J. 1852. 
Nr. 101) ist nicht nur eine im Verhältnisse zu den schnellen 
Fortschritten der Technik ziemlich geraume Zeit verflossen 
sondern haben sich auch die Bibliotheken in einer Weise ver- 
grössert u. vermehrt — die Bibliotheken enthalten gegenwärtig , 
d. h. bei Abschluss des Kataloges, zusammen 3633 "Werke, 
wovon 123 der Sammlung der Baugewerkenschule angehören — 
dass sich die Direction der Schule zu einer neuen Publikation 
über den Bestand der Bibliotheken veranlasst gefunden hat. 
Man hat sich aber dabei nicht darauf beschränkt, zu dem vor- 
erwähnten Gesammtnachtrage in Betreff der seit dem Erschei- 
nen desselben neu zu den Bibliotheken hinzugekommenen Werke 
einen neuen Nachtrag zu geben, sondern man hat es vorge- 
zogen, statt eines solchen neuen Nachtrages gleich einen ganz 
neuen Gesammtkatalog in verbesserter Gestaltung zusammen- 
stellen zu lassen und zu veröffentlichen. Ich finde diesen neuen 
Gesammtkatalog, dessen Einrichtung im Wesentlichen aus dem 
oben ausführlich mitgetheilten Titel ersichtlich ist, im Allge- 
meinen recht gut gearbeitet, u. kann nur das Einzige bedauern, 
dass man den sämmtlichen Abtheilungen ein alphabetisches Ge- 
sammtregister hinzuzufügen unterlassen hat. 

[48.] * Catalogue methodique de la Bibliotheque publique de la 
ville de Nantes; par Emile Pehant, conservateur de cette Bibliotheque. 
Tom. III. Beiles Lettres. Nantes, Gueraud et Cie. 1864. 8. 672 S. Nur 
504 Exempl. , wovon 50 numer. auf Holland , 1 auf gelb., 3 auf gr. 
weiss. Pap. zum Bibliotheksgebrauch u. 450 auf Masch. Pap. 

Soll gut redigirt sein. 

[49.] * Monuments typographiques des Pays-Bas au quinzieme 
siecle. Collection de fac-simile d'apres les originaux conserves a la 
Bibliotheque Royale de La Haye et ailleurs. Publiee par J. W. Holtrop. 



24 Litteratur and Hiscelien. 

Etablissement lithographiqne de E. Spanier. Livr. 18 — 19. La Haye\ 
Nijhoff. 1864. gr. 4. Tafel 103—114 excl. Text. Pr. ä n. 3 Thlr. (8. Ans. 
J. 1864. Nr. 507.) 

Von allbekanntem Werth u. Interesse. 

Privatbibliotheken. 

[50.] * Catalogue d'une collection de livres ' sur les Sciences 
naturelles, Geologie, Zoologie etc., provenant du Cabinet de Am. B**, 
avec un table alphabetique des noms d'auteurs, etc., dont la vente 
aura lieu le 1. decembre 1864. Paris, Delion. 1864. 8. 160 S. 

V<Jh Interesse. 

[51.] * Catalogue de livres rares et precieux, beaux manusorits, 
riches relinres, ouvrages gothiques, etc., provenant de la Bibliotheque 
de M. de C . . . . tte, dont la vente aura lieu le 5 decembre 1S64. Paris, 
Mme. Bachelin-Deflorenne. 1864. 8. XII, 100 8. 860 Nrr. 

[52.] * Catalogue de livres rares et curieux provenant de la Bi- 
bliotheque de F. L. D***, dont la vente aura lieu le 17 novembre 
1864. Paris, Potier. 1864. 8. 48 S. 443 Nrr. 

Für Franz. Litteratur von Interesse. 

[53,] Catalogue d'une prexieuse collection de Livres anciens et 
modernes en tous genres, principalement remarquable par de beaux 
ouvrages heraldiques, genealogiques, historiques etc., provenant de feu 
Clement A. J. Deltenre Avocat ä Enghien etc.; dont la vente publique 
aura lieu le 7 decembre 1864 sous la directiou de F. Heussner. 1864. 
gr. 8. 43 S. 577 Nrr. 

Behält auch nach der Auction noch Werth. 

[54.] * Catalogue des livres de la Bibliotheque de Favart, mu- 
sique, ouvrages sur les arts, poe*sie, theätre; dont la vente aura lieu 
le 21 novembre 1864. Paris, Tross. 1864. 8. XI, 151 S. 1912 Nrr. 

Von grossem Interesse. 

[55.] Catalogue de la Bibliotheque de feu Theodore Fritz Pro- 
fesseur a la Faculte" de Theologie et au Seminaire Protestant La vente 
aura lieu le 16 jap vier 1865. II. Partie. (Pedagogie. Histoire. Littä- 
rature.) Strasbourg, Piton. (1864.) 8. 1 Bl. 57 S. 2050 ,Nrr. (S. Anz. 
J. -1864. Nr. 1003.) 

Eine in den angegebenen Fächern Beachtung verdienende 
Sammlung, die aber bibliographisch nicht überall genügend 
verzeichnet ist. 

[56.] $crgeid>mf3 ber toou bem Slb&ocat £al?n in SReubranbenburg 
nadjgelaffenen ©ibUotyef, entbaltenb ältere unb neuere SBerfe am aOen 
SBtffenf duften, öorgügüd) ber ^urisfcrubeng, toetcfye am 1. gebr. 1865 öffentltdj 
fcerfietgert werben foflen. Weubranbenburg, $>rud *on & y renbt. 1864. H. 8. 
16 <g>. 526 ftrr. 

Sehr mangelhaft redigirt. 



•Litteratur und Miscellen. 26 

[57.] 8eraei<$mß etncr ®ämmtttaa, toon ©ü<$ent <m« bem 9ta6>taftt 
be* fcerftorbenen 0.*2l.*<&.=$räflbentcn Dr. g. (5. <§<$tmbt in Atel, ttef$e 
bcn 7. 2)ecember 1864 in Äiel in öffentlicher Huction toerfauft twrben fetten. 
Atel, 3)rucf »on 3enfiiu 1864. «. 8. 1 SBI. 80 ©. äufammen 3350 #tt. 

Hauptsächlich bemerkenswerth im Fache der Rechtswissen- 
schaft. Die Holstein u. Lauenburg betreffende Litteratur ist 
3. 55 — 63 für sich zusammengestellt. 

[58] Catalogue de la Bibliotheque d'un Orientalißte redige et 
publie par J. Thonnelier membre de la Sociale" Asiatiqne de Paria. 
Tom. I. Paris, Franck. 1864. gr. 8. XI, 318 S. 1857 Nrr. (Nur 
lOOExempl., wovon blos 25 aPr. 18 Fr. in den Handel ^kommen sind.) 

In einer langen Reihe von Jahren habe ich öfter Gelegen- 
heit gehabt, Kataloge von Privatbibliotheken zu durchmustern; 
die Zahl solcher Kataloge , die zum grössten Theile zu Auctions- 
u. anderen ähnlichen Zwecken veröffentlicht werden, ist eine 
ziemlich ansehnliche. Ich habe aber unter allen diesen Kata- 
logen wenige gefunden, die in der Weise wie der vorl. ausge- 
zeichnet zu werden verdienen. Zuerst u. vor Allem ist eine 
gewisse bibliographische Genauigkeit der Titelkopien hervor- 
zuheben, welcher man leider in anderen Bibl. -Katalogen im 
Ganzen selten begegnet, die man aber im vorl. fast überall 
antrifft. Diese Genauigkeit giebt dem vorl. Kataloge für Bi- 
bliographie einen Werth, den selbst bibliographische Han4- 
bücher in vielen Stücken um desswillen vermissen lassen, weil 
dieselben ihr Material zum Theile aus indirekten Quellen 
zu schöpfen genöthigt sind, während dem vorl. Kataloge hin- 
sichtlich seines Materials die Benutzung ausschliesslich direkter 
Quellen zu Gebote gestanden hat. Sodann verdient der Reich- 
thum des zum grösseren Theile wissenschaftlich wichtigen und 
seltenen Materiales, welches sich im vorl. Kataloge verzeichnet 
findet, besonders hervorgehoben zu werden. Mustert man das 
Verzeichniss der Sammlung mit nur einiger Aufmerksamkeit, 
so erkennt man bald und leicht, dass der Besitzer der Samm- 
lung ein Mann sein müsse, welcher mit einer gewissen Leiden- 
schaftlictkeit, aber nicht mit der Leidenschaftlichkeit eines ge- 
wöhnlichen Bibliophilen, sondern zugleich mit einem tiefein- 
gehenden Verständnisse der betreff. Litteraturen seine Schätze 
gesammelt hat. Ein Fach ist es namentlich, welches sich in 
der Sammlung — soweit der vorl. 1. Band des Kataloges einen 
Einblick in dieselbe gestattet — in sehr grosser Reichhaltigkeit 
U Vorzüglichkeit vertreten findet, nämlich das der Theologie, 
speciell biblischen und orientalischen. Das, was den vorl. 
Katalog ferner noch vor vielen anderen derartigen Druckschriften 
auszeichnet, ist die Uebersichtlichkeit u. wissenschaftliche Ord- 
nung , in welcher sich die Sammlung verzeichnet findet ; man 



26 Litteratur and Miscelien.. 

erkennt in dieser Verzeichnung die Arbeit eines mit den betreff. 
Wissenschaftsföchern vertrauten Gelehrten. Endlich n. zuletzt 
ist auch der sehr anständigen äusseren Ausstattung des Kata- 
loges zu gedenken, welche denselben den besseren Presserzeug- 
nissen würdig an die Seite stellt. Der Besitzer der Sammlung 
hat das Verzeichniss davon zunächst für sich u. seine Freunde 
drucken lassen, u. da bildet der vorl. sehr anständig ausgestattete 
Band in der That eine besonders achtbare Freundschaftsgabe. 
Der ganze Katalog wird aus 3 Bden bestehen, wovon der letzte 
ausführliche Register enthalten soll. 

[59.] Catalogue de la saperbe Bibliotheque d'Ethnographie, de 
Zoologie, d'Affatomie Comparee, etc., forme*o par W. Vrolik, Professeur 
de Zoologie et d'Anatomie Comparee a l'Athenle d'Arasterdam , etc. 
La vente se fera le 16 Jan vier 1865 par le Libraire Frederik Maller 
ä Amsterdam. 1865. 8. XII, 105 S. 2052 Nrr. 

Catalogue d'ane belle Collection d'Ouvrages de Zoologie, Bo- 
tanique et de Mädecine. Avec une süperbe Collection de Portraits de 
Afädecins, Nataralistes, Mathematiciens, etc., dans laqaelle se trouvent 
beaacoup de belles Gravares, des Portraits non publies, etc. Suppl6- 
ment au Catalogue de la Bibliotheque de W. Vrolik etc. La vente se 
fera le 16 Janvier 1865 par le meme. 1864. 8 1 Bl. 105 — 142 S. 
2055—2550 Nrr. Supplem. & 859 Nrr. Portr. 

Müller liebt es, u. mit Recht, seine Auktionskataloge von 
Privatbibliotheken zu Etwas mehr als blosen Verkaufsinventa- 
rien zu machen; er begnügt sich in der Regel nicht damit, 
seine Kataloge besser, als dies bei vielen anderen Verzeich- 
nissen ähnlicher Art der Fall ist, zu bearbeiten u. zusammen- 
zustellen, er schickt auch gewöhnlich den Verzeichnissen eine 
kurze biographische Notiz über die verstorb. Besitzer der be- 
treff. Bibliotheken voraus, für deren Geschichte eine solche 
Notiz jedenfalls von wesentlichem Interesse ist. So hat Müller 
auch nicht blos den vorl. Katalogen, in denen sich eine in 
ihrer Art besonders vortreffliche Sammlung verzeichnet findet, 
eiire anerkennenswerthe Sorgfalt hinsichtlich der Redaktion 
gewidmet, sondern denselben auch einen Auszug au^ der von 
J. van der Hoeven über Willem Vrolik in der Königl. Nieder- 
länd. Akademie der Wissenschaften gehaltenen Rede voran* 
gestellt, u. dem Auszuge eine chronologische Uebersicht der 
Vrolik'schen litterar. Arbeiten beigefügt. Die Kataloge haben 
dadurch einen dauernden literarhistorischen Werth erhalten. 

Abdrücke aus Bibl.- Handschriften. 

[60.] Early English alliterative Poems in the West-Midland Dia- 
lect of tbe fonrteentb Century. Copied and edited from a unique ma- 
nusent in tbe Library of the British Museum. With an introduetion, 



Litteratur und Miscellen. 27 

notes, and glossarial index. By Richard Morris, member of the Council 
of the Philological Society. London, publ. for the Early English Text 
Society by TrSbner &Co. 1864. gr. 8. XL, 216 S. Pr. n. 6 Thlr. 12 Ngr. 

Arthur; a short Sketch of his Life and History in English Verse 
of the first half of the fifteenth Century. Copied and edited from the 
Marquis of Batb's Ms. By Frederick J. Furnivall, M. A. , Camb. Ibid. 
1864. gr. 8. VII, 20 S. Pr. n. 1 Thlr. 18 Ngr. 

Die „Early English Text Society", von welcher hier die 
erste Publikation vorliegt, ist zusammengetreten „with the 
object of Publishing a Series of Early English Texts, especially 
those relating to King Arthur." 

[61.] Voyage dans le Nord du Bresil fait durant Jes annees 1613 
et 1614 par le Pere Yves cPEvreux. Publie d'apres l'exemplaire nnique 
conserve* ä la Bibliotheque Imperiale de Paris. Avec une introduction 
et de notes par Ferdinand Denis, conservateur a la bibliotheqq? Sainte 
Genevievfc. Leipzig & Paris, Franck. 1864. 8. 1 Bl. X, XLIX, 456 8. 
Pr. n. 4 Thlr. 

Gehört zur „Bibliotheca Americana Collection d'ouvrages 
inedits ou rares sur FAmärique." Der alte t)ruck ist „ä Paris, 
de Timpr. de Franc. Huby 1615" erschienen. 

[62.] * De Romanzi, delle commedie e delle tragedie di Oiraldi 
Cintio Gio. Batta, ragionamenti ricorretti sopra un esemplare esistente 
nella Biblioteca di Ferrara riveduto ed in parte rifatto di raano deiP 
Antore. Delle satire ragionamento inedito. Documenti iutorno alla 
controversia sul libro de' Romanzi con G. B. Pigna. VjoI. I- -II. Mi- 
lauo, Daelli. 1864. 16. XXXV, 224 & 116 S. Pr. 19 It. L. 

Bildet den LI. u. LH. Band der Bibliotheca rara. a 

[63.] * Due Trattati del goveruo e delle infermita degli uccellii 
testi di lingua inediti, cavati da un Codice Vaticano e illustrati con 
note e pubblicati da Giuseppe Spezi. Roma, tipogr. delle Scienze Ma- 
thematiche e Fisiche. 1864. 8. 84 S. 



[64.] Aus Berlin 
hat 1864 im Verlage von Bath eine „Zeitschrift für Preussische 
Geschichte und Landeskunde, unter Mitwirkung von Droysen, 
L. von Ledebur, Preuss, L. Ranke und Riedel hrsg. von Prof. 
Dr. R. Fo8s" zu erscheinen begonnen, deren einzelne Hefte 
einen „Bibliographie 16 betitelten Abschnitt enthalten. So findet 
sich im I. Jahrg. 3. Heft. S. 188—201 eine in 7 Abschnitte 
abgetheilte „Uebersicht der vom 1. Juli bis Mitte November 
1864 erschienenen Schriften, betreffend Preussische Geschichte 
und Landeskunde 1 ' abgedruckt. Diese Uebersicht ist mit^Fleiss 
zusammengestellt und weit besser als die in der „Altpreussi- 
scben Monatsschrift" (s. Anz. J. 1864. Nr. 279) enthaltene 
Bibliographie. 



28 Litteratur und Miscellen. 

[65.] Aus Berlin. 
Die Büchersammlung, sowie einige Manuscripte aus dem 
Besitze des jetzigen Preussischen Consuls Brugsch in Cairo 
sind an den Antiquar J. A. Stargardt käuflich übergegangen. 
Eine Anzahl von Werken dieser besonders an Aegyptischer 
Litteratur reichen Sammlung hat früher Alexander v. Humboldt 
besessen, der ein ganz besonderer Protector des gelehrten 
Brugsch gewesen ist. 

[66.] Aus Brüssel 
Ist in Mucquardt's Verlage eine „Notice sur FAcademie Italienne 
des Intronati par ßdouard Cleder (1864. kl. 8. 2 Bll. LXXX S.) u 
in nur 200 nummenrten Exemplaren, wovon 20 auf Holländischem 
Papiere, erschienen Dieses für Litterargeschichte im All- 
gemeinen sehr interessante Schriftchen hat auch für Bibliographie 
insofern speciellen Werth, als sich darin S. LXX — L^XX eine 
Uebersicht der vom Stifter der Akademie Antonio Vignali di 
Buonagiunta oder Buonagiunti, „l'Arsiccio" genannt, ausge- 
gangenen, aber sehr selten gewordenen und desshalb von den 
Bibliophilen sehr eifrig gesuchten Schriften abgedruckt findet. 
Die Akademie — eines der unzählig vielen ähnlichen Institute, 
welche in Italien dem XVI. Jahrhunderte ihre Entstehung ver- 
danken (S. VII— XXVI) — ist 1525 zu Siena gestiftet worden 
zu dem Zwecke der Ausbildung erotischer Poesie, sowie später 
auch der Composition und Darstellung dramatischer Werke 
und ausserdem der Förderung der Toskanischen Sprache. 
Die von dem Stifter der Akademie ausgegangenen und am 
Meisten bekannt gewordenen Schriften „La Cazzaria" und „La 
Floria" gehören dem dramatischen Fache an. Ebendemselben 
Fache und dem der erotischen Poesie gehören die von Seiten 
der Akademie in Druck gegebenen Sammel Schriften zu, wovon 
S. LH — LVIII eine Uebersicht mitgetheilt ist. Die Akademie 
hat keinen langen Bestand gehabt, denn sie ist schon 1568 
unter den Medici wieder aufgelöst worden; trotzdem ist die 
Zahl derer, welche der Akademie als Mitglieder angehört haben, 
eine ziemlich bedeutende gewesen (S. XLV — LH). 

[67.] Aus Heidelberg 
erscheinen in Comm. b. Weiss „Blätter für Gefängnisskunde. 
Organ des Vereins der deutschen Strafanstaltsbeamten heraus- 
gegeben von dessen Ausschuss" (1. Heft 1864 in 8.), worin 
unter Anderem Uebersichten der Gefangnisslitteratur und der 
Gefangenlesebücher gegeben werden sollen. 

[68.] Aus Köln. 
Die städtische Behörde hat beschlossen, die ehemalige 
Jesuiten- , jetzige Gymnasialbibliothek mit . der städtischen Bi- 
bliothek für immer zu vereinigen. Die erstgenannte reiche und 



Literatur und Miacellen. 29 

sehr kostbare Sammlung ist seit etlichen Jahren in Ermange- 
lung eines passenden Lokales völlig unzugänglich gewesen. 
Für die vereinigte Bibliothek, welche einen Besitzstand von 
50,000 Bden aufzuweisen hat, würde die Stadt ein angemes- 
senes Lokal auf dem Rathhause oder in der nächsten Nähe 
desselben herrichten lassen. 

(Beil. z. Augsb. allg. Zeit. 1864. Nr. 332. S. 5395.) 

[69.] Aus Leipzig 
bin ich durch die dankenswerthe Güte von Köhier's Antiqua- 
rium auf ein „Ideen zu einem System der Historiographie. Th. 
Yanderhausen. (Leipzig, Fleischer in Conim. 1864. kl. 8. VI, 
46 S. ) u betiteltes Schriftchen aufmerksam gemacht worden, • 
welches nicht nur aus dem Grunde das Interesse der Leser 
des Anz. in Anspruch nimmt, weil das darin anseinander ge- 
setzte und wissenschaftlich begründete System der Historiogra- 
phie nach des Verf.'s Ansicht in seiner Anwendung ebenso für 
historische Studien wie auch für die Bibliographie von Nutzen 
sein wird, sondern weil auch das Schriftchen, im Falle 
dass die Kritik sich günstig über dasselbe aussprechen sollte, 
als Vorläufer von des Verf.'s vollständig ausgeführtem System • 
der gesammten Wissenschaften angesehen werden kann. Die 
Grundzüge des Systems der Historiographie sind folgende: 
Vorhallen, Historische Wissenschaften. I. Vor- 
wissenschaften, 1 Linguistik, A. Etymologie. B. Kritik. 

C. Kritische Encyklopädie. 2. Philosophie, A. Theoretische. 
B. Praktische. IL Empirische Wissenschaften, A. Grundwissen 1 
Schäften. B. Hülfs Wissenschaften. III. Kritische Wissen- 
schaften, A. Historische Kritik, B. Historiomathie, C. Historik, 

D. Kenntniss historischer Schriften. Geschichte. I. Ge- 
schichtliche Materialien, a) Statistische Materialien, b) Chrono- 
graphische Materialien, c) Kritische Materialien. II. Sogenannte 
eigentliche Geschichte, A. Statistik. B. Chronographie. Nach 
dem, was im Anz. und im Einklänge damit von den geachtetsten 
Bibliographen in Bezug auf die an bibliographische Systeme 
zu stellenden Anforderungen gesagt und aufgestellt worden ist, 
darf man sich wohl kaum der Erwartung hingeben, dass das 
Vanderhausen'sche System für die Bibliographie von Nutzen 
sein werde und , wie der Verf. im Vorworte schreibt, sich dazu 
eignen möchte, „die Instandsetzung von Bibliothek-, Antiqua- 
riats- und Fachkatalogen zur Wissenschaft zu erheben." Die 
Bibliographie braucht andere den Forderungen der Bücherpraxis 
besser angepasste Systeme für ihre Zwecke. 

[70] Aus Leipzig. 
Der am 27. October 1864 verstorbene vormalige General- 
intendant der Königl. Schauspiele in Berlin Dr. Carl Theodor v. 



30 Litteratur und Miscellen. 

Küstner „hat dem Stadttbeater seine dramatische, dramaturgische, 
theatergeschichtliche und statistische Bibliothek, ferner seine 
Sammlung von Theaterzetteln, eine Anzahl Hefte, Bücher etc. 
theatralichen Inhaltes, seine eigenen Schriften, ingleichen die das 
Stadttheater betreffenden Akten und Schriften sammt Bücher- 
schrank dazu in der Absicht der Begründung einer Bibliothek 
des Stadttheaters dergestalt letztwillentlich vermacht, dass der 
derzeitige Director des Stadttheaters diese Nachlassgegenstände 
unter gewissen, deren Erhaltung bezweckenden Beschränkungen 
zu benutzen berechtigt sein soll." 

(Dresdner Journ. 1864. Nr. 287. S. 1190.) 

[71.] Aus Leipzig 
ist am 6. Dezember 1864 vom Buchhändler Moritz Schäfer die 
1. Nummer eines „Autographischer Verkehr. Verzeichniss ver- 
käuflicher und zum Ankauf gesuchte Autographen, Documente, 
historische Schriftstücke etc. (fol. 8 S.) u betitelten Blattes, wo- 
von jährlich 3 bis 4 Nrr. erscheinen sollen, ausgegeben worden. 
Bei der Theilnahme, welche von vielen Seiten den Autographen 
» gewidmet wird, darf das neue Blatt gewiss auf freundliche 
Aufnahme bei dem Publikum rechnen, dafern der Herausg. be- 
strebt sein wird, sein Blatt zum gleichmässigen Vertreter der 
Interessen wie der Verkäufer ebenso auch der Käufer und wie 
der Anbietenden ebenso auch der Suchenden zu machen. 

,[72.] Aus Moskau. 
Einer der tüchtigsten Russischen Bibliographen und na- 
mentlich Kenner der älteren Russischen Litteratur, Wukol Mi- 
chailowitsch Undolski ist am 1/13 November 1864 gestorben. 
Die in seinem Nachlasse befindliche werthvolle Sammlung von 
alten Slavischen Inkunabeln und Handschriften dürfte wohl für 
das Moskauische Museum angekauft werden. — Bei der Tschert- 
kow'schen Bibliothek erscheint in monatlichen Heften ein „Rus- 
sisches Archiv", welches zunächst zwar der Russischen Ge- 
schichte gewidmet ist, aber auch bibliographisch interessante 
Artikel enthält. Als Zugabe- zu diesem Archive wird der vom 
Bibliothekar Bartenew gut bearbeitete Katalog der Bibliothek, 
von dem nun bereits ein Band erschienen ist, ausgegeben. 
(Vgl. Anz. J. 1864. Nr. 931.) G. Gennadi. 

[13.] Aus Palermo. 
Nach den Mittheilungen Antonino Saunas' in Gerhardt 
archäologischem Anzeiger vom April 1864. S. 206* ff. hat in 
neuerer Zeit, hauptsächlich in Folge der Verdienste Di Gio- 
vannis und d'Ondes', das im Lokale der Universität befindliche 
vaterländische Museum einen bedeutenden Aufschwung genom- 



Litteratur and Miseellen. . 31 

men. Von Valenza, der seine Bibliothek und Münzsammlung 
der Universität überwiesen bat, ist auch dem Museum ein werth- 
voller Münzvorrath zu Theil geworden. — Gleich dem Paler- 
mitanischen scheint sich auch in Messina ein vaterländisches 
Museum zu bilden, für welches die städtische Behörde kürzlich 
die Bibliothek und Münzsammlung des verstorbenen Nuuiisraa- 
tikers Grosso Clacopardi angekauft hat. H. Dittrich. 

[74.] Aus Paris 
soll in nächster Zeit die 1. Abtheilung eines „Catalogue general 
de la Librairie pour les Sciences & les Langues etrangöres 
de Friedrich Klincksieck ä Paris (20 Bog. in 8. Pr. 5 Fr.) 4 ' 
erscheinen, worin eine ausgewählte Uebersicht der besseren 
Erscheinungen des Auslandes, namentlich seit den letzten 10 
Jahren in Deutschland und England, und zwar was die 1. Ab- 
theilung anlangt, aus den Fächern der Theologie, Philosophie, 
Pädagogik, Philologie und Orientalia, der Mathematik, sowie 
der Naturwissenschaften enthalten sein wird. Die 2. im Laufe 
des Jahres später erscheinende Abtheilung ist für die Fächer 
der Geschichte, Staats- und Rechtswissenschaft, Medicin, an- 
gewandten Wissenschaften, Belletristik und Schönen Künste 
bestimmt. 

[75.] Aus Paris. 
Unter den in neuerer Zeit ins Leben gerufenen Volks- 
bibliotheken, für welche sich in Frankreich ein besonderes In- 
teresse kundgiebt, is-t namentlich der im 13. Arrondissement 
der Stadt jüngst begründeten Bibliothek Erwähnung zu thun. 
Das 13. Arrondissement ist meist von Arbeitern bewohnt 
und einer der ärmsten Stadtttieile; auf 551 Bewohner kommt 
1 Armer. Bei Eröffnung der Volksbibliothek in Bisehweiler, 
zu deren Begründung eine Lotterie veranstaltet worden war, 
hat man in Bezug auf die Bildung solcher Bibliotheken den 
Grundsatz ausgesprochen: „une bibliotheque populaire ne doit 
pas 6tre une oeuvre de charite, mais Toeuvre de tout le monde. 
Riches et pauvres pourront s'y interesser, chacun y trouvera 
80D COmpte." (Bibliogr. de la France 1864, Chronique Nr. 46. S. 186.) 

[76.] Aus St. Petersburg. 
Von Seiten der freien Oekonomischen Gesellschaft hat sich 
ein Comitß gebildet, welcher die Aufgabe hat, der Förderung 
von Dorf-, Schul- und Volksbibliotheken im Kaiserreiche seine 
Aufmerksamkeit und Thätigkeit zu widmen. Als Wegweiser 
bei der Auswahl und Beschaffung der für solche Bibliotheken 
geeigneten Schul- und Volksbücher ist ein Katalog derselben 
zusammengestellt worden, wovon man 1863 bereits eine IL Auf- 
lage (33 S. in 8) gedruckt hat. G. Gennadij 



32 Litteratar und illsceilen. 

[77.] Ans Simbirsk. 
Die zum Andenken an den berühmten Historiographen 
Karamsin im J. 1846 begründete öffentliche Bibliothek, die im 
letatvergangenen Jahre bereits bis zu 10,732 Bden angewachsen 
war, ist bei dem grossen Brande der Stadt am 10. September 
1864 mit vernichtet worden. (S. Anz. J. 1864. Nr. 642.) 

G. Gennadi. 

[78.] Aus Weissensee. 
Laut Numismatischer Zeitung 1864. Nr. 25 wird ein 
Mannscript vorbereitet : „Bibliotheca numaria. Verzeichnis» 
sämmtlicher in- und ausländischer seit dem Jahre 1800 er- 
schienenen numismatischen Werke." Man rühmt diese Arbeit 
im Voraus als eine äusserst vollständige, welche ausser dem 
alphabetischen Bücherverzeichnisse am Schlüsse ein nach den 
behandelten Gegenständen alphabetisch geordnetes Register um- 
fassen und dadurch jedem Numismatiker als Nachschlagebuch 
unentbehrlich sein werde. 

[79.] Aus Wien. 
Der Kaiserl. Akademie der Wissenschaften hat in der 
Sitzung der philosophisch -historischen Klasse vom 16. Novbr. 
1864 -Dr. Ferdinand Wolf für die Denkschriften eine Abhand- 
lung „Ueber Raoul de Houdenc und insbesondere seinen Roman 
de Meraugie de Portlesguez" vorgelegt, worin sich eine kri- 
tische Uebersicht der bio- und bibliographischen Notizen über 
diesen nächst Chrötien de Troies berühmtesten Trouvöre und 
dessen Werke überhaupt, sowie eine Analyse des bedeutendsten 
Werkes desselben, des bis jetzt ungedruckten vorgenannten 
Romans, nach einer Handschrift der E. E. Hofbibliothek etc. 
zusammengestellt finden. In der nämlichen Sitzung ist auch 
vom Professor Siegel ein vom Professor Dr. Bischoff eingesandter 
Aufsatz „Ueber einen deutschen Rechtscodex der Krakauer 
Universitätsbibliothek" vorgelegt worden. 

[80.] Aus Windsor 
hat Professor Conze in Gerhard's archäologischem Anzeiger vom 
Juni 1864. S. 240* über neun Foliobände mit Handzeichnungen 
nach Antiken in der Bibliothek der Königin einen Bericht ge-. 
geben. In demselben Blatte S. 213* findet sich, ebenfalls von 
Conze, eine Nachricht über die Antiken in der mannigfach 
merkwürdigen Bibliothek auf dem Landsitze des Earl of Lei- 
cester zu Holkham Hall bei Wells in Norfolk. H. Di Urica. 



NEUER ANZEIGER 



für 



Ängrojiljif nnii Bililintlirkmissrasttiaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Fetzholdt. 



Februar. 



Inhalt: 



1865. 



Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. — Vergleichende Zusam- 
menstellung von bibliographischen Systemen der Litterargesc lachte. 
(Fortsetzung.) — Die Litteratur der Schleawig-Holstein'schen Frage. — 
Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[81.] Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. 

Mit dem letztbeendigten Jahrgange 1864 hat mein „An- 
zeiger für Bibliographie und Bibliothek Wissenschaft*' seinen 
fünfnndzwanzigsten Geburtstag gefeiert. Fast gleichzeitig 
habe ich auch Gelegenheit gehabt, denjenigen Tag zu feiern, 
an welchem ich vor fünfundzwanzig Jahren zum Bibliothekar 
Sr. Majestät des Königs Johann von Sachsen, des damaligen 
Herzogs zu Sachsen, ernannt worden bin. Beides sind Ereig- 
nisse, die mich und meinen Anzeiger wohl daran mahnen 
können, einen eingehenderen Rückblick auf den verlebten Zeit- 
raum der fünfundzwanzig Jahre zu thun — einen Zeitraum, 
welcher zwar, wenn man ganz oberflächlich auf ihn zurück? 
sieht, ziemlich kurz erscheint, der aber, sobald man alles in 
den fünfundzwanzig Jahren erlebte Wichtigere einzeln in das 
Gedächtniss zurückzurufen versucht, doch auch wieder den 
Anschein einer ziemlichen Länge annimmt. 

Ueberblicke ich z. B., was zunächst meinen Anzeiger an- 
langt, die ganze Suite der fünfundzwanzig Jahrgänge desselben, 
und vergegenwärtige mir dabei wie einerseits die Mtthwaltungen 
und Studien, die es gekostet hat, um das im Anzeiger ent- 
haltene Material zusammenzutragen und theiiweise zu ver- 
arbeiten, so andererseits auch alle die litterarischen Bekannt- 
schaften in der Nähe sowohl als in der weitesten Ferne, welche 
mein Anzeiger von Jahr zu Jahr mehr und mehr angeregt 
und vermittelt hat, so giebt mir dies einen Maasstab für die 
lange Dauer der Zeit, in der Solches nur möglich gewesen ist. 
Auf eine solche lange Zeitdauer weist auch schon die ganze 
äussere Gestaltung des Anzeigers hin, der im Laufe der Jahre 
manche Aenderung erfahren, und aus einem anfangs „Anzeiger 
Ar Literatur der Bibliothekwissenschaft " betitelten, massig 



34 Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. 

starkem Hefte später in einen „Anzeiger der Bibliothekwissen- 
schaft" von schon umfänglicherer Form und zuletzt, unter 
Annahme des gegenwärtig noch festgehaltenen Titels, in einen 
ziemlich stattlichen Band sich umgewandelt hat. Diese Um- 
wandelungen sind theils die Folge meiner ursprünglich und 
ausschliesslich auf das Fach der Bibliothekwissenschaft be- 
schränkten, später aber auf das ganze grössere Gebiet der 
Bibliographie erweiterten Studien, theils und namentlich der 
Aufmunterung, welche diesen meinen Studien, ich darf wohl 
sagen, in sehr reichem Maasse zu Theil geworden ist. Wenn 
ich von Aufmunterung spreche, so meine ich natürlich nicht 
jene nur gar zu überschwänglichen Lobpreisungen, denen, wie 
jeder Andere, der ein periodisches Blatt herausgiebt, und sich 
in dem Blatte mit der Kritik neu erschienener Bücher befasst, 
so auch ich oft biosgestellt gewesen bin von Seiten Derer, 
die ihre Schriften in meinem Blatte womöglich lobend ange- 
zeigt und empfohlen zu sehen wünschten ; ich meine auch nicht 
die mir um meiner litterarischen Strebsamkeit willen von den 
Monarchen Bayerns, Oesterreichs, Preussens und Russlands er- 
wiesenen Gnadenbezeigungen, die von mir zwar als sehr ehren- 
voll hochgeschätzt werden, aber auf die Richtung meiner Studien 
einen Einfluss nicht haben äussern können, sondern ich ver- 
stehe vielmehr unter Aufmunterung diejenige Anerkennung und 
Theilnahme, sowie Unterstützung, deren ich mich von Seiten 
billiger Sachkenner zu erfreuen gehabt habe. Der Ernst, mit 
dem ich , trotz aller auf dem bibliographischen Gebiete nur 
zu oft vorkommender Troekenheit der Studien, doch ausdauernd 
bemüht gewesen bin, nach Genauigkeit und Gründlichkeit zu 
streben, und nicht minder die Unparteilichkeit, die mich überall 
geleitet hat, selbst bei Gegnern das Richtige gebührend anzu- 
erkennen, und das Unrichtige auch bei Befreundeten zu tadeln, 
haben mir bei Sachkennern einen Beifall verschafft, der auf 
die Art und den Gang meiner Studien, welche zunächst dem 
Anzeiger und dann auch den durch den Anzeiger weiter an- 
geregten Arbeiten gewidmet gewesen .sind, einen hauptsäch- 
lichen Einfluss gehabt hat. Unter diesen durch den Anzeiger 
im Laufe der Jahre weiter angeregten Arbeiten, die zum über- 
wiegenden Theile dem eigentlich bibliographischen Fache an- 
gehören, sind hauptsächlich zwei zu nennen, nämlich mein 
„Handbuch Deutscher Bibliotheken" und die seit bereits zwei 
vollen Jahren unter der Presse befindliche und nun bald zur 
Ausgabe fertige „Bibliotheca bibliographica". Was die erstere 
Arbeit anlangt 2 so hat sie das überall anerkannte Verdienst, 
in der neueren Litteratur eine Lücke ausgefüllt zu haben, die, 
je weniger das frühere ähnliche Werk des alten Hirsching den 
Bedürfnissen der Neuzeit noch genügen konnte, um so fühl- 



Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. 36 

barer geworden war. Daher ist auch das „Handbuch der 
Deutschen Bibliotheken", trotz aller Mängel, welche ihm bei 
der nur sehr unvollkommenen Unterstützung von Seiten der 
Deutschen Bibliotheken selbst haben bleiben müssen, und die 
sich erst in einer neuen Auflage mehr und mehr werden be- 
seitigen lassen, doch mit grossem Beifalle begrüsst, und selbst 
sein noch ziemlich unvollkommener, unter dem Titel „Adress- 
buch deutscher Bibliotheken 11 erschienener Vorgänger als eine 
Art Vorbild für ein ähnliches Werk über die Nordamerikani- 
schen Bibliotheken genommen worden. Mein Anzeiger ist seit 
der Veröffentlichung jenes Handbuches 1853 fortdauernd darauf 
bedacht gewesen, neue Materialien zur Verbesserung und Ver- 
vollständigung desselben herbeizuschaffen, mit deren Hilfe ge- 
wiss schon ein guter Theil der früher gebliebenen Mängel und 
Lücken bei einer neuen Auflage beseitigt und ausgefüllt wer- 
den kann. Was nun die andere durch den Anzeiger angeregte 
Arbeit betrifft, so wird auch diese ein gewisses Verdienst in- 
sofern für sich in Anspruch zu nehmen haben, als sie nicht 
nur im Bereiche der neueren Litteratur die einzige ihrer Art 
sein wird, sondern überhaupt auch die frühere Litteratur, 
selbst nicht in den Peignot'- und Namur sehen Schriften, kein 
ähnliches umfassendes Werk aufzuweisen hat, welches, wie 
meine „Bibliotheca bibliographica" Tausende von Titeln, zum 
grösseren Theile solcher Bücher, die ich selbst gesehen, mit 
möglichster Genauigkeit verzeichnet und auf ihren biblio- 
graphischen Werth sorgfältig geprüft habe, mit bald kürzeren, 
bald längeren literarhistorischen und kritischen Bemerkungen 
enthält. Diese „Bibliotheca bibliographica 1 ' ist ein Werk, an 
dem ich, so lange mein Anzeiger besteht, also volle fünfund- 
zwanzig Jahre gesammelt habe, und gerade sie ist es auch 
daher, an welcher ich, wenn ich sie durchblättere, und die Titel 
aller der mir im Laufe der Jahre durch die Hände gegangenen 
Bücher überblicke, die Länge der Zeit am besten mit bemessen 
kann, in der mir die Sammlung und Verarbeitung des Materiales 
zu diesem Werke möglieh gewesen ist. Zudem habe ich auch 
eine Art Zeitmesser in der mir eigenthümlich zugehörenden 
bibliographischen Bibliothek, deren Ansammlung sowohl mein 
Anzeiger, als und insbesondere* auch die Bearbeitung der eben 
erwähnten „Bibliotheca bibliographica" angeregt und gefördert 
haben. Diese meine bibliographische Bibliothek, deren Um- 
fang — zu einem sehr beträchtlichen Theile Dank der be- 
sonderen Liberalität von Freunden und Gönnern meiner Person 
und meines Anzeigers — ein für Privatbesitz höchst ansehn- 
licher ist, enthält einen grossen Schatz theils wissenschaft- 
lich wichtiger, theils seltener Bücher, von denen mich die ein- 
zelnen an bald kürzer, bald länger vergangene Zeiten erinnern, 



36 Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. 

wo ich das Vergnügen hatte, mich in ihren, manchmal schon 
längst gewünschten Besitz setzen zu können. Die liebsten 
Erinnerungen knüpfen sich an diejenigen Bücher, welche ich 
als Grundlage meiner Sammlung betrachten muss, das sind, 
die ich zu Anfang meiner bibliographisch - litterarischen Lauf- 
bahn mit so manchen für mich damals schweren Opfern mir 
zu eigen gemacht habe. Und welch langer Zeitraum liegt 
zwischen Damals und Jetzt, wo ich mich den Besitzer einer 
sehr stattlichen Bibliothek wohl nennen darf. 

Wende ich mich nun, im Anschlüsse an meine eigene 
Sammlung, zu derjenigen Bibliothek, mit deren Verwaltung ich 
seit fünfundzwanzig Jahren durch das Vertrauen Sr. Majestät, 
meines gütigen Königs, betraut bin, so finden sich auch darin 
Erinnerungen in Menge, die mir längst vergangene Zeiten ins 
Gedächtniss zurückrufen. Ich brauche nur die ganze Suite 
der Jahresberichte mit den wissenschaftlich geordneten jähr- 
lichen Accessionsverzeichnisscn zu überblicken, deren Zusam- 
menstellung mir, so lange ich wenigstens auf meine Kräfte 
ausschliesslich angewiesen war, jedesmal nahezu einen ganzen 
sauren Monat gekostet hat, so ist mir jeder einzelne Bericht 
wie der Zoll an einem Zollstabe, mit welchem ich die ganze 
Länge meiner bisherigen bibliothekarischen Amtstätigkeit 
knapp bemessen kann. Denke ich an das Jahr zurück, wo 
mir, nachdem ich bereits vorher anderthalb Jahr in der Biblio- 
thek beschäftigt gewesen war, die Verwaltung derselben über* 
geben worden ist — ich war damals noch ein junger Mann, 
der nicht lange erst die Universität verlassen hatte, und, wenn 
auch ganz guten Willen und einige theoretisch-bibliothekarische 
Vorbildung, aber doch durchaus keine praktisch- bibliotheka- 
rischen Erfahrungen besass — welche Prüfungen habe ich 
seitdem zu bestehen, wie viele unzuiriedene Stunden zu ver- 
leben, wie viele Arbeiten, wenn sie bald vollendet waren, weil 
ungenügend, wieder von vorn anzufangen gehabt, um mich 
endlich in den Besitz desjenigen Fonds praktischer Kenntnisse 
zu setzen, den ich jetzt als das Resultat einer fünfundzwanzig- 
jährigen bibliothekarischen Thätigkeit mein eigen nennen darf. 
Ich habe nicht, wie es wohl manche andere Bibliothekare zu 
thun pflegen, meine Zeit dazu* verwendet, die meiner Obhut 
übergebenen Bibliothekschätze selbst auszubeuten, und auf 
Grund dieser Ausbeutung litterarische, mit der Bibliothek- 
Wissenschaft in keiner Verbindung stehende Werke abzufassen, 
• sondern — eingedenk des Satzes, da98 der Bibliothekar um 
der Bibliothek willen, nicht aber die Bibliothek um des Biblio- 
thekares willen da sei — immer in der mir verfügbaren Zeit 
dahin getrachtet, meine bibliothekarischen und, was damit im 
engsten Zusammenhange steht, meine bibliographischen Kennt- 



Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. 37 

rosse zu erweitern und zu vervollkommnen, und für die Biblio- 
thek selbst mögliebst zu verwertben. Dabei bin ich nicht 
stehen geblieben, sondern habe in meinen Mussestunden ver- 
sucht, alle meine praktisch-bibliothekarischen Erfahrungen zu- 
sammenzufassen, und dieselben zum Nutzen und Frommen 
jüngerer und noch unerfahrener Kollegen in meinem „Katechis- 
mus der Bibliothekenlehre 44 veröffentlicht. Dieser Katechismus 
vereinigt daher Alles in sich, was ich in der ganzen Zeit meiner 
bibliothekarischen Amtstätigkeit erlebt und erfahren, was ich 
selbst versucht und im Laufe der Jahre erprobt gefunden habe. 
Es versteht sich natürlich von selbst, dass ich bei der Be- 
arbeitung meines Katechismus nicht etwa die schon vorher 
vorhandenen besseren Lehrbücher über Bibliotheks-Einrichtung 
und Verwaltung unbeachtet bei Seite gelassen habe; im Gegen- 
theile sind dabei die trefflichen Schriften von Ebert, Molbech 
und Schrettinger fleissig von mir zu Rathe gezogen worden. 
Aber ich habe keineswegs blindlings nachgeschrieben, sondern 
Alles, was ich von ihnen empfohlen fand, mit meinen eigenen 
Erfahrungen verglichen, und nur das durch meine Erfahrungen 
Bestätigte den Lesern zur Nachachtung selbst empfohlen. Ich 
habe insbesondere Das, was jene Bibliothekslehrer über die an 
den Bibliothekar selbst zu stellenden Anforderungen schreiben, 
an meiner eigenen Person versucht gehabt, und man findet 
desshalb auch in den vom Bibliothekare handelnden Abschnitte 
meines Katechismus nicht, wie anderwärts wohl, Mose schöne 
Redensarten über Das, was man alles bei einem Bibliothekare, 
wie bei einer Art Wundei thier von ausgebreiteter Gelehrsamkeit, 
anzutreffen wohl wünschen möchte, sondern nur den einfachen 
and wahren Ausdruck Dessen, was man billiger Weise von 
einem tüchtigen Bibliothekar zu verlangen hat. Ich habe hin- 
sichtlich der an den Bibliothekar zu stellenden Anforderungen 
zwischen Fertigkeiten und Kenntnissen unterschieden, und, 
während Viele die Kenntnisse als Hauptsache betrachten, doch 
im Laufe meiner langjährigen bibliothekarischen Praxis ge- 
funden, dass eher auf die Fertigkeiten ein grösseres Gewicht 
zu legen sein dürfte. Es hat sich mir als ein Erfahrungsatz her- 
ausgestellt, dass — eine gewisse Summe von Kenntnissen, die 
ein tüchtiger Bibliothekar unbedingt besitzen muss, natürlich 
vorausgesetzt — eher ein Ueberschuss über die nöthige Summe 
der Kenntnisse bei einem tüchtigen Bibliothekare entbehrt 
werde» könne, als ein Abgang von der Summe der nöthigen 
Fertigkeiten. Unter diesen Fertigkeiten bezeichne ich die Hu- 
manität als diejenige, welche den Bibliothekar am meisten ehrt 
und hochstellt, die aber auch im Laufe der Zeit die härtesten 
Proben zu bestehen hat; denn wenn auch der junge Biblio- 
thekar im Anfange seiner bibliothekarischen Laufbahn von 



38 Zur Erinnerung an fünfundzwanzig Jahre. 

der Ueberzeugung, dass Humanität eine ihm durchaus unent- 
behrliche Eigenschaft und Fertigkeit sei, noch so sehr durch- 
drungen sein mag, so kommt, weil von Seiten des mit der 
Bibliothek irgendwie verkehrenden Publikums nur zu oft die 
Humanität des Bibliothekars in Anspruch genommen und selbst 
gemissbraucht zu werden pflegt , auch nur zu bald die Zeit, 
wo es der Bibliothekar etwas unbequem findet, seiner früheren 
Ueberzeugung so ganz unbedingt zu folgen, wo er sich, An- 
gesichts der oft unbilligen Zumuthnngen, die dem humanen 
Bibliothekar gemacht werden, der Versuchung ausgesetzt sieht, 
seiner Ueberzeugung nach und nach untreu zu werden. Der- 
gleichen Versuchungen sind im Laufe der fünfundzwanzig Jahre 
auch an mich herangetreten, und ich mag allerdings nicht 
läugnen, dass bei mir wenigstens Denen gegenüber, welche der 
Humanität des Bibliothekares aus Absicht auf pekuniären Ge- 
winn unbillige Zumuthnngen zu machen nicht Scheu haben, 
das Gefühl sich rege gemacht hat, als müsse die frühere Ueber- 
zeugung den späteren Erfahrungen der Bibliothekspraxis wohl 
einige Concessionen zugestehen. Allein ein solches Vorbild 
vor Augen, wie ich es zu haben so glücklich bin, ist es mir 
nicht schwer geworden, aller und jeder Versuchung zu wider- 
stehen. Ja ein solches Vorbild vor Augen habe ich überhaupt 
Kraft in mir gefunden, alle etwaigen anderen Versuchungen, 
namentlich der Versuchung, welcher der langjährige Biblio- 
thekar bisweilen unterliegt, sich nämlich sein Amt nach und 
nach etwas leichter zu machen , von mir abzuweisen ; ich darf 
in letzterer Beziehung wohl von mir sagen, dass ich jetzt 
nach fünfundzwanzig Jahren noch mit derselben Freudigkeit 
und demselben Eifer wie früher meines Amtes warte, und der 
meiner speziellen Pflege und Obhut anvertrauten Sammlung, 
die ich um ein gutes Stück grösser gezogen habe, als sie es 
vor fünfundzwanzig Jahren war, noch ganz dieselbe frühere 
Liebe und Sorgfalt widme. Und wie sollte ich dies auch nicht 
— - da, wenn ich die Bibliothek durchwandere, von allen Orten 
her theils einzelne vorzüglichere Stücke, die mir im Laufe der 
Jahre ein Glückszufall in die Hände geführt hat, theils ein- 
zelne ganze Abtheilungen, die unter meiner Obhut eine ganz 
besondere Ausdehnung und Grösse erlangt haben, in mir die 
Erinnerung an Das, was durch Liebe und Eifer für die Samm- 
lung geschaffen werden kann, wach rufen, und mich daran 
mahnen, in der Liebe und dem Eifer nicht nachzulassen, um 
meinen Pflegling zur Ehre und Freude Dessen, der mir die 
Pflege anvertraut hat, weiter heranzuziehen. 



Vergl. Zusammenst. von bibliogr. Systemen der Litterargesch. 59 

[82.] Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 
Systemen der Litterargesehiehte. 

3. O. Ferrario. 1802*). 
Storia della Letteratura. 
I. Letteratura Universale. 
I. Storia generale della Letteratura di tutte le Nazioni. 
II. Storia generale dell 1 Origine e de' progressi dclle 
Scienze e delle Arti. 

II. Storia della Letteratura delle diverse Nazioni. 
I. Storia generale della Letteratura Italiana. 

II. Storia della Letteratura di Napoli, Roma, Toscana ec. 

III. Storia generale e particolare della Letteratura Francese. 

IV. Storia Letteraria della Spagna, Germania, Gran Bre- 

tagna ec. 
V. Storia Letteraria di tutte le altre Nazioni ec. 

III. Storia degli Uomini Illustri. 
I. Vite degli Uomini illustri antichi e moderni. 
II. Vite, elogi, ritratti degli Uomini illustri nelle Scienze 
e nelle Arti. 

III. Vite de 1 piü eccellenti Filosofi, Teologi, Giureconsulti, 

Poeti, Pittori, Scultori, ed Architetti ec. 

IV. Memorie, estratti Storici ec. appartenenti alle vite ed 

alle opere degli Uomini illustri ec. 

IV. Scuole, Accademie. 
I. Storia generale delle Scuole e delle Accademie. 
II. Storia particolare delle Scuole ed Accademie d'Italia. 

III. Storie delle Scuole ed Accademie di Francia, Spagna, 

Germania, Gran Bretagna ec. 

IV. Storie delle Scuole ed Accademie di tutte le altre 

Nazioni ec. 

V. Storia particolare delle Scienze e delle Arti. 
I. Storia della Filosofia. 
II. Storia delle Matematiche. 

III. Della Ginrisprudenza. 

IV. Della Poesia. 

V. Della Pittura, Scultura, Architettura, Husica. 



*) Progetto per un Catalogo bibliografico secoudo il sistema delle 
cogniaioni umane di Bacone e d' AI erobert formato da Gitilio Ferrario. 
Hilano 1802. 8. 



40 Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 

VI. Tipografia, Libri. 
I. Origine e Storia della Tipografia ec. 
II. Composiaione-, utilita, oao, digpwüsione, ornamenti de' 
Libri. 

VII. Bibliografi. 
I. Bibliografi generali e periodic!. 
II. Bibliografi Ecclesiastici. 

III. Bibliografi di alcuni ordini Religiös). 

IV. Bibliografi di Teölogia. 
V. Bibliografi di Storia. 

VI. Bibliografi di Giurispradenza. 
VII. Bibliografi di Filosofia, Bottanica, Anatomia,Medicina ec. 
VIII. Bibliografi di Pittura, Architettura, belle lettere ec. 

VUL Cataloghi. 
I. Cataloghi delle Biblioteche pubbliche e private. 
II. Cataloghi di Libri proibiti. 

III. Cataloghi di stampe, disegni, quadri, scrittnre eo. 

IV. Cataloghi di Gallerie, Gabinetti, Musei. 

4. P. Namur. 1834% 

Histoire litteTaire. 
I. Prolegomenes. 

a. De l'utilite et des abus de la litterature. 

b. Introduction ä i'histoire litteraire. 
IL Encyclopödie generale. 

III. Histoire generale et particuliere de la litterature. 

a. Traites gineraux. 

b. Traites de differenteg epoques. 
o. Traites nationaux. 

d. Traites professionaux, ou bist, litter. partic. de 
chaque science. 

IV. Histoire des hommes de lettrea. 

a. Biographie generale ancienne et moderne. 

b. Biographies nationales. 

c. Biographies professionales. 

d. Melanges. 

V. Histoire generale des scienees et des arts. 
VI. HiBtoire, memoires et dissertations des ecoles, des Uni- 
versites, des Academies et des societes littöraires. 

a. Des tcoles, etc, en gäneral. 

b. Des ecoles, etc. anoiennes. 



*) Manuel du Bibtioikecaire, acoompague' de notea critiquea , hi- 
Btorique» et litteraire». Par P. Namur. Bruxelles 1834. 8. 



Systemen der Litteraxge&chicjite. il 

c. Des ecoles, etc. du moyen äge. 

d. Des ecoles, etc. modernes. 

Bibliographie. 

I. Histoire de l'art d'ecrire et diplomatique. 

a. De l'origine de i'eciture en general. 

b. Des lettres, des eignes et des diverses manieres 
d'ecrire de differentes nations. 

c. De la steganographie, de la tachygraphie, de la 
Stenographie, de la calligraphie, etc. 

d. De la matiere employee pour ies manuscrits chez 
les anciens; des liqueurs et des instrumens em- 
ployes pour Pecritnre. 

e. Des manuscrits, de ieur utilite, etc. 

f. Descriptions et catalogues de manuscrits. 

g. Collection de manuscrits. 
h. Diplomatique. 

IL Histoire de rimprimerie, de la Stereotypie, de la li- 
brairie, etc. 

a. Bibliographies des auteurs qui ont ecrit sur l'art 
typographique. 

b. De l'origine et des progres de rimprimerie. 

c. Histoire de l'etablissement de rimprimerie dans les 
differents pays. 

d. F£tes seculaires celebrees en Thonneur de rimpri- 
merie, dans differentes localites. 

e. Des impressions du XVe siecle, dites incunables. 

f. De la science pratique de rimprimerie. 

g. Du Störeotypage. 
h. De la librairie. 

i. De la reliure et des' differents ornements des livres 
chez les anciens et les modernes. 

III. De la connaissance des livres. 

a. Introduction ä la bibliographie. 

b. Traites elementaires de bibliographie. 

c. Bibliographies generales alphabetiques et systema- 
tiques. 

d. Bibliographies nationales. 

e. Bibliographies professionales. 

f. Bibliographies de livres rares. 

g. Bibliographies des ouvrages anonymes et Pseudonymes, 
h. Bibliographies des ouvrages eondamnes au feu, des 

ouvrages ä l'index, etc. 

IV. Des bibliotheques. 

a. De l'arrangement des bibliotheques en general; de 
la science du bibliotMeairej etc. 



42 Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 

b. Histoire des bibliothöques en g£n£ral. 

c. Histoire des bibliothfcques anciennes. 

d. Histoire des biblioth&ques du moyen ige. 

e. Histoire des bibliotb6ques modernes. 

f. Histoire des biblioth&ques particulieres. 

g. Catalognes des biblioth&ques publiques. 

b. Catalogues des bibliothöques particulieres. 
V. Recueils littäraires pärjodiqües et critiques des dif- 

ferens pays. 
VI. Melanges. 

5. P. Namur. 1839*). 
Introduction aux Connaissances humaines. 
I. Prelirainaires. 

A. Utilite et abus des connaissances humaines. 

B. Classification de ces connaissances. 
II. Encyclop&dies. 

111. Logographie. 

1° Du Langage. 

2° Origine de Pficriture. 

A. Histoire de Torigine de l^criture. 

B. Signes, lettres, alphabcts et modöles d'ecritures de 
diflterentes nations. 

3° Pateographie. 

A. Brachygraphie. 

B. Graphique, ou connaissance des manuscrits. 

C. Catalogues, descriptions et extraits de manuscrits. 

1. Catalogues de manuscrits de biblioth&ques 
publiques. 

2. Catalogues de mss. des bibliotheques par- 
ticulieres. 

3. Descriptions et extraits de manuscrits. 

4. Collection de manuscrits. 
4° Des Autographes. 

A. Traitös sur les autographes et sur l'antographie. 

B. Catalogues d 'autographes. 

C. Collection d'autographes et de fac-simile d'auto- 
graphes. . 

6° Des Archives. 
6° Calligraphie. 



*) Projet (Tun nouveau Systeme bibliographiqne des Connaissances 
humaines, par P. Namur. Brnxelles 1839. gr. 8. 



Systemen der Litterargeschichte. 48 

IV. Bibliologie. 

1° Imprimerie. 

A. Prolegomenes ; ntilitä et abiis de Timprimerie. 

B. Origine et progres de rimprimerie. 

1. Traites generaux sur l'histoire de l'invention 
de rimprimerie. 

2. Histoire de l'etablissement de rimprimerie 
dans les differents pays. 

3. Des impressions du XVe siöcle, dites Incu- 
nables. 

4. Fetes seculaires cel£br£es en l'honneur de 
l'invention de rimprimerie dans les diverses 
localites. 

5. Des imprimeries privees et clandestines. 

C. Science pratique de rimprimerie. 

2° Librairie et Reliure. 

A. Histoire de la librairie. 

B. De la proprtete litteraire; de la contre-facon.. 

C. De la censure, de la liberte de la presse. 

D. Catalognes des livres condamnäs au feu; des livres 
mis ä Tindex. 

E. Jonrnanx de la librairie. 

F. Catalogues officinaux ou cataiogues des libraires. 

G. Reliure et ornements des livres. 

3° Bibliographie. 

A. Connaissance des livres. 

B. Bibliographies gänärales. 
G. Bibliographies nationales. 

D. Bibliographies professionales. 
4° Histoire des Bibliotheques. 

A. Des bibliotheques. 

1. Des bibliotheques en gäneral. 

2. Traites generaux de la science du biblio- 
thöcaire. 

3. De Farrangement , des ornements et de la 
conservation des bibliotheques. 

B. Histoire des bibliotheques. 
G. Catalogues des bibliotheques. 

Histoire litteraire. 

A. Introduction k Phistoire litteraire. 

B. Histoire litteraire generale. 

G. Histoire litteraire de differentes epoques. 

D. Histoire litteraire nationale. 

E. Histoire litteraire professionale, ou histoire litte- 
raire particuliere des sciences et des arte. 



44 Die LitteraUr zur Scaleswig-Holstein'schen Frage. 

F. Histoire, actes, annales, mämoires et dissertations 
des öcoles, des collöges et des atbenßes, des uni- 
versites, des acad&nies et des societös savantes. 

Biographie gln&ale. 

A. Biographies g6n6rales anciennes et modernes. 

B. Biographies genörales anciennes. 

C. Biographies geniales modernes. 

D. Biographies nationales generales, ou vies et eloges 
des personnes illustres dans les sciences, les arts 
et les lettres de chaque pays. 

E. Biographies professionales, ou vies et eloges des 
personnes illustres dans chaque science ou art. 

F. Melanges de biographies. 



6. J. Ch. Brmtct 1844*). 

Histoire littäraire. 

A. Introduction. 

B. Histoire generale de la litterature. 

a. Histoire de la litterature chez les anciens et au 
moyen äge. 

b. Histoire litteraire moderne. 

C. Histoire des Langues; Diplomatique ou couuaissance 
des öcritures. 

D. Histoire des Sciences et des Arts, et celle des inven- 
tions et decouvertes. 

E. Histoire des Universites et des diverses £coles. 

F. Histoire et Memoires des Academies et autres Societes 
savantes. 

(Fortsetzung folgt.) 



[83.] Die Litteratur der Schleswig-Htlstem'scheii Frage**)- 

(Sefdjtdjte ©$te$ttug*|>oljtein«. Öon ber ölteften 3eit bis auf bie 
©egentüart. Dem beutfd^cn SJolfe etjaljU öou SajuS SKöllcv. 
95b. I— IL $annooer, SRtttrqrfer. 1865. 8°. XXIX, 240 <5. & 
2 33a. 424 ©. 9Rtt 3 (Stammtafeln. <ßr. 1 2f>lr. 15 SRgr. 

Bd. I. enthält die Einleitung u. handelt von den Schaum- 
burgern, Bd. II. von den Oldenburgern. 
- * 



*) Manuel du Libraire et de V Amateur de Livres, etc. par J. Cb. 
Brauet. IV. Edition. Tom. V. Pari» 1844. Lex. 8. 

**) Forttatsung von Am. J. 1864. Nr. 934. 



Die Literatur mr Scbleswig-Holstein'ftofcen Frage. 45 

I. 

Segrttnbung bcr ©uccefftonSanforüdje ©einer fiöuigttdjen #oljeit be8 
©rof^erjogS 9£icotau$ griebri($ $eter toonDtbenburg auf bie $erjog* 
tljümer ©$tc$twg*£olftein. Of ficieHc fCu^gabe. ßlbenburg, ©d&ulje. 
1864. gr. 8°. 3n 2 «btfjeiiungen. IV, 1— 2Q4 @. mit 1 33t. 
205-97 ^Beilagen. $r. n. 28 9lgr. 

S. 290 — 96 enthält ein „Verzeichnis» der in der Begrün- 
dung and den Beilagen citirten Schriften mit vollständiger 
Titelangabe." 

Die ßrbantyrlidje be* »ranbenbutgifdjen $oufe« an bie $erjogtfrfimer 
©äileSnjig^olftein. «erlitt, 33aty. 1864. gr.8°. 36©. $r.n.59?gr. 

Da8 (Srbfolgeredjt $erjog griebridys VIII. auf bie £erjogtljümer 
©d)te$ttrig*£otftein. Äiel, @d)tt>er8. 1865. 4°. ^Jr.n. l$U)lr.65Rgr. 

Enthält: 2 Bll.; Nachweisung des Erbrechts rlerxog Fried- 
rich^ VIII. auf die Herzogthümer Schleswig-Holstein. Ueber- 
reicht der deutschen Bundesversammlung am 1. September 
1S64. 39 S.; Urkunden zur Nachweisung, 1S9 & IV S.; Aus- 
führungen zur Nachweisung: Ueber das Wahlrecht der Schles- 
wig -holsteinischen Stände und dessen Ersetzung durch das 
Recht der Erstgeburt. 42 S. ; Die Verhandlungen des Schles- 
wig- Holsteinischen Landtages im Jahre 1616. 44 8.; Ueber 
die Theiluugen von 1564 und 1582. 2 Bll. 17 S. 

Das ^Jrciigtfd^c ©rblanb ©djle$nrig*$olftein. SRebft einer colorirten 
Sarte, jeigenb bie 9?ei<l)«tJ)eilung t>on 1490 uub bie ©Werbungen 
tmb Abtretungen be8 Siener grteben« Dom 30. Dctober 1864. 
Setiin, b. ©ti«e it. o. ÜWutjben. 1865. 8°. 4 SU. 55 ®. mit 
1 Xaf. $r. n. 10 9?gr. (2ln bie einzelnen Sföitglieber be8 ^reufci* 
fdjeu Slbgeorbnetenl)aufe8, benen ba$ ©djriftdjen getoibmet ift, 
gratis gugefeitbet.) 

S. 1—43 ist im Wesentlichen ein Wiederabdruck aus der 
Berliner Vossi sehen Zeitung. 

Der ®ro$jerjog Don Dlbenburg unb bie ©d^{e$toig*$olfteinifd()e Srb* 
folge, »renten, ©traef inGomm. 1864. gr. 8°. 42 ©. $r. 7« «Rgr. 

Die ©roßtyerjoglid) Dlbenburgifdjen ©ucceffton^Slnforüdje auf ©djleS* 
tt)ig*#olftein. kurzgefaßte Sluatyfe ber bem Ijoljen 33unbe$tage fcor* 
liegenben Otbeuburgifdjcn ÜDenffa^rift auQ juDeriäfftgfter Quelle, 
Sefonberer äbbrutf au$ b*r 9?euen £attefd)en 3 e ^ n fl- $*&> 
gridfe. 1864. 8°. 15 @. <j$r. n; 3 9Jgr. 

Ueber bie angebttdjen g«bauftrüd)e beS ßönigtidV^reufjifcije» $aufe$ 
an bie $er$ogtf)umer ©cf}le$tt>ig*|>olftetn. 93on ©eorft SBatfc, 
$octor ber SRedjte k. ©öttingen, SDieteridj. 1864. gr. 8°. 32 ©. 
$r. n. 4 SRgr. 

Schon früher publrcirt und gegen die Ernst Ilelwing'sche 
Schrift n die Erbauspriiche des k. preussischen Hauses an die 
Herzogtümer Schleswig und Holstein 1846 " gerichtet. Der 



46 Die Literatur zur Schleawig-Hoiatein'öchen Frage. 

Widerlegung der nämlichen Schrift ist der in der Leipziger 
Zeitung 1864. Nr. 301. S. 6728—30 enthaltene Aufsatz „Die 
preußischen Erbansprüche auf die Herzogtümer Schleswig 
und Holstein" gewidmet. 

3»t Äbtteifung bet angebttdjen Sranbenburgifdjen grbanforftdje auf 
bie Ifctgogtljttttter ©d}le*toig*$olftein. Setyjig, #aeffel. 1865. 8°. 
32 @. <$t. 7{ SRgr. 

♦ * * 
3)ie älteren &mbe$ard>toe @djle«tmg*$olftein* unb beten Auflieferung 
oon ©ehe Dftnetnarf«. ffiine 3>enffd>rift öonSBtl^elm 3ung* 
fyauS, $tofejfor ber @efd)id)te an *er Untoerfüät Atel. Atel, $o* 
mann. 1865. 8°. 27 ©. $r. n. 6 SRgr. 

IL 

$ie f<$fe$ttrig*$olfteinifdje unb bie banifd}*beutfd}e Sfrage. fiopen* 
Ijagen am ©tjfoejterabenb 1863. SBien, tm>ogr. lit, artift. An* 
jtalt. 1864. gr. 8°. 130 ©. $r. n. 10 SRgr. . 

> IIL 

Die beroaljtlofte 89unbe$*äuctoritftt in $otftein unb bie <Preu§ifdje 
öntfd)äbigung$forberung. 9H* Äotnmentar jur Stebc be« ab* 
getretenen Suttbe$s6$ecutionS*Eommi{fariu* $r. ü. Äönnerifc bei 
(Srnpfangnaljute be« SDreSbener SljrenbütgeradjtS. Sertin, t>. ©tilfe 
u. t). ÜJhtyben. 1865. 8°. I S9t. IV, 20 @. $r. n. 4 9igr. 

The Palmerston Monument erected from the ruins of the 
destroyed Danish Monarchy by the Baron C. Dirckinck- 
Holmfeld of Roskild, Denmark. Hamburg, Richter; London, 
Ilachette & Co. 1864. 8°. 40 S. Pr. n. 10 Ngr. 

* Up einig ungebeelt! ©<§{eSttrig'#otjtein 1848— 1864. SRonian au« 
ber jüngften ©efdjidjte ber $erjogtljttmer. Som ©rafen ©taniS* 
lau« ©raboroSfi. £ft. 9 — 12. 83erlin, Semfe. 1864. 8°. 
2. 33b. ©. 193—335 u. 3. 33b. ©. 1—112. $r. * 4 SRgr. 

La Guerre de Schleswig envisagee au point de vue Beige. 
Anvers et la nouvelle Artillerie, par un Officier d'£tat-Major. 
Bruxelles, impr. de Guyot. 1864. gr. 8«. 2 Bll. 70 S. mit 
1 Taf. Pr. n. 25 Ngr. 

Die Befreiung ©$(e$tmg*$oljteinS toom Dänen*3odje im 3. 1864. 
(Sin Sud) ber Erinnerung für baf beutfdje 3Sol! unb jur 33er* 
tjerrfidjung be« erjlen ©iejfe«" feine« toieberewadjten Slationat* 
gefügt«. »Ott 6. SB. 3. 1. £eft. Deberan, ©djlefinger. 1864. 
gr. 4°. 16 ©. tnit 1 cotor. ©teintaf. $r. 3 9igr. 

SSon Ätfen bi« junt ^rieben. (Sine ©fijje uom ÄriegGttjeater. 
©djluß be« „33on ber (Siber bi« Düppel" unb „33on Düppel bi« 
jur SBaffenru(|e w , SSow ®inem Dfftcier [Änorr]. Hamburg, 
$ert|>cM9e|!et 4 Stornle. 1865. 8°. 2 SBH. 225 ©. <ßr.n. 1 2tyr. 



Die Litteratur zur Schleswig-Holstein'schen Frage. 47 

aOuflrirtc £rieg«*33eridjte aus ©dn:e*nrig*£otftem. ©ebenfbtfttter 
an ben $>eutf(f)*3)ämfdjen Ärieg Don 1864. 2Kit 3duftrationen 
nadj Driginatjeidjnungen t>on 8. 2Jetf, 8. öurger, 2. SJraun, 
SR. ©eigter, gr. ßaifer, S. SRou$, £. ©djerenberg unb (S. ©d)mibt. 
IL «uflage. Seidig, Sßeber. 1864. Fol. 3 8311. 52 ©. u. 
100 SCaf. $r. n. 2 tyU. 5 9?gr. 

Ueber ben Angriff auf bie 2)üj)peler ©fangen in ber &üt bom 
15. SKärj Mt jum 18. Slpril 1864. gm Vortrag, gehalten tn 
ber nußtairtfdjen ®efeflfd)aft ju SSertin am 14. Stobember 1864 
öon 9t. SReumann, Söniglidjem Dberjten Don ber Artillerie, w. 
$ienu ein ^Jlan. «ertin, üRittler u. @ol)n. 1865. gr. 8°. 1 891. 
54 ©. mit 1 Saf. <ßr. 12 SRgr. 

* ^reufcifdje ÄriegStyateu 1864. ftür 3eben Derftänbtid) jufammen* 
gejkllt toon Jljeobor ü. ^eldjrjim. Stettin, ö. b. 9ialjmer. 
1864. gr. 8°. 96 ©. mit eingebr. $o(jfdjn. $r. n. 7± 9igr. 

Sin Vornan au« ben Reiten ber ©djte$tt>ig*£otfteinifd)en Kriege. S3on 
3Ror. «eidjenbadj. I. «6$. 2 Stye. Hamburg, föidjter. 1864. 
8°. 640 ©. $r. n. 2 £ljtr. 

Seenen aus dem Kriegsleben in Schleswig 1864 nach Zeich- 
nungen von U. v. Salpius, Königlich Preussischem Major 
im Generalstabe. Lief. 2 — 3. Berlin, Bath. 1864. gr. qner 
Fol. k 4 Steintaf. Pr. a n. 2 Thlr. 

Schwarzbuch über die Dänische Missregierung im Herzogthum 
Schleswig. Heft 11. Kirche und Schule im Dienste der Da- 
msirungsbestrebungen. Kiel, Schwers. 1864. gr. 8°. 1 Bl. 
52 S. Pr. n. 9 Ngr. — Heft III. Rechtsverletzungen. (Rechts- 
widrige Amtsentsetzungen. Rechtswidrige Eingriffe in po- 
litische Rechte. Verschiedene andere Rechtsverletzungen.) 
Daselbst 1864. gr. 8°. 2 BU. 34 S. Pr. n. 6 Ngr. — 
Heft V. Sportelsucht der dänischen Beamten. Unfug bei 
der Verurtheilung zu Geldbrüchen und Gerichtskosten. Ver- 
schiedenes, Daselbst 1864. gr. 8°. IV, 39 S. Pr. n. 6 Ngr. 

Der Ärteg gegen Ü)änemarf im Satyre 1864. ^Bearbeitet öon ®. 
©r. 2B., Äönigl. ^reufeifdjem ®eneraljtab$*Dffijier ber toerbün* 
beten Armee. Wixt Sritagen, «arten unb planen. 8ief. 2. »etfin, 
Stornier. 1865. gr. 8°. 81—160 @. ?r. n. 12| SRgr. 

Der ©dlfeSnrig^oljfciu'fdie Srieg Don 1864. Son (£. Don 2ötn* 
terfelb. «btij.IV: «Ifen, 3fitlanb unb ber Äamtf auf be*2Reere. 
$ot«bam, Döring. 1864. 8°. 129—272 ©. $r. n. 20 3?gr, 
Die Schlusslieferung mit dem Titel folgt nächstens. 

(Wird fortgesetzt.) 



48 Litteratur und Misoellen. 

Litteratnr und Miscellen. 

Allgemeines. 

[84.] Serapeum hrsg. von Naumann. XXV. Jahrgang. 1864. 
(S. eben Nr. 4.) 

Die 19. Nummer vom 15. Octbr. 1864 enth. im Hauptblatte: 
S. 289 — 301 Oesterreichische Dichter des XVI. Jahrhunderts. 
Mitgetheilt von Jos. Maria Wagner in Wien (Fortsetzung) — 
S. 302 — 4 Die Leistungen der Jesuiten auf dem Gebiete der 
dramatischen Kunst. Bibliographisch dargestellt von Emil Weller 
in Augsbnrg (Fortsetzung). Im Intelligenzbl. S. 145 — 49 Die 
Bibliotheken in Neapel bei der neuen Ordnung der Dinge. Mit- 
getheilt von dem Geheimrath Neigebaur. 

[85.] Bulletin da Bibliophile et da Bibliothecaire pnbl. par 
Techener. XVI. Serie. 1864. (8. oben Nr. 6.) 

Das Novbr.-Heft enth.: S. 1125—59 Pontes Francis du 
seiziöme sifccle. Joachim Du Bellay, par Edouard Turquety — 
8. 1160 Lettre d'Emile Gallichon — 8. 1161—66 Deux Cata- 
logues de Bibliothöques publiques en France (Marseille et 
Nantes), par Gustave Brunet — S. 1166 — 68 Nouvelles et 
varittäs. Betr. unter Anderem die Anz. J. 1864 Nr. 264 er- 
wähnte, „A/W#OTcr£*g" betitelte Schrift von H. G. Doria. 

[86.] Bulletin da Bibliophile Beige, pnbl. par Heussner. Tom- 
XX = 2e Serie Tom. XI. 1864. (8. oben Nr. 5.) 

Das 5. Heft enthält: 8. 319 — 38 Essai d'nn Dictionnaire 
des Ouvrages anonymes et Pseudonymes pnblies en Belgique 
au XIXe siecle & principalement depuis 1830, par Un Membre 
de la Societö des Bibliophiles beiges (Suite) — S. 339 — 51 
♦Catalogue descriptif et explicatif des Editions Inounables de 
la Bibliothöque de Tath^nöe grand-ducai de Luxembourg; par 
A. Namur. II. Partie, Commencement du XVIe stecle (Suite) — 
8. 362—63 Michel et Jean Hillenins ou Van Hoochstraeten, im- 
primeurs ä Anvers. (1511 — 1546.) Enumeration de leurs pro- 
ductions typographiques. Additions et corrections — S. 364 
— 69 Louis Armet, Autenr franyais (1808), omis dans tons les 
dictionnaires bibliographiques ; par 8. Poltoratzky, de Moscou 
— S. 370 — 71 Andre Murville et ses querelles avec l'Academie 
frangaise; par le meme — S. 372 — 74 Liste des ouvrages 
publica par la Societä des bibliophiles beiges, seant ä Mons, 
depuis sa fondation, le 4 avril 1835 — 8. 375 — 76 Biographie: 
Details sur feu Arthur Dinaux — S. 377—79 M&anges — S. 
380—88 Revue bibliographique. Betr. unter Anderem Weller's 
Repertorium über die falschen u. fingirten Druckorte — S. 
389 — 90 Vente de la Bibliotheque de Mr. Arthur Dinaux. 

[87.] Annales du Bibliophile Beige et Hollandais. Paraissant 
une fois par mois. I. Annee. No. 1 — 2. Bruxelles, Fr. J. Olivier. 



Litteratur und Miscellen. 49 

No*br.«D£cbr. 1864. gr. 8. 52 8. Jahrespr. f. Belgien uod Holland 
6 Fr., f. d. Ausland mit Portozuichlag. 

An der Spitze des Programmes für dieses neue bibliograph. 
Blatt schreibt der Herausg. u. Verleger: „II y a place pour 
tont le monde au soleil. C'est en vertu de ce principe que 
l'editeur entreprend ces Annales. Malgrö le grand nombre de 
publications periodlques consacrees a la bibliographie, malgrö 
le zele et l'^rudition de ceux qui les dirigent, on peut dire que, 
dans le vaste champ des livres, il y a toujours ä glaner." Die 
Einrichtung, welche die Annalen erhalten haben, ist ziemlich 
die nämliche, wie die des „Bulletin du Bouquiniste." Jede 
Nummer zerfällt in zwei Abschnitte, von denen der erste bald 
längere bald kürzere den Bibliophilen interessirende Mitthei- 
lungen und Notizen, der zweite den antiquar. Lagerkatalog des 
Herausg.'s u. Verlegers enthält. Die Annalen unterscheiden 
sich aber, nach den ersten beiden Nrr. zu urtheilen, von dem 
Anbry'schen Blatte dadurch, dass der Lagerkatalog zum Theile 
raisonnirender Art ist und die demselben vorangestellten Mit- 
theilungen von grösserem eigentlich bibliographischem Interesse 
sind. In letzterer Hinsicht ist namentlich auf eine „Livres 
Hollandais imprimes sur völin" betitelte Mittheilung von A. 
van der Linde (Nr. 1. S. 8 — 13) aufmerksam zu machen. 

[88.] Bulletin du Bouquiniste publ. par Aubry. 8e Annee. 
2e Semertre. 1864. (8. oben Nr. 7.) 

Die letzte Nr. 192 enthält, ausser dem Lagerkataloge des 
Herausg.'s, Nichts, was sonst den Anz. näher interessiren könnte. 

Bibliographie. 

[80.] SetAetfyug bei; SBüd&er, Sanbf arten :c, reelle *>om 3uü bis 
i».i: 2)ecember 1864 neu etfäjienen ober neu aufgelegt Sorben finb, tntt 
Sngabe bet ©eitcnja$l, bei Verleget, bei greife, Uterattföen SRactyroelfungen 
unb einet toriffenföaftftdjen UeberfUtyt. herausgegeben unb »erlegt toon ber 
3. <£. Stari^S'föen ©uc^anblung in tfetygtg. CXXXIII. gortfefcitng 1864.* 
8, LXIII, 320 @. $r. n. 15 ftgr. (@. «ng. 3. 1864. $Rr. 650.) 

Mit der gewohnten anerkennenswerthen Sorgfalt redigirt 
u. mit Promptheit ausgegeben. So oft ich ein solches Verzeich- 
nis« zur Hand nehme, fühle ich immer eine Art patriotische 
Genugthuung darüber, dass unter den nationalen Bibliographien 
die Deutsche doch wohl gegenwärtig am Höchsten steht, u. dies 
haben wir unläugbar den Hinrichs'schcn Katalogen zu verdanken, 
welche sowohl für wissenschaftliche als merkantilische Zwecke 
Alles leisten, was man billiger Weise irgend nur verlangen 
kann. Es darf dabei nicht unerwähnt bleiben , dass die Hin- 
richs'schen Bücherverzeichnisse unter der Leitung des gegen- 
wärtigen Redakteurs G. llerre so manchen Fortschritt gegen 
früher gemacht haben. 

4 



, 50 Litteratur und Miscellen. 

[90.] Mgemeine öibltog a^^ic für 2)eiitf$fanb. gut tt>8cftentti$e* 
^eqet^nig aüer neuen (Srfctyeimingen im gelbe ber Sitetatur. ^erauSgegeBeit 
uub verlegt fcon ber 3. (5. ^tnvi^Ä'f^en ©uä>&anbfong in tfetyjig. 8. 
52 ftrr. a f-1 8. *>r. n. 1 Styr. 10 «R fl r. (©. fing. J. 1864. 9fr. 100.) 

Mit der bekannten musterhaften Sorgfalt redigirt. 

[91.] gtterarifdje« (SeiitratMatt für $eutf$(aub. #erantn>ortii<$er 
Herausgeber <ßrofef[or Dr. griebrld) 3 örn( * c - ?«^J»Ö# Sfoenariu«. 4. 
©öq)entli<$ 1 9fr. a c. lj «. $r. n. 8 £&lr. (©. «nj. 3. 1864. 9fr. 101.) 

Hauptsächlich für Zwecke der Kritik bestimmt, aber auch 
für Bibliographie mehr und mehr von Interesse. 

[92.] Knihopisny Slovm'k gesko-sloTenskjf , aneb seznam knSh 
drobnyob spistiv, map a hudebn^ch vgci, vy§ly cn v jazyku näroda gesko* 
slorenskäho od roku 1774 a£ do nejnovejSf doby. Co rukovgt pratelum 
literatury, sarovefi co dodatek k Jungmannovg „Historii literatury 
geskä" vydal FrantiSek Doucha, pHspSnim Jos. AI. Dundra a Frant 
Aug. Urbanka. [SeSit VII : Vinoborsky — fcvejkal.] V Praze, Kober. 
Lex. 8. (oder kl 4.) VIII, 289—320 8. Pr. n. 8 Ngr. (8. Am. J. 1864. 
Nr. 847.) 

Mit der vorl. 7. Lieferung ist das ,,Böhmisch-Slovakische 
bibliographische Lexikon vollständig beendigt. 

[93.] Bibliographie de la France Journal general de l'Iraprimerie 
et de la Librairie Pnblie sur les Documenta fournis par le Minister« 
de l'Inteneur. Se>ie II. Tom. VIII. (Annee 54 ) Paris, au Cercle de 
1h Librairie. gr. 8. Wöchentlich 1 Nr. Pr. n. 8 Thlr. (8. Anz. J. 1864. 
Nr. 172.) 

Besteht aus drei Theilen, nämlich I. der eigentlichen Biblio- 
graphie, II. der Chronique, III. dem Feuilleton commercial. 

[94.] The Bibliographer's Manual of English Literature con- 
taining au Account of rare, curious, and useful Books, published in 
or relating to Great Britain and lreland, fiom the iuvention of prin- 
ting; witk bibliographical and critical notices, collations of the rarer 
articles, and the priees at which they have beeu sold. By William 
Thomas Lowudes. New Edition, revised, corrected and enlarged; with 
an Appendix relating to the books of literary and scientific societies. 
By Henry G. Bohn. Vol. VI. A. u. d. Tit.: Appendix to the Biblio- 
graphen» Manual of English Literature. Containiug an Account of 
Books issued by literary and scientific Societies and printing Clubs; 
Books printed at private presses; privatcly printed series; and the 
principal literary and scientific serials. Compiled by Henry G. Bohn. 
London, Bohn. 1864. kl. 8. 1 Bl. V, 336 S. Pr. n. 2 Thlr. (8. Ana. 
J. 1864. Nr. 375.) 

Eine sehr werthvolle u. gewiss allen Litteraturfreunden 
willkommene Zugabe zu dem Lowndes'schen Werke. 



Litteratur und Miscellen. 51 

[95.] PatilJos. Safari k 's Geschichte der Südslawischen Literatur. 
Aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Josef 
Jirecek. III. A. n. d. Tit.: Paul Jos. Safank's Geschichte der Serbischen 
Literatur. 1. Äbth. Prag, Tempsky. gr. 8. 1 Bl. 299 S. Pr. 2 Thlr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 941.) 

Nicht blos literarhistorisch wichtig, sondern auch biblio- 
graphisch werthvoll. 

[96.] Ophthalmologische Bibliographie vom Jahre 1863. Nach 
einzelnen Fächern zusammengestellt. Erlangen, Enke. 1864. 8. 24 S. 
Pr. n. 5 Ngr. 

Der Herausg. W. Zehender beabsichtigt, jedem Bande der 
„Klinischen Monatsblätter" ein der vorl. Bibliographie ähnliches 
möglichst vollständiges bibliographisches Verzeichniss aller zur 
Ophthalmologie in irgend welcher Beziehung stehenden Schriften, 
Aufsätze, Journalartikel, Doctordissertationen etc. des vorher- 
gegangenen Jahres hinzuzufügen, u. hofft dadurch im Laufe der 
Zeit ein für seine speciellen Fachgenossen nicht ganz werthloses 
Q. jedenfalls sehr bequemes Register zu Stande bringen zu 
können. Die vorl. Bibliographie ist ein recht schätzbarer An- 
fang dazu. Nur finde ich in Bezug auf das vorl. Heftchen 
für angemessen zu bemerken, dass die Anordnung der Abthei- 
lungen eine zweekmässigere hätte sein können, u. dass es ge- 
wiss passend gewesen wäre, eine Uebersicht aller der Sammel- 
schriften, aus denen die in den verschiedenen Abtheilungen 
aufgeführten Gitate in kürzester Titelfassung entlehnt sind, 
mit ausführlicherer Titelangabe hinzuzufügen. 

[97.] Li tei arische Handbibliothek. 1. Bändchen. — Die literarischen 
Erscheinungen der letzten zwanzig Jahre auf dem Gebiete der Bau- 
kunde. Zusammengestellt von Eduard Baldamut* (in der F. A. Cred- 
ner'schen k. k. Hofbuchhandlung, Sortiment, in Prag). Leipzig, 
8teinacker in Comm. S. 2 Bll. 80 S. Pr. n. 12 Ngr. 

Der Herausg. hat sich in der Handbibliothek die Aufgabe 
gestellt, Bämmtliche Wissenschaften in passender Zusammen 
Stellung einer Bearbeitung in der Weise zu unterziehen, dass 
die in den letzten zwanzig Jahren erschienenen Werke zusammen- 
gefasst u. in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt werden 
sollen. Ein 2. Bändchen wird zunächst die Kriegswissenschaft 
enthalten. Was vor der Hand das vorl. 1. Bändchen betrifft, 
so mag dasselbe seiner Bestimmung wohl entsprechen, aber 
einen sehr wesentlichen Fehler hat es, nämlich den, dass der 
Titel des Büchelchens seinem Inhalte nicht angemessen ist; 
denn das Bändchen enthält nicht, wie eigentlich der allgemein 
gefasste Titel vermuthen läset, die allgemeine Litteratur der 
Baukunde, sondern nur Deutsche. Die paar mit angeführten 
fremdländischen Litteraturerscheinungen sind wenigstens gar 
nicht zu rechnen. 

. 4* 



62 Litteratur und Miscellen. 

[98.] * Bibliographie de l'Histoire du Hain au t, par Jules Dele- 
court, avocat; pre*ced£e du rapport de la Commission chargee par le 
Cercle arcbe'ologique de Mons de preseoter an plan de cette Histoire. 
[Extrait des Annales du Cercle arcbeologique de Mons, t. V.] Mons, 
Masquillier et Dequesne. 1864. 8. 151 S. Pr. 1 Tblr. 28 Ngr. 

Wird als eine fleissige Arbeit gerühmt. 

[99.] Der kartographische Standpunkt Europa's in den Jahren 
1863 und 1864, mit besonderer Bücksiebt auf den Fortschritt der topo- 
graphischen Spezial-Arbeiten im J. 1863. Von Emil von ßydow. Enth. 
in den Mittheilungen aus Justus Perthes' geographischer Anstalt über 
wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geographie 
von Dr. A. Petermann. 1864. Gotha, Perthes. 4. XII. S. 466—86. 
(8. Ans. J. 1864. Nr. 110.) 

Achter Jahresbericht; eine schätzbare kritische Arbeit. 

[100.] Uebersicht der vom Juni bis zum December 1864 auf dem 
Gebiete der Geographie erschienenen Werke, Aufsätze, Karten und 
Pläne. Von W. Koner. Enth. in der von Demselben herausgegeb. 
Zeitschrift für allgemeine Erdkunde. Neue Folge. Bd. XVII. Berlin, 
Reimer. 1864.8. Hft. 6. S. 501—43. (8. Anz. J. 1864. Nr. 657.) 

Wie bereits öfters erwähnt, mit Sorgfalt u. Sachkenntniss 
zusammengestellt. 

[101.] Die Holzschnittwerke des Virgil Solis, Maler, Kupferstecher 
und Formenschneider. Beschrieben von A. Andresen, Dr. ph. Enth. 
im Archiv f. d. zeichnenden Künste mit besonderer Beziehung auf 
Kupferstecher- und Holzschneidekunst und ihre Geschichte hrsg. von 
Dr. R. Naumann. Jahrg. X. Leipzig, R. Weigel. 1864. 8. Hft. 3 u. 4. 
S. 316—63. 

Eine sehr fleissige u. auch bibliographisch interessante 
Arbeit. 

[102.] aßertfeer unb feine >$eit. 3ur ©oetlje^iteratur. $on 3. 333. 
Stypefl. Sfteue toerfcefferte unb toermefyrte SUtSgafce. Setygtg, (gngetmaun. 8. 
Vni, 247 @. <ßr. 1 2tyr. 

' Das vorl. zuerst 1855 erschienene Buch hat durch' das 
am Schlüsse 229 — 47 angehängte „Verzeichniss der Werther- 
Ufebersefzungen und der Wertheriana" für Bibliographie beson- 
deres Interesse. Das Verzeichniss ist mit anerkennenswerther 
Sorgfalt u. zum Theile mit bibliograph. Accuratesse zusammen- 
gestellt. Von den darin aufgeführten Stücken finden sich ein- 
zelne theils schon im Texte des Buches erwähnt theils weiter 
erläutert. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 
[103.] ©BrfenMatt für ben 2>eutf$en $3u<$&anbef unb bte mit tym 
fcerttxmbten ©efä^Sfte^eige. (Sigenttyum beö SB8rfen*>eretn6 ber 2)eutf<$en 
EttcWÄnMer, $erant»ortliä)er SRebacteut: 3utiu« Ärauß. XXXII. 3a$r» 



Litteratur und Miscellen. 53 

g««g. Setygtg, fltrdjncr in (Somm. 4. Sö^entfiäj 3 9far. a 1—3 ©., 
n>a$renp bcr »ud)&änMermefTe ju Dflern tä'gltdj 1 9fr. $r. n. 3 Xtyx. . 
10 SBgr. (©. ^uj. 3. 1864. «Kr. 114.) 

Enth., neben den in einzelnen Nummern abgedruckten 
Uebersichten der Neuigkeiten des Deutschen und des mit die- 
sem in Verbindung stehenden auswärtigen Buchhandels, monat- 
lich noch ein alphabetisches Gesammtverzeichniss als besondere 
Beilage. 

[104.] £)eßerrci$tföe SBnä^8nbfer*<5orrcft>onbeng. ©gentium bct 
oPerretc^if^en ^uc^^änbler^ercnuö. SSerantroortli^er föebacteur: $. 3acob- 
VI. 3airgang. SBten, 3acob & ^of^aufen. 4. ättonatlid) 3 9^rr. a o. 1 8. 
$r. n. 2 £&tr. 20 5Rgr. (@. 2ln$. 3. 1864. 9fr. 115.) 

Enth. ein durch alle Nummern laufendes, bibliographisch 
sorgfältig zusammengestelltes Verzeichniss der Neuigkeiten des 
Oesterreich. Buch-, Musikalien- und Kunsthandels, sowie ausser- 
dem Uebersichten der auf Oesterreich bezüglichen Noritäten 
des au«wärtigen Buch- und Kunsthandels. Seither auch ein 
laufendes Verzeichniss der für die Vereinsbibliothek eingehenden 
Geschenke. 

[105.] gernoaäys Journal für Seiljbibltottyetare, SBudjfcänbter U xfo 
Antiquare. XIII. Qafrgang. $erantfoortüc$er Üfebacteur uub Stateger: 
Cgernba* jlun. in «erlin. 4. 2Konattfd) 2Wxx. k 1— 14 5B. $r. n. 1 ST^lr. 
(6. 5foj. 3. 1864. 9lx. 117.) 

Hauptsächlich geschäftlichen Zwecken gewidmet. 

[106.] 3ettf<$rtft für Setybi&ttotbefen unb Antiquare. 55erantroortli^er 
föebactcur (Sbuarb ©<$mibt. (27. Safrgang.) Setyjtg, @<$mtbt. 4. SWonatlid) 
2 ftrr. k c. 1 53. <ßr. n. 20 &gr. (©. 2faj. 3. 1864. ftr. 118.) 

Hauptsächlich den geschäftl. Zwecken des Herausg.'s ge- 
widmet. An der Spitze der einzelnen Nrr. finden sich Ver- 
zeichnisse der erschienenen belletristischen Neuigkeiten in 
Deutsch,, Franz. u. Englischer Sprache. 

[107.] Abonnements -Katalog der deutseben, französischen und 
englischen Zeitschriften wissenschaftlichen und unterhaltenden Inhalts 
fär 1865. Herausgegeben Ton A. Retemeyer, Inhaber des Central-. 
Zeitungs-Bureaus in Berlin. Berlin, Retemeyer. 4. 24 S. Pr. n. 10 Ngr 

Nur für geschäftliche Zwecke, u. ohne alles Interesse für 
Bibliographie. 

[108.] Messrs. Benn and Daldy's Catalogue of Bohn's various 
Libraries and of their other Collections, with a Classified Index- 
London. 1864. kl. 8. .48 S. 

Alle, Angaben sind ohne Bezeichnung von Jahrzahlen. 

[109.] No. 37. Antiquarischer Katalog der Thedor Berlinischen 
Bnch- und Antiquar -Handlung in Danzig. — Militari». Gymnastik. 



54 Litteratur and Miscellen. 

Jagd- und Pferdebücher. Feuerwehr. Marine. Mathematik u. Mechanik. 
Karten und Atlanten. Schach. Varia, kl. 8. 1 Titel u. 35 8. 

Verdient Beachtung. 

[HO.] BibKotheca theologica et philosophica. Verzeichniss von 
Werken aus den Gebieten der Theologie und Philosophie, welche von 
der Buchhandlung von Ernst Oarlebach in Heidelberg zu bezieben sind. 
8. 1 Bl. 46 8. 1161 Nrr. 

Ein sowohl um seines Inhaltes als seiner sorgfältigen Re- 
daktion willen sehr empfehlenswerter Katalog. 

[111.] Musikalien katalog. No. 69. Instrumentalmusik ans dem 
Lager der J. D. Class'schen Buchhandlung (C. F. Schmidt) in Heil- 
bronn. Dezember 1864. kl. 8. 32 8. 

No. 70. Verzeichniss von Musikalien für Gesang ausgegeben von 
der nämlichen Buchhandlung. (1865.) kl. 8. 31 8. 

Enth. viele Stücke, aber freilich nur, wie gewöhnlich, in 
einer Weise verzeichnet, die für bibliographische Zwecke fast 
Alles zu wünschen übrig lässt. 

[112.] No. V. Antiquarischer Lager- Catalog van Max Cohen & Sohn 
in Bonn. Inhalt: Altclassische Philologie. (1864.) 8. 1 Bl. 32 S. 
828 Nrr. 

Meist nur gangbare Litteratur aus Deutschen Pressen. 

[118.] Nro. 29. Antiquarischer Anzeiger von Alfred Coppenrath 
(vorm. Montag & Weiss'sche Buchhandlung) in Regensburg. gr. 8. 
1 Bl. 50 8. 1846 Nrr. 

Vermischte Litteratur, worunter sich insbesondere die 
ältere gut vertreten findet. Leider ist das Verzeichniss, weil 
nur alphabetisch, nicht übersichtlich genug. 

[114.] Verzeichniss werthvoller Werke aus allen Fächern der 
Literatur, welche von der k. k. Hof-Buch- & Kunsthandlung F. A. Credner 
pr. Adr. H. C.J. Satow, Prag, zu beziehen sind. Dezember 1864. gr. 8. 
1 Bl. 72 S. 

Enth. zum grösseren Theile Theologie, Geschichte, Belle- 
tristik; nächstdem Technologie, Medicin u. Naturwissenschaft 
u. s. w. Uebersichtlich zusammengestellt. 

[115.] Antiquarisches Bücherverzeichniss Nr. jV. Catalog des 
antiquarischen Bücherlagers von C. Detlofl's Buchhandlung in Basel. 
Ende 1864. gr. 8. 1 Bl. 49 8. 2186 Nrr. 

Enth. hauptsächlich Theologie, Geschichte, Belletristik; 
dann Naturwissenschaft mit Technologie n. Medicin, Philologie, 
Musik etc. 

[116.] No. 12. Livres d'occasion en vente cbez Juste Ebhardt 
(Libreria alla Fenice) Venise. — Livres, opuscules et vues relatifs a 
Yenise et son territoire. Novembre 1864. 8. 1 Bl. 22 8. 

Sehr interessant. 



Litteratur und Miscellen. 55 

[117.] No. I1T. Cboix de Bons Livres anciens et modernes pour 
1« plopart en langue Allemande a prix considerablement r^duits qui 

se trouvent a la Librairie A. Franck. Paris. 8. 44 8. 807—1797 Nrr. 

• 

Enth. Theolog., Philosoph., Jurisprud., Medicin, Naturwiss., 
Philolog., Geschichte u. Geographie . etc. Verdient Beachtung. 

[ 1 18.] 128. Bücher- Verzeichniss von R. Friedländer & Sohn. Berlin. 
— Geschichte. 8. 1 Bl. 66 S. 

Ausgewählte Litteratur, gut u. übersichtlich verzeichnet. 

[119.] No. 9. $erget$mfit toon Stcmanen, (graa&fangen, (Sagen; <5uriof«, 
8 Triften über gretmaureret unb gur ©efötd&te bcr 3c[utten ©e&örigte, 
$afä)enfcü<$er unb 3citf<$riften, gn fcejie&en toon 3faaf Bt ®oar in granf* 
fürt am äßain. H. 8. I $f. 38 @. 

Nur Deutsche Litteratur, meist gewöhnlicher Art. 

[ISO*] No. 137. Bücher- Verzeichniss über Werke ans dem Ge- 
biete der Schönen Wissenschaften, Kinderschriften und Kunst, welche 
bei Theodor Kampffmeyer in Berlin zu haben sind. 1864. 8. 1 Bl. 82 S. 

Meist gangbare Deutsche Bücher zu billigen Preisen. 

[121.] No. 119 — 22. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. Januar. 8. 1 Bl. 105 S. ; 1 Bl. 18 S.; 
1 Titel- u. 19 S.; 1 Bl. 25 S. . 

Die K. 'sehen Antiquarkataloge haben in den Kreisen der 
Bticherliebhaber stets eines guten Rufes sich zu erfreuen gehabt, 
theils um ihres schätzbaren u. gewöhnlich reichen Inhaltes 
theils um ihrer guten Redaktion willen. Von den vorl. vier 
neuen Katalogen ist Nr. 119, Geschichte 3011 Nrr. enthaltend, 
von besonderer Reichhaltigkeit. Nr. 120 enth. Geographie, 
Reisen, Karten 450 Nrr.; Nr. 121 Militärwissenschaften 536 
Nrr., Nr. 122 Musikalien u. Werke über Musik 778 Nrr. 

[122.] 2tofo0«*Äatatog *>on <£. $. tunge in äRainj. Octo6cr 1864. 
gr. 8. 30 ©. 

Alphabetisch, gut jredigirt. Hauptsächlich Technologie, 
. Lehr- u. Schulbücher, 

[123.] Verzeichniss einer werthvollen Sammlung von Werken 
ans dem Gebiete der Linguistik sowie der Literatur des Orients und 
Occidents, welche in der Buch- und Antiquariatshandlung von List & 
Francke in Leipzig zu haben sind. (Antiqu. Verz. No. 17.) 1864. 8. 
1 Bl. 39 S. 818 Nrr. 

Sehr achtenswerthe Sammlung. 

[124.] 115. Bücberverzeichniss von J. G. Müller in Gotha. Ent- 
haltend Philologie, kl. 8. 52 S. 2118 Nrr. 

Eine reiche aber nicht recht tibersichtlich verzeichnete 
Auswahl von Ausgaben u. Erläuterungsschriften alter Klassiker. 



56 Litteratur und MiBcellen. 

[125.] No. 2. Zweites Verseichniss des antiquarischen Lagers der 
Nicolai'schen Sort.-Buchhandlung (Wreden & Borstell) in Berlin, -r- 
Geschichte. Personen- Geschichte. Städte- Geschichte und Beschreibung. 
Geographie und Reisen. November 1864. kl. 8. 1 Bl! 37 S. 

Hauptsächlich im Fache der Biographie u. Ortsgeschichte 
bemerkenswerth. 

[126.] No. 81 — 82. Livree ancieus et modernes. En vente chez 
Martinus Nijhoff, Libraire ä la Haye. — Ouvrages de medecine, princi- 
palement sur l'histoire de la medicine, de la Chirurgie, de l'anatomie, 
de la physiologie, etc. Oct.-Dec. 1864. 8. 1 Bl. 32 S. 664 Nrr. 

Bemerkenswerthe Sammlang hauptsächlich Holländischer, 
Deutscher, Französischer Litteratur. 

[127.] Soflflanbige« nad) 2ftaterien geovbnete« ^Serjcic^iuß ber Bei 
$alm & (gnfe (Bbotyb (Snfe) in (Erlangen in ben S^ren 1848 bis gur 
IDjienneffe 1864 erfd)ienenen Sößerfe au« ber neueren uub ueueften ba$erifä)en 
®efcfcgebung tote au« bem ©ebtete ber 9*e<$t«s unb @taat«tmf[enfd}aftcu 
über$auj>t. (1864.) 8. 14 @. 

Recht gut zusammengestellt. 

[128.] No. 216. Catalogue of Standard Boeks, Offered for Cash 
by Bernard Quaritch. London. 8. 1 Bl. 66 S. 902 Nrr. 

Ausgewählte u. an Bibliotheks- u. Kunst-Werken reiche 
Sammlung, zum grossen Theil Englische Litteratur. 

[129.] ftr. 14. 3. ©djeible'« Antiquariat in ©tuttgart. 1864. 16. 
1665—1792 ©. 1122 ftrr. (<3. oben 9tr. 43.) 

Enth. den Schluss der Deutschen Litteratur, nebst Diversem. 

[130.] ©ritte« SSerjet^niß ber neueften unb beften Romane, Sfco&etten, 
Srjä&lungen u. f. tt>., tocl<$e in Cctab gebruät, fetyr elegant au«geftattet, 
fämmtlt^ compltt unb fauber bro^irt ftnb unb in SWe^rjaW 3U begießen 
|inb tum (Sbnarb @d)mibt in Jetzig. (1864.) 8. 23 <5. (@. Slnj. g. 1864. 
*Rr. 680.) 

Gewöhnliche Deutsche Leihbibliothekenlitteratur. 

[131.J Catalogue d'une excellente Collection de lettres auto- 
graphes, manuscrits, documents historiques, etc. du temps de la Guerre ~ 
de Trente Ans 1618 — 1648. — Fünftes Verzeichniss einer ausgezeichneten 
Sammlung von Autographen: Berühmte Fürsten, Feldherren, Staats- 
männer etc. aus der Zeit des Dreissigjährigen Krieges 1618 — 1648 
Zu haben bei Otto August Schulz, Buch- und Antiquarhandlung in 
Leipzig. (1864.) gr. 8. 1. Bl. 17 S. 

Enth. viele wirklich sehr interessante Stücke. 

[132.] Verzeichniss werthvoller Bücher aus dem Gebiete der 
Rechts- und Staatswissenschaft, mit Anhang: Würtembergica, welche 
auf dem antiquarischen Lager von Ferdinand Steinkopf in Stuttgart 
zu finden sind. 8. 1 Bl. 94 S. 

Verdient besondere Beachtung. 



[Litteratur und Miscellen. 57 

[133.] 2>ritte« $er$ei$ttiß wertvoller antiquariftfer $ü<$«, ttet$e 
bei 3o&. £&om. ©tettuer in 1' titbau ju I)a&eu finb. — &at&oli[ä)e Geologie. 
1864. 8. 90 ©. 

Meist gewöhnliche Deutsche Litteratur. 

[134J Catalog XXVIII— XXXI des Antiquarischen Bücberlagers 
von Friedrich Wagner in Braunschweig. 8. 1 Bl. 06 S.; 1 Bl. 10 S.; 
1 Bl. 42 S.; 1 Bl. 18 S. 

Entli.: XXVIII. Theologie 1889 Nrr.; XXIX. Philosophie 
u. Pädagogik 317 Nrr.; XXX. Geschichte u. deren Hilfswissen- 
schaften 1105 Nrr.; XXXI. Geographie, Ethnographie, Atlanten 
u. Karten 487 Nrr. Von diesen Katalogen ist der theologische 
nicht blos der umfänglichere sondern auch der wissenschaftlich 
beachten swerthere. 

[135.] Katalog des antiquarischen Lagers von T. O. Weigel. 
VII. Abtheilung: Jurisprudenz und Staatswissenschaften — VIII. Ab- 
theilung: Medizin. Chirurgie. Mathemathik. Astronomie. Astrologie. 
Geheime Wissenschaften. Leipzig. (1864.) 8. 1 Bl. 677—93 S. & 1 Bl. 
695-728 S. Zusammen 14761—15708 Nrr. (S. Auz. J. 1S64. Nr. 898.). 

Katalog einer aussergewöhnlich reichen Sammlung von seltenen 
und kostbaren Büchern aus dem antiquarischen Lager von Demselben. 
I. Supplement des antiquarischen Lagerkatalogs. Leipzig. 1865. 8. 
2B1L 729—854 S. 15709—17763 Nrr. (S. Anz. J. 1S64. Nr. 310) 

Der Ruf des W.'schen Antiquarlagers ist ein so weit ver- 
breiteter u. zugleich so guter, dasses eigentlich genügt, auf 
das Erscheinen der vorl. neuen Lagerkataloge kurz hinzuweisen, 
um das besondere Interesse des betreff. Publikums dafür rege 
zu machen. Gleichwohl hält es der Anz., der so viele u. hin- 
sichtlich ihres Werthes so verschiedenartige Antiquarkataloge 
zu verzeichnen hat, für angemessen, unter diesen Katalogen 
die vorl. mit ein paar Worten auszuzeichnen. Sie verdienen 
hauptsächlich um desswilien hervorgehoben zu werden, weil 
sie nicht, wie der grössere Theil der anderen Antiquarkataloge, 
allerlei Litteratur ohne Auswahl, sondern nur ausgesuchtere, 
sowohl in Ansehung ihres wissenschafti. : Werthes als auch 
der mehr oder minder grossen Seltenheit geschätzte Werke ent- 
halten. In dieser Beziehung ist namentlich auf das oben mit 
angeführte Supplementheft aufmerksam zu machen, in welchem 
selbst die reichsten u. werthvollsten Sammlungen jedenfalls noch 
Etwas finden werden, was ihnen fehlt u. wtinschenswerth ist. 

[136.] Catalogue X. d'une belle Collection de Lettres autographes 
et Documenta. Zehntes Verzeichniss einer worthvollen Sammlung von 
Autographen. Zu beziehen von Richard Zeune, Antiquarium für Auto- 
graphen und Portraits in Dresden. S. 1 Bl. 20 S. 429 Nrr. (S. Anz. 
J. 1864. Nr. 901.) 

Catalogue d'une belle Collection de Portrais de Marchands, Li- 
braires et Typographes. Verzeichniss von vierhundert Poittfcvta 'TOU 



58 Literatur und Mfscellen. . 

Kaufleuten, Buchhändlern, Buchdruckern und Kunsthändlern. Nebst 
Anhang: Autographen & Bücher, welche von Demselben zu beziehe* 
sind. 8. 16 S. 444 Nr. , 

Von dem grössten Interesse. 

Bibliothekenkunde. 

[137.] Documeut8 iconographiques et typographiques de la ßi- 
bliotheque Royale de Belgique. Fac-simile photo-lithograpbiques, avec 
texte historique et explicatif par MM. les Conservateurs et Employet 
de la Bibliotheque Royale publie sous la direction et avec le concours 
de M» le Conservateur en chef. Avec autorisation de M. le Ministre 
de Plnteneur. Ire Serie: Les Bois. Livr. 1. Spirituale Poraerium par 
h. Alvin, Conservateur en chef. Brnxelles, Arnold. 1864. gr. fol. 1 Tit., 
7 Bll. Text u. 6 Taf. Fac-sim. Pr. n. 4 Thlr. 

Das vorl. mit Eleganz ausgestattete lieft ist der Anfang 
eines auf 6 Lieferungen berechneten Werkes, welches ebenso- 
sehr für die Interessen der Kunst wie für' die der Litteratur 
von grosser Bedeutung zu werden verspricht. Aus den vielen 
Schätzen der grossen Brüsseler Bibliothek ist eins, der ältesten 
Denkmäler xylographischer Kunst ausgewählt u. dasselbe im 
vorl. 1. Hefte, mit Beifügnng einer näheren Beschreibung u. 
des Textabdruckes, getreu reproducirt worden. Dieses dem 
Werthe nach mindestens den beiden bekannten Werken, „Biblia 
pauperum" u. „Speculum humanae salvationis", gleichzustellende 
Denkmal, welches aus dem Kloster Groenendael bei Brüssel 
stammt, ist mit einem v. J. 1440 datirten handschriftlichen 
Texte versehen, als dessen Verf. sich Heinrich van den Bo- 
gaerde oder mit dem latinisirten Namen Henricus ex Pomeriq, 
eine Zeit lang Abt des Klosters, nennt. Bei der Aufhebung 
des Klosters unter Joseph IL im J. 1783 scheint das Buch in 
den Besitz der Familie des Barons Le Candele gekommen zu 
sein, nach dessen Tode es 1834 Eigenthum der Brüsseler Biblio- 
thek geworden ist. 

[138.] * äürcfcerifaV« 9toja(>r«&fatt aus bet StabtM&Uot&ef auf ba$ 
3a$r 1865. 4. 13 ©. mit 1 £af. (©. 2ln> 3. 1864. 9fr. 235.) 

Enth. Erinnerungen an Zwingli, mit ungedruckten Briefen 
u, Zwingli's Portrait. 

Privatbibliotheken. 

[139.] 81. Verzeichniss des antiquarischen Lagers von H. Här- 
tung in Leipzig, enthaltend ausser Anderem die nachgelassenen Bi- 
bliotheken der Dr. med. O. B. Kühn, Professor der allgemeinen Chemie 
an der Universität Leipzig, und Dr. med. Karl Vogel, grossh. Geh. 
Hofrath etc." in Weimar. 8. 1 Bl. 57 S. 1834 Nrr. 

Enth. eine ausschliesslich die Naturwissenschaften und 
damit verwandten Fächer, namentlich Medicin, betreffende reiche 
n. schätzbare Sammlung. 



Litteratur und Miscellen. 69 

[14Ö.] VerzeichnisB der hinterlassenen Bibliotheken des Dr. Alfred 
Schaedler in Hamburg, sowie des Superintendenten Dr. Vollbeding 
in Leipzig, 'welche nebst mehreren anderen Büchersammlungen am 
20. Februar von List & Francke in Leipzig öffentlich versteigert werden 
sollen. 8. 1 Bl. 152 S. 3930 Nrr. 

Enthält hauptsächlich Geschichte, Rechts- u. Staatswissen- 
schaft, Belletristik, Theologie u. Philologie. 

[141.] Verzeichnis» der hinterlassenen Bibliotheken der Finans- 
director von Flotow in Dresden und Professor Dr. Passow in Thorn, 
welche am 27« Februar zu Leipzig versteigert werden sollen. Einge- 
sandt durch T. O. Weigel in Leipzig. 8. 2 Bll. 174 S. 4345 Nrr. 

Die der Zahl der Stücke sowohl als ihrem wissenschaftlichen 
Gehalte nach hervorzuhebenden Abschnitte unter den im vorl. 
Kataloge verzeichneten Sammlungen sind, ausser einer sehr 
werthvollen Suite von Manuscripten , alten Drucken, Raritäten 
b. Werken der altdeutschen Litteratur, theils Philologie mit 
Pädagogik u. Litteraturgeschichte aus Passow's Nachlasse, 
theils Rechts- u. Staatswissenschaft mit Technologie aus Flotow's 
Verlassenschaft. Nächstdem Naturwissenschaften u. Geschichte 
mit Hilfswissenschaften. 

[142.] Catalogue des Livres en langues Europeennes et des 
ouvrages imprimea et manuscrits en langues Orientale» provenant des 
Bibliotheques de feu Alix Desgrauges, Woeprke et Bianchi, membres 
de la Societe Asiatique. La vente aura Heu le 17 janvier. Paris, 
Doprat 8. 2 Bll. 102 S. 1016 Nrr. 

Für Orientalia von besonderem Werthe. 
[143*] Catalogue des livres coroposaut la bibliotheque du feu 
Bartolomeo Bona Professeur a l'Universitö de Turin etc. en vente chez 
H. Loescher Libraire a Turin. I. partie: Sciences philologiques. Impr. 
de Kreysing ä Leipzig. Novembre 1864. 8. 1 Bl. 44 S. 1055 Nrr. 

Eine hauptsächlich im Fache der altklassischen Philologie 
sehr bemerkenswerthe u. gut verzeichnete Sammlung, in welcher 
eine ziemlich zahlreiche Suite von Italienischen Uebersetzungen 
Griech. u. Römischer Klassiker besondere Beachtung verdient. 
[144.] 100. Catalog des antiquarischen Bücherlagers von B. Se- 
lige berg in Bayreuth. Abth. II. December 1864. 8. 1 Bl. 49 — 114 S. 
1626—3177 Nrr. 

Enth., ausser Belletristik, Naturwissenschaften — worunter 
die Bibliothek des als Paläontologen bekannten Professor Dr. 
Braun — u. Medicin mit Chirurgie. 

[145.] * Catalogue des livres et autographes composant la Bi- 
bliotheque de feu Fosse Darcosse, conseiller honoraire a la cour des 
comptes, dont la vente aura Heu le 18 janvier 1865. Paris, Techener. 
1864. 8. XIII, 127 S. 952 Nrr. 

Von nicht hervorragender Art. 



60 Litteratur und Miscellen. 

[140*] No. LXV. Bibliotheca Orientalis. Sammlung meist orien- 
talischer Werke und Mauuscripte, früher im Besitz des Dr. Heinrich 
Brugsch, Consul in Cairo. Zu verkaufen durch J. A. Stargardt in 
Berlin. 8. 1 Titel- u. 31 S. 908 Nrr. (S. oben Nr. 65.) 

In der im vorl. Kataloge verzeichneten werthvollen Samm- 
lung finden sich unter Anderem viele Werke mit handschrift- 
lichen Bemerkungen des seitherigen Besitzers, sowie auch 
einzelne, mit Notizen von Alex. v. Humboldt versehen. So 
enthält Nr. 143 einen Theil des Materials zu der von Brugsch 
begleiteten Reise der Kön. Preuss. Gesandtschaft nach Persien 
1860 — 61, aus Landkarten, Photographien, Zeichnungen, Notiz- 
büchern etc. bestehend; Nr. 120 die Geographie des alten 
Aegyptens 3 Bde mit vielen Verbesserungen und Zusätzen des 
Verf. Brugsch; Nr. 451 das Prachtwerk von Lepsius, Denk- 
mäler aus Aegypten u. Aethiopien; Nr. 552 Nicolas, Dialogues 
Persans-Frangais, mit einer handschriftl. Vermehrung von Brugsch 
in Persien gesammelt, u. s. w. 

[147.] Nr. LXVI. Bibliothek des D. K. F. W. Hasselbach , ehe- 
mal. Directors des Gymnasiums und Seminariums für gelehrte Schulen 
zu. Stettin etc. 1. Abtheilung. Besonders Seltenheiten, Patristik, Phi- 
lologie. Zu verkaufen durch J. A. Stargardt in Berlin. 8. 1 Bl. 10 S. 

Einzelne Stücke von grossem Interesse. Darunter das 
Stammbuch der Pommerschen Herzöge, wozu ein Exemplar von 
Alciati et Sambuci Emblemata benutzt worden ist; Athanasii 
Opera vom J. 1600 mit kostbarem Kunsteinbande; einige un- 
bekannte Pommersche Comoedien von Micraelius; ein Exemplar 
der Ecclesiasticae Historiae Autores 1557; das Widmungs- 
exemplar des Malers Lucas Cranach mit Wappen u. Autograph 
für seinen Hauslehrer Matthias Gunderam; Widmungsexemplar 
von Hevelii Selenographia ; der seltene Metzer Druck von Me- 
dulla Gestorum Treveren 1514; Thomas Aquinas, Handexemplar 
von Geiler v, Kaysersberg, u. s. w. 

[148.] Verzeichuiss der von Dom -Dekan Wilhelm Jost in Lim- 
burg nachgelassenen Bibliothek, welche nebst andern werthvollen Bei- 
trägen an Büchern und Kupferwerken den 30. Januar 1865 in Frank- 
furt am Main versteigert werden soll. Eingesandt von Ludolph St. Goar 
in Frankfurt a. M. (1864.) 8. 1 Bl. 90 S. 2017 Nrr. 

Enth. Theologie, Geschichte, Philologie, Belletristik, Natur- 
wissenschaft u. s. w. 

[149.] Verzeichuiss einer werthvollen Sammlung von Werken aus 
der theoretischen und praktischen Musik, aus dem Nachlasse des Cantor 
Kieber in Oederan und Anderer, welche in der Buch- und Antiqua- 
riatshandlung von List & Francke in Leipzig vorräthig sind. (Antiqua- 
risches Verzeichuiss Nr. 18.) 1864. 8. 1 Bl. 41 S. 1424 Nrr. 



Literatur ugcl JCiscellen, 61 

Eine sehr werthvolle u. übersichtlieh verzeichnete Samm- 
lung. Unter den darin befindlichen seltneren Stücken ist ein 
Exemplar von Joh. Seb. Bach's „Kunst der Fuge 1752," die 
nur in 30 Abdrücken erschienen sein soll, besonders hervor- 
zuheben. * 

[150.] * Catalogue de la Bibliotheque de M.*** Livree anciens 
et modernes, litterature et histoire de l'Asie, archeologie, cbiraie, etc., 
dont la vente aura lieu le 19 decembre 1864. Paris Cr£taine. 1864. 8. 
67 S. 785 Nrr. 

Für Orientalia am Meisten noch von Interesse. 

[151.] 285. SBerjeicfymß fcen t^eologifc^en , £&Uofo^tf<$cn, *>8bagos 
jjifäen ic. Sctten au8 bem SRactytaffe be6 gu ©ofttljofen uerflorbenen *ßfar* 
m« töenger ju Ijaben bei Antiquar grtebrta) §eerbegen in Nürnberg. 4. 
4 m. 343 Wir. 

Grösstentheils Deutsche Litteratur; von neuester wenig. 

[152.] * Catalogue de livres rares et curieux provenant de la fti- 
bliotbeque de R. de 8***; incunables, livres sur les arts et avec gra- 
vures, etc., dont la vente aura lieu le 11 janvier. Paris, Potier. 8. 
99 S, 752 Nrr. 

Von wirklichem Interesse. 

Abdrücke aus Bibl.-Handschriften. 
[1534] Catalogue de la Bibliotheque de feu Louis Vercruysse, 
bibliophile distingue ä Courtrai, dont la vente publique aura lieu le 
6 Pevrier sous la direction du libraire F. Heussner. Vol. I. Bruxelles 
Heussner. gr. 8. XI, 260 S. mit Portrait. 2983 Nrr. 

Es ist eine sehr löbliche Sitte einzelner Buchhändler, den 
Verzeichnissen der unter ihrer Leitung zur Versteigerung 
kommenden Privatbibliotheken einige Notizen über das Leben 
und die Studien Derer, aus deren Besitze die Bibliotheken 
stammen, voranzustellen. Denn abgesehen davon , dass durch 
diese Notizen bei dem Publikum, welches dadurch Gelegenheit 
erhält nähere Bekanntschaft mit den Lebens- und literarischen 
Verhältnissen des betreffenden Besitzers zu machen, auch gleich 
von vornherein ein näheres Interesse für dessen Sammlung an- 
geregt wird, dienen auch diese Notizen in vieler Beziehung 
wesentlich dazu, um den eigentlichen Werth der Sammlung in 
das gehörige Licht zu stellen. Heussner gehört mit zu den 
oben bezeichneten Buchhändlern; wie anderen seiner früheren 
Auctionskataloge, so hat er auch dem vorl. eine, ivenn schon 
ziemlich kurze, doch immerhin den Lesern willkommene Notiz 
über Vercruysse (geb. 14. Juli 1790, gest. 16. Mai" 1864) an 
der Spitze hinzugefügt. Aus dieser Notiz erfährt man, dass 
hauptsächlich die Kunst es war, für welche V. ein besonders 
lebhaftes u. tiefes Interesse gefasst hatte. Daher sind es auch 



62 Litteratur und Miscellen. 

* 

Werke Aber Kunst oder von künstlerischer Ausstattung, welche 
den Hauptstamm seiner Bibliothek, wozu er schon frühzeitig 
als eifriger Bibliophile den Grund gelegt hatte, ausmachen. 
In der den vorl. Katalog eröffnenden theologischen Abtheilung 
findet sich eine reiche Suite von biblischen Bilderwerken u. 
anderen mit Kupfern ausgestatteten Büchern. Der Hauptglanz- 
punkt des Kataloges ist aber die Abtheilung „Sciences et Arts", 
in welcher ganz insbesondere auf die Abschnitte „Gravüre" u. 
„Architecture" aufmerksam gemacht werden muss. Der in 
nächster Zeit erscheinende II. Band des Kataloges wird, ausser 
einer, guten Auswahl Niederländischer Dichter u. einer be- 
trächtlichen Anzahl historischer Werke, „une magnifique serie 
de livres illustres sur les beaux-arts chez les anciens u u. „une 
collection fort curieuse d'emblömes, qui ne le cede pas m€me 
ä celle formee par M. Arthur Dinaux" enthalten. 

[154.] * Passages relatifs a des sommations de series de cubes, 
extraits de trois manuscrits arabes ineMits de la Bibliotheque imperiale 
de Paris. Par F. Woepcke. [Estratto dal Tomo V. No. 3 degli An- 
nali di Matematica pura ed applicata.] Rome,.impr. de Propaganda 
Pide. 1864. 8. 39 S. 

* Passages relatifs a des sommations de series de cubes, extraits 
de deux manuscrits arabes inedits du British Museum de Londres. 
Par P. Woepcke. Ronie, impr. des Sciences Math ein at. et Pbyaiques. 
18G4. 4. 25 S. 

Von beschränktem Interesse. 

[155.] * Documenta relatifs ä la nonciature de l'eveque d'Acqui, 
Pierre Vorstius, d'Anvers, en Allemague et dans les Pays Bas, en 1536 
et 1537, tires d'un manuscrit de la Bibliotheque Vaticane et suivis d'an 
extrait du Journal de Corneille Ettenius, sur le sejour du nonce en 
Allemagne, par P. F. X. De Kam. ßruxelles. 1864. 8. 190 S. 

Von beschränktem Interesse. 

[156.] Nixoldov 'Emaxonou Mt&(6vt)s Aoyoi ovo xara rrjg at(j£- 
GMog r<Sv IsyovHov t^v atotriQiov vnhg rifiiav &uaCav fiy rj tQiouno- 
OTctrco &sott)ti 7iQoaax^f t vcti y akka t<£ najql fi6vtß xtX. Nüv ngdÜTov 
ixtio&ivzeg vnb 'Ayxt/uavdotiou IdvdqovCxov Ar\^ir\T{)ay.Qno\)kov. A. na. 
d. Umschlagstit: Nicolai Methonae Episcopi Orationes dvae contra 
haeresim dicentium sacrificium pro nobis salutare non trisjpostatae 
divinitati, sed patri soli allatum esse etc. Nunc primum editae graece 
e cod. Moscov. ab Archimandrita Andronico Demetracopulo. Lipsiae, 
List & Francke. kl. 8. «T, 72 S. Pr. n. 24 Ngr. 

Nett ausgestattet. 

[157.] Aus Leipzig 
ist die im Anz. J. 1864. Nr. 926 gemachte Mittheilung, dass 
die Tischendorf öche Prachtausgabe des „Codex Sinaiticus" zu 



Litteratur und Mise eilen. 63 

einem sehr ermässigten Preise zu erlangen sei, gegenwärtig zu 
berichtigen. Nachdem im J. 1864 die noch vorhandenen ver- 
käuflichen Exemplare kontraktmässig zwischen dem Hofrath 
Prof. Dr. Tischendorf und dem Buchhändler C. Fr. Fleischer 
getheilt worden waren, hatte der letztere seinerseits mehren 
Bibliotheken Exemplare zu niedrigeren Preisen angeboten. Am 
24. December 1864 hat nun aber Tischendorf diejenigen Exem- 
plare, die an die Fleisch ergehe Buchhandlung als Eigenthum 
tibergegangen waren, zurückgekauft, und somit die wenigen 
noch verkäuflichen Exemplare sämmtlich in seiner Hand ver- 
einigt. Selbstverständlich sind damit auch jene Anerbietungen 
der Fleischer'schen Buchhandlung ungiltig geworden. Dagegen 
ist auf eine Anzeige der K. F. Köhler'schen Buchhandlung im 
Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchhandel zu Vei weisen, wonach von 
nun an diese Buchhandlung mit dem Debit des Werkes beauf-. 
tragt ist, und von ihr Exemplare zu dem Netto-Baarpreise von 
150 Thlr. verabfolgt werden. 

[158.] Aus Mediasch 
hat der Gymnasiallehrer J. Josephi die sehr dankenswerthe 
Güte gehabt, mir seine im „Programm des evangelischen Gym- 
nasiums A. B. zu. Mediasch und der damit verbundenen Scbul- 
anstalten für das Schuljahr 1863/64. Veröffentlicht vom Director 
des Gymnasiums Carl Brandsch. (Hermann Stadt, Buchdruck, des 
Drotleff. 1864. 8.)" S. 1—143 abgedruckte Schrift „Gründung, 
Entwicklung und jetziger Stand der Gymnasialbibliothek in 
Mediasch. Eine Skizze", die auf dem Wege des Buchhandels 
nicht zu erlangen gewesen wäre, zu übersenden. Der grössere 
Theil der Schrift besteht aus dem alphabetischen Bücherver- 
zeichnisse, dem historische und bibliothekwissenschaftliche 
Mittheilungen vorangestellt sind. Früher hat in Mediasch nur 
eine Schulbibliothek bestanden, deren Begründung schon kurz 
nach der Reformation stattgefunden zu haben scheint. Hierzu 
ist 1808 eine Collegialbibliothek gekommen, die man aber 1817 
mit der älteren Sammlung zu einer Collegial- und Schulbibliothek 
vereinigt hat. S. 10 — 15 finden sich die „Einrichtungen und 
Gesetze der im Jahre 1808 zu Mediasch errichteten Collegial- 
bibliothek zur Beförderung wissenschaftlicher Bildung" in 33 
§§ abgedruckt. Trotz mancher und wiederholter nicht unbe- 
trächtlicher Verluste, welche die Bibliothek im Laufe der Jahre 
zu erleiden gehabt hat, ist doch der jetzige Bücherbestand 
keinesweg ein unansehnlicher. „Es fallen gegenwärtig", wie 
der Verf. schreibt, „auf die Deutsche Nationalliteratur 1552 
Bde; auf die Theologie 764 Bde; auf die Philosophie 378 Bde; 
auf Philologie 1150 Bde; auf Geschichte 902 Bde; auf Geo- 
graphie und Reisebeschreibungen 358 Bde; auf Mathematik und 



64 Litteratur und Miscellen. 

Naturwissenschaften 350 Bde. ; auf Medicin, Rechts- und Staats- 
wissenschaft, Encyklopädie und Bibliographie 386 Bde; auf die 
Zeitschriften 512 Bde; Karten und Atlanten 162 Nrr; Folianten 
105 Bde. Rechnet man nun die Schriften der Akademie; die 
angebundenen Werke — bei den Folianten allein 33 — die 
auszutauschenden Doubletten; die noch brauchbaren, leicht zu 
ergänzenden, verstümmelten Werke hinzu: so ergiebt sich eine 
Anzahl von gegen 7700 Bänden und ohne Doubletten, relativ 
verstümmelte und angebundene Werke über 7000 Nummern, 
welche in dem Nominalkatalog aufgenommen werden konnten." 
Speciellere Angaben über den Bücherbestand giebt der Katalog, 
der Denen, welche die Bibliothek zu benutzen haben, gewiss 
willkommen sein wird. Der Katalog ist, wie nicht zu verkennen, 
mit Fleiss, aber, wie auch nicht verschwiegen werden darf, 
nicht mit der gehörigen technischen Geübtheit zusammengestellt, 
und leider, woran allerdings der Verf. keine Schuld hat, mit 
vielen Druckfehlern versehen. Die technische Ungeübtheit des 
Verf.'s rührt wohl daher, dass derselbe in bibliothekarischen 
Arbeiten noch keine lange Erfahrung hat. Dies zeigt sich auch 
in den dem Kataloge vorangestellten Mittheilungen, obschon 
aus demselben zur Genüge zu ersehen ist, dass der Verf. seines 
bibliothekarischen Amtes mit Ernst und dem besten Willen sich 
angenommen hat. 

[159.] Aus Paris 
wird im Techener'schen „Bulletin du Bibliophile et du Biblio- 
thäcaire," Novbr.-Hcft 1864 S. 1168, mitgetheilt, dass von 
Zarco del Valle, der in Gemeinschaft mit S. Rayon bekannt- 
lich B. J. Gallardo's „Ensayo de una Biblioteca EspaHola de 
libros raros y curiosos" (s. Anz. J. . 1864 Nr. 636) herausgiebt, 
eine die Bibliographie der Künste und Künstler in Spanien 
betreffende Arbeit für preiswürdig anerkannt worden sei, und 
auf Kosten der Spanischen Regierung gedruckt werden solle. 
Von dem vorgenannten Gallardo'schen Werke steht die Ver- 
öffentlichung des II. Theiles in nächster Zeit zu erwarten. 

[160.] Aus Strengnäs. 
Die, wennschon nicht gerade sehr umfängliche, doch sehr 
werthvolle und insbesondere für Böhmische und Mährische 
Litteratur interessante Bibliothek der Domkirche, wovon erst 
vor Kurzem der Katalog im Drucke erschienen (s. Anz. J. 
1864 Nr. 615), ist in den letzten Tagen des Decembers.1864 
zum grössten Theile ein Raub der Flammen geworden. 

(Angst), allg. Zeitg. 1804. Nr. 3G6. S. 5955.) 



NEUER ANZEIGER 



für 



lÄjjtdpjjie traft ÄihlintjitkÄOT^tti 

äeräosgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



März. 



1865. 



Inhalt: 

ii GaUloro . Bibliothecae t Danteae Dresdensis. II. — Vergl eichende 
Zusammenstellung yon bibliographischen Systemen der Litterarge- 
sehiönte. (tförtseurang.) —- tut Litteratur der Glogauet Ereignisse. — 
Netteste* Beiträge tvtt Faueflitterätur. — Litteratnr und Hiscellen. - - 
Allgemeine Bibliographie. 
M l.i *i i ... •■ • ■■ t 

[161.] Er CAttiögb Äibliotheca© Danteae DreMebsis. 

ll! ÄTter conspectus tabularum Divinam Comoediairi illustran- 

tram, quae in Bibliotheca secundi generis Principali Dresdensi 

aBServantur. 

Vafde aptum videtur, conspectoi tabularum, quas artificea 
ipsi delinearunt vel pinxerunt, alterum addere indicem, quo illae 
seu lijgno seu aeri seu lapidi incisae et photographice adum- 
bratae tabnlae enumerantur. Quämquam tabularum, quäs hujus- 
modr Blbfiatheca Dresdensis possjdet, copia non talem, qualem 
iflä in priino cönspectu descripta, habet existuinatiönem, tarnen 
taäta dit, nt enumeratiönem earum lectoribus satis gratam fore 
pntaverim. 

(Modus tabularum est, ut suprä, fräncogalücus.) 

1. Tabulae ad Dftinam Comoediam uuiversam specttntes. 
Centuni tabulae ligno indisae. 

$; 2 ; alt. 8, 21at., excepta uria tabula 24 alt. 15, 2 
lat.* Continentur opere: „Daritbe alighieri fiorentinö. 
(Comento di Christoforo Landino Fiorentinö sößra ra 
Cbritödia). Venetiäj P. de zuanne. 1497. Fol." 

Tres tabulae ltgno incisae. 

9 alt. 6 lat. Continentur opere: „Dante, con nuove 
ed ntilissime isposizioni. Lione, Rovillio. 1551. 16°." 

Otifdgint« octo tabulae ligÄo incisae. 

12, 5^17, 5 alt. 10, 6—11 lat. Continentur opere: 
„La Comedia di Dante Alighieri con la nova ösposi- 
tibne 1 4i Alessandro Yellvtello. Yinegia, Marcolini. 
1664. 4°. u Accedit effigies Luciferi, a L. Cigoli figu- 

h 



66 Ex Qataiogo Bibliothecae Dantcae Dreadenaia. 

rata, a Cornelio Galle sculpta, a Philippo Galle excusa. 
27, 6 alt. 20, 3 lat. 

Nonaginta quinque tabulae ligno inciaae, ex editione Divinae 
Gomoediae Vellutelliana a. 1564 repetitae, Bed minus, clare 
expreaaae. 

12, 5 — 17, 5 alt. 10, 5— 11 lat. Continentur opere: 
„Dante con l'eapoaitione di Christoforo Landino, et di 
Alessandro Vellvtello. Venetia, Sesga & fratelii. 1564. 
Fol." 

Centum tabulae, a B. Crivellari, Gasp. Diziani (vel Ticiani), 
Franc. Fontebaaao, Giac. Guaranna, G. Magnini, G. Fei. 
Marcaggi, G. Scaggari, M. Ang. Schiavonio et G. Zompini 
inventae atque a B. Crivellari, G. Giampicoli, G. Leonardia, 
G. Magnini, Fei. Rizzi et Znl. Zuliani aeri insculptae. 

21 — 23 alt. 13 — 15 lat. Continentur opere: „La Di- 
vina Commedia di Dante Allighieri dal Conte Criatoforo 
Zapata de Cisneroa. Tom. I — III. Venezia, Zatta. 
1757. 4*. tt 

Centum tabulae a C. Dair Aequa aeri insculptae. 

5, 8 alt. 7, 3 lat. Continentur opere: „Dante Alighieri. 
Tom. I— III. Venezia, Zatta e figli. 1784. Min. 8°. 
(Parnaao Italiano owero Baccolta de' Poeti claasici 
Italiani. Tom. III— V.)« 

„La Divina Comedia di Dante Alighieri Cioö l'Inferno, il Pur- 
gatorio, ed il Paradiao. Composto da Giovanni Flaxman 
Scultore Ingleae ed inciao da Tommaao Piroli Rom™ [Roma. 
SX vende dall' Inci8ore. 1802. Tran8v. 4°. tt 

Hoc opus conatat 111 tabulia, quarum 1 locum tituli 
tenet, 38 ad Inferum, 38 ad Purgatorium et 34 ad 
Paradisum pertinent. 13 alt. 17 lat. ] 

Centum et viginti quinque tabulae, a Luig. Adamolli et Franc. 

Nenci inventae ac delineatae atque a Luig. Adamolli, V. 

Benucci, A. Em. Lapi, Laainio filio, G. Masselli et Innoc. 

Migliavacca aeri insculptae. 

24 — 35, 5 alt. 24 — 35, 5 lat. Continentur opere ab 
A. Renzi, G. Marini et G. Muzzi juris publici facto: 
„La Divina Commedia di Dante Alighieri. Tom. I — IV. 
Firenze nella tipografia all' insegna delT Ancora. 
1817—19. Maj. toi « 

„Umrisse zu Dante's Paradies, von Peter von Cornelius. Mit 
erklärendem Texte von J. Doeilinger. Leipzig, Boerner. 
(1830.) Tranav. 4*." 

Hoc opusculum conatat 40 pp. et 9 tabulia lapidi in- 

ciaia. 19, 5 alt. 24, 5 lat. 



Ex CMalogo Bibliothecae Danteae Dresdens*«. 67 

„La Divina Commedia di Dante Alligbieri Dipinto del Sig. 
Carlo Vogel de Vogelstein. Discorso del P. Giambattista 
Giuliani Somasco. [Estratto dal giornale Arcadico Vol. XCIX.] 
Borna tipogr. Salviucci. 1844. 4°. u 

1 f. 27 pp. Aceednnt una tabula aeri incisa 23 alt. 

17 lat., ejusque explicatio 1 f. 

„Umrisse zu Dante's Göttlicher Comödie von Bonaventura Ge- 
nelli. München, in Coram. der Liter. -artistischen Anstalt. 
(Perfectum 1849.) Transv. fol.« 

Hoc opus constat 2 ff. et 36 tabulis aeri incisis, qua- 
rum 16 ad Inferum, 12 ad Purgatorium et 8 ad 
Paradisum spectant. 19 — 27 alt. 19—27 lat. 

Qainquaginta tabulae lapidi incisae. 

C. 17 alt. c. 11 lat. Continentur opere: „Studi sul 
Poema sacro di Dante Allighieri del Conte Fm. Tor- 
ricelli di Torriceila. Parte I — II & Appendice. Na- 
poli, tipogr. all* insegna del Diogene.. 1850 — 65. 
Maj. 8*." 

Qainquaginta tabulae ab Antonio Etez ligno incisae. 

10, 5 — 17 alt. 10, 5 — 17 lat. Continentur opere: 
„Oeuvres de Dante Alighieri La Divine Comädie Tra- 
duction nouvelle par Sebastien Rheal. Paris, Bry 
afne\ 1854. 4°. u 
»The Divine Comedy; or, the Inferno, Purgatory, and Para- 
dige, of Dante Alighiery. Rendered into English By Frede- 
rick Pollock. With fifty illustratious drawn by George 
Scharf, jun. exgraved by Dalziel. London, Chapman and 
HaU. 1854. 8°." 

5 — 8 alt. 5 — 8 lat., una excepta tabula 15 alt. 10 lat. 
Scharfius multum Flaxmanum imitatus est. 
„La materia delja Divina Commedia di Dante Allighieri dichia- 
rata in VI tavole da Michelangelo CaetanL Roma. 1855. 
Fol. u 

Constat 2 ff. et 6 tabulis lapidi incisis 48, 5 alt. 34, 
5 lat. 
„Die Hauptmomente von Goethe's Faust, Dante's Divina Com- 
media und Virgü's Aenels. Bildlich dargestellt und nach 
ihrem innern Zusammenhange erläutert von C Vogel v. 
Vogelstein. München, Fleischmann. 1861. Maj. fol." 

Hoc opus constat 14 pp. et 3 tabulis aeri incisis, 
quarum altera, quippe ab A. Rordorfio et C. Gohzeu- 
bachiö exsculpta, ad Divinam Comoediam spectat. 44 
alt. 33 lat. 



es E* Otfatoso JKMfethette DoJwe Omtom* 

„Pante's Göttliche Comödie in Photographien p*cb dqi> Otfgiift!- 
Cartons von Bonaventura Emier. Wien* J4genna$er $ Gie 
in. Conum. 1862. |£aj. tran*Y. fol." 

Constat 1 f. et 3 tabulis, qnamm prima 23, 8 alt. 
34, 3 litt ad Inferum, altera 16 alt. 34, 8 lat. ad 
Pnrgatorinm et tertia 34, 8 alt 34, 8 lat. ad Paradi- 
8um spe?tat 
„BUder zn Dante'» göttlicher Komödie von Hivgo Freiherr von 
Blomberg. Berlin, Schauer. [1862—64.} Maj. 4°. u 

Hoc opus constat 11 ff- et 27 tabulia photographice 
adumbratia, c. 16, 5 alt. q. 1% 6 lat. 
Dnodecim tabnlae ex photographica officina Monacensi editae 
a. 1863. 

12 — 18, 5 alt. 10, 6—19 lat TatnUaei ad exempla 

delineationqm J. Kocbi, qnaei in Eexdinapdea, Penipon- 

tuio a,saeryaiijtur, photographice a^umbratae appt 

Deeem tabnlae, a C. Andreae, C. Bega&, B» Gpneyi, H. Hess, 

F. Ittenbach, W. Kaulbach, M. Retzsch, M. de Schwind, £. 

Steinte et Ph. Veit delineatae vel pictae, atque a,. 1*. Etrock- 

mann, H. Becker, W. R. Eich, Qh. Hahn, H. HanfstAngl, 

A. F. Hecker, H. Krone, C. E. Römler, F. A. Schwendler 

et Br. F. Wolfram Dresdensibus a. 1864 photographice adum- 

bratae. 

De hisce tabulis, qnajß in gratiam sortium pro domo 
artificum Dresdensi aedificanda quindecim exempjis 
factae sunt, primnm conspectum eonferre licet. 

2. Tabulae ad singulas partes et singnloa loeos spectantes. 

Ad Inferum. Triginta quatuor tabulae ad exempla delineatio- 
rium Flaxmanianarum lapidt incisae. 

13, 5 alt. 21 lat. Continentur versione, quam V. Vand 
Dirne edidit, Rossica Dantei Inferi: „SoatöCTBeiniaji 
KowefliÄ, Aairre Ajanriepa. A#b. GairkTneTepÖypr», 
n. $Hmepa. (1842.) 8°." 

Ad Inf. — „L'Inferno di Dante Alighieri colle figure di G. 
Dor6. Paris, Hachette e Cie. 1861. Fol." 

Hoc excellens opus constat 2 ff. IV, 184 pp. cum 
Dantip effigie et 76 tabulis aeri incisis 20—24 a|t. 
20 — 24, lat. Accedunt 75 ff a| quihus loci Daqtei ca? 
nunis tabulis illustrati continentur. 

Ad Inf« C. I octo tabulae lapidi incisae. 

C. 17 alt c 11 lat Continentur opexe; „IL Canto 
primo della Monarchia di Üio Poema^ sacro di Dante 



B* ©Atetogö Bibli4thee*6 Danteaö Drtoton*& 69 

AHigbfeH tecfl ioiüfento di Fm. Torricelll di TorribelU. 
Napoli, tipogr. all' insegna del Diogene. 1855. Maj. 6°. u 

A4 Inf. C. I. v. 88—90 aeri incisa. 

9, 6 alt. 17, 3 lat Continetur opere: „Comento di 
Christophoro Landini Fiorentino sopra la Comedia di 
Danthe Alighieri Poeta Fiorentino. Firenze per N. 
di Lorenzo della Äfagna. 1481. Maj. fol." Haecce 
tabula repetita est in „Nachrichten von Künstlern und 
Kunst-Öächeh. Th. I. Leipzig, Kratfss. i76Ö. fe*. 

S. 280," addito titulo: „Premiere Vignette de l'Enter 
u Po&tö Dante deftsihfee par Sandro Boticello, et 
grav£e öu par Iui, oti par Baccio Baldini, exactement 
copiäe par Michel Keyl." 11, 5 alt. 19, 5 lat. 

Ad Inf. C. I. t. 88— 96 ab artifice incognito aeri infoulpta. 
38 alt. 38 lat. 

Ad Inf. C. II. v. 118—120 aeri incisa. 

9, 6 alt. 17, 3 lat. Continetur opere: „Comento di 
Christophoro Landini Fiorentino sopra la Comedia di 
Danthe Alighieri Poeta Fiorentino. Firenze per N. di 
Lorenzo della Magna. 1481. Maj. fol. (( Haecce ta- 
bula sub titulo „Seconde Vignette de l'Enter du Pofete 
Darite dessihge par Sandro' Boticello et graVöe öti pAt 
lui ou par Baccio Baldini exactement cöpiSfe par 
Michel Keyl" repetita est cum separatim 10, 7 alt. 17, 
3 lat., tum in „Nachrichten von Kftnfttlern uftd Kunst- 
Sachen. Th. I. Leipzig, Krausa. 1768. 8«. p. 280." 
11, 6 alt 19, & lat 

Ad Inf. C. III. v. 1—9 ex codice mss. edita et ligno incisa. 
8, 8 alt. 9, 6 lat. Continetur opere, quod 0. Zache- 
ren! edidü: „Lo Inferno della Commädia di Dante 
Alighieri col comento di Guiniforto delli Bargigi. 
Marsilia, Mossy; Firenze, Molini. 1838. M^j. 8°. u 

Ad Inf. C. III. v. 86—87 ab artifice incognito atiri inäctdpt*. 
33 alt 37, 6 lat. 

Ad Inf. C. IIL v. 100—120 a M. Retzschio dclineata atque 
aeri incisa. 

18, 5 alt. 24 lat. Continetur versiöne, quam Philale- 
thes i. e. Bex Joannes edidit, Germanica: „Dante's 
Göttliche Comoedie. Hölle. [Gesang I— X.] Dresden, 
gedr. bei Gärtner. (1828.) 4°. u et „Dante Alighieri's 
Goetttiche Comoedie. Th. L Die Hölle. Zweite ver- 
mehrte Auflage. Dresden u. Leipzig, Arnold. 1839. 4°." 



70 Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdens«. 

Ad Inf. C. IV. v. 88 — 90 Consoni Romanus pinx., Gregori 
delin. et Clerici sculps. 

20, 5 alt. 27, 5 lat. Continetur opere: „Gemme d'Arti 
Italiane. Anno IV. Milano et Venezia, coi tipi di 
Ripamonti Carpano. (1848.) 4*.", ubi pp. 65—72 
explicatio tabnlae snb titulo „Dante al limbo dipinto 
da Consoni di Roma! espostfe da Cesare Correnti" 
tradita est. 

Ad Inf. C. V. v. 11—12 F. Nenci inv. et delin., M. Zignani 
sculps. 

21 alt. 13 lat. Continetur loco tituli operis: „La Di- 
vina Commedia di Dante Alighieri. Firenze: Passigli, 
Borghi e C. 1828. 8.« 

Ad Inf. C. XII. v. 1 — 99 ab artifice incognito aeri insculpta. 
39 alt. 31, 3 lat. 

Ad Inf. C. XIII. v. 127 — 129 ex codice mss. edita et lapidi 
incisa. 

9, 3 alt. 12, 3 lat. Continetur opere, quod G. Zache- 
rohi edidit: „Lo Inferno della Commedia di Dante 
Alighieri col comento di Guiniforto delli Bargigi. 
Marsilia, Mossy; Firenze, Molini 1838. Maj. 8°. a 

Ad Inf. C. XXXII. v. 124—129 a P. C. Geissler delineata 
atque aeri incisa. 

12, 2 alt. 8, 5 lat. Continetur opere: „Die göttliche 
Komödie von Dante Alighieri. Uebersetzt von Bernd 
von Guseck. Pforzheim, Finck & Co. 1841. Maj. 16°. 

Ad Inf. C. XXXII. v. 127 „da un pensiero di Pelagio Palagi 
Gallo Gallina dis. ed incise." 

24 alt. 34 lat. 

Ad Inf. C. XXXIII. v. 58 „da un pensiero di Pelagio Palagi 
Gallo Gallina dis. ed incise." 
24 alt. 34 lat. 

Ad Inf. C. XXXIII. v. 68 „da un pensiero di Pelagio Palagi 
Gallo Gallina dis. ed incise. a 
24 alt. 34 lat. 
Ad Inf. C. XXXIII. v. 73 „da un pensiero die Pelagio Palagi 
Gallo Gallina dis. ed. incise." 
24 alt. 34 lat. 

Ad Purgatorium C. II. v. 13 — 51 H. Hess del., Gust. Zumpe 
sculps. 

17 alt 22, 8 lat. De hac tabula conferre licet pri- 
mum conspectum. 



Vergl Zosammeost. von bibliogr. Systemen der Litterargeech. 71 

Ad Purg. C. XII. v. 91 — 93 a M. Retzschio delineata atque 
aeri incisa. 

23, 8 alt. 17 9 8 lat. Contmetur versione, quam Phi- 
lalethes i. e. Rex Joannes edidit, Germanica: „Dante 
Alighieri's Goettliche Comoedie. Th. IL Das Fege- 
feuer. Dresden n. Leipzig, Arnold. 1840. 4°. 

Ad Paradisum del K. L. Richter. 

25, 7 alt. 17, 9 lat. De hac tabula eonferre licet 
'primum cpnspectum. 

AdParad.C.I. v.58 — 69 ab E. Bendemanno delineata et aeri incisa. 
20, 8 alt. 16, 1 lat. De hac tabula eonferre licet 
primum conspectum. 



[162.] Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 
Systemen der Litterargeschichte. 

(Forteetsung.) 

Biographie, et spe'cialement la Biographie littäraire et eelle 
des artistes. 

A. Biographie generale ancienne et moderne, avec quelques 
recueils de Biographie speciale. 

B. Recueils de vies et filoges des hommes illustres dans 
les lettres, les sciences et les arts. 

C. Yies et filoges, ou Notices biographiques des hommes 
et femmes illustres dans les lettres et dans les sciences, 
ranges par nation. 

D. Vies et filoges des artistes celebres. 

Bibliographie. 

A. Introductioo. 

B. Trait6s generaux sur les livres, sur les bibliotheques, 
leur histoire, et sur les devoirs des bibliothecaires. 

C. Histoire de rimprimerie. 

a. Generalites ; dissertations sur Porigine de llmprimerie. 

b. Annales et Dictionnaires des produetions typogra- 
phiques du premier siecle, depuis Finvention de 
rimprimerie. 

c. Histoire de rimprimerie et des imprimeurs celebres 
de differents pays. 

d. Dissertations sur quelques particularites relatives ä 
la typographie. 

D. Bibliographes generaux, ensemble les bibliotheques 
choisiea, les Traites et Dictionnaires des livres rares, 
et les Melanges bibliographiques. 



72 VergL Zusammenst. von bibliogr. Sysknen dar Litierargeaci. 

E. Catalogues des livres des biblioth&ques publiques at 
des collections particulieres. 

. ». Livres manuacrits. 
h, Livres imprimäs. 

F. Bibliographes Bp6cianx. 

a. 3ur les onvrages anonymes; sur les ouvrages con- 
damnes, etc. 

b. Diotionnaires, on Cataloguep spöoiaiu 4* livres im- 
prim6s dans chaque pay« et a des. tpoqpes deter- 
minatus. 

c. Catalogues c(e livres imprimäs par dies pe^ses de par- 
ticuliers, ou qui n'ont §t£ tir^s qtffc nn trfes petit 
nombre d'exemplaires. 

/ d. Bibliographes qui fönt connaftre les 6crivauis des 

ordres religieu*. 

e. Bibliographes national!* , tfest-a-dire cpri tvaitent 
splcialement des öorlvains dt chaqae nation. 

f. Bibliographes specialis pour chaque brauche du 
systäpie bibliogr^phique. 

g. Monographies bibliojjraphiques. 

0. Mälanges et extraits historiques. 

7. J. G. Säzinger 18d8*X 
Literaturwissenschaft. 

1. Bibliographie d. i. die Wissenschaft, welcher die Kennt- 
nis der schriftstellerischen Produkte aller Völker und Zeiten 
ah Aufgabe zukommt — für deren innere Anordnung nach ihren 
Zwecken folgende verschiedene Gesichtspunkte massgebend 
sein können: 

1) der alphabetische mit Rücksicht auf die 
Ordnungsworte, 

2) der scfentifische mit Rücksicht auf die 
Classification der Wissenschaften, 

3) der chronologische mit Rücksicht auf die 
Zeit des Erscheinens, 

4») der typographisch-lokale mit Rücksicht auf 
die Druckorte, 

5) der objective mit Rücksicht auf einzelne 
Völker oder Länder, Provinzen, Orte, Per- 
sonen, 

6) der (iAvidueU-)schriftstellerische mit Rück- 
sicht auf gewisse Schriftsteller, 



*) Theorie und Praxis der Bibliothekswisienscfeaft. Grundlinien 
der Archmwissenschaft Y<ro J. ö. fleteiBgir. Dresden 1663. gr. 8. 



VergJ. ZuBmm*9&- vop Wfeliogr. Systemen der Iitferargesoh. T3 

7) ein besonderer mit Rücksicht auf eigen- 
thQmliehq Gattungen, z. B. Anonyma, Pseu- 
donyma, Kara, Libri prehibiti, n. s. wu 

8) derjenige der Kritik (kritische Zeitschriften), 

A. Allgemeine Werke: Bücherlexica, bibliographische 
Handbücher und Zeitschriften, sowie Ankündigungen, 
welche entweder auf alle oder mehre wissenschaft- 
liche Fächer sich ausdehnen« 

B. Specielle Werke, welche einzelne wissenschaftliche 
Fächer oder Classen u. s. w. berücksichtigen. 

C. Kataloge von Bibliotheken, sowie interessante Ver- 
zeichnisse von Büchersammlungen und antiquari- 
schen Büokerlagera u. s, w. 

J), Themen von den Bachern im Allgemeinen, von den 
Kennzeichen der Güte eines Buches, von 4er Aus- 
wahl der Bücher, der Bjbliomanie, den Bücher- 
titeln^ den D^dicatiouen, den Druckfehlern, Pla- 
giat u. s. w 
I& I^aturg^bjchte. 

A. Allgemeine Literaturgeschichte mit Rücksicht auf 
alle, oder auch nur einzelne Zeitepochen. 

B. Speeielle Literaturgeschichte: 

1. Nationelliteratuxen, 

2. Gelehxtengeschichte. 

C. Themen von dem Nutzen, Zwecke und Studium der 
Literarhistorie, Yergleichung der alten und neuen 
Gelehrsamkeit, gelehrte Reisen, Schriften, welche 

«im Allgemeinen verschiedene Einzelheiten von -den 
Gelehrten enthalten u. s. w. 

Archivs- und Bibliotheks- Wissenschaft, Buchhandel u. s. w. 
I. j^cfcivswisieuschaft. 

A* Theoretisch-praktischer Haupttheü oder Theorie und 
Praxis der Einrichtung und Verwaltung von Ar- 
chiven. 
B. Geschichtlich-beschreibender Haupttheü : Geschichte 

und Beschreibung von Archiven. 
<5. Registraturwissenschaft. 
II. 



A. Theoretisch-praktischer Haupttheü oder Theorie und 
Praxis der Einrichtung und Verwaltung von Biblio- 
theken, (Bibliothekslehre, Bibliothekonomie). Ferner 
im Besonderen: Anleitung zur Katalogisirung der 
Bfteher, Anweisung für Autographen-Sammler u. dergl«, 
Qüsttttmtgeii, bibjiographiöoher Systeme. 



74 Zur Litteratur der Glogaüer Ereignisse. 

B. Geschichtlich-beschreibender Haupttheil (Bibliotheko- 
graphie, Bibliothekenkunde). 

III. Buchhandel. 

A. Buchhandel in mercantilischer, technische^ und litera- 
rischer Hinsicht. 

B. Bücher, Nachdruck und Censur. 

IV. Literarische Streitigkeiten in persönlichen Fehden der 
Gelehrten und Schriftsteller wider einander. 

(Schluss folgt) 



[163] Zur Litterator der Glogaüer Ereignisse. 

Die bekannten Glogaüer Ereignisse vom 5. October 1864 
haben in der Presse ein grosses Aufsehen gemacht. Zunächst 
ist es zwar hauptsächlich die periodische Presse, welche sich 
mit der Erzählung und weiteren Erörterung der genannten 
Ereignisse beschäftigt hat — ich erwähne hier von allen den 
in Zeitungen darüber erschienenen Mittheilungen nur die in 
der Augsburger allgemeinen Zeitung, einem wohl den meisten 
Lesern des Anz. am leichtesten zugänglichen Blatte — J. 1864. 
Nr. 292. S. 4736; Nr. 296. S. 4808 — 9; Nr. 297. 8. 4826; 
Nr. 301. S. 4881; Nr. 302. S. 4896; Nr. 306. S. 4959; 
Nr. 308. S. 4995 — 96; Nr. 309. S. 5012; J. 1865. Nr. 29. 
8. 455 — aber es sind auch ein paar besonders gedruckte 
Schriftchen über den Gegenstand erschienen, denen hier eine 
kurze Besprechung, um ihren Werth festzustellen, gewidmet 
sein soll. • 

Die beste und bis jetzt, weil auf aktenkundigen Unter- 
lagen beruhend, zuverlässigste Schrift ist: ,. 
©tenogra^ifdjer Script über bic $rojefc*33erl)anb!fong in ber be* 
rtid)tigten ©logauer Angelegenheit betreff cnb ÄgneS ©anber, An* 
tonte S)roganb unb bte $tonmer*JDffijiere Äranfe unb t>. 9Kdjt= 
f)ofen üer^anbelt t>or bem Äömgttdjen ÄreiSgeridjt ju ®logau 
gegen ben SWeberfdjleftfdjen ängetger. Seidig, SBienbtacf. (1865.) 
gr. 8°. 68 @. $r. n. 74 SRgr. 
Allerdings betrifft diese Schrift nicht direkt die Glogaüer Er- 
eignisse, sondern zunächst nur die gegen den Niederschlesischen 
Anzeiger, in welchem Mittheilungen darüber veröffentlicht wor- 
den waren, gerichtete Anklage, dass derselbe durch diese seine 
Mittheilungen die beiden Offiziere verläumdet, und die Insti- 
tutionen der in Preussen bestehenden Militärgerichtsbarkeit 
verhöhnt habe; allein es haben sich behufs der Begründung 
der Anklage einerseits und ihrer Zurückweisung andererseits 
so viele auf die genannten Ereignisse näher eingehende Er- 



Zur Litteratur der Glogauer Ereignisse. 75 

örterungen nöthig gemacht, dass ein Bericht darüber fast ganz 
den gleichen Werth hat, als wenn der Prozess direkt und 
ausschliesslich auf die Erörterung des Thatbestandes jener 
Ereignisse gerichtet gewesen wäre. 

Weit untergeordneterer Art ist eine zweite Schrift: 

Die ocrijängtjfroKe -Kadft Enthüllungen über ben geljeimmjfroflen 

lob be« Kräutern ÄgneS ©anber ju ©logau am 5. Dctober 1864. 

SRit ben Portrait« ber gräulein SlgneS ©anber, Antonie 3)roganb, 

fo ttrie ber Sieutenant« Äraufe unb t>. 9itd}t()ofen. Dritte Auflage. 

[»ttf bcm Umfd}tag$tit. : &m\tz Auflage.] Seipjig, Solbifc in 

Somm. 1864. 8». 1 891. 16 ©. mit 4 £af. $r. n. 2\ SRgr. 

in welcher im Wesentlichen nichts weiter zu finden ist, als 

was nicht schon aus den Zeitungen, den, wie ja bekannt, 

freilich nicht immer zuverlässigsten Quellen, bekannt gewesen 

wäre. 

Noch untergeordneteren Werth hat das Schriftchen: 
$ortrait£ ber in ber traurigen ©logauer Angelegenheit beteiligten 
$erfonen: Xgne$ ©anber, Antonie 2)roganb, Steutnant Äraufe 
unb Steutnant t>. 9ttdjtljofen. 2Rit einer funen Sefdjreibung bc« 
»orfatteS. Setyjig, Snferaten^om^toir (^oentrfe). £>. 3. (1864.) 
H. 8°. 2 gebrucftc unb 2 lit^ogtapf}. 33tt. <ßr. n. 2 9?gr. 
mit welchem der von Gust. Poenicke angekündigte Verlags- 
artikel „Portraits der in der Glogauer Angelegenheit bethei- 
ligten beiden Mädchen und Ofiiciere, (Agnes Sander, Antonie 
Drogant, Lieutn. v. Richthofen u. Lieutn. Krause). Auf einem 
Blatt in Medaillonform mit Handverzierung nach der Natur 
gezeichnet und fein lithographirt. Pr. n. 1\ Ngr." wahrschein- 
lich in naher Verbindung steht. 

Dagegen empfiehlt sich dem Publikum scheinbar als viel 
beachtenswerter durch ihren Titel folgende vierte Schrift: 
2He ©logauer (Sreigmffe unb bcr rätselhafte lob be« gräulein 
8gne* ©anber. (Sine Srjä^lung au« jutoertöfflgen Chteflen gc* 
fd&öpft öon 2B. ©. Sbter. Setygig, 3nferatetuGomj>toir (^oenide). 
£>. 3f. (1864.) ft. 8°. ober gr. 16°. 40 ©. <ßr. n. 5 5Rgr. 
wovon Auch eine zweite Auflage mit Portraits erschienen sein 
soll, die aber nicht zu erlangen gewesen ist. Also aus „zu- 
verlässigen Quellen" will der Verf. seine Erzählung geschöpft 
haben. Wenn dies wahr wäre, so würde diese seine Erzählung 
allerdings einen weit grösseren Werth haben, als die beiden 
zuletzt genannten Schriften. Was es indessen mit der Zuver- 
lässigkeit für eine Bewandtniss habe, das mögen ein paar 
Proben der Erzählung zeigen, in welcher sich die Katastrophe 
des. nahen Todes der Agnes Sander in folgender Weise ge 
schildert findet: 8. 20. „Da legt er den Arm um ihre Taille, 
seine Hand fühlt die weichen Formen ihres nur noch von der 



76 Zur Litterafor der Glogaatr Ereignisbe. 

dttnnen Blosse bekleideten Oberkörpers, ein Wollisteehsuer 
durchzieht seine Glieder, er sieht die Willenlose Gestalt nähbr 
an sich and presst einen heissen, glühenden Knie» aif ihre 
vollen Lippen. Sie fühlt den Kuss, sie empfindet den elektri- 
schen Gegenschlag, ein wollüstiges Gefühl fliegt durch ihre 
Glieder, zwar wendet sie instinotmässig das Gesicht weg* aber 
ihre Hand hat doch die seinige ganz merklich gedrückt und 

seine Leidenschaft noch mehr erregt" und S. 21 „ wenn 

Agnes Sander, das sonst so züchtige und ehrbare Mädchen, 
es nur wenig wehrte , als der wollusttrunkene Offizier mit 
verwegner Hand in die Geheimnisse ihrer jugendliche» Beize 
eindrang und, immer weiter gehend, ihre keuschen Glieder 
entblösste. Vielleicht war sie sich's nicht einmal recht be- 
wusst, vielleicht wehrte sie es nur instinctiv, als er ihr ein 
Kleidungsstück nach dem andern entzog. Erst als seine Küsse 
immer glühender, seine Liebkosungen immer stürmischer wurden, 
erwachte in ihr ein bestimmteres Gefühl ihrer gefährlichen 
Lage. Sie bat, sie flehte, sie wimmerte und duchte sicü den 
umschlingenden Armen zu entziehen, aber ihri Kräfte waren 
gelähmt t bald ganz gebrochen, mit letzter Anstrengung rief 
sie die Freundin zu Hilfe, dann ergriff auch sie der Wollust- 
taumel und bald lag sie da entehrt, gebrochen, vernichtet, 
ein bleiches und erschreckendes Bild von der Vergänglichkeit 
des Schönsten, was uns auf dieser Welt entgegentritt" Nach 
diesen beiden Proben kann man füglich die Titelangabe, därt 
die Erzählung „aus zuverlässigen Quellen geschöpft" sei t fto 
eine nicht auf der Wahrheit beruhende erklären. Abdr nöeÄ 
mehr! In den „Dresdner Nachrichten" 1864. Nr. 32? findet 
sich an dem Orte, wo gewöhnlich Reklamen ihre Stelle er* 
halten, wörtlich folgende Anzeige der Adler'sehen Schrift: 
„Das in der Schulbuchhandlung bei Sehneider & Co. in Dr44deä 
erschienene Schriftchen „Die Gloganer Ereignisse nid der 
räthselhafte Tod des unglücklichen Mädchen Agnes Sander** ist 
aus zuverlässigen Quellen geschöpft und in so ausgezeichneter 
Weise erzählt, dass es nicht Mos eine trockene Darstellung 
dieses traurigen Vorfalls, sondern auch eine mahnende , drhftf 
liehe Warnung für alle Mädchen enthält. Eltern würden die» 
halb wohl thun, es ihren Töchtern in die Hände zu gebeut" 
Abgesehen davon, dass die Gloganer Ereignisse an sich nfcht 
eben dazu geeignet sind, dass sorgsame Aeltern ihren Töchtern 
die Lektüre einer Erzählung davon empfehlen möchten, so 
muss der an die Aeltern öffentlich gerichtete Bath r die vorge« 
nannte Erzählung ihren Töchtern in die Hände zu* getoty 
schon in Betracht der beiden angeführten Proben daran* 
geradezu für ein Öffentlicher Skandal erklärt werden. 



Neueste Ijtettrlge tu* Faustlittaratur. 77 

[164.] Neueste Beiträge zur Faustlitterat or*). 

* De« fegfd^iirjIfinfikrS Dr. Spanne« gaufl ttrgerüdje« geben 
trab fcfcedflidje* gnbe. (Sine ^öd^fl nmnberbare unb fdjauerltdje 
fciftorfc- «ufe «Reue erjagt für 3ung unb Sltt ton £). g. £. 
$3«to$ut$. Reutlingen, gteifdjauer & ©po^n. 1864. 8. 160 ©. 
mit eingebatdt. $oljfdjmtten. ?r. 4 SRgr. 

202 $oljfdjttitte naä} 3eiä}nungen Don Shtbtmg Ritter. II. Auflage. 
Sripita, D. SBtymb. 1864. 4. (L Auflage 1860.) ffint$. unter 
Saferen bte fedjs Silber au« beut SottSbudje „geben, Saaten unb 
$neufa$rt *• Dr - 3o^nn gauft." 

Sotft- ©3* Srajröbie toojt ©oetlje. 2Rü Zeichnungen t>on (Enget 
tat $ei*er& (Stuttgart, Solta, 1864. Sqt. 8. 2. »tt. 245 
<$ f mit ftegebnuft. (Minuten, unb 20 #oljfdjmtttafeta $r. n. 
2 2$ft. 20 ftgr. 

Enthält die sämmtlichen Illustrationen der grossen 1857 
erschienenen Prachtausgabe, auf das Sorföltigste unter Seiberta' 
eigener specieller Aufsicht übertragen* 

* Faust, tragedie van Goethe, vertaald door L. Vleeschouwer. 
2e Uitgave. Antwerpen. 1863. 8. 300 S. Pr. 20 Ngr. 

* Kamst de Goethe. Traduction nouvelle en vers par A. Pou 
part de Wilde. Paris. 1863. 18 jäsus. VII, 164 S. Pr. 
2 F&% 60 e. 

* Faust. Werther; par Goethe. Illustres par Edouard Fröre. 
Paris, impr. Jouaust et fils. 1864. 4°. & 2 col. 68 S. Pr. 
90 e. 

Oder bot erfte* 2$ett be« ©öflje'fdjen gauft (Sin »ortrag ge* 
baftmim Äimfttn>8ereiu ju Seile am 16. unb 23. Februar 1864, 
Seife, ®4ul}e. 1864. fl. 8. 70 @. $r. n. 8 ftgr. 

* «bette'* gtaufl unb bte ©^openljauer'fclje ^\U\o^it. ©ne fcitifaV 
»tf sjltyl)iff|e tft|cmbtung Don Srnft ©auerfonber. ftranffurt a. 
8R;j (®auerlänber). 1864. gv. 8. 17 ©. <ßr. n. 5 5Rgr. 

Ucb^r .©Qet^ef 5ö«? «oo^ einmal. Serfuä) eines- abfdfttejjenben ©orte*. 
*pn (5$. $. 9$eifse. ©tt&. im SRorgeubtatt für gebilbete Sefer 
tebia. *pn ©äuft 3a$rg. 1864. Stuttgart, (Sotta. 4. 5Rr. 39. ©. 
91flVia; 9fo 40. <3. 947—52; 5Kr. 41. «. 968—70. 

GftstMT Nebrlieh's Zeichnungen nach Goethe's Faust. Mit er- 
läuternden Worten, von Heinrich Dttntser. Lief. 1. Neuwied 
^Leipaig 7 Heiser. (1864.) quer fol. 2 Taf. mit 2 Bil. 
Tfcrfc Pr. n. 1 Thlr. 5 Ngr. 



♦) FtrUetanng von Ans. J. 1864. Nr. 2. 



78' Litteratar und Miscellen. 

* Faust, Op6ra en cinq actes; par Jules Barbier et Michel 
Carr6, musique de Ch. Gounod. Nouvelle Edition. Paris, 
L6vy fröres. 1864. gr. 18. 72 8. Pr. 1 Fr. 

* Fausto, Drama lirico en cinco actos, por los Seiiores F. 
Barbier y M. Carr6. Traduccion del Italiano por el Sr. 
Aquiles de Langieres, y puesto en müsica por el maestro 
O. Gounod. Madrid, viuda 6 hijos de Cuesta. 1864. gr. 8. 
Pr. 6 R. 

* Remhnscenze dell'Opera Faust. Capriccio da sala per 
Flauto e Pianoforte, da Galli. Milano e Firenze, Canti. 
1864. 4. Pr. 8 It. L. 

* ®5ti>e'* jtoeiter Sauft ober ber geöffnete SBatpurgtofarf; tum 'Sa- 
muel 3Rofcr. 2Rtt ©ötlje'« gut getroffenem »ittmiffe- »eiffcn. 
bürg. (Ältona, 8crtaB«*S3urcau.) 1864. fl. 8. (ober jjt. 16.) 
XVI, 240 ©. mit 1 2af. $r. n. 1 SE^lr. 



Litteratar und Miscellen. 

Allgemeines. 

[165.] Serapeum hrsg. von Naumann. XXV. Jahrgang. 1864. 
(8. oben Nr. 84.) 

Im bürgerlichen Kalender ist das J. 1864 schon längst 
zu Ende, aber der 1864. Jahrgang des Serapeums noch nicht 
beendigt. Das Serapeum scheint seine eigene Zeitrechnung 
zu haben. Von den neuesten Nummern, deren letzte vom 15. 
December 1864 datirt ist, enthält das Hauptblatt: Nr. 20. 
S. 305 — 20 u. Nr. 21. S. 321 — 33 Oesterreichische Dichter 
des XYI. Jahrhunderts. Mitgetheilt von Jos. Maria Wagner 
in Wien (Schluss) — Nr, 20. S. 320, Nr. 21. S. 333 — 36, 
Nr. 22. S. 352 u. Nr. 23. S. 367 — 68 Die Leistungen der 
Jesuiten auf dem Gebiete der dramatischen Kunst. Biblio- 
graphisch dargestellt von Emil Weller in Augsburg (Fort- 
setzung) — Nr. 22. 8. 337-^-43 Ein ungedruckter Brief von 
Johann Christian Wolf, Professor am hamburgischen Gymnasium, 
ah Johann Georg Kisner, Physikus und Doctor der Heilkunde 
zu Frankfurt. Mitgetheilt von. Dr. F. L. Hoffmann in Ham- 
burg — 8. 343 — 46 Ungedruckter Brief des Königl. Polnischen 
und Chur- Sächsischen Residenten von Steinheil an Johann 
Friedrich von Uffenbach. Mitgetheilt von Demselben — 
S. 346 — 51 Die Bibliothek, des kaiserlichen Leibarztes Dr. 
Martin Ruland im XVII. Jahrhundert. Mittheilung von • Dr. 
Anton Ruland, K. Oberbibliothekar in Würzburg — Nr. 23. 
S. 353 — 65 Die Handschriften -Sammlung des Cardinais Nico- 
laus v. Cusa. Von Dr. Fr. Xav. Kraus in Trier — S. 365 — 67 



Literatur und Miscellen. 79 

Anzeige des Kataloges des antiquarischen Lagers von T. 0. 
Weigel; von Dr. F. L. Hoffmann. Im Iritelligenzbl. findet sich: 
Nr. 20. S. 153 — 56 der Abdruck des vom Oberbibliothekar 
Dr. Chr. Fr. Walther veröffentlichten Lateinischen Gedichtes 
zur Einweihung des Lesesaales der Kaiserl. öffentlichen Biblio- 
thek in St Petersburg Novbr. 1862 — Nr. 21. 8. 161 — 62 
eine Notiz über den Debit des Tischendorf sehen „Bibliorum 
Codex Sinaiticus" — 8. 162—64 Ueber die Holzschnitte in 
alten Drucken zu Memmingen. Von F. Schmidt, k. Studien- 
lehrer in Schweinfürt — Nr. 22. S. 169 — 75 Bruchstücke 
aus Handschriften und alten Drucken der Bibliotheken zu Mem- 
mingen jind Tambach, als Nachtrag zu den Beschreibungen 
dieser Sammlungen im Serapeum vom Jahre 1842, 1844, 1847; 
von Demselben — Nr. 23. S. 177 — 81 Alte Verzeichnisse der 
Bibliothek der Domkirche zu Lübeck. (Fortsetzung folgt.) 

[166.] Bulletin da Bibliophile et da Bibliothäcaire publ. par 
Techener. XVI. Slrie. 1864. (S. oben Nr. 85.) 

Das December- Heft enth.: S. 1169—90 Charles Nodier 
rädacteur de la „D6cade philosophique"; par P. L. Jacob, 
Bibliophile (Fortsetzung folgt) — S. 1191 — 98 Les anciennes 
Biblioth&ques de Paris; par Alfred Franklin, de la Bibliothöque 
Mazarine — S. 1199 — 1202 Le Missel de Marmoutiers; par 
le Cte L. Clement de Ris, de la Societö des Bibliophiles de 
Touraine. Betr. eine von Ifrn Praet in seinem „Catalogue des 
livres imprimto sur velin" Glicht mit erwähnte vierte Ausgabe 
des zu. Tours gedruckten Missais, die aus der Zeit zwischen 
1500 u. 1563 stammt, und gegenwärtig der öffentl. Bibliothek 
zu Tours gehört — S. 1203 — 13 Catalogue raisonng de Livres, 
anciens, rares, curieux, qüi se tröuvent en vente ä la Librairie 
de J. Techener — S. 1215 — 16 Table des matteres. Hierüber 
2 BU. Titel zum nun vollständigen Jahrgange. 

[167.] Bolletiii da Boaqainiste publ. par Aubrj. 9e Annee. 
ler' Semestre. (S. oben Nr. 88.) 

Die drei ersten Nummern des neuen Jahrganges (193 — 95) 
enthalten zum grössten Theile den Lagerkatalog des Herausg.'s. 
Unter den diesem Kataloge vorangestellten sonstigen Mittheilungen, 
die meist aus Anzeigen u. Besprechungen von neuen, den In- 
teressen des Anzeig, fern bleibenden Schriften besteht, finden 
sieh ein paar Artikel, die hier Erwähnung verdienen, nämlich 
Nr. 194. S. 23 — 25 „Un mot au sujet de deux Bibliothequea 
dltälie, par 0. V. u u. Nr, 196. S. 51—53 „Le premier livre 
imprimt k Moscou, par M. Poloudensky de Moscou." Der 
letztere Artikel betrifft die 1663 im Drucke begonnene u. 1664 
vollendete Apostel-Geschichte und Briefe. 



8©> Littttlttr xmS NUftftB**« 

fiibliögiqphie. 

]168.] * TreBaggi di varie argomeirto bibKografieb, daD.fcbtfeid: 
Padova. 1864. 8. Pr. n. 1 Thlr. 

Von welchem Gehalte? 

[169.] * The Publishers' Circular an! General Röcord of British 
and Foreign Literatnre ; containing ä complete alphabetical List of all 
new Works pnblished in Great Britain and. every Work of interest 
pnblished Abroad (with de Sise, Price, nnmber of Pages and Pfates). 
Vol. XXIX. Nr. 655. London, publ. by Sampeon tow. Lex. b*. Mo- 
natlich 2 Nrr. a 1—3 B. Pr. n. 3 ThTr. (8,. An«. J. 1864. Ar. 271.) 

Dag Hauptblatt ftlr Englische Bibliographie. 

[l"0..] Messrs. Longman, Green, Longman, Robertsi and Green's 
Monthly List of New Books pnblished in Great Britain. New Series. 
No. 265. London. (Leipiig, T. 0. WeigeL) Fol. Monatlich 1 Bd. Gratis.- 
(S. Ans. J. 1864. Nr. 103.) 

Hauptsächlich für buchhändlerische Zwtocke. 

[171.] A Monthly List of New Works and New Editions pubfished ; 
ald sold by Slapkiif, Mat»hall,.and Co. LtnAbn*. (Berlin i Aahbr & 
Co.) 4 Monatlich 1 Nr: a o. Vi B. (& Ans. J. 1864, Nr. 173.) 

Hauptsächlich für den btichhäridl. Verkehr bertioMifl. 

[172] A List of New Books and New Editions soiü by Hamilton 1 , 
Adams, & Co: London. 6. Monatlich 1 Nr. a c. V« B - 

Bios für geschäftl. Zwecke. 

[173.] Glofnale generale della ^liografi* italiantf. Aftnb V. 
Firenze presse Molini. Per la Germania presso Münster a Veneaia. 
gr. 8. Monatlich 1 Nr. a c. 1 B. Pr. n. 2 Thl*. 15 Ngr. (8. Atta. J. 
1864. Nr. 272.) 

Zerfällt, wie seither, in drei Abteilungen: 1. die eigent- 
liche „Bibliografia Itali&na", S. die „Cronaca", 3. die „Avvisi." 

[174.] * Alphabetische- Naamlijet van Boeken, Plaat-ea Kaacc- 
werken, die gedurende de jaren 1850 tot en met 1862 in Nederland 
uitgegeven of herdrukt eijn. Afl. 1. Amsterdam, C. L. Brifiktaan. 
1864. kl. 4. 80 8. Pr. f. 1, 50. (S. Ana*. J. 1859. Nr. 264.) 

Mit Sorgfalt redigir*. 

[175.] Boletin bibliografice Kapanol* Peri6dico de la Librerfar 
Impreata, Gsabado, Litografta, Encuademacion , Fabricas y aljnaoene* 
da papei y Müsiea. Bedaetor-Editor, Dionisio Hidalgo. Afto VI. Ma- 
drid, impr. de las Esenelas Pias- gr. 8. Monatlich 2 Nrr. HIB, 
Pr. 40 Bei. in Madrid, 45 in der Provinz* 50 im ■> Aoaiaftde. (8. Ana. Jv 
1804c Nr. 274.). 

Gut ttdigirt. Zerfällt m ein für die eigentliche- BMbU* 
graphie beMitoiüte» Hau^tblatty welches, ausser Verzeich»a«afr 
der nbu erschienenen Btteber sowohl al» alterer Wdrktf, a»ok 
allerhand andere die Littier&tfcr intttreftwretide Miftheilüngdii' 
enthält, u. in ein Anzeigeblatt f. d. Buchhandel. 



Litteratur und Miscellcn. 81 

[170.] Heber öefdjtdjte ber fafigraWie unb tyre gortfAritte in ber 
fteit|eit. Eon Dr. «töett jffiilb. (Suty. in ber e&ronif bct Gegenwart. 
$erau«aegeben *on g. »efccr unb 3- ©trobcl. ©b. I. SRttndfren, ginjtcrlin. 
1864. 8. ©. 399-410 u. 440—46. 

Enth. in den nnter dem Texte stehenden Anmerkungen 
eine Znsammenstellung der betreffenden Litteratur, mit aller- 
dings bibliographisch nicht ganz genügenden Angaben. 

[177.] Scrjeid&nifj Äatfcottftfer ©tttfer tt>ef<$e fcom 3a$re 1861 bU 
1864 erfätcnen unb in ber ®u$$anblung &on (...) ju fcaBen jhib. 
3nfammengefle0t toon gr. 2#eob. ©efatfen, ©ef<$8ft«ftt$rer in 3. & SB. 
»oiffereYf ©u<&&anbfung in JWfo. 2)ecember 1864. 8. 2 Umfölagfbtt. 
75 S. $r. 7% flgr. 

Für geschäftliche Zwecke gut, für bibliographische aber 
von untergeordnetem Werthe. 

[178.] * ?itcrarif<$er $anbtt>eifer junä^ft für ba« fatyotiföe 2)eutf<$tanb. 
$ertufgegeben t>on grang ^ütefauty unb Hermann ftump. IV. 3abrgaug. 
«r. 81. SRflnfler, 2*etfftag. 4. 3&brltcfr 10 *rr. a 2»/, 8. $r. 20 Hgr. 
(6. *n§. 3. 1864. «r. 177.) 

Ein seiner Brauchbarkeit wegen empfehlenswertes Blatt. 

[179.] * Le Droit peual Francais progressif et compare. — Code 
penal de 1810, accompagne 1 des sources, des discussions au conseil 
d'£tat, de» exposes des motifs et des rapports faits au corps l<Sgislatif, 
saivi: 1» deslois modificativeir* rendues en France, eu ßelgique et daus 
lePays-Bas, depnis 1814 jusqu' a ce jour; 2* de la traduction fran- 
faiie complete du Code penal Prussien de 1851 et du Code p£nal du 
royaume d'Italie du 20 novembre 1859; prec^de d'une Bibliotheque 
ehoisie du Droit criminel par J. S. G. Nypels, professeur ordinaire a 
TOiiiTersit«* de Liege. Bruxelles. 1S63. gr. 8. 800 S. Pr. 8 Thlr. 

Der bibliographische Theil ist auch besonders unter d. 
Tit.: „Bibliotheque ehoisie de Droit criminel ou Notice des 
ouvrages utiles ä connaftre, publtes dans les principales con- 
trtes de FEurope et aux fitats-Unis d'Amärique, sur cette 
partie de la science du droit; avec l'indication des sources du 
droit criminel et des notes biographiques et critiques par J. 
8. G. Nypels. Bruxelles. 1863. gr. 8. 170 S. Pr. 1 Thlr. 
15 Ngr." erschienen. 

(180.] Ueberfity ber feiftoriftyen Literatur be« Safcre« is63. [Unter* 
jetynet: fcfreobor Söernfcarbt.] ©. $iftorif$c 3eiijä)rift Iprlg. t>on $. r>. 
6*icL 8b. XU. $eft 2. (VI. Safcrgang 1864. $ft. 4.) ättüngen, (it.- 
artifl. Suftaft. gr. 8. ©. 401-530. (<gd>J«& toom fln*. 3. 1864. 3fa.86ü.) 

Oute u. reichhaltige bibliographisch-kritische Uebersichten 
u. Analysen. 



& Lftterftttfr tM WmtittA. 

[181.] * Bibliograph j of Rhode Island. A Catalbgu* bf Booki 
anict other Publications relating to the State of Rhode Island. WHh 
ftötes, Historical, Biographical , and Criticäl. Bj J. Russell ßartlett. 
Printed by order of the General Assembly. Providence. 1864. 8. &7 6. 
Pr. n. 3 Thlr. 

Soll von Werth sein. 

[182.] Saggio di Bibliografia Istriana pubblicato a speie di in 
Societa patria. Capodistria, tipogr. di Tondell i. 1864. gr. 8. VU, 484 8. 
Pr. n. 2 Thlir. 20 Ngr. (8. An«. J. 1864. Nr. 863.) 

Die vom Prof. Dr. Ludw. G^j in Agram bereits vor län- 
gerer Zeit in Aussicht gestelfte „Bibliotheca Ulyrica" d. i. 
Verzeichniss aller in n. über lllyrien, sowie von Illyriern ge- 
schriebenen Werke, sowohl gedruckter Bücher als Mss. (s. Anz. 
J. 1846. Nr. 532), ist bis jetzt nicht erschienen. Stadt dersel- 
ben erhält mau in dem vorl. Werke eihe 3060 Nrr. starke Uöber- 
sicht der auf Istrien bezüglichen, selbstständigen sowohl als 
irgendwo eingedruckten Schriften u. Mss. in folg. systemati- 
scher Ordnung: Geografia e materiali corografici — Scienze 
naturali — Etnografia — Storia — Chiesa — Scienze sto- 
riche ausiliari — Legislazione , amministrazione — Economia 
— ßeneficenza, isfruzione — Varie ininori — Biogräfie — 
Fonti antiche — Appendice. Istrien ist ein verhältnissmässig 
sehr unbekanntes Land, u. man wundert sich wirklich darüber, 
dass die Litteratur eine so ansehnliche Anzahl von Schriften, 
Abhandlungen u. Aufsätzen, wie sie sich im vorl. Werke zu- 
sammengestellt finden, über Istrien aufzuweisen hat. DerHerausg. 
— „il Compilatore" nennt er sich am 8chlusse des Vorwortes — 
ist aber auch mit sehr anerkennenswerther Sorgfalt u. Umsicht 
bemüht gewesen, die Materialien von allen Seiten herbeizu- 
schaffen. Und diese Materialien sind, was besonders hervor- 
gehoben zu werden verdient, im Allgemeinen mit ziemlicher 
bibliographischer Genauigkeit aufgezeichnet. Einzelne Irr- 
thümer u. Oberflächlichkeiten thun dem Werthe des Werkes, 
welchem ausführliche Personen- u. Sachregister (S. 419 — 83) 
angehäpgt sind, keinen Abbruch. Unter die Irrthümer gehört 
z. B. die Verwechslung von C. F. Petzold (Herausg. der tais- 
eellahea lipsiensia 1716 — 22) u. Giulio Petzholdt (Verf. des 
Handbuchs deutscher Bibliotheken 1853), welche als einerlei 
Personen aufgeführt sind. 

[183.] Literarische Handbibliothek. 2. Bändchen. — Schleswig- 
Holstein-Literatur. Veraeichniss der in den Jahren 1863 und 1864 mit 
Bezug auf die Herzogtümer und den deutsch- dänischen Krieg erschie- 
nenen Bücher, Karten und Pläne. Zusammengestellt von. Eduard Bai- 
damns. Prag, Satow in Cotrim. 8. 1 Bl. 31 S. Pr. n. 6 Ngr. 

Statt der kriegs wissenschaftlichen Litteratur, welche das 
2. Bftndchen nach früherer Bestimmung (s. oben Nr. 97) ent- 



Literatur und JliaoeUen. 68 

halten sollte, hat es der Herausg. für zeitgemässer gefanden, 
eine Ueberaioht der in den letzten Jahren in Bezug auf die 
Herzogtümer sowie auf den Deutsch- Dänischen Krieg er- 
schienenen Werke zu geben. Der Anz. hat sich die Muhe ge- 
nommen , vom Februarhefte 1864 an fortlaufende ähnliche 
Uebersichten zusammenzustellen, in denen der Herausgeber der 
Handbibliothek — wenn er es der Mühe für Werth gehaltet! 
hätte, die Uebersichten des Anz. zu Rathe zu ziehen — Man- 
ches gefunden haben würde, was für seine Zusammenstellung 
brauchbar gewesen wäre. Ich halte es für eine tadelnswerthe 
Leichtfertigkeit, wenn man sich bei einer litterar. Arbeit nicht 
weiter darum kümmert, ob nicht schon eine ähnliche Arbeit 
vorhanden ist, u. diese mit benutzt. Von dem Vorhandensein 
meiner im Anz. abgedruckten Arbeit hätte der Herausg. der 
Handbibliothek sehr leicht Kenntniss erhalten hönnen. — Die 
krfegswi&senschaftliche Litteratur bleibt für das III. Bändchen 
vGrtpart. 

[184.] Die Künstler der Jetztzeit in ihren Bildwerken. Über- 
sieht der in den Jahren 1862 und 1863 neu erschienenen Bildercyklen, 
Album* und illustrirten Prachtwerke nebst Kepertoriiun zu dem die 
Pablicationen von 1S40 bis zum Jahr 1862 umfassenden ilauptkatalog 
„Die Künstler der Neuzeit. 44 Herausgegeben von Achilles Holden ecke r. 
Basti, Sohweighauser 1864. 4. 1 Bl. XXII. S. Pr. 12 Ngr. (8. Ana. 
I 1862, Nr. 446.) 

Für Bibliographie von nur sehr beschränktem Interesse; im 
Uebrigen aber verdienstlich u. insbesondere den Besitzern des 
Hauptkataloges wegen des darauf bezüglichen Gesammt-Registers 
gewiss willkommen. 

[185.] SBiogra^tfd)«« ?ejdfon be* Äaifcrt&umS £)eftcrrei$, cutyaUeub 
btc Sebeuöftijjen ber beufttürbigcn $erfouen, loeltfce fett 1750 iu bat öfter* 
ttt$if$en ÄronISubcru geboren nmrben ober baiin gelebt uub gennrtt 
"baten. Sou Dr. (Eonftant fcoti 3öur3ba($. £&. XII. iWtt je&n genea* 
logU^en Eafetn. SBten, f. f. $of* unb ©taatebrueferet. 1864. 8. l ©I. 502 
©. mit nut 7 £af. $r. n. 2 £$tr. (©. «ng. 3. 1864. 9*r. 571.) 

Reicht von Kl&cel bis Korzistka u. ist, wie die früheren 
Bände, reich an Materialien, die für den Bibliographen Inter- 
esse haben. Der Anz. findet keinen Raum, einige ausführli- 
chere Mitthellangen aus dem Lexikon, wie sie früher dann und 
wann gegeben worden sind, auch gegenwärtig zu geben, er 
kann aber nicht unterlassen, die Leser wiederholt auf das 
vorl. Werk besonders aufmerksam zu machen. 

[186.] * Dell' arte di educare se stesso: libri tre preceduti da 
cenni bibliogratici soll' Autore Luigi Boschetti. Modena, tip. Cappelli. 
8. 137 8. 

Von welchem bibliogr. Werthe? 



84 Litteratur und Mißcellen. 

[187.] * J. M. Querard, auteur de la France litteraire et de la 
Utterature francaise contemporaine, par Alphonse Le Boj. [Extrait 
du Journal La Meuse, du 3 aoüt 1863.] Liege. 1S63. 12. 4 8. 

Von blos ephemerem Interesse. 

[188.] * Wallerant Vaillant. Verseichniss seiner Kupferstiche 
und Schabkunstblätter. Von J. E. Wesselj. Mit dem Tom Verfasser 
radirten Porträt des Künstlers. Wien, Brauinüller. gr. 8. XVI, 91 8. 
Pr. 1 Fl. 50 kr. 

Auch von bibliographischem Interesse. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 
1189.] geizig a(e (Sentrafyunft be* beutfäjen ©uäftanbet«. Qon 
Äuguft ©d?ürmaniu @cj>ararabbru(f au« ben „Seidiger 9toä)riä>teu". <Be* 
[äjrtcben $*ctyitad)tcu 1864. ^etyjtg, föeufu}e. 1865. H. 8. 1 »f. 20 @. 

Bei dem Interesse, welches der Anz. in Betracht des nahen 
Zusammenhanges der von ihm vertretenen Wissenschaft&ftcher 
mit dem Buchhandel an der Geschichte des letzteren nehmen 
muss, wird es den Lesern willkommen sein, auf das vorl. 
Schriftchen aufmerkam gemacht zu werden, worin sich in ge- 
drängter und übersichtlicher Weise dargestellt findet, wie Leip- 
zig^ Buchhandel nach und nach zu der gegenwärtigen Hohe 
gelangt ist. Und wenn auch so Mancher die Wichtigkeit u. 
Grösse des Leipziger Buchhandels im Allgemeinen kennt , so 
wird er sich doch gern durch das vorl. Schriftchen über die 
Einzelheiten unterrichten lassen. 

[190*] Antiquarisches Verzeich niss Nr. XL VI. Catalog des An- 
tiquarischen Bücherlagers der Akademischen Buchhandlung in Kiel. 
Theologie und Philosophie. 8. 1 Bl. 70 S. — Desgl. Nr. XLVII. Er- 
ziehungs- und Jagendschriften. 8. 1 Bl. 22 S. 

Ein reicher Vorrath gangbarer Litteratur. 

[191.] Nr. 117—120. Joseph Baer's (Frankfurt a. M.) antiqua- 
rischer Anzeiger. September bis December 1864. 8. ä 16 S. 26695— 
27892 Nrr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 756.) 

Vermischte und ausgewählte, meist neuere Litteratur, 
worunter viele Pracht- u. Kupferwerke. 

[192.] 9fr. 50—54. 8ttd)er» «113*19« *>on Bnrtquar äRajr ©rtffel. 
9Künd?en. (September 1864 bi« 3anuar 1865. 4. k 1 ». (6. *nj. 3. 
1864. S»r. 760.) 

Vermischte Litteratur, worunter viele Bavarica. 

[193.] Catalogo generale della Li brenn di Colombo Coea. Parte 
moderna Sezione Italiana Contenente un copioso assortimeato di opere 
interessaatissime in ogni ramo delle scienze, delle lettere e delle arti. 
1863. 4. 1 Bl. 70 S. 

Sehr empfehlenswerth. 



Litteratnr und Miscellen. 86 

[194.] Catalogo de algunos libros antiguos y modernos de Cien- 
cias, Literatura y Artes 8e hallan de veota en Madrid en la Libreritf 
de Jose" Dochao. 1864. 8. 15 S. 

Grösstentheils ältere Spanische Litteratur. 
[195.] II. #erjri<$mf bee antiquarifdjen «iid&erlager« *on ffiein&arb 
$&>mann in greiberg. tt. 8. 52 ©. 

Meist gewöhnliche neuere Deutsche Litteratnr. 
[190*] Nr. IV. Verzeicbniss des Antiquarischen Bücherlagers 
Ten F. Dörling. Hamburg. 8. 1 Bl. 91—120 S. 3548—4502 Nrr. 

Enthält hauptsächlich Jurisprudenz, Medicin u. Natur- 
wissenschaft mit Mathematik. 

[197.] Nr. 40—42. Antiquarisches Bücherlager von Ferd Förste- 
minn, Verlags- und Antiquariate-Buchhandlung in Nordhausen, gr. 8. 
48; 51; 60 8. 

Enth.: Nr. 40. Theologie und Philologie, mit Einscbluss 
von Philosophie u. Pädagogik 1737 Nrr.; Nr. 41. Geschichte, 
Geographie u. Verwandtes 1609 Nrr.; Nr. 42. Deutsche, Fran- 
zösische, Englische etc. Litteratur, Encyklopädien u. Wörter- 
bücher 2264 Nrr. Beachtenswerte 

[198.] €<tta(«g 9h. 2. $ü$cr*$er$et$mf} von Antiquar 2B. gröftltitg 
i« ttterfclb. gr. 8. 28 e. 

Enth. Theologie, Philosophie u. Pädagogik, nebst Ver- 
mischtem. 

[199.] Catalog von Frans Uanke in Zürich. Nr. 65. Protestan- 
tische Theologie, kl. 8. 1 Bl. 210 S. 5022 Nrr. 

Enth.. in 7 Abtheilungen: 1. Protest. Theologie im Allge- 
meinen; 2. Schriften zur christl. Mystik; 3. Schriften über d. 
Apokalypse, bibl. Prophetie etc.; 4. Schriften aus d. Brüder- 
gemeinde u. über dieselbe; 5. Gebetbücher; 6. Bibeln u. ein- 
zelne Theile derselben; 7. Anhang aus verschied. Wissenschaften. 
Verdient alle Beachtung. Besonders hervorzuheben sind ein- 
zelne Suiten Schriften von u. über Bullinger, Lavater, Luther, 
Strauss, Swedenborg, etc. 

[Ä00.] 82 & 83. Verzeicbniss des antiquarischen Lagers von 
H. Härtung in Leipzig. 8. 1 Bl. 52 S. & 1 Bl. 30 8. 

Enth. Nr. 82. Geschichte mit ihren Hilfswissenschaften u. 
Hilitaria 1511 Nrr. & Nr. 83 Theologie mit Einscbluss von 
Hebraicis u. Judaicis, Philosophie u. Pädagogik 925 Nrr. 
Einen besonders erwähnenswerthen Bestandtheil des Kataloges 
Nr. 82 bildet eine Suite von Schriften über Deutsche Geschichte 
u. Topographie. 

[B01.] Verzeicbniss im Preise herabgesetzter Bücher ans dem 
Verlage der Hände- & Spener'schen Buchhandlung (F. Weidling) in 
Berlin. November 1864. 8. 16 S. 

Grösstentheils Bücher aus dem älteren Verlage. 



86 Lttttrttar un4 Mteefclte*. 

[102.] I— VI. antiquar. BücherteraeichniBs tob W. £. He^ple in 
Bamberg. 8. 96 S. 

Enth. meist Deutsche Litteratur. 

[208.] Nr. 14. Verzeichnis» einer Auswahl von Werken aus dem 
feereiche der Mathematik, Astronomie, Meteorologie, Electricität, Inge : 
nieur wissen Schäften (einschliesslich Eisen bahmvesen), welche von Ernst 
Heyne zu beziehen sind. gr. 8. 1 Titel- u. 11 S. 

Beachienswerth. Meist nur neuere Deutsche Litteratur. 

[204.] Nr. 4. Katalog wainycb dziel tyezqcych si$ bistowyi i li- 
teratury Polski i Rosyi, ktoryck nabyc moina za podanq antykwadmk^ 
cen$, w ksi$garni Jöiefa Joiowicza w Poznanta. Oatalogue de livres 
anciens et modernes concernants l'histoire et la litte>ature de la Po- 
logne et de la Kussie en vente chez Joseph Jolowicz, Librairie a Posen. 
8. 1 Bl. 41 8, 961 Nrr. 

Meist neuere Litteratur. 

[205.] «Rr. 42—45. «lUtquotii^cr Katalog ooh grkbv. Ä4ijtt'# ©uä> 
(big. r« Bremen. 1864—65. gr. 8. a 4 6. 

Deutsche Belletristik u. vermischte litteratur. 

[206.] $€vlage»6ata(og »cn <g. & &ari>to, nnirofitfit**fcu$&anbler, 
uv2)ortoat. 1864. 6. 14 6. 

Alphabetisch^ ziemlich gut redigirt. Hauptsächlich Natur- 
wissenschaftliches und Medicinisches, sowie die Kuss. Oüvöspro- 
vinzen u. speciell Dorpat Betreffendes 5 sonst noch EjfaaUliches 
u. Schulwissenschaftl. 

[207*] Nr. 123 — 25. Antiquarisches Buch erlager von Kirchhoff 
& Wigand in Leipzig. Februar. 8. 1 Bl. 38 &.; 1 Bl. 46 S.; 2 Bll. 
28 S. <8. oben Nr. 121.) 

Enth.: Nr. 123. Astronomie u. Mathematik, Mechanik, 
Physik, Chemie, Technologie u. Handel 1168 Nrr.; N*. 124. 
Beschreibende Naturwissenschaften. I. Allgemeines, Zoologie, 
Botanik 1858 Nrr.; Nr. 125. Desgl. II. Mineralogie, Geologie, 
Paläontologie, Bergbau u. Hüttenkunde 866 Nrr. Verdienen 
besondere Beachtung. 

[208.] Nr. 121—24. K. F. Köhler's in Leipzig Antiquarische 
Anzeige-Hefte. Januar. 8. 1 Bl. 78 S.; 1 Bl. 48 8.; 1 Bl. 44 S.; 
1 Bl. 33 8. (S. Ans. J. 1864. fcr. 888.) 

Wie trocken auch im Ganzen die Durchsicht von antiquar. 
u. Oberhaupt 'Bücherkatalogen für Denjenigen ist, welcher viele 
dergleichen in die Hände bekommt, so gewähren doch einzelne 
solcher Kataloge auch wieder Genuas. Zu diesen Katalogen 
gehören in der Regel die K'schen, welche nicht Wos gut 
i». tlbersichtlich redigirt sind, sondern auch, mit Ausscheidung 
des Gewöhnlicheren, eine Auswahl seltnerer u. werthvollerer 
Litteratur enthalten. 80 auch die vorl. Hefte, von denen Nr. 121 



Li&tfir^tur un<J Mi^cell^u. §7 

Theologie, Philosophie u. Judaica 1962 Nrr.; Nr. 122 Philo- 
logie 1353 Nrr.; Nr. 123 Bibliotheca Baltica, Geschichte u. 
Alterthümer, Litteratnr u. Sprachen der ausserdentschen Ostsee - 
Linder 1119 Nrr.; Nr. 124 Slavjca 787 Nrr. umfassen. Von 
gang besonderen* Interesse n. Werthe sind die beiden letzten 



[209.] Bibliotheca politica. Vierundsiebenzigster Katalog des an- 
tiquarischen Bücberlagers von M. Lempertz in Bonn. Inhalt: Politik, 
Jurisprudenz und Geschichte. Januar, gr. 8. 1 Bl. 150 S. 4110 Nrr. 
fiin sehr interessanter u. empfehlenswerther Katalog. 

[210.] (Sataleg toon grätig £eo'$ 33erlag«s@#>ebiti$n- in Sien. 3anuar. 
8. 8. ©. 

Alphabetisch mit wissenschaftlicher Uebersicht, gut redi- 
girt. Hauptsächlich Belletristik, Jugend- und Volkschriften, 
Militari*. 

[Sil.] Verzeichnis« von Werken aus dem Gebiete der Mathema- 
tik, Astronomie, Physik etc., welche zu beziehen sind von List & 
Francke in Leipzig. (Antiquarisches Verzeichniss Nr. 20.) 8. 1 Bl. 
12 8. 336 Nrr. 

Verzeichniss einer werth vollen Sammlung von Musikalien und 
theoretischen Werken über Musik, welche von Denselben zu beziehen 
«ind. (Antiqu. Vera. Nr. 21.) 8. 1 Bl. 42 S. 2030 Nrr. 

Verzeichniss von Werken aus dem Gesammtgebiete der Zoologie, 
welche zu beziehen sind von Denselben. (Antiquarisches Verzeichniss 
Nr. 22.) 8. 1 Bl. 47 S. 1396 Nrr. 

Ausgewählte ältere u. neuere Litteratur. Von besonderem 
Interesse u. Werth ist der zoologische Katalog. 

[$1$] 18. 35erget$mjs älterer unb »euerer SBerfe. $on fcatyar öon 
2>tyt, SnaftSnbier in ®tanft. «. 8. 1 $(. 86 ®. 2174 9ta. 

Enth. zur grösseren Hälfte Theologie; nächstdem Philo- 
logie, Belletristik, Geschichte, Jugend- u. Volksschriften. 

[218.] Nr. 17—19. Catalogus van Boeken, verkrijgbaar in den 
Ouden en Nieuwen ßoekbandel van J. Moone Bz., te Delft. (A. u. d. 
^t. : Bulletin de Livres anciens et modernes etc.) Aug. 1864 — Jan. 
*&65. 8. 305—52 8. 5314—6269 Nrr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 777.) 

Hauptsächlich vermischte Holländische u. Französische 
Li tteratur. 

[214.] Nr. 80 — 84. Livres anciens et modernes. En vente chez 
^rtinus Nijhoff a La Haye. Septembre 1864— Ferrier 1865. 8. a 16 
S - (S. Anz. J. 1864. Nr. 780.) 

Ausgewählte Litteratur, worunter viele werthvolle Anti- 
quarig. 



86 Lttteratar uai MisefcHm. 

[102.] I— VI. antiquar. BücherveraeichniBs von W. E. Htyple in 
Bamberg. 8. 96 8. 

Enth. meist Deutsche Litteratur. 

[208.] Nr. 14. Verzeicbniss einer Auswahl von Werken aus dem 
feereiche der Mathematik, Astronomie, Meteorologie, Electricität, Inge- 
nieurwissen schatten (einschliesslich Eisenbahnwesen), welche von Ernst 
Heyne zu beliehen sind. gr. 8. 1 Titel- u. 11 S. 

Beachtenswerth. Meist nur neuere Deutsche Litteratur. 

[204.] Nr. 4. Katalog wainycb dziel fyezqoych ei© bistoi-yi i li- 
teratnry Polski i Rosyi, ktorych nabyc moina za podanq antykwarflka 
cene t w ksi$garni Jözefa Joiowicza w Poznani«. Oatalegue de livres 
anciens et modernes concernants l'histoire et la litterature de la Po- 
logne et de la Kassie en vente chez Joseph Jolowicz, Librairie a Posen. 
8. 1 Bl 41 S, 961 Nrr. 

Meist neuere Litteratur. 

[205.] «Rr. 42—45. «lUiquattfa)« Katalog *ch grkbv. &i|tt'i ®iu$» 
(big. im Bremen. 1864—65. gr. 8. a 4 6. 

Deutsche Belletristik u. vermischte Litterafor. 

[206.] $c*!age*©atalofl neu ©. 3. State*, Umwcflt&tiJeütyanbitx 
itt-2>orpat. 1864. 8. 14 ©. 

Alphabetisch, ziemlich gut redigirt. Hauptsächlich Katur- 
wissenschaftliches und Medicinisches, sowie die Kuss. Ortsatopro- 
vinzen u. speciell Dorpat Betreffendes $ sonst noch Erbauliches 
u. SchulwissenschaftL 

[207.] Nr. 123—25. Antiquarisches Büeheriager von Kirchhoff 
& Wfgand in Leipzig. Februar. 8. 1 Bl. 38 8.; 1 Bl. 46 S.; 2 Bll. 
38 S. (8. oben Nr. 121.) 

-Enth.: Nr. 123. Astronomie u. Mathematik, Mechanik, 
Physik, Chemie, Technologie u. Handel 1168 Nrr.; Nr. 124. 
Beschreibende Naturwissenschaften. I. Allgemeines, Zoologie, 
Botanik 1858 Nrr.; Nr. 125. Desgl. II. Mineralogie, Geologie, 
Paläontologie, Bergbau u. Hüttenkunde 866 Nrr. Verdienen 
besondere Beachtung. 

[208.] Nr. 121—24. K. F. Köhler's in Leipzig Antiquarische 
Anzeige -Hefte. Januar, fc 1 Bl. 78 S.; 1 Bl. 48 8. ; 1 Bl. 44 8.; 
1 Bl. 33 8. (8. Ans. J. 1864. Nr. 888.) 

Wie trocken auch im Ganzen die Durchsicht von antiquar. 
u. Oberhaupt "Bücherkatalogen für Denjenigen ist, welcher viele 
dergleichen in die Hände bekommt, so gewähren doch einzelne 
solcher Kataloge auch wieder Genuas. Zu diesen Katalogen 
gehören in der Regel die K'schen, welche nicht blos gut 
i». tlbersichtlich redigirt sind, sondern auch, mit Ausscheidung 
des Gewöhnlicheren, eine Auswahl seltnerer u. werthvollerer 
Litteratur enthalten. So auch die vorl. Hefte, v<m denen Nr. 121 



Li£tgratur und Miacellen. 97 

Theologie, Philosophie u. Jndaica 1962 Nrr.; Nr. 122 Philo- 
logie 1353 Nrr.; Nr. 123 Bibliotheca Baltica, Geschichte u. 
Alterthümer, Litteratur u. Sprachen der ausserdentschen Ostsee- 
Länder 1119 Nrr.; Nr. 124 Slavica 787 Nrr. umfassen. Von 
ganjt besonderem Interesse u. Werthe sind die beiden letzten 
Hefte, 

[209.] Bibliotheca politiea. Vierundsiebenzigster Katalog des an- 
tiquarischen Bücberlagers von M. Lempertz in Bonn. Inhalt: Politik, 
Jurisprudenz und Geschichte. Januar, gr. 8. 1 Bl. 150 S. 4t 10 Nrr. 

Ein sehr interessanter u. empfehlenswerter Katalog. 

[21o.] (Jatalcg *on §tanj 2eo'« $er[a8«*ga>ebiri$tt in Sien. 3anuar. 
?. 8. e. 

Alphabetisch mit wissenschaftlicher Lebersicht, gut redi- 
girt Hauptsächlich Belletristik, Jugend- und Volkschriften, 
Hilitaria. 

(tll.] Verzeichnis« von Werken aus dem Gebiete der Mathema- 
tik, Astronomie, Physik etc., welche zu beziehen sind von List & 
Frmncke in Leipzig. (Antiquarisches Verzeichniss Nr. 20.) 8. 1 Bl. 
12 S. 336 Nrr. 

Verzeichniss einer werthvollen Sammlung von Musikalien und 
theoretischen Werken über Mnsik, welche von Denselben zu beziehen 
sind. (Antiqu. Vers. Nr. 21.) 8. 1 Bl. 42 S. 2030 Nrr. 

Verzeichniss von Werken aus dem Gesammtgebiete der Zoologie, 
welche zu beziehen sind von Denselben. (Antiquarisches Verzeichniss 
Nr. 22.) 8. 1 Bl. 47 S. 1396 Nrr. 

Ausgewählte ältere u. neuere Litteratur. Von besonderem 
Interesse u. Werth ist der zoologische Katalog. 

[21?] 18. SSergctctymfj älterer unb neuerer SBBerfe. $on (Satyar fcon 
2Ratr, Buo^änbTer in @ton6. tt. 8. 1 $1. 86 8. 2174 «Wrr. 

Enth. zur grösseren Hälfte Theologie; nächstdem Philo- 
logie, Belletristik, Geschichte, Jugend- u. Volksschriften. 

[213.] Nr. 17 — 19. Catalogus van Boektn, verkrijgbaar in den 
Ouden en Nieuwen Boekhandel van J. Moone Bz., te Delft. (A. u. d. 
Tit.: Bulletin de Livres anciens et modernes etc.) Aug. 1864 — Jan. 
1865. 8. 305—52 8. 5314—6269 Nrr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 777.) 

Hauptsächlich vermischte Holländische u. Französische 
Litteratur. 

[214.] Nr. 80—84. Livres anciens et modernes. En vente chez 
Martinas Nijhoff a La Haye. Septembre 1864— Fevrier 1865. 8. a 16 
S. (S. Anz. J. 1864. Nr. 780.) 

Ausgewählte Litteratur, worunter viele werthvolle Anti- 
quarift. 



88 Litteratur und Miscellen. 

[215.] Verzeichnis* Nr. 55—60 des antiquarischen Bücher-Lagers 
der Otto'schen Buchhandlung in Erfurt. 1864—65. 8. (S. Ans. J. 1864. 
Nr. 979.) 

Enth.: Nr. 55. Theologie u. Philosophie 1 Bl. 28 S. 941 
Nrr.; Nr. 56. Geschichte Deutschlands, Kriegsgeschichte u. 
Artilleriewissenschaft 1 Bl. 26 S. 796 Nrr.; Nr. 57. Kunst, 
illustrirte Werke u. Werke üher Musik 1 Bl. 14 S. 347 Nrr.; 
Nr. 58. Geschichte, Alterthumskunde , Geographie und Reisen 
12 S. 340 Nrr.; Nr. 59. Pädagogik u. Jugendschriften 10 S. 
292 Nrr.; Nr. 60. Utteratur- u. Gelehrtengeschichte, Deutsche 
Sprache, ältere u. neuere Deutsche, sowie ausländische Litte- 
ratur, Wörterbücher 1 Bl. 24 8. 784 Nrr. 

[216.] Nr. III. Verzeichniss von antiquarischen Musikalien aus 
der Musikalien- Handlung von 8. Philipp. Berlin. (1864.) 8. 12 8. 

Ganz ungenügend verzeichnet. 

[217.] Antiquar *2lHjrißer 9fr. 61—76 »on ^ranbcl & (Stoalb in 
®ien. $cn Wai 1864 bi« 3Snncr 1865. ftel. a Vi ». (@. *"i 3- 
1864. 9fr. 593.) 

Enth. vermischte ältere u. neuere Litteratur, worunter 
viele Austriaca. In Bezug auf Letztere ist besonders auf Nr. 
73 aufmerksam zu machen, worin ausschliesslich „Austriaca, 
Schriften über Wien" enthalten sind. 

[218*] Catalog Nr. 21 des antiquarischen Bücherlagers von Emil 
Schilling, Buch- und Antiquariats - Handlung in Dresden. 8. 1 Bl. 
30 S. 

Enth. Rechts- u. Staatswissenschaften, sowie Geschichte 
mit Geographie und Statistik, insbesondere* Sachsen betreffend. 

[219.] Verlage *«criä?t toon «ernfcarb «Solide in üetygtfl. 8. 20 ©. 
(©. %H. 3- 1S60. 9fr. 814.) 

Alphabetisch, theilweise gut redigirt. Hauptsächlich Jugend- 
u. Volksschriften, Belletristisches, Geographisches, Politisches. 

[220.] 33—39. $eraeiä)mß antiquariföer $&$<r, roeld)e in 3. Zan* 
Brie'« Antiquars, $u$* unb SDluftfaUen&anblung in $rag gu fcaben ftnb. 
(1864-1865.) gol. ä 1 ©. (©. Sfoj. 3. 1864. 9fr. 599.) 

Vermischte, meist Deutsche Litteratur. 

[221.] Catalog III. des Antiquarischen Bücherlagers von Hermann 
Tausch in Halle a. S. — Bibliotheca theologica et orientalis. Ver- 
seichnips einer sehr werthrollen Sammlung von über 1000 theologischen 
Werken, unter den besonders seltene geschätzte Bibelausgaben, die 
8chriften der Kirchenväter, das Reformationsseitalter und ältere Ascetik 
reichhaltig vertreten sind. Nebst einem Anhange: Judaica u. Orien- 
talin 8. 1 Bl. 4S S. 

Beachtenswerth. — Von den 1864 erschienenen beiden 
ersten Antiquarkatalogen enthält der erste Bücher aus der 



Litteratur und Miscellen. 89' 

Deutsch. Belletristik , Geschichte , Jurisprudenz , Philologie, 
Technologie, Cariosa etc., der zweite Bücher ans der Natur- 
wissenschaft, Bergwerkskunde u. Medicin. 

[ttt.] Catalogne de Li vre« anciens. No. I — II. Paris, Tros*. 8. 
1 Bl. 1—57 8. & 1 Bl. 114 8. 1218 Nrr. 

Man weiss, dass die Tr. 'sehen Kataloge mit zur Elite der 
Antiquarverzeichnisse gehören; von werthvolleren Antiquar- 
artikeln, die man in vielen anderen Verzeichnissen in der 
Regel nur vereinzelt antrifft, findet sich in den einzelnen Num- 
mern der Tr.'sehen Verzeichnisse meist gleich eine grössere 
Anzahl. In den vorl. beiden Nrr. sind von werthvolleren Ar- 
tikeln folg. hervorzuheben: Nr. 334. Heures, Paris, Symon 
Vostrt. 1498. Pergamentdruck. 1000 Fr. — Nr. 46 Anselme 
Histoire de la maison roy. de France. Paris 1726 — 33. 9 Vols. 
800 Fr. — Nr. 667 Roman de la Rose. Perg. Ms. aus dem 
Anfange des XIV. Jhrhdts. 750 Fr. — Nr. 849 Flav. Giosefo. 
Vinegia, Valgrisi. 1644. 600 Fr. — Nr. 1005 Petrarca. Vene- 
tiis, Jenson. 1474. 600 Fr. — Nr. 1218. Uoras. Paris iropr. 
por Nie. Higmä, por el Simon Voestre libr. c. 1510. 500 
Fr. — Nr. 533. Prophetie de Rouellond de la Rouellondiere 
etc. Ms. 500 Fr. — Nr. 211 Dante. Vinegia per Mareolini. 
1544. 450 Fr. — Nr. 335. Horae par Thielman Keruer 
1503. 400 Fr. u. s. w. Als „Edition non citöe" findet sich Nr. 
568. Don Rosaleo de Grecia. Toledo 1547 angeführt. 

[223.] Catalog XXXI. dos Antiquarischen Bücherlager» Ton Fried- 
rich Wagner in Braunschweig. — Geographie. Ethnographie. Atlanten. 
Karten. 8. 1 Bl. 18 S. 487 Nrr. 

Grösstenteils Deutsche Litteratur. 

[224.] Antiquariats-Katalog der Wallishausser'schen Buchhand- 
lung (Josef Klemm) in Wien. Nr. II. Pamphlete. Reform ations- 
Sc Driften. Literarische Curiositäten. Iucnnabeln. Varia, gr. 8. 1 Bl. 
148 8. (S. Am. J. 1864. Nr. 520.) 

Ein gut gearbeiteter u. in den auf dem Titel genannten 
Fächern auch sehr reichhaltiger Katalog, der allen Bibliothe- 
ken und Sammlern in den historischen Fächern bestens em- 
pfohlen zu werden verdient. Er umfasst an 4000 Nrr., darunter 
des durch Merkwürdigkeit u. Seltenheit ausgezeichneten Vieles. 
Von der Reichhaltigkeit der hier aufgespeicherten Flugschriften- 
Litteratur mag sich Jeder durch eigenen Einblick überzeugen. 
Die kleinen, dem Historiker oft so hochbedentenden Quellen- 
schriften (Relationen, Beschreibungen, Newe Zeitungen etc.) zur 
Geschichte des 16.— 18. Jahrhunderts zählen hier nach vielen 
Hunderten. Ganze zusammenhängende Serien finden wir unter 
Albrecht von Brandenburg, Grumbach, Magdeburg (1550 u. 
1630), Spinola, Graubündten (1618 — 1622), Luther, Flachts 



90 Litteratur und MiscelUn, 

IUyricus u. A. Die Sammler ftr Litteraturgeechichte maeken 
w\t auf Artikel wie Theuerdask (3., 4., 7. und 9. Ausgab^ 
Leisentritt (Gesangbuch 1567), Periplus Ohteri (Angelsächsisch, 
bei Heber 3^. 3 Sh.), Rasch (österr. Dichter um 1630, u. A. 
das seltene „Weinbuch"), Laurentina von ßchntiifis, Gftthe, Les- 
sing u Schiller (ältere Ausgaben) u. Aehnliches aufmerksam. 
Audi einige Manuskripte treffen wir an: einen Alcoran Arabisch 
auf 427 Bll., ein geistliches Gesangbuch von c. 300 S. ane 
dem J. 1715, das Buch von den sieben Todsünden u. den 
«eben Tugenden, Papierhs. des XV. Jahrhdfo, 60 Bll. in gr. 
12°., endlich eine vortrefflich erhaltene Handschrift von Gi$- 
gorius Hagens Österreichischer Chronik (bei Pqz nach einer 
neueren Handschrift nicht vollständig abgedruckt), 139 611. in 
Folie mit hübsch gezeichneten u. colorjrten Wappen, anjs d^ca 
Anfange dea XV. Jahrhdts. Auch der Bibliograph wür^ dein 
reinlich und sauber gehaltenen Kataloge gern ein längeres Le- 
ben gewähren, als ähnlichen Erzeugnissen der DrupkQrpr&sfi? 
sonst bescheert zu sein pflegt. J. M. Wagner. 

[225.] Fünftindfünfsigstes & Seohsundfünfeigstes Veneichniss der 
Buch- & Antiquariats-Handlung von W. Weber in Berlin. S. 1 Bl. 4€ 
8. & 1 Bl. 30 8. 

Enth.: Nr. 55 Deutsche Sprachkunde u. Litteratur, Nr. 56. 
Orientalia u. Linguistik. Bemerkenswerth. 

[226.] Musikalien und kl. Schriften über Musik au haben bei 
£. Weingart in Erfurt. (1864.) 4. 4 S. 
Ganz ungenügend verzeichnet. 

[227.] Wr. 138—143. m$tf%n$t\$t toon 3. SSinb^rc^t« Antiqua* 
rtotsbua)&anbfong. Augsburg. Oftober 1664 bis Sanuar 1865. 4. * 1 ©. 
(@. »ng. 3. 1864. *r. 793.) 

Vermischte u. hauptsächlich kath. - theologische Litteratur. 

[228] Nr. I. Antiquarischer Katalog der Fr. Wüschen Buch- 
handlung (Joh. Wate) in Darmstadk — Rechts- und Staatswissen Schäf- 
ten. Nebst einem Anhang : Oeschichte und Schöne Literatur enthaltend. 
1864. 8. 1 Bl. 16 S. 487 Nrr. 

Deutsche, ältere sowohl als neuere Litteratur. 

Bibliothekenlehre. 
[229.] Biblioteconomia ö nuevo manual completo p.ara el arreglo, 
la conßervacion j la adminietracion de las bibliotecas, por L. A. Con- 
tttantin, traducido de! France» al cestellano y adicionado por Dioniiio 
«Hidalgo. Enth. in dem vom Uebereeteer redigirten Blatte: Boletin 
bibHogiafico EspaBol. (Madrid, impr. de las jEftonelas Pias. gr. 8.) V. 
0flto 1864. Nr. 18. & 216—20, Nr. 19. 8. 232—36, Nr. 20. 9. 243-47, 



Littarfttor und ItittseUtn. 81 

Kr, 21. 8. HT— 6$, Nr. fö. 8. 266—70, Nr. 23. S. 281—83, Nr. 24. 
8. J9tf**-46 fc VI Ano 1866. Nr. 1. 8. 8— 8. (Forinetenng folpt.) 

Man hätte kaum erwarten sollen, dass nach so langer Zeit, 
wo die Constantin'sche Bibliothekonomie veröffentlicht worden 
ist, dieses Buch gegenwartig noch einer Uebersetzung gewür- 
digt werden würde. Seit dert Erscheinen des Buches ist die 
Bibltothekenlehre ein Stttek vorwärts geschritten, u. diese Fort- 
schritte hatten es wohl verdient, bei einer neuen Publikation 
titor den Gegenstand Berücksichtigung zu finden. Ich habe 
indessen in den vom Uebersetzer beigefügten Zusätzen, soweit 
sie die in obigen Nummern enthaltenen 15 ersten Abschnitte 
der Göschen Schrift betreffen, Nichts davon angetroffen. 

Bibliothekenkunde. 

[230.] Die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Königs Fre- 
derik's VII welche am 6 October 1863 etc. darcb eine Rede des or- 
dentlichen Professors der classischen Philologie und der Beredsamkeit 
Dr. ph. Otto Ribbeck im grossen academischen Hörsaale festlich wird 
begangen werden zeigen hiemit an Rector tind Consistorinm der 
Christian- Albrechts- Universität. Znr Geschickte der Kieler Universi- 
tät«- Bibliothek (Fortsetzung des Programms zum 6. October 1862) von 
fl. Batjen, ord. Professor nnd Bibliothekar etc. Kiel, Druck von Mohr. 

1863. 4. 2 Bll. 65—136 8. (Enthalten in den Schriften der Univer- 
sität eu Kiel ans dem Jahre 1863. Bd. X. Kiel, Druck von Mohr. 

1864. 4.) 

Schluss des Verzeichnisses der aus der ehemaligen Bor- 
desholmer Bibliothek stammenden Handschriften der Kieler 
Univerätftts-Bibliothek, nebst am Ende beigefügten Nachrichten 
MTB der älteren Bibliothekschronik u. einem Register über die 
im vorl. Programme sowohl als in dem vom J. 1862 ver- 
zeichneten Bofdesholmer Druck- u. Handschriften. 

[231.] *La Bibliotheqne Royale de la Haye. Par H.Handel. La 
Haye, van Stockum. 1863. gr. 8. 37 S. Pr. f. 0,50.' 

Scheint von mehr lokalem Interesse zu sein. 

[232.] * Memoria sobre el estado de la Biblioteca provincial y uni- 
Veroitaria de Sevilla en el afto de 1863. Lectores que han conenrrido, 
obras que mas se han sotfeitado y reform as qae la esperiencia acredita 
como conrenientes. Escrita con arreglo a la base 29 del real decreto 
de 8 de mayo de 1859, por el Doctor Ventura Camacho y Carbajo, in- 
dhridmo del Cuerpo facultativo de Archiveros -Bibliotecarios, Hiblio- 
fteeario dt la miama. Sevilla, inrpr. Isquierdo. 1864. gr. 4. VI. 36 S. 

Der Verf. hat sich nicht darauf beschränkt, eine trockene 
Erzählung von Dam «u geben, was sioh im J. 1863 in n. arit 



98 Litteratur und Misoellen. 

der Bibliothek ereignet hat, sondern auch weiter darüber hinaus- 
gehende Bemerkungen aus dem Bereiche der Bibliographie u. 
Bihliothekwissenschaft hinzugefügt 

Privatbibliotheken. 

[233.] Antiquarisches Bücher-Veraeiehniis Nr. 89 der Schletter*- 
scben Buchhandlung H. Skutsch in «Breslau. — Theologie. Eathält 
tinter Anderen die nachgelassenen Bibliotheken des Consistorial-Rath 
Prof. Dr. Wilhelm Böhmer aus Breslau und des Pfarrer Ig»«* Waw- 
recako aus Tarnowits. 8. Bl. 78 8. 1852 Nrr. 

Eine namentlich im Fache der Älteren Litteratur werth- 
volle Sammlung. Insbesondere ist eine Suite von Original- 
Reformationschriften etc. — worunter die Originalhandschrift 
von Dr. Martin Luther's Deutschem Sprichwörterschatz, 300 Thlr. 
— hervorzuheben. 

[SM.] Stejctd&mß bei »on beut $rofeffor Dr. äMumcr in äRaing, 
grctyerr ton $rcufä)en »on ünb ;u Stebenßcin, $tx}ogl. 9taf[anifu)em lrd)in* 
©trectcr in 3bfleüi, Obcrft t>cn fflfatx inäopenfeagen mtb Dr. med. 3<mfou 
bautet nacfegelaffenen SBtbüot&efen, meiere nebft mehreren anberen ©«mm* 
fangen oon SBihfcern, $ra$t<, Jtanft* unb Jhtyfertoerfcn, JhtpferfKd&en ic 
ben 13. SWärj in granffurt am äHain öffentlich »erftetgert »erben fallen, 
.^ingefanbt von 3ofe}>& ©aer, SBucWSnbter u. Antiquar in granffuvt a. SW. 
8. 1 81. 168 @. 3368 Mrr. 

Enth. Geschichte mit Hilfswissenschaften, Theologie, Phi- 
lologie u. Orientalia, Rechts- u. Staatswissenschaft, Belletristik, 
Kunstlitteratur, Naturwissenschaft, Militaria. 

[$85.] Verzeich ni ßs der von den Diakonus Dr. Joh. Ernst Wilh. 
Oslander (Orientalist) in Göppingen, Oberkatechet Dr. Wilb. Naumann 
in Leipzig und Schuldirector F. A. Cubeus in Leipzig nachgelassenen 
Bibliotheken, sowie von Th eilen der nachgelassenen Bibliotheken der 
8anitätsrath Dr. Carl Hein in Dansig und ßegierungsrath und Criminal- 
Director Ch. F. Jl. Lauhn In Eisenach, welche nebst anderen Samm- 
lungen von Büchern, Kunstartikeln , Musikalien und einigen Werken 
in grösseren Partieen von dem 29. Mars an durch B. Härtung in Leipzig 
öffentlich versteigert werden sollen. 8. 1 Bl. 168. S. 4339 Nrr. 

Die Hauptpartien dieses Kataloges bilden die Fächer der 
Geschichte mit Hilfswissenschaften, der Medicin mit Natur- 
wissenschaft, Rechts- und Staatswissenschaft, Philologie, Theo- 
logie u. Belletristik. 

[230.J Verzeichniss der hinterlassen en Bibliotheken der Gerichts- 
director Blankmeister und Privatgelehrten Wiedemann und Anderer, 
welche am 13. Mars in F. E. Heupert's Buchhandlung in Plauen ver- 
steigert werden sollen, kl. 6. 1 Bl. 154 8. 3823 Nrr. 



Literatur and Misceilon. 93 

* Enth. Theologie, Jurisprudenz, Medicio u. Naturwissensch;, 
Geschichte mit Hilfswissensch., Technologie, Philologie u. Pä- 
dagogik, Belletristik. 

[237.] * Catalogue d'une petite collection de livres rares et pre- 
cieux imprimäs et manusorits, provenant de la Bibliotheque de l'Avocat 
* * *, de Florence, dont U vente aura Heu le 15. fevrier. Paria, 
Potior. 8. 80 8. 681 Nrr. m 

[238.] Biebenundsiebsigster Katalog von L. F. Maske's Antiqua- 
riat in Breslau. — Mediciniscbe Bibliothek, meist ans dem Nachlasse 
Ton Anton Krocker, Geheimem SanitStsrath. 8. 1 Bl. 24 8. 637 Nrr. 

Grösserentheils Deutsche ältere u. neuere Litteratur. 

[230.] * Catalogue de livres rares et precieux des XVe, XVIe et 
IVIIe siecles, la plupart reHe* en maroquin, provenaut de la Biblio- 
theque de H. de Maisey, dont la vente aura Ken le 13 fövrier. Paris, 
Lavigue. 8. 94 S. 971 Nrr. 

Soll Ton Interesse sein. 

[240.] Catalogue de la Bibliotheque de feu J. Matter, Inspecteur 
gfeeral honoraire des etudes, ete. La vente aura Heu le 13 fevrier. 
fitrasbourg, Piton. 8. 1 Bl. 64 8. 1572 Nrr. 

Enth. vorzüglich Philosophie u. Theologie, Geschichte u. 
Archäologie, Philologie, Litterargeschichte, etc. 

[241.] * Catalogue des livres provenant de la Bibliotheque de M. 
de Perier, parmi lesquels on remarque une belle collection d'ouvrages 
eoncernant laNormandie, dont la vente aura Heu le 13 fevrier. Paris, 
Francoil. 8. 163 8. 1424 Nrr. 

Verdient der Beachtung empfohlen zu werden. 

[242.] Verieichniss der von dem verstorbenen Preussischen Ge- 
neral-Lieutenant J. von Radowita hinterlnssenen Autographen-8ammluug, 
nunmehr Elgenthum der Königl. Bibliothek in Berlin. [A. u. d. Tit.: 
Catalogue de la collection precieuse de Lettres Autographes laiss£e par 
feu J. de Badowits, Lieutenant-General de l'armee de S. M. le Roi de 
Pmaae. (Appartenant a present a la bibliotheque royale de Berlin.)] 
Th.I — III. Berlin, Hübner-Trams, Bevollmächtigter der von Radowita'- 
aehen Erben. 1864. 8. 1 Bl. VIII. 1—240 8.; 2 Bll. 241-534 8.; 3 
Bll. 536—810 8. Pr. n. 3 Thlr. 

Wie bekannt (s. Anz. J. 1864. Nr. 925) und auch aus 
der den Titeln des III. Bandes des vorl. Kataloges beigefügten 
Bemerkung ersichtlich, ist die schöne und ausserordentlich 
reichhaltige R.'sche Autographensammlung in den Besitz der 
Königl. öffentlichen Bibliothek übergegangen, und mithin vor 
der Zerstreuung durch die Auction, für welche sie anfänglich 
bestimmt gewesen war, nunmehr gesichert. Mit der Sammlung 
selbst hat die Königl. Bibliothek zugleich auch den Behufs der 
Auction im Auftrage der R.'schen Erben angefertigten u. muster- 
haft gearbeiteten Katalog erhalten. Derselbe enthält imLB*&ta\ 



«4 Litttraii* und Msscattan. 

Reformatoren, Forste»* Kriegsmänaer, Stulim&nieirjliid. wich- 
tige Urkunden auf Pergament und Papier; im iL: (freiehrte; 
im III.: National -Literatur, Künstler, berühmte Stauten und 
merkwürdige Personen überhaupt, Philanthropen, politische 
Redner, Geldroänner, Typographen, Verbrecher, die deutsche 
Bewegung (1848 und 1849), 8tammbüoher und Nachträge. 

[243.] Siebemuirifünfsigstes Verze^inisa der Buch* k Aatiqawtatt- 
Haudlnng von W. Waber in Berlin. Theologie. Pädagogik. «Sirchen- 
Recbt. Zum Tbeil ans der Bibliothek des Geb. Ober Rag.-Rjtth Prof. 
Dr. ,E. LncUr. ffiohter. 8. 1 Bl. 50 8. , 

Meist Deutsche Litteratur. 

[844.] Nr. VI. Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers von 
Adalbert Rente in Göttingen. — Naturwissenschaft. (Aus deV Bibliothek 
des t f Hofrath Rudolph Wagner in Göttingen.) S. 46 S. 

Eine im Fache der Zoologie besonders ausgezeichnete u. 
gut katalogisirte Sammlung. 

[245.] Aus Berlin. 
Die reiche musikalische Bibliothek des verstorbene» Gewmtf- 
Muaik-Direktors Meyerbeer, die bisher zerstrevt «gewesen, tat 
nunmehr vollständig -wiedtfr beisammen.- Der kofetbare Parti- 
turenschatz, der «uch seltene Matraseripte und Efrucfce aus v&Um 
Epochen der Tonkunst enthalt, wird nach des MeUtörs letzt- 
williger Verfügung für einen setner musikalischen Enkel, be- 
ziehentlich für die Königliche Bibliothek aufbewahrt. 

(Nene Preuss. Zeitg. Nr. 21,) 

[246.] Aas Dresden. 
Nachdem im Laufe des Sommers 1864 von einem »Sammler 
bei einem armen Dessauer Schuhmacher die Bibel, welche -dar 
bekannte, unglückliche Friedrich von der Trenok wahrend seiner 
Gefangenschaft im Stern zu Magdeburg benutzt, und worin er 
auf c. 1300 S. die (noch jetzt bequem zu lesenden) Aufzeich- 
nungen mit seinem eigenen Blute gemacht hat, zufällig ange- 
funden worden, und später in den Besitz des Buchhändlers 
0. A. Schulz in Leipzig übergegangen war, hat der letztere 
in neuerer Zeit die Bibel an den König Johann von Sachsen 
für 200 ThJr. abgetreten. In Folge des Bekanntwerden* dieses 
Kaufes, welcher ein .gewisses lebhaftes Interesde des Königs 
«an 4er Trenck'schen Reliquie vevratheh hatte, ist Hr. v. TümpüUg 
auf Reirisderf veranlasst worden, einen in seinem Besitze be- 
findlichen, aus dem Nachlasse des Chefpräsidenten Fieiherrn v. 
'Gärtner in Naumburg stammenden Zinnbeoher, welchen der .-ge- 
nannte v. d. Trenck in seiner Gefangenschaft als Trinkgeftlüs 
benutzt, und worauf er mittels eines Nagels sehr feine und 
vtirhältnissmässig sehr kunstvolle Gravirungen angebracht hat, 
dem l&üuige zu verehren. Ein ähnlicher zweiter Trenek'saher 



Lttteratur md Misoellen. *5 

Trinkbecher Befindet sich im Königl. MiiBeum «u Berlin, ein 
dritter in Wien. 

[247.] Au* Stuttgart. 
Am 11. Febinax bat die Königl Öffentliche Bibliothek ihren 
hundertjährigen Stfftutfgstag gefeiert. Vom Herzog Karl be- 
gründet, Ist sie 1776 von Ludwigsburg nach Stuttgart verlegt 
Worden und steht seit 1820 in einem leider nicht sehr soliden 
imd feuerfesten Gebäude der Neckarstrasse. Ein Neubau ist 
in Aussieht gekommen, in dessen Interesse vor wenigen Monaten 
Stehverständige eine Reise nach Paris und London unternommen 
haben. (Angab, allgem. Zeitg. Nr. 43. 8. 693.) 

[248.] Aus Wien. 
* Itt der Sitzung der philosophisch -historischen Classe der 
Kaifc. Akademie der Wissenschaften am 4. Januar hat Professor 
Völlen einen von Dr. August Reifferscheid, d. Z. in Rom, ein- 
gesendeten Bericht über die von ihm im Auftrage der Akademie 
tb tfalieh gemachten bibliothekarischen Untersuchungen im Ge- 
bifetfe 4ter Lateinischen Patristik vorgelegt. Der Bericht bildet 
da* erste Stück einer „Bibliotheca patrum latinorum Italica", 
Wiche, in einzelnen Heften erscheinend, ein kritisches Inventar 
d£r Wichtigsten patristischen Händschriften Italiens, nach deu 
fclntfdlnen Bibliotheken geordnet, enthalten wird. Der Anfang 
iöt mit der Capitulärbibliothek von Verona gemacht, an welche 
die Übrigfen Bibliotheken in einer lediglich durch äussere Um- 
stände bestimmten Reihenfolge sich anschliessen sollen. 

[249.] Aus Wien 
hat die „Oesterreichische Buchhändler-Correspondenz" angezeigt 
dass der ^Oesterreichische Katalog von 1864" Ende März er- 
scheinen werde. „Die Nützlichkeit dieses Kataloges werde sich 
alljährlich in immer steigendem Maasse herausstellen. Abgesehen 
von seinem Werthe als Nachschlagebuch, der darin bestehe, dass 
der österreichische deutsche Verlag vollständiger als in anderen 
Katalogen und mit den österreichischen Preisen aufgeführt er- 
scheine, und dass die bisher gar nicht katalogisirten anderen 
Landessprachen vollständig und mit der deutschen Uebersetzung 
aufgenommen seien, werde er im Sortimente als Vertriebsmittel 
immer bessere Dienste leisten." (Vgl. Anz. j. 1864. Nr. 837.) 

[250.] Aus Wien. 
Die mit Anfang des JahreB neu begonnene Zeitschrift 
„Stoische Blätter. Illustrirte Monatshefte für Literatur, Kunst 
und Wissenschaften, für öffentliches und gesellschaftliches Leben, 
Ar Linder- und Völkerkunde, für Geßchichte und Belletristik 
der alavischen Völker hrsg. u. redigirt von A. Lukäic" beab- 
sichtigt in einer „Bibliographische Revue u betitelten Rubrik 
Uebersichten über die neu erschienene Slaviacto \m& ta& 



96 Litteratur und Miacellea. 

Siaventhum betreffende, namentlich Deutsehe Litteratur von 
Zeit zu Zeit zu veröffentlichen. 

[251.] Aus Wien 
ist ein „Dritter Jahresbericht des Akademischen Lesevereines 
an der kaiserl. königl. Universität in Wien Aber das Vereins- 
jahr 1863 — 64. (Selbstverlag des akadem. Lesevereines, gr. 8. 
18 S.) u erschienen. Im Vorworte heisst es zu Anfang: „Das 
dritte Vereinsjahr des akademischen Lesevereines ist glücklich 
vollendet und die Resultate desselben geben der begründeten 
Hoffnung Raum, der Verein gehe der Erfüllung seines hohen 
Zweckes, einen geistigen Centralpunkt für die in der grossen 
Residenz weit zerstreuten Hörer der alma antiquissima et ce- 
leberrima zu bieten, immer rascheren Schrittes entgegen. Und 
gerade das eben vollendete Vereinsjahr hat wie kein anderes 
die Zweifel gründlich widerlegt, die man von vielen Seiten 
gegen die Lebensfähigkeit eines Institutes erhoben, das vor 
nicht lange erst das Postulat der ganzen Studentenschaft Wiens 
gewesen. tt Zahlen sprechen am Besten für die günstigen Re- 
sultate und die Lebensfähigkeit des Institutes. Im J, 1864 
hat sich die Mitgliederzahl, mit Einschluss von 45 Professoren, 
auf 522 Personen belaufen; die Einnahme 3554 Fl. 94 Kr. 
und 9 Thlr., die Ausgabe 2935 Fl. 6 Kr. und 9 Thlr. be- 
tragen. Mithin ist ein Kassenbestand von 619 Fl. 88 Kr. 
verblieben, wozu noch 300 Fl. Wertpapiere von früher hinzu- 
kommen. Die Zahl der theils vom Vereine angekauften theils 
demselben gratis oder gegen Vergünstigung überlassenen Zeit- 
schriften ist auf 100 gestiegen. 

[252.] Aus Wien. 
Ein Beitrag zur Schiller-Bibliographie: „Dom Karlos || In- 
fant von Spanien || von || Friedrich Schiller || Wien, || bei Joseph 
Stahel || 1787. u 437 S. in 8vo., die Personen auf der Rück- 
seite des Titelblattes und am Schlüsse des Bandes auf einem 
besonderen Blatte folgende: „Anzeige. Ich habe diese zweite 
wohlfeilere Ausgabe des Dom Karlos auf ausdrückliche Ordre 
meines Freundes, des Buchhändlers G. J. Göschen in Leipzig, 
drucken lassen, damit die Absichten der Nachdrucker weniger 
wirksam sein mögten: Leider sind solche Schritte nöthig, um 
die deutsche Muse zu retten, welche nun bald durch die litte- 
rarischen, und Aufklärung verbreitenden Bemühungen der Nach- 
drucker zum ewigen Stillschweigen verdammt werden wird. 
Der Preis ist Fl. 1 — Wien, den lten Nov. 1787. Joseph 
. Stall el." Diese Ausgabe fand ich bisher noch nirgend erwähnt 
und sie befindet sich meines Wissens auch einzig nur in der 
Sammlung des Hrn. Franz Haydinger dahier. 

Jos. Mar. Wagner. 



NEUER ANZEIGER 



für 



Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



April. 



Inhalt: 



1865. 



Zur Litteratur über Friedrieb v. d. Trenck. — Die Litteratnr der 
Schleswig -Hol Steineiben Frage. — Liebt- nnd Schattenbilder ans 
dem Buchhandel. — Litteratnr und Miscellen. — Allgemeine 
Bibliographie-. 



[253.] Zur Litteratnr über Friedrich v. d. Trenck*). 

it JÖer Zufall hat mir zwei gegenwärtig im Besitze Sr. Ma- 
jestät des Königs Johann von Sachsen befindliche Reliquien 
des bekannten unglücklichen Friedrich Freiherrn von der Trenck 
in die 'Hände geführt, und mir Veranlassung gegeben, mich 
mit der ziemlich umfänglichen und ihrer Zeit sehr beliebten, 
jetzt aber nahezu in Vergessenheit gekommenen Litteratur, 
welche von dem genannten Manne handelt, eingehender zu be- 
schäftigen. Diese Beschäftigung ist aber , soweit sie mit der 
Herbeischaffung der von Trenck handelnden Quellenschriften 
seihst oder wenigstens bibliographisch genauerer Nachrichten 
darüber zu thun gehabt hat, mit nicht ganz unbedeutenden 
Mühwaltnngen aus dem Grunde verbunden gewesen, weil ein 

. «ehr grosser Theil der in die Trencklitteratur einschlagenden 
Schriften mehr oder wenijger dein Fache der älteren Leihbiblio- 
theken -Litteratur angehört, welche, der Lesebegierde des 
grösseren Publikums Preis gegeben, nach und nach so gut wie 
ganz verschwindet, und selbst in den bibliographischen Lexicis 

' sehr wenige überall zuverlässige Spuren zurückzulassen pflegt. 
Ich habe, um zu einer möglichst vollständigen Kenntniss der 
Trencklitteratur zu gelangen, alle Dresdner Bibliotheken durch- 
sucht, selbst die kleinsten Winkelbibliotheken durchstöbern 
lassen , und alle mir zugängliche bibliographische und sonstige 



*t Vgl. das Verzeichniss der Schriften von Trenck in J. G. 
Heusers * „Gelehrtem Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden 
Teutaohen Schriftsteller. Bd. VIII. Fünfte Ausgabe. (Lemgo, Meyer. 
1800. 8.) 8. 108—11" und der Schriften über Trenck in E. M. Oet- 
tinger's „Bibliographie biographique. (Leipzic, Engelmann. 1850. 4.) 
8. 663 — 64" & „Bibliographie biographique universelle. Tom. II. (Bru- 
iellei, Stienon. 1854. 4.) Sp. 1801— -2/* 

1 



98 Zur Litteratur über Friedrich v. d. Trenck. 

Hilfsmitttel benutzt, bin aber seither noch nicht im Stande 
gewesen , mir ein% wirklich nahezu vollständige Uebersicht über 
diese Litteratur zu verschaffen. Ich gebe in Nachstehendem 
eine Uebersicht Dessen, was ich mir von genaueren Angaben 
habe verschaffen können; Dasjenige, was ich nicht selbst zu 
sehen Gelegenheit gehabt, oder worüber ich nicht anscheinend 
genauere Nachweise gefunden habe, ist in der Uebersicht weg- 
geblieben, um vielleicht später, falls mir dazu die Hilfe An- 
derer geboten wird, noch nachgetragen zu werden. 

griebridjS gretjljerrn Don bcr £remf Satfcrl. Äönigl. Dbrifhnadjt* 
meifterS ©amlung fcermifdjter @ebid)te toeldje in feinem $ef>njäl)* 
rigen ©efängntS in 2Ragbcburg gefdjriebcn hffrben. gran!furt u. 
Seidig. (1767.) 8°. 20 93(1. 280 ©. 

3)e8 ^riebrtd^Ö gre^errn t)on bcr £ren<f merfroürbige ScbenSgefdfjidjte. 
35ou iljm felbft als ein Scfjrbudj für SMcnfdjen gef einrieben, bie 
toirflidj unglücflicl) fwb, ober nod) gute SJorbitber für alle gälle, 
gur ftadjfolge bebürfen. ty. I— II. Jetzig, 93eer. 1787. 8°. 
16 93H 299 @. mit Portrait & 2 93a. 323 ©. mit Sitetbilb. 
Mit verschiedenen anderen Bildern, die sich aber nicht in 
allen Exemplaren finden. 

©e$ {Jrtcbrid^ gre^errn Don ber £rencf , merftoürbtge SebenSgefdjtdjte. 
93on iljm felbjt als ein Sefjrbudj für SKcnfdjen gefdjrieben, bie 
nurftid) unglücfltcl) finb, ober nodj gute SJorbtlber für alle gälte, 
gur 9fod)folge bebürfen. 93b. I— III. D. £). 1787. 8°. 13 9311. 
240 ©. mit 1 Sitelbüb; 1 93t. 294 ©.; 8 33a." 272 &. 

5De$ gfret)t)erw 8*iebrid)$ Don ber £rencf merfroürbige 2ebcn$gefe$td}te. 
SSon tfym felbft als ein ßefjrbudj für äWenfdjen gefdjrieben, bie 
ttnrflid) ungtücfüdj finb, ober nodj gute 93orbilber für alle g&tte 
jur SRadjfolge bebürfen. X§. I — II. 3toet)te, redjjtmäfjige nnb fcer* 
befterte Auflage. SBitn, auf Soften be« SSerf.'S. 1787. 8°. 
262 ©. mit Portrait & 273 ©. mit 1 t»fr. — hierüber noä): 
50). III. SBien, SKudjerer. 1787. 8°. 6 93H 263 ©. 

griebriclj gre^errn ton ber Xrencf merfroürbige ScbenSgefdjtdjte. 
%\). I. 9ieue mit 3 u f ä 6 cn toermefyrte unb berbefferte Auflage mit 
Surfern. & £1). III. 93erlin, 93ieroeg b. ältere. 1787. 8°. 12 93tt. 
296 ©. mit Portrait & 11 93H. 330 @. 

Die Zahl der Knpfer ist in verschiedenen Exemplaren 
verschieden, bald grösser, bald kleiner; es kommen auch 
Exemplare ohne Kupfer vor. 

*La Vie de Fr6deric, Baron de Trenck, ecrite par lui-m&ne, 
et traduite de Tallemand en frangois par le Baron de B***. 
Metz, Lamort. 1787. (Paris, Belin.) kL 8°. 2 Vols. 
Der Uebersetzer ist Baron v. Bock, 



Zur Litteratnr Über Friedrich v. d. Trenck. 99 

Se^te ttnterrebung Sfriebridj« be$ ©rofcen in bcr £obe$ftonbe mit 
$ater Ration, einem granci$faner*@uarbian. Sin Sraumgeftdjt, 
tooriunen man bic ©tufen be$ 3Kenfdjen*93crftanbe$ Don Scibnifc 
bi8 gum äffen abmejfen fann. SSon griebrid) grtjl). Don bet 
Jrauf. £>. £). 1787. H. 8°. 76 ©. 

Sa* ©d)i<ffat bcr fjrau 3uftitia bei aßen §öfen GEuropcnS. Sin 
Roman unb ©ebidjt, Don bem SSerf affer be8 SKajeb'onifdjen Reiben 
§riebridj ^e^erm Don ber Zxtnd. ©erlitt 1787. 8°. 71 ©. 

JBajjrljafte Seleudjtung ber SebenSgefdjidjte be8 gre^errn Don ber 
Irendt, Ruber bie 83efd)uibigungen gegen griebriej) ben ©roßen, 
Don einem Sranbewburgifdjen Patrioten. SKeue retoibirte, unb mit 
ber Selcudjtung beö britten SE^ciI« Don XxtndQ ?eben$gefd)td)te 
tocrmeljrte Originalausgabe. Saufanne. 1787. 8°. 4 S3a. 120 ©. 

Das Vorwort ist unterzeichnet: A ; der wahre Druck- 
ort soll Leipzig sein. 

lieber ben ©jaracter unb bie ©djidffale bc$ ftretycrrn Don bcr £rencf 
unb über ben Jon, ber in ben ©Triften bcffelben Ijerrfdjt. 33erlin, 
?etit u. ©djöne. 1787. fl. S\ 24 ©. 

Unterzeichnet: J. G. B. 

♦La Vie de Fr6d6ric, Baron de Trenck, ßcrite par lui-mSme, 
et tradoite de l'allemand en fran^ois par le Baron de Bock. 
. IL Edition, revue et corrigee. Metz, Lamort. 1788. (Paris, 
Belin.) 12°. 2 Vols. 

*La Vie de Fr6d6ric, Baron de Trenck, traduite de Tallemand 
par Le Tonrneur; dans laquelle sont rätablis tous les pas- 
sages supprimös dans l'gdition de Metz. Paris, Buisson. 
1788. 12°. 3 Vols. 

*The Life of Baron Frederic Trenck, translated from the 
German by Thomas Holcroft. London. 1788 — 93. 12°. 
4 Vols. Mit Portrait. 

So übereinstimmend an verschiedenen Orten angeführt. 
Ebenso übereinstimmende Angaben finden sich über eine 
»weite Ausgabe dieser Uebersetzung : London. 1789. 12°. 
4 Yols. 

Mömoires de Fr£d6ric, Baron de Trenck, traduits par lui-meme 
sur Foriginal Allemand, augmentes d'un tiers, & revus snr 
la traduetion, par M. de ***. Tom. I — III. Strasbourg, 
Treuttel; Paris, Onfroy. 1789. 8°. VIII, XXX, 419 S. mit 
6KE.; 2 BU. 400 S. m. 2 KK.; 2 Bll. 403 S. m. 2 KK. 

$& tfreüj. grieb. Don ber Iren! fämmtttdje ©ebidjte nnb ©Triften. 
Cb. I— IV. 3*^ Dermeljrte unb Derbefferte Auflage. SBien u. 
»erßn. 1789. fl. 8°. 6 S3H. 332 ©.; 4 330. 328 ©.; 3 S5Ö. 
306 ©.; 1 81. X, 308 ©. 

1* 



100 Zur Litteratur über Friedrich t. d. Trenck«* 

Examen politique et critique d'nn ouvrage intitulö, Histoire 
secröte de la Cour de Berlin, ou Correspondance d'un Voya- 
geur Francis. Par Fr6d6ric Baron de Trenck. Berlin. 
(1789.) gr. 8°. 2 Bll. 416 S. Mit 1 Titelk. 

Iren! contra SWirabeau ober potitifcfccritifdje Beleuchtung ber geheimen 
©efdjidjte be$ Berliner £of$ nebft mefyrern tt)id)tigen ©taat«* 
bemertungen Don fjrc^erm griebridj Don ber Iren!. äu$ bem 
granjöftfdjen ttberfcfet. Seidig, £aug« 3Q3tttüC, 1789. 8°. 1 »1. 
413 ©. 

Briefe unb Begebenheiten Söe^anbcr« Don ©djett, eine« greunbe« 
be$ Baron« Don Iren!. Stfebjt feinem leftamente unb einigen 
Don iljm Ijtnterlajfenen SBerfen. II). I — lt. Sübec!, 3)onatiu$. 
1790. 8°. 128 & 143 ©. 

SRadjtrag gur SebenSgefdjicljte griebrid)« gret)l)erro Don ber Irencf. 
Bierter unb nterfroürbtgfter Banb. Slltona, im Stugujt 1792. 
8°. XVI, 304 ©. Sölit Portrait. 

Beiträge Beleuchtungen unb redjtlidje Ur!unben ju Irene!« Seben«* 
gefdjidjte. 3Bal)ri)eit«burg, ©ebrüber (Sjrlid) unb föeblidj. 1793. 
8°. 4 Btt. 396 ©. 

Von Friedrich Heinrich Bispiuk herausgegeben, und bei 
Doli in Wien erschienen. 

©enbfdjreiben an ben Rational *SonDent unb ben 3acobiner=£(ub in 
$ari«, ben berüchtigten gre^erru griebrid) D. b. Irene! betreffend 
£). D. 1793. 8°. 16 ©. 

Unterzeichnet: Johann Gottlob Semniler. Leipzig 1793. 

©jara!ter*3 ü 9 e bt& gret^errn griebrid) Don ber Irene! unb Ber* 
tfjeibigung toiber ben vierten Iljetl feiner JebenSgef djidjte , $u nod) 
mehrerer unb Döütger öntlarDung beffelben, burdj notarialiter be* 
glaubte Urtunben unb feine eigenfyftnbigen Briefe erwiefen Don 
Sodann ©ottlob ©emmier. £afle, Sienger; Seidig, Berf affer. 
1794. 8°. XXVI, 130 ©. mit 76 ©. «totjang. 

Snbe ber 2eben«gefd)idjte griebridj« greifen Don ber Iren!, fünfter 
. lefcter unb aUermerfhJürbigfier Banb. SRebft beffen Briefe«, SL u. 
b. lit.: 3)er ©enießreidj aller ©enieftretdje ; nebft einer gäbe! 
au« ©dflaraffentanb. 3U« Bermftdjtnife fyinterlaffen atteu bettfenben 
Scannern, jungeblidjen Braufe!öpfen, rcdjtfdjaffnen Settern , unb 
tüfifdjen Höflingen. Da« tefcte au« bem ©efängniß in $ari« Ijtn* 
terlaßene H&txt, Don bem greifjerrn Don ber Iren!. 9lu« bem 
grangöfifdjen überfefet. <ßari« u. SHtona. 1796. 8°. 2 Btt. 124©. 

Ist bestimmt nichf von Trenck yerfasst. 

griebridj gretyljerr Don ber Irene!, ©ein geben u. benftuttrbige ©djic!* 
fale. gür Sefer jeben ©taube« neu bearbeitet Don S. 9W. Mittler. 
2Ke;feburg, ©onntag. 1822. 8°. 1 Bl. 230©. mit 1 litelbilb. 



Zur Litteratnr über Friedrich v. d. Trenck. 101 

tftieberid}« greiljerrn . Don ber £rentf Scben, fierfcr unb £ob. 9?ad) 
Drtgmalqucllen neu bargefteHt bon £f)eobor 2Bafjrmann. [91. u. 
b. SCit: ®ic £ren<f«. 1. Sanb.] Seidig, ©djrecf. 1837. 8°. 
254 ©. 

Der Verf. heisst: Ewald Christian Victorin Dietrich. 

*&ben imb ©djttffate be« äbenteuter« gfrtebridj, greifjernt Don ber 
Xxtnä, nebji einem Sfafjonge: Staefboten imb G^arafterjüge au« 
bem Seben beffett Setter« , be« berühmten imb beruhigten *ßan* - 
buren«Sfafti1jrer«, ftrcmj gretfjerr Don ber £rencf. 9?ad) Drtgmat 
quellen unb mit btn nötigen Slnmerhrngen unb Sertd^ttgungen bon 
2R. ©. (Sridj. Seidig, Dirnbörf. 1846. 8°. VIII, 160 ©. 

$olje Siebe. Äu« bem f eben be« grei^errn grtebrtdj toon ber £rcn<f. 

£tfiorifd)er 9toman mit ©enrebtlbern au« griebriaV« be« ©rofjen 

£of* unb £rieg«leben t)on £. <S. 9t. Selani. £tj. I— III. Seidig, 

grifcfdje. 1863. 8«. X, 279 ©.; 1 »I. 283 ©.; 1 S31. 302 ©. 

Der Verf. heisst: Carl Ludwig* Haeberlin. 

♦The Life of Baron Frederic Trenck, containing his Adven- 
tares and also his Sufferings during ten years' imprisonment 
in the fortress of Magdeburg. Albany, U. S. 1853. 8°. 

♦Aventures du Baron de Trenck, d'apres ses Memoires; par 
Paul Boiteau. Paris, Hachette. 1853. 16°. 6| B. 

Gehört zur. „Bibliotheque des chemins de fer. 2. Serie: 
Histoire et voyages.*' 

?eben unb äbentcuer be« gteifjerw t)on ber Ürencf. 9?adj bem gran* 
3öftfdjen. Seidig, ?orcf. 1860. ft. 8°. VIII, 16 ©. 

Nach der BoiteHu'schen Schrift. Gehört zu den „Eisen- 
bahnböchern. Nr. 36." 

grtebrid) toon ber £rencf. {Hfiortffter Vornan toon H. bon 8. 33b. 
I— III. (Seile, ©d>u(jc. 1860. K. 8°. 214, 235, 244 @. 

. In den beiden vorerwähnten Gedichtsammlungen vom J. 
1767 und v. J. 1789. Bd. II finden sich unter Anderem auch 
eine Menge Verse, welche Trenck nebst dazu gehörigen Bil- 
dern mittels -eines zugespitzten Bretnagels auf seinen Trink- 
bechern im Magdeburger Kerker sehr kunstvoll eingravirt hat. 
Es sind von Trenck solcher gravirter Trinkbecher, wie er selbst 
erzählt, mehre gefertigt worden. In den Versen des einen 
Trinkbechers finden sich Anklänge an die Verse eines anderen 
Bechers, oder es wiederholen sich auch einzelne Verse mit fast 
übereinstimmendem Wortlaute auf verschiedenen Bechern. Die 
Verse auf dem im Besitze Sr. Majestät des Königs Johann 
von Sachsen befindlichen Zinnbecher lauten wortgetreu, wie 
folgt: 



102 Zur Litteratur über Friedrich v. d. Trenck. 

Auf dem äusseren Boden des Bechers. 

Mon Lecteur genereux regardez ce gobblet! Connoissiez 
Vous le coeuiy de la main qui Fa fait! Quel support pour mon 
sort: quel glorieux avantage De me voire connü, bien jage 
par un Sage! Demasquez l'apparenge: et voyez, paisez bien! 
Ou trouvrez Vous portrait plus touchant que le mien? Presentäz 
Grand Fedric, l'affreux exterieur, Pour le faire curieux de con- 
noitre mon coeur! Mein Leser! wann Du mich auf diesem 
Becher fiehlt! Frey, Edel, Menfchlich denk/t, und Vorurtheile 
fliehft? So wirft Du Stof für mich, und Dich zum Denken finden. 
Dann hilff dem Armen Trenck, Verläumder überwinden! Ach 
fprfche was mich drückt! Sprich wo ich feufzend fchweige! 
Und reiche mir die Hand, eh 1 ich zum Grabe fteige! 

T^enCkiVs hVC plCtor, flg Vrls . Loq VltVr CaVtls. 

PonDera nVnC prYDens! faVtor tVnC erls LVgentls! 

1763. 
(Vgl. 1767. S. 119—20 u. 1789. S. 164 -65.) 
* * * 

1. Bild. 
Güter die wir nicht besitzen, Können nur den Wunsch 
erhitzen; den man nicht erfüllen kann; und wann wir sie 
wirklich haben, sehen wir nicht mehr die Gaben, sondern nur 
die Fehler an. 



Eine Dame: vor ihr ein knieender Mann. 



Wie seufzen nicht Verliebte Seelen- wenn Widerstand die 
Glut vermehrt; durch Zwang und Mühe, Furcht und Quälen 
wird nur der Trieb zum Zweck ernährt. So gehts in allen 
unsern Sachen: Man lernt durch Mangel, den Genuas: durch 
Not, die Lust im Überfluss durch Schmerz und weinen edler 
Lachen. Die Freude ist ja nieht mehr Freude, wenn man sie 
nicht für Freude hält, ein Übel das ich wirklich leide, wird 
Freude, wenn es mir gefällt, im Unglück selbst steckt noch 
ein Preiss , wenn man ihn nur zu finden weiss. Denn wer viel 
Elend übertrug geneusst sein Glück gedoppelt klug. 

(Vgl. 1767. S. 142—43.) 
2. Bild. 



Trenck in Ketten : vor ihm die Vernunft mit einem Lichte. 



• Hier in meiner Trauer Höhlen , hält mir die Vernunft das 
Licht und mit Vorwurffs freyer Seelen, fehlt es mir an Grossmud 



Zw Litteratttr über Friedrich v. d. Trenck. 103 

Bicht. .Will sogar kein Petrus sagen, dass er Gott im Leiden 
kennt; wie kann ich als Mensch denn klagen, wen ein Freund 
sich von mir trennt? wenn Verläumtfung zaumfrey wütet: wenn 
der Trieb zur Welt mich nagt: wenn Cupido Schwermut brütet, 
bleibt mein Herz doch unverzagt und weil das mich nicht 
verdammet, wird die Zeit mein Richter seyn. Urtheil das yom 
Pöbel stammet, macht mich weder schwarz noch rein, Unglück 
ißt ja kein Verbrechen: Strafe schimpfft nicht, nein die That. 
nur die kluge Welt soll sprechen, was der Trenck verdienet 
hat. Mancher trägt der Sklaven Last, der da sollte Ordens 
tragen: und den Kerker sollten plagen, der wohnt glücklich 
im Pallast. Wer in Fesseln edel denket, und im Unglück 
lachen kan, bleibt, wird gleich sein Recht gekränket, in sich 
selbst ein grosser Mann. (Vgl. 1789. S. 131—32 u. 256—59.) 

3. Bild. 

Ein faulles Pferd wird fett, und achtet nicht den Knüttel. 
Ein Mensch der sklavisch denkt, verdint den Sklaven Kittel, 
and meistens wohnet doch der Faulle im Pallast: schlägt den 
der fleissig ist, vermehrt der Sklaven Last, und ist ein asinus 
mit Excellenzen tittel. 



Eine Erndtescene: ein beladener Wagen fährt über eine 
Schildkröte. 



Vor Gewalt hilfft gar kein Schild: Dieses lehrt der Schild- 
krot Bild, ihre Schale kann viel tragen, aber nicht beladne 
Wagen. Mensch wer du auch immer bist! glaub dass niemand 
sicher ist! denn wann, wir am meisten prahlen, so zerbrechen 
ansre Schalen. Wann uns Glück und Klugheit deckt, hat der 
Neid den Zahn gebleckt, und wer wierd vor seinen Bissen, 
Schilde zu erfinden wissen! (Vgl. 1767. S. 128—29.) 

4. Bild. 
Cervi venantur, nos asini heroes vigemus. 



Hirsch und Esel. 



Der Esel sieht den Hirschen jagen und denkt .... Ich 
bin ja mehr als du! an mich darf sich kein Jäger wagen: 
Trotz Hunde! lachend seh ich zu; Der ist gewiss ein Böse- 
wicht, weil man ihn gar mit Hunden hetzet . . . Schweig Esel: 
Hirsche peitscht man nicht: und für dich wird kein Spies ge- 
wetzet Macht dich dein Esels Recht so stolz! geh Prahler 



104 Die Litteratur der Schleswig Holsteinischen Frage. 

vor dem Karren traben! Zum Scnifbau taugt kein Weiden Holz: 
und Esels Fleisch nur für die Raben. (Vgl. 1767. S. 162.) 

(Schluss folgt.) , 



[254.] Die Litteratur der Sehleswig-Holstenfschen Frage. 

..(Fortsetzung). 

$cten bcr Untoerfitäten unb bcr ©cifHidfjfcit 2)eutfdjlanb$ in ber 
©djte$tt>ig*£olftemtfdjen SanbeSfadje. 3n 3 Abteilungen. I. Stbtfj. 
3)ie Untocrfitätcn. Siel, £om<mri. 1865. gr. 8. VI, 42 ©. <ßr. 
'7^ SRgr: . 

.Herausgegeben von Dr. Fricke. 

Slctenflücfe gum SBiener griebenSoertrage öom 30. Dctober 1864. 
'Äiet, ©djtoer«. 1865. gr. 8. 2 33tt. 71 ©. ^r. n. 10 9?gr. 

ffiic 2lnne$iou8^otitif. ®in Vortrag. (Erlangen, Snfe. 1865. gr. 8. 
20 ©. ^r; 3 9?gr. 

^reußen unb bie ©$le8tt>ig = §oljkimfdje ©taat«* (Erbfolge. Sine 
potemifdje (Erörterung als gtoeitcS SQSort in ber Angelegenheit, ton 
Dr. (Srnjt §eltoing, ÄömgL @el). $eg.*$atfje :c. iKebjt einem 
Urfunben*än|ange unb einer genealogifdjen £afel. 33erlin, SSatfj. 
1865. 8. XX, 215 ©. mit 1 £af. fx. n. 1 £!)(r. 

3ur Sßürbigung ber Dlbenburger IDenffdjrift. SSon Dr. 3. SOS. 
$tancf, «ßrofeffor in Atel. Atel, ©djtocr«. 1865. gr. 8. 29 @. 
<jk. 6 5Wgr. • ■ . = 

^reußenä Sftedjte auf bie bereinigten §cr$ogtf)ümer ©djtcSttrig unb 
£otftein für ba8 beutjdje SJolt gemeinfaf$tid> bargetegt unb. in8* 
beforibere aud) in S3ejieijung auf ben ©ottorfer Stnt^eil begrtinbet' 
burd) einen Jpreußtfdjen öuriften. 33crün, ©elbftocrlag b. 35erf.'8. 
(@rofe in Somm.) 1865. 8. 26 ©. $r. n. 5 9?gr. 

£)ie ©elbjl*3ntereffen ber §erjogtf)ümer ©djie$hrig*|)olfteitt bei ber 
ju treffenben Sntfdjeibung. 33erün, ©pringer. 1865. gr. 8. 
2 83(1. 30 ©. *ßr. 6 9?gr. 

Vom Verfasser der Schriften ,,Zur Schleswig- Holstein- 
sehen Besitz -Frage' 1 und „Ein Wort an Oesterreich in der 
Elb-Herzogth ü mer-Frage. " 

SDie ©rofftergoglidj Dlbenburgifdjen ©ucceffion8*3lntyrüd)e auf ©djle«* 
nrig*|)olftein. Aufgefaßte äfoaltjfe ber bem Ijofjen 33unbe$tage 
norliegenben Dlbeuburgifdjen* ■ S>enffdjrift. II. erweiterte aufläge. 
$aBte, gritfe. 1865. 'gr.. „8. 16 ©. $r. 3 SRgr. 

Die Söfung ber fdjte$ft)fg*ijoijUittifdjen grage. Sine (Ernriberung 
- «$<m£«inri <§.*>. Streitfälle. 33tfonber$ abgebrueft au« bem 



Die Lit terato der Schleswig Holstein'schen Frage. 106 

fünfje^nten Sanbe ber ^reufjifdfjen Saljrbfidfjer. Serfin, Reimer. 
1865. gr. 8. 21'©. $r. n. 3 %:. 

Hierüber s. Angsb. allgem. Zeitung 1865. Nr. 46. 8.729—30» 
Nr. 47. S. 745—46, Nr. 48. S. 761—62, Nr. 49. S. 781. 

Quellensammlung, .der Schleswig - Holstein -Lauenburgischen Ge- 
sellschaft für vaterländische Geschichte. Bd. II. A. ,u., d. 
Tit.: Urkunden nnd andere Actenstücke zur Geschichte der 
Herzogtümer Schleswig nnd Holstein unter dem Olden- 
burgischen Hause. Gesammelt und hierausgegeben von G. 
Waitz. Heft 2. Kiel, akadem. Buchhandl. in Com m. 1865. 
8. 4 Bll. 144 S. Pr. n. 1 Thlr. - 

6m SBBort an Defterreidj in ber Gäb*£erjogtljttmer*ffcag^ Statin, 
Springer. 1865. gr. 8. 2 SBtt. 37 ©. $r. 7^ Sßgr. 

3ut ©djle$tt>ig*£otjteinfd)en 93efifc*3?rage. 33erlm, Springer. 1865. 
gr. 8. <2 ©U. -60 ©.■ ^b. n. 1% %:. - , ,. 

'. . ■ * 

* Erinnerungen an einen Heimgegangenen. Srtefe be$ bot ben 
©fixtet ©djanjen gefallenen 3Kajor ' b. 3ena toäljrenb bc$ 
f$eityig*$olßemifdjen gtlb$ug& an feine gfamüie. III. Auflage. 
Bettln, Äffritfl. 1865. S*. XXIV, 124 ©. mit Portrait, $r. n. 

1 ttyx. " V:'V ' ; ', -; ■■ , « ■»"■»■:.»: ." 

* @($le8wig*£otftein. ftuib unb Seut* öort Otfnttet. 9Kit tiner 
«arte, 3tt>idau, »udjfjanbi. bl Sottöfdjfrift. SereinS. 1865.. 8.. 
92 ©. $r, 6 SRgr. 

* Die SWadabfter 3$rael'S. unb bie Sefrefet ©^teSnrig^otjteitf*. 
SRebe gemäßen gut öffentlichen geter be« Jübif d^ett SBeiljeftfteS in 
Scrtinbung mit einem tiaterlftnbifdjen 2>anf* unb 8frieben$gotte$* 
bienjte "im ©adle ber ^iebrtdjftäbtifdjen iSraetittfdjen SReligrouS* 
fdjirfe am' Slbcnb t>, 24. SDecbr. 1864 öojn -^rebiger Pr. 3ut. 

2 an bj Berg et." »erlin, Reifer. 1865. gr.8. 15 ©. $r. 3 SRgr. 

* 9»ein gelbtagebudj. ©fijjen unb grlebmffe au8 bem tefcten bftni* 
nifdjen «riege, öon 2Bill). $etfd). »erlin, ©djtefier. 1865. 8. 
96,©. $r. 9 SRgr. 

* ^lbent§atm,r.(3jarafterb4ber unb Sfatf boten au« beut ftetbguge 
gegen 2>ttuemart 1864. SSon 2BtI^. $etfd). »erfin, ©$tefler. 
1S65. 16. 79 .©.. $r. n, 4 5»gr. 

* 3n.-@($le$toig*£o{fiein. ©ebi^te öon 4 ?Bi^. $et,fdj. (So««* 
JudgabO »aiin, ©d)(efier. .1865. gr. 16. 143®. $t. tt. 
6 %. 

* $wbigt r . am J8,.2)ecbt.. 1864 als am ftfiebenSfejle in ber ©ar* 
*ifon*Äirdje ju Srfurt gehalten öom ®u>if.*$rebiger Dr. 8tie* 
«4 der. .ffirfutt, §SiDaret. 1864. gr. 8. 11 ©. $r. n. 2 5Rgr. 



106. Licht- und Schattenbilder aus dem, Buchhandel. 

Der ftrieg gegen S&nentart im 3aljrc 1863. ' Secrtbeitet uon <$. 
©r. SB., f$reu§ifd)em- ©eneralftab^Dfftjier ber •trcrbünbden Armee. 
SKtt »etlagen, «arten mib planen. Stef* 3. Berlin, SDuncfer. 
4865. gr. 8. 161—240 @. $r. n. 12^ 9?gr. 

$er ©^leötvig ^oHlein^c Ärieg Dan 1864. Son ff. u. SBintct* 
felb. Äbfjj; V.: £er grtebe nnb ber ©iegcr. ^eimjua. $ojt$= 
tan*, ÜDöring. 1864. 8. ©. 273—352 mit 6 95U. ÜEitefa u. 
Vorwort jnm I. u. II. Sanbe. $r. n. 7^ 5Rgr. 

(Wird fortgesetzt.) 



[265.] Licht* and Sekattci^Hlde^ ans dem Buchhandel*). 

Grässe's „TrGsor de Livreg rares et precieux. u 

Es bleibt- immerhin ein mehr oder weniger gewagtes Unter- 
nehmen von Seiten eines Verlegers, wenn er sich dazu ent- 
schliesst, ein grösseres Werk in Verlag zu nehme», welches 
Gefahr läuft, mit einem ähnlichen grösseren Werke concurriren 
zu müssen. — und zwar mit einäm Werke, das bereite mehre 
Jahrzfhende hindurch theüs durch seinen wissenschaftlichen 
Werth, theils durch den Namen seines Verfassers in wieder- 
holen Auflagen: in der Litteratur sich fest eingebürgert hat, 
und zudem eben Anstalt trifft, sich in verbesserter und den 
Anforderungen der Gegenwart entsprechender Gestalt zu ver- 
jüngen. £8 bleibt dies, wie gesagt, ein gewagtes, aber auch, 
wenn es nicht blos um der bnchhätidlerischen Spekulation, son- 
dern auch um der Förderung der Wissenschaft willen geschieht, 
ein sehr ehrenvolles Unternehmen. Als ein solches gewagtes, 
aber auch zugleich sehr ehrenvolles Unternehmen verdient der 
im Verlage von Rudolph Kuntze in Dresden erscheinende 
Grässe'sche „Trösor de Livres rares et precieux" bezeichnet 
zu werden. Nur zu oft und fast in der Regel wird von Seiten 
des Publikums bei Beurtheilung der Verdienstlichkeit eines 
Werkes ganz und gar vergessen, das Verdienst des Verlegers 
mit in gehörigen Anschlag zu bringen, und doch ist das Ver- 
dienst des Verlegers namentlich hinsichtlich der Verlagswerke 
vorbezeichneter Art keineswegs ein geringes, im Gegentheile ein 
sehr bedeutendes, welches sich derselbe mit einem bedeuten- 
den pekuniären Risiko hat erkaufen und sichern müssen. Es 
ist sieher für Kuntze keine Kleinigkeit gewesen, den Verlag 
eines Werkes wie des Grässe'schen zu übernehmen, dem gleich 
von vornherein in der Concurrenz mit dem berühmten Brunet'- 



*) 8. Au*. J. 1864. Nr. 837. 



'Licht- und Schattenbilder aus dem Buchhandel. 107 

sehen „Manuel du Libraire" . sehr ernstliche Gefahr drohte — 
und dazu noch zu einer Zeit, wo das zeither ziemlich theuere 
Brunet'sche Werk in einer neuen und vermehrten, anerkennens- 
werth billigen, ja im Vergleiche zum Preise des Grässe'schen 
„Trösor" anlockend billigen Ausgabe im Yerlage der wohl- 
renommirten Firma Firmin Didot in Paris erscheinen sollte. 
Trotz dieser gefahrdrohenden Concurrenz hat es Euntze dennoch 
gewagt, mit seinem Verlagswerke, bei dem Tausende auf leich- 
tein Spiele standen, zu Ehren der Wissenschaft hervorzu- 
treten — und dies nenne ich ein höchst ehrenvolles Unter- 
nehmen, für dessen merkantilischen Urheber ich die öffentliche 
allseitige Anerkennung, die diesem in dem verdienten Maasse 
meines Wissens noch nirgends zu Theil geworden ist, hier- 
durch in Anspruch nehme. Möge Kuntze aber auch neben 
dieser öffentlichen Anerkennung seinen wohlverdienten klingen- 
den Lohn finden! 

Schulz' Adressbuch des Deutschen Buchhandels. 

Das Ausland ist den Ländern Deutscher Zunge, wie man 
bei allem patriotischen Selbstgefühle recht gern zugeben kann, 
in so manchem Stücke voraus; in anderen Stücken maasst es 
sich das Ausland zwar an voraus zu sein, ist es aber in Wirk- 
lichkeit nicht. Jedoch giebt es Einiges, wo gar keine Streit- 
frage darüber ist, dass Deutsland dem Ausland voraus sei. 
Hierzu gehört unter Anderem mit der» Deutsche Buchhandel, 
der, sowohl was seine Produktivität als auch seine ganze Or- 
ganisation anlangt, auf einer von dem Auslande nicht erreich- 
ten Höhe steht. Es ist hier nicht der Ort, um alle die Vor- 
züge, die der Deutsche Buchhandel vor dem ausländischen hat, 
einielü aufzuzählen; es genügt hier, auf einige litterarische 
Institutionen hinzuweisen, die, lediglich für die Zwecke des 
Buchhandels ins Leben gerufen, wesentlich mit zur Förderung 
desselben gedient haben und noch dienen. Ich erinnere hier 
vor Allem z. B. an die lange ehrwürdige Reihe der sogenann- 
ten Messkataloge, die, ziemlich schon von der Mitte des XVI. 
Jahrhunderts beginnend, 1860 mit dem ' trefflich redigirten 
Avenarius'schen bibliographischen Jahrbuche einstweilen einen 
Abschluss erhalten hat. Was könnte das Ausland dagegen 
aufzeigen! Ich erinnere ferner an das nunmehr bereits über 
31 Jahre alte Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel, mit 
den sorgfältig gearbeiteten Hinrichs'schen wöchentlichen, viertel - 
und halbjährlichen Bibliographien, sowie den bis zur Litteratur 
von Anfang des letzten Jahrhundertes an zurückreichenden 
Kayser*- und Heinsius'schen Bücherlexicis zur Seite. Hiermit 
können sich die „Bibliographie de la France" und „Publishers' 
Circular" mit allen ihren bibliographisch -bibliopoiischen Hilfe- 



108 » Licht- und Schattenbilder ans dem Buchhandel. 

mittein — um von anderen ähnlichen Institutionen des Aus- 
landes ganz abzusehen — als vollkommen ebenbürtige Gegner 
keineswegs messen. Endlich erinnere ich hier auch an 0. A. 
Schulz 1 Adressbuch für den Deutschen Buchhandel, welches, 
zur Zeit, als noch das Weber'sche bibliopolische Jahrbuch 
(1836—41) erschien, ins Leben gerufen, gegenwärtig bereits 
seinen 26. Jahrgang begonnen hat, und bei der Sorgfalt, die 
ihm den immer mehr und mehr gesteigerten Ansprüchen der Neuzeit 
gegenüber vom Herausgeber mitanerkennenswerthemTacte gewid- 
met wird, noch so manches Jahr zu erleben verspricht. Der 
au88erdeutsche Buchhandel kann sich nicht rühmen, ein gleich 
vortreffliches und für den Geschäftsverkehr so unentbehrliches 
Adressbuch sein eigen zu nennen. Das Schulische Adress- 
buch hat, abgesehen von dem unläugbar grossen Nutzen, den 
es für den Geschäftsbetrieb gewährt, das besondere Verdienst, 
die tirossartigkeit und die ausgezeichnete Organisation des 
Deutschen Buchhandels mit übersehen zu lassen. In dem Adress- 
buche für 1865 finden sich unter 6 Abtheilungen : 1) einVerzeich- 
niss sämmtlicher Buch-, Antiquar-, Musikalien-, Kunst- und 
Landkarten-Handlungen etc. in Deutschland und anderen Län- 
dern, welche durch Leipzigs Vermittelung in gegenseitiger Ver- 
bindung stehen, nebst einem angehängten Verzeichnisse der 
Handlungsbesitzer, die mit ihren Geschäftsfirmen nicht über- 
einstimmende Namen führen, sowie der Associe's, Theilhaber, 
Bevollmächtigten, Procuraträger etc., 2) eine vollständige Ueber- 
sicht sämmtlicher Geschäftszweige, denen sich die in der 1. Ab- 
theilung genannten Handlungen entweder ausschliesslich oder 
in Verbindung mit dem Buchhandel widmen; 3) eine vollstän- 
dige Zusammenstellung der Commissionäre und ihrer Coramit- 
tenten, auf den vorzüglichsten Stapelplätzen des Deutschen 
Buchhandels mit Einschluss der Schweiz; 4) eine Uebersicht 
der Begründung aller gegenwärtig bestehenden Deutschen und 
zum Theile ausländischen Buch-, Antiquar-, Musikalien- etc. 
Handlungen, sowie eine vollständige Uebersicht der erloschenen 
und veränderten Handlungsfirmen, nebst anderen allgemeinen 
Geschäftsnotizen und einem Nekrologe 1864; 5) Mittheilungen 
aus der Theorie und Praxis des Buchhandels etc.; 6) eine 
Buchhändler- Geographie. Diese letztgenannte Abtheilung, in 
welcher, ausser den Buchhändler- etc. Firmen, alle Anstalten 
und Institute, Vereine und sonstige charakteristische Notizen, 
die für den Buchhandel von praktischem Interesse sind, auf- 
geführt, auch die an den einzelnen Orten erscheinenden Zei- 
tungen und Lokalblätter mit Angabe ihrer Auflage kurz er- 
wähnt sind, hat nicht nur für den Buchhändler, sondern auch 
für Jeden, der mit dem Buchhandel im Verkehre steht, einen 
besonderen Werth. 



Licht- und Schattenbilder ans dem Buchhandel. 109 

Die Firma Gustav P.oenicke in Leipzig. 
Die Redaktion des Börsenblattes für den Deutschen Buch- 
handel hat meinen im Novemberhefte des Anz. 186i enthal- 
tenen Artikel „Licht- und Schattenbilder aus dem Buchhandel' 4 
für werth gehalten, in ihrem Blatte 1864. Nr. 144 und 147 
ohne mein Zuthun vollständig abdrucken zu lassen. Dieser 
Abdruck ist Veranlassung dazu geworden, dass man mich nicht 
nur öffentlich im Börsenblatte in sehr heftiger Weise ange- 
griffen, sondern mir auch noch sogar privatim die im Säch- 
sischen Strafgesetzbache §§. 235. 239. 338. angedrohten Stra- 
fen bis zu 6 Monaten Gefängniss oder eventuell bis zu einer 
Geldbusse von 300 Thlr. als mögliches Honorar für meinen 
Artikel in Aussicht gestellt hat. Ich halte es für angemessen, 
die Leser des Anz. mit dem Sachverhalte hier bekannt zu 
machen. 

Der genannte Artikel enthält nämlich einen „Die neueren 
Publikationen der Firma Gustav Pönicke in Leipzig" betitelten 
Abschnitt, welcher den Zweck hat, mittels einer Zusammen- 
stellung dieser Publikationen, den vielfachen Reklamen und lob- 
preisenden Anzeigen derselben gegenüber, dem Publikum einige 
charakteristische Data an die Hand zu geben , die zu einer 
Orientirung über den Werth oder Unwerth der Publikationen 
dienen können. Hiergegen erschien im Börsenblatte 1864. 
Nr. 160 von Seiten des Trägers der Firma Pönicke, der durch 
meinen Artikel hinsichtlich seiner Ehre und seines Gewerbe- 
betriebes beeinträchtigt zu sein behauptet, eine Entgegnung; 
welche sich, lächerlich genug, „eine offene Antwort an einen 
heimlichen Gegner" nannte — lächerlich, sage ich, desshalb, 
weil es für Jedermann, der meinen Anzeiger kennt, nicht im 
Entferntesten eine Heimlichkeit sein konnte, dass ich und kein 
Anderer der Verf. des Artikels gewesen war. Diese sogenannte 
„offene Antwort" ist für den Träger der Firma Pönicke so 
charakteristisch, dass ich wohl Lust gehabt hätte, dieselbe 
vollständig im Anz. mit abdrucken zu lassen, wenn ihre ganze 
Fassung und Form dem im Anz. gebräuchlichen Tone nur 
etwas entsprechender gewesen wäre; hatte doch schon die 
Redaktion . des Börsenblattes bei der Veröffentlichung der Ant- 
wort, theils des „Strafgesetzes" wegen, theils um des „guten 
Anstandes" willen, ein paar Censurlücken darin eintreten las- 
sen müssen. Im Schlüsse der Antwort war die Aufforderung 
an den Verf. meines Artikels erlassen, dass er sich nennen, 
und die in der Antwort „als wahrheitswidrig bezeichneten 
Aeusserungen" zurücknehmen solle; thne er dies nicht frei« 
willig, so solle der Weg. der gerichtlichen Klage gegen ihn 
betreten werden. In Folge dieser Aufforderung habe ich im 
Börsenblatte 18G4 Nr. 154 eine „Erklärung" abdrucken lassen, 



110 Licht- und Schattenbilder aug dem Buchhandel* 

in der ich nicht nur (eigentlich ganz überflüssig) mich als den 
Verf. des Artikels genannt, sondern und aber auch bemerkt 
habe, „fcss, wenn ich über die Frage, unter welchen ver- 
schiedenen Firmen die Firma Gustav Pönicke in Leipzig Ge- 
schäfte getrieben, sowie in welchen Verhältnissen dieselbe zu 
den Pohlig'schen , Preussischen und Mecklenburgischen Üben 
gestanden habe und noch stehe, nicht ganz recht unterrichtet 
gewesen sei, dies mir leid thue, dass aber im Uebrigen von 
dem in meinem Artikel Gesagten, so lange mir nicht dessen 
Unrichtigkeit nachgewiesen sei, Nichts zurückgenommen, son- 
dern demselben vielmehr bei passender Gelegenheit noch etwas 
Weiteres (soweit es nicht und namentlich über die jüngst ver- 
öffentlichte und den Eltern als zur Leetüre für ihre Tochter 
geeignet empfohlene Schrift in Betreff der Glogauer Ereignisse*) 
an einem anderen Orte geschehen sei) hinzugefügt werden 
solle. 44 Die in obiger „Antwort" gebrauchten Ausdrücke, wie 
„grobe Unwahrheiten", kann ich 4 natürlich nicht für Nachweise 
von Unrichtigkeiten und Unwahrheiten gelten lassen. Auf diese 
meine „Erklärung" ist im Börsenblatte vom .28. December 1864. 
Nr. 159 eine „Schluss- Erklärung 4 ' gefolgt, worin der Träger 
der Firma Pönicke unter Anderem darauf hinweist, dass er im 
Blatte „ das Resultat der inzwischen gegen mich eingeleiteten 
Griminalklage seinerzeit abdrucken lassen werde." Gut -—ich bin 
der angedrohten Griminalklage gewärtig. Aber, wenn ich aus zwei, 
mir 'privatim zugegangenen Schreiben eines Leipziger Rechts- 
anwaltes vom 31. December 1864 und 9. Januar 1865 — worin 
mir schliesslich mitgetheilt ist, dass von einer strafrechtlichen 
Verfolgung meines Angriffes d. h. meines Artikels abgesehen 
werden solle, dafern ich mich „freiwillig" dazu verstehe, eine 
Ehrenerklärung im Anz. sowohl als im Börsenblatte zu geben — 
den Schluss machen kann, dass damals, also nach der Schluss- 
Erklärung, eine Griminalklage gegen mich noch nicht einge- 
leitet gewesen, so muss ich noch dazu bemerken, dass mir 
auch jetzt noch Nichts von einer gegen mich eingeleiteten 
Criminalklage bekannt geworden ist. Dem Leipziger Rechts- 
anwälte habe ich geantwortet, dass ich bereit sei, Alles, was 
mir in meinem Artikel . als unrichtig nachgewiesen werde, nicht 
nur zurückzunehmen, sondern auch „Berichtigungen" meines 
Artikels im Sinne des Pressgesetzes $. 22, wofür ich aller- 
dings die mit beleidigenden Ausdrücken gefüllte „offene Ant- 
wort 14 unter allen Umständen nicht anerkennen werde, im Anz. 
aufzunehmen. Hierauf ist Nichts weiter erfolgt. — Dies ist 
der Sachverhalt. 



*) S. oben Nr. 163. 



Liiteratar und M*scellen k 111 

Litteratnr und Miscellen. 

Allgemeines. 

pS6/| Serapeum hrsg. von Naumann. XXV. Jahrgang 1864. Nr. 24 
mit 4 Bll. Tit. n. Inhaltsverzeichnis* & XXVI. Jahrgang 1S65. Nr. 1. 
(8. obe» "Jf'r. 165.) 

Eoth. im Hauptblatte: Nr. 24. S. 369 — 83 Die Hand- 
Schriften -Sammlung des Cardinais Nicolaus v. €usa. Von 
Dr. Fr. Xav. Kraus in Trier (Fortsetzung) — Nr. 24. S. 384 
db Nr. I ! ; 8w 12 — 16 Die Leistungen der Jesuiten auf dem Ge- 
biete der dramatischen Kunst. Bibliographisch dargestellt von 
Emil Weiller in Augsburg — Nr. 1. S. 1 — 12 Die Vadianische 
Bibliothek in St. Gallen. Deren Manusoripte und Incunabeln. 
Mitgetheilt von Dr. Anton Ruland , k. Oberbibliothekar zu 
Würzburg (Schluss folgt). Im Intelligenzblatte Nr. 24. S. 186 
— 88 Alte Verzeichnisse der Bibliothek der Domkircbe zu 
Lübeck (Fortsetzung) — Nr. 1. S. 1 — 6 Neueres Verzeichnis« 
der Bücher der Domkirche zu Lübeck 1633 (Fortsetzung folgt). 

[257.] Annales du Bibliophile Beige et Hollandais. I. Ann6e 
(9. oben Nr. 87.) 

In den beiden Nrr. 3 u. 4 vom Jan. u. Febr. findet sich 
unter Anderem eine interessante Untersuchung C. de Brou's 
über die „Historien hcrtoghe godeuaerts van boloen a , einen 
sehr seltenen Druck aus der Zeit von c. 1486, welchen Brunet 
einer Haarlemer Presse zugewiesen hat, den aber der Verf. 
lieber einer Presse der Stadt Gouda zugeschrieben wissen will. 
Mit Druckersignet. (Nr. 4. S. 71—76.) 

[558.] Bulletin du Bouquiniste publ. par Aubry. 9e Anode. 1er 
8eme*tre. (S. oben Nr. 167.) 

Der grössere Theil der beiden letzterschienenen Nrr. 196 — 97 
enthält, wie gewöhnlich, den Lagerkatalog des Heräusg.'s. Im 
Uebrigen füllen meist Anzeigen von neu, namentlich im Verlage 
des Heraufrg.'s. auf den Markt gekommenen Büchern , die den 
Interessen des Anz. mehr oder minder fremd sind, den Räum 
der Nrr. 

Bibliographie. , . 

[259.] Tregor de Livres rares et precienx ou Neuvean Dictionnaire 
bibliograpfciqne contenant plus de cent mille articles de Livree rares, 
eurranx et recberches, d'Ouvrages de luxe, etc. avec les eignes connus 
pour dittinguer les editions ordinales des contrefacons qui ea ont ete 
feitet, de« notes sur la rarete* et le merite des livres citös et les prix 
que ces livjre* ont atteints dans les ventes les plus fameuse«, et qu'ils 
eonserrent encore dans les magasins les plus renomme's de l'Europe, 
par Jeatf George Theodore Graesse, Conseiller aulique, etc. Tom. VI. 



HS Litteratur un£ Miscellen. 

• Xirjr. 2. (31.) [Jer. Dar. feeuss — Marx Bünrpolt.] Dresile, Kuntee. 
gr. 4. S. 97—192. Pr. n. 2 Thlr. (S. Am. J. 1864. Nr. 939.) 

Vgl., oben Licht- u. Schattenbilder aus dem Bachhandel 
• Nr. JJ6£. ■' '; '" •' • '■ -.••<■'. 

[260.] Ausländischer Journal -Katalog von F. ! A.BrockhauB Sor- 
timent -und Antöquarjum in Leipzig. Ausgabe für 1865. (Als Mannscript 
für Buchhandlungen, geduckt.) Druck Von ferockhaus in Leipzig, 
gr. 8. 32ia. 

Dient nur Buchbändlerzwecken und enthält in 2 Abthei- 
. langen eine blose Nomenklatur von Französischen und Eng- 
lischen Journalen, alphabetisch geordnet, jede Abtheilung mit 
einer systematischen Uebersicht. 

[261.] Catalogue annuel de la Libraire Francaise publik par 
C. Beinwald Libraire-Commissionna?re. VII. Ann^e. 1864. Paris, Bein- 
wald. Femer 1865. gr.S. 2B11. 299 8. Pr. u. 2 Thlr. (8. Ana. J. 1864. 
Nr. 270.) 

In der bekannten anerkennenswerthen Weise mit Sorgfalt 
u, Sachkenntniss bearbeitet. 

. j [262.] Bulletin du Libraire et de FAmateur de Livres paraissant 
une fois par mois. X. Annee. Paris, Hachette & Cie. gr. 8. Monatlich 
$ B. (S r , Ana. J. 1864. Ar. 372.) . . i 

Für Zwecke des Buehhkndels, speciell des Herausg.'s. 

• [263.] * The London Catalogue of Periodicals and Ne wspapers, correc- 

ted to January 1 865 : including the Transactions of various Societies, and a 

List of Metropolitan Printing Societies and Clubs. (XXIV. Edition.) 

London, Longman'äj Co. gr, 8. 16 S. halt 2 Bll. Umschlag. Pr. 1 sh. 

. (8. Anz. J. 1864! Nr, 174.) 

Blose Nomenklatur; nur für buchhändlerische Zwecke be- 
stimmt, und., fast gan^ ohne* Werth. 

[264.] Bassische Bibliographie. Nach dem "Knijnj Wjestnik. 
Enth. im Archiv für wissenschaftliche Kunde von Russland hrsg. von 
A. Erman. Bd. XXIII... IJ& 4.. Berlin, Beimer. 8. 8. 572 — 81. 

ümfasst nur die bemerkenswerthesten, in der 1. Hälfte 
des J. 1864 erschienenen Russischen Originalwerke u. Ueber- 
setzungen. Die Titel der JBücher sind nicht in der Original- 
sprache mitgetheilt. 

[265.] Le Bibliologue International-Catholiqiie Petit Courrier lit- 
terairer mensuel nomenclatuxe des. bons livres et courte aper9ns propres 
a ' eclairer le public sur leur me>ite et leur destination. Feuilleton : 
'La parure de bal Par Mademoiselle Nottret. Fevrier. Tournai, Caster- 
man. gr. 8. 181—200 S. Gratis. (8. Anz. J. 1864. Nr. 738.) 

Dient blos den Zwecken des Buchhandels, speciell des 
Herausg.'s. 



Litteratnr und Miscellen. 113 

[266.] Catalogne of School-Books and Educational Works: com- 
prising Classified Lists of Various Works Pablished by Messrs. Long- 
man and "Co. in the nsual branches of Classical and English General 
Educational Literature. Corrected to February 1865. London, Long- 
man & Co. kl. 4. 1 Bl. 92 S. 

Ein schon seit einer langen Reihe ?on Jahren in England 
verbreiteter Katalog. » 

[267.] ®eneralftab8nriffenf$aft bon 3. b. $. Sflitglfcb bcr f. fd)tt>c* v 
btföen Stabemte bcr Äricggtoiffcnf Soften. III. bermeljrte unb berbeflerte 
«nftage. Stuttgart, Sfoe. 8. XXXII, 428 @. $r. n. 2 S^fr. (gnty. im 
Saufe bei exnjehten 9lbf(^nittc fcefonbere bon bcr betreffenben gitteratur fcan* 
befabe ^aragra^^en. 

Es würde dem Buche gewiss nicht geschadet, im Gegen- 
teile nur genützt haben, wenn der Verf. seine Literaturnach- 
weise in etwas genauerer Fassung gegeben hätte. Die I. Aus- 
gabe des Buches ist Deutsch 1854, die IL Französisch 1856 
erschienen. 

[268.] Hedwigia. (Sin iKotigbratt für fri#togamtf($e ©tubten nebft 
fttyettorium für frW>togatm[d)e Literatur, föebigirt bon Dr. 2. föabenl?or(i. 
8b. IV. 2>reSben, ©urbaä). 8. 

Von Nr. 12 im IL Bande (1863) an ist dem Blatte das 
Repertorium hinzugefügt worden, welches „alle neuen Erschei- 
nungen in cryptogamicis, die in Journalen, Vereins-, Local- u. 
Gelegenheitsschriften u. s. w. zerstreut auftauchen, kurz ohne 
jede Kritik, zu referiren, Diagnosen der neuen Gatturigs- und 
Artentypen aber treu wiederzugeben, und dies so schnell als 
nur möglich zur Kenntniss des betreffenden Publikums zu 
bringen" bestimmt ist. Für Bibliographie hat das Repertorium 
nur untergeordneteres Interesse. 

[269.] * Bibliographie italico- norm aride, contenant: 1. Un essai 
historique aar les relations entre l'Italie et la Normandie; 2. Une 
bibliotheque des onvrages relatifs anx relations des deux pays; 3. Une 
bibliotheque des onvrages relatifs a l'Italie, composes par des auteurs 
normands. Par Jules Thieury. Dieppe, Marais; Rouen, Le Brument; 
Paris, Aubry. 8. 80 S. 

Wird als interessant bezeichnet. 

[270.] Verzeichniss sämmtlicher im Jahre 1864 in Deutschland 
und in den angrenzenden Ländern erschienenen Musikalien, auch 
musikalischen Schriften, Abbildungen und plastischen Darstellungen 
mit Anzeige der Verleger und Preise. In systematischer Ordnung. 
Herausgegeben von Adolph Hofmeister. XIII. Jahrgang oder Zweiter 
Reihe V. Jahrgang. Leipzig, Hofmeister. 8. IV, 212 S. Pr. n. 28 Ngr. 
(8. Ans. J. 1864. Nr. 185.) 

Systemat. Repertorium zu des Herausg.'s. musikal.-liter. 
Monatsberichte vom J. 1864. (s. Anz. J, 1864. Nr. 1*^ 



114 Litteratur und Miscell^n. 

[271.] Musikalisch -literarischer Monatsbericht neuer Musikalien, 
musikalischer Schriften und Abbildungen für das Jahr 1865. Als Fort- 
setzung des Handbuchs der musikalischen Literatur. XXXVII. Jahrgang 
oder Sechster Folge VI. Jahrgang, ßedigirt von Adolph Hofmeister. 
8. 12 Nrr. a 1 — 1 J B. Pr. n. 20 Ngr. auf Druck- vC. n. 24 Ngr. auf 
Schreibp. (8. Anz. J. 1864. Nr. 186.) 

Von anerkannter Brauchbarkeit. 

[272.] Chronologisches Verzeichniss der Werke Ludwig van Beet- 
hovens von Alexander W. Tbayer. Berlin, Schneider, gr. 8. VIII, 
208 S. Pr. 1 Thlr. 10 Ngr. 

Der Verf. bedauert, durch verschiedene Umstände behin- 
dert, ein vollständiges historisch -chronologisches Verzeichniss 
von B.'s Werken vielleicht nie geben zu können, wie doch 
eigentlich seine Absicht gewesen sei. Einstweilen wird statt 
dessen das vorl. Verzeichniss genügen, dessen Material sehr 
sorgfältig gesammelt u. gut, zum Theile nicht ganz ohne Be- 
rücksichtigung bibliographischer Bedürfnisse verarbeitet ist. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

[273*] C, A. Schulz, Allgemeines Adressbuch für den Deutschen 
Buchhandel den Antiquar-, Musikalien-, Kunst- u. Landkarten-Handel 
und verwandte Geschäftszweige [: Buchdruckerkunst, Schriftgiesserei, 
Stereotypie, Stahl- und Kupferstecherkunst, Holzschneidekunst, Litho- 
graphie, Papierfabrikation etc. XXVII. Jafcrg.] 1S65. Bearbeitet und 
herausgegeben von Hermann Schulz. Mit dem Bildniss des Stadtältesten 
Friedr. Fleischer. Nach einer Photographie von Breidenbach & Cp. 
in Düsseldorf. Leipzig, Schulz, gr. 8. XV, 299 & 272 S. Mit 1 Taf. 
' Pr. n. 1 Thlr. 10 Ngr., auf Schreibp. n. 1 Tblr. 20 Ngr. (S. Anz. J. 1864. 
Nr. 189.) 

Mit der bekannten Accuratesse zusammengestellt. Vgl. 
oben Licht- u. Schattenbilder aus dem Buchhandel Nr. 255. 

[274.] ©fibbeutföe SBuc&$iüibler=3«tung. ©gentium be$ herein« bcr 
S3u#ljanbfet %u ©tuttgart. $eranth>ortlidjer föebacteur: £fyeobor Siefäfng. 
XXVIII. 3a$rgang. (Stuttgart, @temfoJ>f in (Sotnm. 4. Sßöc^enrtiä) 1 91t. 
k {—1 «B. <ßr, n. 2 £$Ir. 10 &gr. (©. 2ht$. 3. 1864. Wr. 190.) 

Nur für buchhändlerische Interessen. 

[275.] @ratt«*3ouwa! für SetybibUotfcfen, 3ournat* unb Sefeattfel, 
Antiquar* unb $u$$anblungen. 9?ebacteur unb Verleger (S. SBengler in 
Setygig. gr. 4. <grf$eint alle 32 Sage eine 9ir. a 1 SB. mit ^Beilagen. 

Bios für den geschäftlichen Verkehr bestimmt, für welchen 
aber das Blatt bei gehöriger Unterstützung von Seiten der In- 
teressenten recht nützlich werden könnte. 



Literatur und Hineilen. 115 

[27S.] Nro. LXXVH. Antiquarischer Katalog der C. H. BecV- 
schen Buchhandlung in NÖrdlingen. — Manu Scripte, Kupfer- und Holz- 
schnittwerke. Seltenheiten, Curiosa, ältere Musik. 8. 1 Bl. 117 8. 
2336 Nrr. 

In den B.'schen Antiquarkatalogen hat man sieh eine Art 
Fundgrube fftr ältere Litteratur zu sehen gewöhnt, für welche 
die B.'sche Buchhandlung nie versiegbare Bezugsquellen zu 
haben scheint. Auch der vorl. Katalog ist wieder reich an 
älteren Werken, die, wenn sie auch meist nicht zu den Selten- 
heiten oberen Ranges gehören, doch immer für Bücherliebhaber 
und Kenner ihren besonderen Werth behalten. Ich empfehle 
nm desswillen den Katalag besonderer Beaehtung. 

[277.] Verlags Katalog von (grnft $rebt in Seidig. $U Oftern. 

Alphabetisch, gut redigirt. Hauptsächlich Theologisches * 
spec. Biblisches u. nächstdem Schulwissenschaftliches. 

[278.] Bibliotheca juridica. Yerzeichniss über eine Sammlung 
von Werken aus der Jurisprudenz und Staatswirthschaft welche von 
der Buchhandlung von Ernst Carlebach in Heidelberg zu beziehen sind« 
8. 16 S. 401 Nrr. 

Beachtenswerth. 

[279.] Nr. 71. Yerzeichniss über Musikalien für Pianoforte liebst 
Anhang : Werthvolle Musikalien aus verschiedenen Fächern ausgegeben 
von der J. D. Class'schen Buchhandlung (C. F. Schmidt) in Heilbronn 
am Neckar im März. kl. 8. 1 Bl. 66 S. 

Von reichem Gehalte u. übersichtlich zusammengestellt, 
*tar ungenügend verzeichnet. 

[280.] Nro. VI. Antiquarischer Lager-Catalog von Max Cohen ft 
Sohn in Bonn. 8. 1 Bl. 30 S. 701 Nrr. 

Enth. ausschliesslich Naturwissenschaft u. zunächst ver- 
wandte Fächer; fast nur neuere Deutsche Litteratur. 

[281«] Catalogue des publications et ouvrages en nombre de 1* 
Librairie Delachaux & Sandoz a Nenchatel (Suisse) [Ancienne maison 
J - P. Michaud]. kl. 8. 16 S. 

Alphabetisch, durchaus ungenügend redigirt. Zur Erbauung 
u « Erziehung. 

[282.] Catalogue de la Librairie Orientale de Ve Benjamin 
J^prat. I. Partie. Catalogue des livres Arabes, Turcs et Persans en 
foncU et en nombre et des livres et manuscrits en vente a prix mar* 
Wi. Paris. (Brockhaus a Leipzig.) 8. 1 Bl. 32 S. 437 Nrr. (S. oben ' 
Nr. 29.) 



lfff Litteratur tind Misoette». 

Sehr beachtenswerth; aber meist nur neuere Litteratur 
enthaltend. 

[283.] (Jatatcg Wv. 2. SBü^cr^crgct^nig fcott Antiquar S. grc&fvna 
in (Blbcrfctb. 8. 28 ©. 

Enth. Theologie mit Philosophie u. Pädagogik — nur 
Deutsche Litteratur. 

. [284.] Antiquarischer Anzeiger Nr. 10. Verzeickniss einer Aus- 
wahl von Werken aus den Gebieten der Theologie und Philosophie 
nebst Anhang armenischer Schriften sowie einiger werthvoller Perga- 
ment-Manuscripte, welche zu beziehen sind von Isaac St Goar in 
Frankfurt am Main. 8. 1 Bl. 35 S. 

Grösserentheils Deutsche Litteratur. Die Pergament -Mss. 
bestehen aus fünf Livres d'heures mit Miniaturen. 

, [285.] LXVIII. Lagerkatalog von J. M. Heberle (H.Lempertz) in 

Coln. gr. 8. 1 Bl. 155 S. 2726 Nrr. 

Die bei Weitem grösste Anzahl der im yorl. Kataloge 
verzeichneten Werke gehört dem Fache der Natur- u. verwandten 
Wissenschaften an ; insbesondere findet sich die Naturgeschichte 
im Kataloge reich vertreten. Ich darf denselben als einen in 
seinem Fache höchst beachtenswerthen Katalog, der auch recht 
übersichtlich zusammengestellt ist, mit Ueberzeugung empfehlen. 

[286.] No. l.Äotalog be« (mttqitöriföen SSü^ertaaerS ber ©etfer'fä^eu 
©uä> & &nttquartat«&attbUm8 in 2)re$ben. ©$öntmffenfd&afttt<§e ©Triften : 
I. Romane unb Unter&altung$f($riftcn. II. Etyeater. III. Romans Francais. 
8. 34 @. 1709 SKrr. 

Leihbibliothekenlitteratur. 

[287.] Antiquar. Bücherverzeichniss von W. E. Hepple in Bam- 
berg. [Zu Catalog VI.] 8» 97—146 S. (S. oben Nr. 202.) 

Enth. meist Deutsche Litteratur, besonders beachtenswerth 
im Fache der Medicin u. Naturwissenschaft. 

[288.] Äatatog ber ©erber'fä^en SBerfagsljanbhing gu grctfcurg im 
©reisgau. SReuja^r. gr. 8. 95 @. 

. Alphabetisch mit wissenschaftL Uebersicht, sehr gut redigirt. 
Hauptsächlich katholische Theologie ; nächstdem Jugend-, Schul- . 
u. Volksschriften, Geschichte mit Hilfswissenschaften, Kunst- 
litteratur, Staats- u. Rechts-, sowie Naturwissenschaften. 

[289.] Nr. 15. Verzeichni8S einer Auswahl von Werken aus dem 
Bereiche der Baukunst,. Architectur, Kunstliteratur, bildenden Kunst, 
Kupferwerke, Aesthetik", Schriften über Musik, Mühlenwesen, Hydraulik, 
Technologie in umfassendem Sinne, Handelswissenschaft, Land- und 
HauBwirthschaft, National-Oekonomie, Auswanderungsschriften, Forst- 
und Jagd Wissenschaft, Chemie, Physik, Pharm acie und Naturwissen- 



Litteratur and Miscelien. 117 

scbaften im Allgemeinen, welche von Ernst Heyne zu beziehen sind. 
Frühjahr, gr. 8. 1 Titel- u. 19 8. 

Der erschöpfend lange Titel macht jede nähere Bezeich- 
nung des Inhalts überflüssig. 

[290.] Verzeichniss Nr. 15. des antiquarischen Bücher-Lagero von 
P. W. Otto in Erfurt. Botanik. 8. 8 S. 191 Nrr. — Desgl. Nr. 16. 
Landwirtschaft. 8. 6 S. 130 Nrr. - Desgl. Nr. 18. Gartenbau-Lite- 
ratur: Neue Anschaffungen. 8. 8 S. 158 Nrr. 

Fast durchgehend? nur Deutsche Litteratur. 

[291.] Nr. 126 — 28. Antiquarisches Bücherlager von Kirchhoff 
& Wigand in Leipzig. März. 8. 1 Bl. 51 S.; 1 Bl. 34 S.; 1 Bl. 34 8- 
(S. oben Nr. 207.) 

Enth.: Nr. 126. Klassische Philologie 1667 Nrr.; Nr. 127. 
Linguistik 978 Nrr.; Nr. 128. Medicin, Anatomie, Physiologie 
960 Nrr. Achtenswerth nach Inhalt u. Redaktion, wie ihre 
Vorgänger. Die beiden ersten Hefte empfehle ich besonderer 
Beachtung. 

[292.] Nr. 125. K. F. Köhler's in Leipzig Antiquarische Anzeige- 
Hefte. März. — Orientalin 8. 1 Bl. 47 S. 1106 Nrr. 

- Unter den in neuerer Zeit ziemlich zahlreich erschienenen 
Antiquarkatalogen von Werken über Orientalische Sprachen 
verdient der vorl. als einer von Denen bezeichnet zu werden, 
der nicht blos um seines werthvollen Gehaltes im Allgemeinen 
willen sondern auch desshalb der besonderen Aufmerksamkeit 
des Publikums empfohlen werden muss, weil er vieles sehr 
Interessante über weniger bekannte Sprachen enthält. Die 
Redaktion des Kataloges ist wie gewöhnlich gut. 

[293.] Nro. LXXIII. Bibliotheca theologica continens 1 1,450 libros 
de re theologica scriptos. Dreiundsiebenzigstv Katalog des antiqua- 
rischen Bücherlagers von M. Lempertz in Bonn. gr. 8. 1 Bl. 256 & 
145 S. Pr. 5 Ngr. 

Der vorl. Antiquarkatalog darf mit mehr Recht als so 
manches andere unter dem Titel „Bibliotheca" erschienene 
Antiquarverzeichniss auf die Benennung einer Bibliothek wohl 
Anspruch machet; die im vorl. Kataloge verzeichnete Samm- 
lang bildet in der That eine in fast allen Theilen der Theo- 
logie gut, ja in einzelnen Abtheilungen (z. B. bibl. Litteratur, 
Religions- u. Kirchengeschichte, ascet. Litteratur) sehr reich 
besetzte Bibliothek, die neben einer allerdings der Zahl nach 
überwiegenden grossen Masse von gangbaren Büchern, auch 
eine grössere Anzahl seltener und wissenschaftlich wichtigerer 
Werke enthält. Unter den seltneren Werken mache ich auf 
eine unter dem Titel „Bibliotheca antijesuitica" speciell ver- 
zeichnete Sammlung in 40 Bänden aufmerksam. 



118 Litterstar und Miscellen. 

[294«] Ytneielmira ein«* Sammlang werthvoller Bücher aus 
allen Wissenschaften, welche zu beziehen sind von List & Francke in 
Leipsig. (Antiquarisches Yeraeichniss No. 23.) 8. 1 Bl. 29 S. 572 Nrr. 

Nur ausgesuchtere u. in höheren Preisen stehende Lit- 
teratur. 

[295*] No. 217. Monthly List of val nable, rare, and cnrions 
Books, in all Departments of Literatnre , Offered for Cash by Bernard 
Quaritch, London. — Bibliography, Literary History, Typography, 
Encyclopaedias. Febrnary. 8. 20 S. 358 Nrr. 

Den Lesern des Anz. besonders zur Beachtung zu em- 
pfehlen. 

[296.] Nr. VII — IX. Yerzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
Ton Adalbert Rente in Göttingen. 8. 18, 12, 14 S. 

Enth.: Nr. VII. Rechts- u. Staatswissenschaft; Nr. VIII. 
Botanik, Chemie, Physik, Mineralogie ü. Paläontologie; Nr. IX. 
Vermischtes mit einem Anhange von Kupferstichen u. Photo- 
graphien. 

[297.] Catalog Nro. II des antiquarischen Bücher -Lagers von 
Ludwig Bosenthal, Buch- und Antiquariatshandlung in Fellheim 
(Bayern). Protestantische Theologie mit Jesuiten geschieh te I. 8. 1 Bl. 
112 8. 

Meist ältere Litteratur; von Interesse. Der Katalog hätte 
aber übersichtlicher zusammengestellt werden können. 

[298.] 9fr. 1. 3. @u?ctbrc'« Antiquariat in Stuttgart 16. 128 @. 
961 9te. (@. oben 9fa. 129.) 

Enth. Theologie u. Religionswissenschaft in allen ihren 
Verzweigungen, mit Einschluss der geheimen Wissenschaften, 
auf deren Gebiete sich ja, wie bekannt, die Sch.'schen Kataloge 
zu bewegen lieben. • 

[299.] Antiquarisches Bücher- Verzeichniss Nr. 91—92 der Schiet- 
ter'schen Buchhandlung H. Skutsch in Breslau. 8. 1 Bl. 22 S. & 1 Bl. 
26 S. 

Enth.: Nr. 91 Rechts- u. Staatswissenschaft; Nr. 92 Mi- 
liaria u. Kriegsgeschichte, Mathematik, Astronomie. 

[300.] Catalog CCXXIX. des antiquarischen Bücherlagers von 
H. W. Schmidt, Antiquariats-, Sortiments- und Verlagsbuchhändler in 
Halle a. S. Mathematik. 1864. 8. 1 Bl. 38 S. Ueber 1000 Nrr. 

Nicht nur reine sondern auch angewandte Mathematik im 
weitesten Umfange. Nicht sonderlich redigirt. 

[301.] Verzeichniss werthvoller, th eil weise seltener Bücher aus 
dem Gebiete der Theologie, Philosophie und orientalischen Literatur 
welche auf dem antiquarischen Lager von Ferdinand Steinkopf in 
Stuttgart zu finden sind. 8. 1 Bl. 66 S. 



Litteratur und Miscellen. 119 

Der Inhalt ist zum grösseren Theile von Werth, die Re- 
daktion des Katalogs steht aber mit diesem Werthe nicht im 
Einklänge ; die Bücher sind blos, nach Formaten geschieden, in 
alphabetischer Ordnung verzeichnet — eine Verzeichnugsweise, 
welche der Uebersichtlichkeit des Katalogs nicht gerade för- 
derlich ist. 

[302.] * Catalogue de livres anciens et modernes, rares et curieux, 
proTenant de la Librairie de J. Joseph Techener pere, dont la vente 
aura lieu le 20 feVrier. Paris, Techener. 8. 69 S. 450 Nrr. 

Scheint nicht von gerade erheblicher Bedeutung zu sein. 

[808.] Catalogue de la Librairie Tross. No. III. Paris. 8. 115 — 
134 8. 1219—1359 Nrr. (S. oben Nr. 222.) 

Von grösseren Seltenheiten, an denen die Tr.'schen An- 
tiquarkataloge reich sind, verdienen in der vorl. Nr. hervor- 
gehoben zu werden: Nr. 1221. Lhistoire dy roy Alixandre. 
Paris, Lotrian. (c. 1520.) kl. 4. 680 Fr.; Nr. 1223. La dozena 
parte de inuincible cauallero Amadis de Gaula. Seuilla, Dom. 
d'Bobertis. 1549. fol. 800 Fr.; Nr. 1228. Le volume des plus 
excellents bastiments de France par J. A. du Cerceau. Paris. 
1576. fol. 2 Vols. 600 Fr.; Nr. 1234. Le preux cheuallier 
Artus de Bretaigne. Paris, Lotrian. (c. 1520.) kl. 4. 700 Fr.; 
Nr. 1285. Heures latines. Ms. XV. siecle. 1800 Fr.; Nr. 1329. 
Le volume de Enguerran de Monstrellet. Paris, Verard. (XV. 
siecle.) gr. fol. 2 Vols. 500 Fr. 

[304.] No. XXV. Verzeichniss antiquarischer Bücher der Bach- 
handlung von Carl Villaret in Erfurt. 8. 1 Bl. 22 S. 756 Nrr. 

Enth. Deutsche schönwissenschaftl. , die Deutsche Sprache 
betreffende u. Kunst- Litteratur. 

[305.] Catalog XXXII — XXXIV des Antiquarischen Bücherlagera 
von Friedrich Wagner Herzogl. Hof-Buchhandlung und Antiquariat in 
Braunschweig. 8. 1 Bl. 46 S.; 1 Bl. 18 S. ; 1 Bl. 50 S. 

Enth.: Nr. XXXII Naturwissenschaften, Mathematik, Astro- 
nomie u. Meteorologie 1275 Nrr.; Nr. XXXIII Medicin 535 Nrr.; 
Nr. XXXIV. Jurisprudenz, Staatswissenschaften, Politik, Brun- 
svicensia 1407 Nrr. 

[306.] Nachtrag zum Verlags -Katalog der Weidmannschen Buch- 
handlung in Berlin. December 1861 bis Januar 1865. 8. 11 S. (S. Anz. 
J. 1862. Nr. 139.) 

Wie der Hauptkatalog, alphabetisch u. ziemlich gut re- 
digirt. Hauptsächlich Philologie, Geschichte u. Belletristik. 

[307.] No. XIII. A Catalogue of Superior Second-Hand Books, 
com pri sing Antiquities, Biography, Heraldry, History, Languages, Voya- 
ges and Travels, Natural History, Architecture , Books of Engravings, 



120 Litteratur und Miscellen. 

Picture Galleries, etc. on sale by Willis and Sotheran, London. Ja- 
nuary and February. kl. 4. 64 8. 1864 Nrr. 

Eine ausgewählte Sammlung grösstenteils Englischer u. 
Amerikanischer Bücher, alphabetisch verzeichnet aus den Buch- 
staben A bis C. 

Bibliothekenkunde. 

[308,] Bücher-Auction in Jena, in welcher die erste Abtheilung 
der Donbletten der Universitätsbibliothek in Jena, sowie einige klei- 
nere Bibliotheken versteigert werden sollen durch Fr. Frommann. 8. 
1 Bl. 126 8. 3590 Nrr. 

Unter den aus „einigen kleineren Bibliotheken" stammen- 
den Büchern finden sich über 200 Nrr. aus dem Nachlasse 
des Dr. E. Osann in Giessen u. 350 Nrr. aus der Verlassen- 
schaft des Eirchenraths Hey in Gotha. Der ansehnlichere 
Theil der im vorl. Kataloge verzeichneten Bücher gehört in 
die Fächer der Medicin u. Naturwissenschaft, Rechts- u. Staats- 
wissenschaft, Theologie, Philologie, Geschichte, sowie auch 
Belletristik; meist wissenschaftlich werthvolle Werke, beson- 
ders aus älterer Zeit. 

1309*] Katalog der Inkunabeln in der Stadt-Bibliothek zu Köln. 
Herausgegeben von Dr. Leonard Ennen. Archivar und Bibliothekar 
der Stadt Köln. Erste Abtheilung: a) Einzelne Blätter, b) kölnische 
Drucke bis zum Jahre 1500. Im Selbstverlag der Stadt. Druck von 
Greven in Köln. gr. 8. 1 Bl. XXVI, 150 S. Pr. 1 Thlr. 

Unter allen, gleichviel ob um ihrer Kostbarkeit oder Sel- 
tenheit oder auch ihres wissenschaftlichen Werthes willen, be- 
sonders geschätzten Büchern werden die sogenannten Wiegen- 
drucke oder Inkunabeln stets eine der vorzüglicheren Stellen 
einnehmen. Desshalb werden aber auch die Inkunabeln eine 
bevorzugte Verzeichnung zu beanspruchen haben, d. h. ihre 
Verzeichnung wird eine sorgfältigere Behandlung verlangen 
als die anderer Bücher. Als eine so ziemlich mustergiltige 
Verzeichnungsweise von Inkunabeln ist die Hain'sche aner- 
kannt. Man kann sich indessen neben der Hain'schen auch 
noch andere Verzeichnungsweisen denken, die, wenn sie nur 
die den Inkunabeln gebührende Sorgfalt nicht ausser Acht 
lassen, als genügend angesehen werden können. Als eine solche 
Verzeichnungsweise kann ich gern die vom Herausg. des vorl. 
Inkunabelkatalogs befolgte anerkennen, die auch, worin sie sich • 
vor der Hain'schen sehr vorteilhaft auszeichnet, auf die An- 
gabe der Papierzeichen — bekanntlich ein für die Bestimmung 
und Unterscheidung alter Drucke sehr wichtiger Gegenstand — 
Rücksicht genommen hat. Ich finde den vorl. Katalog, was 
die Verzeichnung und Beschreibung der darin aufgeführten In- 



Litteratur und Miscellen. 121 

kunabeln anlangt, mit genügender Sorgfalt und zweckmässig 
gearbeitet, und kann die dabei vom Verf. befolgte Methode 
zur Nachahmung für Andere, welche sich mit ähnlichen Arbeiten 
beschäftigen, mit Ueberzeugung empfehlen. Nur Eins möchte 
ich erinnern, nämlich Das, dass die von Hain allen seinen 
Titelkopien hinzugefügte Angabe, ob die betreff. Inkunabel 
mit Latein, oder Gothischen Lettern gedruckt ist, vom Verf. 
nicht als überflüssig hätte weggelassen werden sollen. Ver- 
dient der Katalog um seiner Bearbeitung willen den Biblio- 
graphen und Bibliothekaren mit Recht empfohlen zu werden, so 
verdient er dies auch noch in anderer Hinsicht, und zwar um 
«eines Inhaltes willen. Köln ist einer der Orte, wo nicht nur 
die Buchdruckerkunst mit am Allerersten ihre Stätte aufge- 
schlagen hat, sondern aus dessen Pressen auch die meisten Wiegen- 
drucke mit ausgegangen sind. Der Verf. hat sehr zweckmässig 
in einer dem Kataloge vorangestellten XXVI S. langen Ein- 
leitung eine kurze Geschichte „der Kölnischen Buchdrucker 
des 16. Jahrhunderts" zusammengestellt, die wesentlich mit 
dazu dient, die im Kataloge aufgeführten Drucke — I. Holz- 
schnittdrucke 3'; IL Fragmente von Donaten und anderen 
Drucken 10; III. Fliegende Blätter: Verordnungen, Einladungen, 
Ablassbriefe u. s. w. 43; IV. Uebrige Druckwerke 409 — 
weiter zu erläutern. Die zweite Abtheilung des Kataloges, 
welche die ausserhalb Köln erschienenen Drucke bis 1500 ent- 
halten wird, soll hoffentlich mit Ende des Jahres ausgegeben 
werden. Dann wjrd noch eine dritte Abtheilung mit den Re- 
formationsschriften folgen, und damit das ganze Werk, welches 
ich für eine wahrhafte Bereicherung der bibliograph. Litteratur 
mit Ueberzeugung erkläre, abgeschlossen sein. 

[810.] Anzeiger für Kunde der Deutschen Vorzeit. Organ des 
Germanischen Museums. Neue Folge. Jahrg. XII. Verantwortliche 
Redaction : Dr. G. K. Frommann. Dr. A. v. Eye. Verlag der liter.- 
artist. Anstalt des german. Museums in Nürnberg. 4. Monatlich 1 Nr. 
ä c. 2 B. mit Taf. Pr. n. 2 Thlr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 312.) 

Enth. in der Beilage die Chronik des Museums, worin 
eine fortlaufende Uebersicht der den Museumsammlungen zu 
Theil werdenden Geschenke veröffentlicht wird. Die Liste der 
für die Bibliothek seither eingegangenen Geschenke hat zu 
Ende des J. 1864 mit Nr. 17,404 abgeschlossen. 

[311.] 2>te äönigt. öffentliti&e »tfcüot&ef in (Stuttgart. ©. ©übbeutföe 
8uä)$änM«-3eitung. 3a$rg. XXVIII. «Kr. 8. @. 30—31. 

Ein kurzer Bericht über das Lokal und den Bestand der 
Bibliothek, bei Gelegenheit ihrer 100jährigen Stiftungsfeier; 
aus dem Schwab. Merkur abgedruckt. 






122 Litteratur und Miscellen. 

[312.] * Tabula* codieum mann scriptorura praeter graecos et 
orienfales in Bibliotheca Palästina Vindobonensi asservatorum , edidit 
Academta Caesarea Vindobonensis , Vol. I. Wien, Gerolde Sohn. 1864. 
gr. 8. III, 442 S. Pr. 2 fhlr. 20 Ngr. 

Die Bibliotheksdirektion hat es, mit Hilfe der 4 Eaiserl. 
Akademie der Wissenschaften, unternommen, einen vollstän- 
digen Katalog aller in der Kaiserl. Hofbibliothek befindlichen 
Handschriften — mit alleiniger Ausnahme der Griechischen 
und Orientalischen — in möglich kürzester Fassung heraus- 
zugeben. Das Vorwort des vorl. 1. Bandes, in welchem sich 
2000 Handschriften verzeichnet finden, schreibt über den Plan 
des Kataloges: „Is catalogus, cuius nunc primum volumen 
emittitur, praeter graecos orientalesque libros, quorum indices 
probati aut extant iam, aut propediem edentur, Codices recen- 
sebXt omnes, non illos per genera litterarum distinctos sed eo 
ordine quo olim in bibliothecam recepti sunt nee uberioribus 
enarrationibus instruetos sed ea brevitate descriptos, quae usui 
suffectura videbatur." In Ermangelung von ausführlicheren 
Handschriftenkatalogen d£s gesammten Bestandes der Hofbiblio- 
thek, deren Anfertigung weit mehr Zeit erfordern würde als 
die Herstellung eines, wie vorstehend bezeichnet, kurz gefassten 
Inventars, wird das letztere, falls es nur mit der erforderlichen 
Sorgfalt bearbeitet ist, der gelehrten Welt gewiss willkommen 
sein — überhaupt freilich vorausgesetzt, dass das Inventar 
nicht blos Br uckstück bleibt, sondern auch wirklich vollständig 
beendigt werden wird. 

[313.] Antiquarischer Bücher-Katalog von K. Czermak. Nr. I. — 
Bibliotheca medica. Verzeichniss von Doubletten der Bibliothek der 
k. k. Gesellschaft der Aerzte zu Wien aus dem Gebiete der Medizin, 
Chirurgie, Geburtshülfe, Anatomie und Physiologie, Chemie und Phar- 
macie, der Balneologie und Balneographie vorräthig bei Karl Czermak* 
Buchhandlung und Antiquariat in Wien. 8. 1 Bl. 33 S. 961 Nrr. 

Meist neuere Litteratur. 

[314.] * Histoire de la Bibliotheque de PAbbaye de Saint-Victor 
a Paris, d'apres des documents inedits; par Alfred Franklin, de la 
Bibliotheque Mazarine. Paris, Aubry. 8. VIII, 163 S. Nur 300Exeiupl., 
wovon 253 auf Vel. Pap. ä 5 Fr., 28 auf geglätt., 10 auf cham., 6 auf 
chin. Pap., 3 auf Perg. 

Den vom Verf. bereits früher veröffentlichten und von 
Seiten der Kritik im Allgemeinen sehr günstig aufgenommenen 
Monographien über die Pariser Notre-Dame- u. Mazarin'sche 
Bibliotheken, sowie über die der Pariser medicin. Facultät ist 
in der vorl. Schrift eine neue Monographie über die Bibliothek 
der alten u. berühmten Abtei St. Victor gefolgt, die von Dr. 
A. Chereau im Bull, du Bouquiniste Nr. 197. S. 115 — 18 als 



_ Litteratur und Miscellen. 123 

„une oeuvre remarquable ä plus d'un point de vue" empfohlen 
wird. 

[315.] * Bibliotheqne de l'Archevech<5 de Beims. Ire Partie. 
Theologie. Beims, Dubois. 8. 787 8. Pr. 6 Fr. 
Soll bibliographisch gut gearbeitet sein» 

[316.] * Notice bot nn manuscrit du Grand Coutamier de France 
eonflerve* ä la Bibliotheqne du Yatican ; par Eugene de Boziere. Paris, 
Durand. 1865. 8. 12 S. 

Extrait de la Revue historique de Droit Francis et oranger, 
nag. de mars-juin 1864. 

[817.] Katalog ber «arganifäjcn Äanton«bibUotyef. [herausgegeben 
«Ott $einria) Äarj, b. 3. £antonS*©tbttot&cfar.] (grper 2$eU: %ty\)aUtu 
Wer Äotalog. «b. HL: B-Z. Waran, gebr. bei ,#(bred)t. 1864. gr. 8. 
VIII, 644 @. (©. 3Uij. 3. 1861. 9lx. 234.) 

. Ueber die Gestaltung, u. Einrichtung des vorliegenden 
mit der früheren Umsicht u. Sorgfalt redigirten Katalogtheiles 
gilt. Das, was ich in Betreff des ersten Theiles gesagt habe. 
Der vorl. Band verdient die nämliche Anerkennung, welche 
seinen beiden Vorgängern zu Theil geworden ist. Eigentlich 
hätte mit diesem 3. Bande der alphabetische Katalog abge- 
schlossen sein sollen; es hat sich indessen seit dem Drucke 
des 1. Bandes die Kantonsbibliothek in so reichem Maasse 
vermehrt, dass sich die Notwendigkeit, einen Nachtrag zu den 
drei Bänden hinzuzufügen, herausgestellt hat. Dieser Nach- 
trag wird nebst der wissenschaftlichen Uebersicht den 4. Band 
des Eataloges bilden. Unter den der Kantonsbibliothek in 
neuerer Zeit zu Theil gewordenen.Vermehrungen ist die Schen- 
kung, welche die Bibliothek dem Kammerer Keller in Schnei- 
singen im Namen der sämmtlichen Erben des sei. Domdekans 
Alois Vock zu verdanken hat, besonders hervorzuheben. Ob- 
wohl der Verstorbene über seine werthvolle und reichhaltige 
Büchersammlang nicht testamentarisch verfügt sondern nur 
mündlich die Absicht geäussert hatte, seine Bibliothek der 
öffentlichen Sammlung seines Heimatbskantons , dem er stets 
mit treuer Liebe zugethan gewesen, dereinst zu überlassen, so 
haben sich doch, auch ohne testamentarische Aufforderung, 
die Erben aus Pietät veranlasst gefunden, die Absicht des 
Erblassers znr Ausführung zu bringen. Im Hinblicke auf das 
Verdienst, welches sich der Verstorbene um seinen Heimaths- 
kanton und insbesondere auch um die Kantonsbibliothek durch 
die nachträgliche Ueberlassung seiner Bibliothek erworben f hat 
sich der Herausg. des Kataloges mit Recht dazu veranlasst 
gefunden, dem Vorworte einen kurzen Abriss der Lebens- 
geschichte des sei. Vock hinzuzufügen. 



124 Litteratur und Miscellen. 

Privatbibliotheken. 

[318.] Catalogue de Livres Mathematiques, Physiques et Astro- 
nomiques provenaut des Bibliotheque* de J. Steiner de Berlin, A. 
Cauchy de Paris, J. H. F. Müller de Wiesbade dont la vente publique 
se fera a Berlin le 1 Mai. Berlin, Friedländer & Sohn. S. 1 Bl. 78 S. 
2236 Nrr. 

Ein im Fache der Litteratur der reinen sowohl als an- 
gewandten Mathematik gleich ausgezeichneter Büchervorrath, 
übersichtlich verzeichnet. 

[319.] $erjetä)niß einer ©ammfang tneift neuer 23üc$er an« atfeu 
2ttiffenfä)aft8öebieteit, uamentftä) ber (Stb- unb ^eifebefc^reibung unb Statur* 
toiffenfä)aft, and bem Wadjfaffe eine« namhaften ©efe&rten, n>e(d)e am 
27. iÄärj in Berlin gur öffentlichen SBerßeigeruna, gepeilt »erben fotten. 
(Biufjefanbt Don Subttig föaufr in Berlin. 8. 16 <&. 584 <Rrr. 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur; nächstdem einige Franz. 
u. Engl, belletristische Werke. 

[320.] * Catalogue des livres rares et precieux composant la 
Bibliotheque de feu J. Auvillain, avocat a la cour imperiale de Paris, 
dont la vento aura lieu le 20 fe'vrier. Paris, Miard. 8. 200 S. 
1866 Nrr. 

Von Bedeutung u. Werth. 

[321*] Verzeichnis» der hinterlassenen Bibliotheken des Jacob 
Blendermann sowie des Notar Dr. Elard Meyer in Bremen, welche 
nebst mehreren anderen Büchersammlungeu am 27. März durch W. 
Setzer in Bremen öffentlich versteigert werden sollen, gr. 8. 1 Bl. 
50 S. 1686 Nrr. 

Enth. hauptsächlich Belletristik, Theologie, Philologie, 
Rechts- u. Staatswissenschaft 

[322.] * Catalogue des livres anciens, rares ou curieux et de 
divers genres, composant la Bibliotheque de A. K. D., dont la vente 
aura lieu le 22 femer. Paris, Delion. 8. 88 S. 716 Nrr. 

Nicht ohne erhebliche Bedeutung. 

[323.] * Catalogue d'une petite Collectioa de livres rares et pre- 
cieux imprimes et manuscrits, provenant de la Bibliotheque de l'Avo- 
cat G*** f de Florence, dont la vente aura lieu le 15 fevrier. Paris, 
Potior. 8. 80 S. 681 Nrr. 

Soli ohne Werth sein. 

[324.] * Notice d'ouvrages de medecine et de Chirurgie prove- 
nant de la Bibliotheque de feu £. O., medecin des höpitaux, dont la 
vente aura lieu le 23 feVricr. Paris, Coccoz. 8. 23 S. 163 Nrr. 

Nur Französische Litteratur. 



Litteratur und Miscellen. 125 

[825.] Catalogue de la Bibliotheqne de feu A. Jung Professeur 
a la Faculte* de Theologie et au Seminaire Protestant, Bibliothecaire 
de la Ville de Strasbourg, etc. La vente aura Heu le 20 mars. Stras- 
bourg, Piton. 8. 1 BI. 116 S. 2697 Nrr. 

Die Hälfte der Sammlung besteht aus theologischer Litte- 
ratnr; nächst dieser sind Alsatica u. geschichtliche Litteratur, 
sowie auch Philologie am Zahlreichsten in der Sammlung ver- 
treten. 

[326.] * Catalogoe de livres provenant de la Bibliotheqne de 

I» , doot la vente aura lieu le 6 mars. Paris, Aubry. 8. V, 170 S. 

1109 Nrr. 

Scheint nicht von Bedeutung zu sein. 

[327.] * Catalogue d'un choix de livres curieux, pour la plupart 
sur la litterature, l'bistoire, etc., provenant du Cabinet de G*** de 
L***, dont la vente aura lieu le 13 mars. Paris, Franck. 8. 78 S. 
829 Nr. 

Scheint nicht von besonderer Bedeutung zu sein. 

[328.] SJerge1<$mfi bcr toon bem Sfobitor 3. 2). §. mtytmaxm itad)* 
(jetaffcncit $iblu>t$eff ent&altenb über 8000 SBanbe tncift älterer Sßerfc au9 
allen SBtffeuf haften, roetä>e Anfang 2flat öffentlich meipbtetenb ^erfteigert 
»erben, ©ingefanbt bur$ SB. §atynel, $uä)^nbler in (Smben. gr. 8. 
2 »H. 274 ©. Ueber 8100 ftrr. 

Es ist bemerkt, dass das Verzeichniss genau nach Ma~ 
nuscript gedruckt sei. Diese Bemerkung soll wahrscheinlich 
den Herausg. gegen den Vorwurf, dass das Verzeichniss nicht 
in einer seinem werthvollen Gehalte angemessenen u. zweck- 
mässigen Weise redigirt sei, in Schutz nehmen. Die hier ver- 
zeichnete Sammlung enthält, ausser einer ziemlich grossen 
Suite neuerer, besonders Norddeutschen d betreffender Jurist, 
u. histor. Mss., einen ansehnlichen Schatz von Werken haupt- 
sächlich aus den Fächern der Geschichte, Rechts- u. Staats- 
wissenschaften, der es wohl verdient hätte, übersichtlicher u. 
besser, als dies im vorl. Kataloge geschehen ist, verzeichnet 
zu werden. 

[329.] Catalog mehrerer zum Theil hinterlassen en Sammlungen 
von Kupferstichen, Radirungen, Handzeichnungen Kupferwerken etc. - 
unter Andern des Christian Rauch, Professor und Hof- Bildhauer zu 
Berlin, welche den 3. April zu Leipzig im R. Weigel'Bchen Kunst- 
Auctions-Lokal öffentlich versteigert werden. 8. VIII, 96 S. 1663 Nrr. 

Von Nr. 1469 an enthält der Katalog die aus Rauch's 
Kachlasse stammenden Kupferwerke u. Bücher. 

[330.] Catalogue d'une Collection de Lettres autographes, paten- 



126 Litteratur und Hiscellen. 

tes, etc. ayant appartenu a Mr. J. de Beichel. St. Pltersbonrg, Schmitz- 
dorff. 8. 1 Bl. 68 8. 841 Nrr. 

Die im vorl. Kataloge verzeichnete, sehr interessante u. 
an berühmten Namen sehr reichhaltige Sammlung steht zu 
verkaufen; nähere Mittheilungen darüber sind von Reichel im 
Technologischen Institut zu St. Petersburg zu erhalten. Auto- 
graphenliebhaber, welche über grössere Geldmittel zu ver- 
fügen haben, sind auf diese Sammlung als auf eine sehr treff- 
liche Acquisition ganz besonders aufmerksam zu ^machen. 

[331.] Die Tschertkowsche Bibliothek in Moskau. (Schlüge folgt.) 
Erith. im Arcbiy für wissenschaftliche Kunde von Russland hrsg. von 
A. Erman. Bd. XXIII. Hft. 4. Berlin. Reimer. 8. S. 663—703. 

Auszüge aus dem unter dem Titel „Wseobschtschaja 
Bibliotheka Rossii etc." d. i. allgemeine Bibliothek von 
Russland oder Katalog von Büchern zur Kenntniss unseres 
Vaterlandes in allen Beziehungen und Einzelheiten, gesam- 
melt von A. D. Tschertkow (II. verbesserte u. fast um das 
Doppelte vermehrte Auflage), erschienenen, vom verstört). Be- 
sitzer selbst bearbeiteten u. von P. J. Bartenew als Beilage 
zum „Bussischen Archiv" herausgegebenen Bibliothekskataloge 
(gedr. in Moskau 1863 u. 1864). Der verstorb. Besitzer hat 
sieh durch seine Arbeiten im Fache der Slawisch -Russischen 
Geschichte u. Archäologie einen rühmlichen Namen erworben 
und weder Mühe noch Kosten gescheut, sich in seiner Biblio- 
thek einen zu diesen Arbeiten erforderlichen, sehr reichhal- 
tigen litterarischen Apparat anzuschaffen. Die Bibliothek ent- 
hält viele der ältesten Drucke, sowohl in Kirchenslawischer u. 
Russischer Sprache, als auch von in anderen Sprachen er- 
schienenen, auf die Slawische Welt bezüglichen Werken, 
worunter sich manche Unica und viele bibliographische Selten- 
heiten befinden. 

[882-] Bibliotbecae Tydemannianae Pars secunda. Catalögue de 
la Bibliotheque de feu H. W. Tydeman, Professeur es sciences politi- 
ques, en droit, ete; a PUniversite' de Leide. II. Partie. Dont la vente 
anra Heu le 13 Mars sous la direction de Martinas Nijhoff et E. J. 
Bril, Libraires a la Haye et a Leide, gr. 8. IV, 122 S. 2867 Nrr. (S. 
An«. J. 1864. Nr. 1010.) 

Die vorl. zweite, gleich der ersten, mit Sorgfalt u. Sach- 
kenntniss zusammengestellte Bibliotheksabtheilung enthält : 
Sciences politiques — Jurisprudence — Histoire et Sciences 
auxiliaires & THistorie — Beiles -Lettres — Beaux-Arts. Von 
besonders hervorzuhebender Bedeutung ist die in den Nieder- 
landen erschienene u. auf dieselben bezügliche Litteratur. 

[338.] Catalögue d'nne trÖB-belle collection de Livres anciens 
et modernes de Theologie, Philosophie, Sciences diyerses, Beaux-Arts, 



Littmtut unfl Mi&cellen. 1?7 

Onrrages a figures, ^11 es- Lettre», Histoire, etc., provenant de feu J. 
Wolter», ä Gand, et d'autres Bibliophiles, dont la Teilte publique aura 
lieu le 27 mar s sou» la directipn de F. Efeussner. gr. 8.71 8. 1245 Nrr. 

Meist Litteratur aus Französischen n. Niederländischen 
Pressen. 

[334.] Catalogue XXX. de 8. Calvary & Cie. — Catalogue d'une 
Collection pre'cieuse de Livres sur PHistoire Naturelle, contenant entre 
aatres la ßibliotheque de C. Z***, Conseiller des mines a G***. III. 
Partie: Botanique. En vente cbez S. Calvary & Cie. a Berlin. 8. 1 Bl. 
41 8. 1528 Nrr. 

Wenn es auch bei der grossen Anzahl antiquarischer u. 
ähnlicher Kataloge alle Tage schwerer wird, sich einen rich- 
tigen Ueberblick darüber zu verschaffen, so ist es doch leicht, 
auf den ersten Blick hin schon zu erkennen, dass dem vorl. 
Kataloge in seinem Fache eine hervorragende Stelle gebührt. 
Ich mache die Leser hierauf besonders aufmerksam, bemerke 
aber, dass die im Kataloge verzeichneten Werke meist neuerer 
Datums sind. Die übrigen Abtheilungen des Kataloges 1 — 2 
u. 4 — 5 erscheinen nächstens. 

Abdrücke aus Bibl.-Hand Schriften. 

[335.] Initialen beö Mittelalter^. (Sine ©ammlung bon SWuftern 
betriebener ©tytarten aus ben ©ibu'otfcefen gu gulba, ©omt, ^aberborn, 
Älcjta SUtenBerg, 2)tiffelborf, aus sßribatfammfungen ju (£ötn unb anberen 
botjfigltd&en Duetten, ©efammett bon 23. #oefitna, unb $rof. Dr. Werfet. 
1. $eft. 2>fiffetbcrf uub 2K. ©tabbac$, ©va«rmann. 4. $ (it^icgr. %a\. in 
Sou*, @olb* unb gatbenbrucf. $r. n. 15 Sftgr, 

Dieses auf 6 Lieferungen berechnete Werk ist für „Werk- 
statt und Salon bestimmt". Es hätte aber füglich und mit 
leichter Mühe noch eine weitere Bestimmung auch „für Wissen- 
schaft" erhalten können, wenn von Seiten der Herausg. nicht 
versäumt worden wäre, anzugeben, welchem Jahrhunderte die 
betreffenden Initialen angehören. Was übrigens die Anzeige 
auf dem Titel, dass die Muster aus den u. den Bibliotheken 
entnommen seien, bedeuten solle, ist bei dem Mangel einer An- 
gabe auf den Tafeln selbst, welche Bibliothek gerade für die 
Darstellung der betreffenden Initialen benutzt worden ist, nicht 
recht einzusehen. Die Tafeln sind von gefälliger Ausführung. 

[336.] * Joannis Kepleri Astron omi Opera omoia. Edidit Dr. Ch. 
Frisch. Yol. V. Francofurti ad M., Heyder & Zimmer. 1864. Lex. 8. 
IV, 648 8. mit eingedruckt. Holzschn. u. 3 Steintaf. Pr. n. 4 Tblr. 
(8. Anz. J. 1863. Nr. 648.) 

Eine als sehr wichtig allgemein anerkannte Publikation. 

[337.] * De tribus impoutoribus (MDIIC). Teste latino collaaiorjato 
roll* etemplare del Duca De la Valliere ora esisteute uella Biblioteca 



128 Litteratur und Miscellen. 

imperiale di Parigi con l'agginnta delle varianti di parecchi mano- 
scritti e di una notizia filologica e bibliografica di Filomnesto il Gio- 
vane. Milano, Daelli. 1864. 18. VIII, 78 S. Pr. 2 It. L. 
Bildet den XL VII. Band der „Biblioteca rara". 

[338.] * Journal de la R^gence (1715 — 1723); par Jean Buvat, 
^crivain de la Bibliotheque du Roi, publik pour la premiere fois et 
d'apres les manuscrits originaux, pröc^de* d'une introduction et ac- 
compagne de notes et d'un index alphabetiqne , par Emilie Campardon, 
Archiviste aux Archives de FEmpire. 2 Vols. Paris, Plön. 8. 1095 S. 

Von wirklich historischem Interesse. 

[339.] Rerum Britannicarum medii aevi Scriptores. — • Recueil 
des Croniques et anchiennes Istories de la Grant Bretaigne, a present 
nomme Engleterre, par Jehan de Waurin, Seigneur Du Forestel. Edi- 
ted by William Hardy, P. S. A., Clerk of the records of H. M. Duchy 
of Lancaster. From Albina to a. d. 688. London, Longman & Co. 
1864. Lex. 8. CCXXXV, 640 S. Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. 

Nach Abschriften ans der Kaiserl. Bibliothek in Paris u. 
des Brit. Museums in London. 

Bibliothekar. 

[340.] Zur Erinnerung an Fünfundzwanzig Jahre von. Dr. Julius 
Petzholdt, Konigl. Sachs. Hofrath, Bibliothekar etc. — Am Schlüsse: 
Aus Petzholdt's Neuem Anzeiger für Bibliographie und Bibliothek- 
wissenschaft 1865» in dreissig numerirten Exemplaren besonders abge- 
druckt. Dresden, Druck von Blochmann & Sohn. gr. 8. 12 S. Mit 
photogr. Bildniss- Titel Vignette. (S. oben Nr. 81.) 

Nicht im Handel und nur zur Vertheilung an Gönner u. 
Freunde bestimmt. 



[341.] Aus Berlin 

findet sich in der Beilage zu Nr. 35 der Neuen Preussischen 
Zeitung, bei Gelegenheit der Anzeige der vom Major z. D. I\ 
v. Rappard neu bearbeiteten und herausgegebenen topographisch- 
statistischen Karte des Regierungsbezirkes Potsdam, eine Ueber- 
sicht der übrigen vom Verf. in den J. 1859 bis 1865 publi- 
cirten Kartenwerke abgedruckt. Die Zahl dieser Kartenwerke 
beläuft sich auf zwölf, die sämmtlich den Preussischen Staat 
betreffen. 

[342.] Aus Dresden. 

Die Redactionen des Börsenblattes .für den deutschen Buch- 
handel 1864. Nr. 159. S. 2916 und der.Oesterreichischen Buch- 
händler-Correspondenz 1865. Nr, £. S. 28—29 sind so freund- 



Litteratur «od Miecellen. 129 

lieh gewesen, meine im Anz. J. 1864. 8. 394 veröffentlichte 
„Bitte und Aufforderung", die Eineendung von Cliche's neuerer 
Buchhändler- und Drucker-Signete behufs einer Zusammenstellung 
im Anz. betreffend, in ihre Blätter aufzunehmen, und dadurch 
zum weiteren Bekanntwerden und zur Empfehlung meines Vor- 
habens in den bezüglichen Kreisen beizutragen. Ich nehme 
davon Anlass, auch hier nochmals meine „Bitte und Aufforderung" 
den Herren Buchhändlern und Druckern zur gefälligen Berück- 
sichtigung ins Gedächtniss zurückzurufen. 

J. Petzholdt. 

[343.] Aus Florenz. 

Die bereits seit ein paar Jahren decretirte und vielbe- 
sprochene, aber seither immer verschobene Vereinigung der 
Biblioteca Palatina im Pitti- Palast mit der Magliabecchiana in 
den üffizien (s. Anz. J. 1862. Nr. 267) scheint jetzt zur Aus- 
führung kommen zu sollen. Jetzt, bei der Uebersiedelung des 
Turiner Hofes nach Florenz, braucht der König die Räume 
der Palastbibliotbek für seinen Hof halt, wesshalb von Seiten 
des Präfekten Cantelli und des Architekten Mazzei die ge- 
nannte Vereinigung mit dem Oberbibliothekar der Maglia- 
becchiana Canestrini nunmehr in ernstliche Berathung genom- 
men worden ist. (Augsb. allg. Zeitg. Nr. 44 S. 703.) 

[344.] Aus Kadow bei Dobbertin. 

Von C. M. Wiechmann's „Meklenburgs altniedersächsische 
Literatur** (s. Anz. J. 1864. Nr. 556) ist der II. die Drucke 
von 1550 bis 1600 enthaltende Theil unter der Presse und 
wird im Laufe des Sommers erscheinen. Dann soll zunächst 
wahrscheinlich der IV. Theil mit den Lübecker Drucken bis 
1500 folgen. 

[345.] Aus London 
ist von Longman, Green; Longraan, Roberts & Green's als 
nächstens erscheinend angekündigt: „A Catalogue of Contribu- 
tions to English Literature by the Civil Bervants of the Crown 
and Bast India Company, from 1794 to 1863; with ocasional 
Biographical Notes. By Leopold Charles Martin, of H. M. 
ßtationery Office." 

[346.] Aus London. 

In einer am 15. Februar veranstalteten ausserordentlichen 
ßitzung der „Royal Society of Literature" hat Hofrath Prof. 
Dr. Tischendorf aus Leipzig einen grösseren Vortrag über den 
Codex Sinaiticus, dessen Entdeckung und Herausgabe betreffend, 
in Französischer Sprache gehalten. Dieser Vortrag boII, durch 
Zusätze erweitert, vom Comite der Gesellschaft dem Drucke 

9 



130 Litteratur und Miscellen. 

übergeben und als besondere Denkschrift den sämmtlichen Ge- 
sellschaftsmitgliedern zugefertigt werden. 

(Augsb. allgem. Zeitg. Nr. 62. 8. 1003—4«) 

[347.] Ans Mediasch. 
Zu den oben Nr. 158 über die Bibliothek des evangelischen 
Gymnasiums gegebenen Mittheilungen kann noch hinzugefügt 
werden, dass in den als Programm für das Schuljahr 1851/52 
veröffentlichten „Geschichtlichen Nachrichten über das Media- 
scher Gymnasium" die Schulgesetze vom J. 1762, welche, mit 
Ausnahme einiger durch die späteren Zeitverhältnisse nothwendig 
gemachten Umänderungen, im Wesentlichen bis auf die neuere 
Zeit in Kraft und Wirksamkeit geblieben sind, wörtlich sich 
abgedruckt finden. Davon enthält der IX. Abschnitt (S. 74—75) 
die „Leges Bibliothecarii" in neun Absätzen, von denen der 5. 
unter Anderem von dem Benehmen des Bibliothekares gegen 
die Besucher der Bibliothek handelt. Dieser Absatz lautet: 
„Bibliothecam curiositatis causa visitantes, humanissime excipiat, 
talemque in omnibus se praebeat, ut intelügant, sibi, cum Bib- 
liothecario non nomine tantum, sed et re tali, colloquium esse". 
Eine zum Theile etwas seltsame Vorschrift! 

[348.] Aus Paris 
ist in der „Bibliographie de la France, Chronique *Nr. 6. S. 
21 — 22" ein vom Minister des öffentlichen Unterrichtes V. 
Duruy erlassenes „Circulaire aux recteurs sur les livres propres 
ä etre donnes en prix ou ä etre places dans les bibliotheques 
scolaires" abgedruckt, worin sich unter Anderem mitgetheilt 
findet, dass von Seiten der für die Angelegenheit der Biblio- 
theken eingesetzten Commission bereits 2000 Werke geprüft 
worden sind, und es in Folge dieser Prüfung der Verwaltung 
möglich gewesen ist, 76000 Bände an die verschiedenen In- 
stitute zu vertheilen. 

[349.] Aus Paris. 
Die grossartige Büchersammlung des Fürsten von Nagato, 
welche an Zahlungsstatt für einen Theil der Japanesischen 
Entschädigungsgelder angenommen worden ist, soll zwischen 
Frankreich und England vertheilt werden. Der französische 
Antheil wird in die grosse Kaiserliche Bibliothek kommen. 

(Augsb. allg. Zeitg. Nr. 63. S. 1021.) 

[350.] Aus Prag 
ist von F. A. Credner als nächstens erscheinend angezeigt 
„Bibliotheca transsilvanica. Verzeichniss der über Siebenbürgen 
erschienenen Bücher, Landkarten etc. II. vermehrte Auflage. 
& Pr. 6 Ngr." (s. oben Nr. 20.) 



Litteratur und Miscellen. 131 

[351.] Aus Prag 
wird als 3. Bändchen der Literarischen Handbibliothek (s. oben 
Nr. 183) nächstens erscheinen : „Die literarischen Erscheinungen 
der letzten 20 Jahre 1845 — 64 auf dem Gebiete der Kriegs- 
wissenschaft. Alphabetisch und systematisch geordnet und mit 
einem Anhang der wichtigsten militärischen Karten des letzten 
Jahrzehnts versehen. Unter Mitwirkung mehrerer k. k. Offiziere 
zusammengestellt von Eduard Baldamus. 8. C. 18 — 24 B. Pr. 
1 Thlr. 15 Ngr." 

[352.] Aus Stuttgart. 

Aus Anlass des 100jährigen Jubiläums der Königl. Staats- 
bibliothek (s. oben Nr. 247) hat der König an den Ober- 
bibliothekar folgendes Handschreiben gerichtet: „Stuttgart, 11. 
Febr. Mein lieber Oberbibliothekar, Oberstudienrath v. Stalin ! 
Der heutige Erinnerungstag an die vor 100 Jahren durch 
Meinen in Gott ruhenden Ahnherrn, Herzog Karl von Würt- 
temberg, erfolgte Stiftung der öffentlichen Bibliothek gibt mir 
eine willkommene Veranlassung j Mein wohlwollendes Interesse 
für dieses Institut auszusprechen. Indem ich für die fragliche 
Anstalt ein neues ihrer grossen Bedeutung würdiges Gebäude 
bestimmt habe, hoffe ich, dass sie in diesen Räumen ihre Auf- 
gabe, das ernste wissenschaftliche Streben, durch das sich 
Württemberg stets ausgezeichnet hat, zu fördern, in immer 
ausgedehnterer Weise erfüllen werde. Dabei gereicht es Mir 
zu besonderm Vergnügen, Ihnen Meine vollkommene Aner- 
kennung der ausgezeichneten Verdienste, welche Sie sich nun 
schon seit 40 Jahren um die Anstalt, die unter Ihrer umsich- 
tigen Leitung steht, erworben haben, hier auszudrücken, und 
Ihnen sowie Ihren Mitarbeitern an der öffentlichen Bibliothek 
Meinen Dank für Ihre Leistungen und Mein gnädiges Wohl- 
wollen zu erkennen zu geben. Hiernächst verbleibe Ich, Mein 
lieber Oberbibliothekar, Oberstudienrath v. Stalin , Ihr gnädiger 
König, (gez.) Karl.'' (AugBb. allg. Zeitg. Nr. 46. S. 730.) 

[353.] Aus Wien 
ist aus der k. k. Hof- u. Staatsdruckerei (in Comm. bei Ge- 
rold^ Sohn) erschienen: Über die Quelle der altfranzösischen 
Dolopathos von Adolf Mussafia, a. ö. Professor der Romani- 
schen Philologie an der Wiener Universität. (1865. gr. 8. 
1 Bl. 22 S. Aus dem November -Hefte des Jahrganges 1864 
der Sitzungsberichte der phil.-hist. Ciasse der kais. Akademie 
der Wissenschaften [XL VIII. Bd.] besonders abgedruckt.)" 
Der Verf. ist so glücklich gewesen, in einer aus dem XV. 
Jhdt. stammenden Papierhandschrift der K. K. Hofb\\A\o\äcK&^ 



132 Literatur und Mwcelien. 

deren nähere Beschreibung S. 12 f. mitgetheilt ist, die bis- 
her unbekannte Quelle des altfranzösischen „Roman de Dolo- 
pathos," welchen Herbert, ein Trouvöre des XIII. Jhdts, aus 
dem Lateinischen übersetzt zu haben angiebt, und den man 
früher der grossen Gruppe der occidentalischen Versionen der 
„Sieben weisen Meister" mit der Lateinischen „Historia septera 
sapientum" an der Spitze mit zugerechnet hatte, endlich auf- 
zufinden. Der Roman Dolopathos hat mit dem der Sieben 
weisen Meister Nichts weiter als das nackte Gerippe der Er- 
zählung gemein, sonst ist zwischen beiden Romanen Alles 
durchaus verschieden. Herbert selbst hatte als den Verf. der 
Lateinischen Urschrift, aus der er übersetzt, Jehans de Haute 
Selve (d. i. Johannes ab Alta Silva) angegeben. Diese Ur- 
schrift fuhrt in dem Wiener Codex den Titel: „Historia pul- 
cherrima ac delectabilis Lucinii qui fnit discipulus Virgilii magni 
philosophi, u tili s pro humilitate, patientia, obedientia, casti- 
tate et silentio servandis." 

[354.] Aus Wien. 

In der Sitzung der philosophisch -historischen Olasse der 
Kais. Akademie der Wissenschaften vom 15. Februar hat der 
Professor A. Mussafia einen Aufsatz „II Oodicc Eugeniano ed 
il Codice della R. Biblioteca di Stoccarda della Divina Com- 
media" vorgelegt. Diese für die Dantefreunde interessante 
Studie beschäftigt sich mit der näheren Beschreibung und 
Würdigung der Hs. der Wiener k. k. Hofbibliothek (Codex 
Eugenianus) und des Cod. der Kon. Bibliothek in Stuttgart, 
welche in inniger Wechselbeziehung zu einander stehen, sowie 
mit der annähernden Bestimmung des Verhältnisses dieser Mss. 
zu anderen Handschriften. 

[355.] Aus Zittau 
ist in Aussicht gestellt, dass der Stadtrath und die Stadtver- 
ordneten zum Drucke des alphabetischen Kataloges des Stadt- 
bibliothek, in Form des Kataloges der Aargauischen Kantons- 
bibliothek, ihre Genehmigung ertheilen werden. Der Hand- 
schriftenkatalog soll nach dem Muster des bekannten Irmischer'- 
schen Kataloges gedruckt werden. Auch hat der Stadtbibliothekar 
Dr. Tobias den Vorschlag gemacht, dass man später das Ver- 
zeichniss der über die Lausitz und speciell Zittau handelnden 
Schriften durch den Druck veröffentlichen lassen möge. Bei der 
grossen Reichhaltigkeit der Stadtbibliothek an solchen Schriften 
dürfte die Ausführung des Tobias'achen Vorschlages gewiss auf 
den Beifall der gelehrten Welt rechnen können. 



NEUEK ANZEIGER 



für 



Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Kai. 



Inhalt: 



1865. 



Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen Systemen der 

Litterargeschichte. (Schluss.) — Zur Litteratur über Friedrich v. d. 

Trenck. (8chluss.) — Ex Catalogo Bibliotbecae Danteae Dresdensis. III. 

— Litteratur -und Miscellen. 

[356.] Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 
Systemen der Litterargeschichte. 

(Schluss.) 
8. J. Peteholdt 1865. 

Die Litterar- oder, wie man auch sagt, Litteratur-Geschichte 
(Historia litteraria) hat es mit Dreierlei zu thun: zuerst mit 
den Wissenschaften (Litterae), zuzweits mit den Trägern der 
Wissenschaften, den Gelehrten (Litterati), und zudritts mit den 
Produkte* der Gelehrten, der Litteratur (Litteratura). Was 
zunächst die Wissenschaften betrifft, so können dieselben ent- 
weder im Allgemeinen d. h. in ihrer Gesammtheit zu allen 
Zeiten oder in einzelnen Zeitperioden oder wenigstens Mehr- 
zahl bei allen oder mehren Kationen, oder im Besonderen theils 
in Rücksicht auf einzelne Nationen, theils auf einzelne Fächer 
der Betrachtung unterliegen. Was sodann die Gelehrten an- 
langt, so lässt sich die Betrachtung dieser einmal ebenfalls 
auf ihre Gesammtheit oder auch nur auf gewisse mehr oder 
weniger grosse gleichartige Complexe, das andere Mal aber 
blos auf einzelne Personen richten. In Bezug auf die Betrach- 
tung der Litteratur endlich sind vier Gesichtspunkte ins Auge 
zu lassen, erstens nämlich die Herstellung der die Litteratur 
bildenden Werke, zweitens ihr Vertrieb, drittens ihre Ver- 
zeichnung und viertens ihre Sammlung. Auf Grundlage dieser 
Auseinandersetzung lässt sich folgendes bibliographische System 
der Litterargeschichte entwerfen und weiter ausbauen. 

I. Allgemeiner Theil. 

I. Geschichte und Litteratur. 
II. Propädeutik, Methodologie und Encyklopädie. 
HI. Vermischte Schriften. 

1. Zeitschriften und Schriften von mehren Ver- 
fassern. 

2. Schriften von einzelnen Verfassern. 

10 



134 Vergleichende Zusammenstellung von bibliographischen 

II. Besonderer TheiL 

I. Geschichte der Wissenschaften. 

1. Allgemeine Geschichte, 

a. mit Rücksicht auf die Gesammtheit der Wis- 
senschaften zu allen Zeiten oder in einzelnen 
Zeitperioden, 

b. mit Rücksicht auf die Mehrzahl der Wissen- 
schaften bei allen oder mehren Nationen. 

2. Besondere Geschichte, 

a. mit Rücksicht auf einzelne Nationen, 

b. mit Rücksicht auf einzelne Fächer. 
IL Geschichte der Gelehrten. 

1. Allgemeine Geschichte, 

a. mit Rücksicht auf die Gesammtheit der Ge- 
lehrten, 

b. mit Rücksicht auf gewisse mehr oder weniger 
grosse gleichartige Complexe von Gelehrten: 
1.) in geschlossenen gelehrten Gesellschaften, 
2.) in freien durch zufällige Umstände, wie 

durch Gleichheit der Zeit, des Geschlechts, 
der Nation oder des Wissenschaftsfaches, 
bedingten Vereinigungen. 

2. Besondere Geschichte d. h. einzelner Gelehrten. 
III. Geschichte der Litteratur d. h. litterarischen Werke 

— Handschriften und Bücher: 

1. in Rücksicht ihrer Herstellung, 

a. Handschriftenkunde, 

b. Buchdruckerkunst. 

2. in Rücksicht ihres Vertriebes, 

a. Handschriftenhandel, 

b. Buchhandel.. 

3. in Rücksicht ihrer Verzeichnung d. i. Bibliographie. 
I.) Einleitender Theil. — Schriften über Biblio- 
graphie überhaupt, mit Anhang über biblio- 
graphische Systeme: 

1.) Bibliographie überhaupt, 
2.) Bibliographische Systeme. 
IL) Allgemeiner Theil — Bibliographien von Schrif- 
ten in allen oder mehren Sprachen, sowie aus 
allen oder mehren Wissenschaften. 
1.) Schriften *von verschiedenen Herausgebern 
(allgemeine Litteratur), mit Anhängen der 
maskirten Litteratur, der sogenannten 
Rara, Xylographen und Inkunabeln und 
der verbotenen Bücher: 



Systemen der Litterargeschichte. 136 

a.) Allgemeine Litteratur. 

b.) Maskirte Litteratur (Anonyma, Pseu- 

donyma, Imaginaria). 
c.) Rara-, Xylographen- und Inkunabel- 

Litteratnr. 
d.) Verbotene Litteratur. 
2.) Schriften von einzelnen Herausgebern und 
Herausgeberklassen, mit Einschluss der 
über 'einzelne Personen erschienenen 
Schriften (personale Litteratur) und Por- 
traits (Ikonographische Litteratur): 
a.) Personale Litteratur. 
b.) Ikonographische Litteratur. 
III.) BesondererTheil. —Bibliographien von Schriften 
in Sprachen einzelner Länder (nationale) und 
aus einzelnen Wissenschaften (wissenschaft- 
liche): 
1.) Nationale Bibliographien 

a.) von Schriften in Sprachen Europäischer 
Länder: 

(1.) Deutschland mit der Schweiz, 
(2.) Frankreich, 
(3.) Griechenland, 
(4.) Grossbritannien mit Irland, 
(5.) Italien, 

(6.) Niederlande — Belgien und Hol- 
land, 
(7.) Pyrenäische Halbinsel — Portu- 
gal und Spanien, 
(8.) Scandinavien — Dänemark und 

Schweden mit Norwegen, 
(9.) Slavische Länder — Bussland mit 
Polen und Finnland, 
b.) von Schriften in Sprachen Ausser- 
europäischer Länder: 
(1.) Amerika, 
(2.) Orient. 
2.) Wissenschaftliche Bibliographien: 

a.) Litterargeschichte mit Vermischtem: 
(1.) Litterargeschichte, 
(2.) Vermischtes, 
b.) Philosophie und Theologie: 

(3.) Philosophie und Freimaurerei, 
(4.) Theologie, 
c.) Mathematik und Naturwissenschaft mit 
Medicin: 

10* 



13$ Vergl. Zusajpm^patyo^lub^og^.^»*ewi>^ Litterargesch. 

(6.) Mathematik, 

(a.) Mathematik in Verbindung mit 

Naturwissenschaft, 
(b.) Mathematik allein. 
(6.) Naturwissenschaft, 

(a.) Naturwissenschaft in Verbin- 
dung mit Medicin, 
(b.) Naturwissenschaft allein. 
(7.) Medicin. 
d.) Pädagogik und Volkslitteratur: 
(8.) Pädagogik, 
(9.) Volkslitteratur. 
e.) Staate-, Rechts- und Kriegswissen- 
schaften: 
(10.) Staatawissenschaft (Politik), 

(a.) Staatswisaenschaft in Verbin- 
dung mit Rechtswissenschaft, 
(b.) Staatswissenschaft allein. 
(1 1.) Rechtswissenschaft (Jurispru- 

denz), 
(12.) Kriegswissenschaft (Militärwis- 
senschaft), 
f.) Sprachwissenschaft und Litteratur: 
(13.) Sprachwissenschaft (Philologie), 
(a.) Philologie im Allgemeinen, 
mit Einschluss der altklas- 
sischen Litteratur, 
. (b.) Sprachwissenschaft insbe- 
sondere. 
(14.) Litteratur (Belletristik), 
g.) Technologie und Schöne Künste: 
(16.) Technologie, 
(16.) Schöne Künste, 
h.) Historische Wissenschaften mit Karten: 
(17.) Historische Wissenschaften, 
(18.) Karten. 
4. in Rücksicht ihrer Sammlung d. i. Bibliothek- 
wissenschaft. 
I.) Bibliothekenlehre: 

1.) Lehre von der Einrichtung der Bibliotheken, 
2.) Lehre von tfer Verwaltung der Bibliotheken. 
II.) Bibliothekenkunde: 

1.) Oeffentliche und Corporationsbibliotheken, 
2.) Privatbibliotheken. 



Zwf Litteratur über Friedrich v. d. Trenck. 137 

[357.] Zur Litteratur Aber Friedrich v. d. Trenck. 

(Schluss.) 

6. Bild. 

Est ce Mops le favorit, qui merite le rottis? Verdienet 
Mops der Sehmaüchler wol, das Waldmann für ihn jagen soll? 



Der Mops und der Jagdhund. 



Der müde Jagdhund ruht, matt hungrig auf dem Mist: 
wenn Mops auf Purpur schläft, und Hasen braten frisst. Mops 
wird im Glücke grau: er ist dazu geboren: ein Hund der 
brauchbar ist, wird desto mehr geschoren, was unser Fleiss 
verdient y verzehrt der Schmaüchler Zahn. -Mops trägt ein 
Ordensband, den Jagdhund kuppelt man. OWelt wie mancher 
bat in dir sein Becht verloren! (Vgl. 1707. s. 124—25.) 

6. Bild. 
Celerius nautam ad portum ducunt procellae. 



Das Schiff auf der See. 



Pour un pilote couragenx ni vent ni mer sont dangereux. 
Quand l'Ouragan le veut detruire, il reste maitre du navire, 
et Je conduite dans son chemin. Soyons pilotes en courage! 
bravons le sort et ses oragesl manquons jamais de cour et 
main; un juste, resolu, et sage, parvient souvant tout im- 
pturvuj par des orages a son but, et juira des fruits du sort, 
plus essentiellement au port: que un afttre, qui sans resistance, 
parvient au pprt sans experience. Ein Schiffer der viel Sturm 
besiegt, lebt in dem Hafen nur vergnügt. Ein Kluger der viel 
Schmerz ertrug , geniesst sein Glück gedoppelt klug und weiss 
wie süss die Ruhe schmeckt, wenn ihn kein Sturm im Welt 
Meer schreckt. (Vgl. 1767. S. 128 u. 1789. S. 141—42.) 

7. Bild. 

Waa. nutzet* dem Heerd Lock und Netze der in der Hüt- 
ten schläft und träumt: So viel als dem des Glückes Schätze, 
der zum Genuas die zeit versäumt. 



Der Vogelheerd. 



138 Zar Litteratur über Friedrich y. d. Trenck. 

8. Bild, 
has timeto debilis bestias! 



Medaillonbild von Trenck. 



L'accident de la naissance, fait des tigres ponr Thorreur: 
aux chats le meme coeur dans un corps plein d'impuissanse. 
le vouloir ne manque pas, mais n'etant que faibles chats, ils 
badinent lorsqu'ils grattent, vous echappez a leur pattes, mais 
le ciel connoit les cris et les larmes des sourris. 

9. Bild, 
non sibi mundo vivit bombix. 



Der Seidenwurm. 



Der Seidenwnrm wird nicht beweint, sein Tod nützt noch 
der Welt: er webt für uns den Faden, nnd sich ein rühmlich 
Grab, doch stirbt ein Menschen Kind, so nützt der Welt sein 
Tod, weil er nicht mehr kan schaden. 

10. Bild. 
Nulluni sine remedio malum. 



Ein brennendes Hans. 



Mein Hauss brennt leider ach! nnn mnss ich mich er- 
henken. Mensch lern im Glücke klug, nnd gross im Unglück 
denken, im Walde wächst noch Holz: dir bleibt noch Axt nnd 
Stein, wenn gleich das ^Schicksal tobt, mußt du nie zaghaft 
seyn. Der Schmerz ist wol erlaubt, doch kein zu reichlich 
klagen, kein Übel ist so schwer das Fleiss nnd Witz nicht 
tragen, nnd was der Christ nicht weiss, kan ihm der Weise 
sagen. 

11. Bild. 
Le rossignol chante. voici la raison ponrqnoi qu'il est pris 
pour chantfer en prison. Vo^ons le moineau qui fait tant de 
domage, jouir de la vie, sans craindreja cage. voila un portrait, 
qui montre reffet, du bonheur des fripons, du desastre des 
sages. 



Die Nachtigall im Käfig. 



(Vgl. 1789. S. 133—34.) 



Zur Litteratnr Aber Friedrich v. d. Trenck. 139 

12. Bild. 
Veh mihi asino tiranni. 



Der gestürzte Esel. 



Wer niemals müde war, kan müde Esel schlagen. Wer 
nie gedarbet hat, kan Betlern Brod versagen. Wer Welt und 
Glück nicht kennt, der lebt für sich allein: und glaubt, wer 
leiden muss, der müss auch strafbar seyn. Gott! wie man- 
cher Mensch muss solche Esel tragen! 

13. Bild, 
timenti nocet apis. 



Ein Mädchen flieht vor einer Biene. 



Wer die Hummel von sich schaücht den wird sie am ersten 
stechen ; Wenn man seinem Feinde weicht darf man sich nicht 
an ihm rächen. 

14. Bild, 
nihil terret prudentem. 



Ein Mann unter einem Baume. 



Mag das Wetter immer stürmen! dieser Baum kan mich 
beschirmen , hier erwart' ich bessre Zeit. Wenn die Schick- 
sals Wetter schrecken, so soll mich mein Herz bedecken scheint 
die Hülfe noch so weit, wenn die Sonne wieder scheynt, o wie 
8fl88 riecht dann die Erde. Wann das Auge nicht mehr weint, 
was ist Kummer, was Beschwerde: nur ein Traum der uns 
rergnügt, wenn der Kämpfer endlich siegt. 

(Vgl. 1767. S. 181 u. 1789. S. 162.) 

(Die Trencklitteratur soll vielleicht in nächster Zeit schon einen 
Nachtrag erhalten, da ich nicht blos gegenwärtig bereits im Besitze 
einiger neuen Materialien dazu bin, sondern auch die Hofiqpng habe, 
bald in den Besitz auch noch anderer zn kommen. Jedermann, der 
etwa« zur Trencklitteratur beizutragen im Stande ist, sei freundlichst 
gebeten, dies möglichst bald zu thun.) 



140 Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dreedentis. 

[358.] Ex Catalogo BiMiotheeae Danteae Dresdensis. 

III. Conspectus librorum, qui ad Dantem ejusque opera spec- 
tant, in Germania typis expressorum. 

I.) Generalia. 

Collectanea et Bibliographica. 

S)ante*9tnmm. £eft 1. ÜWtttljeiluttgen au& ber ©toina (Sommebia 
tum <£. 4>ape. &tm, grommann. 1863. 8°. 

115 pp. 

* # 

* 

Catalogns Bibliothecae Danteae edidit Julius Petzholdt. Dresdae, 

sumtu editoris typis express. Teubner. 1844. — Continuatio. 

Ibid., eodem sumtu.. 1849. — Continuatio altera. (Ibid., 

sumptus fec. Kuntze. 1851.) 8°. 

Continetur ejusdem scriptionibus: Catalogi Bibliothecae 

secundi generis Principalis Dresdensis Specimen VI. p. 1 — 16, 

VII. p. 1—14, VIII, p. IV— VIII. 

Catalogus Bibliothecae Danteae edidit Julias Petzholdt. Nova 

Editio. Dresdae, sumtus fec. Burdach. 1855. 8°. 

VI, 56 pp. Et sub tit. : „Catalogi Bibliothecae secundi 

generis Principalis Dresdensis Specimen nonum. 

II.) Specialia. 
1. Scripta de Dantis Vita et Operibus. 
Pantheon Italiens, enthaltend Biographien der ausgezeichnetsten 
Italiener nebst deren Bildnissen. Historisch - kritisch bear- 
beitet von Joseph Wismayr. Bd. I. Abth. 1. [Dante Ali- 
ghieri. ] München. (Im Verlage von Mayr in Salzburg.) 
1815. 4°. 

VIII, 56 pp. 
Uefcr ©ante öon Äart SBittc. SReu Gearbeitet. ©reStau, $elj. 
1831. 8°. 

28 pp. Accedunt duae involucro libelli inscriptae deli- 
neationes. 

©ante SUigljiert (nad> feinem Seben unb litterarifdjen Sßtrfen gefdjilbert) 
öon 2. @. Slanc. 3lu$ bem XXIII. Sanbe ber encrjtlopäbtc Don 
grfcfj unb ©ruber. (Setyjig, StocfljauS. 1832.) 4°. 

47 pp. 
Vita di J^nte Alighieri dettata da Melchior Missirini. Edi- 
zione quarta con aggiunte edite ed inedite deli' Autore. 
Milano e Vienna, Tendier e Schaefer. 1844. 8». 

XVI, 670 pp. Accedunt effigies Dantis et 1 f. index li- 
brorum a Missirini juris publici factorum. 
De Dante Alighieri Scriptore Ghibellino. Dissertatio quam ad 
summos in philosopMa honores ab amplissimo Philosophorum 
Ordine in Academia Fridericia Guilelmia fthenana legitime 
capessendos scripsit et una cum adjeetis thesibus contro- 



Ex Cattalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 141 

▼ersis die IX mens. Mai a. MDCCCXLVI publice defendet 
Ludovicus Roderieus Arndt. Opponentibus : R. Caspary, 0. 
Nitzsch, T. Schulz. Bonnae, litt. Krüger. 1846. 8°. 
4 ff. 79 pp. 
günfgefmte gortfefeung ber SKadjridjt toon ber SRcalf^ute in SRetjfe. 
Somit gur geneigten IfjeUnaljme an ber im 3Iugujt abgidjattenbeu 
öffentltdjen Prüfung unb (gnttaffung«feietli^feit alle greimbe be$ 
©djutmefenS ergebend etngelaben toerben. Sßetfle, gebr. bei Stofen* 
frang & Sör. 1847. 8°. entölt: 33ergleid&enbe Semerfunjen 
über ©ante, SKilton nnb ßlopjtocf, öon SC^eobor $aur. 

32 pp. 
Dante. Literar- historische Studien von Johannes Nordmann. 
I. [Et sub tit. : Dante's Zeitalter. Literar-historisehe Studien.] 
Dresden, Euntze. 1852. 8°. 

XV, 190 pp. 

©ante'« geben unb Sßerfe. Sulturgefdjtcljtltd) bargeflcttt mm grang 
1. SQBegele. 3ena, SRaufe. 1852. 8°. 

VIII, 463 pp. 

2)ante. ©tubien öon g. ©jr. ©djtojfer. Setygig nnb $eibelberg, 
SBtnter. 1855. 8°. 

IX, 313 pp. 

Dante äligfyieri, fein Seben unb feine SBerfe. S5on §arttmg fffoto. 
.Stuttgart, 33effer. 1858. H. 8°. 
VIII, 200 pp. 

3)<mte Sittgijteri. (Sin am 22. 2Rärg b. 3. im 2Biffenfd)aftlicfjett 
herein gu Stettin gehaltener SSortrag öon ^ermann ©rieben. 
Stettin, t>. b. SRaljmer. 1858. gr. 16°. 
1 f. 78 pp. 

Dante unh feine ©teöung gur $irdje, ©djule unb ©taat feiner 3*it. 
gefirebe gur geier beS ®eburt$tage$ ©einer ÜRajejtät be« ÄönigS 
Soljann öon ©adfjfen am 11. Secember 1858 im 3etcf}neniofate 
ber äfaneu*9leatfdf}ule gu Bresben gehalten öon £. Robert 2ie|<fe. 
Bresben, Stbler unb SDtefee. 1858. 8°. 

15 pp. 

Saute unb bie italtenifdjen gragen. ©n Vortrag toon Äart Sßitte 
gehalten im 9Rärg 1861. £aHe, Pfeffer. 1861. ft. 8«. 

47 pp. 

©ante Sßig^ieri. Son griebrid) SRotter. I. «. u. b. 2tt.: ©ecfj« 
Vorträge über ©ante. IL 21. u. b. £it. : ©ante. Sin SRomangcn- 
Ärang. Stuttgart, ©djtoeigerbart. 1861. gr. 8°. ^. 

XVI, 224 & 104, VIII pp. 

Bede über Dante's Charakter zur Feier des Geburtstages Sr. 
Majestät des Königs Johann von Sachsen, am 12. Decbr. 
1860, gehalten von Hultgren. Enth. in der Einladung- 
schrift zur Feier des Sommerschulfestes im Nicofarigymnasium 
zu Leipzig am 1. Juli 1861. Leipzig, Druck von Acker- 
mann u. Glaser. 8°. 
pp. 3—18. 



142 Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdenais. 

Uebcr bic Duetten gur gebenSgefdjtdfjte Stante'S. SBon 23>eobor ^Jaur. 
(®eparat*i(bbru<f an* bem 39. fflanbe be« feuert £außfcifd)ett 2Ra* 
gajinS.) ©örftfc, £e$n. 1862. gr. 8°. 
2 ff. 57 pp. 

* * * 
Viro perillustri Ludovico . Pernice Philosophiae et Juris utrius- 
que Doctori rell. rell. octavura Laureae Doctoralis lustrum 
feustis auspiciis conditnm gratulatur Carolns Witte. Inest: 
De Bartolo a Saxoferrato, Dantis Alligherii studioso, Com-' 
mentatiuncula. Halis Saxonum, typ. Heynemann). IV. ante 
Id. Febr. MDCCCLXI. 8°. 
XII pp. 

©ante atigfjteri. 35ramatifdjeS ©ebidjt in brei Abteilungen toon 
Slbert Sinbner. 3ena, Wlantt. 1855. gr. 16°. 
118 pp. 

2. Dantis Opera. 

1.) Opus majus: Divina Commedia. 

La Divina Commedia di Dante Alighieri delP Inferno Poe- 
metto morale, e filosofico; colle annotazioni distinte ch'espli- 
cano ckiaramente il testo. Da Nicolo Ciangulo. Lipsia, 
apresso Heinsio heredi. 1755. 8°. 

1 f. 256 pp. 

La Divina Commedia di Dante Alighieri. Cantica I — III. Penig, 
Dienemann e Comp. 1804. 4°. 

2 ff. XVIII, 238 pp.; 2 ff. 237 pp.; 2 ff. 236 pp. 

La Divina Commedia di Dante Alighieri esattamente copiata 
dalla edizione Romana del P. Lombardi. S'aggiungono le 
varie lezioni, le dichiarazioni necessarie, e la Vita deir 
Autore nuövamente compendiata da C. L. Fernow. Tom. 
I — III. [Etsubtit.: Raccolta di autori classici italiani Poeti. 
Tom. I— III.] Jena, Frommann. 1807. maj. 12°. 

XLH, 324 pp.; 3 ff. XVI, 348 pp.; XXII, 356 pp. 

II Parnasso Italiano owero: J quattro Poeti celeberrimi Italiani. 
Edizione giusta gli ottimi testi antichi, con note istoriche 
e critiche. Compiuta in un Volume. Lipsia, Fleischer. 1826. 
4°. Continet praeter alia: La Divina Commedia di Dante 
Alighieri* coL Comento di Adolfo Wagner. 

XXIII pp. 236 col. teztuB et 24 ff. commentarii. 

La Divina Commedia di Dante Alighieri giusta la lezione del 
Codice Bartoliniano Con un Discorso preliminare intorno alP 
Autore aggiuntevi le varianti lezioni del testo approvato 
dagli Accademici della Crusca. Lipsia, Tauchnitz. 1853. 
min. 8°. 

XXXVI, 529 pp. 



Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 143 

La Divina Commedia di Dante Allighieri ricorretta sopra quattro 
dei piü autorevoli testi a penna da Carlo Witte. Berlino, 
Decker. 1862. 4°. 

LXXXVII, 725 pp. Accedit effigies Dantis photographice 
adumbrata. — De hac «ditione praeparanda autor scriptinn- 
culam ,,Saggio d'una nuova Edizione della Divina Com media 
da farsi snlla fede di tre dei piii autorevoli testi a penna 
(Halle. 1856. 4«. 1 f.)'< proposuit. 

La Divina Commedia di Dante Allighieri Edizione minore fatta 
sul testo deir Edizione critica di Carlo Witte. Berlino, 
Decker. 1862. 8°. 

2 ff. 539 pp. 

* * 

* 

Stonte Ältgljteri uon bcr £ötte, Don beut gegfeuer, bou beut $ata* 

btcfc. äu$ bem Staliänifdjen tiberfefct unb mit Sfamerfuugen be* 

gleitet t)on 8. $adjenfä>an$. Seipjig, auf üojten bc$ UeberfefcerS. 

1767—69. 8«. 

XIV, 268; XVI, 254; XVI, 246 pp. excl. 3 ff. errat. Ac- 
cedit Dantis effigies. 

Die göttliche Komödie des Dante. Herausgegeben von Carl 
Ludwig Kannegiesser. Th. L: Die Hölle. Th. IL: Das Fege- 
feuer. Leipzig und Altenburg, Brockhaus. 1814. 8°. 
252 & 254 pp. 

Die gtttttdje üomöbte be« ©ante. Ueberfefet unb- erflftrt uon Sari 
Subnrig iJaunegteßer. ©ritte, fcr)r ueräuberte aufläge. 2$. I— III. 
SKit einem Sftelfiipfer unb ben flauen ber $ötte, be$ gegefeuer« 
unb be« ^arabtefe«. Setyjig, SrodHjauS. 1832. 8°. 

LXXII, 287 pp.; 1 f. 290 pp.; 1 f. 292 pp. excl. 1 f. errat. 
Cum 4 tabb. 

Die göttlidje ßomöbie be$ 3)cmte «ligljieri. «u$ bem atatteuifdjeu 
überfefct unb erflftrt uon Sari 2ubnug Kannegießer. Sterte, fe^r 
oeriütbertc aufläge. £lj. I— III. 2Kit 3)ante'$ Sittmiß, ben 
flauen ber #ötte, be$ gegefeuerö unb be$ *ßarabtefe$ unb einer 
Äartc fcon Ober* unb 9Wittcl>3taltcn. [Et sub tit. : «uSgetoäljtte 
»iMiot$e! ber Stofftier be« «uStanbe«. SKit btograp^^itera* 

•rifdjen ©ulritungeu. ©b. XXIII— XXV.] Seinjig, SBroctyau«. 
1843. gr. 12°. 

LXXII, 269 pp.; 1 f. 271 pp.; 1 f. 272 pp. Cum 5 tabb. 

3)ie göttliche «omöbie be* SDante «tigljteri tiberfefct unb erläutert 
ton Äarl ©treifuß. II). I— III. £afle, #emmerbe u. ©djtoetfdjfe. 
Ig24 26. 8°. 

3 ff. 364 pp.; 1 f. VI, 345 pp.j 1 f. XII, 341 pp. 

Die götilidje Äontöbte be« ©ante Slttglnm, überfefct unb erläutert 
uon Äarl ©tretffuß. \3tt>ette berbefferte 3lu8gabe in Einem Sanbc 
£aOe, ©djtoctfdpe u. ©obn: 2Bien, ©erolb. 1834. 4°. 
1 f. 596 eol. 



144 Litteratur und Miscellen. 

Dante Sffig^m'« ©ötßtdje Äomöbtc. ttefcerfefct unb erläutert t>on 
Äarl ©tretffuß. ©ritte llutyabt lefcter #anb. £aHc, ©^toetfd^fe 
u. ©oljn. 1840. 4°. 

Continetur opere: „Der italiftnisohen Dichtkunst Meister- 
werke. Abtb. IL S. 5—484." 
Dante's Göttliche Comoedie. Hölle. [Gesang I — X. Metrisch 
übertragen nnd mit Erläuterungen versehen von Philalethes. 
Dresden, gedr. in der Gärtnerischen Buchdruckerei. 1828.] 4°. 
1 f. IV, 108 pp. excl. 1 f. corrigend. Cum una tabula ti- 
tulo addita et duabus, quae volutuini illußtrando inserviunt, 
delineationibus. 
Dante's Goettliche Comoedie. Hoelle. [Gesang XI— XXXIV. 
Metrisch übertragen und mit kritischen und historischen Er- 
läuterungen versehen von Philalethes.] Dresden, gedr. in der 
Gärtnerischen Buchdruckerei. 1833. 4°. 

1 f. 355 pp. Accedunt tres tabulae duaeque, quae volumini 
illustrando inserviunt, delineationes. 
(Continuabitttr.) 

Litteratur und Miscellen. 

Allgemeines. 

[359.] Bulletin du Bibliophile Beige, publ. par Heussner. Tom. 
XX=z2e Sene Tom. XI. 1864. (S. oben Nr. 86.) 

Das 6. (Schluss-) Heft enthält: S. 391—408 Essai d'un 
Dictionnaire des Ouvrages anonymes et Pseudonymes publies 
en Belgique au XIXe stecle & principalement depuis 1830, 
par Un Membre de la Soci6t6 des Bibliophiles beiges (Suite) 

— S. 408 — 11 ün Opuscule inconnu de Jean Fischart; par 
H. Heibig (Betr. „Neue Wunderzeitungen auss Franckreich und 
den Niederlanden." 0.0. u. D. [Strassburg bei Jacobin.] 1579. 
kl. 4.) — S. 412 — 26 Catalogue descriptif et explicatif des 
Editions Incunables de la Bibliothäque de Path£n6e grand-ducal 
de Luxembourg; par A. Namur. II. Partie, Commencement du 
XVIe stecle (Suite) — S. 427 — 30 Imprimerie de l'Institut 
Royal des sourds-muets de Liege; par U.Capitaine — S. 431— 34 
Geographie des Gaules, du temps de Jules C6sar; par le bi- 
bliophile Jacob — S. 435—37 Melanges. (Betr. theils die 
neuen „Annales du Bibliophile beige et hoilandais" theils den 
St. Petersburger Elzevirstreit zwischen Minzloff u. Walther) 

— S. 438 — 51 Revue bibliographique. Betr. unter Anderem 
„Monuments inedits ou peu connus faisant partie du cabinet 
de G. Libri et qui se rapportent ä Thistoire de Fornementation 
chez les difförents peuples. IL Edition", ferner „Cataiogo di 
Libri rari äella biblioteca del Sig. C. M, Riccio Vol. I." u. 
„Bibliographie de l'histoire du Hainaut par J. Delecourt" — 
S. 452 — 54 Table des matteres eontenues dans le tome XX — 
S. 455—48 Table alphabötique des noms propres et des prin- 



Litteratur und Miscellen. 146 

cipales matteres. Hierüber 2 Bll. Titel zum vollständigen 
Bande. Am Sehlasse des Heftes findet sich die weitere Fort- 
setzung der de Baeker' n. Ruelens'schen „Annales de l'Impri- 
merie Plantinienne" 8. 317—24. 

[360.] Bulletin du Bibliophile et du Bibliothecaire publ. par 
Teehener. XVI. Se*rie. 1865. (S. oben Nr. 166.) 

Das Januar-Heft enth.: S. 1 — 4 Snr „L'enfant perdu et 
retrouvä Poeme latin par son Grand-Pere"; par 8. de Sacy — 
S. 6 — 14 Snr „Louis XVI, Marie -Antoinette et Madame Elisa- 
beth par F. Fenillet de Conches"; par le Comte L. Clement 
de Bis — S. 15 — 17 Lettre autographe du General Buonaparte 
adressöe le 30 Thermidor an Citoyen Sucy, de la Collectio» 
de Fostö-Darcosse — 8. 18 — 26 Lee anciennes Bibliotheques 
de Paris: La Bibliotheque des Cannes de la place Maubert; 
par Alfred Franklin, de la Bibliotheque Franklin — 8. 26—32 
Les Bibliotheques publiques a Korne — 8. 33 — 39 Bibliogra- 
phie Angloise, par Gnst. Brnnet. (Betr. Lowndes' „Bibliogra- 
phen Manual u ) — 8. 40 — 43 Correspondance: Lettres de 
Cb. Barry, deFigeac, et de R. Chalon, de Bruxelles — 8. 44 — 48 
NouYelles et Tarietes. 

[361 »1 Annales da Bibliophile Beige et Hollandais. I. Annle. 
(8. oben Nr. 257.) 

Die März-Nr. enthält, ausser dem Lagerkataloge des Her- 
ausg.'s Fr. J. Olivier 8. 87—90 „M&anges de Bibliographie 
htraldique §. 1. par le Cte L. 8." u. 8. 90—92 „Le Siege 
de Neuss, par M. F. A. G. Campbell", in welcher letzteren 
Mittheilung über ein seltenes Werkchen, ein die Belagerung- 
Ton Neuss 1474 betreffendes Gedicht von Christ. Weijerstrass, 
Nachrieht gegeben ist. 

[363.} Bulletin du Bouquiniste publ. par Aubry. 9e Annes. 
1» Semestre. (S. oben Nr. 258.) 

Ausser dem Lagerkataloge des Herausg.'s enthält die 
198. Nr. Nichts, was den Anz. näher interessiren dürfte. 

Bibliographie. 
[363.] Manuel du Libraire et de l'Amateur de Livree contenant 
l 9 Un nonvean Dictionnaire bibliographique Dans lequel aont deerita 
les LäTres rares, precieux, singuliers, et auasi les ouvragea les plus 
eatimes. en tont genre, qui ont paru tant dans les langues aneiennes 
qne dana les prinefpalea langues modernes, depuis l'origine de l'impri» 
merie jntqu' a nos jours ; avec l'histoire des differentes Iditions qui 
en ont Mi faltet; des renseignements necessaires pour reeonnaitra loa 
eontrelB^ona, et collationner lea anciena livres. On y a Joint une 
eemoribuee des prix auxqmels une partie de oes objete ont &t& portal 
dans les Tentes publiques faUea ea- France, eo Angleterre «Jt aAVtouftv 



146 Litteratur und Miscellen. 

depuis pres d'une siede, ainsi que l'appremation approximative de* 
livres aneiens qni se recontrent frequemment dans le commerce; 
2* Une Table en forme de Catalogue raison ne Ou eont classes, selon 
l'ordre des matteres, tous les ouvragei portes dans le Dictionnaire , et 
un grand nombre d'autres ouvrages utile», mais d'un prix ordinaire, 
qni n'ont pas du ötre places au rang des livres ou rares ou precieux, 
par Jacques Charles Brunet.| Cinquieme Edition originale entierement 
refondae et augmentee d'un tiers par TAuteur. Tom. VI. Part 2. 
Paris, Didot freres fili et Cie. Lex. 8. 2 Bll. LXIV. 961—1878 Sp. 
Gratis. (S. Anz. J. 1864. Nr. 730.) 

Mit dem vorl. Halbbande, welcher die zweite Hälfte der 
„Table mäthodique en forme de Gatalogue raisonne" enthält, 
ist das treffliche Werk vollständig abgeschlossen. Es wird 
mir ein Vergnügen sein, später, wenn der Grässe'sche „Tresor" 
ebenfalls abgeschlossen ist., das Brnnet'sche Werk zugleich 
mit dem letzteren zum Gegenstande einer ausführlicheren Be- 
sprechung zu machen, worin mir passende Gelegenheit gegeben 
sein wird, die Vorzüge des einen u. des anderen Werkes näher 
au bezeichnen. Zugleich mit dem vorl. Halbbande sind die 
Vorrede zum I. Bande u. ein paar Cartons zum V. ausgegeben 
worden. 

[364.] Les Supercheries litteraires devoilees Galerie des £cri- 
vains Francais de tonte l'Europe qni se sont deguises sons des ana- 
gram m es, des asteronymes, des cryptonymes, der initialismes, des noma 
litteraires, des Pseudonymes facätieux et bizarres, etc., decouverts ou 
non ; des auteurs apocryphes et supposes, des plagiaires et des editeura 
infideles de la Litterature Francaise pendant les quatre derniers siecles. 
Ensemble les indnstriels litteraires et les lettres qne se sont anoblis 
ä notre epoque. Par J. M. Querard Autenr de la France litteraire 
Avec le concours de bibliothecaires et de bibliophiles francais, beiges, 
rnsses, suisses, etc. II. Edition Entierement refondae et amälioree et 
eonsiderablement angmentee. Tom. I. Livr. 1. Paris, Y Autenr. gr. 8. 
176 S. Pr. n. 1 Thlr. 20 Ngr. 

Der Werth des Werkes, wovon der Anfang einer neuen, 
sicher überall freudig begrüssten Auflage hier vorliegt, ist so 
allgemein bekannt, dass es vor der Hand genügt, das Er- 
scheinen der neuen Auflage kurz anzuzeigen, um die besondere 
Aufmerksamkeit des Publikums darauf hinzulenken. Später, 
wenn ein grösserer Theil der neuen Bearbeitung vorliegt, wird 
es an der Zeit sein, dieselbe einer näheren Prüfung zu unter- 
ziehen, u. die Vorzüge der neuen vor der älteren Auflage ge- 
nauer au bezeichnen. Die neue Auflage wird in Lieferungen 
von 10 B. zum Preise von 5 u. auf gr«. Pap. von 10 Fr. er- 
scheinen; das Ganze soll 6 Bände bilden, jeden zu 50 B., die 
Register dabei noch nicht mitgerechnet. 



Litteratur und Miscellen. 147 

[865.J Trübner** American and Oriental Literary Record. A. 
Monthly Register Of the most important Works published in North 
«ad South America, in India, China, and the British Colonies: with 
occasional Notes on German, Dutch, Danish, French, Italian, Spanish, 
Portaguese, and Russian Books. No. 1. London, Trübner & Co. 
Maren 1865. Lex. 8. 24 S. Pr. 6 d.; jährl. 5 sh. 

Dieses hauptsächlich für buchhändlerische Zwecke n. ftpe- 
ciell im Interesse des Heransg.'s veröffentlichte neue Blatt 
kann in der Hand Trttbner's, der im Verkehre mit der Lit- 
teratur der überseeischen Länder eine besonders grosse Kennt- 
niss hat, zn einem recht brauchbaren bibliographischen Organe 
sich gestalten. Trübner, der schon mehrfach sein lebhaftes 
Interesse für Bibliographie bethätigt hat, ist ganz der Mann 
dazu, seinem Blatte einen wissenschaftl. Werth zu geben. 

[366.] The English Catalogue of Books für 1864, containing A 
Complete List of all the Books pablUhed in Great Britain and Iie- 
land in theTear 1864, with their Sizes, Prices, and Publishers' Name«, 
also, Of the Principal Books published in the United States of America. 
A Coutinuation of the London and British Catalogues. Loiidon. 
Sampson Low, Son, and Marston. 1665. Lex. 8. 1 Bl. 63 S. Pr. n. 
1 Thlr. 12 Ngr. (8. Ans. J. 1864. Kr. 458.) 

Mit der bekannten, bibliographisch mangelhaften Kürze 
zusammengestellt. Dient zugleich als Register zum „Publishers* 
Circnlar and Record of British änd Foreign Literature 1864. u 
(s. Anz. J. 1864. Nr. 271.) 

[367.] Diccionario bibliographico Portuguez Estudos de Inno- 
cencio Francisco da Silva applieaveis a Portugal e ao Brasil. Tom. 
VII. Lisboa, na imprensa nacional. 1862. gr. 8. 463 8. Pr. n. 4 Thlr. 
(8. Ans. J. 1863. Nr. 15.) 

Reicht von Pedro- bis an das Ende des Alphabetes. — Am 
Schlüsse ist angehängt: Diccionario bibliographico Portuguez 
julgado pela imprensa contemporanea nacional e estrangeira. 
(Terceira serie.) Ibid. J862. gr. 8. S. 71— 111. 

[368.] * Institution d'Hippocrate, on Expose* philosophiqne des princi- 
pes traditionnels de la M^decine ; sniyi d'un Räsume historiqne du Natu- 
ralisme, du Yitalisme et de l'Organicisme, et d'un Essai sur la Consti- 
tution de la MeMecine ; par le Docteur T. C. Ed. Auber. Bibliographie, 
resume', analyse, appreciations et critique; par le Docteur A. Gaussail, 
Professeur. Toulouse, impr. Rouget freres et Delahaut. 8. 56 S. 

Von welchem bibliograph. Werthe? 

[369.] * Chemisch - technisches Repertorium. Uebersichtlich ge- 
ordnete Mittheilnngen der neuesten Erfindungen, Fortschritte und 
Verbesserungen auf dem Gebiete der technischen und industriellen 
Chemie mit Hinweis auf Maschinen, Apparate und Literatur für Ge- 
w erbtreibende, Fabrikanten, technische Chemiker und Apotheker, 



148 Literatur und Miscellen. 

Herausgegeben von Dr. Emil Jacobson. III. Jahrgang 1862. 1. u. 2. 
Halbjahr. Berlin, Gaertner. gr. 8. X, 122 S. Pr. 1 Thlr. 

Hinsichtlich der Litteraturangaben von nur untergeord- 
netem Werthe. 

[370.] * Bibliotheea transsilvaniea. Verzeichniss der über Sieben- 
bürgen erschienenen Bücher, Landkarten etc. Zusammengestellt ron 
Friedr. Aug. Credner. Kit einem Aufruf zur Unterstützung der Aus- 
wanderung aus Deutsehland nach Siebenbürgen. II. vermehrte Aus- 
gabe. Prag, Credner. 8. 48 S. Pr. n. 6 Ngr. (8. oben Nr. 20.) 

Wesentlich bereichert u. verbessert. 
[371.] * Les Autographes et le goüt des autographes en France 
et & Pe*tranger. Portraits, caracteres, anecdotes, curiosites; par M. de 
Legcure. Onvrage contenant la bibliographie analytique et critiqne 
des trait£s sur les autographes, des catalogues de vente et des recneils 
de fac-simile francais et ätrangers, et suivi d'un choix de lettres in6- 
dites de La- Calprenede, Chamillart, Voltaire, Mirabeau, etc. Paris, 
Gay, 8. XII, 344 S. Pr. 8 Fr. 

Die Bibliographie soll von Interesse u. Werth sein. 

[372.] Liste des portraits de la princesse de Lamballe et de« 
estampes relatives ä sa vie ou a ea mort. Enth. in: La Princesse de 
Lamballe Marie Therese Louise de Savoie-Carignan sa vie — sa mort 
(1749 — 1792) d'apres des doeuments inädits par M. de Lescure. Paria, 
Plön. 1864. gr. 8. S. 465—71. 

Die Liste ist weder vollständig noch in ihren Angaben 
überall befriedigend. 

[373.] * Notice biographique et littäraire sur Velleius Paterculus; 
par Gräard. [Extrait de la nouvelle Bibliotheque latine francaise.] 
Paris, impr. Racon et Cie. 8. 22 S. 
• Ob von bibliographischem Interesse? 

Buchhändler- and antiquarische Kataloge. 
[374.] Uebersicht der gelesensten Zeitungen und Lokalblätter 
des In- und Auslandes für welche Aufträge zur Einrückung von An- 
seigen jeder Art von H. Engler's Annoncen • Bureau in Leipzig ange- 
nommen und zu den Originalpreisen berechnet werden. Commissionar 
in Berlin: Amelang'sche Buchhandlung. Leipzig, Druck von Wigand, 
kl. 8. 48 S. Pr. 4 Ngr. (S. Anz. J. 1863. Nr. 193.) 

Ausschliesslich für Inserationszwecke in neuer Auflage 
herausgegeben. 

[875.] -Bibliotheea historica. Yerzeichniss einer reichhaltigen 
Sammlung von Werken aus dem Gebiete der Geschichte welche von, 
der. Buchhandlung von Ernst Carlebach in Heidelberg an beziehen, 
/und. 8. 1 Bl 70 S. 1441 Nrr. 



Litter*ttit und MUcelUm. 149 

Die Zahl der histor. Antiquarkataloge ist keine geringe, 
q. 6s gehört daher schon Etwas dazu, wenn sich einer oder 
der andere dieser Kataloge unter Seinesgleichen eine bevor- 
zugtere Stellung u. dadurch beim Publikum eine grössere 
Beachtung sichern will. Auf eine solche bevorzugtere Stellung 
u. grössere Beachtung darf der vorl. Katalog um desswillen 
Anspruch machen, weil er eine gute Auswahl namentlich Deut- 
scher Litteratur in fibersichtlicher Ordnung enthält. Insbeson- 
dere mache ich auf die im Kataloge zahlreich vertretene Pam- 
phletlitteratur, unter Anderem zur Geschichte Deutschlands 
während der Zeit der Französischen Kriege, aufmerksam. 

(376.] 135. Bücher -Vereeichnies von R. Friedländer & Sohn. 
Berlin. — Linguistik. 8. 1 Bl. 46 8. 

Meist ausgewähltere u. werthvollere Litteratur. 

[377.] XI V. Yerzeichniss des antiquarischen Bücherlagers von Lu- 
dolph 8t Goar Buchhändler und Antiquar zu Frankfurt am Main. — ' 
Philologie, Orientalin. 8. 1 Bl. 34 8. 

Enth. zum grösseren Theile Griech. u. Rom. Klassiker- 
ausgaben. 

[378.] Kr. 130 — 32. Yerzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
von Ch. Graeger in Halle a. 8. 8. 1 Bl. 48 S.; 1 Bl. 34 8.; 1 Bl. 24 8. 

Enth. Nr. 130. Geschichte, Geographie, Topographie, Sta- 
tistik, Reisen, Atlanten u. Karten 1726 Nrr.; Nr. 131. Natur- 
wissenschaften 1328 Nrr.; Nr. 132. Philosophie 1143 Nrr. 

[379.] $ertag3fatatog fcon <§rn|i 3utiu6 (Mittler in Seidig, SReujafr. 
2r$. 8. 2 »U. 95 @. 

Ein ziemlich musterhaft gearbeiteter Verlagskatalog, al- 
phabetisch geordnet, mit wissenschaftl. Uebersicht u. ausserdem 
mit aiphabet. Autoren -Register. Hauptsächlich Belletristik, 
Geo- u. Ethnographie, Medicin u. Naturwissenschaft, Päda- 
gogik, Rechts- u. Staatswissenschaft. 

[380.] No. 138. Bücher -Verzeichniss über Werke aus dem Ge- 
biete der Literaturgeschichte, altdeutschen Literatur und Pädagogik, 
der neueren fremden Sprachen und orientalischen Literatur, welche 
bei Theodor Kampffmeyer in Berlin zu haben sind. 8. 1 Bl. 66 8. 

Brauchbare Bücher zu billigen Preisen. 

[881*] Nr. 129—30. Antiquarisches Bücherlager Ton Kirchhoff 
& Wigand in Leipzig. April. 8. 1 Bl. 70 S. & 1 Bl. 46 S. (S. oben 
Nr. 291.) 

Enth.: Nr. 129. Litterärgeschiohte,. Deutsche u. auslän- 
dische Belletristik 2346 Nrr.; Nr. 130. Schöne Künste, Archi- 
tektur, Sports, Curiosa, Incunabeln, Kupferwerke, Land- u. 
Forstwissenschaft 1164 Nrr. Beachtenswert^ wie alle früheren 
Kataloge. 

11 



160 Iittoratnr und MiaceHea. 

[382.] Notes on Books, being a Quarterly Analjsis of the Works 
published by Messrs. Longman and Co. Vol. II. from March 1860 
to February 1865. London, Longman and Co. kl. 4. XII, 512 8. 

Bei der grossartigen buchhändlerischen Thätigkeit der be- 
rühmten Longman'schen Firma ist es der Mühe wohl werth 
gewesen, eine Art eigenes Journal zn veröffentlichen, in wei- 
chem sich ausführliche Mittheilungen über die jedesmal neueren 
Verlagsartikel zusammengestellt finden. Die Mittheilungen be- 
stehen aber nicht in den gewöhnlichen buchhändlerischen An- 
kündigungen u. Empfehlungen, sondern haben wissenschaft- 
licheren Werth u. desshalb auch Anspruch auf Beachtung in 
weiteren Kreisen der Gelehrten, als dies bei anderen buch- 
händlerischen Publikationen ähnlicher Art der Fall ist. 

[383.] Catalogue de Lirres anciens rares et curieux de Maison- 
neuve & Cie. II. Supplement a la premiere et ä la deuxieme Partie. 
Paris, MaisonneuYe & Cie. gr. 8. 2 BU. 427— 502 S. 7300—8017 Nrr. 
(8. Ans. J. 1864. Nr. 56.) 

Enth.: Ouvrages sur la th6ologie, la liturgie, l'histoire 
eccläsiastique, livres rares et curieux, manuscrits, reiiures 
anciennes, histoire des provinces et de l'ötranger, blasons, ma- 
thämatique, musiques, beaux-arts, etc. 

[384.] V. Catalogue de Livres sur les Beaux-Arts, l'Architecture, 
le Thfötre, les ich e es, etc. et de beaueoup de Catalogues de yentes 
d'Art, etc. £n vente ches Frederik Muller ä Amsterdam. Ferner. 8. 
1 Bl. 16 S. 1620—2030 Nrr. 

Besonders beachtenswerth ist die reiche Suite von Kunst- 
katalogen. 

[385.] Nr. 3. Drittes Verseicnniss des antiquarischen Lagers der 
Nicolai'schen Sort. -Buchhandlung (Wreden & Borstell) in Berlin. — 
Philosophie. Astronomie und Mathematik. Naturwissenschaften. 8. 
1 Bl. 22 S. 

Zum grösseren Theile ältere philosophische Litteratur. 

[886.] Catalog No. II. Schweiser. Antiquariat von Orell, Füssli 
& Comp, in Zürich. 8. 1 Bl. 134 S. 3384 Nrr. 

Enth., ausser einer Suite von über 300 Nrr. philosophi- 
scher Schriften, sonst ausschliesslich Theologica: nämlich Bibel- 
ausgaben 1 — 233; Exegese, bibl. Geschichte, Philologie etc. 
234—878; Judaica 879—1042; Kirchengeschichte u. kirchliche 
Alterthümer 1043—1373; Vermischte theolog. Schriften, Zeit- 
schriften 1374 — 1645; Dogmatik, Symbolik, Religionsphiloso- 
phie, Kirchenrecht, Polemik, etc. 1646—2165; Homiletik, Pre- 
digten, Erbauungsbücher u. dergl. 2166 — 2800; Nachtrag 
3276 — 3384. Ein höchst beachtenswerter Katalog. 

[387.] Yerseiehniss Nr. 61*-64 des antiquarischen Bücher-Lagers 
der Otto'schen Buchhandlung in Erfurt April. 8. (S. oben Nr. 215. 



Literatur und Miscellen. 151 

Enth. : Nr. 61. Naturwissenschaften, Medicin, Varia. 8 S. 
202 Nrr.; Nr. 62. Biographien, Memoiren, Briefwechsel, Ge- 
nealogie, vermischte histor. Schriften. 16 S. 462 Nrr.; Nr. 63. 
Kirchengeschichte, vermischte theolog. Schriften. 12 S. 310 Nrr.; 
Nr. 64. Deutsche Litteratur, Kunst, illnstrirte Werke. 

[388.] No. 2 — 4. A. Catalogae of Valuable, Rare, and Curions 
Books, In all Departments of Euglish. and Foreign Literatare. Offe- 
red for cash bey Bernard Quaritch, London. Febr.— April. 8. a 8 8. 

Ausgewähltem Litteratnr von meist hohen Preisen. Die 
ganze 3. Nr. enthält seltene n. wichtige Desiderata, die Q. 
zu kaufen sucht. 

[389.] SRr.2. 3.@<$eiMe'« «nttqaariat in Stuttgart. 16. 129-256 ®. 
1198 Brr. (@. o*en ftr. 298.) 

Enth. die Fortsetzung der Theologie u. Religionswissen- 
schaft in allen ihren Verzweigungen, mit Einschluss der ge- 
heimen Wissenschaften. 

[390.] Antiquarisches Bücher- Verceichniss Nr. 93 der Schletter'ichen 
Buchhandlung H. Skatsch in Breslau. 8. 1 Bl. 56 S. 

Enth. Philologica u. Orientalia — ein beachtenBwerther 
Vorrath brauchbarer Werke. 

[391.] Antiquarischer Anzeiger No. 15. (Miscellanea.) Catalog 
des antiquarischen Bücherlagers von Carl Theodor Völcker, Sortiments* 
and Antiquariats -Buchhandlung in Frankfurt am Main. April. 8. 
1 Bl. 62 S. 

Enth. hauptsächlich Franz.-protestantische Theologie, sel- 
tene Bibelausgaben, Geschichte, Philologie, alte Drucke, so- 
wie Göthe- u. Schiller-Litteratur (S. 55 — 58). 

Bibliothekenkunde. 

[892.] Libraries and Founders of Libraries. By Edward Edwards. 
London, Trübner and Co.; Leipzig, Brockhaus; Brüssels and Ghent, 
Muquardt. gr. 8. XIX, 507 S. mit 2 Tabellen. Pr. n. 6 Thlr. 

Der den Lesern auf dem Felde der Bibliothekwissenschaft, 
specieü Bibliothekenkunde, wohlbekannte Verf. hat seinen 1859 
in zwei starken Bänden herausgegebenen „Memoirs of Libra- 
ries: including a Handbook of Library Economy" in dem vorl. 
Werke eine Arbeit folgen lassen, die, wie auch das vom Verf. 
in fernere Aussicht gestellte andere Werk „Lives of the Foun- 
ders and Benefactors of the British Museum. Based on new 
researche8 in the State Paper Office, and in the Department 
of Ifss. in the British Museum", als eine Art weitere Aus- u. 
Fortführung einzelner Partien der „ Memoirs M zu betrachten 
ist. Das Werk zerfällt in folg. zwölf Kapitel: I. Introductory. 

11* 



152 Litteratur und Miscellen. 

The ancient Libraries of Egypt, of Judaea, of Greece, and of 
the Roman Empire; IL Introductory. Mediaeva] and modern 
Libraries. Anticipatory survey of tlie subject, in general; 
III. Of some Libraries of Monasteries abroad; IV. Of some 
Libraries of Monasteries at home; V. Concerning the Libraries 
of'some famous Authors, of varions periods; VI. Concerning 
the Libraries of some celebrated Monarchs and Royal Perso- 
nages, of varions periods; VII. History of the old Royal Li- 
brary of the Kings of England; VIII. History of the State 
Paper Office; IX, 1. History of the Public Records of the 
Realm, in their early period of growth and separate custody, 

2. in their period of increased Separation and of gross neglect, 

3. in their period of partial aggregation and premature publi- 
cation, 4. in their final period of thorough aggregation and 
arrangement; X. The Life of Thomas Parker, Earl of Maccles- 
field. The Life of Nicholas Joseph Foucault. History and 
descriptioit of the Library at Shirburn Castle in Oxfordshire; 
XL The Life of Charles Spencer, third Earl of Sunderland. 
History and description of the Library at Blenheim Palaee; 
XII. The public Life of George John, second Earl Spencer. 
History and description of the Spencer Library at Althorp. 
Drei Anhänge enthalten: A. List and description of extant 
Catalogues of English Monastic Libraries, distinguishing the 
unprinted from the printed; B. Note on the Library of King 
Edward the sixth; C. Summary Classification and synoptical 
view of the Public Records of the Realm. Man findet in dem 
Werke eine reiche Ausbeute sehr fleissiger u. eingehender bi- 
bliothekwissenschaftlicher Studien niedergelegt; die vorstehend 
angeführte Inhaltsübersicht zeigt aber, dass sich diese Studien 
zum grösseren Theile auf des Verf. 's Vaterland beschränkt 
haben, wesshalb mir eigentlich auch der für das Werk ge- 
wählte allgemeine Titel nicht ganz passend erscheint. Denn 
die Englische Bibliothekenkunde hat denn doch wohl vor der 
übrigen Bibliothekenkunde keine solche überwiegende Wichtig- 
keit, dass man bei einem Buche, welches zum überwiegenden 
Theile von Englischem Bibliothek wesen handelt, u. das Biblio- 
thekwesen der anderen Liüder in einer verhältnissmässig nur 
höchst untergeordneten Weise berücksichtigt, nicht so ohne 
Weiteres blos von „Libraries and Founders of Libraries" spre- 
chen kann. Die Leser werden gewiss dem Verf. für seine 
die speciellere Englische Bibliothekenkunde betreffenden in- 
teressanten Mittheilungen sehr dankbar sein, würden aber 
auch sicher Nichts dagegen gehabt haben, wenn sich der Verf. 
auch mit der nichtenglischen Bibliothekenkunde, in der er sich 
bereits als wohlbewandert gezeigt hat, etwas mehr, als dies 

geschehen ist, in dem Buche beschäftigt hätte. 



Litteratur und Miscellen. 153 

[893.] 2tttbeutf($e §anb|<$riften t>erjet<$net toon $einrt$ «beiBett 
fcon tfefler, orbentlt<$em <ßrofeffor ber beutföen <Sj>radje an ber !. Uittoetfität 
in Tübingen, *c. 1. 2. ©ebrutft bei 2au^ in Tübingen. 1864. 8. 26 ©. 

Obschon dem vorl. Schriftchen irgend ein Vorwort nicht 
beigefügt ist, aus welchem der Plan der Publikation, die man 
offenbar mit den beiden Nummern nicht als abgeschlossen zu 
betrachten hat, genau ersichtlich wäre, so liegt doch die Ver- 
muthung sehr nahe, dass der Verf. die Absicht habe, aus dem 
reichen Schatze seines Wissens gerade im Fache der altdeut- 
schen Litteratur nach u. nach Mittheilungen über die ihm be- 
kannt gewordenen, in verschiedenen Bibliotheken zahlreich 
vorhandenen altdeutschen Handschriften in zwanglosen Num- 
mern zu geben. Bei dem grossen Interesse, welches man in 
neuerer Zeit an dem Studium der altdeutschen Litteratur in 
immer weiteren Kreisen genommen hat, würde man solche Mit- 
theilungen gewiss sehr willkommen nennen. Die beiden vorl. 
Nummern enthalten Mittheilungen 1) über eine Handschrift des 
Lebens Marias von Walther von Rheinau in der Kön. öffentl. 
Bibliothek zu Stuttgart u. 2) über eine Miscellanhandschrift 
der Hofbibliothek zu Karlsruhe. 

[394.] ÄönigU^e 33tbttot&ef. Untergehet : S)er Äömglitfce ©e$eime 
»eflterungSsföatlj unb Ober»»ib(iot^e!at Dr. $erfc. Berlin 1. 2tfarj 1865. 
dtitf). im ttfmgl. «ßreußiföeu ©taatt^ngetger SRr. 65. @. 818—20. 

Enth. eine Uebersicht der im J. 1864 der Bibliothek zu- 
gegangenen Geschenke. Befindet sich auch darunter keine 
ganze u. grössere Sammlung, wie dies in mehren der früheren 
Jahre der Fall gewesen ist, so erreicht die Zahl der einzelnen 
Bereicherungen doch eine ziemlich hohe Ziffer. Zudem sind 
einzelne Stücke von erheblichem Werthe. 

[395*] Natalicia Regis Avgvstissimi Qrilelmi Vniversitatis Fride- 
rfciae Gvilelmiae Rhenanae Conseryatorjs Clementissimi ab eadem 
Vniversitate die XX II mensis Martii anni CKM3CCCLXV in avla 
magna etc. pvblice concelebranda ex officio indicit Fridericve Ritschi 
Eloq. P. P. O. Praecedit Catalogi Chirographorvum in Bibliotheoa 
academica ßonnensi servatorvm Fascicvli VI pars I [litteras medieas 
historico-natvrales, mathematicas et lingvas recentiores coraplectens 
stvdio et opera Antonii Klette eivsdem Bibliothecae Cvetodis]. Bonnae, 
litt. Georgi. 4. 2 Bll. 143—59 S. (8. Anz. J. 1864. Nr. 416.) 

Durch das Erscheinen dieses Heftes schreitet das ver- 
dienstliche Werk rasch seinem Abschlüsse zu, denn es bleibt 
nur noch die zweite Hälfte des sechsten Heftes übrig, welche 
die Supplemente u. das Register enthalten wird u. nächstens 
erscheinen soll. In dem vorliegenden Hefte werden 56 Codices 
besprochen, die sich auf Medicin (Nr. 477 — 486), Natur- 
geschichte (487—494), Mathematik (495— 498) u. neuere Spra- 



154 Litteratur und Miscellen. 

ehen nebst Litteratur (499—532) beziehen. Die Beschreibung 
derselben ist mit der früheren Genauigkeit u. Klarheit fort- 
geführt u. lässt Nichts zu wünschen übrig. Die Handschriften 
gehören dem 15. — 19. Jahrhunderte an u. unter ihnen ver- 
dienen die zur Deutschen Litteratur gehörigen, wie Nr. 499 
(Otfried), 500 (Kaiser Carl's Buch), 501 (Wilhelm von Orleans), 
502 (Barlaam u. Josaphat) besondere Beachtung. 

H. Dittrich. 

[396.] Die Handschriften der Fürstlich -Förstenbergischen Hof- 
bibliothek zu Donau eschingen. Geordnet und beschrieben von Dr. 
K. A. ßarack, Vorstand der Hofbibliothek. Tübingen, Laupp in Com m. 
Lex. 8 XII, 666 3. (Nur eine geringe Anzahl von fixempl. im 
Handel.) 

Wem bekannt ist, dass die schönen und zumal an werth- 
vollen Handschriften sehr reichhaltigen Freih. v. Lassberg'schen 
Sammlungen in die Fürstl. Ftirstenberg'sche Hofbibliothek über- 
gegangen sind, der wird schon um desswillen den vorl. Katalog, 
der ihm über den berühmten Handschriftenschatz nähere Aus- 
kunft zu geben verspricht, wissbegierig zur Hand nehmen. 
Zwar hat erst vor einigen Jahren der Amtsvorgänger des 
Verf.'s des vorl. Kataloges, Dr. J. V. Scheffel, ein sehr 
schätzenswerthes Verzeichniss der in der Hofbibliothek befind- 
lichen Handschriften altdeutscher Dichtungen (s. Anz. J. 1859, 
Nr. 219), von denen über die Hälfte aus den Lassberg'schen 
Sammlungen stammt, durch den Druck bekannt gemacht und 
dadurch dem Publikum zur Einsicht in den Handschriftenschatz 
theilweise wenigstens Gelegenheit gegeben. Aber abgesehen 
davon, dass dieses Scheffei'sche Verzeichniss eben nur von 
einem Theile der Handschriften der Hofbibliothek und nicht 
von dem Gesammtschatze handelt, so ist dasselbe überhaupt 
nur in der kleinen Anzahl von 50 Exemplaren abgedruckt, 
und gar nicht in den Handel gebracht worden, mithin einem 
grossen Theile des Publikums unzugänglich geblieben.' Dess- 
halb wird der vorl. Katalog, zumal derselbe nicht nur weit 
über die Grenzen der SchefFel'ßchen Arbeit hinausgeht, sondern 
den gesammten Handschriftenschatz der reichen Hofbibliothek 
umfasst, gewiss von Allen, die für die Wichtigkeit solcher 
Handschriftensammlungen irgend nur ein Verständniss haben, 
mit grosser Freude begrüsst werden, und dies um so mehr, als 
der Katalog, sowohl was seine äussere Ausstattung, als und 
insbesondere auch seine wissenschaftliche Bearbeitung anlangt, 
in gleich ausgezeichneter Weise ausgeführt ist. Dank eines» 
theils dem fürstlichen Besitzer, der in so reichem Maase die 
Mittel dazu gewährt, dass der Katalog überhaupt hat hergestellt 
werden können, zudem aber auch in einer selbst den höchsten 
Anforderungen an Eleganz u. Solidität entsprechenden Art, die 



Litteratnr und Miseellen. 166 

sogar luxuriös genannt zu werden verdient. Und Dank anderen- 
teils Dem, der in ebenso wissenschaftlich gediegener, wie in 
jeder Beziehung vortrefflicher Weise der Bearbeitung und 
Heraiisgabe des Kataloges sich unterzogen, und sich dadurch 
zugleich der gelehrten Welt als würdiger Hüter eines werth- 
vollen litterarischen Schatzes empfohlen hat. An der Spitze 
des Kataloges stehen theils ein Vorwort, in welchem sich in 
möglichster Kürze die Nachrichten über die Entstehung n. 
das allmählige Wachsen des Fürstl. Handschriftenschatzes 
zusammengestellt finden, theils noch eine Uebersicht der für 
die Oruppirung der Handschriften gewählten Abtheilungen. 
Dergleichen Abtheilungen sind folg. sieben: A. Litteratur n. 
Sprachwissenschaft Nr. 1 — 176; B. Theologie Nr. 177 — 474; 
C- Geschichte mit ihren Hilfswissenschaften Nr. 475 — 714; 
D. Rechtswissenschaft Nr. 715 — 784; E. Naturwissenschaft 
Nr. 786 — 835; F. Philosophie, Mathematik und Astronomie, 
sowie Kriegs- u. Militairwesen Nr. 836 — 78; G. Kunst, Stamm- 
bücher, Formel- u. Titulaturbücher, Buchdruckergeschichte, 
Bibliographie, Bibliothekswesen Nr. 879 — 925. Den Schluss 
des Kataloges machen die vier Register: I. über die Verfasser 
und den Inhalt der Handschriften; IL über die Schreiber der 
Handschriften; HI. über die Schreiborte; IV. über die ehe- 
maligen Besitzer. Was den Katalog selbst betrifft, so sind die 
denselben bildenden Handschriftenbeschreibungen mit ebenso 
grosser Sachkenntniss als paläographischer u. diplomatischer 
Accuratesse gefertigt; bei jeder findet man, wo erforderlich, 
angegeben, ob und in welchem Verhältnisse sie zu anderen 
Handschriften gleichen oder ähnlichen Inhaltes stehen, ob n. 
von wem sie bereits veröffentlicht, oder bei solchen Veröffent- 
lichungen mit zu Rathe gezogen u. benutzt worden sind. Die 
früher von Scheffel gearbeiteten, aber nur auf die vormals 
Ijassberg'schen Handschriften bezüglichen Beschreibungen hat 
der Verf., theilweise ergänzt oder verkürzt, in seinen Katalog 
mit aufgenommen, die übrigen Beschreibungen aber alle — bei 
den orientalischen Handschriften mit Unterstützung des Universi- 
tätsbibliothekars Prof. Weil in Heidelberg, sowie bei den alt- 
deutschen unter Beihilfe der Professoren Bartsch in Rostock u. 
Pfeiffer in Wien — selbst neu bearbeitet. Es würde zu weit 
führen, wenn ich nach Anleitung dieser Beschreibungen eine 
Uebersicht wenn auch nur der wichtigeren der Handschriften, 
unter denen ein noch nicht benutzter Codex des Orosius aus 
dem IX* Jhrhdt. die älteste ist, hier geben wollte; ich kann ' 
hier nur "noch wiederholen, dass die Fürstl. Handschriftensamm- 
lung viele und wirkliche Schätze enthält, zu deren Kenntniss- 
nahme u. Würdigung der Verf. mit anerkennenswerther Meister- 
schaft im vorl. Werke die erforderliche Anleitung gegeben hat. 



166 Litteratur und Miscellen. 

[397.] Programm ber Healföufe ju 9?cupabt*2)re«bcn aU öiitfobnitfl«- 
fdfrtft au bett öffentlichen Prüfungen Stytil 1865. 2>rc*ben, 2)ru<f Don 
$ciim<$. 8. <Snt$. ©. 99^103: Äatalog ber ©tffiferbtMUt&ef. 

Zu dieser neben der „Lehrerbibliothek" bestehenden 
„Schülerbibliothek" ist vor ein paar Jahren, auf Antrag des 
früheren Rectors Masius, durch einen Beitrag der städtischen 
Behörden von 50 Thlr. der Grund gelegt worden. Die weitere 
Vermehrung geschieht theils durch Anschaffungen aus der etats- 
• massigen Jahressumme von 10 Thlr. n. aus Legatzinsen theils 
durch Büchergeschenke. 

[398.] Katalog der Commerz -Bibliothek in Hamburg. 1864. 
Hamburg, Commerz- Comtoir. (Besser & Mauke in Co mm.) Lex. 8. 
XVI 8., 1304 Sp. mit LXVI1I 8. Register. Pr. n. 2 Thlr. 6 Ngr. 

Wie man sich theilweise gegen die Zweckmässigkeit des 
Druckes von Katalogen grösserer allgemeiner Bibliotheken 
ausgesprochen, ebenso übereinstimmend hat man sich allerwärts 
für die Nützlichkeit des Druckes von Katalogen grösserer Fach- 
bibliotheken entschieden. Welche Fachbibliothek wäre aber 
wohl würdiger, dass ihr Katalog durch den Druck in weiteren 
Kreisen bekannt gemacht wird, als die im Fache der Handels- 
u. verwandten Wissenschaften so ausgezeichnete u. hinsichtlich 
ihrer Reichhaltigkeit unter Ihresgleichen fast einzig dastehende 
Hamburger Commerzbibliothek, deren Ansammlung allerdings 
auch nur in der schon von früher Zeit her berühmten Handel- 
•tadt Hamburg möglich gewesen ist. Kataloge solcher Fach- 
bibliotheken, die sich, wie die Hamburger Commerzbibliothek, 
durch eine gewisse Vollständigkeit auszeichnen, haben eine 
ganz andere u. bibliographisch erheblichere Bedeutung als 
gewöhnliche Bibliothekskataloge. Man hatte bald nach Er- 
richtung der Commerzbibliothek 1735 die Zweckmässigkeit 
der Veröffentlichung ihres Kataloges erkannt u. einen sol- 
chen bereits 1750 in Druck gegeben. Darauf waren im Laufe 
der Jahre bis 1789 drei neue Verzeichnisse gefolgt. Endlieh 
nach einem sehr langen Zwischenräume 1841 ein den Bedürf- 
nissen der Neuzeit sowohl als insbesondere auch des sehr be- 
deutend angewachsenen Bücherbestandes angemessen umgear- 
beiteter Katalog, der nach u. nach durch fünf in d. J. 1844 
bis mit 1859 erschienenen Fortsetzungen ergänzt worden ist. 
Auch eine sechste Fortsetzung war bereits 1863 zur Veröffent- 
liphung vorbereitet, als die Commerz -Deputation, in Betracht, 
dftss die gesammte Auflage des Hauptkataloges bis auf wenige 
Exemplare vergriffen war, sich glücklicher Weise entacbloss, 
-Statt einer ferneren Fortsetzung eine neue Gesammtausgabe 
des Kataloges zu veranstalten — glücklicher Weise, sage ich, 
weil der Gebrauch des früheren Kataloges von 1841 durch 



Litteratnr und Miscellen. 167 

die Fortsetzungen nach n. nach ziemlich unbequem hätte 
werden müssen. Zudem war auch bei der Herausgabe eines 
neuen Gesammtkataloges die Möglichkeit geboten, da, wo 
nöthig n. rathsam, eine den Anforderungen der Gegenwart 
angemessene Umgestaltung des Eataloges vorzunehmen. Das 
Ergebniss dieser EntSchliessung der Commerz-Deputation liegt 
nun in dem oben genannten Kataloge von 1864 vor, der hier 
einer kurzen Betrachtung unterstellt zu werden verdient. Be- 
trachtet man zunächst den Inhalt des neuen Eataloges, so* 
findet man, dasB die Commerzbibliothek in den die Staatswis- 
senschaften, neuere Geschichte, Geographie, Statistik, sowie 
Geld- u. Münzwesen betreffenden Abtheilungen seit 1841 einen 
den früheren Vermehrungen gegenüber so bedeutenden Zu- 
wachs erhalten hat, dass, um von anderen sehr erheblichen 
Bereicherungen in verschiedenen anderen Abteilungen ganz 
abzusehen, schon um desswillen die Herausgabe eines neuen 
Gesammtkataloges, in den sich der neue Zuwachs bequem hat 
einreihen lassen, sehr erspri esslich erscheinen muss. Sehr be- 
deutende Vermehrungen einer Bibliothek, zumal einer Fach- 
bibliothek, wie die Commerzbibliothek ist, die von Haus aus 
ihre Grenzen enger gezogen und später erst mehr und mehr 
erweitert hat, lassen sich meist nicht ohne theilweise Um- 
gestaltungen der betreffenden Abtheilungen des älteren Eata- 
loges in denselben bequem einreihen. Geht man sodann auf 
die Betrachtung der Gestaltung des Eataloges selbst über, so 
ist dabei vor Allem der den speciellen Bedürfnissen der Com- 
merzbibliothek angemessene und wohl durchdachte Entwurf u. 
die gut durchgeführte Gliederung des Systemes, dessen man 
sich bei der Anordnung des reichen Titelmateriales bedient 
hat, mit besonderer Anerkennung zu erwähnen. Nach diesem 
Systeme ist das gesammte Material in acht Hauptabtheilungen 
geschieden, von denen die erste als eine Art einleitende 
der Sprachkunde, der Encyclopädie , den Schriften gelehrter 
Gesellschaften u. den Zeitschriften vermischten Inhaltes ge- 
widmet ist. Die anderen Hauptabtheilungen sind: Staatswis- 
senschafteu; Handelswissenschaften, die für die Commerz- 
bibliothek natürlich wichtigste n. desshalb auch reichste Ab- 
theilung; Schifffahrtskunde; Mathematische u. Bau wissen Schäften; 
Naturwissenschaften u. Oekonomie; Geschichte; Geographie; 
Statistik u. Reisen. Die specielle Gliederung aller der .ge- 
nannten Abtheilungen lässt Nichts zu wünschen übrig u. ist 
eine wirklich musterhafte, auf die ich insbesondere alle Vor- 
steher von Fachbibliotheken aufmerksam zu machen für an- 
genehme Pflicht halte. Nur mit der Anordnung der einzelnen 
Titelkopien in den betreffenden Unterabtheilungen, welche 
letatere bei der grossen Fülle des darunter gehörigen Materiales 



168 Literatur and Miscellen. 

hier u. da noch etwas mehr, als es geschehen ist, hätten spe- 
cificirt n. dadurch fibersichtlicher gestaltet werden können, 
möchte ich mich nicht einverstanden erklären; sie ist weder 
durehgehends wissenschaftlich noch chronologisch noch alpha- 
betisch, hat vielmehr den Schein von einiger Zufälligkeit oder 
Willkürlichkeit. Ebenso wenig bin ich damit einverstanden, 
dass man bei den Titelkopien selbst, die zwar im Allgemeinen 
ganz zweckmässig abgefasst sind, doch einmal die Namen der 
'Verf. aus dem Titelzusammenhange herausgerissen u. an die 
Spitze gestellt hat — was nur da eigentlich einen rechten 
Sinn haben kann, wo die Titelkopien alphabetisch geordnet 
sind — u. das andere Mal die Oekonomie in der Abfassung 
ganz unnöthiger Weise etwas gar zu weit, bis auf völlige Aus- 
lassung aller u. jeder Angabe über das Format von Büchern, 
die kleiner als Fol. u. Quart sind, getrieben hat. Doch letztere 
Dinge sind im Vergleiche zu den vielen vortrefflichen Seiten, 
welche der Katalog aufzuweisen hat, zu geringfügig, als dass 
ans ihnen ein Tadel gegen den Katalog entnommen werden 
könnte. Ich für meine Person möchte am Allerwenigsten das 
ihm gebührende Lob durch Irgendetwas schmälern oder von 
Anderen geschmälert wissen. Wie ich oben die Entschliessung 
der Oommerz-Deputation, einen neuen Oesammtkatalog heraus- 
geben zu lassen, als eine glückliche bezeichnet habe, ebenso 
kann ich die Ausführung des Kataloges eine sehr glückliche 
nennen. 

[399.] flatatog ber XJtMiotfce! bcr Harmonie 1 1 . gortf efciing. $amfcurg, 
flebr. Bei fltyrfen. 8. 2 «tt. 33 @. 

Der vom Vereinsbibliothekar Dr. F. L. Hoffmann nach 
Maassgabe des Hauptkataloges verfasste und mit eigenem 
Namenregister versehene Fortsetzungskatalog weist einen Zu- 
wachs von Nr. 6272 bis 6619 nach. Ausser historisch - geo- 
graphisch-statistischen und belletristischen Schriften in Deutsch., 
Franz. und Englischer Sprache sind es hauptsächlich Hambur- 
gensien u. aus dem Fache der Staatswissenschaft eine lange 
Suite von die Schleswig-Holstein'schen Verhältnisse betreffenden 
Schriften, womit die Bibliothek bereichert worden ist. 

[400.] äatolog ber $ibttot(e! be« 33u$(anbhing6*@etü(fen'$erein* 
in Sefystg. II- SRadfrtrag. 31. 2)egein6er 1864. SDrucf toon ©reitlotf u. 
$ärtet in Setygtg. H. 8. VII, 40 ©. (@. Slna. 3. 1862. SRt. 828.) 

Der vorl. vom seitherigen Bibliothekar des Leipziger 
Buchhandlungs- Gehilfen -Vereines Karl Opitz (gegenwärtig in 
Zürich) verfaste Katalog weist einen Zuwachs von Nr. 1941 
bis 2457 nach — ein in Betracht der nicht gerade bedeuten- 
den Geldmittel, über welche die Vereinsbibliothek zu verfügen 
hat, in der That sehr ansehnlicher Zuwachs, den die Bibliothek 



v Litteratar und Miscellen. 159 

grdsserentheils der Güte von Verlegern und anderen Frennden 
des Vereines zu verdanken bat. Möge das Beispiel derselben 
zur Nacheiferung Anlass geben! An der Spitze des Kataloges 
ist das Verzeichniss der Geschenkgeber abgedruckt. 

[401.] 3titf<$rift für «ßreußtfcfce ®efäi$te unb üanbefifimbe. #r*g. 
*ön $rof. Dr. ffi goß. II. 3atrg. ©crlin, 33at&. gr. 8 <Sntl>. im 3. ober 
SWSrj^ffte ©. 129—42: ®€f<$tc$te ber ©rafüä) ©tölbergif^cn 8tMiot&et 
*ju SBernigcrob'e. SSon (g. görflcmann. 

Nach einem vorausgeschickten Ueberblicke über die be- 
deutenderen der Deutschen Familienbibliotheken folgt eine 
Darstellung der Entstehung und des Wachsthumes der Gräfl. 
Stolbergischen Bibliothek, die unter den Familienbibliotheken 
an Umfang, inneren Werth und weitgreifendem Nutzen als 
eine der hervorragendsten bezeichnet wird. Gegenwärtig um- 
fasst die Wernigeroder Bibliothek, nach Ausscheidung aller 
Doubletten, etwa 70,000 Bde Druckschriften, eine reiche Samm- 
lung an Handschriften u. eine grosse Menge Landkarten. 

[402.J * La Photographie a la Bibliotheque Imperiale. Lettre a 
M. l'Administrateur genäral, Directeur de la Bibliotheque Imperiale; 
par L. Cormer. Paris, PAutenr. 8. 13 S. 

[403.] Cantilena potatoria in honorem Bibliothecae Iu.perialis 
publicae Petropolitanae in convivio viatico Viro clarissimo et doctisaimo, 
Ednardo a M uralt, Theol. et PhiloB. Dr., Bibliothecario sup.< etc.. ab 
Imperialis Bibliothecae publicae collegis arhanter oblato d. ^§m. Octob. 
1864. Auetore Dr. Cb. Fr. Walther Bibliothecario snp. ord. etc. Petro- 
poli. 1864. 8. 4 Bll. 

Vgl. Anz. J. 1864. Nr. 1021. 

Privatbibliotheken. 

[404.] Verzeichniss der von den Schulrath Prof. Dr. Bomhard 
in Ansbach und Hauptsteueramts- Accessist Wendung- dahier, nachge- 
lassenen Bibliotheken welche den 22. Mai in Frankfurt am Main ver- 
steigert werden sollen. Eingesandt von Lndolph St. Goar in Frank- 
furt a M. 8. 1 Bl. 80 8. 2025 Nrr. 

Hauptsächlich Philologie, Theologie, Geschichte, Natur- 
wissenschaft n. Medicin (bes. Magnetismus n. Somnambulismus), 
Musik. 

[405*] Catalogue de la Bibliotheque de feu Emmanuel Brann- 
wald Pasteur-Pr&ident du Consistoire de Saint-Thomas etc. La vente 
*ora Heu le 1er mai. Premiere Partie contenant les ouvrages sur 
PAlsace. Strasbourg, Ed. Piton. 8. 1 BI. 38 S. 1132 Nrr. 

Eine sehr interessante Sammlung, deren Verzeichniss, um 
ihm dauernden Werth zn geben, bibliographisch besser hätte 
gefertigt werden sollen. Die IL Abtheilung wird die theolog., 
historischen und übrigen Werke der Bibliothek enthalten. 



160 Litteratur und Hiscellen. 

[406.] Cat&log einer Sammlung mediciniscber Werke aus dem 
Nachlasse des Dr. med. Dähn in Worms, welche im GaDzen oder ge- 
theilt abgegeben werden sollen. Offerten befördert die J. M. Rahke'sche 
Hof- Buchhand lang in Worms. 8. 6 S. 

Eine kleine Suite meist nenerer Deutscher Schriften. 

[407.] * Catalogne de la Bibliotheqne de feu Arthur Dinaux (4e 
Partie), dont la vente anra Heu le 18 avril. Paris, Mme. Bachelin- 
Deflorenne. 8. 140 8. 1674 Nrr. 

Hauptsächlich für Franz. Bibliophilen von Interesse. 

[408.] * Catalogne de livres rares et enrieux, composant la Biblio- 
theqne de L. B. 6.*, dont la vente anra Heu le 3 avril. Paris, Mme 
Bachelin-Deflorenne. 8. 111 8. 946 Nrr. 

Scheint nicht von erheblichem Werthe zu sein. 

[409.] * Catalogne des livres de littärature et de beaux-arts, com- 
posant la Bibliotheqne de A. M***, dont la vente anra lien le 20 mars. 
Paris, Labitte. 8. 20 8. J75 Nrr. 
Unbedeutender Art. 

[410] Katalog der von Dr. Carl Monnard, ord. Prof. der roma- 
nischen Sprachen und Litteratnr an der Kgl. Univ. zu Bonn, etc. 
nachgelassenen Biichersammlung welche den* 8. Mai bei Matth. Lem- 
pertz in Bonn Öffentlich versteigert wird. [A. n. d. Tit.: Catalogne 
de la Bibliotheque de fen M. le Dr. Charles Monnard.] gr. 8. 3 Bll. 
151 8. 4700 Nr. 

In der dem Kataloge von Prof. L. Vulliemin vorangestellten 
Lebenskizze des verst. Besitzers der Bibliothek heisst es unter 
Anderem von demselben : „II avait composö sa bibliotheqne pour 
les besoins de ses eiudes. Durant tout le cours de sa carriöre 
et depuis les premiöres annäes passGes k Paris, il n'avait rien 
nögligä pour y faire entrer ce qu'il y a de meilleur dans le 
ohamp qui ötait le sien. Anssi, dans son ensemble, eette bi- 
bliotheque est -eile un recueil assez complet de tout ce qui a 
6t6 publik de plus important si»r la littärature fran$aise et 
ttrangere k la France, au triple point de vue de la philolögie, 
de la Philosophie et de Testhetique, et, dans le detail, comprend- 
elle, avec de bonnes editions des grands ecrivains, bien des 
volumes obtenus k grand peine, bien des livres destinös k 
compieter la collection et bien des raret&s." 

[411*] Verzeich ni88 der hinterlassen en Bibliothek des Dr. Engel- 
bert Sägelken in Bremen, welche nebst mehreren anderen Bücher- 
sammlungen am 20. April dnrch W. Setzer öffentlich versteigert wer- 
den sollen. Bremen, Druck von Strack. 8. 1 Bl. 41 8. 1335 Nrr. 

Grösserentheiis theolog., geschichtl. u. geograph., philolog., 
belletristische Schriften aus der Deutschen sowie Französischen 
Litteratur. 



Lltterattrr und Higeelfon. 161 

[412.] Katalog der von Lud. Christ. Treviranui , Prof. der Botanik 
an- der KgU- Universität zu Bonn nachgelassenen Büchersammlung 
welche den 22. Hai bei Matth. Lemperts in Bonn öffentlich versteigert 
wird. [A. n. d. Tit. : Botanische Bibliothek von Lud. Christ. Treviranus.] 
Drnck von Krüger in Bonn. gr. 8. 4 Bll. 114 S. 2843 Nrr. 

Mit Recht sagt das Vorwort, dass die Empfehlung, welche 
der im vorl. Kataloge verzeichneten Sammlung der berühmte 
Name des verßtorb Besitzers in den weitesten Kreisen des In- 
u. Auslandes der Bücherfreunde sichere, durch den Inhalt des 
Kataloges ihre volle Bestätigung finden werde. In allen Haupt- 
fächern der Botanik, welche Tr. vertreten habe, seien die be- 
deutendsten und kostbarsten Werke vorhanden. Ein Blick in 
den Katalog werde sogleich überzeugen, dass es sich um eine 
Bibliothek handle, wie sie sich nur höchst selten im Privat- 
besitze finde, und wie seit der Linck'schen Auction keine mehr 
zum Verkaufe gekommen sei. Ganz besonders sei auf einen 
grossen Reiohthum von Monographien, von denen viele gar 
nicht in den Buchhandel gekommen seien, aufmerksam zu 
machen. Eine willkommene Zugabe zu dem Kataloge bildet 
das an die Spitze gestellte „Chronologische Verzeichniss der 
gedruckten Schriften von Dr. Lud. Christ. Treviranus" (2 Bll.), 
bei dem nur zu wünschen wäre, dass man einzelne Angaben 
genauer formulirt hätte. 

[413.] Siebenzigstes Antiquarisches Verzeichniss von Felix Schnei- 
der in Basel. Enthält, die Bibliothek des f Domherrn Carl Jos. Vare 
in Pruntrut 8. 1 Bl. 66 S. 1662 Nrr. 

Enth., mit Ausnahme einer kleineren historischen Partie, 
fast nur Theologica u. zwar fast durchgehends Catholica. 
Einzelne sehr beachtenswerthe Stücke darunter. 

[414.] Catalogne de la Bibliotheque de feu Louis Vercruysse, 
bibliophile distingue' a Courtrai, dont la vente publique aura Heu le 
24 Avril sous la direction de F. Heussner. Vol. II. Bruxelles, Heussner. 
gr. .8. 4 Bll. 235 S. 2984—6148 Nrr. (S. oben Nr. 153.) 

Der vorl. II. Band des Kataloges der schönen u. werth- 
vollen V.'schen Sammlung, auf welchen bereits oben aufmerk- 
sam gemacht worden ist, enthält die Abschnitte „Belles-Lettres" 
u. „Histoire", nebst „Mölanges" u. einem Supplemente zu 
beiden Bänden. Die an Zahl der Werke sowohl als an Werth 
hervorragenderen Partien der genannten Abschnitte bestehen 
in einer Suite Niederländischer Dichter, einer dergl. von Reise- 
werken, sowie in Suiten von Werken zur Kirchengeschichte, 
Belgischen und Holländischen Geschichte und zur Archäologie. 
Besonders zu erwähnen ist auch eine auserlesene Partie „Sym- 
boles, embl&mes et devises." Ueberall, wohin man auch im 
Kataloge blickt, tritt dem Leser die Wahrnehmung entgegen^ 



162 Litterate und Miscellen. 

dass es hauptsächlich die Kunst gewesen ist, welche der verst. 
V. bei Ansammlung seiner Bibliothek im Auge gehabt hat. 
Desshalb ist auch ganz insbesondere Kunstkennern u. Kunst- 
liebhabern die Durchsicht u. das Studium des vorl. Kataloges 
anzuempfehlen. 

[416.] Aus Abo 

hat der im Anz. mehrfach erwähnte Walter'sche Elzevirkatalog 
der Kaiserl. Öffentlichen Bibliothek in St. Petersburg von Seiten 
der Zeitschrift „Abo Underrättelser" (Nachrichten) eine sehr 
günstige Aufnahme und Würdigung gefunden; der den Katalog 
betreffende sehr lange und ausführliche Artikel im Jahrg. 1864 
Nr. 142, 143, 148, 149, welcher viele interessante und wich- 
tige Notizen in Bezug auf Bibliographie und Bibliotheken in 
Schweden und Finnland enthält, ist von dem früheren Buch- 
händler J. W. Liilja, einem Sachverständigen — dessen reiche 
Büchersammlung von über 14,000 Nrr. (Katalog in 3 Abthei- 
lungen 1863 — 64) im September 1864 versteigert worden — 
verfasst. 

[416.J Aus Berlin. 
Die - wer th volle und bedeutende Bibliothek der Brüder 
Örimm, die aus 7862 Nrr. in etwa 12,000 sauber gebundenen 
und wohlerhaltenen Bänden besteht, ist vom Cultusministerium 
für die Berliner Universität angekauft worden. Was der Samm- 
lung einen besonderen Werth giebt, ist der Umstand, dass eine 
grosse Anzahl von Werken, namentlich die von den Verstor- 
benen für ihre Arbeiten vielbenutzten in ihrem Innern ungemein 
sauber "geschriebene Randbemerkungen von ihrer Hand ent- 
halten, oder dass solche Anmerkungen, auf lose Blättchen oder 
auf Vorsetzblättern geschrieben, den Büchern eingefügt sind. 
(Bbrsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. Nr. 41. S. 762.) 

[417.] Aus Berlin. 
Die Königliche Bibliothek hat unter der Adresse des Bi- 
bliothekars Prof. Dr. Buschmann von dem Gouverneur des 
Staates Californien der Nordamerikanischen Freistaaten F. F. 
Low eine Kiste von Büchern, die derselbe aus der Staatsbiblio- 
thek hat aussuchen lassen, zum Geschenke erhalten. 

(Neue Preuss. Zeitg. Nr. 79.) 

[418.] Aus Florenz 
schreibt die Redaktion des „Giornale del Centenark) di Dante 
Alighieri" Nr. 41. S. 332 wie folgt: „Riceviamo una circolare 
dei Signori Cellini e Ghivizzani, i quali si propongono di pub- 
blicare in occasione del Centenario di Dante una bibliografia 



Litteratur und Miscellen. 168 

di tatte l'edizioni doli' opera die Dante, e di tutti i libri in- 
torno ad esse stampate dal 1860 sin© all' anno presente: Per- 
cio si rivolgono agli editori ed agli studiosi di Dante a fine 
gli sieno mandati i libri di tale argomento, e quelle notizie 
che possono lor giovare in proposito. E noi crecUamo che gli 
editori e gli studiosi non mancheranno di mandare i libri da 
loro pubblic&ti al Sig. Mariano Cellini , Direttore del Giornale 
la Gioventü, Firenze." 

[419.] Ans Nürnberg 
berichtet der „Anzeiger für Kunde der Deutschen Vorzeit" Nr. 2. 
Sp. 74, dass das Germanische Museum, auf Ansuchen seines 
Pflegers für Wernigerode, Reg. Raths v. Rosen, aus dem reichen 
Doublettenvorrathe der dortigen Gräflichen Bibliothek vom re- 
gierenden Grafen Otto zu Stolberg -Wernigerode ein Geschenk 
Von 100 Bänden erhalten hat. Die Auswahl dieser 100 Bände 
ist dem Museum selbst überlassen worden. 

[420.] Aus St. Petersburg 
ist der Oberbibliothekar der Kais, öffentlichen Bibliothek Dr. 
Ch. Fr. Walther so freundlich gewesen, als Beitrag zu meinem 
im März- bis Juli- und Octbr.- bis Novbr.-Hefte des Anz. 1869 
veröffentlichten und daraus auch besonders abgedruckten „Ca- 
talogus Indicis Librorum prohibitorum et expurgandorum", nach- 
träglich noch ein paar Notizen über und aus dieser Jndex- 
litteratur einzusenden. Ueber die Indexlitteratur handeln: 
„Tractat Herrn Gabr. Putherbeien von Thuron, etc. Von Ver- 
bot und auffhebung derer Bücher und Schrifften, so ingemain 
one nachtheil und Verletzung des ge Wissens,* auch der frumb 
und erbarkeit nit mögen gelesen oder behalten werden. Mün- 
chen getr. bey Berg. 1581. 8. 170 Bll." u. „JoxiiiaoTrjQ sive 
de librorum circa res theologicas approbatione Disquisitio ht- 
storica (auctore Jac. Boiteau). Antverp., typ. Salii 1708. 12. 
144 S. u Aus der Indexlitteratur sind: „Le Catalogue des 
Livres examinez & censurez, par la Faculte de Theologie de 
ITniversitä de Paris: suyuant l'Edict du Roy. Publik en la 
Court de Parlement le cinquiesme iour de Septembre M. D. LI. 
Avec privitege de la Court de Parlement pour deux ans. On 
les vend ä Paris par Jehan Dallier. 1651. kl. 8. 60 Bll." 
u. zu dem in Rom 1758 erschienenen Indexkatalog in 4° drei 
Appendices, nämlich I. (in qua recensentur deinceps proscripti 
post a. 1757 usque ad 17. Jan. 1763) 1763. 8 S.; IL 
(1768—1770.) 1770. 15 S.; III. (1770—1779.) 1779. 12 S. 

[421.] Aus St. Petersburg 
hat der Anz., in Betreff der im Jahrg. 1864. Nr. 89 ausge- 
sprochenen Bitte des Bibliothekar Dr. Köhler in Weimar um 



164 Littetfttiifr und Histtltat. 

Auskunft über die „Opera poStica Jacobi Falconis Valentini", 
vom Oberbibliothekar Dr. Walther eine längere Mittheilung 
erhalten. Laut dieser Mittheilung besitzt die Kaiserliche Bi- 
bliothek ein aus der Zalüski'schen Bibliothek stammendes, 
leider etwas defektes Exemplar des Madrider Druckes der vor- 
genannten „Opera" vom J. 1600 in 16° oder kl. 8°. Die 
Gedichte Falco's sind erst nach seinem Tode gesammelt nnd 
geordnet, and von Manuel de Sousa Coutino, einem Freunde 
des Verstorbenen, herausgegeben worden; sie zerfallen in dieser 
Ausgabe in fünf Bücher, von denen das I. Epigramme und 
kleine Gedichte in Distichen, das II. lyrische Gedichte, das 
III. Elegien, Eclogen und Satiren, das IY. die Ethik des Ari- 
stoteles in Versen, das V. Fragmente grösserer epischer Ge- 
dichte enthält. In einem Anhange finden sich Scholia in Horatii 
librum de arte poetica. Unter den Gedichten des I. Buches 
ist ein vielleicht noch unbekanntes „Epitaphium Caroli Principis 
Hispaniae"; dasselbe lautet: 

Sum Carolus, Carolique nepos, primaeque Mariae 
Filius infelix, quia vixi matre perempta. 
Ante diem perii, posuique in carcere vitam, 
(Magnum Patris opus) ne mecum cuncta perirent. 

[422.] Aus Wien 

machen Haasenstein & Vogler bekannt, dass sie in Kürze ein 
neues „Verzeichniss derjenigen in den Oesterreichischen Kron- 
ländern und dem südöstlichen Europa erscheinenden Zeitungen 
und periodischen Druckschriften, welche Annoncen aufnehmen" 
herauszugeben beabsichtigen. 

(Oesterr. Buchhändl.-Correspond. Nr. 10. S. 83.) 

[423.] Aus Wien 

hat Leop. Sommer's Verlag ein „Verzeichniss verbotener Druck- 
schriften' 4 , als ein für die Journal-Redactionen und Administra- 
tionen, für Buch-, Kunst- und Antiquarhandlungen, für Leih- 
bibliotheksbesitzer und Bnckdrucker nach amtlichen Quellen 
zusammengestelltes Nachschlageregister, herausgegeben; das- 
selbe enthält sämmtliche Verbote von Druckschriften, die seit 
der Wirksamkeit des Pressgesetzes vom 17. December 1862, 
d. i. vom 9. März 1863 bis 9. März 1865, kundgemacht worden 
sind (im Ganzen 389), sammt einem genauen alphabetischen 
Register. Laut Anzeige im Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchhandel 
Nr. 39. S. 731 ist die Auflage des Verzeichnisses (Pr. n. 1 Thlr. 
10 Ngr.) nur sehr klein. 



NEUER ANZEIGER 



für 



Sihliogro^ie mtft Bihliütljrkinissrnsdjoft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



JnnL 



1865. 



Inhalt: 

Nao* träge zu Weller's Repertorium typographicum, tob H. O. König. — 
Ex Oatalogo Mbliothecae Danteae Dresden sis. III. (Continuatio.) — Die 
Utteratur der Schleswig -HoUtein'schen Frage. (Fortsetzung.) — Die 
JPolniaehe Bibel Ton 1563, keine Socinianische, von E. v. Mural t. — 
Litteratnr und Miscellen. 

[424.] Nachträge zu Emil Well er 's Repertorium 
typographicum. 

In 4er Fürstlichen öffentlichen Bibliothek zu Eudolstadt gesammelt 

von 
Heinrich Oscar König. 

Im Anfange des verflossenen Jahres erschien unter dem 
Titel: Repertorium typographicum von £. Weller ein Werk, 
welches in möglich grösster Vollständigkeit alle diejenigen in 
Deutscher 8prache geschriebenen Bücher in diplomatisch ge- 
treuen Titelcopien aufführt, die in den J. 1500 bis 1625 ge- 
druckt worden sind. Dies Bnch bildet gewissermaassen eine Um- 
arbeitung von Panzert Annalen der älteren Deutschen Litteratur. 

Allein wenn auch Weller's Arbeit alle vor ihm erschienenen 
Werke und namentlich das ebenangeführte Panzer'sche bei Weitem 
übertrifft, so liegt doch eine unbedingte Vollständigkeit ausser 
dem Bereiche des Möglichen, wenn nicht, wie von Weller selbst 
zugegeben wird , sämmtliche Deutsche und andere Bibliotheken 
durchforscht und benutzt werden. 

Die Fürstl. öffentliche Bibliothek zu Rudolstadt, welche 
jetzt nach approximativer Schätzung 55 bis 56,000 Bände um- 
fasst, erfreute sich von jeher der fördernden Fürsorge der 
ßehwanrbnrgischen Regenten, und besass schon im vorigen Jahr- 
hundert eine so bedeutende Anzahl seltener Bücher, dass der 
damalige Consistorialrath und Gymnasialdirector Johann Fried- 
rieh Hesae drei Unterprogramme unter dem Titel: „De libris 
rarioribus bibliothecae Rudolstadiensis" — im letzten Viertel 
des vorigen Jahrhunderts mit einem chronologisch geordneten 
Verzeichnisse derselben füllen konnte*). 



*) 8. PeUholdt's Handbuch d. Deutsch. Bibliotheken S. 323—24. 

Auch im ersten Bande des Thüringischen Taschenbuchs heraus- 
4*g*|>en von Dr. Ludw. Friedr. Hesse wird der F. Bibliothek ebenso 
wie in Renovana' Chronik der Stadt Eudolstadt eine längere Bespre- 
chung gewidmet 

U 



166 Nachträge zu Weiler*» Bepertorium typographicum. 

Einen hauptsächlichen Zuwachs erhielt dieselbe durch die 
im J. 1805 geschehene Einverleibung der nahezu 6000 Bände 
starken Bttcbersammlung des Geheimen Raths Carl Gerd von 
Ketelhodt, welche dieser mit vieler Mühe und einem gar nicht 
unbedeutenden Kostenaufwände zusammengebracht hatte. In 
ihr befinden sich namentlich zahlreiche historische und theo- 
logische Seltenheiten. 

Unter die Erwerbungen der neuern Zeit, die in manchen 
Fächern etwas reichhaltiger sein könnten, gehört auch eine 
Bibel (Hans Luft) mit den Handschriften Dr. Martin Luthers 
und Philipp Melanehthon's. 

Als Curiosum erwähne ich noch, dass in der alten, ans 
dem Anfange dieses Jahrhunderts herrührenden Bibliotheksord- 
nung, welche im J. 1831 durch eine neue ersetzt wurde, u. a. 
ein Abschnitt folgenden Inhalts vorkommt: 

„Jeder, der einen Erlaubnissschein von der Fürstl. Regie- 
rung zur Benutzung der Bibliothek erhalten hat, kann Bücher 
ins Haus bekommen, nur — die Advocaten, welche Werke 
für ihre Zwecke benutzen wollen, müssen dies in der Biblio- 
thek selbst thun."(!) 

Möge es mir nun gestattet sein, hier Einiges aus den 
Schätzen der Rudolstädtischen Bibliothek nachzutragen, und so 
zugleich den Beweis zu liefern, dass auch in kleinen Bücher- 
sammlungen, unter die ja die hiesige zu rechnen ist, manche 
in bedeutenden oft vergeblich gesuchte Seltenheiten zu finden 
sind, von denen freilich das grössere nicht sachverständige 
Publicum meint, es seien „alte werthlose Scharteken", die besser 
durch etwas Neues ersetzt werden könnten. 

Die vor einzelnen Titeln stehenden Nummern beziehen sich 
auf das Werk Weller's, der mir ja wohl ob der Veröffent- 
lichung dieser Nachträge nicht* zürnen wird. 
Rudolstadt, am 3. April 1865. 

Zu No. 303. 
PRactica Teutsch Etlich Jar we- | rende Von dem kunstrichen 
wolgelerten der Philo- | sophi, Astronomi, Astrologi vn Mathe- 
mathick. rc. | meyster Hansen virdung von Hasfurt, vss d' gros | 
sen Cöiunction der dryer obersten Planeten Satur | ni Jouis 
vn Martis gezogen, Von der zukunfft eins | neuwen Propheten, 
vnd anderer grösser geschieht, die durch ge | nante Cöiunctio 
bezeichnet werden, Gemacht zu eren de durch | leuchtigsten 
hochgebornen Fürsten vn Herren Herr Philipsen | Pfaltzgrauen 
bym Rhyn Hertzogen in Beyern des heyligen | Römischen Rychs 
Ertztruch8essen vnd Kurfürsten, rc. 

Am Ende steht: Getruckt zu Strassburg von | Matis hüpfuff, 
in dem Jare do man zalt nach | Christus geburt, Tusent, Fflnff- 
hundert vnnd in I dem dritten Jare. 



Nachträge zu Weller's Repertorium typographicum. 167 

22 Bll. in 4° mit vielen eingedruckten Holzschnitten. 

Zu No. 997. 
Das buch Granatapfel, im la- | tin genant Malogranatus. helt 
in jm gar vil vnd manig haylsam vnd 8üs- | ser vnder weysung 
vnd leer, den anhebenden, auffnemenden vnd vol- | komme; 
mensche, mitsaropt gaystlicher bedeutung des aussgangs | der 
künder . Israel von Egypti. Item ain merckliche vnder- | rich- 
tung der gaistlichen Spinnerin. Item etlich predige | von dem 
Hasen im pfeffer. Vnd von siben schwer- | tern vnd schayden, 
nach gaistlicher ausslegüg. 

Merers taiis gepredigt durch den hoch- | geleerten Doctor 
Johanna Gayler | von Kaysersperg etc. 

Auf der Rückseite des Titels befindet sich ein die Aufer- 
weckung des Lazarus darstellender Holzschnitt. Jede nun fol- 
gende Unterabtheilung, mit Ausnahme der ersten, trägt auf 
einem Blatte einen besondern Titel und zwar: 

Von dem volkomen menschen. 42 Bl. 
Ain gaistliche bcdeu- | tung des aussgangs der kinder | Israhel 
von Egypte. 

Auf der Rückseite ein den Uebergang der Juden über das 
rothe Meer darstellender Holzschnitt mit der Ueberschrift: Po- 
pulum Israhel (ait Pharao) persequar et comprehendam, Euagi- 
nabo gladid meü et interficiet eos manus mea Sed flauuit Spi- 
ritus tuus Domine, et operuit eos mare Et submersi sunt quasi 
plumbü in aquis vehcmentibus. Exodi XV. 16 Bl. 
Die gaistlich Spinnerin | nach dem Exempel der hayligen wittib 
Elizabeth, wie sy ] an ainer gaistlichen Gunckel, flachs vn wo 11 
gespun | nen hat Geprediget durch den wirdige Doctor | Jo- 
hannem Gayler von Kai3erssberg rc. 

Auf der Rückseite ein Holzschnitt, der die heil. Elisabeth 
und fünf andere mit Spinnen beschäftigte Frauen vorstellt. 

Am Ende: Also seind geendet Acht nütz | lieh Predigen 
vonn dreyen gunck | elen rc. 32 Bl. 

Ain gaistliche bedeutung des | Hässlins, wie mau das in 
dem pfeffer bereite sol, die da gibt clare vn- | derrichtung, wie 
ain mensch (der sich wil kere zu got, die Iaster der Sünden 
fliehen, ain ersam penitentzlich lebe anfallen) sich be- | rayten, 
schicken vnd halten soll, nach den guten aigen- | schafften die 
das forchtsam, vnachtbar, klain | thierlin, das hässlin in seiner 
art | an jm hatt. 

Der auf der Rückseite stehende Holzschnitt zeigt eine Küche, 
in der ein Mann beschäftigt ist, einen Hasen anszuwaiden. 

Auf dem 2. Bl. heisst es: Vnnd hat sy (die Predigt) ge- 
thon den gaistlichen mutere vnnd Schwestern Sant Katherinen 
zu Strassburg. Anno dhi M.cccccij. 30 Bl. 



168 Nachträge zu Weller'ß Repertorium typogtäphicüm. 

Die siben Hauptstind Die da | bedeut seind bey den siben 
gaistlichen Schwertern, mitt denen der böss | veind der teu- fei 
die seelen der menschen schlecht, verwundt vnd | ertödet, wie 
man jm durch des gots wort widerwör thun | soll vnd angesige. 
.Dabey auch wie dise siben schwert der laster bedeckt seind 
vnd sich verbergen vnder | die siben schaiden, das ist vnder 
die geötal- | ten der guten tugenden. 

Auf dem auf der Rückseite befindl. Holzschnitt erblickt 
man sieben abenteuerlich gestaltete Ungeheuer, von denen jedes 
ein Schwert mit der bezttgl. Inschrift: Zorn, Hochfart, neid, 
Tragkait, fresserey, vnkeuschait, Oaitikait (Geiz?) trägt. 

Gehalten wurde die Predigt 1499. Am Ende: Ain end hat 
die materi von den siben Schwertern. Vnd vol- | get noch von 
den syben schayden (Holzschnitt.) Zusammen 19 Bl. 

Am Schluss dieser Abtheilung steht: Nun volgt nach ain 
8eer nutzliche materi von | dem Trostspie- | gel. 

Am Ende: Gedruckt zu Strassburg durch Johannem Knob- 
lauch auff Fry- | tag nach Gregorij, Des jars do mann zalt | 
M.D.X.I. 10 Bl. 

Ueber die Seltenheit dieses Buchs s. Engelii Catal. libror. 
rariss. P. II p. 22 u. Catal. biblioth. Uffenbach. P. II p. 119. 

J. 1520. 
Ain hipsche Tragedia | vö zwaien liebhabendn | mentsehen 
ainem Ritter | Calixstus vn ainer Edln | junckfrawen Melibia 
ge | nät, deren anfäg müesä | was, das mittel siess mit | de 
aller bittersten jr bay | der sterben beschlossen. 

Am Ende steht: Gedruckt vnd vollendt in der kayserlichen 
stat Äugspurg durch Sigismund Grym Doctor, vnnd Marx Wir- 
sung, nach der geburt Christi M.D.XX. Am xx tag Decemb. 
Verfasser dieser „ dem Ernuesten Matheus Langen vö Wellen- 
burg Dat. Äugspurg. Am Ersten tag Nouember. Anno dni 
M.D.xx." dedicirten Tragödie ist Christoph Wirsung. 
. 152 Bl. in 4°. 

J. 1521. 
Neu getzeittung auff | das Jar MDxx ; Eyner schrifft- | liehen 
werbunge gethan von dem fürsten der | helle. Seinen lieben 
getrewen. Aller vnd ides | Standes seines Reichs. 

Beginnt mit den Worten: WJr Lucifer ein Kuenigk der 
hellen, Eyn | Fürst der finsternuss, hertzog vn. regierer | der 
trawrigen herrschafft ewiger vordam | nus. 

Ein anderes Mal nennt er sich: Wir Luciper (sie!) an dy 
gnad gotes storer der heiligen | Christenheit guter site vn du- 
gende vnd aller gutheit | Ertzbub in allen lande, merer der 
Bünden alles vn | end vn aller bubrey, Ewiger lädgraff zu hell, | 
Des reich kein ent nit ist. 

Am Ende heisst es: Datum an dem suntag vor dem | mon- 



Nacjitr^e zu Weilers Repertorinm typographicum. 169 

tag In der narren wochen an dem viij kalen- | d3 des speck- 
bube Machometis, ynsers regimets | vnauffboerung Jerjich tag 
vnd nacht, sttjndt un | minutep biss auff den rainsten qnadranten. 
1521. 

O. 0. 6 BL 4*. 

Zu No. 1833. 
Eyn Sendtbrieff von Doctor | Martini Luther nach seine | ab- 
chydt von Wurmbs. | an die stedt des heilig Reichs daselbst 
ver | samlet von Frydburg geschickt | im xxl. iar geschehen. 

4 Bl. 4°. 

J. 1622. 
Spiegel der natürlichen himlischen | vnd prophetischen sehungen 
aller tmbsalen, angst, vn | not, die vber alle stende, geschlechte, 
vnd gemayn | den der Cristenheyt, snnderbar so dem Krebsen. | 
vn Scorpion auss natürliche einfluss des himels | vnderworffen 
sein, vn in dem sibenden Glima od' | circkel begriffenn, in kur- 
tzen tagen geen werdenn, | Durch den wirdigen hern Joseph 
Grflnpeck zu | Nürnberg beschriben. 

Am Ende: Gedruckt zn Leypssk durch Wolffgang Stdckel 
rc des | Jars' als man zalt nach Christi geburt 16 22. 
. 24 Bl. 4 A . Letztes Bl. leer. Mit vielen Holzschn. 

Zu No. 2268. 
Schlnsze der Augusti | ner Yeter yn yhrer versamlung | czu 
Wittenberg, gestellet, | die trostlich czu hören | seind den armen | 
gefangene ge | wissen. 

2 Bl. 4°. 0. 0. u. I. 
Scbnczrede | widder eczliche vn- | geczembdte freche Clamanten, 
wilche (sie!) die ) Euangelischen lerer schuldigen, wie das | sie 
eynen new.en Glawben predigen, vn- | ehren die Heyligen, han- 
deln widder die | schritt S. Jacobi, Yerpieten fasten, bet- \ ten, 
Gutte werck zu thun, auff sieben Ser | mon, gestellet vn ge- 
predigt zu Arnstadt, | durch Caspar Guethell, Augusti- | ner von 
Eysaleben. ) 1.6.22. | Wittemberg. 

Am Ende steht: Datum am tagSant | Francisci, vber Eyss- 
leben gelegen, ym Augustinerkloster. 

8 Bl. 4°. 

Diese „Schutzrede" ist dem Grafen Günther von Schwarz- 
bnrg dedicirt. 

Zu No. 2268. 
Eyn Sendbrieff, so | der Edel vnd Ernuest Franciscus von | 
Sickingen, seinem Schweher, dem | Edlen vnnd ernuesten Jun- 
cker | diethern vö henschuchssheym | zu vnterrichtüg etlicher 
Ar | tickel Christliches glaubens , kürtzlingen | tzugeschickt j 
hatt Missiue Hartmuts | von Cronenberg an Franciscü | von 
flickingen. | Wittemberg | Anno M.D.xxij 

10 Bl. 4°. mit Titeleinfassung. 



170 Nachträge zu Weller's Repertorium typographicum. 

Zu No. 2314/15. 
Ein gottlieh vermanüg an die Er | samen, wcysen, eernuesten, 
eltisten Eydgnossen J zu Schwytz, das sy sich vor fremden her- | 
ren hnttend vnd entladend, Huld- | richi Czwinglij, Einueltigenn | 
verkunders des Euange | lij Christi Jesu. | (Holzschnitt) Ma- 
thei am. xj. | 

Kummend zu mir alle die arbeitend | vnd beladen seind, vnd 
ich wil | euch ruw geben. 

Die Vorrede ist datirt: Ozurich am xvj tag | Meyens, Im 
iar. M.D.xxij. 

Am Ende steht: Hut dich Schweytz vor frörnden herren 
Sy brechtent dich zu vnerenn. 

12 Bl. 4°. 

J. 1523. Zu No. 2471. 
Vom Fasten | Ein nutzlich Ser | mon zu trost allen Christen, | 
von dem fasten vnnd feyren | gepredigt ist worde vö bru- | der 
Heinrich Ketebach bar | füsser obseruantz zu Ulm in | jren Con- 
uet auff de erste | Sontag d 1 faste in vol- | strecküg seyner 
ma- | terien der tzehen | gebot. | Gedruckt durch Michael | Buch. 
Im jar M.D.XXiij. 

Am Ende: Gedruckt zu Erffordt durch Michel Buchfürer. | 
Im Jar M.D.XXiij. 

6 Bl. 4°. 
Wider die falschscheynende gaystlichen under dem | Christlichn 
hauffen, genant Barfftsser oder Fräciseaner orde | Sonderlich 
vom titel Reformacio oder Obseruacio. Item wie soüil ade | 
licher leibe vnd seelen in Sannt Clara orden erbärmlich ver- 
derben. 

1 
Die regel der Barfttsserbrüder ist mit das Euangelion wie sy 
dan raitt | jrem bapst Nicoiao. 3. (de. ver. sig. lib. vj. Exijt 
qui seminat) liegend. 

2 
Ire regel ist wider das Euangelion. 

3 
Ir regel ist wider recht vernuufft vnd gutdunckcn aller menschen. 

4 
Ire regul ist nicht dan alter vcttei theding vnd ein weltbe- 
scheyssen. 

5 
Auss hailiger geschrifft bewerdt, vnnd | aussgeschrybenn zu 
warnung | allen frummen Chri | 15. stenn rc. 24. 

Am Ende: Datum Wittemberg aufF Diuisiones apostolorum. 
M.D.XXiij. 



Nachträge zu Weller's Repcrtorium typographicum. 171 

Auf dem Titelblatte befinden sich zwei — Christum und den 
heil. Franciscus darstellende Holzschnitte. 

24 Bl. 4°. 
Artickel. so herr Virich zwingly auff | Dornstag vor Lieohtmess 
Anno. M.D.XXiij. | öffentlich disputiert, vnnd mit der Euange- 
lischenn warheyt | behalten hatt. 

Furschrifft eynes Ernsamcnn Raths der | Stadt Zürich, an alle 
Pfarherr, Leutpriester, Seelsorger j vnnd Predicanten yrer herr- 
schafft | newlich aussgangen. | Czurich. 
4 Bl. 4°. Mit Titelholzschnitt. 

Von dem bei Weller unter No. 2495 angeführten- Schrift- 
chen scheint noch eine Ausgabe zu existiren; wenigstens liest 
das mir vorliegende. Exemplar: 

Sacrament ; st. Sacramets, und hat 14, nicht 18 Bl. in 4°. 
Meyn Hart- | mudt v 7. msbergs | Personlich fürbringen, fuer | 
dem hochlöbliche Keysir | liehe Regimet zu Nürn | berg, das 
heilige Euä | gelium vn wort Got- | tes Betreffend, | Nach Laur j 
entij. An- | no. rc. | M.D.XXIII. | Zwickaw. 
4 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
Zu No.' 2524. 
Vom Miss- | brauch der Messen. | Martinus | Luther. | Wittem- 
berg. | 1523. 

Am Ende: Gedruckt zu Wittemberg Jfelchior vndMi- | chael 
Lotther gebrüder, Im Jar | M.D.XXiij. 

65 BL 4°. letztes leer. Titeleinfassung. 
Zu No. 2646. 
Ein Sermon von | sanet Peter vnnd | Paul den heyli- | genn 
tzwolff | boten, vom | vortrawe. | Gepredigt zu Wittemberg, j 
durch D. Martinum | Luther rc. 

Am Ende: Gedruckt tzu Erffurdt, tzu dem Bunttenn | Lau- 
wen bey sanet Pauel. | 1523. 

Mit Titeleinfassung. 6 Bl. 4°. Auf dem letzten ein Holz- 
schnitt. 

Ordnung: wie es sol | mit dem Gottesdienst, vnd desselbe | 
t dienern yn der Pfarkirchen der StatEl- | bogen, gehalten werde, 
durch den wol- | gebornen Graffen vn Herren, Herrn | Sebastian 
Schlick, Graffen zu | Passaw, Herrn zu We^sskirche j vnd El- 
bogen rc. Mitsampt | dem Rath daselbst vnd | jrer Gemain be- 
schlossen un auffgericht* | Anno Domini. M.D.XXiij. | Eleuthero- 
bias, sed tanquä Theodulus | inuulgabat. 
Am Ende: Gedruckt zu Zwickaw. 
4 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
Zu No. 2612. 
APOLOGIA. ODER | schutzrede Egidy Mechlery pfar- | ners 
tzu Sanet Bartholome | us tzu Erffort. In welcher wyrt grund 
vnd vrsach | ertzelt seines weybnemens. 



172 Ex Gatalogo Bibliothecae Danteae Dresdens». 

Am Ende: Gedruckt tzu Erffort tzu dem Bdntthen Jjawen, | 
bey Sanct Paueli. 

8 Bl. 4°. 

Zu No. 2633. 
Eyns aussgangen Kartheuserg | Heinria Plunderi, Unterricht sso 
er vrsach | seyns aussgangs antzeigt, tzu dem Visitirer | Martino 
Priori zu Nürnberg, voller gut- | tber heyliger gesehriefft, Wid- 
der menschen | gesetz vnnd Klosterlebenn. | Anno. M.DJSXiij 

Am Ende: Geben yhn der Karthauss sancte Elisabeth bey | 
Eysenach Im jar. M.D.XXiij. 

6 Bl. 4°. Mit Titelholzschnitt. 
(SchluM folgt.) 

[425.] Ex Catalogo Bibliothecae Dauteae Dresdtoisis. 

III. Conspectus librorum, qui ad Dantem ejusque Opera spec- 

tant, in Germania typis expressorum. 

(Conti nuatiö.) 

Dante AlighferTs Goettliche Comoedie. Metrisch übertragen und 
mit kritischen* und historischen Erläuterungen Versehen v<m 
Philalethes. Th. I. Die Hölle. Zweite vermehrte Auflage, liebst 
einem Titelkupfer von M. Retzsch, einer Karte, tma 'zwei 
Gründrissen der Hölle. — Th. II. Dias Fegefeuer. Nebst 
einem Titelkupfer von H. Hess, einer Skizze von M. ftetzscb, 
einer Karte, und einem Grundrisse des Fegefeuers. — Th. III. 
Das Paradies. Nebst einem Titelkupfer von E. Bendemann, 
einer Umschlagskizze von L. Richter, einem Grundrisse von 
Florenz, einer Darstellung des Sitzes der Seligen und feiner 
Karte. Dresden u. Leipzig, Arnold.' 1839 — 19. 4°. 

1 f. IV, 300 pp.; VI, 336 pp.; X, 440 pp. — In fconoren 

hujusce versionis prodiit: ,,Ein NacfcgeBang Dante's aus dem 

Paradiese. Von Victor Strangs. Dresden, Arnold. 1851. 4 f . 3 ff . 
Dante Alighieri's Goettliche Comoedie. Metrisch übertragen und 
mit kritischen und historischen Erläuterungen versehen von 
Philalethes. Th. I. Die Hölle. Zweite vermehrte Auflage, 
nebst einem Titelkupfer von M. Retzsch, einer Karte, und zwei 
Grundrissen der Hölle. — Th. II. Das Fegefeuer. Nebst einem 
Titelkupfer von H. Hess, einer Skizze von M. Retzsch, einer 
Karte, und einem Grundrisse des Fegefeuers. Zweite Ausgabe. 
Dresden u. Leipzig, Arnold. 1849. 4°. 

1 f. IV, 300 pp.; VI, 336 pp. Eadem prior editio cum 

novis t&ntum titulis, quibus, neBcio atqae invito auctore, 

librarius priores commutavit. • 

S)tc göttfidje Äomöbte Don S)mtte SKfigljteri. Ueberfefct von ©etnb 
Don ©ufetf. SDlit einem ©tofytfitd). ^forjljevm, 'ghta* & So. 
1841. H. 8°. 

516 pp. cum 1 tabula tferi incisa. 

Staute Xltgljteri'* göttliche Ihmrifbte. 3to« ©cnffdje übetfefct uoa 
Äorl ©uftaD Don 39eme<f. (Sernb t>on <8>Hfea\) IL, neu -beut* 
bettete Sfoflage. Stuttgart, Sieger. 1856. IL 8°. . 
523 pp. 



Ex CäUlogo Bibliethecce Dabteae Dresdens!«. 173 

Die gflttffl}* ÄWfflble M Dante «liniert. ÜRetrifd|e Uebetfefcung 
teftft brigebtntftem Driginaltqrte mit £r(&uternngen, Äbfanblnngen 
ttfcb Sfegifitr. »*n Bugttft Äolufdj. 4ht einem Sanbe. 2Rit 
Dante* dianig nnb Jitjci Hatten feine« Setttyßrme*. »erfin, 
(Enftfat. 1842. 4«. 

S ff. IV, 509 pp. cum 3 tabb. 

Dante. «ig|ttti'« gfttt(i$e Äomöbte in'« Deutfä)e übertragen unb 
Jjiftotiffl}, ÄfHjetifdj unb t>orttel>mlw() $eotogif$ eriintett ton 
Karl «wart. %%. L: 3>tc $öfie. fettig, Dötfffing. 1648. 8°. 

LXl, 340 pp. tum 1 tab. 

Dem l)od)öercl)rten fjreunbe $e*rn fyrofeffor u. f. ». Dr. Subhrig 
®»ttfrieb Clane jur geier be« 19. (September 1861. Die erßen 
@ef&nge *on Dante'« g&ttlidjer Äomöbte als $r»be einer neuen 
Ueletfefeuftg öon Äart Sitte. $afle, Dtwf öon $etptemann. 
1861. 8«. 

32 pp. Continet tsntum sei priores Inferi cantas. 

Dante Vliglperi. Die göttliche Äomöbte. gür ba« beutle Soll be* 

arbeitet öon 3uKu« »raun. 93b. I. »ertin, <£n«{in. 1863. 8°. 

2 ff. 356 pp. Et sub hoc tit.: ©ante Bligbteri. 2>te$5ffe ic. 

Die ©öttfiebe Äomöbie be« Dante SHigtn'eri. Ueberfefct unb ert&utert 
wn S. ©. Statte. SDNt einem Silbniffe Dante'«, öon frofeffor 
$ttfin* Ritter. $afle, fiudftanblung be« ffiaifenljaufe«. 1864. 8°. 

VIII, 592 pp. cum. 1 tab. 

Dante Äligllieri'« @ötttid)e Äomöbte. 3n damben übertragen t>on 
Äarl (Eitner. Ilj. I — II. fnlbburgfjaufen, btbfiograplj. dnjtitut. 
1865. H. 8». 

XXXII, 156 & 16$ pp. Et sub hoc tlt: »ibttotfrel au** 
Wnbtfajer itlafflfrr in freutfoer Uebertragung. Ob. 3— 9. 
Die Äomöbie be« Dante 8üigf)ieri. tteberfefct unb mit begtehenbtm 
(Eontmentar herausgegeben öon Älepnber Sanner. Da« erjle Sieb: 
*Se ©Jtte. (1. £Mfte.) UHünÄen, gleifdjmann. 1865. IL 8*. 

VM, 1—124 & 257—272 pp. Et sub hoc tit.: Die ßUtte 
M t*ntt »figbieri k. (1. We.) 

* * * 
Die $)öflenffrafe ber grömmler. £\vt\ neu entberfte ^efänge jur 
$öflc be« Dante 8Hig#eri überfefct unb ljeratt«gegeben t>dn Sebetedjt 
fromm. (Srfter ©efang. (SRebji ber ®ntbedtong«gefd)itt>te unb An* 
merfungen.) Seidig, äBeibmann. 1830. 8°. 

Dtttfc fcKggierP« öflcrfeier im ifaHltngSgeftirn be« ^mmfif^en 
fatAiefe*. (©efang XXIV— XXVI.) Sine Ofiergabe. »on 
C. g. ©öfdjel. $aüe, SRüljlmantt. 1849. 8*. 

XII, 120 pp. 

6l|(n^<Sefang ber -götttttyn Äomöbie be« Dante «ligfjieri. Ueberfeft 
Mb erftiutett wm Ättrl ftibltfig Äamitgtcfj er. Setiin, $>art^ & €o. 
1858. 8°. 

26 pp. 

^ * ^ 



174 Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 

II Dante Ebreo ossia II Picciol Santuario, Poema didattico in 
terza rima, contenente la Filosofia antica e tutta la storia 
. üetteraria giudaiea sino all' et& »na, dal Rabbi Mose, medico 
di Rieti, che fiori in sul principio del Secolo XV., ora per 
la prima volta secondo un manoscritto rarissimo delF Augustissima 
Biblioteca Palati na in Vienna , confrontato con un altro 
privato non men raro, pubblicato da J. Goldenthal. A spese 
della Cesarea Accademia delle Scienze. [Et sub hoc tit. : 

vbnrwn no^n- n pnsr» "na ntwo ,m h ej?d «npo neo 

WntMjnbfcO apjn "OK lnDBiro] Vienna. ■ 1851. gr. 16°. 

XXVIII. PP ; & 2, ihp ff. 
Rieti und Marini oder Dante und Ovid in hebräischer Umklei- 
dung. Von Goldenthal. (Aus dem Juni-Hefte des Jahrganges 
1851 der Sitzungsberichte der philos.-hist. Classc der kais. 
Academie der Wissenschaften besonders abgedruckt.) Wien. 
1851, 8°. 

1 f. 27 pp. 



Dantis. Alligherii Divina Comoedia hexametris latinis reddita 
ab Abbate dalla Piazza Vicentino. Praefatus est et vitam 
Piazzae adiecit Carolus Witte. Lipsiae, Barth, 1848. 8°. 
1 f. XL VIII, 399 pp. 

* * * 
Vocabulario Dantesco ou Dictionnaire critique et raisonnä de 
la Divine Coinädie de Dante Allighieri par L. G. Blanc. 
Leipsic, Barth. 1852. 8°. 
IX, 563 pp. 
Quando e da chi sia composto TOttimo Comento a Dante. 
Lettera al Sign. Seymour Kirkup Pittore Inglese a Firenze 
di Carlo Witte. Colla giunta di alcuni Supplimenti alla 
Bibliografia Dantesca del Sign. Visconte Colorab de Batines. 
Lipsia, Barth. 1847. 8°. 
1 f. 53 pp. 
Bericht über Rossetti's Ideen zu einer neuen Erläuterung des 
Dante und der Dichter seiner Zeit. In zwei Vorlesungen. 
Berlin, Duncker. 1840. gr. 8°. 

1 f. 82 pp. Auetore Josepho Mendelssohn. 

Beiträge für ba$ ©tubium ber ©öttüdjen GEomöbtc 2)ante SHigln'ert'S 
»ou 33efn^arb Siubotyl) $befen. 33erlin u. ©tetttn, Nicolai. 
1826. 8°. 

VIII, 370 pp. 

SluS ©ante SUigljtert'S göttlicher Äomöbte. $on ben götilidfjett 
Dingen in ntenfd^lic^er ©pradje gu einem fröfytfdfjen Ausgange. 
Naumburg, gebr. bei Ätaffenbadj. 1834. 8°. 

VIII, 80 pp. Auetore C. F. Göschelio. 



Ex Catalogo Bibliothecac Danteae Dresdeneis. ' 175 

Statte SHigljtert'ö Untcrtoetfnng über SMtfdjepfutig unb SSettorbmtng 
bieffettt- unb jenfettS. (Sin 33eitrng junt Öcrftfinbmffc ber göttlichen 
Äomöbte tjbn S. fr ©öfdfjel. S9crlin, (&!«ttn. 1842. 8°. 

IX, 179 pp. 

SKitiljcttnngen cmS ber göttlichen fiomöbic. Sin Vortrag auf 2?cr- 
anftattung be$ etoangctifd&en SJcretnß für ftrcf)ftd)e 3n>etfe am 
25. Januar i853 gehalten tton (S. fr. ©öfdjel. Serlin, £d)it(fee. 
1853. 8°. 

1 f. 42 pp. 

Vortrage und Studien über Dante Alighieri von C. F. Goescliel. 
Ans seinem Nachla 88 herausgegeben. Berlin Hertz. 1863. gr.8°. 

VII, 100 pp. 

Lettere sopra la Divina Commedia di Dante di G. B. Brocchi, 
con alenne note ed nn« appendice seconda edizione contenente 
le Considcrazioni filosofiche di F. G. G. Schelling sopra 
Dante per opera e cura di Fabio Fabbrucci. Berlino, a 
spese deir editore. 1855. gr. 12°. 
XIV, 212 pp. 

3Kcin 2Bcg in ©erntet gufctapfcn. 9lad» 3. 3. «ntp£re bearbeitet 
toon Sljeobor £jcl(. £)re$bcn unb Ücipjtg, tlrnotb. 1840. gr. 12°. 
1 f. 171 pp. 

De variis qnibns Dantis Aligerii Divina Comoedia explicatur 
Rafiouibtis. Dissertatio quam auetoritate amplissimi Thilo- 
sophorum OrdiDis pro summis in Philosophia honoribus rite 
obtihendis die VI. Sextilis a. MDCCCXLV contra adversarios: 
Aug. Rudolph, Guil. Koch, Ludov. Sonnenbnrg, publice de- 
fendet Hermannus Grieben. Vratislaviae, typ. Freund. 8°. 
12 ff. 30 pp. 

(Finis sequitur.) 



\ 



[426.] Die Litteratnr der Schleswig-Holsteiii'schen Frage*). 

(Fortsetzung.) 

EdjleGhng^olßein. ä$om Südjcrtifd). I. (Sntlj. in ber Seipjtger £ti* 
tung 1865. 9fc. 93. <2. 2025—27, s #r. 96. ©. 2097—99, 
%. 98. @. 2143—44, 9Jr. 100. S. 2187—91, Mr. 102. 

3. 2247 --49. 

* 
* # 

3ctm ber ttntoerfttäten unb ber ©ciftlidjfctt ®eutfd)tanb$ in ber 

©d)le«h)ig*§olfteintfdjcn ftinbeSfadjc. 3n 3 Abteilungen. IL %btl). 

*) Aus den neueren Nummern der Leipziger Zeitung sind folg. 
zwei Artikel zu erwähnen: Nr. 63. ß. 1311—12 u. Nr. 05. IS. J360— 62 
Frankreich und die schleswig-holsteinische Sache I — II — Nr. 108. 
8.2387—90 u. Nr. 109. 8. 2415 — 17 Die oldenburgischen Erbansprüche 
auf die Herzogtümer Schleswig und Holstein I — IL 



176 Die Litteratar der Schkswig-Holßtein'scfaen Frage. 

Die (grfiftrmtgen betreffen* bie Arcu^eitung. III. Äbti*. ©onfttge 
Qsttftrungen ber euaitgeltf^efi ©eiftttdjfett £eutf$laubf aufjerfyilb 
©#e*img*$otfteitt«. «iel, $omaroi. 1865. gr. 8. VII— XIV, 
43—289 ©. $r. 22+ War. 

$eranfgegcfat ton Dr. gtirfc 

€M|le9n>ig ^ ^olftein unb $reugcu. (Sin fübbeutfdje« SBort t>on Dr. 

$l>. @. Don ber Suradj. SRamtfjeun, ©dfiteiber. 1865. 8°. 

48 ©. $r. 6 SRgr. 
3ur Sage. 33etradjtungen angetnütft an bie Acten ber Unberfttät 

unb ber @eiftfidj!eit ©atffdjtaub« in ber ©$te*toig*£oljielnif<$en 

8anbe«fa$e. ©on $rof. Dr. 8fr Ue in Atel. «iel, $omaun. 

1865. 16«. 28 ©. $r. 3 9tgr. 

*nf bem Uraföfagltit. : „3nr Sage be« Saiibe «. »etradfrtmigen ic." 

X|. SRommfen'* ©enbfdjreiben: bie Snnqcum ©djie«toig*£0tßein« 

befeudjiet »on Dr. «. 3. g. $enri$fen. «liona, äRenfcet. 1865. 

8«. 1 81. 38 ©. $r. n. 6 9tgr. 
£>ie Annexion ©d}le$ttrig*#olftetn«. (Sin ©enbfd|retbe» an bie SBa$l» 

mannet ber ©tabi #alle unb be« ©aalfreife« bon 2$. SRommf en. 

«erlitt, SBeibmann. 1865. 8°. 31 ©. $r. n. 5 9igr. 
3»ei Sußagen. 

* 5Rad)toetfung be« CrbredjfS £ergog Srtebrt^'d VIII. auf bie #erjog* 
t$ümer ©I|leö»tg*#ol(iein. Ikberrei^t ber beutf4en Säunbe«* 
Derfammtustg am 1. ©ejrtember 1864. Atel, ©djtoer«. 1865. 
gr. 4». 39 @. $r. 15 SRgr. 

$reu|ifd) ober 2)eutfd}? 33on einem föle$img4jolftemif4fje« Sattbmaun. 
■AM, ©djröber & &tmp. 1865. gr. 8*. 30 @. $r. 5 «Rgr. 

Äurge ©enttrfungen jn $einrtdj b. Ireitfdjfe*« „Die göfung ber 
fd}le$nrig*l}olßeinifdjen fjrage" t>on ^ajlor 2. ©grober, SWitglieb 
ber Ijolßeinifdjen ©tärfbetoerfamurittug. Vierter 8bbru<f. Äiel, 
©gröber & £omp. 1865. 8«. 30 ®. $r. 4 9?gr. 

Urftmben unb «Itenpücfe, betreffen* bie ^txußifdpn ßrbartforttd)e auf 
©d>le«toig>$olfleitt. »erlin, S3at$. 1.865. gr. 8. 4 3311. 168©. 
$r. n. 15 SRgr. 

2ßfif>er unb So^in? Sin SÖBort in ber föleStoig^oljteinifdjen ©ad)e 
fron einem Unbefangenen. Hamburg, $ertlje$*33ef[er & SKanle. 
1865. gr. 8*. 23 ©. $r. n. 5 SRgr. 

* * * 
©affegarb unb Sllfen. Vortrag gehalten am 17. Februar 1865 in 
ber militairifdjen ®efettfd}aft ju SScrlin tton g. öon «bler, #auj>t* 
mann u. Äomt>agnie*Äommanbeur im ®arbe* Pionier *33ataitton. 
SRit einer «arte, »erlin, SKittler u. ©o§n. 1865. 8°. 1 331. 
69 ©. mit 1 £af. $r. n. 16 9?gr. 

* ©$le*tmg*|>o(fiein 2Reerumfdfjltt*gejt. Ärieg* unb grieben«bilber 
au« bem3a$re 1864 b*»®raf «bctfctrt »aubiffin. $ft. 2—8. 



Öle littertttur 4er Schleswig-Holstein'sdien Frage. 177 

©tattgart, tydlfcrget. 1865. 4°. 66—256 6. mit cmgebrudt. 
^olif^mtiöt. $r. & 6 9*gr. 

* Der 3nftonb ber SRorbfeefttjle ©d>le*tt>ig*#oljkut« }infid)t(id} üjrer 
. Dünen unb ©eetoeljren, geudjtfeuer, Saaten unb ©eemarfen k. 

Sott Dr. «. 3. (Element. Atel, ®$toer« 1865. 8«. VI, 57 ©. 
$r. 9 Kgr. 

41 LesDanois dnSlesvig sons le Jong Austro-Prussien, d'aprts 
leg documents officiels tant allemands qne danois, avec une 
Carte des langues da Slesvig. Paris. (Sens, impr. Chapu.) 
8. 32 S. 

Denkschrift über den grossen Norddeutzschen Kanal zwischen 
Bmnsbttttler Koog an der Elbe und dem Kieler Hafen. 
Herausgegeben von dem Kieler Committee für den Kanal- 
bali. Mit 9 Blatt Karten und Planen. Kiel, Schwers. 1865. 
4*. 2 B1L 112 S. Pr. n. 3 Thlr. 

Scrfdjt fi(er bie Sirffantfeit »olf «rale 1 « toäljrenb be* gelbjuge* 
DDtt 1864 namentlidj in Setreff ber Eroberung Don Vifen tron 
<fc JDnnfcfelb, 9tad}ji*«ommanbtrenbem auf ftolf «rafc. «u* 
bem SHUtif^en überfefct. »erlitt, SRittter u. ©o$n. 1865. 8 # . 
29 6. $r. n. 5 %:. 

* tty ettrig nngebeelt! ©djle$ttrig*£oljktn 1848—1864. Vornan an« 
ber jüngfUtt ©efd}i$te ber #er|ogtljtimer. ©ont Orafen © tant ** 
Und ®raboto>«fi. $ft. 13—16. »erlitt, gemfe. 1865. gr. 8. 
3. 8b. ©. 113—287 u. 4. »b. ©. 1—80. $r. * 4 «gr. 

Der Xücfjug Don Danetoirfe nttb beffen geheime ©efdjidjte. Cor* 
frag gehalten im ?foguji*3$erein ju «openljagen Don 2B. «auf« 
mann, SKqor in ber Artillerie. Slu« bem Daniföen überfefet. 
«erlitt, SWttler n. @o§n. 1865. 8«. 67 ©. $r. n. 8 SRgr. 

Der Deutf^-Danif^c «rieg. @efdji<$te be* fjelbjuge* in ©d>le«* 
toig*fWfteitt im 3a$re 1864. Con fterbiwanb $flng. SWit 
3ttitftrattonen Don afogujt öetf. Setyjig, SSBeber. 1865. 8°. 
YI, 178 ©. mit 1 litelbilb n. 2 «arten. $r. n. 20 ftgr. 

* Verzeichni88 der Schleswig-Holsteinischen Rhederei nlt. 1864. 
Nach officiellen Quellen zusammengestelltes Verzeichniss aller 
in Schleswig -Holstein an Hause gehöriger Schiffe von 10 
Lasten und darüber, in alphabetischer Reihenfolge und district- 
welse geordnet. Kiel, Schwers. 1865. gr. 4°. 51 S. Pr. 
ü. 18 Ngr. 

$« Ärieg gegen Dtönemar! im Saljre 1863. SBecrrbeitct Don ®. 
®r. 2B., $reußif Aem @eneraljtab3*Df ßjier ber Derbünbeten Urmee. 
SKit Sei tagen, «arten nnb planen. ?ief. 4. ^Berlin, Duntfer. 
1865. gr. 8. 241—320 ©. mit 1 Daf. u. 1 81. Beilage. 
|Jc. 12+ »gr. 

(Wird fbrtgesetst) 



178 Dje Polnische Bibel von 15GB, keine Soeinianische. 
[427.] Die Polnische Bibel von 1563, keine Soeinianische*). 

Von Dr. Tbeol. Edward v. Muralt, froherem Oberbibliothekar in 
St. Petersburg. 

Ein günstiges Zusammentreffen verschiedener Umstände 
hat uns in den Stand gesetzt, einen Irrthuni zn berichtigen, der 
sich seit langer Zeit fortgeerbt hat, weil es nicht möglich war, 
das dazu nöthige Document einzusehen. 

Dieser lange vergeblich gesuchte bibliographische Schatz 
der kaiserlichen öffentlichen Bibliothek in St. Petersburg ist ein 
mit Ausnahme der Registerblätter vollständige» Exemplar der 
ersten, aus den Ursprachen gefertigten Polnischen 
Bibelübersetzung — die von 1561 ist aus der Vulgata 
gemacht. — Die genannte Bibliothek besass vorher aus der 
Zaluskischen Sammlung, in welcher sie als „Calvinische Bibel" 
bezeichnet war, zwar auch schon ein Exemplar dieser Version, 
aber ohne den so wichtigen Titel und ohne die Vorreden 
des Fürsten Nicolaus Radziwil, der das Geld dazu hergegeben 
hat, und der Uebersctzer, ferner ohne die 12 ersten Kapitel 
der Genesis; endlich fehlen die für Entscheidung der streitigen 
Urheberschaft unentbehrlichen katholischeuBriefe nebst 
der Apokalypse und dem Schlüsse mit dem Datum auf der 
letzten Seite, welche den Fürsten als Urheber des Druckes, 
als Ort Brzesc Litewsk und als Zeitpunkt der Ausgabe 1563 
den 4 Wrzebuy (Juli) bezeichnet. 

Da muss uns auffallen, dass dieser Fürst, der stets als ein 
rechtgläubiger Reformirter gegolten hat, und dazu in einer Zeit, 
die noch gar keine Socinianer, sondern nur zerstreute Bekämpfer 
der allen Coufessionen gemeinsamen Dreieinigkeitslehre kannte — 
Laelius Socinus, der geistige Vater jener Sekte, starb am 
14. Mai 1562 unangefochten in Zürich, weil er mit seinen An- 
sichten gar nicht hervorgetreten war — dass derselbe orthodoxe 
Magnat im Jahre 1563 eine Uebersetzung von lauter Socinianern 
habe anfertigen lassen. 

Solches geben nämlich Jocher und nach ihm alle Biblio- 
graphen, zuletzt Grässe (Literargeschichte III r Bd., l te Abthlg. 
S. 860), von dieser Version an, der letztere, indem er nach 
Wengerscius (Slavonia reformata, Amstelodami 1679, p. 142) 
undSandius (Bibliotheca Antitriuitariorum, Freistadt 1684, p. 47) 
die Namen der Ueb ersetz er aufführt. Diese sind aber, nach 
diesen Quellen, folgende: 



*) Die Königl. öffentliche Bibliothek zu Dresden besitzt ein voll- 
ständiges Exemplar dieser (sogenannten Radziwil-Bibel. Vergl. Kalken- 
stein's Begebreibung der Eon. off. Bibliothek zu Dresden S. 654. 

J. Petzboldt. 



Die Polnische Bibel von 1563, keine Socinianisohe. 179 

1) Peter Stator ius von Thionville, ein Schüler Beza's, 
seit 1559 Rector der reformirten Schule in Pinczow, der doch 
unmöglich in 's Polnische übersetzen konnte, "und zwar auf eine 
so anerkannt musterhafte Weise. 

2) Simon Zacius, den Sandiu* keineswegs unter den 
Antitrinitarieru aufführt; er war es vielmehr, der unter dem 
Schutze Radziwü's 1557 die erste reformirte Synode in Wilna 
hielt, also doch wohl ein Orthodoxer. 

3) Gregor Orsacius, Vorgänger des Statorius in Pinczow. 
Auch dieser war kein Antitrinitarier, so wenig als 

4) Andreas Tricesius (Trzesieski) und 

5) Jacob Lubelius (Lubelski). 

Demnach wäre unter diesen fünf nur Einer, Statorius, der 
später als Bestreiter der Trinität bekannt geworden ist und 
gerade dieser kann nicht als Uebersetzer betrachtet werden, 
da er kein Pole war. 

Sandius fügt zu diesen 5 als Mitarbeiter noch folgende 13 
hinzu: 

1) Johann a Lasco f 1560, der stets als rechtgläubig 
gegolten hat. 

2)Hutemovites, wahrscheinliah jener Johann von Uten- 
hofen, der 1557 aus Wladislaw an Buliinger und Peter Martyr 
Vermilius in Zürich sich wandte, um die Polnischen Kirchen 
ihrer Leitung zu empfehlen, also jedenfalls kein Bestreiter der 
Dreieinigkeit, für welche diese nicht minder als Calvin in die 
Schranken traten. 

3) Franz Lismaninus, früher Provinzial der Franziskaner 
in Polen, dann Begünstiger des Laeiius Socinus, seines Lands- 
mannes, f 1563. Als Nichtpole kann er sowenig als Statorius 
bei der Uebersetzung unmittelbar mitgewirkt haben. 

4) Franz Stancarus, ein anderer Italiener, dessen Name 
für einen zänkischen Polemiker sprichwörtlich geworden ist; 
er unterschied die göttliche Natur Jesu von der menschlichen, 
welcher, ei* das Mittleramt ausschliesslich zuschrieb, nicht aber 
leugnete er jene. Ausserdem gilt von ihm als Nicht-Polen 
was von Statorius und Lismaninus. 

5) Bernhard Och ine ward erst am 2. December 1563 
aus Zürich wegen Begünstigung der Polygamie vertrieben. 

6)GeorgBlandrata, ein Italienischer Antitrinitarier sowie 

7) Paul Alciatus. 

8) Martin Crovicius, ein Polnischer Edelmann, t 1573 
als Pfarrer bei Lublin. Ihn bezeichnete Dudik dem Beza als 
Bestreiter der Dreieinigkeit. 

9) Thenaudus und 

10) Brelcius gehörten nicht zu den Antitrinitariern, wohl 
aber 



180 Die Polnische Bibel von 1663, keine Sociniaiische. 

11) Alexander Vitrelinus, Pfarrer in Pinczow seit 1655. 

12) Gregor Pauli, t an Piakow 1591, und 

13) Georg S'chaumann, Pastor in Pinczow. 

Indess sagt Sandius nicht ausdrücklich, dass diese 13 an 
der Bibel -Uebersetzung mitgewirkt, sondern dass sie zur 
Pinczower Gemeinde gehört haben, in welcher dieselbe 
entstanden ist. 

Sieht man endlich die Version selbst an, so findet man 
weder in der Vorrede noch im Texte noch in den sahireichen 
beigefügten erklärenden Anmerkungen irgend eine Spnr von 
Leugnung der Gottheit Christi, vielmehr die ausdrückliche Be- 
hauptung und Hervorhebung dieser Gottheit 

Von den Beweisstellen ftr dieselbe werden die einen 

(Hatth. 82, 16; 28, 19; Jo. 5, 22. 23; 6, 38. 62. 69; 14, 1. 9. 26; 

17, 5; Act. 2, 36, Rom. 8, 26. 95; 1 Gor. 8, 6, sogar 1 Jo. 5, 7) 

ohne Erklärung gelassen, die anderen aber mit trinitariscfaen 

* Anmerkungen vergehe«; es sind folgende: 

1) Jesaias 7, 14. Jäcoby rzekt, Aczescie wy nie fagedni 
tebych was ia mial wybiwtö Ale ia dla moiey obietnice, y dla 
tego ktoregom ia obiecat posläc Afefyafsä, to vczynie. Als ob 
er sagte: Ihr seid nicht würdig, dass ich euch retten kann, 
aber ich um Meiner Verheissung willen und weil ich den Messias 
su senden versprochen habe, will ich es thun. 

2) Jesaias 9, 5: Täc Jfeft przyczynä wybawienia onego, to 
ieft, iz ßy Kryftus Pan n&rodzic mia! z tego ludu, A tu oby- 
cziiem zwyktym prorockim ktadgie cz&s przefsly miäftho przyfs- 
tegd, okizui^c to byc rzecz pr&wie pewn§. Das ist der Grund 
des erwähnten Heils, nämlich unser Herr Christus musste aus 
diesem Volke geboren werden. Nach der Weise der Propheten 
ist 4ie Vergangenheit für die Zukunft gesetzt, um zu zeigen, 
dass es eine fast sichere Sache sei. 

3) Matth. 3, 17: UUoic y iyczliwosc BogA oyc* iefth 
priwie w Kryftufie iby ni nas wylanä bytd w ktoryeh nie 
vfkUA jmc iedno przycqrnä gniewu y pote pienia. Die Gnade und 
Herablassung Gottes des Vater* erioheiat in Christus, um über 
uns ausgegossen zu werden, in welchen sich nichts *U Grund 
zu Zorn und Verdammniss findet 

4) ibMh. 11, 26: Z t<jd rosumiemy iz wiäry niemamy z 
rozumu fwego, Ale z täiemnego nätchaienia Bozege. daraus 
verstehen wir, dass wir 4ei Glauben nicht aus unserem Geiste 
besitzen, isendera aus der gebeimupssvpllen Eingebung Gottes. 

5) Job. 1, 3: Nie nie wyimu i^c, zadnego niemüs fthwor- 
zenia ktboreby przezen jftworzone byc nie mitfo. Ohne Aus- 
■ahme giebt +s fcein Geschöpf, welches nicht durch ihn ge- 
schaffen wäre. 



Die Polnische Bibel von 1563, keine Socinianische. 181 

6) Joh. 3, 13: Przez fämego thylko Kryftufä mamy wolny 
przyftep do niebä. Durch Christus allein haben wir freien 
Eingang znm Himmel. 

7) Joh. 3, 31: Sludzy iefliby ku Kryfthufowi mieli byc 
przyrow&ni, nie nie bed^ iedno ziemiä. Wenn die Jünger mit 
Christus verglichen werden, so sind sie ihm gegenüber nur Staub. 

8) Joh. 8, 68: Nie tylko co fi? tknie Boftwä iego äle 
tez zftrony läfki y moey fwoy ktora zäwzdy porz^dnie fpra- 
wowal Kofciot fwoy. Nicht blos, was seine Gottheit betrifft, 
sondern auch von Seite der Gnade und Macht, mit welcher er 
seine Kirche stets geleitet hat. 

• 9) Joh. 10, 38: To ieft, nie nieezyni? coby miäio byc 
roznego äbo oddüelnego od oycä mego. Ich thue nichts, was 
abwiche von dem, was mein Vater gethan. 

10) Joh. 17, 11: To ieft, niech b<?d^ zlqczeni w iednocie 
wi&ry y duchä. P. h. sie werden verbunden sein in der Ein- 
heit des Glaubens und des Geistes. 

. 11) Acta Apost. 1, 24: Tu naprzod ferce przypomina bo 
z&wzdy fsczyrosc & czyftosc ferdeczna ma vprzedzäc. Hier be- 
ruft er sich zuerst aufs Herz; denn Herzensreinheit und Auf- 
richtigkeit müssen vor Allem gelten. 

12) 1. Corinth. 10, 4: To fi? rozumie o strumieniu ktory 
wyply nqt z fkäty, a nigdy lud nie byl przez niego. To ieft 
znaezyla Kryftufa. Das versteht sich von der Quelle, die er 
aus dem Felsen gelockt; nie aber war das Volk durch ihn, 
d. h. es bedeutet Christus. 

13) 1. Tim. 3, 9: Wird Bog, Gott, mit grossen Buchstaben 
hervorgehoben. 

14) Hebr. 1, Ö : Jeftci Syn od Bogä närodzony od wiekow, äle 
powieda dzis dla tego iz tho rodzenie obiäwione ieft swiätu czäfu 
swego,4ten cz&s moze fi? rozumiec od tqd iäko fi$ okazäl fyn Bozy 
w fiele, ibo thez iäko Pawel swi^thy w 13. kä. Dzie. wykläda po 
zmartwych wfthäniu y w niebo wft^pieniu, äbowiem Kryftus näten 
czas Rq präwie zupelnie okazat prawdziwym y wiecznym Synem 
Boiym gdyz przed tym Boftwo iego iäkoby pod zaslon^ krew- 
kiego ci&ä zikryte bylo, ä nie okäzuiqc fi? iedno nä then 
czäs gdy fi$ mufämemu zdälo, täk iz nä on czäs, to ieftpo zmartwych 
wftyniu wzglfdem n&fsym zda fi$ iäko by dopirko byl od oycä 
nirodzonym. Siehe den Sohn Gottes von Ewigkeit geboren; 
aber er sagt das heute darum, weil die Geburt des Sohnes zu 
ihrer Zeit der Welt kund geworden ist, und diese Zeit kann 
man von da an annehmen, als der Sohn Gottes sich im Fleische 
offenbarte, oder wie St. Paul, im 13. Kap. der Apostelgeschichte 
es erklärt: nach der Auferstehung und der Himmelfahrt; denn 
damals zeigte sich Jesus Christus als ewiger und wirklicher 



182 Litteratnr und Miscellen. 

Sohn Gottes, weil zuvor seine Gottheit verhüllt war unter dem 
Schleier des schwachen Leibes; aber sie offenbarte sich erst 
dann, als er seine Zeit für erfüllt hielt, d. h. nach seiner Auf- 
erstehung erst offenbarte er sich nach unserer Meinung als der 
vom Vater Geborne. 

15) Apokal. 22, 20: Gdyz Pan ieft blifki, mamy fobie 
Mtecznie poczynac y ciefsyc fi$, ä wfsäkze nie mamy fobie 
fsäcowäckrot kofci abo dtugofci czäfu. Weil der Herr nahe ist, 
sollen wir unser Leben weise führen und getrost sein; desshalb 
sollen wir auch die Kürze oder Länge der Zeit nicht in An- 
schlag bringen. 

Um Nichts unerörtert zu lassen, fügen wir noch eine An- 
zahl anderer Stellen hinzu, die in Bezug auf die Socinianer in 
Frage kommen könnten, aber ohne Anmerkung geblieben sind : 
Jes. 23, 5. 6; Ps. 33, 6; Marc. 15, 39; Luc. 1, 16. 17. 31; 
Jo. 1, 10. 32; 5, 18; 11, 27; 12, 41; 16, 28; 20, 28: Act. 7, 
59; 8, 37; 9, 14; 20, 28; Kosciol Bozy: Die Kirche Gottes, 
Rom. 10, 12: 1. Cor. 6, 19; 10, 5-9; 12, 4. 6; 15, 47: 
2. Cor. 6, 16; 12, 9; 13, 13; Ephes. 3, 9; Col. 1, 16; Tit. 
2, 13; Heb. 1, 1. 2. 6; 3, 3. 4; 1 Pet. 1, 2; 1 Jo. 5, 20; 
Apoc. 3, 14. 

Schliesslich ist wohl zu bemerken, dass eine orthodoxe 
Uebersetzung für die Polnischen Protestanten nicht bis auf die 
Danziger von 1632 wäre aufgeschoben worden, wenn die vor- 
hergehende sich als socinianisch erwiesen hätte. 



Litteratnr und Miscellen. 

Allgemeines. 

[428.] Serapeum hrsg. von Naumann. XXVI. Jahrgang. (S. oben 
Nr. 256.) 

Enth. im Hauptblatte: Nr. 2. S. 17—23 Die Vadianische 
Bibliothek in St. Gallen. Deren Manuscripte und Incunabeln. 
Mitgetheilt von Dr. Anton Ruland, k. Oberbibliothekar zu 
Wtirzburg (Schluss) — S. 24—31 Die Handschriften-Sammlung 
des Cardinais Nicolaus v. Cusa. Von Dr. Fr. Xav. Kraus in 
Trier (Fortsetzung) — S. 31—32 Die Leistungen der Jesuiten 
auf dem Gebiete der dramatischen Kunst. Bibliographisch 
dargestellt von Emil Weller in Augsburg (Fortsetzung). Im 
Intelligenzbl.: Nr. 2. S. 9—13 Deutsche Bibliothek in Flens- 
burg. (Aufruf zu Beiträgen u. Desideratenliste) — S. 13 — 14 
Neueres Verzeichniss der Bücher der Domkirche zu Lübeck 
1633 (Fortsetzung). 

[420.] Annales du Bibliophile Beige et Hollandais. H. Annee. 
(S. oben Nr. 361.) 



Litteratur und Miscellen. 18S 

• Die April-Nr. 6 enthält, ausser dem Lagerkataloge des 
Heransg.'s Olivier, die Beschreibung eines seither noch nicht 
näher bekannten Druckes von Th. Märten s in Löwen (Fabel- 
sammlung in lat. Sprache. 1517. 4.), u. eine Uebersicht der 
früher dem Rothen Kloster im Walde von Soignes zugehörigen 
Flämischen Bücher mit Bemerkungen darüber. 

Bibliographie. 

[430.] Eine Anweisung zur Kalligraphie aus dem 15. Jahrhun- 
dert Mitgetheilt vom Oberlehrer H. Palm in Breslau. Enth. im An- 
zeiger f. Kunde der Deutschen Vorzeit. N. F. Jahrg. XII. Nürnberg, 
German. Museum. 4. Nr. 2. Sp. 49-53 & Nr. 3. Sp. 89—92. 

Aus einer in der Prager Universitätsbibliothek befindlichen 
Handschrift des XV. Jhrhdts. 

[431.] * Notice sur les Imprimeurs de XVe et XVIe siecle; par 
Charles Diguet. [Extrait du Bibliophile francais, no du 31 raars 1865.] 
Paris, Mme Bachelin-Defiorenne. 8. HS. Nur 50 Fxempl. 

Wohl nur von ganz speciellem Interesse. 

[482J Tresor de Livres rares et precieux ou Nouveau Diction- 
naire bibliographique etc. par Jean George Theodore Graesse. Tom. VI. 
Livr. 3. (32.) [Runge-Scaligeri.] Dresde,.Kuntze. gr. 4. 193—288 S. 
Pr. n. 2 Thlr. (8. oben Nr. 259.) 

Unter den im vorl. Hefte enthaltenen Artikeln verdienen 
die von der Sagolitteratur, Salust u. Savonarola handelnden 
theils wegen ihres Umfanges theils wegen ihrer Bearbeitung, 
die bei dem umfänglichen Materiale eine grössere Sorgfalt er- 
fordert hat, hervorgehoben zu werden. 

[433.] Trübner's American and Oriental Literary Hecord. No. 2. 
25—44 S. (S. oben Nr. 365.) 

Wie der Anz., so haben auch andere Orgaue die Auf- 
merksamkeit des betreff. Publikums auf das vorl. neu ins 
Leben gerufene Blatt bereits hingelenkt. Das Ziel des Blattes 
ist ein zwiefaches, „to form a medium of communication between 
American and Oriental Authors and Publishers, and the English 
Public; and secondly, to make American and Oriental Works 
better known in Europe." In Verfolgung eines solchen Zieles 
berechtigt das Blatt unter der Leitung Trtibner's zu den besten 
Erwartungen. 

[434.] $tettefja$r$ * Qutatog aücr neuen ©rfdjetnungen im getbe ber 
Stteratur in 2)eutfä)lanb. 9?aä) ben Sötffenfdjaften georbnet. SDttt atytya- 
betiföem föegtjkr. 3a$rgang 1865. 1. £eft. Januar bis 2Äär$. Webfi 
einem Bnfymg: 2>te bebeutenbjlen ©rfd&etnungen be« nteberlänbtfä)eu 83udj* 
IjanbeU. ßufammengeftetlt bom nieberläubifd^en ©udjtyänbferberem. Setyjtg, 
Suir^f^e «u^anblung. 8. XXII, 90 <B. mit 2 m. Umfd&fog. $r. 
o. H i«gr.. (£. «na. & 1864. Mx. 456.) 

\3* 



184 Litteratur und Hiscellen. 

Mit der gewohnten Sorgfalt bearbeitet. 

[435.] Das Programmen-Institut im Groesherzogthum Baden, nebst 
einer Zusammenstellung sämmtlicher, seit 1837 von den badischen 
Lvceen und Gymnasien v er offen t-'chten Programm -Beilagen. Beilage 
sum Programm des Gymnasiums zu Lahr 1863. Von Direktor Professor 
Fesenbeckfc. (Lahr, Druck von Geiger. 1863.) 8. 29 S. 

Die Zusammenstellung der Programme hätte, nach dem 
Muster ähnlicher Uebersichten der Programme anderer Länder, 
insbesondere Bayerns, besser u. genauer sein können. 

[436.] * L'Annee litteraire et dramatique, ou Revue annuelle des 
principales productions de la Litterature Francais e et des traductions 
des oeuvres les plus importantes des Litteratures etrangeres, avec 
l'indication des evenements les plus remarquables appartenant a l'histoire 
litteraire dramatique et bibliographique de l'annee par G. Vapereau. 
VII. Ann£e. Paris, Hachette < t Cie. gr. 12. 2 Bll. 443 S. Pr. 3 Fr. 
50 c. (8. Anz. J. 1864. Nr. 373.) 

Von untergeordnetem bibliographischem Werthe. 

[437.] Bibliographie de la Belgique ou Catalogue General de 
rimprimerie et de laLibraire Beiges publie Par laLibraire de C. Muquardt, 
«Sditeur. Nouvelle Sdrie. IV. Ann<5e. (XXVIII. AnnSe de la Collection.) 
Livres Beiges publies en 1865. Bruzelles, Muquardt. 8. 12 Nrr. a 
l—l B. Mit aiphabet. -systemat. Register. Pr. n. 20 Ngr. (S. Anz. 
J. 1864. Nr. 376.) 

Ein gut redigirtes, leider aber immer sehr spät er- 
scheinendes Blatt. Die beiden ersten Nrr., in denen sich eine 
Uebersicht der Zeitschriftenlitteratur befindet, sind erst ganz 
vor Kurzem ausgegeben worden. 

[438.] * Journal de rimprimerie et de la Libraire en Belgique. 
Livres, brochures, compositions musicales, cartes geographiques, gra- 
vures, lithographies, etc. Publie, a Faide du documents officiels, par 
Ch. Hen, Vol. XII. Bruxelles. 8. Monatlich 1—2 Lief. Pr. n. 2 Thlr. 
20 Ngr. (8. Anz. J. 1864. Nr. 378.) 

Von Werth. Ueber die Einrichtung dieses Blattes vgl. 
Anz. J. 1856. Nr. 145. 

[439.] * Messager des Sciences historiques, ou Archives des Arts 
et de la Bibliographie de Belgique. Recueil publie par A. Van Lokeren, 
Baron de Saint-Genois , P. C. Vander Meersch et Ph. Kervyn de Vol- 
kaersbeke. XXXIX. Annee 1865. Gand, impr. de Hebbelynk. 8°. 
4 Hefte. Pr. n. 5 Thlr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 377.) 

Für Bibliographie ohne sonderlichen Werth. 

[440.] Livres et Brochures imprimes a Gand sans nom d'impri- 
meur, par Ferd. Vahderhaeghen. Extrait du 5.me vol. de la Biblio- 
graphie Gantoise. Gand, Muquardt. gr. 8. 152 S. Nur 75 Exempl. auf 
Vel. Pap., wovon blos 15 im Handel sind an, 1 Thlr. 10 Ngr. 



Litteratur und Miscellen. 186 

Der Herausg. schreibt: „La description bibliographique 
des öditions de Gand sans nom d'imprimeur, formant un travail 
special, il nous a paru qu'il en pouvait etre tir6 separäment 
nn certain nombre d'exemplaires." Eine vortreffliche Arbeit. 

[441.] Naamlijst van Boeken, 1850—1862. Äfl. 2. Amsterdam, 
C. L. Brinkman. kl. 4. 81—160 S. Pr. n. 15 Ngr. (S. oben Nr. 174.) 

Mit Sorgfalt redigirt; reicht von Berkum bis Bryas. 

[442.] Nederlandsche Bibliographie. Lijst van nieuw versehenen 
Boeken, Kaarten, enz. in het Konin grijk der Nederlanden. 's Graven- 
hage, Nijhoff. 8. Jährlich 16 Nrr. ä { B. Mit Register. Pr. n. 10 Ngr. 
(8. Anz. J. 1864. Nr. 273.) 

Gut u. sorgfältig redigirt. 

[443.] Bibliotheca philologica oder geordnete Uebersicht aller 
auf dem Gebiete der classischen Alterthumswissenschaft wie <Jer älteren 
und neueren Sprachwissenschaft in Deutschland und dem Ausland neu 
erschienenen Bücher. Herausgegeben von Dr. Gustav Schmidt. XVII. 
Jahrgang. 2. Heft. Juli — December 1864. (Mit einem alphabetischen 
Register.) Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht. 8. 1 Bl. 75—176 S. 
Pr. n. 8 Ngr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 848.) 

Mit der gewöhnlichen Sorgfalt zweckmässig zusammengestellt. 

[444.] t:d ^k nimm i*a n:n nuwnn "rarcn Hebraeische 

Bibliographie. Blätter für neuere und ältere Literatur des Judenthums. 
Redigirt von Dr. M. Steinschneider. VIII. Jahrgang. Berlin, Asher & 
Co. 8. No. 43. Januar — Februar. Jährlich 6 Nrr. ä l— 1J B. Pr. 
n. 1 Thlr. 10 Ngr. (8. Anz. J. 1864. Nr. 275.) 

Reich an bibliograph. u. litterar. Material. 

[445.]- * Bibliotheca theologica oder geordnete Uebersicht aller 
auf dem Gebiete der evangelischen Theologie in Deutschland neu 
erschienenen Bücher. Herausgegeben von Carl Joh. Fr. W. Ruprecht. 
XVII. Jahrgang. 2. Heft Juli bis December 1864. Göttingen, Van- 
denhoeck & Ruprecht. 8. 33—72 S. Pr. n. 4 Ngr. (S. Anz. J. 1864. 
Nr. 850.) 

Gut redigirt u. brauchbar. 

[446.] System des Deutschen Staatsrechts von Dr. Hermann 
Schulze, ord. Professor des Staatsrechts an der Universität zu Breslau. 
Abth. I. Leipzig, Breitkopf & Härtel. gr. 8. Enth. S. 44—102: Ge- 
schichte der Bearbeitung des deutschen Staatsrechts. 

Ein auch für den Bibliographen interessanter litterar- 
historischer Abschnitt. 

[447-.] * Bibliotheca medico-chirurgica, pharmaceutico-chemica 
•t veterinaria oder geordnete Uebersicht aller in Deutschland und im 
Aasland neu erschienenen medicinisch- chirurgisch - geburtsh Ulflichen, 
pharmaceutisch^ chemischen und Veterinär -wissenschaftlichen Bücher. 



186 Litteratur und Miscellen. 

Herausgegeben von Carl Job. Fr. W. Ruprecht. XVIII. Jahrgang«. 
2. Heft. Juli bis December 1864. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht. 
8. 47—111 S. Pr. n. 5 Ngr. (S. Am. J. 1864. Nr. 853.) 

Gut redigirt u. brauchbar. 

[448*] Bibliotheca historico-naturalis physico-chemica et mathe- 
matica oder systematisch geordnete Uebersicüt der in Deutschland und 
dem Auslande auf dem Gebiete der gesammten Naturwissenschaften 
und der Mathematik neu erschienenen Bücher herausgegeben von Ernst 
Ä. Zuchold, Ehren -Correspondent der Kaiserl. Oeffentl. Bibliothek 
au St. Petersburg. XIV. Jahrgang. 2. Heft. Juli bis December 1864. 
Göttingen, Vandenhoeck und Ruprecht. 8. 87 — 214 S. Pr. n. 10 Ngr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 856.) 

Wie jedes neue Heft seither, so ist auch das vorl. ein 
neuer Beweis der Sorgfalt u. Sachkenntniss , mit der die Bib- 
blotheca hist.-natur. etc. zusammengestellt wird. Es gereicht 
dem Anz. zum Vergnügen, dies mit jedem neuen Hefte auch 
von Neuem anzuerkennen. 

[449.] * Bibliotheca mechanico-technologica et oeconomiea oder 
systematisch geordnete Uebersicht aller der auf dem Gebiete der me- 
chanischen und technischen Künste und Gewerbe, der Fabriken, Ma- 
nufacturen und Handwerke, der Eisenbahn- und Mascbinenkunst, der 
gesammten Bauwissenschaften, sowie der gesammten Haus-, Land-, 
Berg-, Forst- und Jagdwissenschaft in Deutschland und dem Auslande 
neu erschienenen Bücher herausgegeben von Dr. W. Müldener, Secretair 
der k. Univ.-Bibliothek in Göttingen. III. Jahrgang 1864. Göttingen, 
Vandenhoeck & Ruprecht. 1865. 8. 1 Bl. 163. S. Pr. n. 14 Ngr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 859.) 

Mit Sorgfalt u. Sachkenntniss redigirt. 

[450.] $tftorijc$e 3eitf$rift &r8g. fcoit §. *. <&\)Ul 33b. XIII. ©ft. 1. 
(VII. 3a$rg<uig 1865. $ft 1.) 2Künd)en, üt.*artif*. Sfofhlt. gr. 8. (gnty. ©. 
179—248: 9?a$trag jur Ueberficfyt ber fytftorifäcn Literatur beö^rc« 1863, 
u. ©. 249—308: Ueberftd&t bev fciporifd&en Siteratur be8 3at>rc8 1S64. 
Unter jctä^net : £tyeobor 33crnfyarbt. (©. oben Wx. ISO.) 

Gute u. reichhaltige bibliographisch-kritische Uebersichten 
u. Analysen. 

[451.] * Bibliotheca historica oder systematisch-geordnete Ueber- 
sicht der in Deutschland und dem Auslande auf dem Gebiete der ge- 
sammten Geschichte neu erschienenen Bücher herausgegeben von Dr. 
W. Müldener, Secretair der k. Univ.-Bibliothek in Göttingen. XII. Jahr- 
gang. 2. Heft. Juli bis December 1864. Göttingen, Vandenhoeck & 
Ruprecht. 8. 125—285 S. Pr. n. 12 Ngr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 861. 

Mit Sorgfalt n. Sachkenntniss redigirt. 

[452.] * Bibliotheca geographico-statistica et oeconomico-politica 
oder systematisch -geordnete Uebersicht der in Deutschland und dem 
Auslande auf dem Gebiete der gesammten Geographie, Statistik und 



Lüteratur und Miacellen. 187 

der ßtaatswiBsenschaften neu erschienenen Bücher herausgegeben von 
Dr. W. Müldener, Seeretair der k. Univ. - Bibliothek in Göttingen, 
XII. Jahrgang. 2. Heft. Juli bis December 1864. Göttingen, Van- 
denhoeck & Ruprecht. 8. 78—174 S. Pr. n. 8Ngr. (8. Anz. J. 1864. 
Nr. 862.) 

Mit Sachkenntniss u. Sorgfalt redigirt. 

[453.] Bibliotheca Americana. A Catalogue of a valuable Col- 
lectioa of Books, Pamphlets, Manuscripts, Maps, Engravings, and En- 
graved Portrait«, illustrating the Historv and Geography of North and 
South America, and the West Indies, altogether forming the most 
extensive Collection ever offered for sale. On sale by John Russell 
Smith, London. 8. 4 Bll. 308 S. 6598 Nrr. Pr. n. 1 Thlr. 6 Ngr. 

Dieser Katalog hat bei Weitem mehr Werth als ein ge- 
wöhnliches Verkaufsverzeichniss ; denn abgesehen von dem 
grossen Reichthume, den der Katalog aufzuweisen hat, u. der 
auch für die besseren Verkaufsverzeichnisse etwas Nichtge- 
wöhnliches ist — hauptsächlich ist der S. 217 — 91 verzeich- 
nete, chronologisch geordnete Pamphletenvorrath ein ganz vor- 
züglicher — hat man auf die Redaktion des Kataloges eine 
mehr als gewölyiliche Sorgfalt verwendet, wie sie selbst so 
manchem blos bibliographischen Zwecken gewidmeten Werke 
nicht zu Theil wird. 

[454.] Verzeichniss der seit dtm grossen Schachturnier zu Lon- 
don vom Jahre 1851 erschienenen deutschen Schachwerke. Euth. in 
der Neuen Berliner Schachzeitung hrsg. von A. Anderssen u. G. R. 
Neumann. Jahrg. II. April-Heft. Berlin, Springer, gr. 8. S. 97—102. 

74 Nrr., ungenügend verzeichnet. 

[455.] Marat l'ami du peuple par Alfred Bougeart Auteur des 
Documents historiques sur Danton. Tom. II. Paris, Lacroix, Verboeck- 
hoven & Cie. gr. 8. Enth. S. 349-440: Revue bibliographique de la 
collection des Oeuvres politiques de Marat ayant appartenu a sa veuve ; 
par F. Chevremont. 

Mit anerkennenswerther Sorgfalt und Genauigkeit zusam- 
mengestellt, ja ausführlicher als erforderlich. Den Hauptbe- 
standteil der ganzen Arbeit bildet der „Catalogue special du 
Journal de Marat suivi d'observations sur les faux et les contre- 
fagons du Journal." 

[456.] (£arl äftaria »on SBeber. (Sin SebenSbÜb Don SDtar Wlaxw bon 
Sßeoer. 33b. II. Seidig, Äril. 1864. 8. (Snty. ©. 729 -41 : <^>ronotogtf$ 
öcotbnetc Zotigen über fämmtttä^e gebrncfte unb ungebrucfte äRuftfaliföe 
unb giterarifä^e arbeiten (£ar( Wlat'xa bonSebev'ö au« bem 3ctiroumc bon 
1817—1826 gufammcngcflcttt bon g. 2B. Sctynö ßgt. $r. 2Kufif*2)irector. 
(@. 3tng. 3. 1864. SRr. 30.) 

In Betracht des in Aussicht gestellten vollständigen „Ver- 
zeichnisses der Werke C. M. von Weber's nebst Erläuterungen 



188 Litteratur und Miscellen. 

von F. W. Jahns" sind hier nur ganz kurze Notizen, mit Weg- 
lassung aller Details, gegeben worden. Uebrigens ist zu er- 
wähnen, dass von dem v. Weber'schen Buche eine Engl, lieber- 
Setzung von J. Palgrave Simpson in London, 2 Bde in gr. 8. 
(Preis 22 8h.) 1865 erschienen ist. 

[457.] The Life, Times, and Scientific Labern rs of the Second 
Marquis of Worcester. To which is added, a reprint of his Century 
of Inventions, 1663, with a Commentary thereon, by Henry Dircks, 
£sq., Civil Engineer, London, Quaritch. gr. 8. Enth. 8. 598—604: 
Catalogne of Books either qouted or consnlted in reference to the 
Life and Times of the Marquis of Worcester. 

Das vorl. Werk enthält auf S. 589 — 97 „Catalogus of 
early Scientific Works, principally anterior to the publication 
of the Century of Inventions, in 1663; with a few modern 
authorities on Mechanical Inventions, affording collateral illustra- 
tions." Die beiden Kataloge sind für andere Zwecke als die 
des Buches nicht von erheblicher Bedeutung. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

[458.] * Journal für OeHecreidy« £rity6ttflot}cfcn. Heb.: Hfbert 
Saft. SBten, 2afl. gr. 4. 24 SRrr. ä 1 — 1^ 33. $r. n 1. £&lr. 10 9tgr. 

Ueber dieses tfeit dem 1. Octbr. 1863 erscheinende Journal 
s. Anz. J. 1864. Nr. 1023. 

[459.] Katalog von Werken aus den Gebieten der Naturwissen- 
schaften und Mathematik, Physik, Astronomie und Medicin, welche zu 
beziehen sind von A. Asher & Co. (Albert Cohn & D. Collin) in 
Berlin & London. 8. 1 Bl. 65 8. 

Grösstenteils nur neuere aber durchaus augewählte 
Litteratur von Werth. 

[460.] No. 121 — 23. Joseph Baer's (Frankfurt a. M.) antiquari- 
scher Anzeiger. Januar bis März. 8. ä 16 S. 27893 — 28785 Nrr. 
(S. oben Nr. 191.) 

Vermischte u. ausgewählte, meist neuere Litteratur, worunter 
viele Bibliothekswerke. 

[461.] Nro. LXXVIII. Antiquarischer Katalog der C. H. Beck'- 
sehen Buchhandlung in Nördlingen. 8. 1 Bl. 49 8. 1190 Nrr. 

Enth. zum grössten Theile Mathematik u. Naturwissen- 
schaft mit Verwandtem, wie Technologie U.Militärwissenschaft. 

[462.] Verlags- Katalog von Wilhelm Braumüller K. K. Hofbuch- 
händler in Wien. I. Nachtrag. Ostermesse 1862 bis Michaelismesse 
1864. gr. 8. 24 S. (8. Anz J. 1862. Nr. 536.) 

Alphabetisch, wie der Hauptkatalog, und ebenso gut redi- 
girt u. von ähnlichem Inhalte wie dieser. 



Litteratur und Miscellen. 189 

[463.] Nr. 54—57. ©fielet sSfojeiger Don Antiquar ÜRaj Griffet 
3Wün^en. gebruar BU S0?at. 4. & 1 ». (@. oben 9fcr. 192.) 

Vermischte Litteratur, worunter in jeder Nr. eine Suite 
Bavarica. 

[464.] Nro. 72. Antiquarisches Verzeichniss ausgewählter Werke 
aus allen Wissenschaften aus dem antiquarischen Lager der J. D. 
Class'schen Buchhandlung (C. F. Schmidt) in Heilbronn, kl. 8. 40 S. 
— Nr. 73. Catalog des nämlichen antiquarischen Bücherlagers. 
Katholische Theologie, Pädagogik und Kirchenmu&ikalien. kl. 8. 32 8. 
• Grösstenteils Deutsche Litteratur. 

[465.] Nro. VII. Sfattquariföer gager -(Satalag fcon Wla% (So&eu & 
Gefot hi »enn. 8. 1 SBl. 24 @. 527 Wrr. 

Enth. grösstenteils Theologie u. Verwandtes. 

[466.] Slnltquariföer SCngctgcr 9£r. 30 &on 31. (SoWenraty in ffleflen** 
Burg. 8. 32 @. 1343 Wvx. 

Vermischte, grösstenteils Deutsche ältere und neuere 
Litteratur. 

[467.] No. XXIV. Catalog des antiquarischen Bücher-Lagers von 
Carl Danz in Berlin. März. 8. 16 S. 

Enth. zum grösseren Theile Geschichte, Genealog., Numis- 
matik. 

[468.] Catalogue des Livres de fonds et en nombre precede* d'une 
Table methodique. Paris, Librairie A. Franck. 8. 8 Bll. 32 S. 

Sehr gut redigirt. Enth. hauptsächlich Philologie, histor. u. 
geograph. Wissenschaften, Naturwissenschaft, Litterargeschichte. 

[469.] Verlags- Catalog von Theobald Grieben in Berlin. Ostern. 
8. 15 S. (S. Anz. J. 1860. Nr. 611.) 

Systematisch, mangelhaft redigirt. Hauptsächlich Techno- 
logie u. Verwandtes. 

[470.] Nr. 1 — 4. Catalog des antiquarischen Bücherlagers von R. F. 
Haupt in Halle. 8. 1 Bl. 66 S.; 1 Bl. 21 S.; 1 Bl. 26 S.; 1 Bl. 18 S. 

Enth.: Nr. 1. Theologie, Orientalia u. Judaica, Philosophie, 
Freimaurerschriften, Klassische Philologie, Pädagogik 2225 Nrr. ; 
Kr. 2. Geschichte, Geographie u. Reisen, Jurisprudenz, Staats- 
Wissenschaften u. Politik 620 Nrr. ; Nr. 3. Litteraturgeschichte, 
Linguistik, Kunst, Musik 856 Nrr.; Nr. 4. Naturwissenschaften, 
Hedicin, Mathematik, Nautik, Astronomie, Technologie, Land- 
u. Forstwirthschaft, Handelswissenschaft 538 Nrr. Meist neuere 
Deutsche Litteratur. 

[471.] Nr. 139. Bücher- Verzeichniss über Werke aus dem Gebiete 
der Naturwissenschaften, Mathematik, Medicin, Technologie, Landwirth- 
schaft, Thierheilkunde, Gartenkunde, Forst* und Jagdwissenschaft, 
welche bei Theodor Kampffmeyer in Berlin zu haben sind. 8. 1 Bl. 46 8. 



I 

190 Litteratur und Miscellen. 

Nr. 140 desgl. über Werke aus dem Gebiete der Rechts- und 
Staats-Wissenschaft, welche bei Demselben zn haben sind. 8. 1 Bl. 22 S. 

Gangbare Litteratur, wie gewöhnlich zu billigen Preisen. 

[472«] Nr. 131. Antiquarisches Bücherlager von Kirchhoff & 
Wigand in Leipzig. — Jurisprudenz und Staats Wissenschaften. Mai. 
Ö. 1 Bl. 110 S. 3579 Nrr. (9. oben Nr. 381.) 

Ein ungewöhnlich starker u., wie gewöhnlich, gut redi- 
girter Katalog ausgewählter Litteratur. 

[473.] Nr. 126—27. K. P. Köhler's in Leipzig Antiquarische An- 
zeige-Hefte. April. 8. 1 Bl. 34 S. & 1 Bl. 46 S. 

Ein paar recht interessante Kataloge, wovon der erstere 
die „Romanischen Sprachen" 828 Nrr. u. der andere die „Ger- 
manischen Sprachen" 1129 Nrr. betrifft. Allen Sprachforschern 
angelegentlichst zu empfehlen. 

[474.] Nr. XIII. Inländische Bibliographie. Yerzeichniss von 
alten und neuen, Theils seltenen und werthvollen Büchern über Russ- 
land, Polen und die Ostseeprovinzen, welche zu beziehen sind von N. 
Kymmel, Buch- und Antiquariatshandlung in Riga und Kiew. (Auch 
mit d. Tit.: Catalogue de livres etc., concernant l'histoire, la Btatistique, 
les hrogues et la litterature de la Russie, de la Pologne et des Pro- 
vinces baltiques, etc.) gr. 4. 26 S. 

Ein werth volles u. beachtenswertes, sehr reichhaltiges 
Verzeichnisse in dem sich freilich auch Bücher finden, die weder 
über Russland, noch Polen, noch auch über die Ostseeprovinzen 
handeln. 

[475.] Katalog der von Loyell, Reeve & Co. in London verlegten 
Werke aus dem Gebiete der Naturwissenschaften, Geographie, Archae- 
ologie, etc., welche bei A. Asher & Co. in Berlin vorräthig, und von 
demselben zu beziehen sind. 8. 1*6 S. 

Ungenügend redigirt. 

[470*] V. Catalogue de Livres sur les Sciences Mathematiques et 
Physiques et les Beaux-Arts, parmi lesquels se trouvent des Öuvrages 
interesßants et rares. En vente chez Frederik Muller a Amsterdam. 
Fevrier. gr. 8. 1 Bl. 77 8. 2030 Nrr. 

Enth. hauptsächlich Holland., Deutsche u. Franz. Litteratur 
unter folg. 8 Abschnitten : I. Sciences mathematiques ; II. Astro- 
nomie, Cosmologie, Meteorologie; III. Navigation, Pilotage et 
Architecture navale; IV. Physique, Chimie; V. Sciences occultes; 
VI. Industrie, Technologie; VII. Art et Architecture militaire; 
VIII. Beaux arts. 

[477.] Nr. 85 — 86. Livres anciens et modernes. Fn vent chez 
Martinus Nijhoff ä La Have. Mars — Avril. 8. a 16 S. Zusammen 552 
Nrr. (8. oben Nr. 214.) 



Litteratur und Miscellen. 191 

Ausgewählte, vermischte Litteratur. 

[478.] Antiquar« Bnjeiger 92r. 77—78 ton ^raubet & (Straft in SSßien. 
$cn 3anuar Mt'SRStg. fol. ä ± 23. (©. eben Nx. 217.) 

Vermischte Litteratur, worunter viele Austriaca, ältere u. 
seltenere Drucke, sowie eine grössere Suite Französischer Werke. ' 

[479.] Wx. 3. 3. ©a^rible'« Antiquariat in Stuttgart. 16. 257-384 
8. 1082 ftr. (@. oben SKr. 3S9.) 

Enth. eine weitere Fortsetzung der Theologie u. Religions- 
wissenschaft in allen ihren Verzweigungen, mit Einschluss der 
geheimen Wissenschaften. 

[480.] Catalogue de la Librairie Tross. Nr. IV. Paris. 8. 135—58 
S. 1361—1552 Nrr. (S. oben Nr. 303.) 

Aus der vorl. Nr., welche wieder viele Seltenheiten ent- 
hält, sind folg. Stücke hervorzuheben: Epistola Ohristofori 
Coloin. S. 1. et a. (Romae 1493.) kl. 4. 550 Fr.; Bullae 
epistolae ac mandatum pro Concilio Tridentino. fol. Pergament- 
Ms. von der Hand Ang. Massarello's. 400 Fr.; Heures impr. 
a Paris Gilles Hardouyn. (ca. 1510.) kl. 8. Perg.-Druck. 
300 Fr.; Les Maravilies de Rome. Nouvellement impr. k 
Romme par Ant. de Bladi de Asula. 1524. kl. 8. 330 Fr. 

[481.] Catalog XXXV — XXXVI des Antiquarischen Bücherlagers 
von Friedrich Wagner Herzogl. Hof- Buchhandlung und Antiquariat 
in Braunschweig. 8. 1 IM. 42 S. & 1 BJ. 34 S. 

Enth.: Deutsche Sprache u. Litteratur 1318 Nrr. & All- 
gemeine Sprachwissenschaft, ausländ. Sprache u. Litteratur, 
Orientalia, Bibliographie, Buchdruckerkunst und dergl. 1013 Nrr. 
— Gleichzeitig ist von dem Wagner'schen Fliegenden Anzeiger 
die Mai-Nr. XV. erschienen, welche ausschliesslich eine 257 Nrr. 
starke Suite „Brunsvicensia u enthält. 

[4S2.] Akadem. Abhandlungen, Programme, Dissertationen u. a. 
Schriften mathemat. u. naturwissenschaftl. Inhalts, zu haben bei E. Wein- 
gart, Buchhändler in Erfurt. 4. 4 S. 

Theilweise sehr ungenügend verzeichnet. 

[483 J 9fr. 144-46. «üdjer^ngeige ton 3. äÖinbpredjt'S Antiquariats* 
bu^anbhinß. 2tug«bnrg. Wläxi bis 2flai. 4. k 1 53. (©. o6en 9fr. 227.) 

Vermischte Litteratur, worunter viel Theologisches u. 
Historisches. 

[484.] Nr. 4. Antiquariats-Katalog von Ernst A. Zuchold. Natur- 
wissenschaften. Leipzig, gr. 8. 1 Ul. 59-91 S. 1091 — 1827 Nrr. 

Sehr gut redigirt. Enth. hauptsächlich Naturgeschichte, 
u. ist namentlich für Entomologen u. Botaniker von Interesse. 

Bibliothekenlehre. 
[485.] Ueber Einrichtung und Verwaltung von Schulbibliotheken. 
Von Ernst Förstemann, Professor, Gräflich Stolbergischem Bibliothekar 



192 Litteratur und Miscellen. 

und Oberlehrer am Gymnasium zu Wernigerode. [Herrn Propst und 
Professor, D. der Theologie G. W. Müller Director des Pädagogiums 
zum Kloster Unser Lieben Frauen zu Magdeburg etc. zu seinem fünf- 
zigjährigen Dienstjubiläum am 27. April 1865 ehrerbietigst gewidmet 
vom Rector und Lehrercollegium des Gymnasiums zu Wernigerode.] 
Druck von Eberhardt in Nordhausen. 4. 2 Bll. 23 S. (Ist auch, 
ohne Dedicationstitel, bei FÖrstemann in Nordhausen, gr. 8. 1 Bl. 33 S. 
Pr. n. 6 Ngr. erschienen.) 

Diese Schrift hat ans doppeltem Grunde einen recht guten 
Eindruck auf mich gemacht, und zwar einmal, weil sie ein 
Thema behandelt, welches, trotz seiner augenscheinlichen Wich- 
tigkeit, doch bis jetzt so gut wie ganz vernachlässigt geblieben 
ist, u. das andere Mal, weil die Art u. Weise der Behandlung 
mir eine im Allgemeinen zweckmässige zu sein scheint; ich finde 
theils die Disposition der auf das Thema bezüglichen Gegen- 
stände, die einer Darstellung zu unterziehen gewesen sind, 
theils diese Darstellung selbst im Allgemeinen gut und zweck- 
mässig. Im Einzelnen hätte sich allerdings meiner Ansicht nach 
wohl Manches noch besser einrichten lassen; denn abgesehen 
davon, dass, wenn das ganze Schriftchen rubricirt worden 
wäre, auch die ganze Darstellung an Uebersichtlichkeit gewon- 
nen haben würde, so hätten bei der Disposition, im Einklänge 
mit dem Titel, die zur Einrichtung u. die zur Verwaltung ge- 
hörigen Gegenstände schärfer von einander geschieden werden 
können. Auch hätte, wie einerseits die Erwähnung von selbst- 
verständlichen Dingen, z. B. Tische, Stühle, Schreibmaterial 
im Bibl.-Lokal, u. von Gegenständen, die auf Schulbibliotheken 
wohl schwerlich Anwendung finden, z. B. gewisse Arten von 
Katalogen, recht füglich wegbleiben, so andererseits die Dar- 
stellung von unbedingt notwendigen Gegenständen, z. B. An- 
fertigung von Titelkopien, nicht unterlassen werden sollen. 
Endlich hätte bei der Zusammenstellung der bibliothekwissen- 
schaftentlichen Litteratur eine bessere Auswahl u. eine kurze 
kritische Würdigung der zur Instruction der Bibliothekare von 
Schulbibliotheken dienlichen u. empfehlenswerthen Schriften ge- 
geben werden können. Allein alle diese Mängel haben dem 
Schriftchen in meinen Augen keineswegs soweit Eintrag ge- 
than, dass es, wie gesagt, nicht auf mich einen recht guten 
Eindruck gemacht hätte. Das Einzige, was mich bei der 
Lecture des Schriftchens etwas gestört hat, ist der hier u. da 
angeschlagene Ton, welcher, so hat es mir wenigstens scheinen 
wollen, auf eine derartige praktische bibliothekarische Erfahrung 
hinweist, wie sie ein Gymnasialprofessor, der sich zumal noch 
mit langjährigen der Bibliothekwissenschaft fremdartigen Studien 
beschäftigt, u. das Bibliothekaramt doch immer nur als Neben- 
amt bekleidet hat, wohl schwerlich haben kann. 



Litteratur und Miscellen. 193 

Bibliothekenkunde. 
[48b\] Nachrichten über die mandäischen o der zairischen Manuscrr. 
der kaiserl. Bibliothek zu Paris und der Bibliothek des British Museum 
zu London. Von Dr. J. Euting. Enth. in der Zeitschrift d. Deutsch, 
morgenländischen Gesellschaft. Bd. XIX= Zweite Folge Bd. IX. Leipzig, 
Brockhaus in Comm. 8. Hft. 1. 2. S. 120—36. 

Ausführlichere Nachrichten des Verf.'s über die Pariser 
Mss. aus eigener Ansicht; dagegen nur ganz kurze u. ziemlieh 
ungenügende Notizen über die Londner nach Mittheilungen des 
Dr. W. Wright vom Brit. Museum. 

[487.] Verzeichniss der bis zum 3. März 1865 für die Bibliothek 
der "D. M. G. (in Halle) eingegangenen Schriften u. s. w. S. Zeitschrift 
d. Deutschen morgenländischen Gesellschaft. Bd. XIX = Zweite Folge 
Bd. DL (Leipzig, Brockhaus in Comm.) 8. Heft. 1. 2. S. 367 — 71. 
(S. Ans. J. 1864. Nr. 904.) 

Enth. 13 Fortsetzungen, 2635—2703 Nrr. anderer Werke, 
307 — 309 Nrr. Handschriften, Münzen u. s. w. Dem Verzeich- 
nisse ist S. 365 — 66 ein Bibliotheksbericht von Dr. Gosche 
vorangestellt, worin sich mitgetheilt findet, dass man den alpha- 
betischen Katalog einer nöthig gewordenen Durchsicht u. Er- 
weiterung unterworfen habe, so dass er nun wohl gedruckt 
werden könne, wenn es die Gesellschaft genehmigen sollte. 

[488.] Verzeichniss der Handschriften der Kieler Unirersitäts- 
bibliothek, welche die Herzogthümer Schleswig und Holstein betreffen, 
[im Auftrag der Schleswig- Holstein -Lauenburgischen Gesellschaft für 
vaterländische Geschichte, herausgegeben] von H. Ratjen, Professor und 
Bibliothekar, etc. [Nachtrag oder] B. 3 [zu dem 1847—1854 mit den 
Kordalbingischen Studien und 1858 separat erschienenen Verzeichniss.] 
1. Abtheilung. Kiel, Akadem. Buchhandlung in Comm. gr. 8. 2 Bll. 
412 S. Pr. n. 2 Thlr. (S. Anz. J. 1858. Nr. 550.) 

Hit der 2. Abtheilung sollen der Gesammttitel, die Vor- 
rede n. das Register folgen; die letzteren beiden Theile sind 
wesentlich nöthig dazu, dass man sich über das Werk, sein 
Ziel nämlich u. seine Brauchbarkeit, ein richtiges Urtheil bilden 
kann. Vorläufig lässt sich nur so viel sagen, dass der Titel 
„Verzeichniss" eigentlich nicht passend erscheint; denn das, 
was in der vorl. 1. Abtheilung enthalten, ist weit weniger 
Verzeichniss, als vielmehr eine Art Regesten, die allerdings, 
mit der dem Herausg. eigenen Sorgfalt gearbeitet, für die 
Zwecke der Schlesw.- Holst. - Lauenburgischen Gesellschaft f. 
vaterländische Geschichte u. für die Verhandlungen der Gegen- 
wart zweckmässiger u. willkommener sein dürften als ein 
Moses Verzeichniss. Zu bemerken ist, dass die oben mit 
Klammern eingeschlossenen Worte des Titels nicht mit auf dem 
eigentlichen Titel, sondern nur auf dem Umschlagstitel sich 
befinden. 



194 Litteratur und Miacellen. 

[489.] Über einen Deutschen Hechtscodex der Krakauer Univer- 
sitäts-Bibliothek von Dr. Ferdinand Bischoff K. K. 0. Professor an der 
Lemberger Universität. (Aus dem Novemberhefte des Jahrganges 1S64 
der Sitzungsberichte der phil.-hist. Cl. der kais. Akademie der Wissen- 
schaften [XLVIII. Bd.] besonders abgedruckt.) Wien, aus der K. K. 
Hof- u. Staatsdruck. (Gerold's Sohn in Coram.) gr. 8. 1 Bl. 29 S. 
Pr. n. 5 Ngr. 

Die von Bandtkie im Prodrom u 8 des Lectionskataloges 
der Krakauer Universität von 1818 u. 1819 gegebene Be- 
schreibung des Codex ist zu unbestimmt u. zu ungenau, als 
dass sie, zumal bei der anerkannten Wichtigkeit des Codex, 
ferner hätte genügen können. Der Codex stammt aus dem 
Anfange des XIV. Jhrhdts. 

[490.] * Notices et Extraits des Manuscrits de la Bibliotheque 
Imperiale et autres Bibliotbeques, publies par l'Institut Imperial de 
France, faisant suite anx Notices et Extraits Ins au Co mite Stabil dans 
l'Academie des Inscriptions et Belles-Lettres. Tom. XXI. Paris, iropr. 
Imperiale. 4. 371 S. (S. Ane. J. 1863. Nr. 73.) 

Von bekanntem hohen wissenschaftlichen Werthe. 

[491.] * Catalogus van de ßiblioteek der Maatschappij van Ne- 
derlandsche Letterkunde te Leiden. 3e Deel. Bijvoegsels over de 
jaren 1858—1862. Leiden, Brill. 1864. gr. 8. XVI, 622 S. Pr. f. 6, 
50. (S. Anz. J. 1851. Nr. 350.) 

Von Werth u. weiterem Interesse. Hierüber ist noch ein 
„Alphabetische Bladwijzer op de drie deelen van 1847 en 1HG4 
(bewerkt door Dr. J. T. Bergman). Leiden, Brill. 1865. gr. 8. 
VI, 181 S. Pr. F. 2" erschienen. 

[492.] Catalogo de la Biblioteca central de Marina. Madrid, 
impr. de Tejado. 4. XVI, 712 S. 

3898 obras clasificadas por materias y autores. 

Privatbibliotheken. 

[493*] Verzeichniss der von Dr. Joachim Meyer , Professor am 
k. Gymnasium zu Nürnberg nachgelassenen Bibliothek, sowie eines 
Theils der von Geh. Hofrath Dr. med. Karl Vogel (Leibarzt Grossherzog 
Karl August's, Arzt Goethe's) in Weimar nachgelassenen Bibliothek, 
welche nebst anderen Sammlungen von Büchern und einigen Auto- 
graphen von dem 23. Mai an durch H. Härtung in Leipzig öffentlich 
versteigert werden sollen. 8. 1 Bl. 144 S. 3783 Nrr. 

Enth. unter Anderem besonders reiche Suiten von Werken 
aus den Fächern der Philologie u. Deutschen Literaturwissen- 
schaft. In letzterem finden sich namentlich viele Götbiana u. 
Schilleriana. 

[494*] Verzeichniss der hinterlassen en Bibliotheken der Senats- 
secretär Dr. C. F. Asher in Hamburg, Professor C. F. Wieck Rector 



Litteratur und Miscellen. 195 

des Gymnasiums zu Merseburg, Kreisphysikus Dr. Goedicko in Salzwedel 
und Bürgermeister Schwedler in Meerane, welche nebst einer bedeuten- 
den Sammlung hebräischer und orientalischer %iich er am 29. Mai von 
List & Francke in Leipzig öffentlich versteigert werden sollen. 8. 
1 Bl. 157 S. 3563 Nrr. 

Enth. hauptsächlich Geschichte u. Verwandtes, Belletristik, 
Philologie, Medicin; dann Naturwissenschaft u. Technologie, 
Jurisprudenz, Theologie, sowie Kunstlitteratur. Die hervor- 
ragendste Partie des ganzen Eataloges bilden aber die Orien- 
talia u. Hebraica; namentlich sind es letztere, welche besondere 
Beachtung verdienen. 

[495] Verzeichniss der hinterlassenen Bibliotheken der Professor 
Dr. von Bärensprung in Berlin, Medicinalrath Dr. Behr in Bernburg, 
Ober-Medicinalrath Dr. von Franque* in Wiesbaden, Sanitatsrath Dr. 
Werner in Trebnitz und Pastor Günther in Bernburg, welche am 
29. Mai zu Leipzig versteigert werden sollen. Eingesandt durch 
T. 0. Weigel in Leipzig. 8.. 1 Bl. 160 S. 4259 Nrr. f 

Die vorzüglichere Partie des vorl. Kataloges ist . der medi- 
cinische Theil, dem daher auch hinsichtlich der Redaktion eine 
grössere Aufmerksamkeit geschenkt worden ist als den übrigen 
Theilen. Nächst der Medicin sind es hauptsächlich Mathema- 
tik u. Naturwissenschaft, Geschichte u. Geographie, Technologie, 
Theologie, Philologie, Belletristik, welche sich im vorl. Kata- 
loge am Zahlreichsten vertreten finden. 

[496.] (£in j>f*l$*fcatyerifd)er ^rinj unb fein #ofmeijkr. (gin cuttur* 
9cf$i$tli$e$ S3üb au« bem (Snbe be« XVI. Satjrtjmtbert« , nadj ar^tbatt* 
f$en %fttn entworfen, bon 3ofej>$ SBaaber, f. 3lrdj>to8confetbator in üftttrn- 
Berg, fteuburg, 2)ru(f bon fömbffeifdj. 1864. 8. (gnttj. in 3. Beilage ©. 
65—82 ba* »fi($CT*er3eid)nig ber $tbliot$ef au« ber. $intettaffenfd)oft 2Mf • 
gang $fyßM> *on 93ranb'«. 

Der Herausg. hat das vorl. Bücherverzeichniss aus dem 
Grunde des Abdrucks für werth gehalten, weil sich daraus der 
Stand der Bildung des ehemal. Besitzers der Bibliothek (f Aug. 
1637) nicht nur, sondern auch im Allgemeinen der Bildungs- 
grad eines gebildeten Mannes damaliger Zeit ersehen lässt. 
D*8 Verzeichniss enthält einen grossen Vorrath theologischer 
Schriften, worunter viele Streitschriften, mit denen man sich 
im der damaligen Zeit viel beschäftigt hat. Ausserdem finden 
sich in dem Verzeichnisse juristische, geschichtliche, philoso- 
phische Bücher. Das Verzeichniss ist wissenschaftlich geordnet 
u. mit ziemlicher Sorgfalt redigirt. 

[497.] Catalogo dei Ltbri rari e prezioßi raecolti, posseduti ed 
illufltrati dalT Abate Luigi Colbacchini. Posti in vendita. Tom. I. 
Bmijuio, tipogr. di Roberti. 1864. Lex. 8. 478 S. Pr. n. 2 Thlr. 6 Ngr. 



196 Litteratur und Miscellen. 

Die Büchersammlung , von welcher der I. von Abano bis 
Cyrillus reichende %nd des alphab. Kataloges hier vorliegt, 
ist gewiss eine sehr werthvolle n. an bibliographischen Schätzen 
sehr reichhaltige, wesshalb auch die Veröffentlichung des 
Kataloges sicher als ein in bibliographischer Rücksicht ver- 
dienstliches Unternehmen bezeichnet werden mnss. Aber der 
Katalog hätte nur mit etwas mehr Verständniss für die eigent- 
lich bibliographischen Bedürfnisse der Bücherfreunde bearbeitet 
werden sollen; denn ist einestheils die bibliographische Ver- 
zeichung der Titel, zumal wo es sich um sehr seltene u. sonst 
wenig bekannte Bücher handelt, zu kurz u. in einzelnen Fällen 
zu ungenügend, so ist anderntheils die übrige Beschreibung u. 
Erläuterung der Bücher — worin sich Notizen über die betreff. 
Verf. etc. zusammengestellt finden, welche gebildete Leser ent- 
weder selbst schon kennen, oder sich leicht anderwärts her 
verschaffen können — stellenweise zu ausführlich u. macht den 
Katalog überflüssig umfänglich. 

[498.] Nr. LXVIL Bibliotheca philologica. Verzeichniss grie- 
gischer und römischer Classiker, Erläute rungs- Schriften, Grammatiker 
und Lexicographen aus der Bibliothek des D. K. F. W. Hasselbach, 
ehemal. Directors des Gymnasiums etc. zu Stettin. Zu verkaufen durch 
J. A. Stargardt in Berlin. 8. 1 Bl. 90 S. 3593 Nrr. 

Eine für altklassische Litteratur sehr vorzügliche Samm- 
lung von älteren u. neueren Ausgaben. 

[499*] Catalogue de la Bibliotheque de feu M. l'abbe Louis de 
Humbourg £leve du College germanique de Korne, ancien chef d'in- 
stitution a Strasbourg. La vente aura lieu le 22 mai. Strasbourg, 
Piton. 8. 1 Bl. 32 S. 852 Nrr. 

Hauptsächlich Theologica; nächstdem Linguistisches etc. 

[500.] Catalogue de la Bibliotheque de feu Fr. Wilh. Junghuhn, 
Docteur es sciences, au service du Gouvernement Neerlandais aux 
Indes Orientales, etc. Dont la vente aura lieu le 22 Mai sous la 
direction de Martinus Nijhoff, Libraire ä la Haye. 8. 1 Bl. 40 S. 
391 Nrr. 

Eine im Fache der Natur- u. damit verwandten, nament- 
lich geographischen Wissenschaften reiche Sammlung, worin 
sich besonders die auf den Orient (wo der verst. Besitzer so 
lange Zeit segensreich . gewirkt hat) bezügliche Litteratur gut 
vertreten findet. 

[501*] Catalogue de la Bibliotheque de feu J. Ristelhueber Me- 
decin en chef des Hospices civils, etc. La vente aura lieu le 29 mai. 
Strasbourg, Piton. 8. 1 Bl. 35 S, 748 Nrr. 

Ziemlich der ganze Katalog enthält ausschliesslich Bücher, 
welche sich auf die Berufswissenschaft des verst. Besitzers 



Litteratnr und Miscellen. 197 

der Bibliothek beziehen; die im Kataloge verzeichnete Sammlung 
bildet eine grösstentheils aus Französischer u.nächstdem Deutscher 
Litteratnr bestehende, ausgesuchte medicinische Handbibliothek. 

[502.] Catalogue de Livree relatifs ä PArchitecture, la Sculpture, 
la Peintnre et la Gravüre. — 136. Bücherveraeichniss von B. Fried* 
linder & Sohn. Kunst- und Kupferwerke. Baukunst. Bibliothek des 
Geh. Bath Prof. Dr. E. H. Tölken, Director beim Königl. Museum. 
Berlin. 8. 31 S. 

Auswahl von meist werthvollen, seltenen u. kostbaren Werken. 

[6080 Nr - 219 - Catalogue of Works on Science and Natural 
Hiatory, inclnding the Transactions of English and Foreign Learned 
Societies. [Including purchases from the fine library of the eminent 
Professor W. Vrolik, late Secretary of the Academy of Sciences, Am- 
sterdam.] Offered for Cash by Bernard Quaritch. London, 8. 1 Bl. 
54 8. 1001 Nrr. 

Sehr beachtenswerte Auswahl meist wissenschaftlich wich- 
tiger, seltener u. kostbarer Werke. 

[504.] Antiquarisches Bücher-Verzeichniss Nr. 94 der Schletter'- 
schen Buchhandlung H. Skutsch in Breslau. Enthält: (Supplement 
su Katalog Nr. 89), Evangelische Theologie. Grösstenteils aus der 
nachgelassenen Bibliothek des verstorbenen Consistorial-Rath A. Wachler 
in Breslau. 8. 1 Bl. 34 S. 

Durchgehends Deutsche, grösatentheils neuere Litteratnr. 

[505.] Catalogue XXXI. de S. Calvary & Cie. — Catalogue d'une 
Collection precieuse de Livres sur l'Histoire Naturelle, contenant entre 
autres la Bibliotheque de C. Z***, Conseiller des min es ä G***- 
II. Partie: Geologie, Mineralogie, Crystallographie , Paläontologie. 
En vente che« S. Calvary & Cie. ä Berlin. 8. 1 Bl. 79 S. 2776 Nrr. 
(8. oben Nr. 334.) 

Wie die früher erschienene botanische Abtheilung , so nimmt 
auch die vorl. mineralogische unter den Katalogen ähnlichen 
Inhaltes eine hervorragende Stelle ein. 

Abdrücke aus Bibl.-Handschriften. 

[506.] $>te IX ©üd&er Sflaßbeburger 9?eä?te« ober bte Siftincttonen 
bet $(ooter @tabtf$retber« SBaltyer ©f&arbt *>on SBunjtau. Sine 96$anb< 
lang gar Oueflenfunbe be« 2)entf$en föeä^te« erf« ^rolegomenon ju einer 
lesen 9n*gabe toon Dr. (gtml ©teffentyagen. (Separat *2lfcbru<f au« ber 
Kq»reugifd)en SRonatSfd&rift mit einer Itt^ogra^trtett @d)riftyrobe.) £8mQ«* 
•etg, OrSfe & Unjer. flt. 8. 2 SBÜ*. 33 ©. mit 1 £af. <ßr. n. 15 SRgr. 

Das Eckhardi'sche Rechtsbuch, schreibt der Verf., „ist für 
ans von Wichtigkeit als einheimisches Produkt beginnender 
schriftstellerischer Thätigkeit auf dem Rechtsgebiete zu einer 
Zeit, da man in Deutschland allerwärts bestrebt war, das gel- 

U 



198 Litteratur nnd Miscellen. 

tende Recht, welches seit dem Verschwinden der geschrieb. 
Rechte d6s Germanischen Zeitalters allein im Bewusstsein des 
Volkes fortlebte, in schriftliche Form zu bringen u. solcherge- 
stalt zu fixiren. Das Rechtsbuch ist uns ferner wichtig als 
vaterländisches Gesetzbuch, welches in den Gerichten Altprenssens 
neben dem officiell sanctionirten Landesrechte, dem Alten-Kulm, 
zur Richtschnur diente. Es ist aber auch dem Germanisten 
von Fach wichtig, weil es nach dem Urtheile eines bewährten 
Kenners (Nietzsche) als eine überaus reichhaltige Quelle für 
die Rechtsgeschichte überhaupt u. namentlich für die Exegese 
der übrigen Rechtsbücher anzusehen ist." In Betracht dieser 
Wichtigkeit des Rechtsbuchfcs ist es ein recht verdienstliches 
Unternehmen des Verf.'s, eine neue, den Zeitbedürfnissen der 
Wissenschaft angemessene Ausgabe des Buches vorzubereiten, 
zu welchem Zwecke in der vorl. Schrift eine Uebersicht der 
auf das Buch bezüglichen Litteratur, der zahlreichen hand- 
schriftlichen Texte, der bereits vorhandenen Druckausgaben, 
sowie der Quellen des Rechtsbuches, nebst einer Erörterung der 
seitherigen Bearbeitung mit des Verf.'s gewohnter Sachkennt- 
niss zusammengestellt ist. Die beigefügte facsimilirte Schrift- 
probe ist aus dem das Rechtsbuch in der Originalgestalt ent- 
haltenden Perg.-Codex der Königsb. Königl. u. Universitäts- 
bibliothek entnommen. 

[507.] * nfin nnNtP — Ein Bruchstück aus dem Bibel-Commentar 
des Rabbi Salomo ben Isaak genannt Raschi über Dan. XI, 12 — 19, 
20 — 25, XII, 8 — 13 und Esra I, 1, aufgefunden in der köuigl. Biblio- 
thek zu Königsberg in Pr. Als ein Weihegeschenk zum 70. Geburts- 
tage des Herrn Dr. Leopold Zunz in Berlin mit 2 photogr. Tafeln 
herausgegeben und erläutert von Dr. H. Jolowicz. Königsberg, Koch. 
1864. kl. 4. 1 Bl. 6 S. u. 2 Taff. Pr. 1 Thlr. 10 Ngr. 

Das litterar. Centralblatt Nr. 13. Sp. 337 nennt das 
Schriftchen „eine gutmeinte, aber unbedeutende Gabe." 

[508.] * Le Livre de Marco Polo , citoyen de Venise , conseiller 
prive et commissaire imperial de Khoubilai-Khaän, redige en francais 
sous sa dictäe en 1298, par Rusticien dePise; publie pour lapremiere 
fois d'apres trois manuscrits inädits de la Bibliotheque Imperiale de 
Paris, pr^sentant la rädaotion primitive du livre, revue par Marc Polo 
lui-meme, et donnee par lui, en 1307, ä, Thiebault de Cepoy, accom- 
pagnäe de variantes, de l'explication des mots horse d'usage, et des 
common taires glographiques et historiques, tires des ecrivains orien- 
taux, principalement chinois, avec une carte generale de l'Asie; par 
G. Pauthier. Introduction. Paris, Didot freres fils et Cie. 8. CLX S. 

Der Anfang eines wichtigen Werkes. 

[509.] * Journal et M^moires du Marquis d'Argenson, publies 
pour la premiere fois d'apres les manuscrits autographes de la J$i- 



Litteratur und Miscellen. 199 

blfothSqae du Lotivre ponr la Soci^te* de PHistoire de France, par E. 
J. B. Rathery. Tom. VII. Paris, Renouard. 8. 498 S. Pr. 9 Fr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 436.) 

Von erheblichem historischem Interesse. 

[510.] Rerum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Leech doms, 
Wortcunning, and Starcraft of Eurly England. Being a Collection of 
Documenta, for tbe raost part never before printed, illustrating the 
History of Science in this country before the Normann Conquest. Collected 
and edited by the Rev. Oswald Cockayne, M. A. Cantab. Vol. II. 
London, Longman & Co. Lex. & XXXIX, 415 S. mit 1 Facsim.-Taf. 
Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. (8. Anz. J. 1864. Nr. 332.) 

Von der gewöhnlichen trefflichen Ausstattung. 

Item. — Annales monastici. Vol. II. Annales Monasterii de Win- 
tonia. (A. D. 519—1277.) Annales Monasterii de Waverleia. (A. D. 
1 — 1291.) Edited by Henry Richards Luard, M. A. London, Longman &C. 
Lex. 8. LI1I, 414 S. mit i Facsim.-Taf. Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 434.) 

Ans Ms. der Cotton. Sammlung im Brit. Museum zu London. 

[511.] * Le Talkhys D'Ibn Albannä publik et traduit un MS. 
inedit de la Bibliotheque Bodleyenne par Aristide Marre. Rome, impr. 
des Sciences Mathematiques. 4. XII, 31 S. 

Soll mehr Curiosum als von eigentlich wissenschaftlichem 
Interesse sein. 

[512.] Der Maget Kröne ein Legendenwerk aus dem XIV. Jahr- 
hunderte von Dr. Ignaz Zingerle. (Aus dem October- Hefte des Jahr- 
ganges 1864 der Sitzungsberichte der phil.-hist. Classe der kais. Akadamie 
der Wissenschaften [XLVII. Bd., S. 489] besonders abgedruckt.) Wien, 
aas der k. k. Hof- u. Staatsdruck. 1864. gr. 8. 1 Bl. 76 S. Pr. n. 12 Ngr. 

Ein Erbauungsbuch für Jungfrauen weltlichen Standes; 
au 8 der einzigen bis jetzt bekannten, leider nur sehr defekten 
Handschrift, die sich im Besitze des Kaufmanns Leopold Ettel 
zu Innsbruck befindet. 



[513.] Aus Leipzig. 

Der Buchhändler A. Kirchoff hat in seiner Eigenschaft als 
Bibliothekar des Börsenvereines der Deutschen Buchhändler 
eine „Zuschrift an den Vorstand des Börsenvereins der Deutschen 
Buchhändler. Angelegenheiten der Bibliothek betr." gerichtet, 
die sich im Börseublatte f. d. Deutschen Buchhandel Nr, 55. 
8. 1021 abgedruckt findet. Der Bibliothekar hat darin am 
Schlüsse des Etatsjahres einige Notizen über die Vermehrung 
der Bibliothek, die um 144 Nrr. gewachsen ist, zusammengestellt, 
dabei aber nicht umhin gekonnt, wiederholt auf die Lücken der 



198 Litteratur und Miscellpn. 

tende Recht, welches seit dem Verschwinden der geschrieb. 
Rechte d6s Germanischen Zeitalters allein im Bewusstsein des 
Volkes fortlebte, in schriftliche Form zn bringen n. solcherge- 
stalt zu fixiren. Das Rechtsbuch ist uns ferner wichtig als 
vaterländisches Gesetzbuch, welches in den Gerichten Altpreussens 
neben dem officiell sanctionirten Landesrechte, dem Alten-Kulm, 
zur Richtschnur diente. Es ist aber auch dem Germanisten 
von Fach wichtig, weil es nach dem Urtheile eines bewährten 
Kenners (Nietzsche) als eine überaus reichhaltige Quelle für 
die Rechtsgeschichte überhaupt u. namentlich für die Exegese 
der übrigen Rechtsbücher anzusehen ist." In Betracht dieser 
Wichtigkeit des Rechtsbuches ist es ein recht verdienstliches 
Unternehmen des Verf.'s, eine neue, den Zeitbedürfnissen der 
Wissenschaft angemessene Ausgabe des Buches vorzubereiten, 
zu welchem Zwecke in der vorl. Schrift eine Uebersicht der 
auf das Buch bezüglichen Litteratur, der zahlreichen hand- 
schriftlichen Texte, der bereits vorhandenen Druckausgaben, 
sowie der Quellen des Rechtsbuches, nebst einer Erörterung der 
seitherigen Bearbeitung mit des Verf.'s gewohnter Sachkennt- 
niss zusammengestellt ist. Die beigefügte facsimilirte Schrift- 
probe ist aus dem das Rechtsbuch in der Originalgestalt ent- 
haltenden Perg.-Codex der Königsb. Königl. u. Universitätsr 
bibliothek entnommen. 

[507.] * IBn rmNtP — Ein Bruchstück ans dem Bibel-Commentar 
des Rabbi Salomo ben Isaak genannt Raschi über Dan. XI, 12 — 19, 
20—25, XII, 8—13 und Esra I, 1, aufgefunden in der königl. Biblio- 
thek zu Königsberg in Pr. Als ein Weihegeschenk zum 70. Geburts- 
tage des Herrn Dr. Leopold Zunz in Berlin mit 2 photogr. Tafeln 
herausgegeben und erläutert von Dr. H. Jolowicz. Königsberg, Koch. 
1864. kl. 4. 1 Bl. 6 S. u. 2 Taff. Pr. 1 Thlr. 10 Ngr. 

Das litterar. Centralblatt Nr. 13. Sp. 337 nennt das 
Schriftchen „eine gutmeinte, aber unbedeutende Gabe. u 

[508.] * Le Livre de Marco Polo , citoyen de Venise , conseiller 
prive et commissaire imperial de Khoubilai-Khaan, redige en francais 
sous sa dict£e en 1298, par Rusticien dePise; publie pour la premiere 
fois d'apres trois manuscrits inädits de la Bibliotheque Imperiale de 
Paris, Präsentant la reMaction primitive du livre, revue par Marc Polo 
lui-meme, et donnee par lui, en 1307, ä Thiebault de C6poy, accom- 
pagnie de variantes, de l'explication des mots horse d'usage, et des 
commentaires glographiques et historiques, tires des ecrivains orien- 
taux, principalement chinois, avec une carte generale de l'Asie; par 
G. Pauthier. Introduction. Paris, Didot freres fils et Cie. 8. CLX S. 

Der Anfang eines wichtigen Werkes. 

[509.] * Journal et M^moires du Marquis d'Argenson, publies 
pour la premiere fois d'apres les manuscrits autographes de la J3i- 



Litteratur und Miscellen. 199 

blfothöqne du Louvre pour 1a Sociäte* de l'Histoire de France, par E. 
J. B. Rathery. Tom. VII. Paris, Renouard. 8. 498 S. Pr. 9 Fr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 436.) 

Von erheblichem historischem Interesse. 

[510.] Rerum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Leech doms, 
Wortcunning, and Starcraft of Eurly England. Being a Collection of 
Documenta, for the most part never before printed, illustrating the 
History of Science in this country before the Normann Conquest. Collected 
and edited by the Rev. Oswald Cockayne, M. A. Cantab. Vol. II. 
London, Longman & Co. Lex. 8-. XXXIX, 415 S. mit 1 Facsim.-Taf. 
Pr. n. 3 Thlr, 15 Ngr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 332.) 

Von der gewöhnlichen trefflichen Ausstattung. 

Item. — Annales monastici. Vol. II. Annales Monasterii de Win- 
tonia. (A. D. 519—1277.) Annales Monasterii de Waverleia. (A. D. 
1 — 1291.) Edited by Henry Richards Luard, M. A. London, Longman &C. 
Lex. 8. LI1I, 414 S. mit i Facsim.-Taf. Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. 
(S. Anz. J. 1864. Nr. 434.) 

Ans Ms. der Cotton. Sammlung im Brit. Museum zu London. 

[511.] * Le Talkhys D'Ibn Albannä publik et traduit un MS. 
inedit de la Bibliotheque Bodleyenne par Aristide Marre. Rome, impr. 
des Sciences Matheinatiques. 4. XII, 31 S. 

Soll mehr Curiosum als von eigentlich wissenschaftlichem 
Interesse sein. 

[512.] Der Mag et Kröne ein Legenden werk aus dem XIV. Jahr- 
hunderte von Dr. Ignaz Zingerle. (Aus dem October- Hefte des Jahr- 
ganges 1864 der Sitzungsberichte der phil.-hist Classe der kais. Akadamie 
der Wissenschaften [XLVII. Bd., S. 489] besonders abgedruckt.) WieD, 
aus der k. k. Hof- u. Staatsdruck. 1864. gr. 8. 1 Bl. 76 S. Pr. n. 12 Ngr. 

Ein Erbauungsbuch für Jungfrauen weltlichen Standes; 
aus der einzigen bis jetzt bekannten, leider nur sehr defekten 
Handschrift, die sich im Besitze des Kaufmanns Leopold Ettel 
zu Innsbruck befindet. 



[513.] Aus Leipzig. 

Der Buchhändler A. KirchofF hat in seiner Eigenschaft als 
Bibliothekar des Börsenvereines der Deutschen Buchhändler 
eine „Zuschrift an den Vorstand des Börsen Vereins der Deutschen 
Buchhändler. Angelegenheiten der Bibliothek betr." gerichtet, 
die sich im Börseublatte f. d. Deutschen Buchhandel Nr, 55. 
8. 1021 abgedruckt findet. Der Bibliothekar hat darin am 
Schlüsse des Etatsjahres einige Notizen über die Vermehrung 
der Bibliothek, die um 144 Nrr. gewachsen ist, zusammengestellt, 
dabei aber nicht umhin gekonnt, wiederholt auf die Lücken der 



200 Litteratur und Miscellen. 

Bibliothek in der specifisch buchhändlerischen Litteratur und 
die geringe Theilnahme der Buchhändler hinsichtlich der Aus- 
füllung dieser Lücken hinzuweisen. 

[514.] Aus Leipzig 
erbietet sich der Buchhändler J. G. Mittler zur Vermittelung 
von Zusendungen an A. Rogeard, den Verfasser der Broschüre 
„Les propos de Labienus", welcher an einer Geschichte dieser 
seiner, fast in alle civilisirte Sprachen übersetzten, vielfach 
auch im Originale nachgedruckten Schrift arbeite, und zu diesem 
Behufe von den Verlegern solcher Uebersetzungen und Nach- 
drücke ein Exemplar in natura sich erbitte, damit eine „Biblio- 
graphie Rogeard" ermöglicht werde. 

(Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. Nr. 59. S. 1086.) 

[515.] Aus Paris. 

In der „Gazette du Village" findet sich ein Artikel über 
die unter dem Ministerium Rouland ins Leben gerufenen Schul- 
bibliotheken, woraus in der „Bibliographie de la France, Chro- 
nique" Nr. 17. S. 65 — 66 unter Anderem Folgendes mitgetheilt 
ist: „Au 1er janvier 1863, il existait en France 8356 biblio- 
theques scolaires, possedant 684,344 volumes, surlesquels 206,524 
ont ete achete par les communes au moyen des ressources de 
la bibliötbeque." 

[516.] Aus Paris. 

Dem „Temps" zufolge hat man mit dem Drucke der Manu- 
Scriptenkataloge der Kaiserlichen Bibliothek begonnen; zwei 
Bände befinden sich unter der Presse. Der eine derselben ent- 
hält das von Zotenberg bearbeitete Verzeichniss der Orienta- 
lischen M8S., der andere ein aus etwa 12,000 Nrr. bestehendes 
Verzeichniss v. Mss. in Französischer Sprache. 

(Augsb. allg. Zeit. Nr. 118. S. 1910.) 

[517.] Aus Paris 
enthält die „Bibliographie de la France, Chronique Nr. 16. 
S. 62 — 63" eine aus dem „Moniteur" entnommene ausführlichere 
Mittheilung über die der Kaiserlichen Bibliothek im Laufe des 
J. 1864 zu Theil gewordenen Geschenke und Vermehrungen, 
die, wenn auch keine grösseren ganzen Sammlungen sich darunter 
befinden, doch als von Werth und Bedeutung bezeichnet sind. 

[518.] Aus Tübingen. 
Zur Feier des Geburtstages des Königs von Würtemberg 
am 6. März ist von Seiten der Universität ein „Verzeichniss 
indischer Handschriften der Königl. Universitäts- Bibliothek" 
(24 S. in 4) erschienen. 



NEUER ANZEIGER 



für 



3Ägrn$ie traft Mttwtyikmmmstydl 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Juli. 



1865. 



Inhalt: 

Nachträge zu Weller's Repertorium typographicum, von H. O. König. 
(Schluss.) — Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. III. (Finis.) — 
Die populär -medicinische Litteratur aus Leipzig, Neumarkt Nr. 9. — 
Die Schloss-Bibliothek zu Parma. Von dem Geheimrathe Neigebau r. — 
Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[519.] Nachträge zu Emil Well er 's Repertoiium 
typographicum. 

In der Fürstlichen öffentlichen Bibliothek zu Rudolstadt gesammelt 

von 

Heinrich Oscar König. 

(Schluss.) 

Zu No. 2638. 
Practica Teutsch vö | vergangen, vnd zukünftigen ding- | en, 
Aus8 der heyligen gschrifft j gegründt vnd gezoge. Auf | das. 
1524. Jar. | 

Christus Jesus | eyn herr vnnd Meyster diss Jar | vnd alletzeyt. 
Mathei am xxiij. 

Unter der Widmung an Hannsen Fincken zu Eysslebe steht: 
Datum auff Sontag nach Michaelis. Im Jar. 1623. Heinricus 
Pastoris. 

0. 0. 4 Bl. 4°. Mit Titelholzschnitt. 

Zu No. 2655. 
Ein Christliche | Brüderliche vndterricht | an die Christliche ge- 
meyne yn | der stat Ihene ym landt zu | Döringen der ver- 
bannte | ketzerischen Münch | halben, Wie vnd | wess sie sich 
Christ | lieh gegen yn | halten | solle. | 
H. Martinus Reynhart | von Eyuelstadt. 

0. 0. u. I. 12 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
Ain entschuldigung ai- | nes Priesters, Wolffgang Russ | Gesell- 
pfaff zn Oting in Bay- | ern gewest, welcher von we | gen des 
Gotssworts, de | Gemaynen man für- | gehalten, nach | der ord- 
n *S I seynes I Ampts gen | Saltzpurg Citiert | worden ist, oder 
alt erschinen. | Psalmus xxvj. | Insurrexerunt in me testes ini- 
qui: | et mentita est iniquitas sibi. | _ 

Am Ende: Datum auff dem weg gen Effrem | im jar. 
MDXXÜj. | 

8 BL iö 4°. Letztes Bl. leer. Mit Titelemfass\m&. 



202 Nachträge zu Weller's Repertoriuin typographicum. 

Zu No. 2697. 
Wye ein Christliche fraw des adels, in | Beyern durch iren, 
in Gotlicher schrifft, wolgegrund | tenn Sendbrieffe, die hohen- 
schul zu Ingoldstat, | vmb das sie eynen Euangelischen Jung- 
ling, zu | widersprechung des wort Gottes, betrangt | haben, 
straffet. | (Titelholzschnitt.) 

Auch volgent hernach die artickel, so Magister Arsacius | se- 
hoffer von München durch die hohenschul czu In- | geistat be- 
redt am abent vnser frawn geburt nechst | verschinen widerruffen 
vnnd verworffen hat. | Actum Ingelstat. M.D.XXiij. 

8 Bl. 4°. 

J. JÖ24. 
Widder den | newen Abgot vnd | Allten Teuffei: der | zuMeyssen 
soll | erhaben wer- | den. | 
Martinus Luther. | Wittemberg. | MDXXIIII. 

8 Bl. 4°. Letztes Bl. leer. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 2700. 
Der Ehelich standt vonn got mit gebenedey- | ung aufgesetzt, 
soll vmb schwärheyt wegen der seltzamen | gaben der Junck- 
frawschafft yedermann frey | seyn, vnd nyemant verboten werden. | 
(Titelholzschnitt.) Genesis am. 1. vnd 9. | Seyt fruchtbar vnd 
meret euch, vnd erfüllet das Erdtrich. 

Am Ende: Anno. M.D.XXiiij. 

8 Bl. 4°. Auf der Rückseite des 7. Bl. ist derselbe Holz- 
schnitt, wie auf dem Titelbl. Letztes Bl. leer. 

Verfasser ist der auch in der Vorrede genannte Thomas Stör. 
Eynn Schöner Sendtbrieff | des wolgepornen vnd Edlen | Herrn 
Johannsen, Herrn zu Schwartzenberg, An Bischoff | zu Bamberg 
aussgangen. Darinn er treffenliche vnd | Christenliche vrsachen 
anzeygt, wye vnd warümb | ehr seyn Tochter auss dem Closter 
daselbst | (zum Heyligen Grab genant) hin | weg gefurt, Vn 
wider vnter | sein vatterlichen schütz | vnd oberhandt | zu sich 
genomen hab. | 

Ein vorred darin die Munch | yhres zukunfftigen vn- | ter- 
gangs erinnert, vnd erstlich ge- | warnet werden. | Andreas 
Oslander. | Nurenberg. | Anno M.D.XXiiij. | 

10 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
Wess | sich Doctor | Anndreas Boden | stein von Karlstadt | 
mit Doctor Martino Lut | ther beredt zu Ihenn, Vnnd | wie sy 
wider einander zu schreibenn | sich entschlossen haben. | Item | 
Die handlung Doctor | Martini Luthers mit dem Rath | vnnd 
Gemeyne, der Statt Orla- | münd, am tag Bartholomei Da | selbst 
geschehen. Anno rexxiiij. | Exurge domine, Judica causam tuam. 

0. 0. u. J. (1524.) 12 Bl, 4°. Mit Titeleinfassung. 



Nachträge zu Weller's Repertorium typographieum. 203 

Zu No. 2816. 
Was man hallten. | vnd antworte sol, von der | Spaltung zwische 
Mar- | tin Luther, vnd An- | dres Carlstad. :. j Wolffgang Fabri. | 
Capito. | M.D.XXv. 

8 Bl. 4°. 

Vielleicht identisch mit No. 2873? 
Doctor Melchior | Mirisch, Doctor Eberhardus wydensee, Joannes 
Fritzhans, | sampt andern predigernn, des | Ewangelij, der 
löblichenn vnnd | Kayserlichenn Stadt Mayde- | burgk, Erbitben 
sich diese nach | gedruckte Artickell, vor eyner | gantzen ge- 
meyn mit gegrunter | schrifft tzu erhalten, widder alle | Papisten 
Alhye tzu Maydeburgk | Anno MDXXiiij. 

2 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
Zwey keyserliche vn | eynige vnd wyd | derwertige ge- j pott 
den Lu- | ther betre- | ffend. | Im 1524. Jar. 

2 Bogen. 4°. 
Eyn Mandat Ihe- | su Christi, an alle seyne | getrewen Christen. | 
Im 1.5.24 Jar. 

9 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. Auf der Rückseite des 
ersten Blattes ein Holzschnitt, das Agnus dei darstellend. 

Zu No. 2875. 
Ein erklerung der ach | zcen artickel , durch die pre- | diger 
zw Magdeburg auss | gange Erkleret durch | Doc: Eberhardum | 
weydensse vn Joh: | frizsthans | 

her wer wirt stehen widder | dein gericht. Sapien. xij. | Ge- 
druckt zw Eylenburgk | durch Nicolaum wydemar | 1524. 

14 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 2982. 
Ein brieff an dy Für | sten zu Sachsen | von dem | auffrurischen 
geist. | Martinus Luther. | Wittemberg. | 1524. 

6 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
CHristenlich Antwurt | Burgermeisters vnd Rad- | tes zu Zürich, 
dem hochwird igen rc. herren hugen, Byschoffe zu Costantz, über 
die | vnderricht beyder articklen der Bil | der vn Messz inen 
zugeschickt. | Also in gütlicher warheit | gründt, das men- | ck- 
Hch ersehen | mag | was dauon unter Christenem | volck billich 
solle ge- | halten wer- | den. | M.D.XXIIII. 

Am Ende: Getruckt zu Zürich durch Chri- | stophornm 
Froschouer. 

38. Bl. 4°. Titeleinfassung. 
Der von Orlemund | schrifft an die zu AI- | stedt, wie man 
Chri- | stlich fechten soll. | Wittemberg | M.D.XXIIII. 

Am Ende: Die gemeyn Christi zu Qrlemünde. 

2 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 



204: Nachträge zu Weller's Repertorium typographicum. 

Zu No. 3025. 
Eynn Christlycher | tröstbryeff an dye | Miltenberger. | Wye sie 
sich an yhren feynden | rechen sollenn, auss dem 119 Psalm. | 
Mart. Luther. | Wittemberg. | Anno M.D.XXiiij. 

6 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 3228. 
C Antwort vnd entschuldi- | gung an den durchlauchtige | vnd 
hochgebornen fürsten vnnd | herrn, hern Georgen, hertzog | zu 
Sachssen rc. widder seyne lugenhafftige angeber, wer sy auch 
synd | Anthonius Czymmerman | Pfarrer zu Teuchern. | Hyrinne 
wirt auch durch heylige | schrifft angzeigt, dz heilige Sacra- | 
ment des fleischs nh bluts Christi, | yn beyder gestalt zu ent- 
pfahen. | M.D.XXiiij. 

8 Bl. 4°. Letztes leer. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 3281. 

Unser Exemplar liest Z. 2 ha übt statt heubt und hat nicht 
2, sondern nur einen Holzschnitt. 

Vrsach vnnd hande | delung (?), In der Keyserlichen Löblichen 
vil Christlichen Stadt Mey | deburg, Eyn Christlich wesen vnd | 
wandeil belangende, Dornstages | nach Margarethe des. 14. tages | 
Julij. In dehn tzweien Kyrchspyl | den. S Joannis vnd S. Virichs, | 
Durch dy Christlichenn gemeynen vnnd versamlungen Öffent- 
lichen | gehandelt vnd beschlossen | Anno rc MDXXiiij. | Mayde- 
burg | 

Am Ende: Gedruckt tzu Maydeburg Durch hans | Knappe 
den Jüngern Im MDXXiiij. 

12 Bl. 4°. Letztes Bl. leer. 

J. 1525. . 

Zu No. 3438. 
Das die Secten vn | Menschenleren in der | Christenheyt sollen 
aussgetilget | werden. | Joannis Huss. | Verdeutscht durch Wen- 1 
tzeslaum Linck. Ecclesiasten | zu Aldenburgk. | 

Am Ende: Gedruckt yn der Fürstlichen Stadt Alden- | burgk 
durch Gabriel Kantz. 

8 Bl. 4°. o. J. 

Zu No. 3495. 
Ermanunge zum | fride auff die zwelff | artikel der Bawr- | 
schafft ynn | Schwaben. | Mart. Luther | Wittemberg. | 1525. | 
Conuertetur dolor eius in Caput eins | Et in verticem ipsius ini- 
quitas eius descendat. 

20 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 3508. 
Zwo predigt auff | die Epistel S. Pauli. 1. Thess. | 4. D. Mar- 
tini Luther ge- | than vber der leiche des Chür | fursten Hertzog 
Friderichs | zu Sachsen. | 



Nachträge zu Weller's Repertorium typographicum. 205 

Item eynn tröstunge an | Chürfursten von Sachsen seli | ger vnd 
Christlicher gedech- | nis, Freytags nach Misericordia domini, 
den letz | ten seynes lebens | hie auff er- | den. | 
Georgins Spalatinus. ( 1525. 

18 Bl. 4°. Letztes leer. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 3515. 

Eyn Sendebrieff von | dem harten buch- | lin widder die | baw- 
ren. | Martinus Luther. | Wittemberg. | M.D.XXv. | 

14 BL 4°. Mit Titeleinfassung. 
Eyn Sendebrieff von | dem harten buch- | lin widder die | bau- 
ren. | Martinu/ Luther. | Wittemberg. | MDXXV. 

4 Bogen 4°. Mit Titeleinfassung. 
Hartmud von | Cronberg, An | Georgium Spa- | latinum. | Eyn 
trostlich seh- | rifft, vnd billich eyn Spiegel Gotlicher | gnaden, 
eim ge | meynen man. | Wittemberg | M.D.XXv. 

4 Bl. 4°. Letztes leer. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 3540. 
wyder die rew | bischen vnd mordisch- | en rotten der an- | 
dem baw- | ren. | Mart. Luther | Wittemberg. | 

4 Bl. 4°. 0. 0. u. J. Mit Titeleinfassung 
Zu No. 3547. 

Widder die hyme | lischen propheten, | von den bildern | vnd 
Sacrament rc | Martinus Luther. | * 

Yhre torheyt wird yderman offin | bar werden. 2. Timoth. 3. | 
Gedruckt zu Wittemberg. 

46 Bl. 4°. o. J. Mit Titeieinfassung. 
Eyn brieff D. Mar- | tini Luther An | die Christen | zu An- 
torff. | Wittemberg. | 1525. Jar. 

5 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 

Ermanunge zum | fride auff die zwelff artickel | der Bawrschafft 
yim Schwaben. | Auch widder die reubischen | vnd mördisschen 
rotten | der andern bawren. | Mart. Luther. | Wittemberg. | 
Psalm. 7. Seyne tuck werden yhn selbs treffen | Vnd seyn 
mutwill wird vber yhn ausgehen. | 1525. 

6 Bogen 4°. Letztes Bl. leer. Mit Titeleinfassung. 
Zu No. 3576. 

Eyn schrifft Phi- | lippi Melanchton | widder die arti- | kel der 
Bawr |. schafft. | 

Iliados. 9. | 
cupQrjTioQ a&eiuOTOs aveoviog eoriv exsivog \ og Tiole/uov egarai 
em&rjfuov oxQVoevrog. 

0. 0. u. J. 2 Bogen, letztes Bl. leer. Mit Titeleiu£a&&\u\£. 



206 Nachträge zu Weller'» Repertorium typographicum. 

Teutscher Nation | notturfft: | Die Ordnung vn Re- | formation 
aller Stende ym Römischen | Reych. Durch Kayser Fridrich | 
.den dritte, Gott zu lob, der gan- | tzen Christenheyt zu nutz | 
vnd säligkeyt fürgenommen. , 

Am Ende steht: ( Gedruckt zu Zwickaw durch Jörg 
Gastel dess | Schönspergers diener von Augspurg. 

0. 0. u. J. 20 ßl. 4°. Mit Titeleinfassung. 

Zu No. 3582. 

Die mir vorliegende Ausgabe, welche mit der unter der 
eben angegebenen Nr. vielleicht identisch sein dürfte, führt 
den Titel: 

Bekentnus | Thomas Müczers | etwan Pfarner zu Allstedt, vnnd 
ytze in dem auffrurischen hauffen | zu Franckeuhawssen be- 
funden, | geschehen in der gutthe dinstags | nach Cantate | 
1525. | Ein Sendbrieff Tho | mas Muntzers. 

Dieser „Sendbrief" ist an den Rath der Stadt Mühlhausen 
gerichtet, und heisst es am Ende desselben: Geben zu Hel- 
drung in meynem gefencknus vnd abscheyd Mit- I wochs nach 
Cantate. Anno. M.D.XXV. 

4 Bl. 4°. o. 0. Mit Titeleinfassung. 
Eynn Sermonn zcu | Wittemberg geprediget durch | Doctor 
Martinü Luther. | 
In wass mittel allein die seligkeyt | zu erlangen sey. | 

4 Bl. 4°. Mit Titeleinfassung. 
Das honff zwen seh- | weytzer Bauren gemacht. | Fürwar sy 
hond es wol betracht. 

6 Bl. 4°. 0. 0. u. J. Mit Titelholzschnitt. 
Anfang: SEyest gegrüesset aller tieff- ] grtintdister, vnnd hoch- 
gelertister Mül- | 1er, dein Mülin zu malen auss den vier ] 
Euangelisth. 

Ende: Vmb das sein mülin durch gezwang | nit widerumb so 
müessig gang | Sunder das diss hunck sücssmel werd | Zu 
brot, dadurch wir hye auff erd | Werden berayt zu seinem 
reych | Das er verhaysset ewigkleych. 
Abraham vnd seinem samen 
Das verleych vns allen. Amen. 

Die Bibliothek besitzt ausserdem u. a. noch die bei Well er 
unter folgenden Nummern angeführten Pie9en, nämlich : 
Nr. 829, 1307, 1384, 1676, 1677, 1680, 1682, 1799, 1997, 
2088, 2147, 2221, 2257, 2330, 2411, 2464, 2529, 2629, 2684, 
2695, 2740, 2938, 2975, 3062, 3071, 3140, 3147, 3176, 3177, 
3252, 3348, 3500, 3549 und 3635. 



Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 207 

[520.] Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 

III. Conspectus librorum, qui ad Dantem ejusque opera spec- 

tant, in Germania typis expressorum. 

(Finis.) 

Dante von Philalethes. [Ueber die Bedeutung des Virgil in 
der Divina Commedia. Aus den Heidelb. Jahrbb. der 
Literatur 1850 besonders abgedruckt.] Von E. Ruth. 8°. 
25 pp. 

Studien über Dante Allighieri, ein Beitrag zum Verständniss 
der Göttlichen Komödie von Emil Ruth. Tübingen, Fues. 
1853. 8°. 

1 f. 287 pp. ~ 

Versuch einer blos philologischen Erklärung mehrerer dunklen 
und streitigen Stellen der göttlichen Komödie von L. 6. 
Blanc. I. Die Hölle. 1—2 Heft. Halle, Anton. 1860—61. 8°. 
IV, 1—155 pp. & 1 f. 155—310 pp. 

Dante's Göttliche Comödie in ihrer Anordnung nach Raum und 
Zeit mit einer übersichtlichen Darstellung des Inhalts. Vor- 
träge, gehalten von J. K. Bahr. Nebst lithographirten 
Plänen der drei Reiche und 13 astronomischen Zeichnungen 
in Holzschnitt. Dresden, Kuntze. 1852. gr. 8°. 
VI, 234 pp. com 2 tabb. 

Da* Sudj £tob unb SDante'S ©öttltdje Äomöbte. (Sine $araMc. 
8on ©ujiaö S3aur. D. D. u. 3. (1856.) 8°. 

70 pp. 
Die Ideologie ber Divina Commedia be$ Dante Alighieri, au8 
tljt fetbjt tyftetnattfdj gufamtnengejtettt unb beleuchtet Don Sfaton 
gifdjer. ÜRtindjeu, fön. eentrat*©d}utbtidjer*93erfag. 1857. 8°. 

177 pp. 

Dante unb bie göttfid}e Sotnöbte. ©ne SSorlefung ben 20. SKärj 
1860 gu 9Karburg gehalten t>on Äarl Stoßt. Stuttgart, granefij. 

1862. 8°. 

1 f. 40 pp. 

Die betben crßen ©efänge ber göttlichen Äontöbte, mit SRtitfftdjt auf 
alle früheren Crflärung$i>erfud)c, erläutert toon 2. ©. Slanc. 
f>atte, ©djtoetfdjfe u. ©otjn. 1832. gr. 12°. 

1 f. 76 pp. 

Historische Skizze zu Inferno Gesang XXVII. [Besonderer Ab- 
druck aus dem lsten Bande der II. Auflage der Hölle über- 
setzt von Philalethes. Dresden u. Leipzig, Arnold. 1839.] 4°. 
8 pp. 

La Matelda di Dante Allighieri indicata dal D. Antonio Lubin. 
Graz, coi tipi di Kienreich. 1860. gr. 8°. 

2 ff. 84 pp. 



208 Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 

3ur Srinncrung an ben 9lknb be$ 8. ftebruar 1865. [Sine 33or* 
lefung über' 2>ante'8 ^arabie« fcon G. g. ©öfcf)et.] 33erlin, gebr. 
bei ©tatefe. 8°. 

2 ff. 20 pp. 

©runbjüge rettgion8pf)t(ofopijifdjer Sinfdjauung in 2)ante'$ ^arabicS 
nad) $f)ttaletf)e$. gefirebe gur geier be$ ©eburtötageS ©einer 
SD^aiejiät be$ JfönigS Sodann Don ©adjfen am 12. £)ecember 1857 
in ber Snta be8 ©tjmnafimnS ju 3 w ^ au Statten öon $crmann 
SRic^tcr. 3itm Seften be$ 2Baifenf)aufe$ gu @ct)cr in 2>ru(f ge- 
geben. 3ttucfau, 2krtag$fjanbtwtg be$ SSoltöf d^rtf tcu - 93ereinö in 
Gomm. 1858. 8°. 

16 pp. 

2.) Opera minora. 

Cento, e piü Correzioni al testo delle Opere minori di Dante 

Allighieri, proposte agli Illustri Signori Accademici della 

Cruscaa da un loro Socio Corrispondente (Carlo Witte). Halle, 

coi tipi di Hendel. 1853. 4°. Edizione di 50. esemplari. 

18 pp. 

* 

Nuova Centuria di Correzioni al Convito di Dante Allighieri. 

Omaggio per il felice ritorno del giorno natalizio del piu 

illustre e piu profondo frai eultori di Dante, Sua Maesta 

il Re Giovanni di Sassonia. No. 1. Lipsia, Weigel. 1854. 4°. 

1 .f. 48 pp. Auetore C. Witte. 



Joannis de Virgilio et Dantis Aligerii Eclogae. Edidit (et notis 
instruxit) Jo. Casp. Orellius. Continentur ejusdem Indice 
Lectionum in Academia Turicensi inde a die XXII. mensis 
Aprilis usque addiem XXV. mensis SeptembrisM.DCCC.XXXIX 
habendarum. Turici, ex officina Ulrichiana. 1839. 4°.p. 14 — 32. 



Dantis Alligberii Epistolae quae exstant cum notis Caroli 
Witte. Patavii, sub signo Minervae. (Vratislaviae, apud edit.) 

1827. 8°. 

108 pp. 

Viro summe venerando et doctissimo Lud. Godofr. Blanc Sacrae 
Theol. Doctori rell. deeimum in sacris muneribus admini- 
strandis lustrum feliciter absolutum pie gratulatur Carolus 
Witte. (Insunt Observationes de Dantis Epistola nuneupatoria 
ad Canem Grandem de la Scala.) No. 2. Halis Saxon., typis 
Heynemann. 1855. 8°. 
8 pp. 



Ex Catalogo Bibliothecae Danteae Dresdensis. 209 

Andre? Alciati Ivreconsvlti clariss. De formula Romani Imperij 
■* Libellus. Accesservnt non dissimilis argumenta Dantis Floren- 
tini de Monarchia libri tres. Kadvlphi Carnotensis De trans- 
latione Imperij libellus. Chronica M. Jordanis, Qualiter 
Romanum Imperium translatum sit ad Germanos. Omnia nunc 
primüm in lucem edita. Basileae, per Joannem Oporinnm. 
(1559.) min. 8°. 

Continet pp. 53 — 179: „Dantis Aligherii Florentini Mo- 
narchia." 

Academiae Fridericianae Halensis cum Vitebergensi consociatae 
Kector Alfredus Guilelmus Volkmann cum Senatu nomina 
civium suorum qui in certamine litterario in diem XXII. 
Martis a. MDCCGLXIII solennium Regis augustissimi na- 
taliciorum causa indicto praemia reportaverunt renuntiat 
novasque simul quaestiones in annum sequentem propositas 
promulgat. Praemissa est Dantis Alligherii Monarchia (über I) 
msstorum ope emendata per Carolum Witte. Halis, formis 
Hendeliis. 1863. maj. 4°. 
1 f. 32 pp. 

* * 

La Vita Nuova et le Hirne, di Dante Alighieri. Riscon träte 
coi migliori esemplari e rivedute da G. G. Keil. Chemnitz, 
appresso Mauke. 1810. 8°. 

1 f. IV, 300 pp. Liber annotationibas instructus. 

Santeältgljtcri'S tyrtfd)e@ebtdjte. 3tatiemfd) unb beutfdj IjerauS gegeben 
t)on Äarl Subtuig Äannegteßer. Seidig, 33ro<KjauS. 1827. 8°. 

X, 492 pp. 

2>ante ätttgfjiert'S Itjrifdje ®ebtd)te. Überfefet unb erftört oon Sari 
Subtoig Kannegießer uub Äart 2öttte. ^nrnte öermefjrte unb t»er~ 
bejferte Stuflage. 2fj. I— IL £eümg, »rorfbauS. 1842. gr. 12°. 

XXIV, 252 & LXXXII, 240 pp. 

3)ante Slttgljiert'S tijrifd)e ©ebtd^te uub poettfdjcr 33rtcftt)ed)fel. £e$t, 
Ueberfe^ung unb ©rftärung. SSon Äarl Ärafft. 9tegeu$burg, 
SRontag & 2Beiß. 1859. gr. 8°. 
XVI, 522 pp. 

Bläthen aus Italien; Lese, aus Dante, Petrarca, Boccaccio, 
Ariosto, Tasso, Guarini und Filicaja; mit den gelungensten 
deutschen Nachbildungen; kurzen Lebensbeschreibungen der 
Dichter; einigen geschichtlichen und grammatisch - kritischen 
Anmerkungen herausgegeben von J. J. Pauls. Mit den Bild- 
nissen Ariosto's und Tasso's. Köln, Rommerskirchen. 1817. 
kL8°. 

4 ff. 376 pp. Et sub tit. : „Auswahl aus den besten Ita- 
lienischen , Spanischen und Portugiesischen Dichtern. Mit 
den gelungensten deutschen Nachbildungen, erläuterndau %*- 



210 Diä populär-medicinische Litteratur aus Leipzig. 

schichtlichen und grammatisch-kritischen Anmerkungen heraus- 
gegeben. Bd. I. 4{ 

2)a$ neue geben i>on ©ante Ättgljieri. StuS bent 3tafiemfdjen überfefet 
unb erläutert t>on $arf görjler. Seidig, 8rodfl)au$. 1841. gr. 12°. 
XIV, 158 pp. 



[521.] Die populär-medicinische Litteratur aus Leipzig, 
Neumarkt Nr. 9. 

In den Dresdner Nachrichten 1865. Nr. 67 befindet sich 
unter den bezahlten Anzeigen eine von „Rieh. Wolfers" unter- 
zeichnete Empfehlung der Retau'schen Bearbeitung von Dr. 
Sana. La Mert's „Selbstbewahrung", die, wie die Leser des 
Anz. J. 1864. S. 320 — 22 sich erinnern werden, im Verlage 
von G. A. Poenicke (Schulbuchhandlung) in Leipzig, Neu- 
markt Nr. 9, erschienen ist: in dieser Empfehlung wird unter 
Anderem gesagt, dass „Tausende dem reellen praktischen Ver- 
fahren des endlich in Leipzig errichteten ärztlichen Bureaus 
ihre schnelle und vollständige Genesung verdanken". Es ist 
indessen dabei vergessen worden, mit zu sagen, wo und 
unter wessen Leitung dieses in Leipzig errichtete ärztliche 
Bureau sich befindet; oder muss man annehmen, dass das 
Bureau an dem Orte, wohin man sich wegen des in der La 
Mert- Retau'schen Schrift anempfohlenen Heilverfahrens d. i. 
Neumarkt Nr. 9 zu wenden angewiesen ist, seinen Sitz hat. 
Eine solche Annahme gewinnt an Wahrscheinlichkeit durch 
den Umstand, dass in neuester Zeit eine ganze Suite von populär- 
medicinischen Schriften von Leipzig ausgegangen ist, die, obwohl 
sie unter verschiedenen Firmen erschienen sind — theils unter der 
Firma von „G. A. Pcenicke",oder„Pcenicke'sSeparat-Conto", oder 
„G. A. Pcenicke (Schulbuchhandlung)", oder „Inseraten-Comptoir 
von G. A. Pcenicke", oder auch blos „Inseraten-Comptoir", 
theils von „0. Dorn" — doch nicht nur in ihrem Aeusseren 
schon eine gewisse Verwandtschaft mit einander zeigen, son- 
dern auch insgesammt auf den Neumarkt Nr. 9 hinweisen, 
als den gemeinsamen Ort, woher die in den verschiedenen 
Schriften angepriesenen Heilmittel zu beziehen sind. Ich habe 
im Interesse aller Derer, welche aus irgend einem Grunde das 
Bedürfniss fühlen, von den Schriften Kenntniss zu nehmen, 
im Nachstehenden eine Uebersicht über dieselben gegeben, die 
nicht blos dazu dienen soll, einen bequemen Ueberblick zu ver- 
mitteln, wie ihn die gewöhnlichen Bibliographien nicht ge- 
währen können, sondern auch das Gleichartige unter den ver- 
schiedenen Schriften besser hervortreten zu lassen, als dies 
sonst möglich ist. Die beiden ebenfalls zur populär-medicini- 
schen Litteratur aus Leipzig, Neumarkt Nr. 9, gehörigen 



Die popnlftr-medicinische Litteratur aus Leipzig. 211 

8chriften „Dr. Sam. La Mert's Selbst-Bewahrung bearbeitet von 
Dr. 0. Retau. Leipzig, G. A. Pcenicke (Schulbuchhandlung)" 
und „Wegweiser zur Hilfe für alle Kranke durch den Ge- 
brauch der schwedischen Lebensessenz des Dr. A. 0. Werner. 
Leipzig, Gustav Poenicke", habe ich in der Uebersicht aus dem 
Grunde weggelassen, weil ich über dieselben bereits im Anz. 
J. 1864. 8. 320 — 22 ausführlichere Mittheilungen gegeben habe. 

G. A. Poenicke. 

2)a$ Sajler bcr Onanie, feine ungeheure 93erbreitung, feine Urfadjen, 
feine entneruenben unb entfüttidjenben folgen, fohrie bte ntögüfJje 
Slrt feiner Sefämpfung. Sine iDenffrJjrift nadj actenhmbigen ärgt* 
lidjen Vorlagen bearbeitet unb ben ijoljcn ^Regierungen unb allen 
ffioljtfatyrtSbefjörben jur geneigten Äemttmfc unterbreitet non bem 
Serleger. Setyjtg, Sertag non @. 91. $oeni<fe. 186Ö. gr. 8°. 
42 ®. $r. n. 7 1 /» 5Rgr. 

Enthält unter Anderem S. 29—41 Auszüge aus der dem 
Verleger über die Yortrefflichkeit des La Mert'schen Heil- 
verfahrens zugekommenen Briefe, mit deren Durchsicht Dr. 
Otto Vater betraut gewesen ist, und welcher letztere auch mit 
daraufhin ein auf den beiden letzten Seiten abgedrucktes und 
hinsichtlich der Unterschrift gerichtlich beglaubigtes Zeugniss 
über die Vortrefflichkeit des genannten Heilverfahrens und 
der Retau'schen Bearbeitung des La Mert'schen Buches selbst 
ausgestellt hat. Ueber die La Mert'ache Schrift „Selbst- 
Bewahrung", sowie über Dr. O. Vater und Dr. O. Retau vgl. 
Anz. J. 1864. S. 320-22. 

3)et junerf&fffge ©idjtarjt ober 93etel)rung über ba$ eingige, ftdjere, 
leiste unb fdjnette ^eiloerfaljren bei @trjjt unb 9tt)eumattSmu$ 
burdj n/oljlfeiie, naturgemäße unb in allen hätten toirffame SKittel. 
3um öeften aller berartigen Jetbenben unb gur SBamung bor 
fdjunttbefyaften, nufclofen ober frijäbttdjen 2Rebtcainenten unb $rä* 
paraten herausgegeben non Dr. 3oi)amte$ £offmann. Scipgig, ®. St. 
$oenicfe. D. 3. (1864.) H. 8° ober gr. 16°. 40 @. $r. 7 1 /» 9?8 r - 

Auf einem am Schlüsse angehängten „Nach riebt" betitelten 
Blatte findet sich die Empfehlung der „Dr. Hoffmann'schen 
Gicht- und Rheumatismus - Tropfen u a Flacon 20 Ngr. und 
des „Dr. Hoffmann'schen Gicht- und Rheumatismus-Spiritus" 
ä Flacon 1 Thlr., die beide in Verbindung mit einander zu 
gebrauchen seien, und, je nachdem das Uebel bereits längere 
oder kürzere Zeit bestehe, langsamer oder rascher, stets aber 
mit Sicherheit zur Heilung führen, hoffentlich auch sehr 
bald allen Schwindeleien und nutzlosen Mitteln, wie deren 
-sehr viele gegen Gicht und Rheumatismus ausgeboten wer- 
den, ein Ende machen. Beide Mittel „einzig und allein von 
Herrn Gustav Pcenicke in Leipzig, Neumarkt Nr. 9, zu beziehen". 

SHe ©d&fof toftgfeit, tyre Urfadjen unb ifjre SScfeitigung ober bte Swift 
jtdj ol)ne betftubenbe SKittel ruhigen unb erqutefenben ©djlaf gu 
tafdjaffen. 9M beut ftrangöfifdjcn be8 Dr. 2acrot$. Seipgig, 
®.SL$oeni(fe. D.S. (1864.) ft. 8° ober gr. 16°. 32 6. $r. 6 *%* 



212 Die populär-medicinische Litteratur aus Leipzig. 

Mit einem am Schlüsse beigefügten „Zur Nachricht" be- 
titelten Blatte, worin, an Stelle aller seither gegen Schlaf- 
losigkeit angewendeten nutzlosen, ja sogar höchst schädlichen 
Mittel, das „Dr. Lacroix'sche Hypnophor, ein äusserst kost- 
bares und sogar höchst wohlschmeckendes Präparat ", em- 
pfohlen wird, a Flacon 1 Thlr. „Briefe und Gelder sind 
frankirt einzusenden , und an Herrn Gustav Poenicke in 
Leipzig Neumarkt Nr. 9 zu adressiren." 

©idjere Rettung für 9?erbenieibenbe. (Sin guöertöffiger Stattgebet 
jmtt SJufcen aller -Kerbenfranfen beiberlei ©efdjledjtS, befonberS für 
3fltte, toetdje in golge öon 93erbauung8* unb UnterleibSbefdjtxjcrben 
an fogenannter SKer&enfdjtoädje, 33Iutfranfl)eiten, §t)ßerie, §i)po* 
djonbrie, Säijmungen, £ämorrfjotben, ^enjkuation$bcfcfjtoerben, 
©djtoädje ber @efdjled)t$organe k. jc. leiben unb fidj eben fo {eidjt 
als grünblidj Reifen toofien. herausgegeben fcon Dr. SBerner. 
Seidig, Sertag üon @. ^oenidfc. £). 3. (1864.) H. 8° ober 
gr. 16°. 35 ©. <ßr. 1% %:. 

Mit einer am Schlüsse auf 2 besonderen Bll. beigefügten 
und „Nachricht" betitelten Empfehlung der ächten spanischen 
Klosteressenz, wovon „wir neuerdings das echte Kecept zu 
erwerben Gelegenheit fanden". Wer sich der spanischen 
Klosteressenz, die „allen Nervenleidenden als das sicherste 
und bewährteste Mittel zu ihrer Heilung" zu empfehlen sei, 
bedienen und versichert sein will, sie acht zu bekommen, 
der hat sich lediglich an „Herrn Apotheker Zusch per Adresse 
Herrn Otto Dorn in Leipzig" zu wenden. Die Flasche kostet 
1 Thlr. Commissionslager an anderen Orten als in Leipzig 
werden nicht errichtet. Die Bestellungen unter der vorge- 
nannten Adresse sind zu richten an „Herrn Gustav Poenicke 
in Leipzig Neumarkt Nr. 9. Franco." 

Dr. gremont'S ftdjere unb beerte $ei(metf)obe gegen 33(eidjfudjt 
unb Stutarmutfj. @in neues unb jutoertäfftgeS SJerfafyren ofyne 
ätatoenbung ber nufclofen Sifenmebicamente. 3Iu8 bem ftranjö* 
ftfdjen öon Dr. 3ut 33erg. Seidig, ©ujkö ^oenicfe. £). 3. 
(1864.) H. 8° ober gr. 16°. 30 @. $r. 6 5Rgr. 

Mit einer am Schlüsse auf einem besonderen Bl. ange- 
hängten, „Nachricht" betitelten Empfehlung des von Dr. 
Fremont erfundenen, gegen Blutarmuth und Bleichsucht zu- 
verlässigen und „Ariston" genannten Mittels, welches a 
Schachtel 1 Thlr. 10 Ngr. „frisch und echt nur durch das 
Inseraten-Coraptoir in Leipzig" (Neumarkt Nr. 9) zu beziehen 
ist. Letzteres ist „ausschliesslich mit der Annahme von Be- 
stellungen beauftragt". 

•Raturgemäge Haarpflege ober 93etel)rung über bte 33ilbung, ba8 
Seben unb bte Srijaltung ber |)aarc burdj einfache unb tuoljtfeite 
SKittet. iJugletdj at8 SBarnung t>or allem $aarmtttelfdjtmnbet 
burdj ben grtinbüdfjen 33etoei$, baß fein einjtgeS fogenannteS §aar= 
mittel im ©taube ift, neue §aare ju erjeugen. SJon Dr. 21. SBerner. 
9?ebft einer erflärenben Slbbilbung. Seidig, ©ujtat) ^oemtfe. D. 3. 
(1864.) ü 8° ober gr. 16°. 46 ©. $r. 7 1 /» $«9*. 



Di6 # popiilflr-medicinifiche Litteratur aus Leipzig, 213 

Mit einer n Nachricht u betitelten, am Schlüsse auf einem 
besonderen Bl. angehängten Empfehlung 1) des Dr. Wer- 
ner'schen Conservations - Haaröles a Flasche 1 Thlr. nnd 
2) der Suitana -Kämme a 1 Thlr. 20 Ngr. , die acht „einzig 
nnd allein nur von Herrn Gustav Poenicke in Leipzig (Neu- 
markt Nr. 9) zu beziehen sind." 

Poenicke's Separat-Conto. 
©idjcre £tilfe für äKänncr, tocldje in gotge gu frühen, gu häufigen 
ober audj auf unnatürliche SQBcifc betoirften ©enuffcS fid} gefd}raäd)t 
l)aben, ober burdj oorgerüdfteS älter, fotoie burd) Äranfljeiten an 
mannlidjeu @djroäd)e;$uftänben leiben unb jtdj burdj ein untrüg- 
lidjeS 9Rittel toieber gu oofler 3Kanne$fraft jkrfen tootten. SSon 
einem praftifdjen Slrgte unb ©roßljerg. ©ädjf. SWebicinalbeamten. 
»djte Suflage. Seidig, ^oenicfe'S ©eparat>(£onto. O. 3. (1864.) 
H. 8°. 1 »t. 47 ©. 5Rcbft 2 „yiaä)x\fy u betitelten Seitagen 
Uu.2 Sott. <ßr. 15 9?gr. 

Die sichere Hülfe wird durch die Dr. Stanley 'sehe Kraft- 
Essenz, unterstützt von dem nervenstärkenden elektrischen 
Tragbeutel, erzielt. Von der Essenz kostet die ganze 
Flasche 11 Thlr., die halbe 6 Thlr., ein Tragbeutel incl. des 
für längere*Zeit erforderlichen dazu gehörigen Pulvers 1 Du- 
caterf in Gold (3^/4 Thlr.). Briefe und Bestellungen mit bei- 
gefügtem Betrage sind zu richten „An Herrn Apotheker 
J. Zusch per Adr. Herrn Otto Dorn in Leipzig, Neumarkt 9. 

Sidjere Rettung ber gefunfenen ?cben8fräfte burd) entöltes üJtolg* 
ßacoopufoer , ober gute Serbauung, ftarfe Sfteroen, reine« 33lut 
unb DoOIommene SScfcittgitng oon Sföagenleiben k. 93on Dr. med. 
3d)tnen. Setygig, SSerlag öon ®uftoo ^Joenicfe'S ©e}>arat*(£onto. 
D. 3. (1864.) II. 8°. 32 ©. <ßr. 5 SRgr. 

Das entölte Malz-Cacaopulver, welches als Stärkungsmittel 
die ausgezeichnetsten Dienste leistet, und selbst in der „Gar- 
tenlaube" als solches empfohlen worden ist, liefert acht und 
unverfälscht, 4 Packete zu 1 Thlr. Courant, Gustav Poenicke 
in Leipzig, Neumarkt Nr. 9. (Früher sind die Bestellungen 
an Gebrüder Koch, p. Adr. Otto Dorn in Leipzig, Neumarkt 
Nr. 9, zu richten gewesen.) Briefe und Gelder stets franco 
einzusenden. 

G. A. Poenicke (Schulbuchhandlung). 
Sie Onanie beim toeibtidjen ©efdjtedjt. (Sine Slbljanblung über bie 
firanSjeiten unb Seiben be« SRerucn* unb 3eugung$ftftemeS burd) 
bie Onanie. SKebft einem Strange über bie folgen ber 3(u$* 
fdjtoeifungen tiberljaiqrt , fotoie über bie ttudjtigpcn Vorgänge im 
©efdjfedjtSleben be« SBcibcS öon Dr. D. 9letau. SDlit 10 yatljo* 
logifä)*anatomifdjen Slbbilbungcn. Seidig, Sertag öon ®. ä. 
?oem<fe (©djulbudjljanbtung). D. -3. (1864.) fl. 8° ober gr. 16°. 
X, 164 ©. <ßr. 22V2 9?gr. 

Nebet einer am Schlüsse angehängten, „Zur Nachricht 
- für weibliche Patienten" -(2 Bll.) und „ Fragebogen fiit mW 



214 Die populär-medicinische Litteratur aus Leipzig. 

liebe Kranke, welche ärztlichen Rath brieflich erheischen" 
(2 Bll.) betitelten ßeilage. „Briefe und Gelder" (Consultations- 
honorar 2 Thlr. und die späteren Kurkosten) „sind stets und 
zwar desshalb unter der Adresse des Herrn Gustav Poenicke 
(Besitzers der Schulbuchhandlung) in Leipzig tf (Neumarkt 
Nr. 9) „einzusenden, weil der Arzt — ausschliesslich der 
Krankenbehandlung gewidmet — die Berechnung mit dem 
Patienten nicht selbst besorgen kann, und desshalb alles Ge- 
schäftliche in Herrn Poenicke's Hände gelegt hat." 

Inseraten-Comptoir von G. A. Poenicke. 
SDic Pastilles de l'Orient at$ bejieS unb fidjerfteS Heilmittel gegen 
tibelriedjenben Sttljem. Sine grttnbtidje 33elef)rung über bie Der* 
fdjiebenen Urfadjen be8 übelriedjenben SWjemö, fonrie über bie 
auein mögliche Slrt ber Teilung beffelben bon Dr. Pietro Santo. 
Seidig, 3nferaten*Somj)toir t>on @. 31. ^aeniefe. D. 3. (1864.) 
fl. 8°. 16 @. <ßr. 5 9?gr. 

Auf den beiden letzten S. befindet sich eine „Nachricht" 
abgedruckt, worin die Pastilles de POrient — „welche von 
so ausserordentlicher Wirkung sind, dass sie die übelsten 
Ausathmungen vollständig beseitigen, ohne in irgend welcher 
Weise nachtheilig auf den Körper zu wirken' 1 — empfohlen 
werden a Flacon l Thlr. „Die echten Pastilles de l'Orient, 
bereitet in der Königlichen Hofapotbeke, sind nur zu be- 
ziehen von Herrn Gustav Poenicke in Leipzig, Neumarkt 
Nr. 9. Alle Briefe und Gelder franco einzusenden/' 

Inseraten-Comptoir. 
S)ie Seiben ber §üf$e unb gutoerläfftge £tlfc gegen ?eidjbomen, $itfjner* 
äugen unb groftbaflen, Ueberbeine, eingetrjadjfene -Wäget ber 3 e ^ en 
unb unterbrtteften §ufcfd)tt)et{3 k. burd) neue jutoerläfftge unb toofyU 
feile 9Kittel. herausgegeben Don Dr. Qfofjtt ©tnitl). 2eipjig, 
»erlag beS 3ttferaten*(£omptoir$. D. 3. (1865.) fl. 8° ober 
gr. 16°. 24 ©. <ßr. 5 9?gr. 

Am Schlüsse ein ,, Nachricht" betiteltes Blatt, worin an- 
gezeigt ist, dass das texanisene Leichdornpflaster ä Schachtel 
10 Ngr., Dr. Smith's Hühneraugen-Essenz a 10 Ngr., die ca- 
nadische Frostsalbe a Büchse 10 Ngr., sowie die Gummi 
Gesundheits- Socken je nach der Grösse a 1 bis l»/ a Thlr. 
von dem Inseraten-Comptoir in Leipzig Neumarkt Nr. 9 zu 
beziehen sind. Commissionsläger von diesen Artikeln be- 
stehen sonst nirgends. 

Dr. Laurents praftifd} erprobtes Serfa^ren jur SSermetbung unb 
aSejeitigung ber galten unb kungeln im ©ejidjt unb an ben 
©änben. Sin äßegtoeifer jur nötigen uv!b naturgemäßen £aut= 
pflege unb jur Erhaltung ber ©djönljeit unb Sßeiße be$ £cint$ 
bi« in ba« ijödjfte älter. Setyjig, Verlag be8 3toferaten*(£ottq>toir«. 
1865. fl. 8° ober gr. 16°. 22 @. <ßr. 5 5Rgr. 

Auf den beiden letzten S. findet sich unter der Aufschrift 
„Nachricht 44 eine Empfehlung des „Esprit d'Espagne als des 
vorzüglichsten und unfehlbarsten Mittels, die Schönheit und 



Die Schloss-Bibl. zu Parma. Von d. Geheimr. Neigebaur. 215 

Frische des Teints zu erhalten oder, wo sie verloren ging, 
wieder herzustellen", welches nur durch das Inseraten- 
Comptoir in Leipzig zn beziehen ist a Flacon 1 Thlr. „Be- 
stellungen werden stets pünktlich und rasch besorgt durch 
das Inseraten-Comptoir in Leipzig, Neumarkt 9." 

Dr. R. Larey'« jldjere unb billige Teilung ber ©djtoerljörigfett. 
(Sin Stattgebet für alle, kneife an ©efjörfranf fetten leiben, ftd} 
fdjuett Reifen nnb namentttdj bor wmüfeen ober fogar fdjäbfidjen 
SKebicamenten fdjtifcen tootten. 9?adj bem Sngttfdjen bearbeitet 
üon Dr. 3J. §f. Stifter. Seipjig, Vertag be8 3nferaten*£omptoirS. 
D. 3. (1864.) «. 8° ober gr. 16°. 36 ©. $r. 6 Wgr. 

Mit einer am Schlüsse angehängten „Nachricht" (1 Bl.), 
worin das „bewährte, vortreffliche Dr. Larey'sche Ohröl" — 
welches man „echt nur durch Herrn Gustav Poenicke in 
Leipzig beziehen kann" a Flacon 1 Thlr. — als allen Prel- 
lereien durch andere Mittel ein Ende machend, empfehlen 
wird. „Briefe und Gelder sind stets francirt einzusenden an 
Herrn Gustav Poenicke in Leipzig, Neumarkt Nr. 9." 

Dr. SEBittiontS' juuerläfftge unb befragte ©tdjerungöutetfjobe gegen 
Xnfiednng. (Sin unentbehrlicher dtatfjgeber für SWämter. 3luS bem 
(Snglifdjen. Setyjtg, SSerlag be« 3nferaten*(£outptotrS. £). 3. 
(1864.) lt. 8°. 14 e. <ßr. 5 5Rgr. 

Mit einem am Schlüsse angehängten, „Nachricht" be- 
titelten Blatte, wo die von Williams erfundene „Lotion se- 
crete, die eine Ansteckung positiv unmöglich macht", em- 
pfohlen wird, ä Flacon 1 Thlr. „Briefe und Gelder sind 
franco einzusenden. Bestellungen werden pünktlich und 
prompt besorgt durch das Inseraten-Comptoir in Leipzig, Neu- 
markt Nr. 9.« 

0. Dorn. 

Atme 3djttfdjttierjen metyr! SntbeAing eines ftdjem SDKttelS fidj 

berfelben binnen 5 SWinuten auf immer gu entlebtgen. SSon Dtto 

Dorn, ©ritte Auflage. Setyjtg, im ©elbftoerlage be« 93erfafier$, 

Otto SDorn (SReumarft 9). D. 3. (1864.) 16°. 16 @. <ßr. 5 5Rgr. 

Von dem in dem Schriftchen empfohlenen „Dr. Darrieu'- 
schen Zahnpulver" und „Dorn'schen Zahnmittel " wird das 
letztere gegen frankirte Einsendung von 10 Ngr., das erstere 
für 15 Ngr. pro grosse und für 10 Ngr. pro kleine Schachtel 
zugeschickt. 

[622.] Die Schloss-Bibliothek zu Parma. 

Von dem Geheimrathe Neigebaur. 
In dem Residenzschlosse zu Parma befindet sich die aus- 
gezeichnete Bibliothek des Herzogs von Lucca, welche nach 
dem Tode der Wittwe Napoleon's I. als Herzogin von Parma 
hierher kam, als Lucca in Folge früherer Staatsverträge mit 
Toscana vereinigt ward und der Herzog von Lucca dafür 
Parma erhielt. Sie blieb Privatbibliothek des Herzogs, während 
die grosse Öffentliche Bibliothek in dem Palazzo de\\a YWöWä. 



216 Die Schloss-Bibliothek zu Parma.' 

sich befand, welcher ungeheure Palast zugleich das Teatro 
Farnese und die Bildergallerie enthält. Die öffentliche Biblio- 
thek, jetzt die National -Bibliothek genannt, wird nach einer 
ganz vor Kurzem ergangenen Verfügung des Königs von Ita- 
lien insofern mit der Schlossbibliothek vereinigt werden, dass 
die letztere, die Bibliotheca Palatina genannt, zwar im Schlosse 
bleibt, aber unter derselben Verwaltung der öffentlichen Be- 
nutzung überwiesen wird. Der König hat nämlich das frag- 
liche Schloss als Privateigenthum aufgegeben und dasselbe 
zur Staatsdomaine erklärt. — Ueber die früheren Schicksale 
der Palatina oder Schlossbibliothek findet sich in den Acten 
der Akademie zu Lucca im 11. Bande vom Jahre 1842 nähere 
Nachricht. Hiernach machten die wenigen Bücher, welche die 
erste Herzogin von Lucca besass, den ersten Anfang dieser 
Bibliothek, nachdem der frühere Freistaat Lucca von Napo- 
leon I. zum Herzogthume umgeschaffen worden war. Ihr Sohn 
kaufte zuerst eine Auswahl von Werken, welche der Markgraf 
Buonvisi gesammelt hatte; denn es war dieser Prinz, welcher 
1824 Nachfolger der Herzogin Louise Marie wurde, ein grosser 
Freund der Wissenschaften; er ernannte den Canonicus Pera 
zum Bibliothekar und wurde der eigentliche Gründer dieser 
Bibliothek, welche er durch den Ankauf von zwei Bibliotheken 
der Rechtsgelehrten Brüder Poli und der grossen Sammlung 
Italienischer Klassiker des Markgrafen Mortari bereicherte. 
Im Jahre 1827 kaufte er an 9000 Bände Griechischer und 
Römischer Klassiker; im folgenden Jahre die Werke, welche 
der gelehrte Philosoph Bertini gesammelt hatte, und im Jahre 
1835 eine Sammlung von mehren Tausend klassischer Werke, 
welche der gelehrte Pozzi gesammelt hatte. Auf diese Weise 
brachte er bald über 40,000 Bände in 16 Sälen des herzoglichen 
Schlosses zu Lucca unter, welche er gern von den Gelehrten 
benutzt sah. Er selbst beschäftigte sich vorzugsweise mit den 
Morgenländischen Sprachen, ein Beweiss, dass sich in Italien die 
Reminiscenzen der hochgebildeten Höfe von Ferrara, Florenz, 
Mantuä u. s. w. erhalten hatten; denn wo ctfe Hofleute keine 
Achtung für Geistes-Bildung haben, können auch die Prinzen 
in ihrer Jugend nicht Sinn dafür sich aneignen. Auf diese 
Weise hatte der Herzog bald eine eben so ausgewählte als 
durch kostbare Werke ausgezeichnete Sammlung von 40,000 
Bänden zusammengebracht. — Als die Abtretung des kleinern 
Herzogthums Lucca an Toscana erfolgte und dafür die Resi- 
denz nach der Hauptstadt des grössern Herzogthums Parma 
verlegt ward, wurde diese ausgezeichnete Bibliothek eben 
dahin gebracht und .in dem herzoglichen Schlosse sehr an- 
ständig aufgestellt. Hier wurde nichts Derartiges vorgefunden, 
äa die letzte Bewohnerin dieses Schlosses, die Wittwe Napo- 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 217 

leon's I M ihre Bibliothek dem Erzherzoge Leopold, dem Sohne 
des Erzherzogs Rainer von Oesterreich, in ihrem Testamente 
vermacht hatte. UnterdeBS waren in Folge der Französischen 
Februar- Revolution auch in Parma Unruhen ausgebrochen, 
weiche den Herzog veranlassten, die Regierung seinem Sohne 
abzutreten, welcher die Tochter der Herzogin von Berry ge- 
beirathet hatte, aber., seinem Vater in wissenschaftlicher Be- 
siehung weniger ähnlich, aus Privatrache ermordet ward. Nun 
fahrte seine Wittwe als Yormfinderin des nachgelassenen Sohnes 
die Regierung fort, aber während des letzten Oesterreichi- 
schen Krieges verliess sie das Land, welches dann durch all- 
gemeine Abstimmung mit dem jetzigen Königreiche Italien ver- 
einigt ward. — Diese Bibliothek, die Palatina genannt, be- 
sitzt zuvörderst an Handschriften über 1000 Bände, und zeichnet 
sich unter den Arabischen Werken besonders ein prachtvoll 
ausgestatteter Koran aus, welcher nach der Meinung des ge- 
lehrten Lucchesini bei der Belagerung Wiens durch die Türken 
in dem Lager der letzteren zurückgelassen worden war. Ebenso 
kunstvoll ausgestattet ist ein Evangeliarium mit ebenfalls 
schönen Miniaturen, welche von einem Persischen Künstler 
zu Aleppo herrühren. Auch einige Hebräische Codices sind 
von ausserordentlicher Schönheit der Ausstattung. Unter den 
Griechischen Codices zeichnet sich besonders ein Evangeliarium 
ans dem 11. Jahrhunderte durch Miniaturen der Griechischen 
Schule von bewundernswürdiger Schönheit aus, von welchem 
der bekannte Rosini in seiner Geschichte der Italienischen 
Malerei nähere Nachricht gegeben hat. Gern hätte der ge- 
lehrte Cardinal Mai denselben für die Vaticanische Bibliothek 
wegen seiner ausserordentlichen Schönheit erworben. Alte La- 
teinische Codices befinden sich hier 180, von denen 50 mit 
den kunstvollsten Miniaturen von dem 13. Jahrhunderte an 
ausgestattet sind, freilich meist liturgischen Inhalts ; es soll der 
eine Codex Arbeiten von den Brüdern v. Eyck enthalten, welche 
viel Ar Johann den Guten von Flandern arbeiteten. Auch 
ist ein Breviarium ausgezeichnet, welches für die Familie 
Gonzaga gearbeitet ward, sowie eine Pontificale von 1381. 
Unter den Italienischen Codices zeichnen sich an 100 durch 
ihr Alterthum aus, von denen besonders zu erwähnen ist ein 
Decameron aus dem 14. Jahrhundert, ein Philostrat, 4 Codices 
der divina commedia, und eben so viele von Petrarca. Von 
diesen Handschriften wurden die meisten von dem Prinzen 
Baciocehi erworben. Von alten Chroniken über Lucca be- 
finden sich hier über 40 Bände und mehre Statuten. Viele 
der handschriftlichen Werke in dieser Bibliothek stammen 
aus der Sammlung der Markgrafen Beccadilli in Bologna her, 
bestehend in 436 Bänden. Ueber den Spanischen Successions- 



216 Die Scbloss-Bibl. zu Parma. Von d. Geheimr. Neigebaur. 

krieg, besonders Neapel betreffend, findet man hier 16 Bände. 
Unter den gedruckten Büchern befinden sich an 2000 Bibeln, 
nebst der Polyglotta Plantiniana und der Londoner die Deutsche 
Mainzer Bibel, die Griechische von Aldo und mehre Incu- 
nabeln, die Vulgata enthaltend. Unter den anderen über 3000 
Bände umfassenden theologischen Werken sind die Griechi- 
schen und Lateinischen Kirchenväter beinahe vollständig vor- 
handen. Ueber Kirchengeschichte, canonisches und bürger- 
liches Recht findet man hier an 8000 Bände. Besonders reich 
ist die Italienische Geschichte ausgestattet, welche nebst den 
Lebensbeschreibungen von Italienern über 5000 Bände umfasst. 
Ebenso reich ist diese Bibliothek in den Fächern der Erd- 
beschreibung, der Reisen, Numismatik, Alterthumskunde und 
Geschichte, an geographischen Wörterbüchern und Landkarten. — 
Alle diese meistens mit kostbaren Einbänden ausgestatteten 
Werke stammen aus der Schöpfung des obengedachten noch 
lebenden Herzogs Carl IL von Parma, des letzten Herzogs 
von Lucca, welcher seine Bibliothek im Jahre 1847 hierher 
brachte und zu deren Aufstellung in dem Residenzschlosse 
den schönen Saal benutzte, den die verwittwete Kaiserin Marie 
Louise für ihre Bibliothek nebst 4 anderen Zimmern prachtvoll 
hatte einrichten lassen; ihr erster Bibliothekar war Doctor Lang, 
ein Deutscher, gewesen und dessen Nachfolger der jetzige 
Oesterreichische Bevollmächtigte in Jerusalem, Misiin, welcher 
eine Reise nach dem Morgenlande herausgegeben hat. Der 
Herzog Carl II. fand zur Vermehrung seiner von Lucca hier- 
hergebrachten Bibliothek die Bibliothek von Colorno vor, 
welche der Herzog Ferdinand von Parma in dem Lustschlosse 
dieses Namens gesammelt hatte. Es war derselbe der letzte 
der Bourbonischen Herzöge von Parma, welcher vor der Fran- 
zösischen Revolution stets daselbst mit kirchlichen Uebungen 
beschäftigt war und auch in diesem Sinne ein Diario di Co- 
lorno herausgegeben hat. Allein ehe Carl II. die meist aus 
liturgischen und ascetischen Werken bestehende Bibliothek von 
Colorno der seinigen einverleiben konnte , brach in Folge 
der Französischen Februar -Revolution in Parma ein Aufstand 
aus, so dass Carl II. im März 1848 fliehen musste; denn da- 
mals hatten die Reformen von Pius IX. die Freiheitsstrebungen 
der Italiener mächtig gefördert. Carl II. legte die Regierung 
nieder und sein Sohn Carl III. trat nach dem Siege der Oester- 
reicher bei Novara die Regierung von Parma wieder an. 

(Schluss folgt.) 



Litteratur und Miscellen. 219 

Litteratur und Miscellen. 

Allgemeines. 

[523.] Serapeam hrsg. von Naumann. XXVI. Jahrgang. (S. oben 
Nr. 428.) 

Entb. im Hauptblatte: Nr. 3. 8. 33—42 Die Handschriften- 
Sammlung des Cardinais Nicolaus v. Ousa. Von Dr. Fr. Xav. 
Kraus in Trier (Fortsetzung) — S. 42—47 Zur Geschichte 
seltener Bücher der Neuzeit. Von Dr. Anton Ruland, K. Ober- 
bibliothekar zu Warzburg (Fortsetzung von Anz. J. 1863. Nr. 105) 
— S. 47 — 48 Die Leistungen der Jesuiten auf dem Gebiete 
der dramatischen Kunst. Bibliographisch dargestellt von Emil 
Weller in Angsburg (Fortsetzung.) Im Intelligenzblatte: Nr. 3. 
8. 17 — 19 Die Vermehrung der Handschriften in der Bibliothek 
der Universität zu Turin. Von dem Geheimrath Neigebaur — 
S, 20 — 22 Neueres Verzeichniss der Bücher der Domkirche 
zu Lübeck 1633 (Fortsetzung). 

[524.] Bulletin da Bibliophile et da Bibliothecaire publ. par 
Teehener. XVI. Serie. (S. oben Nr. 360.) 

Das Doppelheft für Febr. u. März enthält: S. 49—79 
Hiatoire de Jules Cäsar, tome I. par S. de Sacy — 8. 80 — 84 
De Jonbert et de quelques -uns de ses jugements litteraires; 
par le Marquis de Gaillon — 8. 85—88 Une page des Comptes 
de 8ully; par E. de Barthelemy — S. 89—98 Antoine Coutei 
(1622—1693); par A. Du Plessis — 8. 99—122 Domat et 
ses harangues; par Victor Lambinet — S. 123 — 31 Nouvelles 
ä la main des annees 1774 — 1778; par E. de Barthelemy — 
8. 131—41 Analecta-Biblion. Betr. unter Anderem Francklin's 
„Histoire de la Bibliothöque de l'Abbaye de Saint -Victor ä 
Paris" u. Gillet's „Notice historique et bibliographique sur 
Chevrier" — 8. 142—44 Nouvelles et Varietes. Enth. unter 
Anderem eine ausführlichere Mittheilung über die wissenschaft- 
liche Mission Miller's nach Konstantinopel u. dem Berge Athos 
zur Durchforschung der Bibliotheken. 

[525.] Balletin da Bibliophile Beige, pabl. par Heassuer. Tom. 
XXI.r=2e Serie Tom. XII. (8. oben Nr. 359.) 

Das erste Doppelheft 1 u. 2 des neuen Bandes enth.: 
8. 5 — 36 Essai d'un Dictionnaire des Ouvrages anonymes et 
Pseudonymes publies en Belgique au XIXe si&cle & principale- 
ment depuis 1830, par Un Membre de la Societe des Biblio- 
philes beiges (Suite) — 8. 37—39 Pontus Payen, par le 
Comte d'Hericourt Zur Ergänzung der den Payeu'scheu Mo- 
IQ* 



220 Litteratuj- und Mißcellen. 

moiren, welche A. Henne herausgegeben hat, vorangestellten 
Mittheilung — S. 40 — 58 Catalogue descriptif et explicatif 
des fiditions Incunables de la Biblioth&que de I'ath6n6e grand- 
ducal de Luxewbourg; par A. Namur. II. Partie. Commen- 
cement du XVI e sifccle. — 8. 59 Napoleon Ier et l'Alma- 
nach de Gotha. — 8. 60 — 64 Une Lettre originale inädite de 
Francis de Bourgogne a Maximilien, Abb6 de Middelbourg, son 
fröre consanguin. (Communiquö par F. L. Hoffmann, de Ham- 
bourg.) — 8. 66 — 90 Notice et extraits de deux Manuscrits 
Frangais de la Bibliothfcque Royale de Turin; par Aug. Scheler. 
(Fortsetzung folgt.) — S. 91 — 92 Delvenne Auteur de la Bio- 
graphie du Royaume des Pays-Bas; par U. Capitaine — 
8. 91 — 100 Mälanges. Betr. unter Anderem die Qu6rard'schen 
„Supercheries litteraires d6voil6es a u. den vom Brüsseler Ober- 
bibliothekar Alvin der Königl. Belgischen Akademie der Wis- 
senschaften vorgetragenen Bericht über ein der Burgunder an- 
gehöriges MS. „Spirituale Pomerium" vom J. 1440 — S. 101—16 
Revue bibliographique. Enth. Anzeigen von G. Brunet u. dem 
Herausgeber A. Scheler, unter Anderem von dem Brunet'schen 
„Manuel du Libraire", meinem „Anzeiger f. Bibliographie etc." 
u. dem .Naumann'schen Serapeum. 

[526.] Annales du Bibliophile Beige et Hollandais. I. Annee. 
(& oben Nr. 429.) 

Die Mai-Nr. 7 enthält S. 119—28 „M&anges de Bibliographie 
§. 2 par le Cte de Limburg-Stirqm " nebst einer am Schlüsse 
beigefügten Bemerkung Ch. C. de Borman's zu §. 1. Den üb- 
rigen Theil der Mai-Nr. füllt der Lagerkatalog des Herausg.'s 
Olivier. 

[527.] Bulletin du Bouquiniste publ. par Aubry. 9e Annee. 1er 
Semestre. (S. oben Nr. 362.) 

Von den letzterschienenen fünf Nrr. 199 — 203 enthält der 
grössere Theil den Lagerkatalog des Herausg.'s. Ausserdem 
findet sich von Dem, was für den Anz. von Interesse ist, ein 
Artikel von Q. Brunet „La Bibliothfeque de George III au 
Mus6e Britannique. Notes extraites du Journal inödit d'un 
Voyage bibliographique en Angleterre" in Nr. 199. S. 181—84 
u. Nr. 202. S. 283—87, sowie ein längerer Bericht 6. Brunet's 
über die grosse Techener'sche Auction vom April in Nr. 203. 
8. 315—22 u. eine Anzeige von QuSrard's „France litteraire 
Tom. XII" in Nr. 201. 8. 243—45. 

Bibliographie. 

[528.] Bibliographie Gantoise. Recherches sur la vie et les 
travaux des Imprimeu,rs de Gand. Par Ferd. Yantferhaeghen. Tom. V. 
XlXme Siecle. Editions de Gand sana nom d'Jmpriweur. Gand, impr. 



Litteratur und Miscellen. 221 

de E. Vanderhaeghen. gr. 8. 2 Bll. V, 474 S. mit 5 Taf. Pr. n. 3 Thlr. 

(8. Anz.-J. 1863. Nr. 266.) 

Mit dem vorl. V. Bande, welcher die Drucke Nr. 8063— 

12025 enthält, und ans dem die oben Nr. 440 angeführten 
„Livres et Brochures imprimäs ä Gand sans nom d'imprimeur" 
bosonders abgedruckt sind, hat sich das treffliche Werk seinem 
Ende ziemlich genähert. Mit dem bereits unter der Presse 
befindlichen VI. Bande, welcher ;,le Supplement, la liste des 
6ditions gantoises dont les imprimeurs nous sont inconnus et 
les tables" enthalten soll, wird das Werk vollständig abge- 
schlossen sein. 

[529.] Trübner's American and Oriental Literary Record. Nr. 3. 
45—60 8. (8. oben Nr. 433.) 

Die vorl. Nr., an deren Spitze der Herausg. dem ermor- 
deten Präsidenten Abraham Lincoln einige Worte der Aner- 
kennung u. Trauer gewidmet hat, lässt wie seine Vorgänger 
das Streben des Blattes, sich nach allen Seiten hin für das 
Studium der Amerikanischen u. Orientalischen Litteratur nützlich 
zu machen, deutlich erkennen. Unter Anderem enthält die 
vorl. Nr. eine Liste von „New American Works in Preparation", 
wovon für die Leser des Anz. „My American Library. A Biblio- 
graphical Guide. By F. Leypoldt" von besonderem Interesse 
sein dürfte. 

[530.] Histoire litterare de la France au quatorzieme siede Dis- 
court» sur l'etat des Lettres par Victor Le Clerc Discoars sur l'&at des 
Beaux-Arts par Em est Renan. II. Edition. Tom. IL Paris, Ldvy 
freres. gr. 8. Enth. S. 297—369: Ouvrages cit<5s. 

Die Litteratur ist ziemlich umfänglich, u. es fragt sich 
nur, ob der Verf. alle angeführten Werke, wenn schon citirt, 
aber auch wirklich benutz hat. Die Litteraturangaben sind 
ziemlich genau. 

[531.] Bibliographie der künstlichen Mineralerzeugung. Metho- 
disch-chronologisch zusammengestellt von Dr. Ami Boue, wirklichem 
Mitgliede der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. (Vorgelegt 
in der Sitzung am 20. October 1864.) [Souder- Abdruck aus dem 
LI. Bde. der Sitzungsb. der kais. Akad. der Wissenschaften.] Aus der, 
k. k. Hof- und Staatsdruckerei in Wien. gr. 8. 1 Bl. 67 S. Pr. n. 8 Ngr. 

Ein mit beispiellosem Fleisse zusammengehäufter und den 
Chemikern u. Mineralogen gewiss höchst willkommener Citaten- 
apparat, dem innerlich hier u. da nur noch etwas mehr Ge- 
nauigkeit und äusserlich eine Übersichtlichere Gestaltung zu 
wünschen gewesen wäre. 

[532.] * Ufy&abetifä?e$ ©acfregifter ber. bri$tig{!en te$ttif$ett Journale 
für ben 3eitraum vom 1. 3uti M9 31 2)ejember 1864. $on 2). W^W- 



222 Litteratur und Miscellen. 

SBcrßn, Mittler & @o$n in Contra, gr. 8. 56 ©. $r. n. 12 SRgr. 
(@. «ng. 3. 1864. 5Rr. 944.) 
Brauchbar. 

[533.] Manuale Dantesco Vol. III. A. u. d. Tit.: Enciclopedia 
Dantesca per l'Abate Jac. Prof. Ferrazzi con alcune appendici sul 
Petrarca, l'Ariosto e T. Tasso. Vol. II. Bassano, tip. Pozzato. 8. 
Enth. 8. 260—89 bibliographische Nachweise zu Petrarca, S. 322—32 
zu Ariost u. S. 351 — 70 zn Tasso. 

Die Nachweise sind mehr oder minder ungenau. 

[534] 3o$amt ©efcafttan 8a$ toon <£. #. Sitter. 53b. II. Berlin, 
©<$netber. gr. 8. (gntfc. @. LXXVIII— CXXI: §au£t*3ufammenfteüung 
aller toon 3. ©. ©a$ tynterfaffenen 2Berfe, fotoett btcfctbcu betannt ge* 
roorben finb. 

Diese Zusammenstellung ist auf Grundlage des von Mizler 
in seinem Nekrologe Bachs abgedruckten Verzeichnisses, wozu 
demselben Bach's Söhne Mittheilungen gemacht hatten, bear- 
beitet worden ; sie mag für die Zwecke des Buches ihren 
grossen Werth haben, ist aber ohne alles bibliographisches 
Interesse. 

[535.] Manuale Dantesco Vol. II. A. u. d. Tit.: Enciclopedia 
Dantesca per l'Abate Jacopo Prof. Ferrazzi. Vol. I. Bassano, tip. 
Pozzato. 8. 4 Bll. 819 8. Enthält theils zerstreut theils im Zusammen- 
hange S. 552—714 eine »Bibliografia Dantesca.« 

Die Literaturangaben sind sehr zahlreich, auch hier und 
da mit interessanten Bemerkungen begleitet, aber theilweise 
bibliographisch mehr oder weniger ungenau und mangelhaft. 

[536.] La Vita Nuova di Dante Alighieri. Venezia, tip. Antonelli. 
1865. 4. Enth. S. 135—62: Notizie bibliografiche della Vita Nuova. 

Von Ludovico Pizzo herausgegeben. Gute und fleissige 
bibliographische Zusammenstellung, die nur in Bezug auf die 
fremdländische Litteratur theilweise ungenau u. mangelhaft ist. 

[537.] * Oeuvres completes de P. Bossi, publiees sous les au- 
' spices du Gouvernement Italien. Cours d^conomie politique. IV. Edition, 
revue et augementäe de lecons inedites recueillies par A. Porle, Chef 
de division au Ministere des travauz publics ; pnSce'dee d'une Notice 
bibliographique sur les oeuvres de Rossi , par Joseph Garnier. Tom. 
I— II. Paris, Guillaumin et Cie. 8. XV, 606 S. Pr. 7 Fr. 50 c. 

Gehört zur Sammlung der „ Economistes et Publicistes 
contemporains". 

[538.] Shakspeariana from 1564 to 1864. Au Account of the 
Shakspearian Literature of England, Germanj and France duringThree 
Centuries, with Bibliographical Introductions by Franz Thimm. London, 
Thimm. gr. 8. VI, 92 8. Pr. n. 1 Thlr. 10 Ngr. 



Litteratur und Miscellen. 223' 

Die Zahl der Shakspeare*Litteraturen d. b. der auf Shaks- 
peare u. dessen Werke bezüglichen bibliographischen Zusam- 
menstellungen ist eine so grosse, dass man sich, zumal da 
erat Tor ein paar Jahren der ausserordentlich reichhaltige 
8hakspeare -Artikel in der neuen Bohn'schen Ausgabe von 
Lowndes' bibliogr. Handbuche der Englischen Litteratur er- 
schienen ist, ganz unwillkürlich fragt, zu welchem Zwecke die 
vorl. neue Shakspeare- Litteratur herausgegeben worden sei. 
Man bekommt fast for dasselbe Geld, was für die neue Shak- 
speare -Litteratur allein zu zahlen ist, den ganzen Band des 
Lowndes-Bohn'schen Handbuches, in welchem man, ausser dem 
umfassenden Shakspeare -Artikel, noch eine grosse Zahl anderer 
Artikel aus der Engl. Litteratur mit in den Kauf erhält; zu- 
dem finden sich in dem Lowndes-Bohn'schen Shakspeare-Artikel 
nicht blos, wie in* dem vorl. Thimm'schen Buche, die Engl., 
Deutsch, u. Französische Litteratur, sondern auch die übrigen 
Litteraturen vertreten, die sich mit Shakspeare beschäftigt 
haben. Also wozu die neue Shakspeare-Litteratur? Vom lit- 
terar-historischen Standpunkte aus mag man das Thimm'sche 
Buch als eine bequeme u. übersichtliche Zusammenstellung der 
Shakspeare -Arbeiten auf den drei grossen Litteraturgebieten, . 
auf denen nicht blos das Meiste, sondern auch Wichtigste für 
Shakspeare geleistet worden ist, billig gelten lassen, u. dem 
in dieser Beziehung vom Verf. auf seine Arbeit verwendeten 
Fleiss lobend anerkennen. Vom bibliographischen Standpunkte 
aus mus8 ich dagegen das Buch, neben dem sowohl vollstän- 
digeren als auch bibliographisch genauer gearbeiteten Shaks- 
peare-Artikel von Lowndes-Bohn, als ein ziemlich überflüssiges 
Werkchen bezeichnen, welches davon, dass es um ein paar 
Jahre neuer ist als der genannte Artikel u. daher auch auf 
einige neuere nach Lowndes-Bohn erst erschienene Schriften 
hat Rücksicht nehmen können, eine gewisse Berechtigung zu 
seinem Erscheinen wohl kaum ableiten dürfte. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

[539.] Catalogue d'nne Collection pr£cieuse de Livres rares et 
einem en vente chez Asher & Co. London, kl. 8. 1 Bl. 52 S. 

Enthält zwar nur 269 Nrr., von denen aber fast jede 

'einen hohen Werth hat, worauf die Bibliophilen u. Vorstände 

grösserer Bibliotheken besonders aufmerksam zu machen sind. 

Die Artikel „Amärique" u. „Musique" verdienen namentlich 

hervorgehoben zu werden. Der Katalog ist gut redigirt. 

[540.] Nr. 5 — 7. Antiquarisches Verzeichnis« von Ernst Garlebach 
in Heidelberg. Februar bis Juni. 8. a 16 S. 1368—2637 Nrr. 

Vermischte, grösserentheils ausgewähltere Litteratur, haupt- 
sächlich ans Deutsch, u. Französischen Pressen. 



224 Litteratur und Miscellen. 

[541.] Verseichniss der Verlags- nnd Commissiona- Artikel von 
Friedr. August Credner, k.k. Hof-Buch- and Kunsthändler. 19. April 1 865. 
8. 1 Bl. XIV, 72 S. (Siehe Anz. J. 1860. Nr. 538.) 

$8 sind 25 Jahre her, seit Credner. seine Verlegerthätigkeit 
begonnen hat. In Erinnerung an diese Zeit hat Credner bei 
Veröffentlichung des vorl. Verlagskataloges Gelegenheit ge- 
nommen, auf seine ganze Verlegerthätigkeit einen Rückblick 
zu thun. Der Katalog ist alphabetisch geordnet u. mit einer 
systematischen Uebersicht in aiphabet. Reihenfolge der Ma- 
terien versehen. In der Hauptsache erstreckt sich Credner's 
Verlegerthätigkeit auf das Gebiet der reinen u. angewandten 
Naturwissenschaft u. der Bohemica. Die Titel einzelner Ver- 
lagswerke sind mit mehr oder weniger ausführlichen Mitthei- 
lungen aus den betreff, günstigen Recensionen begleitet. Der 
Katalog ist ziemlich gut redigirt. 

[542.] 139. Bücher -Verzeichnis«! von R. Friedländer & Sohn. 
Berlin. — Mathematik. 8. 16 S. 

Beachtenswerth. 

[545-] Bibliotheca Historico - Naturalis. Auswahl werthvoller 
Naturwissenschaftlicher Werke aus dem antiquarischen Bücherlager 
der Hirschwald'schen Buchhandlung in Berlin, gr. 8. 1 Bl. 77 S. 

Die H.'schen Kataloge haben sich auf dem Gebiete der 
median, u. naturwissenschaftlichen Litteratur einen gewissen 
Ruf erworben; der vorl. Katalog rechtfertigt diesen Ruf durch 
seine reichhaltige Auswahl, die für die einzelnen naturwissen- 
schaftlichen Fächer noch mehr in die Augen fallen würde, 
wenn der Katalog, anstatt in durchlaufender alphabetischer 
Reihenfolge, systematisch geordnet worden wäre. Grössten- 
teils enthält der Katalog natarhistorische Litteratur. 

[544.] Nr. 139. Bücher- Verzeichniss über Werke ans dem Gebiete 
der Naturwissenschaften, Mathematik, Medicin, Technologie, Land- 
wirtschaft, Tbierheilkunde, Gartenkunde, Forst- und Jagdwissenschaft, 
welche bei Theodor Kampffmeyer in Berlin zu haben sind. 8. 1 Bl. 46 S. 

Nr. 140. desgl. über Werke aus dem Gebiete der Rechts- und 
Staats- Wissenschaft. 8. 1 Bl. 22 8. 

Wie schon öfters erwähnt, empfehlen sich die K.'schen 
Antiquarkataloge durch billige Preisansätze. 

[545] Nr. 132. 134. 135. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. Juni. 8. 1 Bl. 78 S.; 24 S.; 1 Bl. 22 S. 
(S. oben Nr. 472.) 

Enth.: Nr. 132 Theologie, Philosophie, Pädagogik 2319 
Nrr. ; Nr. 134 Geschichte, Geographie, Militaria 651 Nrr.; 



Litteratur und Miscellen. 226 

Nr. 186 Rhlto- romanische Litteratur, Sprachwissenschaften, 
Litterärgeschichte, Belletristik, Kunstgeschichte, Architektur, 
Technologie, Vermischtes 658 Nrr. Wie gewöhnlich gut u. 
sorgfältig redigirt. 

[546.] 128 — 29. K. F. Köhlers in Leipzig Antiquarische An- 
leige-Hefte. Mai— Juni. 8. 1 BI. 26 S. & 1 Bl. 26 S. (Siehe oben 
Nr. 473.) 

Enth.: Nr. 128. Numismatik, Genealogie, Heraldik, Sphra- 
gistik, Kriegsgeschichte 573 Nrr.; Nr. 129. Botanik, Land- u. 
Gartenbau, Forstwissenschaft 720 Nrr. 

[547.] Nr. 6. 9fotiquarifd&e« SSetjet^nig ttterartföer (Suriofa unb 
©etien&riteu , mit einem anfange t>on ©Triften über Freimaurerei # föofen* 
Freiiger unb SQumtnaten ?c. au« beut Sfatiquariföen Sager toon grtebriä) 
Äömg'« Vertag in $anau. 8. 52 ©. 

Gern will ich zugeben, dass in dem vorl. Kataloge so 
manche Schriften enthalten sind, welche den auf dem Titel 
bezeichneten Fächern angehören; aber überwiegender ist doch 
die Zahl derjenigen Schriften, welche weder zu den Curiosis 
noch zu den Baris zu rechnen sind. 

[548.] Achtundsiebzigster Katalog von L. F. Maske' s Antiquariat 
in Breslau. — Deutsche schönwißsenschaftliche Literatur, von der 
Mitte des 18. Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit. 8. 1 BI. 51 S. 
1349 Nrr. 

Bemerkenswert!), enthält viele Göthiana u. Schilleriana. 

[549.] Nr. 20. Catalogus van Boekeu, verkrijgbaar in den ouden 
en nieuwen Boekbandel van J. Moone ßz., te Delft. A. u. d. Tit.: 
Bulletin de Livree anciens et modernes etc. Mei. 8. 353 — 68 S. 
6 270-6630 Nrr. 

Enth. : Krijgskunde en Milit. Geschiedenis, Zeevaartkunde, enz. 
[550.] Verzeichnis* Nr. 65 — 66 des antiquarischen Bücher-Lagers 
der Otto'schen Buchhandlung in Erfurt. Mai. 8. 12 & 20 S. 

Enth.: Nr. 65 Geschichte 306 Nrr.; Nr. 66 Bücher für 
Geistliche u. Lehrer, allgemeine Bildungschriften 580 Nrr. 

[551.] 9fr. 4. 3. ©$eiMe'$ Antiquariat in Stuttgart. 16. 385— 512©. 
1193 9fr. (©. oben 9fr. 479.) 

Enth. eine weitere Fortsetzung der Theologie u. Religions- 
wissenschaft in allen ihren Verzweigungen, mit Einschluss der 
geheimen Wissenschaften. 

[552.] 3$erlag««£ataIog toon gerbtnanb @ä)8mng&, $3u$6atib(ung in 
?aberbwn. 8u«gegeben im «Rotoember 1864. !L 8. IV, 38 @. 

Systematisch mit alphabetischem Inhaltsregister, gut re- 
digirt. Hauptsächlich theologische Litteratur u. Schulbücher. 



226 Litteratur und Miscellen. 

[553*] Verzeichniss von Monographien und Gelegenheitsschriften 
zur Geschichte adeliger Geschlechter. Zu beziehen von J. A. Stargardt 
in Berlin. (Zugleich ein Repertorium für Adelsgeschichte.) 8. 1 Bl. 14 S. 

Wirklich von grossem Interesse. 

[554.] No. XXVI. Verzeichniss antiquarischer Bücher der Buch- 
handlung von Carl Villaret in Erfurt. 8. 1 Bl. 30 S. 1040 Nrr. 

Enth. Philosoph., Theolog. u. Orientalia, Pädagog., Phi- 
lologie. 

[»55.] $erlaö«*$ataf©0 bon 3. 3- Scber in 2etyjig. SRit einem ©<«$- 
ttegifter, Oftern. gr. 8. 1 331. 64 ©. (@ie$e Slnj. 3. 1861 Sflx. 98.) 

Alphabetisch mit Inhaltsangaben n. Wissenschaft!. Sach- 
register, recht gut redigirt. 'Hauptsächlich IHustrirtes, Natur- 
wissenschaft u. Verwandtes, Länder- u. Völkerkunde, Belletristik. 

[556.] Acbtundfünfzigstes bis Sechzigstes Verzeichniss der Buch- 
te Antiquariats-Handlung von W. Weber in Berlin. 8. 1 Bl. 26 S. ; 
15 8.; 16 S. 

Enth.: Nr. 58 Kunst u. Kunstgeschichte; Nr. 59 Histo- 
rische Hilfswissenschaften; Nr. 60 Philosophie. 

Bibliothekenlehre. 

[557.] Biblioteconomia 6 nuevo manual completo para el arreglo, 
la conservacion y la administmeion de las bibliotecas, por G. A. Con 
stantin, tradueido del frances al castellano j adicionado por Dionisio 
Hidalgo. Enth. in dem vom Uebersetzer redigirten Blatte: Boletin 
bibliografico Espafiol. VT. Aßo. Madrid, impr. de las Escuelas Pias, 
gr. 8. Nr. 2. S. 18-21, Nr. 4. S. 44—48, Nr. 5. S. 59—60, Nr. 6. S. 
71—72, Nr. 7. S. 84, Nr. 8. 8. 92—93. (8. oben Nr. 229.) 

Von vom Uebersetzer beigefügten Zusätzen ist, wie früher, 
nicht viel Erhebliches zu spüren. 

Bibliothekenkunde. 

[558.] Sul Testo della Divina Commedia Studii di Adolfo Mus- 
safia Professore di Filologia neolatina all' Universita di Vienna. I. 
I Codici di Vienna e di Stoccarda. (Tirati a parte dai Rendiconti delle 
tornate dell' i. r. academia delle scienze, classe filosofico-storica, Vol. 
-XLIX, pag. 141.) Vienna, dall I. B. Tipogr. di Corte e di Stato (in 
comm. presso il figlio di Gerold.) gr. 8. 74 8. Pr. n. 10 Ngr. 

Zur weiteren Ausführung u. Erläuterung der betreffenden 
Notizen in der Colomb de Batines'schen Dantebibliographie. 

[559.] Verzeichniss der reichhaltigen medicinischen Bibliothek 
aus dem Nachlasse des Dr. Jul. Wilh. Betschier, Kgl. Qeh. Medicinal- 
Rathe, ord. ö. Professor der Medicin, Director der gynäkologischen 
Klinik der Universität zu Breslau, etc., nebst einer Anzahl Doubletten 



Litteratur und Miscellen. 227 

der Ktinigl. und Universitäte- Bibliothek zu Breslau, welche nebst 
mehreren anderen werth vollen Büchersammlungen am 26. Juni öffent- 
lich versteigert werden sollen. Aasgegeben durch die Schletter'sche 
Buchhandlung (H. Skutsch) in Breslau. 8. 1 Bl. 56 S. 1748 Nrr. 

Der medicinische Theil des vorl. Kataloges ist im Fache 
der Geburtshilfe , Frauenkrankheiten u. Gynäkologie besonders 
reichhaltig. Unter den Doubletten der Univ.- Bibliothek sind 
Naturwissenschaft, Theologie u. Philosophie, Geschichte am 
Zahlreichsten vertreten. 

[560.] 3WtttyeUimgeit be« £ömgftc$ ©äc$fifd)en herein« fitr ®rforfu}mtg 
imb (gr&aftung toaterlanbtftfcer ®ef($id)ts* unb $unft*3)enfmate. XIV. #eft. 
Bresben, SDfcin&olb u. @6&ne in ©omm. 8. @ntl?. ©. 29—38 ein $ei> 
geignig über ben 35tMiot$ef*3utt>a($« toon ben Stoßen 1863—65. (8. Sing. 
3. 1863. 9fc. 751.) 

Schliesst sich an den 1849 erschienenen Hauptkatalog u. 
die dazu gehörigen Fortsetzungen von 1855, 1856, 1859, 1861 
u. 1863, die sämmtlich von dem Bibliothekare des Vereines 
Prof. Dr. M. L. Löwe zusammengestellt sind. 

[561.] * Katalog der Bibliothek der K. K. Reichshaupt- und 
Residenzstadt Wien. (Nach dem Stande vom 31. December 1864.) 
Wien, Gerolds Sohn in Comm. gr. 8. XVI, 216 S. Pr. 1 Fl. 50 Kr. 

Soll gut bearbeitet sein. 

[562.] Catalognes de la Bibliotbeque Imperiale — Bibliotheque 
Imperiale Departement des Imprime's Catalogue de l'Histoire de France 
Tome IX Publik par ordre de TEmperenr. Paris, Didot freres, fils et 
Cie. gr. 4. 2 Bll. 799 S. Pr. n. 7 Thlr. 20 Ngr. (S. Anz. J. 1864. 
Nr. 147.) 

Enth; den Schluss der „Histoire locale", ferner „Histoife 
des Classes en France u , dann noch „Histoire des Familles 
Frangaises, ou Histoire gänealogique de France" u. endlich 
„Biographie Fransaise", zusammen 17,671 Nummern, 2191 
neue Ausgaben u. 1780 andere Citate, mithin im Ganzen 
21,642 verschiedene Notizen. Der nun noch folgende X. Band 
wird den Schluss der „Biographie Fran$aise" u. Supplemente, 
der ZI. u. letzte die Register enthalten. 

[563.] * Catalogo delle edizioni di Dante Allighieri, esistenti nelle 
Biblioteche di Rovigo, compilato da Giovanni Durazzo nella occasione 
del sesto Centenario. Rovigo, tipogr. Minelli. 8. 

Von welchem bibliographischem Werthe? 

[564.] I Codici di Dante Alighieri in Venezia Illustrazioni storico- 
letterarie. Venezia, tip. di Naratovich. kl. 4. XXXV S. 1 Bl. 232 & 
121 8. Pr. n. 4 Thlr. 14 Ngr. 

Von Nicola Barozzi, Rinaldo Fulin u. Francesco Grego, 



228 Literatur and Miscellen. 

retti herausgegeben; wichtig zur Ergänzung der Colomb de 
Batines'schen Dantebibliographie. 

[565.] * Catalogue de la Bibliotbeque m£dicale de l'Hopital mili- 
taire de Bruxelles. Bruxelles. 8. 12 S. 

Ueber den Bibliotheksbereich hinaus wohl ohne erheb- 
liches Interesse. 

Privatbibliotheken. 

[566.] Katalog der nachgelassenen bedeutenden Bibliothek Seiner 
Eminenz des Hochwürdigsten Johannes von Geissei, Cardinal-Priesters 
und Erzbischofs von Cöln etc. etc. welche nebst der von Notar Ständeck 
nachgelassenen Sammlung von Pergament-Manuscripten und den werth- 
vollen hinterlassenen Bibliotheken der geh. Bergrath Altbans in Sayn, 
Jubtizrath Dr. Longard I. in Coblenz, Pastor Peters in Mündt, Ober- 
pfarrer u. Landdechant Schmitz in Kerpen, Rector Van den Bosch, 
Qeh. Justizrath u. Senatspräsident v. Weiler hierselbst, etc. den 3. Juli 
bei J. M. Heberle (H. Lempertz) in Cöln öffentlich versteigert werden. 
Vier Abtheilungen. Druck von Krüger, gr. 8. 4 BU. VI S.; I. Abth. 
1 Bl. 162 S. 2532 Nrr.; II. Abth. 172 S. 2902 Nrr.; III. Abth. 14 S. 
325 Nrr.; IV. Abth. 1 Bl. 134 S. 3750 Nrr. Nebst 1 Facsim.-Tafel. 

Unter den neueren Auct.- Katalogen haben mich wenige 
so interessirt als der vorliegende; denn abgesehen davon, 
dass schon der Name des Mannes, dem der grössere Theil 
der im Kataloge verzeichneten Bücher angehört hat, ein hohes 
Interesse erweckt, so enthält der Katalog nicht nur eine un- 
gewöhnlich ansehnliche Zahl von Büchern, nicht weniger als 
c. 10,000 Werke, sondern auch darunter mehre theils durch 
seltene u. wissenschaftlich werthvolle theils durch Pracht- 
werke ausgezeichnete Büchercomplexe, wie namentlich die aus 
dem v. Geissef sehen Nachlasse stammende theologische Samm- 
lung. Ein besonderes Interesse hat auch die an die Spitze 
gestellte, mit anerkennenswerther Sorgfalt und grösserentheils 
nach Okularinspektion von H. Lempertz gearbeitete Uebersicht 
der schriftstellerischen Thätigkeit des verstorbenen Kirchen- 
fttrsten. Diese Uebersicht, welche, wie der Verf. schreibt, 
wenngleich noch unvollständig, doch bis jetzt immer die voll- 
ständigste ist, u. die für den zukünftigen Biographen des Ver- 
storbenen die Grundlage eines ganz vollständigen Verzeichnisses 
werden kann, enthält 41 Nrr. grössere u. kleinere Druck- 
schriften aus d. J. 1820 bis 1862, worunter 13 Hirtenbriefe 
u. 2 nicht von v. Geissei selbst verfasste sondern nur durch 
seine Thätigkeit hauptsächlich hervorgerufene Werke mit in- 
begriffen sind. Das Hauptwerk ist eine dreibändige topogra- 
phisch-historische Monographie des Domes zu Speyer. Den Ka- 
talog der Erzbischöflichen Bibliothek eröffnet eine 185 Nrr. 
starke Suite von Perg.- u. Papierhandschriften, von denen viele 



Literatur und Miscellen. 229 

mit Malereien u. Miniaturen versiert sind; Nr. 1 dieser Hand- 
schriften ist ein Perg.-Codex des XII. Jhdts „Theodorici Editui 
Chronicon, Calendarium ete. Abbatise Tuitiensis", aus dem auf 
der beigefügten Tafel ein Facsimile mitgetheilt ist. Ausser 
dem theologischen finden sieh alle übrigen Wissenschaftsfächer 
im Kataloge durch mehr oder minder zahlreiche Werke ver- 
treten. Ich empfehle den Katalog allen Bücherfreunden u. 
Vorstanden von Bibliotheken auf das Angelegentlichste zur 
Durchsicht. 

[567.] »erjricfatfc einer ©fiä)erfaimntung aus allen god&ern ber 
S&iffeufäaftcn feefefc am 7. «nguft fcerfletgert »erben fott. (gingefanbt ton 
beT getBer'tocn Untoerfft5t«*»uu)$anbfong in (Siegen. H. 8. 1 53t 119 @. 
5115 «nr. 

Enth. Staats- u. Rechtswissenschaft, Geschichte u. Geo- 
graphie, Medicin, Naturwissenschaft, Belletristik, vermischte 
Litteratur — aus den nachgelassenen Bibliotheken des Reg. 
Rathes Müller, Salineninspectors Sasche u. verschiedener Anderer. 

[568.] fto. 292. »erjeid)mfj *on tbeofogifd)en, j>bi(ofoMfo}en unb 
$ltlologtfö)en Supern au« bem Stacfcfaß ber Pfarrer JBBatbaä) unb Sautet, 
}u fytfeen bei Antiquar griebriä) $eerbegen in Nürnberg, tt. 8. 32 ©. 
. Meist gangbare Deutsche neuere, weniger neueste Litteratur. 

[569.] * Catalogue de Innres, la plupart rares et curieux, prove- 
nant des Bibliotheques de D*** et T***, dont la vente aura Heu le 
22 mai Paris, Francis. 8. 156 8. 1410 Nrr. 

8oll von Werth u. Interesse sein. 

[570.] No. LXVIII. Biicher-Verseichniss von J. A. Stargardt, Berlin.— 
Germanische Sprachen. (Die Abtheilung Qöthe, Schiller, Leasing, Aus 
den Nachlasse des Professor Kuhlmey.) 8. 1 Bl. 42 S. 

[571.] * Catalogue de la Bibliotheque de feu Naudin, Secr^taire 
genäral de la Pr^fecture de Loir- et-Cher. Ouvrages des Benedictes, 
livres sur la theologie, le droit, les belles-lettres, l'histoire de France, 
colleetion sur les provinces, archeologie, etc., en vente chez Mine 
Bachelin-Deflorenne. Paris, impr. Laine etHavard. 8. 244 S. 2711 Nrr. 

Soll von grossem Interesse sein. 

[572.] $er a eiä)ni& ber fcon bem (£ommerjtenrat& $annenberg naäjge* 
taflenen ©iMiot&ef, u>elu)c am 1. «uguffc in 2)anjig öffentlich fcerfteigert 
»erben feO. ©ingefanbt *on (g. 2>oubberd in Gängig. 8. 47 @. 202 sjj rr . 

Vermischte Deutsche , grösserentheils belletristische u. 
historische Litteratur enthaltend. 

[578J Nr. 133. AntiquarischesBiicherlager von Kirchhoff & Wigaud in 
Leipajg. — Naturwissenschaften , die Bibliothek des Dr. J. W. Sturm 
in Nürnberg, (namentlich Ornithologie, Entomologie und Botanik) ent- 
haltend sowie Nachträge au den Katalogen 123—125. u. 128. fiberGeo- 



230 ' Litteratur und Miscdlen. 

logie, Mathematik, Astronomie, Physik, Chemie undMediciu. Juni. 8. 
1 Bl. 46 S. 1312 Nrr. 

Die Sturm'sche Sammlung ist von grossem Werthe. 

[574.] 1 38. Bücher- Verzeiehniss von R. Friedländer & Sohn. Berlin.— 
Philologie und Altertumswissenschaft. Bibliothek des Geb. Rath Prof. 
Dr. E. H. Tölken, Director beim königl. Museum. 8. 32 S. 

Bemerkenswerth. Ueber die kunstgeschichtliche Abthei- 
lung der T.'schen Bibliothek s. oben Nr. 502. 

[575.] Die Tschertkowsuhe Bibliothek in Moskau. (Scbluss.) Enth. 
im Archiv für wissenschaftliche Kunde von Russland hrsg. von A. Er mau. 
Bd. XXIV. Heft 1. Berlin, Reimer. 8. S. 20 — 34. (S. oben Nr. 331.) 

Auszüge aus der zweiten, sowie der noch zu erwartenden 
dritten Abtheilung des Kataioges der Tschertko wachen Bibliothek. 

Abdrücke aus Bibl.- Handschriften. 

[576.] Rerum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Polychroni- 
con Ranulphi Higden Monachi Cestrensis; together witb the English 
translations of John Trevisa and of an unknown writer of the fifteenth 
Century. Edited by Churchill Babington, Senior-Fellow of St. John's 
College, Cambridge, etc. Vol. I. London, Longman & Co. Lex. 8. 
LXXXVIII, 441 S. mit 2 Taf. Facsim. Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. 

Aus Handschriften des Britischen Museums (Harl.) zu 
London u. des St. John's Colleg zu Cambridge. 

[577.] Aus Berlin. 
Die aus Moehlmann's Bibliothek in Stade stammende kost- 
bare Liedersammlung aus dem XVI. Jahrhunderte — 82 Piegen 
mit 143 geistlichen und weltlichen Liedern — die früher im 
Besitze des Predigers Siedhoff sich befunden hat, ist vom 
Antiquar J. A. Stargardt für c. 100 Thlr. angekauft worden. 
Schon Trommler hat in der Vorrede zum Schneeberger Ge- 
sangbuche vom J. 1784 auf diesen Schatz aufmerksam gemacht. 

[578.] Aus Berlin. 
Die reichhaltige Bibliothek des kürzlich verstorbenen 
Direktors des Aegyptischen Museums Passalacqua ist von dem 
Buchhändler Dr. Landau angekauft worden. 

(Neue Preuss. Ztg. Nr. 122.) 

[579.] Aus Königsberg. 
Der Oberbibliothekar Professor Dr. C. Hopf hat in dem dritten 
Hefte der „Ajtpreussischen Monatsschrift" S. 266 — 69 unter 
der Aufschrift „Die Königliche Bibliothek zu Königsberg" 
einen Artikel veröffentlicht, worin auf die Nothwendigkeit eines 
grösseren Zuwachses, als der Bibliothek seither zu Theil ge- 



Litteratur und Miscellen. 281 

worden ist, aufmerksam gemacht und das betreffende Publikum 
zur Bereicherung aufgefordert wird. Trotzdem dass die Biblio- 
thek bereits über 300 Jahre besteht, enthält sie doch nach 
einer jüngst vorgenommenen Schätzung nicht mehr als 63,190 Nrr., 
worunter allerdings die neuerdings erst einverleibte Sammlung 
eines Privatmannes, des verstorbenen Direktors Dr. Ootthold, 
die Aber 26,000 Nrr. aufweist, nicht mit inbegriffen ist, so 
daes sich die Gesammtzahl des Bücherbestandes, je eine 
Nummer zu 2\ Bänden gerechnet und einige Tausend Doubletten 
mit eingeschlossen, auf mehr als 220,000 Bände beziffern lässt. 
burch die Gewissenlosigkeit eines ihrer Beamten hat die Biblio- 
thek vor Jahren sehr erhebliche Verluste erlitten; abgesehen 
von den Büchern, die durch die Schuld dieses Beamten ver- 
schwunden sind, schätzt man die Summe, welche derselbe un- 
terschlagen hat, auf nahe an 12,000 Thlr. Die Bibliothek ist 
jetzt auf dem besten Wege, die aus früherer Zeit gebliebenen 
Lücken in der Hauptsache nach und nach auszufüllen, und 
schon die Zugangsliste vom Anfange 1864 an hat so manche 
höchst werthvolle Ergänzung aufzuweisen. Im Ganzen beläuft 
sich der jährliche Zuwachs auf durchschnittlich 3 — 4000 Bände, 
eine Zahl, die sich freilich noch bedeutend vergrössern lassen 
würde, wenn im richtigen Gefühle für die Interessen der Pro- 
vinz die Bewohner derselben für das Gedeihen der Bibliothek, 
die an den äussersten Marken des Preussischen Landes und 
fern von anderen grösseren litterarischen Anstalten gelegen 
ist, aus eigenen Mitteln mit Sorge tragen wollten. 

[580.] Aus Leipzig 
berichtet die Leipziger Zeitung, dass die Rathsbibliuthek vor 
Kurzem die Abschrift eines „Satyrischen Bücherkataloges" zum 
Geschenke erhalten habe, der in etwas über 200 fingirten 
Bflchertiteln bekannte Persönlichkeiten aus dem Ende des 
vorigen Jahrhunderts geissele. Dieser Katalog werde dem 
Dichter August Mahlmann zugeschrieben, und soll etwa 1798 
verfasst worden sein. 

[581.] Aus Nürnberg. 
Der an die Stelle des Geh. Rathes Dr. Michelsen zum 
ersten Vorstande des Germanischen Museums von der Wahl- 
commission vorgeschlagene, durch seine Arbeiten auf dem Ge- 
biete der Thüringischen Geschichte rühmlichst bekannte Pro- 
fessor Dr. jur. Wilh. Rein zu Eisenach, der sich zur Annahme 
der Wahl in der. zuvorkommensten Weise bereit gezeigt hatte, * 
ist vor Abschluss der Wahlverhandlung auf einer wissenschaft- 
lichen Excursion zu Langensalza am 23./24. April gestorben. 
(Ans. f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit Nr. 4. 8p. 161.) 



232 Litteraiur und Miscellen. 

[582.] Aus Paris. 
Der Verwaltungsrath der im V. Arrondissement (Pantheon) 
seit nicht viel länger als einem Jahre bestehenden Volksbiblio- 
thek hat seinen ersten Jahresbericht von 1864 veröffentlicht. 
Die Bibliothek ist Eigenthum einer Gesellschaft, deren Mit- 
gliederzahl am Schlüsse 1864 auf 382 sich belaufen hat, und 
steht jeden Wochentag Abends von 1\ bis 10 Uhr, am Sonn- 
tage Mittags von 11 bis 1 Uhr zur Benutzung offen. Die 
Einnahmen haben im Laufe des Jahres 1594 fr. 45 c, die 
Ausgaben 1388 fr. 40 c. betragen. Der Bücherbestand ist 
2374 Bde (histoire, voyages, litterature, economie politiqne, 
scjences, beaux-arts, etc.), wovon im genannten Jahre 1616 
benutzt worden waren. 

(Bibliogr. de la France, Chronique Kr. 20. S. 78—79) 

[583.] Aus Paris 
hat die „Bibliographie de la France, Chronique Nr. 18. 
8. 69—71 u einen Theil des Berichtes abgedruckt, welchen 
der Bibliothekar des gesetzgebenden Körpers E. Miller über 
die ihm 1864 übertragene Mission zur Durchforschung der 
Griechischen Klöster des Orients, namentlich des Berges Athos, 
an den Kaiser erstattet hat. In den Bibliotheken von Bu- 
charest und den Klöstern in der Umgegend von Trebisonde 
sind Miller's Forschungen nach Werken aus der Blüthezeit 
der Griechischen Litteratur ohne Ergebnis 8 gewesen. Einige 
Ausbeute hat die Durchsicht der orientalischen Handschriften 
des Serails in Constantinopel gewährt. Dagegen ist die Durch- 
forschung der Athosklöster von zufriedenstellendem Erfolge 
gewesen. 

[584.] Aus Weimar 
ist dem Anz., zur Berichtigung der im J. 1864. Nr. 928 ge- 
gebenen Mittheilung über die von K. B. Hase hinterlassene 
Bibliothek, folgende Notiz zugekommen: „In dem Jahres- 
berichte über das Wilhelm-Ernstische Gymnasium zu Weimar 
von Ostern 1864 bis Ostern 1865. S. 45 heisst es: Durch 
Vermächtniss des am 21. März 1864 zn Paris gestorbenen 
Herrn Karl Benedikt Hase, der von 1793—1798 Schüler des 
Gymnasiums war, gelangte dessen werthvolle, 41 Bände um- 
fassende litterarische Correspondenz in den Besitz unserer 
Bibliothek. Dr. Reinhold Köhler." Mithin ist die von der 
„Bibliographie de la France" veröffentlichte Nachricht von der 
testamentarischen Schenkung der gesammelten Hase'schen Bi- 
bliothek an das Gymnasium zu Weimar unrichtig gewesen. 



NEUER ANZEIGER 



für 



Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



August 



Inhalt: 



1865. 



Nachtrag cur Litteratur über Friedrich v. d. Trenck. — Die Litteratar 
der Schleswig-Holstein sehen Frage. (Fortsetzung) — Die Buchhändler- 
und Buchdrucker- Signete der neueren Zeit. — Die Schloss- Bibliothek 
an Parma. Von dem Geheimrathe Neigebaur. (Scbluss.) — Die Stadt- 
Bibliothek zu Breslau. Von Demselben. — Litteratur und Miscellen. — 
Allgemeine Bibliographie. 

[585.] Nachtrag zur Litteratur über Friedrich v. d. Trenck*). 

Meine durch Versprechungen von verschiedenen Seiten 
angeregte Hoffnung, bald in den Besitz auch noch anderer 
Materialien zur Trencklitteratur zu kommen, als ich bereits 
früher mitgetheilt hatte, und somit Stoff zu einem Kachtrage 
zu diesen Mittheilungen zu erhalten, ist dadurch, dass man 
die Versprechungen unerfüllt gelassen hat, leider getäuscht 
worden. Gleichwohl lasse ich im Nachstehenden einen Nach- 
trag folgen, worin ich das Wenige, was mir aus der Trenck- 
litteratur durch eigene Anschauung noch genauer bekannt ge- 
worden ist, zusammengestellt, und hauptsächlich auch eine 
Nachricht Aber die aus dem Besitze des Buchhändlers O.A. Schulz 
in Leipzig um den Preis von 200 Thlr. an den König Johann 
von Sachsen übergegangene und der Prinzlichen Secundogeni- 
tur-Bibliothek in Dresden einverleibte Trenckbibel gegeben habe. 

5DeS §retl). grteb. Don ber Xxmt fämmtltdje ©ebtdjte wtb 
©djrtftett. »b. I. Setyjtg. 1786. 33b. II. D. ©. 1786. — 
griebrid) grc^rrn bon ber Xnnä f ftmmtlidje ©ebtdjte unb ©djrtften. 
»b. III— V. D. D. 1786. — griebridjS grei^crm bon ber Zxtni 
fätmntltdje ©ebtdjte unb ©djriften. D. D. 1786. 8°. 18 33tt. 
301 ©.; 2 SH. 320 ©.; 3 S5Ö. 343 ©.; 8 S3Ö. 342 ©.; 2 3311. 
371 ©.; 2 »E. 298 ©.; 4 33Ö. 384 @. 

Zu den in der Litteratur über Trenck angeführten Becher- 
bilder-Versen vgl.: Bd. II. S. 166— 67 zu dem Bilde auf dem 
äusseren Boden des Bechers; Bd. II. S. 138 — 39 u. 259—63 
zum 2. Bilde; Bd. I. S. 46 — 47 zum 4.; Bd. II. S. 146—47 
cum 6.; Bd. I. S. 136 zum 9.: Bd. II. 8. 140—41 zum 11.; 
Bd. II. S. 165 zum 14. 



*) ß. oben Nr. 253 u. 357. 

17 



234 Nachtrag zur Litteratur über Friedr. v. d. Trenck. 

3)e8 grtbrtd) t?ret)fyetrn Don ber Xttnd, merftoürbige SebenSgeftfjtdjte. 
SSon il)m felbft als ein Seljrbudj für 9Renf djen getrieben, bie 
toirflidj ungUufltd) flnb, ober nodj gute SSorbitber für ade gätte, 
gm: SRadrfotge bebürfen. 93b. I. £). D. 1786. 8°. 16 33tt. 299 ©. 
mft ^ortr. griebr. ö. b. Srencf $. — 2)e8 grtebridjS ftretjljerrn Don 
ber Srendt merftoürbtge SebenSgefdjidjte. S3b. IL £). D. 1786. 8°. 
1 93t. 323 @. mit 1 »bbilb. unb 1 grfiärungSM. baju. — griebrid) 
gretjljerrn Don ber SrendE merftoürbige 2eben8gefdf)idjte. 2fy III. 
- »erlitt, 33ietueg b. ältere. 1787. 8°. 11930.336©. (eigentlich 
bie 93ud$änMeranjeigen, bie audj mit paginirt fhtb, abgeregnet, nur 
330 ©.) mit <ßortr. ftranj D. b. £rencf $. 
The Life of Baron Frederik Trenck: containing his adventures, 
and crüel and excessive sufferings during an imprisonment of 
ten years, in the fortress of Magdeburg. London, Pratt. 1844. 
16°. 320 S. mit 1 Titelbild. 

Die sogenannte Trenckbibel, über welche zuerst „Die 
Gartenlaube. Illustriptes Familienblatt. Herausg. Ernst Keil 
in Leipzig" 1865. Nr. 1. S. 6 — 7 Nachricht gegeben hat, be- 
steht aus einem am Schlüsse sowohl als am Anfange defekten, 
von S. 7 des Alten Testamentes (1. Moses Cap. 7) bis zu 
S. 288 des Neuen Testamentes (Epistel Jacobi Cap. 5) reichenden 
Exemplare der von dem Hallischen Waisenhause herausgegebenen 
Bibel in gr. Okt. vom J. 1745, welche der unglückliche 
Friedrich v. d. Trenck während seiner Gefangenschaft in der 
Magdeburger Citadelle zu einer Art Tagebuch benutzt, und 
worin er theils historische Aufzeichnungen über die von ihm 
unternommenen Fluchtversuche, theils verschiedene andere Be- 
merkungen und Mittheilungen religiösen, philosophischen, poli- 
tischen, satirischen Inhaltes in Prosa und Poesie eigenhändig 
gemacht hat, worüber auf der letzten leeren Seite des Alten 
Testamentes von Trenck selbst ein 37 Nrr. starkes Register 
zusammengestellt worden ist. Diese Aufzeichnungen, die auf 
den vom Drucke freigelassenen Räume an den äusseren Seiten 
und in der Mitte, sowie am unteren Rande der Bibel-Verscolumnen 
ihren Platz gefunden haben, rühren zum grossen Theile aus 
der Zeit von c. 1759 her. Sie sind, wie Trenck selbst erzählt, 
mit seinem eigenen Blute geschrieben; denn da dem Gefangenen 
der Gebrauch von Tinte nicht gestattet war, so hatte sich der- 
selbe, um eine Flüssigkeit zum Schreiben zu erhalten, genöthigt 
gesehen, zu dieser Flüssigkeit das eigene Blut zu verwenden: 
der Erzählung' nach stach sich Trenck in den Finger, und 
fing das Blut in einem Scherben auf, und x war es dann ge- 
ronnen, so wärmte er es wieder in der Hand, wobei er die 
fibrösen Theile entfernte. In der That hat eine in Leipzig 
angestellte chemische Untersuchung der Schrift in der Trenck- 
bibel bestätigt, dass diese Schrift mit Blut, dem zuweilen etwas 



Nachtrag zur Litteratur über Friedr. v. d. Trenck. 236 

Russ beigemischt gewesen, geschrieben ist. Die ersten Seiten 
der Bibel sind theils mit allerhand Versen, worin Trenck seine 
Leiden beklagt, theils mit einer ebenfalls in Versen eingeklei- 
deten Erzählung gefüllt, die „Der Melancholico-Cbolericus in 
einer Satyrischen Erzehlung von dem Geschicke des strengen 
Majors, Panl Ripel von Mops" betitelt ist. (Alt. Test. S. 36 f.) 
Ton diesem Major von Mops, der mit seinem rechten Namen 
von Mohr geheissen habe, erzählt Trenck, dass er ihn 1749 
in Petersburg als Knutmeister gesehen: dort sei derselbe 
seiner ungeheuren Grösse, Stärke und Grausamkeit wegen unter 
dem Namen Iwan Iwannowwicz bekannt gewesen. Das, wenn 
auch nicht seinem Umfange nach, jedenfalls aber seines beson- 
deren Interesses wegen hauptsächlichste Stück des ganzen 
Trenck'schen Tagebuches folgt Alt. Test. S. 65 f., nämlich 
„Warhaffte, auf Gewissen, Ehre, und Beweiss gegründete Er- 
zehlnng yon dem Zusammenhange meiner zur Entweichung aus 
Magdeburg vorgehabten Anschläge", die, mit einigen Zwischen- 
räumen, welche Trenck bereits früher beschrieben hatte — 
z. B. springt die Erzählung von S. 310 gleich bis auf S. 365, 
Trenck bemerkt S. 310 selbst „Die Fortsetzung dieser relation 
stehet pagina 365, weil der Zwischen Raum schon beschrieben 
war" — bis S. 434 reicht. Diese Erzählung stimmt mit den 
von Trenck später in seiner Selbstbiographie gemachten An- 
gaben nicht überall überein, was wohl darin seinen Grund haben 
mag, dass Trenck den in der Bibel aufgezeichneten Bericht 
in der Gefangenschaft unter strenger Aufsicht, also unter Ver- 
hältnissen niedergeschrieben hat, wo er Vieles ofien nicht sagen 
durfte, Manches nur andeuten und Anderes sogar verschweigen 
musste, wogegen in der von Trenck in voller Freiheit ver- 
fassten Selbstbiographie Alles unverhohlen zu sagen erlaubt 
war. Die Erzählung schliesst mit folgenden Worten: „So 
bleibet mir nun schliesslich nichts übrig, als diejenigen in deren 
Händen ich bin, und gegenwärtig warhafftig freudig bin, so 
beweglichst, als wehmütigst zu bitten, sowol dieser meiner un- 
geschminckten Erzehlung, als der in meiner alten Bibel einge- 
tragenen Relation von meinem Schicksal eine mit menschlicher 
Fühlung begleittete Aufmerksamkeit zu gönnen : und wenn Sie 
sodann erkennen werden, wo mir der Schuh drücket, auch da 
«u sprechen, wo ich gezwungen schweigen muss. Beklage mich 
aber ein jeder nur seufzend, ohne das zu sagen, was er selbst 
einsiehet, und Unrecht erkennet so wird der gegen mich auf- 
gebrachte und von meinen Feynden hintergangene grossmütige 
gerechte König niemals versöhnet, folglich bleibe und werde 
ich ein Opffer warscheinlicher Vorurtheylle und des rasenden 
Verhängnisses, wie in folgender Erzehlung, der unglückliche 
Knert, den Leser überzeigen wird." Hierauf folgen Alt. Test. 

IT* 



236 Nachtrag zur Litteratur über Friedr. v. d. Trenck. 

S. 435 — 86 zwei der Form nach zwar von einander verschie- 
dene, aber dem Inhalte nach. mit einander verwandte Stücke 
in Versen, wovon das eine „Der entlarvte Held" betitelt, auf 
den unteren Rändern der Bibel, das andere auf den äusseren 
Seiten und in der Mitte der Verscolumnen geschrieben ist. 
Das letztere Stück führt die üeberschrift : „Erzeblung Knert 
und Cartousch", wozu Eingangs bemerkt ist: „Man lese die in 
meiner alten Bibel eingeschriebene Erzehlung von meinem 
Schicksal ; und setze sodann anstatt Knert, meinen Namen, und 
statt Cartousch, den Megrentz, so hat man den Schlüssel. u Die 
Erzählung schliefest mit den Worten: „Fragt Ihr wo ist der 
Knert? Wo lebt ein solcher Knecht? So leset was er schreybt! 
und sorget vor sein Recht! Finis. Sapienti sat." Das Stück 
von dem entlarvten Held endigt mit folgendem „Epitaphium. 
Hier liegt Cartousch der Held ! mit seinem Helden Geist ! der 
nach der Helden Recht, ein Alexander heisst. Macht Eure 
Augen auf, Ihr, die ihr gerne sieget! Seht diesen Schellmen 
an, der auf dem Rade lieget! fragt wie er hier gelebt! erforscht 
was Er gethan ! dann seht euch mit Vernunft, in Seinem Spiegel 
an! so werdet ihr den Geist, der in euch steckt, entdecken! 
und vor Eur eigen Bild, wie vor Cartousch erschrecken! Re- 
quiescat in pace, ne vivus noceat Heros!" Hieran schliessen 
sich ferner Alt. Test. S. 489 — 561 und 581 — 658 allerhand 
versificirte moralische Fabeln und Erzählungen, Son nette, Arien, 
Lieder, zum Theile in Französischer Sprache. Alt. Test. 
S. 562—80 und 659—67 sind leer geblieben. Das dem Um- 
fange nach allergrösste Stück findet sich Alt. Test. S. 668 — 1079 
und Neues Test. S. 111 — 288 unter dem Titel „Gedancken 
Über die mögliche Mittel zu gäntzl icher Veränderung der so 
genannten Politic, oder Staats-Klugheitsgrundsätze, und dem 
daraus folgenden, ewigen, und sicher ohne Unterbrechung zu 
erhaltenden Frieden der ganzen Chrystenheit. " Diesem Auf- 
satze, in welchem sich Alt. Test. S. 695 Trenck mit seinem 
wahren Namen nennt — während er sich an anderen Stellen 
Beines Tagebuches in der Regel mit dem Namen „Knert" be- 
zeichnet — ist eine Eintheilung in sechs Kapitel gegeben 
worden. Trenck schreibt: „Ein Buch, welches der Welt etwas 
neues vor die Augen legen, und die, durch so viele Tausend 
Jahre eingewurzelte Vorurtheylle Menschlicher Begriffe wider- 
legen soll, muss auf festen Pfeyliern gegründet seyn, um nicht 
im ersten Anblick lächerlich zu scheynen, und just das Gegen- 
theyl, gesuchter Wirkung zu erwecken. Um desto deutlicher, 
folglich auch weitläufftiger , muss der Vortrag geschehen. Da 
ich nun die Mittel vorschlagen will, durch welche unsere ganze 
Chrystenheit in einen ruhigen Frieden zu setzen, auch unver- 
brüchlich auf ewig sicher zu erhalten wäre, so müssen zuvor 



Nachtrag zur Litteratur über Friedr. v. $. Trenck. 237 

notwendig die Ursachen der Hindernisse genau angezeiget 
werden, welche dem Werke selbst entgegen sind. Ist dieses 
geschehen, dass ich die Irthümer, betrogener Meynnngen mit 
recht natürlichen Farben gemalet, und der Einsicht Kluger 
Geister, wahrer wirklichen, nicht scheynbaren Beschaffenheit, 
vorgeleget habe, so ist der Grund zu meinem Gebäude geleget, 
und dann soll Steine, und Kalck folgen, die zu völliger Auf- 
führung erforderlich sind. Ich theylle zu dem Ende mein 
Werck, in folgende Capittel ein, die ich vorläuffig abhandeln 
muss, weil die Folgen daraus fliessen, die meinen Zweck be- 
fördern. Cap. I. Von denen Temperamenten der Menschen, 
derselben Eigenschafften, Verschiedenheit, äusserlichen Kenn- 
zeichen, etc. etc. Item von der Sympatie, ansypatie, und der 
sogenannten Bluts Verwandschafft. Cap. IL Von der Seelen, 
oder denen Sinnlichen Wirckungen der denckenden Kräffte. 
Cap. III. Von der Liebe und Menschen Liebe als der Ursach 
warum wir sind. Cap. IV. Von denen Hindernissen der 
Menschlichen Pflichten : dem Geitz, Ehr- Herschsucht und Hel- 
den-Mut, auch denen Mitteln sich selbst kennen zu lernen. 
(Tap. V. Von der Stats-Klugheit, oder politic, und deren trau- 
rigen Folgen und vergeblichen Bemühungen, des so hoch be- 
strebten Gleichgewichts in Europa. Cap. VI. Von Dem schäd- 
lichen Vorrecht der Erstgeburt, item Nutzen, und Nachtheyl 
der Souverainitaet , Aristocratien und Democratien. Sodann 
folget der Vorschlag zu denen Mitteln ein neues Stats Systhem, 
und durch dasselbe einen ewig, unverbrüchlichen Frieden in 
Europa festzusetzen, und aus Bestien Menschen zu machen." 
Leider ist in der Trenckbibel, weil sie am Schlüsse defekt ist, 
nicht der vollständige Aufsatz erhalten geblieben : die Trenck- 
bibel enthält den Aufsatz nur bis nahe an das Ende des 
IL Kapitels. Den nicht von dem Aufsatze in Beschlag ge- 
nommenen Raum des Neuen Testamentes S. 3 — 110 füllen 
Trost-, Morgen-, Trauer-, Todes- und andere geistliche Lieder, 
"welche mit folgendem Verse schliessen: „Drumb Mensch, wenn 
dich das Unrecht quälet! weil du in Menschen Klauen bist. 
Wenn dir Geduld in Schwermut fehlet, ich rathe dir, denck 
"wie ein Chryst. So bist du stark, gross, glücklich, klug, und 
last an Jesu Trost genug! Felix quem decipit Paulus !" 



238 Die Litteratur der Schleswig-Holstein'schen Frage. 
[586.] Die Litteratur der Schleswig-Holsteürscheii Frage *). 

(Fortsetzung.) 

SBicner Slctenfiücfe gur ©d)te$tMg?$otfteinifdjen ©uccefjionSfrage, af$ 
Stadjtrag gu ben urlunblt^en Setlogen ber 33egrünbung ber ©uccef* 
{lottSanfprüdje ©r. fönigl. £ol)eit be$ ®rof#erjog$ 9?icotau8 griebridj 
Sßeter ö. Dtbenburg auf bie $er$ogtl)ümer ©djteShrig ^olftetn. 
Dlbenburg, ©d)ut$e. 1865. gr. 4°. VII, 104 ©. mit 1 Sab. 
" fx. n. 20 9?gr. 

S3Ude in bie 33ergangenl)eit, ©egenttmrt unb 3 u * un f t i nx nötigen 
Seurtljeitung ber preugifdjen „gorberungen" in ®d)Ie8ttHg*|)oIftein, 
unb jur SSe^ergigung an alle aufnötigen 33atertanb$freunbe, in$be* 
fonbere an bie bemnädjft einguberufenben 2anbtag$*3lbgeorbneten 
in ben ©tbfjerjogtfjümern gerietet. SSon einem fteinfiaatüdjen 
©rofcbeutfdjen. granffurt a. 9K., 33aift in (£omm. 1865. 8°. 
16 ©. $r. n. 2 Sftgr. 

S)ie 3toangS*9lnne£ion unb ber fd^te$tmg=l)oIfteinif<f}e Sanbtag. SSon 
91. ^Bürger. «Itona, SKenfcet. 1865. 8°. 30 ©. <ßr. n. 
5 SWgr. 

$reuf$en$unbDeflretd^$$Re<Ijt; ober: ©ültigfeit be$ £fjronfotgegefefce$ 
öom 31. Suli 1853, ©täuben, Agnaten unb 33unb gegenüber, 
im £mbti(f auf bie ^arteiftettung in 3)eutfd)tanb unb SDänctnarf, 
erörtert öon Saron (£. 3)tr<finä*§ofmfelb. ^toeite frembirte) 
Auflage. 2Kai 1865. Hamburg, ©ijarbtuS. 1865. 8°. 48 ©. 
$r. n. 10 9?gr. 

2)ie Stbljerjogrtjümer feit bem 6. Styrit 1865. Hamburg, galcfe. 
1865. gr. 8°. 31 ©. $r. 5 Wgr. 

2)er ®ang ber *ßreuj$ifd)ett ^ßotittf in ber ©$le$totg*£oIfleinifdjen 
Angelegenheit t>om 9?ot>ember 1863 bis jum 3uni 1865. Berlin, 
2)ecfer. 1865. gr. 8°. VIII, 188 ©. $r. 15 9?gr. 

Sßedjtüdje. fflebenfen betreffenb bie Slnfprüdje auf ©ucceffion in bie 
£erjogt!)ümer $otflein, ©djleSttrig unb 2auenburg. ©eparat* 
Übbruif au8 ben 3afjrbüd)ern für ©efellfdjaftS* unb ©taatstmffen* 
f dfjaften (33b. III. £eft 6). herausgegeben t>on Dr. 3. S. Olaf er, 
^rofeffor ber <£>taatQ* unb Sameratttuffenfcijaften. SSerlin, §erau$g. 
1865. gr. 8°. 2 33U. 86 ©. $r. n. 15 SKgr. 

§oIpein ober SSenetien, bie SBafjt unb bie Dual DeßerreidjS. SSerlin, 
©tilfe & t>an 2Kugben. 1865. 8°. 31 ©. *ßr. n. 5 SRgr. 

* 2Ba$ fott auö ©djteStmg * £offkin derben? Sine grage für ba$ 
Soll öon ©nent au$ bem SSotfe. SSerfin, Utfjemann & SKüHer. 
1865. 8°. 23 ©. $r. n. 1 S«gr. 



*) In der Leipziger Zeitung 1865 findet sich ein „Die preiissi sehen 
Erbansprüche an Schleswig- Holstein I — III.** betitelter Aufsatz in Nr. 
162. & 3603—5, Nr. 163. S. 3631—33, Nr. 165. S. 3671—72. 



/> 



Die Litteratur der Schleswig-Holstein'schen Frage. 239 

Bie SfaSfaugintg ber #er$ogtfjümer ©djte$tmg*£offleitt. Sraunfdjtoeig, 
»iewcg u. ©oijn. 1866. 8°. 16 @. $r. n. 2\ SKgr. 

* ©dj(e8nrig*$olfteitt SKeerumfdjfongett. Ärieg* unb grtebenSbitber " 
au« betn Saljre 1864 oon ©raf äbetbert Saubtffin. £ft. 
9— 12 (©djtufc). Stuttgart, £aH6erger. 1865. 4°. 257—375®. 
mit eutgebrutfi. §o{gfd)nittcn. *ßr. ä 6 9?gr. 

* Up etoig uugebeelt! ©d)le$tuig*§otjtein 1848 — 1864. föoman 
au« bcr iüugficu @efd)icfjte bcr £ergogtfjümer. 93om ©rafen 

.©fauiStau« ©rabotoSfi. Oft. 17 — 20. (©djlufe.) Serün, 
8cm!c. 1865. gr. 8°. 4. 33b. ©. 81—343. $r. ä 4 SRgr. 

* gefteebe am ©eburtätage ©r. £ofjeit £erjog fjriebrtc^ VIII. im 
©aale be8 SUtonaer 33ürgerberein$, gehalten bon Dr. 21. 3. g. 
£enridjfen. Slttona, 9Renfcet. 1865. gr. 8°. 18 @. $r.' 
3 SRgr. 

* $om ©anetoerf bi« Sttfen. 3um 29. 3uni 1865. (Sin @ebenf= 
Matt für alle toatfere Preußen, in 4 Siebern. 2Jon gr. §ulbe. 
SBittenberg, £errof6 in @omm. 1865. 16°. 7 ©. $r. n. 

* S)ie ^Befreiung ©d)te8ttng*,£>otftetn$ bom £)änen*3fod)e im 3. 1865. 
©u 33udj ber ßrinnerung für ba$ beutfije 33oK unb gur SSerljerr* 
ßdjung be« erfien ©iegeS feinet ttriebercru>ad}ten -KationalgefüfjlS. 
©Ott <£. 335. 3. Oft. 2—7. Deberan, ©djteftnger. 1865. gr. 4°. 
©..17—112 mit 6 cotor. ©teintaf. $r. ä 3 9*gr. 

* SJon (Stfernförbe bis ©onberburg. 9Kujtfa{ifd)=bectamatorifdje geier 
be$ glorretdjen 2)änenfriege8 bom 3. 1864. Sltt unb 3ung im 
lieben SJaterlanbe barge6oten bom 9tcct. granj finautfj. 39ran= 
benburg, SBiefife. 1865. 8°. 31 ©. <$x. n. 4 9?gr. 

Sin ©trauß für ©djteSttrig Don gebor bon Äö^en. 35erlin, 
»2)un<fer. 1865. gr. 8°. 111 ©. <J3r. n. 25 9?gr. 

* Kriegschirurgische Aphorismen aus dem zweiten schleswig- 
holsteinischen Kriege im Jahre 1864 von Dr. Albert Lücke, 
Professor der Chirurgie in Bern. Mit 3 lith. Tafeln und 
(eingedruckt.) Holzschnitten. Berlin, Hirschwald. # 1865. 
gr. 8°. 2 Bll. 150 8. Pr. n. 1 Thlr. 10 Ngr. 

Kriegschirurgische Erfahrungen auf dem administrativen und 
technischen Gebiete während des Krieges gegen Dänemark 
1864 von Dr. Alexander Ochwadt, Chef und Oberstabs- 
arzt. Mit sechs Tafeln Abbildungen. Berlin, Mittler & Sohn. 
1865. gr. 8°. XXXI, 382 & XIX S. mit 1 Tab. u. 6 Taf. 
Pr. n. 3 Thlr. 

Sie ®ämfd)e £)ftfee*g$cabre 1864. SSon einem ©ee^Dffigier. Serlm, 
SDtittler unb @o$n. 1865. 8°. 2 33H. 41 ©. $r. n. 6 9?gr. 

*$reu6ifdje$ ©$e$ttrig*£olftein* 91332. 2)idjtung bon S. g reifer r 
b. afced&enberg. Oranienburg. (Berlin, 2KüHer.) 1865. 16°. 
24 ©. $r. n. 6 9?gr. 



240 Die Buchhändler- u. Buchdrucker-Signete d. neueren Zeit. 

Der Ärieg unb ©d)te$ttrig*|)otftem ober S)onl in (Srinnenmg. (Sin 
. QpoS t>on 2Bi(l)elmine bon ©tjbon* Srfurt, 33artljotomäu8. 

• 1865. ft. 8°. (ober gr. 16°.) 36 ©. $r. u. 7* SRgr. 

^reufjtfdjer Uebermutl) int ©etoanbe t>ermeintUdjer ©taat$toei$l)eit. 
©n Denlgettel für ben Unit)erfttät« = ^ßrof effor £erm öon ©tjbet 
in 93onn. SSon einem beutfdjen Patrioten, granffurt a. SR., 
»aifc in gomm. 1865. 8°. 8 ©. $r. n. 1 5Rgr. 

ÜDer Ärieg gegen Dänemor! im 3aljre 1864. Gearbeitet Dan ©. 
®r. 2B., föönigt. $reuf$ifd)em ©eneralftab^Dfpjier ber oerbünbeten 
Slrmee, ÜKit Seilagen, Äarten unb planen. Sief. 5. Sertin, 
Dundfer. 1865. gr. 8°. 321—400 ©. $r. n. 12| 9?gr. 
(Wird fortgesetzt.) 



[587.] Die Buchhändler- und Buchdrucker-Signete der 
neueren Zeit. 

Im Anz. J. 1864 S. 394 habe ich folgende „Bitte und 
Aufforderung" veröffentlicht: „Es ist bekannt, welchen Werth 
man, und mit vollem Rechte, auf die Kenntnisse der alten 
Buchdruckersignete legt. Man hat sich desshalb auch von 
Seiten der Bibliographen sehr fleissig mit Sammlung dieser 
Signete beschäftigt, und vom Buchhändler L. C. Siivestre in 
Paris ist seit dem J. 1853 unter dem Titel „Marques typogra- 
phiques" ein eigenes grösseres Werk veröffentlicht worden, in 
welchem sich die „monogrammes, chiffres, enseignes, emblemes, 
devises, r6bus et fleurons des Libraires et Imprimeurs" haupt- 
sächlich in Frankreich vom J. 1470 bis zum Schlüsse des 
XVI. Jahrhunderts zusammengestellt finden. Nachdem der Ge- 
brauch von Seiten der Buchhändler und Buchdrucker, sich 
Buchdruckersignete zu bedienen, eine Zeit lang etwas in Ab- 
nahme gekommen war, hat man in neuerer Zeit wieder mit 
einer gewissen Vorliebe begonnen, die Verlags- und Druck- 
werke durch eigene Signete zu kennzeichnen. Ich brauche 
nun zwar wohl nicht zu erwähnen, dass diesen neueren Sig- 
neten keineswegs die nämliche Bedeutung beizumessen sei als 
den älteren, aber es dürfte sich immerhin der Mühe verlohnen, 
auch eine Sammlung der neueren Signete zu versuchen , zumal 
eine solche Sammlung mit jedem Jahre ein grösseres Interesse 
gewinnen wird. Ich habe daher, vorausgesetzt, dass ich dabei 
von Seiten der betreffenden Herren Buchhändler und Drucker 
die erforderliche Unterstützung finde, den Plan einer solchen 
Sammlung ins Auge gefasst, und erlaube mir im Interesse der- 
selben hiermit öffentlich die Bitte auszusprechen, dass man 
mir Qlichö's von neueren Signeten mit Angabe der Zeit der 



Die Buchhändler- u. Buchdrucker-Signete d. neueren Zeit. 241 

Begründung der betreffenden Firma, und wann das Signet in 
Gebrauch genommen worden ist, auf dem Wege des Buchhan- 
dels gefälligst einsenden möge. Wer mir die Clichö's nicht 
gratis überlassen kann, Den bitte ich, mir zuvor ebenfalls auf 
dem Buchhftndlerwege Nachricht über den Kostenpreis zu geben. 
Ich würde zunächst die Clichtfs im Anz. zum Abdrucke bringen, 
und später die Abdrücke in einem eigenen Hefte zusammen- 
stellen." Dieser „Bitte und Aufforderung" haben die Redak- 
tionen der beiden Deutschen Buchhändlerorgane, nämlich des 
Börsenblattes für den Deutschen Buchhandel und der Öster- 
reichischen Buchhändler- Correspondenz, die Güte gehabt durch 
Abdruck in ihren Blättern weitere Verbreitung zu geben, erstere 
im J. 1864. Nr. 159. S. 2916, letztere im J. 1865. Nr. 4. S. 
28 — 29. Obschon ich mithin zu der Annahme berechtigt wäre, 
dass der Plan meines Unternehmens, dem doch sicher ein ge- 
wisses Interesse nicht abgesprochen werden dürfte, den be- 
treffenden Herren Buchhändlern und Druckern hinlänglich be- 
kannt geworden sein müsse, so sind doch bis jetzt erstaunlich 
Wenige meinen Wünschen mit den entsprechenden Anerbietungen 
entgegengekommen, und es würde desshalb wohl nicht weiter 
zu verwundern sein, wenn ich die Ausführung des Planes ganz 
und gar aufgäbe. Gleichwohl habe ich bei reiflicher Ueber- 
legung gefunden, dass ich, trotz der bisherigen wenigen An- 
erbietungen, dennoch das Unternehmen noch nicht aufzugeben 
brauche, ich gebe mich vielmehr der Hoffnung hin, dass, wenn 
nur einmal der Anfang gemacht worden ist, dann dem Bei- 
spiele der Wenigen, die bis jetzt meiner „Bitte und Aufforde- 
rung" entsprochen haben, noch recht Viele folgen, und mir 
und meinem Unternehmen ihre Theilnahme schenken werden. 
Also, frisch die Hand ans Werk und angefangen! 

Nr. 1. Die Buchhandlung von F. A. 
BrockhauSj gegründet in Amsterdam 1805, 
übergesiedelt nach Leipzig'seit Ostern 1817. 
Besitzer: Heinrich Brockhaus seit 1. Jan. 
1850, Dr. Heinrich Eduard Brockhaus (Sohn) 
seit 1. Juli 1854 und Heinrich Rudolf Brock- 
haus (Sohn) seit 1. Juli 1863. Das Signet 
ist bei Gelegenheit des fünfzigjährigen Ge- 
schäftsjubiläums eingeführt worden, und 
* Nr. 1. 8eit 18 5 6 in fl^f verschiedenen Grössen in 

Anwendung gekommen. 

ScrlogSlatatog *on g. «. Srotfjau« in Seidig. 1857. gr. 8°. 2 33H. 
156 ©. — Wa^trag 1857-63. gr. 8°. 40 @. 




242 Die Buchhändler- u. Buchdrucker-Signete d. neueren Zeit. 





Nr. 2. Die Verlagsbuchhandlung 
von JB. G. Teubner in Leipzig, ge- 
gründet 21. Febr. 1811. Besitzer: 
Christian Adolph Rossbach seit l.Oct. 
1853 und Albin Ackermann seit 
21. Jan 1856. Von den beiden Sig- 
neten ist dag einfachere bereits seit 1826, das verzierte seit 
1647 eingeführt, beide sind aber noch gegenwärtig, je mit 
Rücksicht anf das typographische Arrangement der Titel, neben 
einander in Anwendung. 

Verlags-Katalog von B. G. Teubner in Leipzig. Ausgegeben 
am 21. Februar 1861, fünfzig Jahre nach Gründung der 
B. G. Teubner'schen Buchdruckerei, gr. 8°. XII, 138 S. Mit 
Portrait von B. G. Teubner. — Erster Nachtrag 1861—62. 
gr. 8°. 40 S. 

Nr. 3. Die Verlagsbuchhandlung von Louis 
Ehlermann, gegründet in Hannover 1823, 
übergesiedelt nach Dresden seit 26. August 
1860. Besitzer: Louis Ehlermann seit April 
1845. Das Signet ist seit 1858 in Gebrauch. 

SkrlagSberidjt bon 2om3 ©fjtermatm in 2)re$ben. 
©eptember 1862. 8°. 16 @. 

Nr. 4. Die Buch- und Kunsthandlung 
von Richard Mühlmann in Halle a. S., seit 
23. December 1840, gegründet 1821. Be- 
sitzerin: Wwe Lina Mühlmann, geb. Hirsch, 
seit 1. Mai 1850. Das bis jetzt nur auf 
Katalogen in neuerer Zeit benützte Signet 
ist in ähnlicher Weise auch schon früher 
von Anderen in Anwendung gewesen. 
33ertag8*$atatog bon SRtdjarb SKüfjtmann in 
£aße a. @. 1861. ft. 8°. 39 ©. 

Nr. 5. Die Buch- und Anti- 
quarhandlung von List SFrancke 
in Leipzig, gegründet 2. Jan. 1862. 
Besitzer: Felix List und Hermann 
Francke. Das Signet, welches dem 
von einem der ersten Leipziger 
Buchdrucker, Martin Landsberg 
aus Würzburg, geführten Ge- 
schäftszeichen nachgebildet wor- 
den, ist von Begründung der 
Handlung an auf den Titeln der 
Antiquarkataloge im Gebrauche. 



Nr. 3. 





Nr. 5. 



Die Sehloss-Bibl. zu Parma. Von d. Geheimr. Neigebaur. 243 



Nr. 6. Die Antiquarhandlung von 
Ernst A. Zuchold in Leipzig, ge- 
gründet 15. Aug. 1861. Das von 
Begründung des Geschäfts an auf den 
Titeln der Antiquarkataloge im Ge- 
brauche befindliche Signet ist dem seit 
mehr als 200 Jahren von der Familie 
des Besitzers geführten Wappen nach- 
gebildet. Der Helmschmuck stellt, der 
Sage nach , einen seine Jungen mit 
seinem Blute nährenden Pelikan dar. 




Nr. 6. 



[588.] Die ScMoss-BiWiothek zu Parma. 

Von dem Geheimrathe Neigebaur. 
(Schluss.) 

Carl III. war insofern ebenfalls ein Beförderer der von 
seinem Vater hierher gebrachten Bibliothek, dass er mehre 
Seltenheiten sammelte. Nach seiner im Jahre 1849 erfolgten 
Ermordung gab dessen Wittwe dieser Bibliothek einen beson- 
dern Bibliothekar Namens Alliani, welcher aber bereits 1854 
starb und dem der jetzige Bibliothekar Bertani folgte, unter 
welchem erst die oben berührte Bibliothek von Coiorno mit der 
aus Lucca hierhergebrachten im Jahre 1856 vereinigt wurde; 
derselbe war zugleich Vice-Bibliothekar der damaligen herzog- 
lichen, jetzigen National-Bibliothek , unter seinem Oheime Pez- 
zana, über welchen der Einsender anderweit Nachricht ge- 
geben hat. Auf diese Weise enthält diese Schloss - Bibliothek 
nebst den in der Regierungszeit der letzten Herzogin als Vor- 
münderin angeschafften Büchern eine Anzahl von 50,000 Bänden. 
Nachdem nunmehr die obenerwähnte Vereinigung derselben 
"mit der aus 160,000 Bänden bestehenden National- — früher 
herzoglichen — Bibliothek entschieden ist, beide auch mittels 
eines Ganges in Verbindung stehen, wird Parma eine höchst 
bedeutende Öffentliche Bibliothek erhalten, um so mehr, da jene 
beiden Bibliotheken dann gemeinschaftlich unter dem jetzigen 
Oberbibliothekar Odorici aus Brescia stehen, welcher der ge- 
lehrten Welt durch folgende Werke bestens bekannt ist: 
1845. 1. Antichitä Cristiane di Brescia. Volume in foglio, 

con tavole disegnate dair autore. Brescia. La se- 

conda parte fu pubb. nel 1859. Tipi S. Barnaba 

in Brescia. 
1850. 2. Storie Bresciane dai tempi di Arrigo VII cioö dal 

1311 sino a tutto il 1426. Tipog. Venturini. 

Brescia. 4°. 



244 Die Schloss-Bibliothek zu Parma. 

1861. 3. I Bresciani del 1512. Ricerche istoriche. 

l.° Valerio Paitoni — 2.° Gian Giacomo Martinengo 
(in foglfo). 

4. Le cronache di Brescia. Volumetto in 16°. Brescia, 
tipog. Speranza. 

5. Brescia Romana. Parte l*in8°; tip. Gilberti. Brescia. 
1852. 6. Storie Bresciane dai primi tempi sino all' etä nostra, 

con tavole. In 8°. Brescia. Sono usciti X volumi, 
ora fc in corso 1' XI. 
1854. 7. II Ferramola. Storia Bresciana del sec. XVI. 

8. L'Antico Duomo di Brescia. Memoria del Conte 
Giulio Cordero di S. Quintino pub. con note. 

9. Brescia romana e sue cristiane memorie. Con ta- 
vole. Tip. Gilberti; in 8° grande. In nur 15 Exempl. 

10. Codice diplomatico Bresciano dall' YII al secolo 
XIII in sette parti; in 8°. Brescia. 

11. Memorie Storiche di Valcamonica. Tip. Venturini. 
Vol. in 8°. piccolo. Brescia. 

12. Camillo Ugoni; Vita. Brescia. 

1856. 13. L'Assedio di Brescia del 1438. Racconto in 8°. 

Milano, Ripamonti. 

14. Giuseppe Brunati; Vita. In 8°. Tip. Gilberti. Brescia. 

15. Memorie storiche di Volciano terra Benacense. In 8 °. 
Tip. Gilberti. Brescia. 

16. Un Antico Sarcofago Mantavano illustrato; in foglio 
con tavole. Mantova. 

17. II Codice Diplomatico del Capitolo Cremonese. in 8°. 
Firenze. 

18. Antichitä di Cremona illustrate nei Monum. Cremonesi 
del Robolotti; con tavole; in foglio. Cremona. 

19. Ueber die Familie Malaspina und Farnese in dem 
grossen Werke von Litta über die Italienischen* 
berühmten Familien. 

20. I Congiurati Bresciani del 1512 ed il pröcesso che 
li riguarda, con docum. inediti. Nälle Cronache 
Lombarde del Müller; in 8°. 

21. La Sicilia militarmente descritta nel Sec. XVI da 
Ferrante Gonzaga suo vicere. 

22. II Card. Uberto Gambara; in fog., con documenti. 

23. I due Lacoonti. Trattazione artistica. Venezia. in 8°. 

1857. 24. La Battaglia di Rudiano (1197) ed il cantico dei 

Bresciani di quella batt. ; con docum. inediti. in 8°. 
Milano p. Ripamonti. 
25. I due Bellintani di Salö ed il Dialogo della peste, 
nel T. II . delle Cronache Lombarde del Müller; in 8°. 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 246 

26. La Pia Signora. Raoconto Istoricho contemporaneo. 
in 8°. Milano p. Ripamonti. 

1858. 27. Memorie del Castello di S. Feiice; in 8°. con docu. 

Tip. Gilberti. Brescia. 

1859. 28. Bianca Capelio. Nuove ricerche con lettere inedite 

della stessa ed altri docnmenti, 1861 seconda edi- 
zione aumentata. Milano, Ripamonte. 

1860. 29. Lettere inedite dell' Abate Giuseppe Taverna ; in 4°. 

Brescia, Gilberti. 

30. Cenni -storici snlle fabbriche d 1 armi di Valtrompia; 
in 8°. Brescia p. Venturini. 

31. Dello Spirito d'associazione di alcune citta Lom- 
barde nel medio evo con docum. Firenze per Vieus- 
seux. NelP Archivio Storico. 

32. La 8Comunica di Paolo V e le citta di terra ferma. 
Firenze p. Vieusseux. 

1862. 33. Pietro Micca ed il Piemonte de tempi snoi. Milano 

p. Ripamonti. 

34. Le Streghe di Valtettina e la S* Inqnisizione. Con 
doc. ined. Milano p. Ripamonti; in 8°. pic 

35. Arnoldo da Brescia. Ricerche istoriche. Brescia 
■per Romiglia; in 16°. 

36. Vittoria Accoramboni. Cronaca ined. contemp., con 
docum., in qnarto. Milano, p. Ripamonti. 

1863. 37. Barbara San Vitali e la congiura Parmigiana del 

1611. con docnm. Milano p. Ripamonti; in 8°. pic. 

1864. 38. Pier Luigi Farnese e la congiura Piacentina del 

1547. Milano, per Ripamonti (con docnmenti in- 
editi); in 4°. 

39. La Cattedrale di Parma illustrata con tavole in 
parte disegnate dalF autore. Nel periodico L'In- 
gegnere Architetto. 

40. Memorie Storiche della Biblioteca Nazionale di 
Parma divise in tre parti. 

Dieser verdienstvolle Bibliothekar lässt jetzt bereits 
einen grossen Saal zur öffentlichen Benutzung beider Biblio- 
theken bei Abendbeleuchtung im unteren Stockwerke anlegen, 
indem es seinen Bemühungen gelungen ist, die frühere Hof- 
Apotheke daraus zu entfernen. Auch der Eifer der Leser ist 
in stetem Zunehmen begriffen, wie denn im Jahre 1864 deren 
9600 sich einfanden, und täglich über 80, nicht blos Stu- 
denten der hiesigen Universität sondern auch Erwachsene er- 
schienen. Die hiesige Universität befindet sich in blühendem 
Znstande, da die wissenschaftliche Bildung bei den ersten 
Klassen der Gesellschaft in hoher Achtung steht, und in den- 
selben die Wissenschaften gepflegt werden, so dass ein reicher 



246 Die Stadtbibliothek in Breslau. 

Markgraf La Rosa an der hiesigen Universität Professor der 
Physik ist. Der reiche Graf Sanvitale, von den früheren Herren 
von Parma, von den Farnese, abstammend, selbst Schriftsteller, 
ist ebenfalls zugleich als Mitglied des Gemeinde-Rathes eifriger 
Förderer der Wissenschaften; seine hochgebildete Gemahlin 
ist die Tochter der Wittwe Napoleon's I., welche den Grafen 
Neuperg geheirathet hatte. Unter solchen Verhältnissen ist 
auch die hiesige Deputation zur Herausgabe der vaterländi- 
schen Geschichtsquellen sehr thätig, welcher der Graf Jacob 
Sanvitale vorsteht, ein Oheim des Obengenannten; eines der 
eifrigsten Mitglieder ist der gelehrte Ronchini, welcher bereits 
viele Chroniken u. 8. w. f die -Geschichte Parmas betreffend, 
herausgegeben hat, für welche Arbeiten sich jetzt durch die 
obenbemerkte Vereinigung der Schloss- Bibliothek mit der Na- 
tional-Bibliothek eine neue Quelle öffnen wird, indem sich in 
der erstem auch das Familien -Archiv der Bourbons befindet, 
welche nach den Farnese hier als Herzöge auftraten, dann 
aber nach Lucca kamen, als die Bourbonische Königin von 
Hetrurien, die Mutter des Herzogs Carl IL, von Napoleon nach 
Lucca versetzt ward. 



[589.] Die Stadtbibliothek in Breslau. 

Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 

Dass das Gemeindewesen in Preussen neben der früheren 
Bureaukratie seine naturgemässe Stellung einzunehmen beginnt, 
kann man an der neuen Schöpfung in Breslau, der eben jetzt 
in der Einrichtung befindlichen Stadtbibliothek, wahrnehmen. 
Die Bibliothek der Universität Breslau besitzt zwar eine sehr 
ansehnliche und trefflich verwaltete Bibliothek, allein sie ist 
wöchentlich nur etwa 10 Stunden dem öffentlichen Gebrauche 
zugänglich, während die der Universität zu Turin täglich über 
10 Stunden benutzt wird. Ohnerachtet in der Provinz Schlesien 
noch jetzt in den Dörfern der Gutsherr die Gemeinde vorstellt 
und geborene Polizei -Obrigkeit ist, wenn er auch nicht mehr 
wie bis 1806 und wie noch jetzt in Mecklenburg die Prügel- 
Gerechtsame ausüben kann, so war doch in den Städten den 
früher besoldeten Beamten eine von ihren Mitbürgern frei ge- 
wählte Versammlung an die Seite gestellt worden. Die Be- 
wegungen der neuesten Zeit hatten auch in Preussen die Folge, 
dass die Stadtverordneten mehr zur Geltung kamen, und dess- 
halb sich mehr Männer fanden, welche ihre Zeit und Erfahrung 
unentgeldlich der Gemeinde -Verwaltung zuwandten, wodurch 
ihre Beschlüsse nach Oben mehr zur Geltung kamen und das 
ihnen geschenkte Vertrauen auch nach Unten dahin wirkte, dass 
der sonst nicht zu verkennende Hass der unteren Klassen sich 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 247 

verwischte. Es kam daher auch in Breslau endlich dahin, 
dass den Stadtverordneten angemessene Räumlichkeiten be- 
schafft wurden, nachdem sie sich stets bisher mit gemietheten 
Zimmern hatten behelfen müssen. Seit 1859 wurde neben 
dem im 14. Jahrhunderte erbauten Gothischen Rathhause an die ' 
Stelle des alten sogenannten Leinwand- oder Schmetter-Hauses 
ein in demselben Stile gehaltenes Gebäude für die Stadtver- 
ordneten errichtet und von dem städtischen Baurathe v. Roux 
unter Anwendung mancher alten Ornamente tüchtig und mit 
Geschmack ausgeführt. Dabei wurde der unter den für den 
Gebrauch der Stadtverordneten notwendigen Räumen gelegene, 
auf 18 Säulen stehende, gewölbte grossartige Saal für die Auf- 
stellung einer städtischen Bibliothek bestimmt. Dieser mit 
Geschmack ausgeführte, die Länge des ganzen Gebäudes ein- 
nehmende Saal, von dem 5 besondere Räume durch Glaswände 
abgesondert sind, wird jetzt zur Einrichtung der Stadtbibliothek 
benutzt, und es haben sich die Stadtverordneten Breslaus da- 
durch ein bleibendes Denkmal errichtet; denn das Ergebniss 
aller Nachfragen über den Schöpfer dieser Anstalt ist, dass 
dieser Gedanke von den Stadtverordneten Breslaus ausgegangen 
ist. Nachdem auf diese Weise die Stadtgemeinde Breslau für 
wirklich höchst anständige Räumlichkeiten für eine städtische 
Bibliothek gesorgt hatte, wurde auch für eine dem entspre- 
chende Aufstellung derselben dadurch zweckmässige Vorsorge 
getroffen, dass man zur Berathung den Dr. Pfeiffer zuzog, 
welcher an der Breslauer Universität mit bedeutendem Erfolge 
die Deutsche Litteratur vorträgt. Es sind daher die Reposi- 
torien sehr geschmackvoll von Eichenholz gearbeitet und so 
zweckmässig aufgestellt worden, dass bei der grössten Raum- 
ersparniss und der zweckmässigsten Benutzung das Ganze 
einen befriedigenden Eindruck macht. Eine besondere Ab- 
theilung ist für die Kupferstiche, eine andere für Handschriften, 
eine andere für litterarische Seltenheiten u. s. w. bestimmt. 
Durch das Arbeitszimmer der Bibliotheksbeamten gelangt man 
in dies grossartige litterarische Heiligthum und gegenüber in 
das wohl eingerichtete Lesezimmer. 

Der wissenschaftliche Inhalt dieser Räume entspricht aber 
auch vollständig denselben. Es. ist nämlich der Stadt Breslau 
gelungen, hier 3 Bibliotheken zu vereinigen, welche sich in 
dieser Stadt grossentheils unbenutzt befanden. Die erste der-' 
selben ist die Rhediger'sche Bibliothek, von welcher in dem 
Serapeum Nr. 24 vom Jahre 1867 unter der Ueberschrift 
„Bibliothek in der Elisabeth -Kirche" Nachricht gegeben 
worden ist, deren Katalog damals von dem erwähnten Dr. Pfeiffer 
angefangen ward. Damals wurde die Anzahl der dazu ge- 
hörigen Bände auf 50,000 veranschlagt, jetzt, nachdem der 



248 Die Stadtbibliothek in Breslau. 

Zettelkatalog. beendet worden ist, beträgt deren Anzahl gegen 
80,000. Diese nach dem Stifter die v. Rhediger'sche genannte 
Bibliothek ist bereits ans den früheren sehr beschränkten un- 
zweckmässigen Räumen in diesen neuen Saal versetzt worden 
und erfreut sich der zweckmässigsten Ordnung nach den ver- 
schiedenen Fächern der Wissenschaft, muss aber nach der 
Anordnung des Stifters stets abgesondert bleiben; wogegen die 
Handschriften, Incunabeln, seltene Drucke, Münzen und Auto- 
graphen zwar in einem besonderen Saale aufgestellt werden, 
aber ebenfalls nach den früheren Stiftern gesondert. Für die 
Kupferstiche, besonders aus der Rhediger'schen Sammlung, ist 
ebenfalls ein besonderer Saal gemeinschaftlich bestimmt. Diese 
beiden Abtheilnngen werden noch längere Zeit erfordern, ehe 
sie vollständig aufgestellt sein werden, da die Menge der 
hierher gehörigen Schätze sehr gross ist und zum Theil bisher 
unbekannt und wenig zugänglich gewesen war. So weit jetzt 
die Handschriften der Rhediger'schen Bibliothek zugänglich 
sind, dürften die folgenden die vorzüglichste Beachtung ver- 
dienen. Die älteste Handschrift ist hier der Codex quatuor 
evangeliorum latinus, den der Philologe Scheibel zu Breslau, 
bereits 1763 beschrieben hat; er sah denselben als eine Quelle 
der Vulgata an, worin ihm auch Ernesti und Rosenmüller 
folgten, bis der verstorbene gelehrte Professor der Theologie 
zu Breslau, David Schulz, in einem Programme von 1814 
nachwies, dass dieser Codex vor der Vulgata Lateinisch aus 
dem Urtexte übersetzt worden sei und zu den Uebersetzungen 
gehöre, welche Antehieronymianae genannt werden, wie die 
Codices zu Vercelli, Verona, Corvey, Brixen u. s. w., welche 
zur alten Versio Itala gehören. Der hiesige Codex ist auf 
Pergament geschrieben, enthält 295 Blätter, und haben die 
Verzierungen beinahe dieselbe Form, wie der Codex argentens 
zu Upsala; leider fehlen die ersten und letzten Blätter. 
Dieser Codex, welcher dem 7. Jahrhunderte angehört, wird 
nächstens von dem bekannten Philologen Professor Friedrich 
Haase in Breslau in den Universitäts-Programmen herausgegeben 
werden. Eine andere alte Handschrift ist folgende: Villerami 
Merseburgensis paraphrasis duplex in Canticum canticorum, 
aus dem 11. Jahrhunderte, welcher Pergament-Codex von Hoflf- 
mann von Fallersleben herausgegeben worden ist, ehe er als 
Bibliothekar nach Corvey ging. — Von den zahlreichen hier 
handschriftlich vorhandenen Classikern erwähnen wir zuerst 
die Ilias von Homer auf Pergament vor dem 14. Jahrhundert 
über eine ältere Handschrift geschrieben, welche besonders 
desshalb als Palimpsest merkwürdig ist, weil, so viel aus 
einzelnen Stellen ersichtlich, diese Ilias über ein theologisches 
Werk geschrieben wurde, wogegen gewöhnlich klassische 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 249 

Werke In den Kidstern zn theologischen Schriften benutzt 
worden. Allein dafür ist auch dieser Homer augenscheinlich 
in Griechenland geschrieben; auch enthalten die ersten Blätter 
Federzeichnungen, welche Kämpfe der Homerischen Helden 
darstellen. — Ferner nennen wir eine Ilias auf Papier, welche 
von einem Griechischen Bischöfe, Michael Apostoüus, der bei 
der Eroberung Constantinopels durch die Türken nach Creta 
geflohen war, daselbst aus Armuth abgeschrieben wurde; 
ebenso eine Odyssee von demselben Bischöfe geschrieben; eine 
Myobatrachomachia aus dem l4. Jahrhundert, ein Hesiodus 
aus dem 16. Jahrhunderte mit Scholien, ein Pindar desgl. — 
Vom Salust, Ovid, Seneca, Lucan, Cicero, Plinius, Caesar, 
Terenz u. s. w. sind mehre Handschriften vorhanden, auch 
fehlt nicht Yalerius Maximus, Asinius Pollio, Calpurnius, Boe- 
thius, Aulus Gellius, Juvenal u. s. w., so dass diese reiche 
Sammlung erst recht bekannt werden wird, wenn der Katalog 
beendet sein wird. Hier machen wir noch auf einen Virgil 
aufmerksam, welcher von Arnoldus Placidus im 13. Jahrhunderte 
in Italien mit einer Geschichte der Gründung von Troja ver- 
sehen worden ist, und auch Commentare und Interlinearglossen 
enthält Dieser Codex ward 1440 zu Verona für 3 Dukaten 
verkauft. Unter den Handschriften von Lucan' s Pharsalica be- 
findet sich auch eine mit schönen Miniaturen ausgestattete, 
welche wenigstens dem 14. Jahrhunderte angehört. — Unter 
den Arabischen Handschriften zeichnen sich mehre Korane aus. 
Unter den Französischen ist der bekannte Froisard • wegen 
seiner schönen Miniaturen berühmt. Unter den Italienischen 
Handschriften erwähnen wir einen Dante auf Pergament mit 
trefflichen Miniaturen aus dem 14. Jahrhunderte, und einen 
anderen, 1461 von Anton de Grailariis geschrieben und mit 
einem Commentare und zwei Gedichten bereichert, mit der 
Bemerkung: Busonis de Gobbio et Jacobi Dantis filii als Ver- 
fasser. Unter den Polnischen Handschriften erwähnen wir nur 
eine Chronik auf Pergament, welche Herzog Ludwig von Brieg 
1360 kaufte. Unter den handschriftlichen theologischen Werken 
zeichnet sich besonders eine Lateinische Bibel auf Pergament mit 
Miniaturen aus dem 14. Jahrhunderte aus. Wenn der Katalog der 
hier befindlichen Handschriften beendet sein wird, dürfte man 
erstaunen über die Menge der hier vorhandenen handschrift- 
liehen Schätze, ohne die zu rechnen, welche Schlesien besonders 
betreffen. — Nicht minder bedeutend ist die Zahl und Wich- 
tigkeit der aus der Rhediger'schen Bibliothek hierher gekom- 
menen Incunabeln, von denen wir nur die zweite Deutsche 
Bibel von 1468 erwähnen, die zu Strasburg von J. Mentel 
gedruckt wurde; ferner die vierte Deutsche Bibel von 1470 
zu Nürnberg von Sensenschmidt gedruckt, endlich die fünfte 

18 



460 Die Stadtbibliothek in Breslau. 

Dfltitsche Bibel von 1475 zu Augsburg bei Zainer. Die zuerst 
erwähnte Bibel ist zugleich das älteste hier befindliche ge- 
druckte Buch mit Jahreszahl. Eine Vulgata in Venedig Ita- 
lienisch ron Vindelin de Spira gedruckt, ist ein schöner Perga- 
mentdruck; ein anderer ist: Hieronymi Stridonensis Epistolae, die 
auch mehrfach als das Epistolare des Hieronymus citirt werden, 
1470 von Schöffer zu Mainz, ferner die Lateinische Bibel von 
Schöffer zu Mainz 1472, eine gleiche 1477 bei Reichel in Basel 
gedruckt. Ausser mehren andreren Bibelwerken findet sich hier 
das Opus de casibus conscientiae per fratrem Astexanum, 1479 
zu Cöln; das Buch der Chroniken Deutsch durch Georg! um zu 
Nürnberg, 1493 bei Koburger; Eusebii historia, Mantoa 1479. 
Eine besonders wichtige Incunabel ist die auf Pergament ge- 
druckte Cosmographie des Ptolomäus nach der Lateinischen 
Uebersetzung des Jac. Angelo, zu Ulm 1482 mit vielen Karten, 
wie es scheint, in Farbendruck erschienen. 

Besonders reieh ist die für denselben Saal bestimmte Samm- 
lung von Autographen, in einer ganzen Reihe von Bänden 
gesammelt; auch findet sich hier ein in Wittenberg 1533 ge- 
drucktes neues Testament in Deutscher Uebersetzung von 
Luther mit eigenhändigen Anmerkungen des Reformators. 
Diese Autographen-Sammlung gedenkt der Dr. Pfeiffer, welcher 
mit der Ordnung der Stadtbibliothek beschäftigt ist, herauszu- 
geben; ein sehr schwieriges Werk, da die Tausende der 
einzelnen Briefe ohne alle Ordnung eingeheftet wurden, wie 
sie nach und nach eingingen; es befinden sich darunter mehre 
Briefe von Luther, Melanchthon und anderen Reformatoren, 
grÖ8stentheils noch ungedruckt. — Die Rhediger'sche Münz- 
sammlung, ebenfalls aus mehren tausend Stücken bestehend, 
befindet sich noch seit den Unruhen von 1848 im Depositorium 
des Breslauer Rathhauses, wird aber auch nächstens hierher 
abgeliefert werden.. 

Unter den bereits aufgestellten Büchern findet man die 
Editiones prineipes der Classiker sehr reichhaltig vertreten, 
von den Aldinen und den Elzevirischen Ausgaben fehlen nur 
sehr wenige, von den bekannten Polyglotten sind hier die 
Antwerpener in zwei Exemplaren, so auch die Londoner; über- 
haupt ist die Biblische Litteratur hier sehr stark vertreten. 
Kostbare Reise werke wie auch Kunstwerke über das classische, 
Alterthum aus den früheren Zeiten fehlen nicht. Im Ganzen 
ist aber zu beachten, dass die Bibliothek durchaus universell 
ist und kein Fach auf Kosten der anderen vorherrscht. Das 
Vermögen derselben ist so gering, dass an neue Anschaffungen 
wenig gedacht werden konnte, indem durch Legate nach dem 
Tode des Stifters im Ganzen nur 80 Thir. jährlich auf An- 
schaffung von Büchern verwendet werden können. Die Kupfer- 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 251 

stich-Sammlung der Bibliothek, welche in dem erwähnten 
besonderen Saale untergebracht werden soll und aus mehr als 
30,000 Blättern besteht, rührt besonders aus dem Vermächt- 
nisse eines reichen Breslauers, A. v. Sebisch, her. 

Wenn nun schon aus diesen vorläufigen Andeutungen er- 
sichtlich ist, welche meist noch unbekannte Schätze in diesem 
Theile der Breslauer Stadtbibliothek zugänglich gemacht werden . 
sollen, so wird dieselbe jetzt noch bedeutend vermehrt durch 
die frühere sogenannte Bernhardiner Bibliothek, welche über 
der Sacristei der Kirche S. Bernhardins aufbewahrt war und 
erst seit vorigem Jahre nach und nach dieser Stadtbibliothek 
einverleibt worden ist, jedoch ebenfalls abgesondert aufgestellt 
wird, womit man eben jetzt beschäftigt ist. Diese Bibliothek 
ist bereits im folgenden Werke beschrieben worden: M. Mor- 
genbesser, Geschichte des Hospitals und der Schule zum hei- 
ligen Geiste, so wie auch der Bibliothek zu S. Bernhardin zu 
Breslau zum Andenken der 600jährigen Dauer des Hospitals; 
Breslau bei Grass und Barth, 1814. Die vorgenannte Rhedi- 
ger'sche Bibliothek ist dagegen mehr bedacht worden, denn 
schon 1699 erschien folgendes Werk: Memorabilia bibliothecae 
publicae Elisabetanae Vratislaviensis , Rehdigerianae dictae, 
fecit G. Krantz; Vratislaviae apud J. G. Steck. 4. Zu be- 
merken ist, dass sich der Stifter selbst Rediger schrieb, später 
wurde es gewöhnlich Rhediger zu schreiben, und der Letzte 
der Familie, ein noch bei Strigau lebender Gutsbesitzer, schreibt 
sich Rehdiger. Auch das zweite Werk über diese Bibliothek 
„Scheibers Nachrichten von den Merkwürdigkeiten der Reh- 
digerischen Bibliothek zu Breslau; daselbst 1794 bei Korn," 
bedient sich derselben Schreibart, sowie auch A. W. J. Wachler 
in seiner Schrift: „Thomas Rehdiger und seine Büchersamm- 
lung in Breslau; Breslau 1828,^' derselben Schreibart folgt. 
Daher schreibt man jetzt allgemein Rehdiger. 

Die Bernhardiner Bibliothek ist zwar bereits in der 
Aufstellung begriffen, allein da Alles neu geordnet werden 
muss, ist an eine baldige vollständige Nachricht über diesen 
Theil der neuen Stadtbibliothek nicht zu denken. Einstweilen 
dürfte Folgendes genügen. Sie ist weniger universell als die 
Rhediger'sche und besonders sind die Reformationszeit und 
deren Litteratur vorherrschend. Ihren Ursprung hatte sie in 
den wenigen Büchern der Mönche des Klosters zu 8. Bernhardin 
und des Hospitals zu S. Barbara, welche nach der eingetretenen 
Reformation zufolge eines 1621 gefertigten Verzeichnisses in 
37 Bänden bestanden. Damals liess der Breslauische Handels- 
herr Albrecht bei der zu jener Zeit bestehenden Selbstver- 
waltung der Gemeinden, wenigstens in den Städten, als Vor- 
stand des Hospitals zum heiligen Geiste die in der Kirche 

18* 



252 Die Stadtbibliothek in Breslau. 

befindlichen Räumlichkeiten für eihe Bibliothek einrichten, und 
die Repositorien als Lesepulte mit Ketten versehen, an welche 
die Bücher angeschlossen waren, ein Beweis, wie hoch man 
damals deren Werth anschlug; in der Lanrentiana zu Florenz 
ist dieselbe Einrichtung aus der Zeit der Mediceer noch bis 
jetzt beibehalten worden. So wie der gedachte Albrecht als 
Schöpfer dieser Bibliothek dieselbe vermehrte, so folgten auch 
bald andere Breslauer diesem Beispiele, als ein Propst Fleischer, 
ein Doctor Rindfleisch, ein Apotheker Glotzer, ein Freiherr 
v. Zierothin, ein Buchhändler Perfort und viele Kaufleute und 
Handwerksmeister, welche mitunter seltene Werke hierher 
schenkten. Diese Vermehrung der Bibliothek durch solche 
allgemeine Theilnahme hörte aber mit dem seit der Preussi- 
schen Besitznahme eingeführten Vielregieren und dem Absterben 
des Gemeinsinnes der Städte durch die vielleicht daran un- 
schuldige Bureaukratie auf. Seitdem finden sich keine solchen 
Schenkungen an diese Bibliothek «mehr verzeichnet. Einer der 
Vermehrer der Bibliothek aus der früheren Zeit, der Ober- 
känynerer Breslaus, v. Rampusch und Rommenstein, vermachte 
1697 dieser Bibliothek zugleich ein Kapital von 1000 Schle- 
sichen Thalern zur Besoldung des Bibliothekars und zu neuen 
Anschaffungen, auch wurde seitdem die Bibliothek dem öffentlichen 
Gebrauche geöffnet. Dazu kamen noch spätere Geld-Vermächt- 
nisse, als von dem Kaufmann Förster, dem Pastor Raschke 
und dem Rector Klose. Seit dem Anfange dieses 1 19. Jahr- 
hunderts vermehrten sich die Schenkungen an Büchern wieder 
bedeutend durch verdienstvolle Mitbürger Breslaus, worunter 
sich die Namen Roppan, Drescher, Korn, Mayer, Paritius, 
Oelsner, Reiche, Streit, Fritsch, Abt, Barth, Knorr, Rahn und 
Geyser auszeichnen. Von früheren Bibliothekaren haben sich 
um diese Bibliothek verdient gemacht Mayer, Thamm und 
Bandtke, so wie J. D. Wolf, welcher 1764 eine Lateinische 
Beschreibung derselben in Brieg drucken Hess. 

Diese Bibliothek zu S. Bernhardin, nach den bisherigen 
Ermittelungen aus 68,000 Werken bestehend, ist in Ansehung 
der dazu gehörigen Handschriften besonders reich an solchen, 
welche Schlesien betreffen; darunter befinden sich auch die 
Oollectaneen von Lessing, welche von seinem Bruder, dem in 
Breslau verstorbenen Münzdirector Lessing, hierher geschenkt 
wurden. Unter den Jncnnabeln findet man eine typographische 
Merkwürdigkeit. Man hat nehmlich bisher die Statuta Syno- 
dalia Episcoporum Vratislaviensium von Elias Succentor 1475 
für das erste in Breslau gedruckte Buch gehalten (s. den Ka- 
talog der im 15. Jahrhundert gedruckten Werke, welche sich 
auf der dasigen Universitätsbibliothek befinden, in dem Semisae- 
Cular-Programme der Bibliothek von Dr. Stenzler von 1861); 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 253 

allein hier befindet sich ein alle bekannten Kennzeichen der 
Altesten Incnnabeln an sich tragendes Bnch nnter dem Titel: 
„S. Leonis papae Sermones", mit Oothischen Lettern anf starkem 
Papier mit Ochsenköpfen im Wasserzeichen, 37 Zeilen anf jeder 
Folio-Seite enthaltend, ohne Seitenzahlen, mit blanen nnd rothen 
Initialen, welche mit der Feder nnd dem Pinsel beigefügt sind; 
sowie am Ende mit blauer Tinte: Anno Domini MCCCCLXXII. 
In Civitate Vratislav: nnd darunter mit rother Tinte: Soli deo 
honor, laus et gloria. Ausser scheinbar gleichzeitigen hand- 
schriftlichen Glossen ist anf dem Einbände inwendig der Inhalt 
der verschiedenen Reden bemerkt nnd schliesst mit den Worten: 
„iste über foit qnondam — Andreae, — et pertinet nunc ad 
Conventum 8. Bernhardini extra Vratislaviam", mit Bezeichnung 
des betreffenden Pultes. Wenn schon diese Jahrzahl einer 
nicht bekannten Druckerei in Breslau auffällt, so ist dies noch 
mehr der Fall, wenn man erfährt, dass der Bibliothekar Denis 
in seinen Merkwürdigkeiten der Bibliothek am Theresianum 
(Wien 1780, Seite 194) dasselbe. Werk erwähnt und eben so 
beschreibt, welchen am Ende mit Purpurfarbe beigefügt ist: 
„1461", worüber der Verfasser bemerkt: „Wo sollte in diesem 
Jahre ausser Mainz ein so grosses Werk gedruckt worden 
sein?" Wir müssen die Entscheidung hierüber den gelehrten 
Palaeographen überlassen. Ueber den gegenwärtigen Bestand 
der gedruckten Werke ist die Vollendung des Kataloges ab- 
zuwarten. Die durch einen Diebstahl sehr verringerte Münz- 
sammlung ist noch nicht abgeliefert worden, es soll dies aber 
bald erfolgen. Die Jahreseinnahme der Bibliothek beträgt aus 
den verschiedenen Vermächtnissen 63 Thaler. 

(Schluss folgt.) 



Litteratnr nnd Miscellen. 

Allgemeines. 

[590.] Serapeum hrsg. von Naumann. XXVI. Jahrgang. (S. oben 
Kr. 523.) 

Enth. im Hauptblatte: Nr. 4. S. 49— 69, Nr. 5. S. 65—76 
u. Nr. 6. S. 81 — 89 Die Handschriftensammlung des Oardinals 
Nicolaus v. Cusa. Von Dr. Fr. Xav. Kraus in Trier (Fort- 
setzung). — Nr. 4. S. 59—61 und Nr. 6. S. 89 — 92 Anzeige 
der „Bibliothfcque de TEcole des Chartes", von Dr. F. X. Kraus 
in Freiburg im Br. — Nr. 4. S. 62—64, Nr. 5. S. 76—80 u. 
Nr. 6. S. 92 — 96 Die Leistungen der Jesuiten auf dem Gebiete 
der dramatischen Kunst. Bibliographisch dargestellt von Emil 
Weller in Augsburg (Fortsetzung). Im Intelligenzbl.: Nr. 4. 



254 Litteratur und MiscelleD. 

S. 25—30, Nr. 5. S. 33—38 und Nr. 6. S. 41 — 44 Neueres 
Verzeichniss der Bücher der Domkirche zu Lübeck 1633. 
(Fortsetzung.) . 

[591.] Annales du Bibliophile Beige et Hollandais. I. Annee. 
(8. oben Nr. 526.) 

Die Juni-Nr. 8 enthält 8. 137 — 41 „La premiöre Edition 
du Wonderboeck de David Joris de Gand (1542)." Schluss 
folgt — S. 141 — 43 „Les Cartes armoriales de la Belgique, 
per R. Chalon." Als Nachtrag zu den in Nr. 7 der BU. gege- 
benen Mittheilungen des Grafen v. Limburg-Stirum — S. 144 — 45 
ein Schreiben A. Preux' an den Herausg., ebenfalls einen Nach- 
trag zu den Limburg-Stirum'schen Mittheilungen enthaltend — 
S. 146 — 49 „Un Incunable Anglais inconnu." Betr. ein der 
Königl. Bibliothek in Brüssel gehöriges Fragment aus der Zeit 
e. 1480 — S. 150 ein Schreiben Jacq. Bonhomme's an den 
Herausg. zur Berichtigung einer Angabe in dem Kataloge der 
Van Alstein'schen Bibliothek, wo sich ein Buch als zu „Tercera" 
erschienen aufgeführt findet, welches in Wahrheit zu Toledo 
in „Tercera inpression" publicirt worden ist. 

[592.] Bulletin dn Bouqniniste publ. par Aubry. 9e Annee. 1er 
Semestre Nr. 204 & 2e Semestre Nr. 205. (8. oben Nr. 527.) 

Ausser dem Lagerkataloge des Herausg.'s, welcher den 
grösseren Raum der beiden Nrr. einnimmt, enthalten dieselben 
sonst Nichts/ was den Anz. besonders interessiren könnte. 

Bibliographie. 

[593.] Allgemeine Bibliographie. Monatlicbes Verzeichniss der 
wichtigern nenen Erscheinungen der deutseben und ausländischen 
Literatur. Herausgegeben von F. A. Brockhaus in Leipzig. Verant- 
wortlicher Redacteur Dr. Eduard Brockhaus. [Bd. X.] 8. Monatlich 
1 B. u. mehr. Pr. n. 15 Ngr. (8. Anz. J. 1864. Nr. 369.) 

Erscheint in der seitherigen Weise, theils einzeln theils 
— Dank der besonderen Freundlichkeit des Herausg.'s — 
auch als Beilage zum Anzeiger. 

[594.] $er3ei$ntß ber 93ü$er, Sanbfarten )c, ftel$e toom 3atmat 
Bis 3Mtt Sunt 1865 neu erfäjtenen ober neu aufgelegt toorben jlnb, mit 
Sfagabe ber ©ettenjafyf, ber Verleger, ber <ßretfe, ttterarifäcn Sftaäjttmfungen 
unb einer tmffenfäaftltäjen Ueberftäjt. herausgegeben unb verlegt toon ber 
3. <S. #inrt<$«'f<$en $3u<$$anbtung in Setygtg. CXXXIV. gortfefcung 1865. 
8. LVIII, 290 @. «ßr. n. 15 ftgr. (©. oben SRr. 89.) 

Mit der vom Anz. schon* oft angerühmten Sorgfalt und 
Accuratesse redigirt. Es ist dem Anz. eine angenehme Pflicht, 
mit jedem neuen Bande das Werk, eben wegen seiner Sorg- 
falt und Accuratesse, immer wieder von Neuem zu empfehlen. 



Litteratur und Miscellen. 256 

[595«] Journal gäneral de rimprimerie et de la Librairie. Se>ie II. 
Tome VIII. (Annde 53.) Tables de la Bibliographie. Paris, au cercle 
de la Librairie. 1864. gr. 8. 625—781 S. (S. Anz. J. 1864. Nr. 172.) 

Mit der Ausgabe des vorl., mit anerkennenswerther Sorg- 
falt gearbeiteten Registerheftes hat erst der betreff. Jahrgang 
eine dauernde Brauchbarkeit erhalten. 

[596.] Maison de Commission ponr la France et PEtranger Schulz 
et Thnillie* — Catalogue des Journaux publik ä Paris en 1865 dasse" 
par ordre alphabätique et par ordre methodique avec les prix ponr 
Paris et les Departements. IV. Edition Augmentee des ndresses des 
bureaux d'abonnements. Paris. Juin. gr. 8. VII, 139 8. Pr. n. 20 Ngr. 
{S. Ans. J. 1863. Nr. 681.) 

Recht gut und mit anerkennenswerther Sorgfalt redigirt. 
Seit seinem ersten Erscheinen im J. 1854 ist der Katalog um 
das Doppelte gewachsen; die I. Ausgabe enthielt nur 416 Jour- 
naltitel, wogegen die II. vom J. 1862 bereits 648 u; die III. 
vom J. 1863 ein halbes Hundert mehr, nämlich 690 dergl. 
Titel aufzuweisen hatte , in der vorl. IV. Ausgabe aber die 
Zahl der Titel bis auf 816 gestiegen ist. Von diesen 816 Titeln 
kommen: 60 auf das Fach Religion catholique; 22 Rel. pro- 
testante; 2 Rel. israälite; 20 Instruction; 48 Jurisprudence; 16 
Administration; 25Politique; 48 Oeconomie politique, commerce 
etc.; 46 Sciences mädicales; 28 Sciences naturelles, pbysiques 
et math&natiques; 30 Agriculture, art veterinaire; 10 Horti- 
culture, arboriculture ; 16 Art militaire; 10 Marine, colonies; 
25 Histoire, gäographie, art heraldique, etc.; 67 Beaux-arts, 
peinture, sculpture, musique, th£ätres, architecture; 16 Archäo- 
logie, nnmismatique, objets d'art; 22 Ghemins de fer, ponts et 
chaussäes, mines; 19 Journaux financiers, cours de la bourse; 
69 Technologie, science vulgarisäe; 87 Journaux litteraires; 
34 Journaux de dames, des demoiselles, des familles et de la 
jeunesse; 54 Modes, traveaux de dames; 14 Haras, courses, 
chasse et p£che, jeux; 4 Franc-magonnerie; 5 Spiritisme; 19 
Bibliographie. 

[597.] A Bibliographical and Critical Account of the Rarest 
Books in the English Language, alpbabetically arranged, whicb, during 
the last fifty years, bave come nnder the Observation of J. Payne 
Collier, P. S. A. Vol. I— IL London, Lilly, gr. 8. XII, 555 S. & 2 Bll. 
593 S. Nebst 1 Bl. XLV* S. Nachträge n. Berichtigungen zn beiden 
Bänden. Pr. n. 25 Thlr. 6 Ngr. 

Der Name Oollier's ist schon hinreichend, die besondere 
Aufmerksamkeit der Bibliographen auf das vorl. Werk zu 
lenken; schade nur, dass der ganz unverhältnissmässig hohe 
Preis des Werkes viele verhindern dürfte, durch Benutzung 



256 Litteratur und Miscellen. 

desselben ihrer besonderen Aufmerksamkeit die gehörige Rech- 
nung tragen zn können. Glücklicher Weise ist das Werk nicht 
von der Art, dass man desselben unter allen Umständen zu 
den bibliographischen Arbeiten benöthigt wäre; es enthält die 
für bibliographische Zwecke fast überflüssig ausführliche Be- 
schreibung von allerdings höchst seltenen und dem Bibliogra- 
phen unbekannteren, aber grösstentheils kleineren und wissen- 
schaftlich weniger wichtigen Werken, in Betreff deren überdies 
zu wünschen gewesen wäre, dass der Herausg. auf die biblio- 
graphisch sorgfältige Verzeichnung der Titel grösseres Gewicht 
gelegt hätte, als dies geschehen ist. 

[598.] Catalogo cronologico di Opere stampate in liügua Siciliana 
disposto del Padre Vincenzo Bondice da Catania Lettere emerito de' 
Miinmi. Enth. in: Canti popolari Siciliani raccolti e illustrati da Lio- 
nardoVigo. Catania, tipogr. dell' Accadem. Gioenia. 1S57. 4. 8. 99 — 114. 

Dieses mit anerkennenswerthem Fleisse zusammengetragene, 
ursprünglich mit Angaben über handschriftliche Werke, mit 
biograph. Notizen über viele Autoren und mit kritischen Be- 
merkungen versehene Yerzeichniss ist von der Hand des Her- 
ausg.'s sehr beschnitten worden. Die handschriftl. Angaben, 
die biograph. Notizen und die kritischen Bemerkungen sind in 
Wegfall gekommen, und selbst die abgedruckten rein bibliogra- 
phischen Angaben haben, vermuthlich durch Schuld des Her- 
ausg. 's, an Genauigkeit gelitten. 

[599.] Paul Job. Safaflk's Geschichte der Südslawischen Literatur. 
Aas dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Josef 
Jireeek. III. A. u. d. Tit.: Paul Josef Safafik's Geschichte der Ser- 
bischen Literatur. 2. Abth. Prag, Tempsky. gr. 8. XIV, 301—480 S. 
Pr. 1 Thlr. 12 Ngr. (8. oben Nr. 95.) 

Schluss dieses ebensowohl für Litterargeschichte als auch 
speciell für Bibliographie wichtigen und interessanten Werkes. 

[600.] * Jechiel, weil. Rabb., Seder Hadorot. Chronologisch- 
bibliographisches Lexicon, enthaltend die Biografien aller hervor- 
ragenden israelitischen frommen und gelehrten Männer nebst Auf- 
zählung der von ihnen verfassten Werke, von der Schöpfungs-Geschichte 
bis in die neuere Zeit 2 Bände. (In Hebräischer Sprache.) Wien, Knöpfl- 
macher & Sohn. gr. 8. 905 S. Pr. n. 2 Thlr. 20 Ngr. 

Hierüber bei passender Gelegenheit Näheres. 

[601.] * Question de l'Emancipation des Paysans en Bussie. 
Bibliographie ätrangere. Recueillie par V. J. Mejoff. St. Petersbourg. 
8. 54 S. 

Auszug aus des Verf. 's Russischer Bibliographie der Bauern- 
emancipations -Litteratur in Russland, worin sich 505 diese 
Frage betreffende Werke und Aufsätze Terzeichnet finden. 



Litteratur und Miscellen. 267 

[602.] Literarische Handbibliothek. 3 Bandchen. — Die litera- 
rischen Erscheinungen der letzten 20 Jahre 1845—1864 auf ftem Ge- 
biete der Kriegswissenschaft. Mit einem Anhange der wichtigsten 
Karten und Pläne Europa'» aus dem letzten Jahrsehnt. Unter Mit- 
wirkung mehrerer Offiziere alphabetisch und systematisch geordnet 
von Eduard Baldamus. Frag, Satow in Comm. 8. 4 Bll. 273 8. Pr. n. 
1 Thlr. 10 Ngr. (8. oben Nr. 351.) 

Das vorl. 3. Bändchen dieser Handbibliothek, welche bei 
dem Publikum, wie der Verf. schreibt, eine günstige Aufnahme 
gefunden hat — das 1. Bändchen sei vollständig, das 2. ziem- 
lich vergriffen — hat den mit seinen beiden Vorgängern ge- 
meinsamen Fehler, dass es einen allgemeinen Titel führt, wäh- 
rend es doch nur von speciellem Inhalte ist, d. h. so gut 
wie nur speciell Deutsche Litteratur enthält. Im Uebrigen 
unterscheidet sich das 3. Bändchen von den beiden ersten 
theils dadurch, dass es mit einem für den Gebrauch sehr be- 
quemen systematisch geordneten Register versehen worden ist, 
welches dem 1. u. 2. Bändchen gänzlich fehlt, theils auch da- 
durch, dass es eine verhältnissmässig grössere Vollständigkeit 
zu erreichen gewusst hat als die zwei ersten Bändchen, von 
denen insbesondere das 2. manche fühlbare Lücke zeigt. Sehr 
zweckmässig ist es, dass der Herausg. in einem Anhange eine 
Auswahl der mit der kriegswissenschaftlichen Litteratur in sehr 
nahem Zusammenhange stehenden Kartenlitteratur gegeben hat; 
nur hätte diese Auswahl noch etwas reicher sein sollen, da sie in 
einzelnen Theilen kaum die gewöhnlichen Bedürfnisse zu be- 
friedigen im Stande ist. Schweden mit Norwegen findet sich 
in der Kartenlitteratur gar nicht vertreten. 

[603.] Repertorium der Cometen - Astronomie Ton Dr. Ph. Carl, 
Privatdocent an der Universitaet Mnenchen. Muenchen, Eieger. 1864. 
gr. 8. VI, 378 S. Pr. n. 3 Thlr. 

Wegen der darin enthaltenen, die einzelnen Kometen be- 
treffenden Litteratur hier mit erwähnenswerth. Die Litteratur- 
angaben sind freilich, wenn schon sehr zahlreich u. sehr fleissig 
gesammelt, doch nicht überall erforderlich genau. 

[604] Beiträge »ur Schmetterlingskunde. Kritische Bearbeitung 
der wichtigsten entomologischen Werke des 17. and 18. Jahrhunderts 
bezüglich der darin abgehandelten Europäischen Schmetterlinge von 
A. Werneburg Königl. Preuss. Forstmeister. Bd. I— II. Erfurt, Neu- 
mann. 1864. gr. 8. VIII, 599 S. & IV, 350 S. Pr. n. 4 Thlr. 

Bei flüchtigem Durchblättern des vorl. Werkes wird ge- 
wiss so Mancher nicht gleich bemerken, dass dasselbe, ausser 
dem allerdings überwiegenden naturwissenschaftlichen Interesse, 
auch in bibliographischer Hinsicht einen nicht ganz unterge- 



258 Litteratur und Miscellen. 

ordneten Werth hat; beim flöchtigen Durchblättern findet man 
lange Listen von Schmetterlingsnamen mit dazu gehörigen kriti- 
schen und anderen erläuternden Bemerkungen, die natürlich für 
den Bibliographen als solchen kein Gegenstand der weiteren Be- 
achtung sind. Allein bei näherer Durchsicht des Werkes findet 
der Bibliograph denn doch, dass das Buch für ihn nicht ohne 
Ausbeute ist. Das Buch enthält einen kritischen Ueberblick 
des auf die Schmetterlingskunde bezüglichen Inhalts von zu- 
sammen 65 Werken, und zwar von 38 im I. und 27 im II. Bde. 
Von diesen 65 Werken, unter denen so manche Seltenheit an- 
zutreffen ist, hat der Verf. nicht nur bald mehr bald allerdings 
auch minder genaue Titelkopien, sondern auch, mit Beifügung 
der davon erschienenen verschiedenen Auflagen, hier und da 
nähere Beschreibungen gegeben, die um desswillen von beson- 
derem Werthe sind, weil sie meist auf Autopsie beruhen. Ich 
mag daher dem Bibliographen wohl rathen, das Buch nicht 
ausser Betracht zu lassen. 

[605.] Mittheilnngen ans Justas Perthes* geographischer Anstalt 
über wichtige neue Erforschungen auf dem Gesammtgebiete der Geo- 
graphie von Dr. A. Petermann. Gotha, Perthes. 4. Enth. 1864. XI. 
S. 446—48. 1865. I. 8. 37—40, II. S. 74—80, III. 8. 115—20: Geogra- 
phische Literatur. (S. oben Nr. 22.) 

Bibliogr.- kritische Uebersichten der neuesten Litteratur. 
In den neuesten Heften der „Mittheilungen 1 ' fehlen dergleichen 
Uebersichten. 

[606.] Numismatischer Verkehr. Ein Verzeichniss verkäuflicher 
und zum Ankauf gesuchter Münzen, Medaillen, Bücher etc. Heraus- 
gegeben von C. G. Tbieme in Leipzig. No. 1— -12. Leipzig, Serig in 
Comm. Jan. — Juli. Hoch 4. 46 S. (Erscheint zeitweilig je nach Be- 
dürfniss, mindestens jedoch viermal jährlich. Pr. ä Nr. n. 3 Ngr.) 

Dient nur geschäftlichen Zwecken. Dagegen findet sich in 
den dem „Verkehr" als Beilage beigegebenen „Blättern für Münz- 
kunde" ein „Literatur" betitelter Abschnitt, in dem sich die 
auf Numismatik bezüglichen und zum Studium dienlichen neue* 
ren Schriften zusammengestellt finden. 

[607.] Repertoire de Cartes,. public* par l'Institut Royal des In- 
genieurs Ne*erlandais. Livr. 8. A. u. d. T. : Repertoire des Cartes du 
Royaume des Pays-Bas et des Colonies Näerlandaises, publik par l'In- 
stitut Royal des Ingenieurs N^erlandais. La Haye, van Langenhnysen 
freres et Nijhoff. Lex. 8. 186 8. Pr. n. 10 Ngr. (S. Anz. J. 1859. Nr. 708.) 

Dieses in Wirklichkeit ganz vortreffliche uud im Bereiche 
der Kartenlitteratur in ihrer Art vorzüglichste Werk hat in der 
vorl. 8. Lieferung einen Zuwachs erhalten, der, wie dies die 
nahe und vertraute Beziehung der Herausgeber zu der in der 



Litteratur und Miscellen. 2£9 

neuen Lieferung verzeichneten Kartenlitteratur erklärlich macht, 
als der beste Abschnitt des ganzen Werkes hervorgehoben zu 
werden verdient. Ich benutze bei Erwähnung der vorl. neuen 
Lief, gern die Gelegenheit, die .Leser wiederholt auf das aus- 
gezeichnete Werk aufmerksam zu machen, welches sich zumal 
durch fast auffallend billigen Preis empfiehlt. 

[608J* fcatafog bcr in ben Sagten 1850—1864 in beutfcfcer ®pvaä)t 
erf$tenenen betfetrifHföen Qcfämntt* unb «Sammelwerk, Fontane, Sftoneflen, 
(Srjafcfongen, $af$enBü$er unb 2#eaterftfio!e in Original unb Uefeerfefeung. 
fDlxt Angabe bed gormate« nnb $erlag$orteS, ber 3al>re«gat?t, Verleger unb 
greife bcr 33üd)er, fottrie mit 3n^a(t*anga6e bev ©efammt* unb ©ammd* 
werfe, ©n $anbbu$ für $3u$$8itbler, Set&bftliot&efare unb litteratur* 
freunbe. Gearbeitet toon &boty& $3fid&tmg , »uc^änbler. II. %\)til 8. m. 
b. Sit.: (Katalog ber in ben 3a$ren 1860—1864 erf Steuerten fceneirtflifä)ett 
©efautmt* nnb ©ammetoerfe, u. f. to>. fterbfeaufen , Sü^ting. 8. 192 @. 
<Pt. ge$. 25 9^gr. (©. 2tas. 3. 1860. Mr. 641 ? ) 

Der Empfehlung des I. Theiles dieses Werkchens von 
Seiten des Anz. hat die freundliche Aufnahme von Seiten des 
betreff. Publikums entsprochen; der Herausg. schreibt wenig- 
stens, dass die freundliche Aufnahme, die der I. Theil gefunden 
habe, und die mehrfache Aufforderung, den Katalog schon nach 
fünf Jahren fortzusetzen, die Veranlassung zur gegenwärtigen 
Herausgabe des IL Theiles gewesen sei. Wenn der Herausg. 
dazu noch bemerkt, dass dieser IL Theil nach gleichen biblio- 
graph. Grundsätzen bearbeitet sei wie der I. — dessen Ein- 
theilung in zwei Abschnitte: 1. Gesammt- und Sammelwerke, 
Romane, Novellen, Erzählungen u. Taschenbücher; 2. Theater- 
stücke, auch in dem IL Theile beibehalten worden ist — so 
darf sich die neue Publikation gewiss ebenfalls wie die frühere 
auf freundliche Aufnahme von Seiten des betreff. Publikums 
Rechnung machen. Ich halte das vorl. IL Bändchen einer 
solchen freundlichen Aufnahme für werth. 

[609.] * Livree populaires. Noels et Cantiques imprimäs ä 
Troyes depuis le XVII e siecle jusqu'a nos jours, ayeo de» notice* 
bibliographiqnes et biographiques sur les; imprimeurs troyens. Ouvrage 
orne de 20 gravures originales, avec la musique de plusieurs airs; par 
Alexis Socard. Troyes, Dufey- Robert; Reims, Brissart-Binet; Paris, 
Aubry. 8. 142 S. Nur 192 numer. Exempl. auf Holland, u. 8 auf 
färb. Pap. 

Soll von Interesse sein. 

[610.] * Letteratura Dantesca degli ultimi 20 anni ; contenenie: 
I. Catalogo cronolog'co di tutte le edizioni italiane della Divina Com» 
media — II. Traduzioni della Diyina Commedia nelle lirigue vive 
d' Europa e in latino. — III. Edizioni italiane e traduzioni delle Opere 



260 Litterstur und Miscellen. 

Minor!. — IV. Chiose, commenti e studi d'ogni genere su Dante. Storie 
eontemporanee al Poeta che piü lo riguardano. Allegorie. Vite di 
Dante. Interpretation! filologiche. Studi scientific! ecc. bu Dante. --• 
V. Indiei ragionati delle suddette categorie, e distribuzioae per ordine 
logico ed istrattivo dei materiali di studio. Siena, Gati. 8. L, 100 S. 
Pr. 3 It L. 
• Näheres hierüber später. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge, 
[611.] $aul Ätmfflod, »udjbSnbrer gu Silbe* ($on Dr. SBte*mann* 
Äab*to.) <Snt$. in ber äeirförift bes 8ertto« für fittbetfiföc ©ef<$t($te unb 
fmerttmnthntbe. »b. II. $ft. 2. £fi*«f, ««föetifelbt 8. ©. 347—54. 

Zu denjenigen Buchhändlern der früheren Zeit, die, ob- 
schon ausgezeichnet durch weit reichenden Geschäftsverkehr u. 
bedeutende Verlagsunternehmungen, doch seither fast unbekannt 
geblieben sind, gehört P. Knufflock, dem der auf dem Gebiete 
der niederdeutschen Litteratur wohlbewanderte n. fleissige Bi- 
bliograph Wiechmann-Kadow den vorl. Aufsatz gewidmet hat; 
darin finden sich die vom Verf. seit den letzten 15 Jahren 
gesammelten Notizen zusammengestellt, die, chronologisch ge- 
ordnet, zu einem, wenn auch nur skizzirten Bilde der Thätig- 
heit Knufflock's als Schriftstellers und Uebersetzers, Buchhändlers 
und Buchbinders genfigen. Die erste der von Knufflock publi- 
cirten Schriften, welche der Verf. anfahrt, ist aus dem J. 1567,. 
die letzte aus dem J. 1599. Die angeführten Schriften sind 
sorgfältig beschrieben. — Sollte der vorl. Aufsatz Beifall finden, 
so ist der Verf. erbötig, einen ähnlichen über den als Verleger 
noch bedeutenderen Lübecker Lorenz Albrecht folgen zu lassen. 

[612.] Catalogus Goettingensis librorum pretio reductorum, Sectio 

I — IV. Verzeichnis* von Büchern ans dem Gebiete welche 

aeitwellig in bedeutend herabgesetzten Preisen an beziehen sind. Göt- 
tingen, Vandenhoeck & Ruprecht. 8. 

Dieser von Carl Ruprecht redigirte, systematisch geordnete 
Katalog enthält: in der I. Section Bücher „aus dem Gebiete 
der Theologie, Philosophie, Philologie, der deutschen Literatur- 
geschichte und Belletristik. 1. Heft. u 1 BL 43 S.; in der IL 
^aue dem Gebiete der Staats- und Rechtswissenschaft, Politik, 
Statistik, Geschichte, Geographie und Reisen. 1. Heft." 1 Bl. 
18 S.; in der III. „aus dem Gebiete der Anatomie, Physiologie, 
Medicin, Chirurgie, Chemie und Pharmacie und der gesammten 
Naturwissenschaften. 1. Heft.* 4 1 Bl. 14 S.; in der IV. „aus 
dem Gebiete der Mathematik, Mechanik, Technologie, Archi- 
tektur, der schönen Künste, Handwerke und Gewerbe, so wie 
der Haus-, Land- und Forstwissenschaft. 1. Heft." 1 Bl. 8 S. 

[613.] Le Catalogne Journal des fiditeurs Feuille speciale d' An- 
nonce» ponr la Librairie Paraissant tous les mois et distribuee gra- 



Litteratur und Miscellen. 261 

taitement par la polte aux 5,000 principaux Libraires de la France et 
de l'ltranger et a 5,000 Bibliotheques, Sociätäs sarantes, Bibliophiles, 
etc. etc. 3. Annle. Paris, Bailot. 8. Jede Nr. a 1—2 B. 

Nur für den Französischen nnd den damit in Verbindung 
stehenden auswärtigen Buchhandel von Interesse, für andere 
Zwecke ohne Werth. 

[614*] Lager- Catalog von Joseph Baer Buchhändler und Antiquar 
in Frankfurt am Main. III. Archaeologie. Numismatik. Juni. 8. 1 Bl. 
70 8. 11869-13160 Nr. (S. An». J. 1864. Nr. 949.) 

Die Reichhaltigkeit des Baer'schen Lagers tritt auch in 
der Tori. III. Abtheilung des Lagerkataloges hervor, die zumal 
eine ziemlich grosse Suite bedeutender Werke aufzuweisen hat. 

[615.] Catalogo delle Edisioni di G. Barbera Tipografo-Editore in 
Firenae. Ottobre 1864. kl. 8. 1 Bl. 40 S. 

Bibliographisch durchaus ungenügend redigirt; zum grösse- 
ren Theile kurze Titelangaben mit dazu gehörigen Stellen aus 
Recensionen in verschied. Zeitschriften. 

[616*] XIII — XV. Antiquarischer Anzeiger von F. A. Brockhaus' 
Sortiment nnd Antiquarium in Leipzig. 8. 197—280 S. 3793—5683 Nrr. 
(8. Ana. J. 1864. Nr. 952.) 

Die beachtenswerteste von den vorl. drei Nrr. ist jeden- 
falls die letzte, welche einen reichen Vorrath von medicinischen 
Schriften, darunter eine über 1800 Dissertationen betragende 
Sammlung aus dem Nachlasse des Hofraths Prof. Dr. E. C. 
J. Siebold in Göttingen, enthält. Nächstdem ist Nr. XIV, 
Pracht- und Kupferwerke, so wie Eunstlitteratur umfassend, 
besonders beachtenswerth. 

[617.] Nr. 76. Verzeichniss über Musikalien für Pianoforte nebst 
Anhang: Die neue Gesammtausgabe von L. v. Beethoven's Werken 
enthaltend, ausgegeben von der J. D. Class'schen Buchhandlung (C. F. 
Schmidt) in Heilbronn a. N. im Juli. kl. 8. 1 Bl. 64 8. 

Reichhaltig aber, wie die zahlreichen früheren antiquar. 
Musikkataloge, bibliographisch durchaus mangelhaft redigirt. 

[618.] Nro. VIII. Antiquarisches Verzeichniss werth yoller Werke 
aus allen Wissenschaften, aus dem Lager von Max Cohen & Sohn in 
Bonn. 8. 1 Bl. 50 S. 956 Nrr. 

Vermischte, hauptsächlich naturwissenschaftliche und ver- 
wandte, geschichtliche, philologische u. belletristische Litteratur. 

[619.] No. Y. Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers von 
F. Dorling. Hamburg — Theologie. Predigten. Philosophie. Pädagogik. 
8. 1 Bl. 121—54 8. 4503-5600 Nrr. 

Meist Deutsche Litteratur. 



262 Litteratur und Miscellen. 

[620.] 143. Buch er- V erzeich niss von B. Friedländer & Sohn. Berlin. 
— Palaeontologie mit Anhang: Conchyliologie. 8. 32 S. 

Sehr interessant und beachtenswerth. 

[621.] Libraire de L. Hachette et Cie ä Paris. — I. Partie du 
Catalogue Ednction et Enseignement. Avril. gr. 8. 1 Bl. 72 S. ; II. 
Partie etc. Litterature gänärale et Connaissances utiles. Juin. gr. 8. 
1 Bl. 32 S. ; III. Partie etc. Table alphabätique par 10ms d'Auteurs 
des livres de fonds et en nombre. gr. 8. 1 Bl. 32 S. (S. Ans. J. 
1864. Nr. 609.) 

Von vielem Interesse, ieider aber insofern ungenügend re- 
digirt, als überall bd den Btlchertiteln die betreff. Jahres- 
sahlen fehlen. 

[022.] Catalogue geneVal de la Libraire ponr les Sciences & les 
Langnes Strang eres de Friedrich Klincksiecfc. Part I. Paris. (Impr. 
Breitkopf & Härtel k Leipzig.) gr. 8. 1 Bl. 366 8. Pr. 5 Fr. 

Der vorl. Katalog ist einer anter den Wenigen der vielen 
Antiquarkataloge — mit denen ans die neuere Zeit in so 
überreichem Maasse beschenkt hat — welche sowohl wegen 
ihres Reichthums als auch um ihrer guten Redaction willen 
eine besondere Auszeichnung verdienen und jedenfalls darauf 
rechnen dürfen, dass sie noch lange, wenn von den darin ver- 
zeichneten Büchern Nichts mehr auf dem Lager ist, von den 
Bücherfreunden in Gebrauch genommen und zu Rathe gezogen 
werden dürften. Der vorl. I. Band enth. die folg. Abtheilungen: 
I. Sciences thäologiques; IL Philosophie; III. PGdagogie; IV. 
Auteurs grecs et latins; V. Philologie, Litterature et Histoire 
anciennes; VI. Linguistique, Livres orientaux, Ethnographie 
des peuples extra-europ6ens; VII. Sciences mathematiques, Astro- 
nomie; VIII. Sciences naturelles. Darunter sind die philolog. 
u. naturwissenschaftl. Abtheilungen die verhältnissmässig reich- 
sten u. beachtenswerthesten. Der im Laufe des nächstfolgenden 
Jahres erscheinende II. Band wird enthalten: Sciences histo- 
riques; Geographie, Voyages; Economic politique; Droit; M6- 
decine, Chirurgie; Sciences appliquees; Beiles Lettres; Beaux 
Arte. Zu wünschen wäre, dass zum Schlüsse noch ein Register 
hinzugefügt würde. 

1 [623.] No. 125. Vereeichniss einer Bücher-Sammlung 1 ans ver- 
schiedenen Fächern der Literatur, welche von Antiquar Lorenz Kransser 
in Nürnberg zn jedem angebotenen Preis (soferne solcher nur den 
materiellen Makulaturwerth übersteigt) verkauft werden. 8. 1 Bl. 46 S. 
1534 Nrr. 

Ob Marktschreierei oder Schleudere!? 



Litterattir und Miscelleti. 

[6Ä4.] SBerlag^fCÄtft^g tost (tat SRe^er in $<mtto*er. 8. $0 0, 
In Fächern (Hannov. Gesetzgebung und VerwalttiDg, Et- 
fcauungsschriften, Schulbücher, Vermischtes) alphabetisch ge- 
ordnet, nicht überall genügend redigirt. 

[625.] 118. ©er|ei<$nf|} ge&nnberter «fiä|er, tocT^e *fe fcften ftab (ei 
3. ®. SRttffer in*<Sot$a, fl. 8. 1 ©I. 46 ©. ®egeft 1500 Ste. 
Vermischte Deutsche, meist nur gangbare Litteratur. 

' [626.] Hr. 5-6. 3.@*eibte^«naquattatin©tiittöaTt 16. 513^7** 
fe. 3ufammen 2559 9ta. (®. oben 9h. 551.) 

Enth., wie die vorhergehende Nr., eine weitere Fortsetzung 
der Theologie nnd Religionswissenschaft in allen ihren Ver- 
zweigungen, mit Einschlnss der geheimen Wissenschaften. -. 

[827.] Catalogne de U Libraiiie Tm«. Nr. V-VL Paris. 8. 
159—214 8. J 552— 2000 Nrr. (8. oben Nr. 480.) ' < , 

Ausser einer Suite interessanter Kataloge von Privatbiblio- 
theken sowie bibliographischer Schriften enth. die vorl. Nr. 
unter Anderem „Magna Charta Regia Johannis, XV Die Junii, 
IL CG. XV. Anno Regal XVH. Lenden, apud Johan Whittaker. 
1816. gr. fol.<* Prachtexemplar in Golddfuek auf Perg. (1600 
Fr.) r in Betreff dessen bemerkt ist, dass es aus 24 Blättern 
besteht, wogegen das von der Pariser Kaiserl. Bibliothek fÄr 
die hehe Summe von 9250 Fr. erkaufte Exemplar nur 21 B1L 
enthält. 

[628.] No. XVI. Catalog des Antiquarischen Bttaherlagers tob 
Karl Theodor VÖlcker, Borüments- nnd Antiquariate-Buchhandlung in 
Frankfurt a. M. Juli. 8. 1 BL 34 8. 843 Nrr. 

Enth. Naturwissenschaften und Verwandtes. 

[629.] ©erlag« »Äatatog »Ott Okerg ©ig<rab ht Seidig. Dfttrrt. 8. 
16 & (©. «rt|. 3. 1861. 9tr. 98.) 

Alphabetisch, gut redigirt Hauptsächlich Naturwissen- 
schaft mit Verwandtem, Kunst und Belletristik* 

[690.] Neuer Verlag der C. F. Winter'schen Verlagshandlung in 
Leipzig nnd Heidelberg. 3 Abtheilutigen. Juni. 8. 16, 4, 8 8. 

Hauptsächlich Naturwissenschaft und Medicin, nächstdem 
Philologie. Ungenügend redigirt. 

Bibliothekenkunde. 
[631.] Cine neue ortftföe aKaunfctH>ten#€J«n«lttttg. Ciitfr. toftfoeV 
taub, tteBerfäau ber neueren gorf (frmgen *«f bem Gebiete berührt!»*, Äb# 
MtbWttettanbe. 3fr$tg. XXXVHI. Stuttgart, Cottfc 4; 9tr.6. ®.13ö<-36. 

Betrifft die dritte Sattmiung arabischer Kss. des früheren 
König!. Preuss. Con&uls Dr. Wetzstein in Dämascus, welche 
in neuester Zeit ak „Bibliotheca Wetzsteiniana" in den Besitz 



264 Litteratur und Miscellen. 

der Königl. Universitätsbibliothek zu Tübingen übergegangen 
ist Dep Grundstock dieser Sammlung bildet die Bibliothek 
eines verstarb, angesehenen der Algierischen (Abdelkader'schen) 
Emigration Angehörigen Magrebinen. 

[632.] * Die arabischen, persischen und türkischen Handschriften 
der k. k. Hofbibliothek zu Wien. Im Auftrage der vorgesetzten k. k. 
Behörde geordnet und beschrieben von Prof. Dr. Gustav Flügel. I. Band. 
(Herausgegeben und in Correctur besorgt durch die k. k. orientalische 
Akademie in Wien.) Wien, k. k. Hof- u. Staatedruckerei, gr. 8. X, 
724 S. Pr. 12 Fl. 

Hierüber später Näheres. 

Privatbibliotheken. 

[683.] Veraeichniss einer die meisten Wissenschaften, besonders 
die Mineralogie und Geologie, die Linguistik und morgenländische 
Literatur von Nr. 2363 bis Nr. 2616 (den Nachlass des A. H. v. Wey- 
rauch enthaltend), welche sich durch die schriftlichen Ergänzungen 
und kritischen Bemerkungen, die theils in den Text geschrieben, theils 
durch eingelegte Papierstreifen sehr zahlreich angebracht, besonders 
ausceichnen, starken Bücher-Sammlung, ferner sehr guten Musikalien 
für Pianoforte und Orchester, Kupferstichen, Lithographien, Landkarten, 
phvsikal. Instrumenten etc., soll in Dresden den 12. Juli öffentlich 
versteigert werden durch K. G. Bautzmann. kl. 8. 2 Bll. 124 8. 
Zusammen 3574 Nrr. 

Wie gewöhnlich, schlecht redigirt. 

[634.] * L'Abbe* Flottes et sa Bibliotheque; par Paulin Blanc, 
Conservateur de la Bibliotheque de la Ville de Montpellier (Mus£e- 
Faber). Montpellier, impr. Gras. 8. 27 8. 

Ob von besonderem Interesse? 

[685«] Katalog der Bibliothek des verstorbenen Pastor Job. 
Geffcken, Th. Dr. (Diese Bibliothek soll, wenn bis zum 15. August 
d. J. genügende Anerbietungen eingehen, im Ganzen oder in einseinen 
Abtheilungen, unter der Hand verkauft werden.) Hamburg, Pontt & 
v. Döhren. 8. 4 Bll. 107 8. 5518 Nrr. 

Der Bibliotheksekretair W. Klose hat anf die im vorl. 
Kataloge verzeichnete, „mit grosser Umsicht n. vielem Glück* 
gesammelte Bibliothek in einem Vorworte die Bücherfreunde 
besonders aufmerksam gemacht. Die Bibliothek besteht unge- 
fähr dem dritten Theile nach ans theologischen Büchern, u. 
zwar ans allen Fächern der Theologie. Namentlich ist auf 
126 Inkunabeln aufmerksam zu machen — gewiss ein seltener 
Schatz für einen Privatmann — worüber die näheren Bestim- 
mungen grösstenteils vom verst. Besitzer selbst herrühren. 
Unter den Bibeln kommen manche Seltenheiten vor. Reich 



Litteratur und Miscetten. B65 

ist die Zahl der Schriften aus der Zeit der Reformation, unter 
tftnen sich ebenfalls seltene Broschüren finden. Aber nickt 
nur die Theologie ist von Dr. Geffcken mit Auswahl angelegt, 
sondern auch die Bibliographie, Geographie und Geschichte, 
sowie die klassische Philologie, welche letztere viele werthvolle 
Ausgaben enthält, sind reich an Schätzen. In der Geographie 
bilden einen grossen Theii die Reisen, besonders nach Italieh; 
in der Geschichte ist vorzugsweise die neuere Zeit vertreten, 

[636.] Antiquarischer Anzeiger von Maruschke & Berendt, Breslau. 
Nr. 7. — Medizin. Enthält zum Theil die Bibliothek des verstorbenen 
Generalarzt Dr. Jungnickel in Breslau. 8. 40 S. 

Eine reiche, aber leider nicht in tibersichtlicher Ordnung 
Verzeichnete Sammlung grösserentheils neuerer Litteratur. 

[637.] Catalogue d'une Collection Iconographique Polonaise, com- 
posee des dessins originaux, gravures, xylographies, lithographies, illu- 
strant i'hißtoire, la geographie, antiquites, costumes, moeurs, armes, 
meubles etc. de l'ancienne Pologne, de ses provinces et pays limitrophes. 
Dreflde, Wolf. 8. 2 Bll. 292 S. Pr. n. 20 Ngr. 

Diese, wie das Vorwort schreibt, vom Besitzer im Laufe 
von 20 Jahren angehäufte Sammlung enthält ein wirklich ausser- 
ordentlich reichhaltiges u. werthvolles Material, welches wohl 
verdiente, beisammen erhalten zu werden. In diesem Sinne 
hat der Besitzer, welcher die Sammlung zu verkaufen beab- 
sichtigt u. seinerseits soviel als möglich ihre Zersplitterung 
zu verhindern wünscht, das gesammelte Material in zwei Theile 
— erstens Handzeichnungen u. Verwandtes, zweitens Stiche, 
Lithographien etc. — getrennt und bestimmt, dass jeder der 
beiden Theile nur im Ganzen verkauft werden soll. In Bezug 
auf die Verkaufsbedingungen kann man laut Vorwort das 
Nähere bei J. I. Kraszewski in Dresden — wahrscheinlich 
dem Besitzer — • erfahren. Die Redaktion des vorl. Kataloges 
ist für ein Verkaufsinventarium ziemlich gut, für ein biblio- 
gra^ihischös Repertoriüm dagegen nicht ohne Mängel. 

Abdrücke aus Bibl.- Handschriften. 

[638.] Abulfathi Annales Samaritani. Quos ad fidem codicum 
lääfru scriptorum Berolinensium Bodlejani Parisini edidit et prolego- 
mehis instruxit [auf einem zweiten Tit. : Quos arabice edidit cum 
prolegömenis Iatine vertit et commentario illustravit] Eduardus Vilmar, 
!WöT. Licent. Marburg. Gothae, Perthes. 8. CXX. 186 8. Pr. n. 
3 Thlr. 

Die Lateinische Uebersetzung fehlt. 

[639.] * Memoire sur l'Angoumois; par Jean Gervais, lieutenant- 
crimim«l ftü präsidial d'Anguleme ; publik pour la premiere fois , d'aprea 

19 



266 Litteratnr und Miscellen. 

le mannserit de la Bibliotheque imperiale, par G. ß abinet de Rencogne, 
archiviste de la Cbarente. Paris, Aubry. S. VII, 431 S. (Nur 120 
Exempl.) 

Soll von Interesse sein. 

[640.] Rerum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Historia 
et Cartularium Monasierii Sancti Petri Gloucestriae. Vol. II. Edited 
by William Henry Hart, of the Public Record Office. London, Long- 
man & Co. Lex. 8. IV, 302 S. Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. (S. Anz. J. 
1864. Nr. 76.) 

Item. — Chronica Monasterii 8. Albini. Willelmi Rishanger, 
quondam monachi 8. Albani, et quorundam anonymorum, Chronica et 
Annales, regnantibus Henrico tertio, et Edwardo primo. Edited by 
Henry Thomas Riley, M. A. , of Corpus Christi College, Cambridge. 
A. D. 1259—1307. Ibid. Lex. 8. XLV, 571 S. mit 1 Facsim.-Taf. 
Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. 

Ans Mss. des Britischen Museums. (Bibl. Reg. & Cotton.) 



[641.] Ans Bologna 

hat Gaetano Romagnoli den Prospekt einer in seinem Verlage 
zu publicirenden „Bibliografia Dantesca ossia Catalogo delle 
Edizioni, Traduzioni e Comenti della Divina Commedia in 
continuazione deir Opera del Visconte Colomb de Batines per 
opera di Carlo Gargiolli e Gaetano Ghivizzani aggiuntavi la 
Serie delle Vite di Dante con una breve Notizia dei Biografi 
e un Indice alfabetico di tutti i nomi degli Autori tanto citati 
nelF Opera del Batines che nella continuazione " ausgegeben, 
welche in einem Oktavbande von c. 30 Bog. (Pr. ä 30 cent.) 
in nur 250 Exemplaren erscheinen soll. 

[642.] Aus Chile. 

Nach der von J. E. Wappäus in der neuen Bearbeitung 
des Stein-Hörschelmann'schen „Handbuches der Geographie und 
Statistik" gegebenen Mittheilung umfasste die National bibliothek 
der Republik 1863 zwar nur 35,200 Bände (darunter viele 
politische Zeitungen), macht aber seit einigen Jahren regel- 
mässig ziemlich bedeutende Erwerbungen, auch in Europa, und 
wird jetzt auch ziemlich viel, besonders von Studirenden der 
Universität, benutzt. Sonstige bedeutendere öffentliche Biblio- 
theken besitzt das Land nicht. Dagegen bestehen viele Volks- 
bibliotheken (Bibliotecas populäres), welche von Seiten der 
Regierung zur Unterstützung des Volksunterrichtes und in 
Verbindung mit demselben eifrigst befördert werden. 

Dr. F. L. Hoffmann. 



Litteratur und Miscellen. 267 

[643.] Aas Dresden. 
Nach Aufhebung der Königl. Chirurgisch -Medicinischen 
Akademie ist die derselben zugehörige Bibliothek in den Be- 
sitz des neu errichteten Königl. Landes -Medicinalcollegiums 
übergegangen und von letzterem in Bezug auf die Benutzung 
der Bibliothek unter dem 14. Juni ein Regulativ ausgefertigt 
worden, welches sich unter Anderem im Dresdner Journal 
Nr. 161. S. 663 abgedruckt findet. Ausser den Mitgliedern 
des Collegiums haben hauptsächlich die legi ti mir ten und in der 
Stadt wohnenden Civil- und Militair-Aerzte, die Professoren 
und Lehrer der Thierarzneischule und der übrigen höheren 
Bildungsanstalten der Residenz, sowie die Besitzer und Ad- 
ministratoren der städtischen Apotheken das Recht der Be- 
nutzung der Bibliothek. Auch an auswärtige Aerzte und 
Apotheker ist eine Verleihung von Büchern unter gewissen 
Bedingungen gestattet. 

[644.] Aus Frankfurt a. M. 

erscheinen, wie im Anz. schon wiederholt (s. oben Nr. 336) 
erwähnt, im Verlage von Heyder & Zimmer „Joannis Kepleri 
astronomi Opera omnia edidit Ch. Frisch", wovon bereits fünf 
Bände ausgegeben worden sind, und denen noch drei folgen 
sollen. Abgesehen davon, dass diese Ausgabe schon um dess- 
willen besondere Beachtung verdient, weil sie die Werke Kepler'g 
zum erstenmale vollständig enthält, so sind namentlich 
auch die bisher noch nicht gedruckten und hier zuerst aus den 
Originalen in den Münchner, Stuttgarter und St. Petersburger 
Bibliotheken veröffentlichten Repler'schen Briefe jedenfalls 
Gegenstände, welche wohl geeignet und würdig sind, dass 
schon um ihretwillen die Aufmerksamkeit der gelehrten Welt 
auf die Ausgabe gelenkt werde. 

. [645.] Aus Havre 

bittet der Generalconsul F. Eestner für die unter dem Namen 
Concordia gebildete Gesellschaft den Deutschen Buchhandel um 
Beiträge zur Anlegung einer Bibliothek, für die von Seiten der 
Gesellschaft selbst wegen Beschränktheit ihrer Mittel bedeutende 
Opfer nicht gebracht werden können. Die Gesellschaft hat ihr 
Augenmerk hauptsächlich dahin gerichtet, den zahlreichen jungen 
Deutschen, welche nach Havre kommen, einen Anhaltepunkt 
zu bieten, wo sie, fern von angeborner Familie und Vaterland, 
gewissermassen eine Adoptiv-Familie finden, in deren Mitte sie 
die Stunden ihrer Müsse mit Musik, Lesen von Zeitschriften, 
wie nützlicher und entsprechender Bücher und gesellschaftlicher 
anständiger Zerstreuung zubringen können. Hierzu würde die 
Anlegung einer Bibliothek von besonderem Nutzen sein. Zur 



268 Litteratur und Miscellen. 

Einsammlung von Beiträgen und zur Uebermittelung derselben 
*n den Ort ihrer Bestimmung erbieten sich Perthes -Besser & 
Maucke in Hamburg, sowie auch Hahn in Hannover und 
Leipzig. 

(Börsenbl, f. d. Deutsch. Buchhand. Nr. 77. SL 1366.) 

[646.] Ans Königsberg 
hat das Schlussheft von Haupt's Zeitschrift für Deutsches Alter- 
thum Bd. XII. S. 515 f. unter der Aufschrift „Wichtiger Fund 
in der König9berger Bibliothek" verschiedene poetische Bruch- 
stücke aus Pergamentblättern mitgetheilt, die von den Ein- 
bänden zweier Mannscripte der Eönigl. und Universitäts-Biblio- 
thek abgelöst, und durch den Oberbibliothekar Prof. Dr. Zacher 
entziffert worden sind. Das wichtigste und litterarisch werth- 
vollste Stück darunter ist ein Abschnitt des sogen. Wartburg- 
krieges „nicht nur in älterer Niederschrift als die Jenaer oder 
gar die Kolmarer Handschrift, sondern auch in einer verstän- 
digeren, besser geordneten ujyl mehr in sich selbst abge- 
schlossenen Fassung." 

[647.] Aus Leipzig 
hat mir die grosse Freundlichkeit des Buchhändlers T. 0. Weigel 
jüngst Gelegenheit gegeben, in ein Werk, welches sich zur Zeit 
theüweise noch unter der Presse befindet und erst zu Michaelia 
an das Licht treten wird, einen Blick zu thun; der Blick hat 
mir aber genügt, um schon jetzt sagen zu können, dass dieses 
Werk ein in der betreffenden Wissenschaft Epoche machendes 
werden dürfte. Der Titel für das Werk ist, soviel ich weists, 
noch nicht festgestellt; es enthält eine mit vielen sauber und 
wunderschön ausgeführten Facsimile- Tafeln ausgestattete der 
taillirte kritische Beschreibung eines ausgewählten Theiles der 
vortrefflichen T. 0. WeigeFschen Sammlung von Druckerzeug- 
nissen aller Art, die den vortypographischen Kunstzweigen an- 
gehören. Der Besitzer der Sammlung hat bei Anlegung der- 
selben zunächst die Absicht gehabt, nach und nach eine Reihe 
von Dokumenten zusammenzustellen, aus denen er sich eine 
bestimmte Ueberzeugung darüber verschaffen könnte, wem das 
Verdienst der Erfindung der Typographie, ob den Deutschen 
oder Holländern, unzweifelhaft gebühre ; er hat sich auf Grund 
der seiner Sammlung an gehörigen Stücke, unter Zurückweisung 
der in den Sotheby'schen „Principia Typographica" über den 
betreffenden Gegenstand vorkommenden Faseleien, mit Ent- 
schiedenheit in dem Werke dahin ausgesprochen, dass unserem 
Deutschen Vater lande die Ehre der Erfindung des Typendruckes 
unbestreitbar angehöre. Es freut mich, die Leser des Anz. 
schon im Voraus auf das wichtige Werk aufmerksam machen 
zu können. 



Litteratur und Miscellen. 269 

[648.] Auä Leipzig 
ist von Seiten des Frauenbildungs-Vereines durch Louise Otto- 
Peters an die Deutschen Buchhändler die Bitte gerichtet worden, 
dass sie die vom Vereine beabsichtigte Gründung einer Bibtta- 
thek zur unentgeltlichen Benutzung für die armen Arbeiterinnen 
„durch Schenkungen einzelner, für Frauen sich eignender Btfcher, 
die durchaus keine Novitäten zu sein brauchen, befördern" motten, 
(Börsenbl. f. d. Deutsch. Bachhand. Nr. 79. 8. 1410.) 

[649J Ausi Leipzig. 
P^r bereits seit 1862 in einzelnen Abteilungen ausgegeben« 
„Katalog des antiquarischen Lagers von T. 0. Weigel Leipsi#. 
(prjjck von Melzer.) 1865. 8, 3 BU. 854 S. 17763 Nw^ 
ist init dem. vor Kurzem erschienenen Supplemente (9. qb$n 
$r. 135) vollständig beendigt worden; es ist dies nu» bereits 
die. vierte Ausgabe des T, 0. Weigerschen antiquarischen G«r 
sajparnjtkajaloges, der eich in* gereiche der Autiquflfflitieraftjr 
ein Ansehen verschafft hat, wie es fast kw andere^ ap^^riwl»^ 
Lagerkatalog besitzt. Selbst die unter den, BÄQjie,D-Fi;eua4^ 
u,nd Kennern wohl renomjmjiten Bobijr und Bosjgmger^glaA'ac&W 
Kataloge haben sich kaupa ein ähnliches Ansehen 3^ .y.erschfljfes 
vermocht. Jede? Bücfcerantiquar, der nicht selbst $im s$to 
ausgebreitete Kenntniss und Erfahrung im Antiqqajrbaudäl be? 
sitzt, greift gewiss mit zuerst nach dem T. 0. Weigel'schen 
Lagerkataloge, der ihm bei seinen Geschäften als willkommener 
Rathgeber zur Seite stehen muss. Auch der schon etwas wm 
altete, unter dem Titel „Apparate literariiiaf* erschienene 
antiquarische Lagerkatalog von Jo. A. €L Weigel, dem Vater 
und Geschäfts- Vorgänger T. Ol Weigel'a, geniesst gegenwärtig 
in- dieser Beziehung immer nock eine ziemliche Autorität Ist 
eines Theilea die grosse Anzahl der Stücke des antiquarischen 
Lagers, dig sich in den Weigel'sche» Katalogen verzeichnet 
finden, den Grund, weshalb man denselben einen grösseren 
Werth beilegt als anderen ähnlichen Antiquarkatalogen r so 
giebt anderen Theiles der Umstand, dass man in den Katalogen 
aicbt AUea durcheinander, Gutes undi weniger Werth volles, 
sondern nur Ausgewählteres und entweder durch Wissenschaft» 
liehe Wichtigkeit oder durch Seltenheit Ausgezeichneteres, voa 
dauerndem Werthe verzeichnet finde, t^ noch viel mehr Veran- 
lassung dazu. Zudem sind die Weigel'schen Kataloge nicht 
mit der leider in vielen Antiquarkatalogen bemerkbaren Kach- 
lässigkeit, die in den Katalogen lediglich Verkaufsrnventarieii) 
nicht aber auch zugleich bibliographische Repertorien erblickt, 
sondern in einer Weise bearbeitet, die ebenso- gut den bibliogra- 
phischen Forderungen als den geschäftlichen Interessen des 
Herausgebers Rechnung trägt. 



&70 Litteratnr und Miscellen. 

[650.] Aus London 
schreibt die Angsb. allgem. Zeitung Nr. 193. S. 3141, dass 
das Gerücht vom Rücktritte Panizzi's von seiner Stelle als 
Oberbibliothekar im Britischen Museum, dessen grossartige 
Bibliothek ihm ihre musterhafte Einrichtung verdanke, sich be- 
stätige. Als seinen mutmasslichen Nachfolger nenne man 
den bisherigen, sehr tüchtigen und gelehrten zweiten Bibliothe- 
kar Jones. 

[651.] Aus Neapel 
sind von dem Buchhändler Albert Detken yier Bogen des II. 
Bandes des „Catalogo di Libri rari Biblioteca del Sig. Camillo 
Minieri Riccio" (s. Anz. J. 1864. Nr. 537) ausgegeben worden. 
Ich habe den 1. Band dieses Eataloges als eine wahre Fund- 
grube für Bibliographen und Bibliophilen bezeichnet, nicht nur 
weil sich darin eine Menge höchst seltener,- zum Theile sehr 
wenig bekannter und selbst so gut wie unbekannter Werke 
verzeichnet findet, sondern auch die Verzeichnung eine den 
bibliographischen Forderungen angemessene ist; ich glaube 
auch den begonnenen II. Band in dieser Hinsicht den Biblio- 
graphen und Bibliophilen zur Beachtung empfehlen zu können, 
wenn es auch den Anschein hat, als seien von den eigentlichen 
und grösseren Seltenheiten der Bibliothek für den II. Band 
verhältnissmässig nur wenige übrig geblieben. 

[652.] Aus Rom 
findet sich in der Augsb. allgem. Zeitung Nr. 186. S. 3032, 
auf Grund einer von dem Generalprokurator des Bamabiten- 
ordens P. Carlo Vercellone herrührenden Nachricht, die Mit- 
theilung, dass in der Bibliothek des Basilidianerklosters Grotta- 
ferrata auf dem Albaner Gebirge unlängst ein bemerkenswerthes 
biblisches Schriftdokument — ein lateinisch-griechischer Codex 
(Palimpsest) — aufgefunden worden sei, welches zu den ältesten 
dieser Litteratur gehöre. Der Codex enthält fast den ganzen 
Jesaias und einen Theil der kleinen Propheten. Die erste 
Griechische Schrift scheint aus dem V. oder YI. Jahrhundert 
und die Schrift der auf dem Rande befindlichen Lateinischen 
Fragmente aus nicht viel späterer Zeit zu sein. Vercellone 
hofft, dass der Codex in Kurzem im Drucke erscheinen werde» 

[653.] Aus Wien. 
In der Sitzung der philosophisch -historischen Classe der 
Kais. Akademie der Wissenschaften vom 14. Juni hat Professor 
C. Halm aus München, der im verflossenen Herbste in der 
Schweiz bibliothekarische Untersuchungen angestellt, ein „Ver- 
zeichnis» der älteren Handschriften Lateinischer Kirchenväter 
in den Bibliotheken der Schweiz" vorgelegt, nebst zwei be- 



Litteratur und Mise eilen. 271 

sonderen Beilagen, welche kritische Mittheilungen zum Minucius 
Felix und zu Lactantius de mortibus persecutorum enthalten* 
Nach Halm'8 Aeusserung ist das von ihm auf der Sctutejsejv 
Reise gewonnene Material ein so reichhaltiges an werthvoQea 
Handschriften ersten Ranges, dass er mit. Bestimmtheit be- 
haupten zu können glaubt, es werde sich aus demselben eine 
grosse Anzahl von Schriften der Kirchenväter in wesentlich be- 
richtigter Gestalt herstellen lassen. Bei der Untersuchung der 
Stadtbibliothek zu Bern hat sich herausgestellt, dass der für 
seine Zeit vortreffliche Katalog von Sinner auf dem Gebiete 
der Lateinischen Kirchenväter zu einer Reihe nicht unwesent- 
licher Ergänzungen und Berichtigungen Anlass gab. Von den 
beiden Züruher Bibliotheken hat Halm in der Stadtbibliothek 
nichts für seine Zwecke Branchbares vorgefunden, um so mehr 
in der Cantonsbibliothek , welche in jüngster Zeit einen sehr 
namhaften Zuwachs von Handschriften aus dem Kloster von 
Rheinau erhalten hat. Ueber diese besitzt die Bibliothek einen 
sehr genauen und zuverlässigen handschriftlichen Katalog, der 
zur Verzeichnung und Beschreibung der wichtigsten und ältesten 
Handschriften patristischen Inhaltes eine erwünschte Grundlage 
gab. Am Ergiebigsten hat sich die Stiftsbibliothek von St. Gallen 
erwiesen, die nach Halm's Urtheil für die Textberichtigung der 
wichtigsten Kirchenschriftsteller noch als eine unerschöpfte 
Fundgrube zu betrachten ist, wie sie anderseits auch noch eine 
Nachlese von unedirten Stücken ergiebt. Auch hier gewährten 
die auf der Bibliothek selbst befindlichen handschriftlichen 
Kataloge einen festen Anhalt, denen gegenüber die gedruckten 
Aufzeichnungen von Hänel sich als unzulänglich erwiesen. 

In der Sitzung der nämlichen Olasse der Akademie vom 
28. Juni ist der von Dr. A. Reifferscheid eingesendete Bericht 
über die Bibliothek von St. Croce in Gerusalemme in Rom, 
welcher als 2. Stück der „Bibliotheca patrum latinorum Italica u 
in den Sitzungsberichten der Classe abgedruckt wird, von dem 
Referenten der Commission für Herausgabe Lateinischer Kirchen- 
väter Professor Vahlen vorgelegt worden. Der Bericht enthält 
genaue Mittheilungen über eine Reihe durch ihr Alter beson- 
ders werthvoller Handschriften, u. a. für Augustini confessiones, 
de genesi ad litteram, Cyprianus, Hieronymus adversus Jovini- 
anum, Maximus Taurinensis, einzelne Sermonen des Ambrosius, 
Augustinus, Hieronymus aus dem VII. und VIII. Jahrhunderte, 
und etliche andere jüngere und minder wichtige Handschriften 
aus dem IX. und X. Jahrhunderte, bei deren Untersuchung 
sich die von Angelo Mai (im Spicileg. Rom. T. V. 237) in der 
„Notitia codicum sessorianorum" gemachten Angaben, nament- 
lich in der Bestimmung des Alters der Handschriften, vielfach 
als unzuverlässig herausgestellt haben. 



272 Litteratur lad Misoellon. 

[«64.] Aus Wien 

igt, wie oben N*. 561 bereits erwähnt, im Selbstverlag^ des 
<*«aetaderath«s 4tr „Katalog der Bibliothek der K. K. Reiehs- 
■aupt- und Residenzstadt Wien. (Nach dem Stand* vom 31. De- 
zember 1864.) gr. «. XVI, 216 8. Pr. n. 1 Thlr." erschienen. 
Derselbe Mithält , attsser dem eigentlichen Kataloge, ah der 
Spitse eine Einleitung mit Notizen Über die ältere 1780 der 
Kais. Hofbibliothek einverleibte Und die neuere 1856 angelegte 
8tadtbtbltothek, Böwie die Ordnung für die Benutzung der- 
selben vom 30. Mär* 1865. Die Bibliothek, Zu deren jähr- 
licher Dotation anfänglich nur 500 Fl. ausgeworfen waren, seit 
1862 aber 1000 FL ausgesetzt sind, zerfällt in Vier Abthei- 
lüngen, wovon die erste Viennensia, die zweite Austriaca, die 
dritte Werke über Verfassung und Verwaltung, Volkswirtschaft 
und Statistik, die vierte endlieh verschiedene Werke utofässt, 
d. i. solche Bftcher, welche nach ihrem Inhalte nieht in die 
drei ersteren Abteilungen fallen, Und der Bibliothek entweder 
alt Geschenk angehen, oder auch in wissenschaftlicher öder 
administrativer Beziehung von Wichtigkeit sind. Ende 1864 
enthielten die vier Abtheilungen, die bildliehen Darstellungen 
in 540 Krr. nicht mit gerechnet, in der ersteh 2020, in der 
zweiten 1540, in der dritten 1496 und in der vierten 315, 
mithin zusammen 5371 Bände. Der von dem städtischen Ar- 
chivar und Chronisten Karl Weiss, dem die Verwaltung der 
Bibliothek Übertragen ist, bearbeitete Katalog folgt der Ein- 
tkettung der Bibliothek ' ia die vier genannten Abtheilungen, 
in welchen die Bächer und Manuskripte, unter einander ver- 
mischt, alphabetisch und zwar nicht blos nominell- sondern 
auch säehtteh- alphabetisch geordnet sind. Bei der dritten Ab- 
theilung ist noch ein systematisches Inhaltsverzeichniss hinzu* 
geftigt. Durch diese Anordnung des Kataloges glaubt de"r Ver- 
fasser demselben eine erhöhte Brauchbarkeit gegeben zu haben. 
Abgesehen davon, dass der Katalog dadurch ein etwas bunt- 
scheckiges Ansehen- erhalten hat, so möchte ich für meine* 
Porson> wohl glauben , dass durch eine rein alphabetische An* 
Ordnung und durch ein beigefügtes alphabetisches Sachregister 
mindestens die nämliche, wenn nicht eine grössere Brauch- 
barkeit des Kataloges erzielt worden wäre. Zudem ist die 
nominell- und sächlich -alphabetische Anordnung in dem Ka- 
taloge nicht ganz consequent und dicht tiberall richtig durch- 
geführt worden. 



NEUER ANZEIGER 



für 



Herausgegeben von Dr. J. Fetzholdt. 



Septbr.-Octbr. 



1865. 



Inhalt: 

Zar Litteratur der Geschichte der B uch druck erkun st. Von Dr. F. L. 
Hoff mann. — Die Schulprogramm-Litteratnr in den Bibliotheken. Nach 
Förstemann. — Die. Stadtbibliothek in Breslau. Von dem Qeheim- 
rathe Dr. Neigebaur. (Schluss.) — Allgemeine Uebersicht der Biblio- 
theken zu Madrid. Von Demselben. — Die Nationalbibliothek eu Madrid. 
Von Demselben. — Die Bibliothek der historischen Akademie zu Madrid. 
Von Demselben. — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[655.] Zur Litteratur der Geschichte der Buchdruckerkunst. 

Von 
Dr. F. L. Ho ff mann* 

Verfceichniss und Beschreibung einiger von Niederländern ver- 

fassten Werke und Aufsätze ans dem XIX. Jahrhunderte, die 

Geschichte der Buchdruckerkunst betreffend. 

Aus der öffentlich versteigerten Bibliothek H. W. Tyde- 
man's erwarb ich vor Kurzem eine ziemlich bedeutende An- 
zahl in der Ueberschrift näher bezeichneter Schriften. Ich 
liefere hier von denselben, mit Hinzufügung derer, die ich 
schon früher besass, ein sie bibliographisch genau beschreibendes 
Verzeichnisse wie man es in dieser Form sonst nirgends finden 
möchte. Zum Theil sind sie freilich schon aufgeführt in meinem 
„Essai d'un liste chronologique des ouvrages et dissertations 
concernant Thistoire de l'imprimerie en Belgique et en Hollande*', 
im „Bulletin du Bibliophile Beige", 12r Bd., 1856, S. 1—12, 
85—97, 180 — 188, 320 — 330, 380 — 3893 13r Bd., 1857, 
S. 28—32, 159—176, 246—256, 273—285, 337—349; 14r Bd., 
1858, 8. 169—191, 348—353 (— auch in 30 Exemplaren be- 
sonders abgedruckt, Bruxelles, F. Heussner, 1859, gr. 8., Vor- 
setztitel u. Titel, u. 137 SS. — ). Da ich das dort Verzeich- 
nete aber nicht alles aus eigener Ansicht kannte, so stellen 
sich manche Titel in ungenügender Weise dar. Ueberhaupt 
war es nicht möglich, die grosse Menge in Deutschland mehr 
oder weniger seltener kleiner Schriften in dem „Essai" strengen 
bibliographischen Anforderungen vollkommen entsprechend zu 
beschreiben, auch war Dieses nicht eigentlich meine Absicht; 
nur einen möglichst vollständigen Nachweiss des von einem 

20 



274 Zur Litteratur der Geschichte der Buchetruckerkunst. 

künftigen Bearbeiter der Geschichte der Niederländischen u. 
Belgischen Buchdruckerkunst zu benutzenden Materials wollte 
ich geben. — Die Vorarbeit zu einer zweiten, vielfach berich- 
tigten, vermehrten u. bis zur Gegenwart fortgesetzten Ausgabe 
des „Essai" ist vollbndet, es wird aber wol nicht leicht sein, 
für dieselbe einen Verleger zu finden. 

Was hier folgt, ist als eine kleine bibliographische Mono- 
graphie, als eine Specialität zu betrachten, die sich den vielen 
vortrefflichen Arbeiten des Herausgebers des „Anzeigers" Aber 
andere Stoffe, welche diese Zeitschrift brachte, anzuschliessen 
versucht. 

Ich habe, wie im „Essai" 9 die chronologische Ordnung ge- 
wählt. — Die mit einem Sterne bezeichneten Schriften sind in 
der Hamburgischen Stadtbibliothek vorhanden. 

Auf Vollständigkeit kann meinVerzeichniss keinen Anspruch 
machen, vielleicht wird es aber von anderer Seite im „Anzeiger" 
ergänzt. 

Verhandeling over de uitvinding der boekdrukkunst ; in Holland 
oorspronkelijk uitgedacht, te Straatsburg verbeterd en te 
Meiftz voltooid; door W. H. J. van Westreenen, histo- 
riograaph van de orde der unie, adjunctrijks-archivarius &c. 
— AJEAQOI2 JHMOIS. 

In nummo Antiocbiae, Selenciae 
Apameae et Laodiceae. 
*s Haage, bij P. van Daalen Wetters. MDCCCIX. Auf 
der letzten nnbezeichneten Seite : Desze verhandeling over de 
uitvinding der boekdrukkunst, is, door deze kunst zelve, uit- 
gevoerd, in de stad 's Hage, ter drukkerij van de heeren ge- 
broeders Vosmaer, en volleind op. den XXsten van winter- 
maand des jaars MDCCCIX. Gr. 8°. Tit., 2 unbez. SS., 
181 bez. u. 3 unbez. SS. 

Berigt von een zeer merkwaardig overblyfsel van den arbeid 
van Laurenz Jansz, gemeenlyk Laurens Koster genaand, 
eersten uitvinder der drukkunst, het welk, den 29sten van 
grasmaand aanstaande, by den boekverkooperHaak te Leyden, 
openlyk zal verkocht worden. In: Algemeene Konst- en Letter- 
Bode, voor het jaar 1809, gr. 8°., I. deel, S. 195—196. 

Aanmerkingen wegens een' honten druk-vorm, waarin de letters 
eener bladzyde van een latynsch Horarium verkeerd gesneden 
staan, en welke den 29sten van grasmaand 1. 1. door den . 
boekverkooper Haak, te Leyden, openlyk verkocht is als een 
overblyfsel van de' arbeid van Laurens Janszoon Röster. Door 
den beer G. Van Lennep, eersten onder-bibliothecaris 
der groote Eoninglyke bibliotheek, in den Haag. Ebend. 
& 371—376. 



Von Dr» F. L. Hoffinann» •* 275 

Aan den beer G. Van Lennep, u. s. w. over deszelfs aanmer- 
kingen wegens een' houten druk-vorm, waarin de letters eener 
bladzyde van een latynsch Horarium verkeerd geschneden 
staan, u. s. w. Door Jacobus Koning, te Amsterdam. 
Ebend. IL deel, S. 4—11, 19—25. 

Wederlegging van het geschrift van den here Jacobus Koning, 
ovßr de aanmerkingen wegens den houten druk-vorm, u. s. w. 
door mr. G. Van Lennep, u. s. w. Ebend. S. 102—109, 
120—126. 

Beantwoording van het nader geschrift van de beer mr. 
G.J Van Lennep u. s. w. over den honten druk-vorm u. s. w., 
door Jacobus Koning, te Amsterdam. Ebend. S. 259 — 
263, 281—287, 294—299. 

Proeve ter beantwoording van de vraag: „Kan het aan Haarlem 
met eenigen grond betwist worden, dat de Konst, om met 
enkel verplaatsbare letters te drukken, aldaar voor het 
jaar 1440 door Laurens Eoster is uitgedacht? — En is 
met deze konst van daar naar Mentz overgebragt, en aldaar 
verbeterd door letters van tin gegoten voor de houten letters 
in plaats de stellen?" Ohne Druckort u: Jahr. Ueberschrift 
des Textes: Verhandeling over de uittinding der boekdruk- 
konst door Laurens Jansz. Koster te Haarlem. Gr. 8. Tit. 
n. S. (123)— 216. 

Ans: Mnemosyne. Mengelingen voor wetensehappen en 

fraaije lotteren, verzameld door H. W. Tydeman en N. G. Van 

Kampen. P deel. Dordreeht 1815. Unterzeichnet: H(endrik) 

W(illem) T(ydeman). (Ich besitze auch das Manuscript 

dieser Abhandlung, die neben Koning's Preisschrift beachtet 

zu werden verdient.) . 

Verhandeling over den oorsprong, de nitvinding, verbetering 
en volmaking der boekdrukkunst. Door Jacobus Koning, 
commisgriffier bij der regtbank van eersten aanleg te Amster- 
dam, lid van de Maatschappij der nederlandsche letterkunde. 
Door de hollandsche Maatschappij der wetensehappen te Haar* 
lern, in mei 1816, mit den gouden eer prijs bekroond. Te 
Haarlem, by A. Loosjes, Pz. 1816. A. m. d. Tit.: Letter« en 
oudheidkundige verhandelingen van de hollandsche maat- 
schappij der wetensehappen te Haarlem. Tweede deel. 
U. s. w. Gr. 8<>. 2 BB. Tit., VHI, 475 (476), XVI bez. 
n. 8 unbez. SS. M. 8 lithogr. Tafeln. (Taf. 8 zwei BB.). 

Berigt en bevordeling van de Verhandeling van Jacobus Koning, 
over de uitvinding, verbetering en volmaking der boekdruk- 
kunst. Welke door de Maatschappij der wetensehappen te 
Haarlem is bekroond. 

In: Geschied- en letterkundig mengelwerk van Mr. Jacobus 

Scheltema, ridder der orde van den nederlandschen leeuw, 

20* 



976 £ur Litteratur der Geschichte der Buchdruckerkunst. 

lid. van hefc Eoainklijke Instituut en andere maatschappijen van 
wetenschaip. II. Te Amsterdam, bij Hendrik Oartman. 1817. 
Gi>, 8.«. S. 180—267. 

Gonspectas of berigt aangaatode de Verhandeling van Jacobus 
Eoning u. s. w. Door M. Jacobus Schelteina u. s. w. 
T4 Amsterdam» bij Hendrik Gartman, 1817. Gr. 8°. M. d. 
Tit. 81 SS; 

Besonderer Abdruck der vorstehenden Abhandlung mit 
etwas verändertem Titel; wie S. 4 hinzugefügt, nur in einigen, 
ztr Geschenken bestimmten Exemplaren gedruckt. 
Bijdrageri tot de geschiedenis der boefcdrukkunst, door Jacobus 
Eoning, lid van het zeeuwsch genootschap, van de maat- 
schappij der wetenschappen te Haarlem en die der neder 
ländsche letterkunde te Leiden. Te Haarlem, bij de wed. 
A. Loosjes, Pz. MDCCCXVIII. Gr. 8°. Tit., II u. 138 
(140) SS. 
Bibliographische zeldzaamheden. 's Hertogenbosch, ter bock- 
en stads*courant-drukkery van H. Palier en zoon. 1818. 8°. 
m. d. Tit. 43 SS. 

Ausführliche Beschreibung voll vier alten Drucken, die sich 
in der Bibliothek des Verfassers Carl Gerard Hultman 
befanden: 1. Dat Dieren Palleys ende di vergaederinge van 
den beesten der aerden n. s. w. Schlussschrift: Gheprent bi 
vay Jan van doesborch Thantwerpen. Int iaer ons beeren 
Bf. CCCÖC, ende XX. den vyften dach in Meye, F. 2. Aureum 
reminiscendi memorandique opusculum, u. s. w. (Von Hermann 
van den Bussche), Schlussschrift: . . . Impressum in felici 
Ciuitate Coloniensi per honestum virum Lodovvicum Renchen 
morantem in Noua platea in Rota. Anno virginalis partus 
Millegimo qpingentesimo primo decima die mense Decembris, 
4°. 3. . . . . Sermones Socci de sanctis, u. s. w. Schluss- 
schrift : Expliciunt sermones Socci de sanctis cum summa dili- 
gentia correeti et impressi Dauentriae etc. F. 4. Hier be- 
ginnt een niuerlyc boec van den scaespul u. s. w. 

Schluasschrift : Int iaer ons heren dusent vierhondert ende neg- 
hentseuentich op ten anderden dach van october. soe is dit 
ghenoehlycke boeck voleynt ende ghemaect ter goude in 
hoilant. by my gheraert leeu. lof heb god. F. 

In dem Eatalog der am 9. Julius 1821 in Hertogenbosch 
verkauften Bibliothek Hultman's: „Bibliotheca Hultmanniana, 
u. 8; w., Syivaeducis, apud H» Palier et filium", 8°., enthalten 
die Seiten 8—64, Nr. 13—535: „Editiones Saeculi XV et XVI", 
welche Abtheilung wegen der werthvollen bibliographischen 
Noteii Bcaehtung verdient. Eine „Notice des prise" lehrt die 
Preise kennen. 



Von Dr, F. L. Hoftaami. 911 

Dissertatio hiötorico-juridfica, de juribus typographorum et biblio- 
polarum in regno belgico, quam, anauente strmmo nutnine, ex 
auctoritate rectoris magnifici Meinardi Simonis Da Pni, n. s. w. 
nee non netoilissimae facuMatis juridicae decreto, pro grätu 
doctoratns, summisque in jure romano et hodterno houorfbus 
ac privilegiis, in academia lugduno-fbatava, rite et legitime 
consequendis, eruditorum examini submittii Johannes Tibe- 
rius Bodel Nyenhuis, Amstelodamensis. Die XXVI 
Augusti MDCCCXIX. Hora XI. Lugduni Batavorum, aptrfl 
S. et J. "Luchtmans, aeademiae typographos: MDCCCXIX. 
Gr. 8°. -Satz auf 4°. -Papier m. Vorsetzet, u. Tit. XIV u. 
447 SS. 

Lettre ä mm. les r&iacteurs de la Galerie des contemporains 
sur la necessite de rectifier et completter Farticle concemant 
M. J. Koning; par J. Scheltema, Chevalier de Poivclre du 
Hon belgique, membre de l'institut royal des Pays-Bas, de 
la soci6t6 imperiale de Moscou et de Celles de Ba^rlem, 
St. Petersbourg, Leyden, etc. La Haye, de rimprimerfe bel- 
gique; Spui, N. 12. 1819. Gr. 8. M. d. Tit. VIU u. 38 
(40) SS. 

Der betr. Artikel verfasst von G. Van Lennep. 

Dissertation sur l'art typographique contenant: Un apper$u 
historique de ses progres durant le XV et le XVI siecle, et 
des recherches sur Finfluence de cet art sur les lumtereii de 
l'esptae humaine. Par G. H. M. Delprat, pasteur de 
Fegliöe wallonne ä Leeuwarden. Memoire qui a remporte 
le prix dans le concours propoee en 1816 par la societe 
provinciale des arts et de sciences ä Utrecht. 

Les livres gouverneat le monde. 
Bafbeyrac. 
A Utrecht, ehez J. Altheer. 1820. Gr. 8«. M. d. Tit. 
138 (139) SS. 

Haarlems en Kosters regt op de.uitvinding der boedrukkunst 
gehandhaafd tegen twee aanvallen in de Arnhemsohe Coutant 
en de Bij. (Gedrokken uit den Algemeenen Konst- en Letter- 
bode 1823, Nr. 45 en 46.) Gr. 8°< 18 SS. 

Verhandeling over het nut der boekdrukkunst. Voorgelegen 
in de zutphersche afdeeling der maatschappij: Tot nut van 
't algemeen. Den öden van slagtmaand 1823. Döor Mr. 
J. H. Van der Schaaff. Te Amsterdam, by G. Van Dijk. 
1823. Gr. 8°. M. d. Tit. 36 SS. 

De viering van het vierde eeuwfeest, der boekdrukkun&t , te 
Baadern, den 10 en 11 Julij 1823. Te Haarlem bij Met 
en Meylik, lange Bagijnestraat, no. 1016. De prijft ift 6 
ßtuivers. 8°. M. d. Tit. 16 (17) SS. M. 2 Hoitsehnitten. 



278 Zur Litteratur der Geschichte der Buchdruckerkunst. 



Beschrijving van het 
feest, dat na vier 
honderd jaren, 

Den lOden en 1 lden Julij 
.1820 en 3 



Holzschnitt« 



tot Laurens Kosters eer, 
gevierdisaan het sparen, 

't is duidelijker en 
klaarder dan filosofie. 



Auf einer Seite bedrucktes Folioblatt. Verse. 

Körte beschrijving der boeken door Lourens Janszoon Koster, 
te Haarlem, tusschen de jaren 1420 en 1440 gedrukt; alsonede 
van eenige merkwaardigheden tot de geschiedenis van 
L. J. Koster betrekkelijk, bij gelegenheid van het vierde 
eeuw-feest van de uitvinding der boekdrukkunst, in de Kerk 
der doopsgezinde gemeente aldaar ten toon gesteld, op den 
lOen en llen Julij 1823. Ohne Ort u. Jahr. Gr. 8°. 
M. d. Tit. 20 SS. 

Redevoering op het vierde eeuwfeest von de uitvinding der 
boekdrukkunst binnen Haarlem, aldaar uitgesproken op den 
10 Julij des jaars 1823 door J. H. Van der Palm. Te 
Haarlem, bij Vincent Loosjes, MDCCCXXIII. Ten voordele 
van de armen der stad Haarlem. Gr. 8°. M. d. Vorsetztit. 
u. Tit. V1H u. 29 SS. 

Redevoering voor de Kinderen der stads-armen-scholen , bij 
gelegenheid van het vierde eeuwgetijde van de uitvinding 
der boekdrukkunst door Laurens Jansz. Koster. Gehouden 
binnen Haarlem, den 11. Juli 1823. Door J. S. Van Sta- 
veren, predikant bij de hervormden aldaar. Te Haarlem 
bij de erven Francis Bohn, MDCCCXXIII. 8°. M. d. Tit. 
30 SS. 

Feestzang, bij de viering van het vierde eeuwfeest der uitvin- 
ding van de boekdrukkunst te Haarlem. Door Cornelis 
Loots, ridder der orde van den nederlandschen leeuw en 
lid van het koninklijk-nederlandsch instituut. Te Amsterdam, 
bij Johannes Van der Hey en zoon. 1823. Gr. 8°. M. d. 
Tit. 15 SS. 

Eeen nieuw lied, tegen de domooren; bij het vierde eeuw feest 
van de uitvinding der boekdrukkunst, door Lourens Janszoon 
Koster, te Haarlem. — Afscheids-lied aan alle leugenaars, 
op het Kosters-feest van 10 Julij 1823. — Nieuw lied. Voor 
de vijanden van alle Kettingen; op Kosters jubel-feest. — 
Hartelijke woord aan alle opregte vaderlanders toegezongen 
op het Kosters-feest. 4°. 4 SS. 

Gedenkschriften wegens het vierde eeuwgetijde van de uitvin- 
ding der boekdrukkunst door Lourens Janszoon Koster, van 
stadswege gevierd te Haarlem. den 10 en 11 Julij 1823; 
bijeenverzameld door Vincent Loosjes. Mit platen. Te 



Von Dr. F. L. Hoffmann. 279 

Haarlem, bij Vincent Loosjes. — MDGCCXXIV. Auf der 
letzten unbez. Seite: Ter drukkerij van Johannes Ensched6 
en zoonen, te Haarlem. Gr. 8°. M. Kostens Bildn. u. 3 
KK; Vorsetztit u. in Kupfer gestoch. Tit., 3 unbez. SS., S. 
VI— LIV, 462 bez. u. 2 unbez. 88. 
Der reichhaltigen Sammlung fehlt eine Angabe der ein- 
zelnen Bestandtbeile ; sie sind specificirt in meinem „Essai" a. a. 

0. u. im besond. Abdrucke 8.- 37 u. 38. — Das Verzeichniss 

der Subscribenten füllt die SS. XII— LIV. 

Bijdragen tot de geschiedenis der uitvinding van de boekdruk- 
kunst, door Abraham De Vriea, pb. th. m. et L h. d. 
Ohne Ort und Jahr. Ueberschrift des Textes: Nieuwe bij- 
dragen tot de geschiedenis der uitvinding van de boekdruk- 
kunst, door Lourens Janszoon Koster te Haarlem. Gr. 8°. 
Tit. u. 95 SS. 
Abdruck aus den „Gedenkschriften." 
Ein zweites Exemplar ohne den Titel. 

Portefeuille d'un ancien typographe, ou recueil de lettres sur 
divers sujets, de personnages et gens de lettres distinguta, 
avec plusieurs piöces interessantes et des notes pour l'in- 
telligence du texte. Imprimä aux depens de l'Miteur, & la 
Haye. 1824. Gr. 8°. M. d. Tit. VHI u. 253 SS. 

An den Buchdrucker und Buchhändler Peter Frederik 

Gosse gerichtete Briefe, die namentlich den Druck von 

Swedenborg's Werken betreffen. 

Aanbieding ter inteekening, op enne uitgave van afbeeldingen 
der ehassinetten, beschriften enz., bij het vierde eeuw-feest 
van de uitvinding der boekdrukkunst, door Lourens Jansz. 
Koster; te Haerlem tentoongesteld, den 11 den Julij — 
MDCCCXVIII. — Ueberschrift des Textes. Gr. 8°. 7 SS. 
Unterzeichnet: Haerlem, den 31sten van maart 1825. 

J. E. Van Varelen. 

Nieuw onderzoek naar de aanspraak van Holland op de uit- 
vinding der boekdrukkunst, door prof. Ebert te Wolfen- 
buttel; en brief wegens het geschrift van prof. Friedrich 
Lehne. (Getrokken uit den Algemeenen Konst- en Letter- 
bode^. Met een voorrede en eenige aanmerkingen van 
Jacobus Koning. Te Haarlem bij de wed. A. Loosjes 
Pz. MDCCCXXV. Gr. 8*. Tit., V u. 46 SS. 

Jan Frans Willems veröffentlichte 1828, im zweiten Theile 
seines Mengelingen van vaderlandschen inhoud (1827 — 1830, 
Antwerpen, w. e Schoesetters, 8°., m. KK., Karten u. Facsimi- 
les), S. 69 — 86: Bericht wegens de antwerpsche boek-printers 
der vyftiende eeuw, en den drukker van het Breviarium 
Tornacense. Jacobus-Koning lieferte im Mai 1828 in 
der Zeitschrift; De vriend des vaderlands" eine „Beoorde- 



2$ß Zur Litteratur der Geschichte der ßuchdruckerkunst. 

. ling u dieser Abhandlung und Willems darauf in derselben 
Zeitschrift im Junius 1828: „Tweede bijdrage tot de geschie- 
denis der boekdrukkunst in Antwerpen." Diese drei Arbeiten 
sind wieder abgedruckt (die erste mit einigen Zusätzen und 
einem Facsimile) im achten Theile des * Belgisch museum 
. voor de nederduitsche tael- en letterkunde en de geschie- 
denis. des vaderlands, uitgegeven of last der maatschappij 
tot bevoerdering der nederduitsche tael- en letterkunde door 
J. F. Willems. Te Gent, by F. en E. Gyselynck, boek- 
en steendrukkers, 1844, Gr. 8°., S. 17 — 71. (Separatab- 
druck: Berigten wegens de boekprinters van Antwerpen ten 
jare 1442, u. s. w.) 
Sorte schets van den voortgang der boekdrukkunst in Neder- 
land in de XVde, en haare verdere volmaaking in de XVIde 
en XVIIde eeuw: door W. H. J. baron van Westreenen 
van Ti eil an dt. In 's Gravenhage en te Amsterdam, bij 
de gebroeders van Cleef. 1829. M. Vorsetztit. u. Tit. 37 88. 
Berigt en bevordeeling van het werk van mr. C. A. Schaab, 
getiteld: De geschiedenis der uitvinding van de boekdruk- 
kunst, door Johann Gensfleisch, genaamd Gutenberg te Mentz, 
gegeven door mr. Jacobus Scheltema u. s. w. Te Ut- 
recht, bij G. H. Van Terveen en zoon. 1832. Gr. 8°. 
Tit., XIV u. 232 (233) SS. 
* Bericht u. Beurtheilung des Werkes von Dr. C. A. Schaab. 
betitelt: Die Geschichte der Erfindung der Buchdruckerkunst, 
durch Johann Gensfleisch, genannt Gutenberg, zu Mainz, von 
Jacobus Scheltema u. s. w. Amsterdam, bei C. G. 
Sülpke. 1833. Gr. 8°. Tit., 2 unbez. u. 227 (228) SS. 
Nach einer vom Verfasser vermehrten und verbesserten 
Bearbeitung übersetzt. S. 218 — 227: Anhang (neu). Vorwort 
des Uefyersetzers H. P. unterzeichnet. 

Catalogus der letterkundige nalatenschap van wijlen Jacobus 
Koning u. s. w. Tweede deel. Boekwerken enz. wa*r- 
van de verkooping zal plaats hebben op maandag, den 
14 den Octofcer 1833 en volgende dagen u. s. w. te Amster- 
dam u. s. w. A. m. d. Franz. Tit.: Catalogue de la collec- 
tion litteraire laissee par feu mr. Jacques Koning u. s. w. 
Gr. 8°. 

Hier verzeichnet wegen des Inhalts der SS. 1 — 34: Boek- 
drukkunst -Zeldzaamheden tot den uitvinder, de uitvinding of 
geschiedenis der boekdrukkunst betrekkelijk. Eerste en hoogst 
merkwaardige voortbrengselen van de drukpers. Geschiedenis 
der boekdrukkunst enz. 

Auch der Catalogus van eene aanzienelijke verzameling 
van latijnsche, nederduitsche en eenige weinige fransche uit- 
manfcejid geconditioneerde boeken, die Jacobus Koning 1828 



Von Pr. F. h. Hoflfraon. 281 

im September zu Amsterdam verkaufen Hege, enthält viel 

Beachtenswerthes. 

Berigt nopens de oudste uitgave der schritten van Johannes 
Gerson. Door N. C. Kist. üit het Arehief voor kerk. ge- 
schied. V. deel. Gr. 8°. 13 SS. u. 8 SS. BiJYoegsel. 
Abdruck aus dem von N. G. Kist und H. J. Royaards 

herausgegebenen Arehief voor kerkeliche geschiedenis inzonder- 

heit van Nederland, V. deel, Leiden, Luchtmans, 1834, 

S. 203—216 u. 479—486. 

Eenige der toevoegsels gegeven aan het berigt en de beoor- 
deling van het werk van Mr. C. A. Schaab, bij de vertaling 
van hetzelve in het hoogduitsch. 

In: Geschied- en letterkundig mengelwerk van Mr. 

Jacobus Schelte ma u. s. w. Vijfde deel. III. Te Utrecht, 

bij J. G. Van Terveen en zoon. 1834. Gr. 8°. 8. 73—117. 

Jets over het vroeger geschil tusschen 0. Dahl en C A. Schaab 

aangaande de Verdiensten van Peter Schöffer jegens de 

boekdrukkunst, en over de latere geschritten deswege tusschen 

C. A. Schaab en T. H. Külb gewisseld. 

In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 

S. 118—153. 

Berigt aangaande eene merkwaardige recensie van het werk 
van Mr. C. A. Schaab, voorkomende en de Jenaisehe alge- 
meine Litteratur Zeitung, Julij 1833 van no. 133 — 136 of 
bl. 98—123. 
In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 

S. 154—167. 

Jets over de werkjes van den hoogleeraar Friedrich Lehne, en 
derzelver naaste gevolgen. 

In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 

S. 168—178. 

Levens-schets van Laurens Janszoon Koster. — Aaanhangsel 
over het gebeur tusschen 1439 en 1478 in betrekking tot 
de oudste drukkerij te Haarlem. — Narede. 
In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 

S. 179—240. 

De geloofwaardigheid van Adrianus Junius gehandhaafd, teil 
opzigte van zijne berigten aangaande de uitvinding en be- 
oofening der boekdrukkunst te Haarlem. 

In: Geschied- en letterkundig mengelwerk van Mr. 

Jacobus Scheltema u. s. w. Zesde deel I. Te Utrecht 

u. s. w. 1834. Gr. 8«. S. 1—148. 

Besonderer Abdruck dieser Abhandlung. Ohne Ort. 1834. 
Gr. 8°. Vorsetztit. M. Tit. 148 SS. 

Jets over den Donat, in klein quarto met 27 regeis, welke te 
Mentz met haarlemmer letters gedrukt is. 



282 Zur Litteratur der Geschichte der Buchdruckerkunst. 

In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 
8. 236-246. 

Jets over de honderd acht en twintig jaren, in het verhaal van 

' Junius, of over de mogelijkheid en geloofwaardigheid van 

Berigten, nit de tweede hand, zelfs bij nog langer tijdverloop. 

In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 

S. 246—251. 

Nalezingen op de levensschets van Laurens Janszoon Eoster, 
welke in het voorgaand stuk van dit Mengelwerk it geplaatst. 
In: Mengelwerk van Jacobus Scheltema a. a. 0., 
S. 252—270. 

Der Geist Johann Gensfleisch's genannt Gutenberg an Dr. G. A. 
Schaab. Und den Ausschuss zur Errichtung des Denkmales 
zu seiner Ehre zu Mainz. Utrecht, bei Robert Natan. 1835. 
Vorsetztit. : Der Geist Johann Gensfleisch's genannt Gutenberg 
an Dr. C. A. Schaab und die Gutenbergs -Commission zu 
Mainz; auf der Rückseite: Druck von J. Kips, J. H. z., im 
Haag. Vorsetztit. u. Tft. u. 66 SS. 
Von Jacobus Scheltema. 
Berigt aangaande het stuck van Dr. G. C. Braun, professor 
te Mentz, getiteld: Narede op Scheltema' s narede, over de 
contrasten tusschen de eeuw-feesten te Haarlem en 1823 en 
te Mentz in 1836, met de beantwoording. 
In: Geschied- en letterkundig mengelwerk van Mr. 
Jacobus Scheltema. Zesde deel. IL Te Utrecht u. s. w. 
1836. Gr. 8°. S. 1—52. 

Recherches bibliographiques sur quelques impressions neerlan- 
daises du quinzi&me et du seiziöme siecle par E. H. J. Du 
Puy de Montbrun. Avec des planches xylographiques. 
Ldide, S. et J. Luchtmans. 1836. Auf der Rückseite des 
Vorsetztitels: Imprimä par J. Eips, J. H. z. k la Haye. Gr. 8°. 
Vorsetztit. u. Tit., VIII u. 98 (99) SS. Die Holzschnitte im 
Texte. 

Herr Marquis Du Puy de Montbrun-Saint-Andrö hat 
im Bulletin du Bibliophile Beige, t. XIII (2e särie t. IV), S. 33, 
t. XVI (2e s6rie, t. VII), S. 91—95, t. XVIII (2e s&rie, t. IX), 
S. 300—308, und t. XX (2e s6rie, t. XI), S. 213—226, werth- 
volle Analysen des vortrefflichen Werkes: Monumens typo- 
graphiques des Pays-Bas du XVe stecle, par J. W. Ho Itrop 
Gollection de fac-simile d'aprös les originaux, conserv6s ä la 
bibliothöque royale ä la Haye et ailleurs. Etablissement 
lithographique de M. E. Spanier. A La Haye, chez Martinus 
Nijhoff, 1857—1864, F., 1.— 17. Lieferung, mitgetheilt Der 
Verfasser ist beschäftigt den Text umzuarbeiten. Diese Um- 
arbeitung wird bei der letzten [einundzwanzigsten] Lieferung 
des Werkes, mit welcher dasselbe abgeschlossen und dann aus 



Toa Dr. F. L. Hoftnann. S83 

dnhundertundfflnfzig Platten bestehen wird, erscheinen, wahr- 
scheinlich anfangs des nächsten Jahres. 
Diatribe in Hadriani Jnnii vitam, ingenium, familiam, merita 
literaria, quam, quod dens bene vertat, ex anctoritate reo- 
toris magnifici, J. L. C. Schroeder van der Kolk, u. s. w. 
amplißsimique senatns academici consensu, ac nobilissimi 
ordinis philos. theor. et literarnm hnmaniornm decreto, pro 
gradn doetoratus, summisque in philosophia theoretiöa et 
Uteris humanioribus honoribns ae privilegiis, in academia 
rheno-trajectina, rite et legitime conseqnendis ernditornm 
examini submittit Petras Scheltema, Amstelodamensis. 
Die 26 m. martii a MDCCCXXXVI. hora V. Amstelodami, 
apnd M. H. Schonekat. MDCCCXXXVI. Auf der Rück- 
seite: Ex officina typographica C. A. Spin. Auch m. lithogr. 
Tit.: Diatribe in Hadriani Junii vitam, ingenium, familiam, 
merita literaria. (Illum. Wappen m. Unter sehr,: Insignia 
gentilia Hadr: Jnnii. Scripsit P. Scheltema u. s. w. Gr. 
8°. Vorsetztit., Tit. n. lithogr. Tit. u. 104 SS. M. Junins' Bildn. 
Ueber die „Batavia" S. 71—76. 
Besehrijving van een nieuwlings ontdekt exemplaar van de 
Biblia paupernm en de Ars moriendi; begleid van eenige 
aanmerkingen en een facsimile. Gedrnkt voor rekening van 
den sebryver. Te Amsterdam bij D. Groebe. 1839« Gr. 8°. 
Vorsetztit. M. d. Tit. IV n. 43 SS. 
* De boekdrukkunst, en derzelven uitvinder Laurens Jans*. 
Eoster. Door P. J. V. Duseau. Amsterdam, M. Wester- 
man & zoon. Ohne Jahr. Kl. 8°. Tit. VII (VIII) u. 162 SS. 
M. d. Bildn., illum. Titelvignette n. 3 KK. 

Vorwort, Winschoten, Jan. 1839.' — Jugendschrift. 
Besehrijving van het in de koninklijke bibliotheek te'sGraven- 
hage berustende handschrift der Batavia, nit de nagelaten Schrif- 
ten van mr. Gerard Van Lennep. Mit fac-simile's. (Is niet 
in den handel.) Te 's Gravenhage, ter boekdrukkerij van A. D. 
Schinkel. 1840. Gr. 8° auf gr. Pap. Mit d. Tit. VI n. 20 SS. 
De vergoding van Gutenberg in onze dagen; of thien vragen, 
tot bewijs, dat Johann Gutenberg niet de uitvinder der boek- 
drukkunst was. Naar het hoogduitsch van Maximiliaan 
Langen schwarz. Mit eene voorrede en aanteekeningen 
van G. van Enst Eoning, lid der maatsehappij van neder- 
landsche letterkunde te Leiden enz. Te Groningen, bij J. 
Oomkens. 1842. Gr. 8°. M. Vorsetztit u. Tit. VIII u. 71 SS. 
Uebersetzung von: Die Gutenberg-Schwärmerei unserer 
Tage. Oder: Zehn Fragen als Beweis, dass Johann Gutenberg 
nicht Erfinder der Buchdruckerkunst war. Von Maximilian 
Langensehwarz. Leipzig, 1841. Verlag von Heinrich Franke» 
Gr. 8«. Mit Vorsetztit. u. Tit 64 SS. 



$84 Zur Litteratur 4er Geschichte der Bnchdruckerkunst. 

Beekdntfckiinst. (övergenomen nit den Algemeenen Konst-'en 
Letterbode, n? 52 van het jaar 1841.) Gr. 8*. 10 SS. 
Unterzeichnet: Nov. 1841. A. de Vries. Betr. Langen- 

sohwarz's Schrift. 

Aanteekeningen over het geslacht en de drukwerken van den 
delftschen boekdiukker Hermanns Schinekel. Zamengesteld 
iOQT J. L. C. Jacob. Vi vit post fnnera yirtus. Delftschen Marte- 
laer, Bl. 44. 's Gravenhage, bij J. L. 0. Jacob. 1842. Kl. 8°. 
M. d. Tit. 40. SS. mit einer Wappen-Abbildung. 

Besonderer Abdruck aus: Jaarboekje voor de boekhandel 

voor 1842 — 43. 's Gravenhage, 1843? S. 24—67, woselbst jedoch 

die sechs letzten Zeilen des Todesurtheils Scbinkel's weggelassen. 

Eclaircissemens sur l'histoire de l'invention de rimprimerie, 
contenant: Lettre k m. A. D. Sehinkel, ou räponse k la 
notice de m. Guichard sur le Speculum humanae salvationie; — 
Dissertation sur le notn de Coster et sur sa pretendue Charge 
de aacristain; — Recherehes faites k Toccasion de la quatriöme 
fite s6culaire & Haarlem en 1823. Par A. De Vries, 
docteur 6s lettres, membre de l'institut-royal des Pays-Bas. 
Traduit du hollandais par J. J. F. Noordziek, sous-biblio- 
A6caire de la bibiiothäque royale k la Haye. La Haye, 
imprimerie de A. D. Sehinkel, imprimeur-editeur. 1843. Auf 
der Rückseite des Vorsetztitels: Se trouve k Londres, chez 
Dulau & Co., k Paris, chez Brockhaus et Avenarius, k Leip- 
zig, chez Id. Gr. 8°. M. d. Vorsetztit. u. Tit. XLII u. 275 
(276) SS. 

Tweetal bijdragen, betrekkelijk de boekdrukkunst. (Niet in den 
handel.) 's Gravenhage, ter boekdrukkerij van A. D. Sehinkel. 
1844. Gr. 8«. M. d. Tit. 28 SS. 
Von A.D. Sehinkel. Enthält: I. Betoog datmetop hout 

gesneden beweegbare letters boekwerken keennen gedrukt 

werden. Mit einer in Holz geschnittenen Vignette. II. Brief 

aan den heer J. W. Holtrop, bibliothekaris der koninkelijke 

bibliotheek te 's Gravenhage, over de onlangs nieuw gevonden 

fragmenten van een' Donatus. 

* Arguments des Allemands en faveur de leur pr6tention 
k Finvention de rimprimerie: ou examen critique de l'ouvrage 
de M. A. E. Umbreit: Die Erfindung der Buchdruckerkunst. 
Par A. De Vries, Chevalier de l'ordre du lion neerlandais. 
Traduit du hollandais par J. J. F. Noordziek, membre de la 
80ci6te de litörature k Leide. Faisant suite aux: Eclaircisse- 
ments sur l'histoire de l'invention.de rimprimerie. La Haye, 
imprimerie de A. D. Sehinkel. Imprimeur-öditeur. 1845. 
Ör. 8«. M. Vorsetztit. u. Tit. XXXIV u. 212 SS. 

Jets over de afbeeldingen van Laurens Jansz. Koster, door 
den baron van Westreenen van Tielandt. In Graven- 



Vpö I>n F. L. Böf mÄÄ4 986 

hage en te Amsterdam bij de gebroeflers van Cteef. 1847« 
Auf der Rückseite de» Titel«: Bi*n ! tfest beaa qae le vmi. 
Le vrai seul est aimable. Boilean, fipitre IX« Gr. 8*. 1£ Vor- 
setetit. * T. Ifc S8. . 

Abdrnek ans dem Journal: De T\jd, III jaarg., 's Graven- 
htfge 1847. 

Aufforderung der Anisterdamsche komsiissie vtoorCoatete stand- 
beld aar Unterzeichnung von Beiträgen aar Errichtaag eines 
metallenen- Standbildes Coater's ü* Hartem. Attstertlam, 
November 1847! 8*. 4 SS. 
Het geschilstak betrekkelijk de uitvinding der boekdrukktftist, 
geaehiedkandig uitengezet van J. J. F. Noo*r.d«i'ek. 
Haarlem, A. G. Kraseman, 1846» Auf der Rückseite dea 
Titels: Gedrnkt bij 0. A. Spin & zoon. Gr. 8°. M. d. Tit. 
VIII und 112 SS. 
Catalogus bibliotbecae publieae harlmnentfs. Hftrlemi apud 
Johamiem Enschede et fllios. GIOI0CCGKLVHI. Gr. 8*. 
Hier angeführt wegen des Inhalts von S. 68—112: Artia 
typographicae prima redimenta sive antiqnissima doCünieat* 
qaae^ cma nonnullis, Laurentü Costeri historiam ülostrantülns, 
documentis, in curiae harlemensis conclavi, sacristia dicto, 
asservantur, ibique cuivis hospiti vel civi, ea visendi cupido, 
qnotidie, die dominica excepta, consptcienda prostant, indosa 
ckttdia cum vitreis operoiüis. Nachtrag, im Supplementam, 
Hariemi, CIQIOCCCLII., S. 90—94; 

Onde druk werken: Am Schiasse: Overgenomen ait den Alge- 

meene Konst- en Letterbede, Nr. L [S. 6 — 9], van het jaar 

1849. [1. deel.] Gr. 8«. 

Unterzeichnet M. F. A. G. Campbell. — Betr. besonders: 

Geschiedenis van het heilige Kruis. GnleBborcb, Jan Veldener, 1483. 

Het leven en de letterkundige verrigtingen van den geschieds- 

schrijver mr. Jacobns Soheltema, beBchreven door P. Schel- 

tema, arehivarins der stad Amsterdam*, korrespoadent der 

maatechappij vanoudheidknnde te Athene eniid van verscheidene 

letterknncKge genootaehappen. Amsterdam, G. Portielje. 1849* 

Gr> 8°. Mi d. Vorsetztit. and Tit. 10 anbez. u. 202 bes. SS* 

M. dem Bildn. 

Besonders die Seiten 156 — 164. 
Memorabilien van af a° 1575 tot 1740. Genoteert door L. E}. 
V. R. te 's Graven-Haage. 
In: Gesehied-en letterkundige brjdragen;; med gedtdd door 
A. IX Schinkel. Met twee fac-simile's; Niet in den haftdel. 
Gedrakt honderdvijfentwintig: exemplaren. 1850. Auf der Röck- 
seite des Titels: Gedrnkt bij de gebroeders van Gleef , t* 's 
Gravenbage. Gr. 8«. M; Vorsetatit. a. Ttt.,8 nabea. nad -llf 
be*. SSk 



386 Zar Litteratur der Geschichte der Buchdruckerkunst. 

— S. 93 — 112. Der Herausgeber hat die Memorabilieu als 
Aanteekeningen betrekkelijk de drukpers en den - boekhandel 
bezeichnet. 

Mentzof Haarlem? Johann Gensfleisch von Gutenberg of Laurens 
Janszoon Koster? Eene bijdrage tot de geschiedenis van de 
nitvinding der boekdrukkunst. Door C. H. R. Marnix. Ten 
voordeele van het op te rigten standbeeld voor Laurens Jansz 
Koster. ? 8 Gravenhage, H. C. Susan, G. H. zoon. 1832. Untere 
Umschlagseite: Gedrukt bij G. H. Susan, jr. Gr. 8°. M. Vor- 
setztit. und Tit. VI. SS. n. S. (7)— 48. 
* Hedendaagsche voorstelling Tan Goster en de nitvinding der 
boekdrukkunst in Frankrijk. Uitgegeven ten voordeele der 
oprigting van een standbeeld voor Lonrens Jansz. Coster. 
's Gravenhage, gebroeders Belinfante. 1853. Auf der Rück- 
seite: Boekdrukkerij gebroeders Belinfante 's Gravenhage. 
Gr. 8«. M. d. Tit. IV u. 31 SS. 

Verfasser: A. De Vries. Vorwort: A. D. Schinkel 

unterzeichnet. Vgl. meine Notiz im „Anzeiger, 1853," S. 16 n. 17. 

Hendrik Palier. (Overgenomen uit den Algemeenen Konst- en 

Letterbode n? 26 [2. deel] van het jaar 1863 [S. 4—6.] 

8°. 4 SS. 

Unterzeichnet: T. S. (Dr. G. D. J. Schotel in Tilbnrg.) 

Handschriften en onde drnkken (incnnabnlen), deel nitmakende 

van de Kunst- en letter-verzamelingen van A.D. Schinkel. 

Met een fac-simile. Niet in den handel. Gedrnkt honderd- 

vijftig exemplaren. 1853. M. Vorsetztit. u. Tit. VIII. n. 47 SS. 

, Herr Campbell war bei der Ausarbeitung behilflich. — 

Besonders die Seiten 37—47. 

Vervolg van de handschriften, en oude drnkken (incunabulen), 
enz. n. b. w. 1857. Gr. 8°. Vorsetztit., Tit. n. 38 SS. 
Besonders die Seiten 15—38. 

Adriaan David Schinkel's (geb. im Haag am 17. 
December 1784, gest. daselbst am 25. April 1864) Sammlungen 
wurden -im Haag 1864, vom 21. bis 26. November öffentlich 
verkauft. Es wurden hohe Preise erzielt; die höchsten für 
Handschriften und Druckwerke hat Herr Fr. J. Ol i vi er ver- 
zeichnet in Nr. 2. Dec. 1864 seiner Annales du Bibliophile 
Beige et Hollandais, S. 40^-44. 

Uitvindnng der boekdrukkunst. Haarlem, Joh. Enschedö en 
zonen. 1854. Br. kl. 8 § . Vorsetztit. n. Tit., VI u. 82 (83 
Schlussvign.) N SS. M. Coster's Bildn., Titelvign., 10 Holz- 
schnitten im Texte u. Schlussvign. (Titelvign.: Goster in der 
Mitte, mit: Invenit, an den Seiten: Gntenberg, mit: Polivit 
und Schöffer, mit: Perfecit.) 
Lourens Janszoon Coster, nitfinder der boekdrukkunst, te Haar- 
lem, omstreks 1423. Operigting van het standbeeld tot 



Von Dr. F. L. Hoffmann. 287 

Coate^s eere , der stad Haarlem aangeboden, als hulde van 
Neerlands Volk. Am Schlüsse: Amsterdam bij gebr.Diederichs. 
Gedrnkt bij C A. Spin & zoon. (1856.) Gr. 4°. 20 zwei- 
spaltige SS. Enger Satz. Der Text beginnt auf der Titel- 
seite, unten (Einleitungs- u. Schlussworte fortgehende Zeilen). 
Auf der ersten (Titel-)Seite das Standbild; S. 2. Bildniss; 
Holzschnitte. 

Von J. Belinfante. 

Herinnering aan het Costerfest gehouden te Haarlem,' op 15*. 
16. en 17. Julij, 1856. Prijs 15 cents. Amsterdam, P. D. 
Van Es 1856. Nur Umschlagtitel; Ueberschrift: Lourens 
Janszoon Goster. Gr. 8°. 12 SS. 

Laurens Goster. 16. July 1856. Am Schlüsse: (Overgedrukt 
uit het Weekblad van het regt, n? 1764). Gr. 8°. 4 SS. 
Unterzeichnet: d. P. 

Tien vragen van eenen hoogduitscher, als bewijs, dat Johan 
Gutenberg niet de uitfinder der boekdrukkunst is. Eene 
hulde an Laurens Jansz. Eoster. Naar het hoogduitsch van 
Maximiliaan Langenschwartz. Wat strijd gij nog 
om eenen ijdelen naam? Wie toch de Kunst uit vond? — 
voldoende is't...zij bestaat! Deventer. Rutering & Verman- 
del. 1856. Gr. 8°. M. d. Tit. 4 unbez. u. 42 bez. SS. 
Diese Uebersetzung ist eine andere als die vom Jahre 1842. 

Eenige drukken over regtsgeleerdheid en wetgeving uit.de 
eeuw der uitvinding van de boekdrukkunst. Am Schlüsse: 
(Overgedrukt uit het Weekblad van hit regt, n? 1764.) 
Gr. 8°. 4 SS. 

Nieuwe bijdrage tot de gejschiedenis van de boekdrukkunst in 
Nederland; bevatende een betoog, dat de eerste druk van 
de oude friesche wetten, bezorgd door heerHidde Cammingha, 
omstreeks 1484 is gedrukt te Leeuwarden; bij gelegenheid 
der typographische tentoonstelling te Haarlem in 1856 mede- 
gedeeld door W. Eekhoff, boekhandelaar, archivarius der 
stad Leeuwarden. Ohne Ort u. Jahr. Auf der letzten Seite: 
Afgedrukt uit de Vrije Fries, mengelingen van het friesch 
genootschap, bij H. Brandenburgh en zoon, te Workum, 
1856. Gr. 8°. Vorsetztit.: Nieuwe bijdrage tot de geschiedenis 
van de boekdrukkunst in Nederland, M. d. Tit. 19 SS. 

Reis van jonker Johan Henne Gänsefleisch von Sorgenloch zu 

Guttenberg zum Jungen [mit Aanmerkingen]. Gr. 8°. 2 SS. 

Unterzeichnet: P., 16. Julij 1856. J. S. (Scheutemaker?) 

Gedicht. 

Wat Coster wist, wat hij niet wist, en wat hij weten mögt. 
(Cum annotation«) Am Schlüsse: Gedrukt bij C. A. Spin & 
aoon. Gr. 8°. 4 SS. 



988 Zar Litteratur der Geschieht* der Buchdruckerkunst 

Unterzeichnet: P., 16. Jalij 1856. J.S. (ScheHtemaker.) 
Gedieht. 
Gotter/s standbeeld. 16. Julij 1856. Gr. 8°. 4 SS. 

Unterzeichnet: B. 
Het öüde en het nieuwe beeld. Gr. 8°. 2 SS. 

Unterzeichnet: 16. Julij 1866. H. Binger. Gedicht 
Onze schutzpatroon. Gr. 8°. 3 SS. 

Unterzeichnet: J. H. G. Gedicht. 
Den weledelen geleerden beer A. D. Schinkel, oud-drukker, 
ridder der eikenkroon. 

Gaet Haerlem en gaet Ments nog even viimig aan? 
Huggens, meldicht XIII. b, 54 sn. 
Gr. 8°. 4 SS. 

Unterzeichnet: Uit Gent, l e Julij 1856. Mr. Prudens van 
D u y 8 e. Gedicht. (Hier als sich auf Schinkel bez. verzeichnet.)*) 
* Catalogus librornm saecnlo XV° impressorum , quotquot in 
bibliotheca regia hagana asaervantnr. Edidit Job. Gnil. 
Holtrop, bibliotbecae regiae haganae praefeetns. Hagae-. 
Comitum, Martinas Nijhoff. MDCCCLVI. Gr. 8°. Vorsatztit 
M. d. Tit. XXIX (XXX) u. 691 SS. 

Pars prima. Libri in Belgio impressi, bis S. 256; Index 
bibliographicus , seeundum ordinem alphabeti; Index urbium 
aiphabeticus; Index typograph ornm alphabeticus, S. 257 — 318. 
Pars seeunda. Libri extra Belginm impressi, nebst 3 Indices. 
SV 319—691. 

Musterhafte Beschreibungen der Niederländischen und Bel- 
gischen Drücke des fünfzehnten Jahrhunderts. 
Verhandeling over de broederschap van G. Groote en over 
den invloed der fräterbuizen op den wetenschappelijken en 
godsdienstigen toestand, voornamelijk van de Nederlanden 
na de veertiende eeüw, door G. H. M. Delprat. Tweede 
vermeerderde en verbeterde druk. Te Arnhem, bij Js. An. 
Nijhoff en zoon. 1856. Auf der Rückseite des Titelblattes: 
Gedrukt bij A. Ter Gunne & Comp, te Deventer. Gr. 8°. 
Titel, XVIII u. 381 [irrthüml. 171] (372) SS. 

fiier angeführt wegen der Notizen über die Buchdruckereien 
einzelner Brüderhäuser. — Erschien zuerst als von der Proven- 
ciaal Utrechtsche genootschap van kunsten en wetenschappen 
gekrönte Preisschrift zu Utrecht, bij Joh. Altheer, 1830. Gr. 8°. 
VIIl. u. 318 SS. In's Deutsche übersetzt von Gott lieb 
Ohristian Friedrich Mohnike: „Die Brüderschaft des 
gemeinsamen Lebens u. s. w. Leipzig, Verlag von Carl Cnob- 



*) Eine ansehnliche Sammlang 1856 in Veranlassung des 
Goster-Feltes gedruckter Gedichte und kleiner Schriften besitzt Berr 
Ferd. Vanderhaegen in Gent. 



Von Dr.' P. L. Hoffmann. 289 

lodh, 1840. Auf der Rückseite des vorletzten Blattes: Druck 

von Bernh. Tauchnitz jun. in Leipzig. Gr. 8°., XV. und 186 

(187) SS. 

Recension von P. C. Van der Meersch's Recherches sur la vie 

et les travaux des imprimeurs beiges et nßerlandais, etablis 

& Tötranger u. 8. w., t. I. (Overgenomen uit den Algemeene 

Konst- en Letterbode, n? 7 van het jaar 1857). 8°. 10 SS. 

Unterzeichnet: M. F. A. 6. Campbell. 

Gedenkboek der Costers-feesten van 15, 16 en 17 Julij 1856. 
- Door J. J. F. Noordziek. Uitgegeven door de boek-handelaars- 
vereeniging Lourens Janszoon Coster te Haarlem. 1858. Auf 
der Rückseite des Titels: Gedrukt bij Joh. Enschede en 
zoonen, te Haarlem. Gr. 8°. M. Vorsetztit. u. Tit. XXVIII 
u. 360 SS. Lithogr. Standbild dem Titel gegenüber und 8 
Lithographien. 

Der Inhalt ist angegeben im Essai, a. a. 0., 14. Bd., S. 350 

u. 351; Separatabdr. S. 133 u. 134. 

Het geslacht Van Waesberghe. Eene bijdrage tot de geschiedenis 
der boekdrukkunst en van den boekhandel in Nederland; 
door A. M. Ledeboer, m. d. Gedrukt te Rotterdam, bij de 
wed. P. Van Waesberge en zoon. MDCCCLIX. Auf dem 
Umschlage: 's Gravenhage, Martinus Nijhoff. 1859. Gr. 8°. 
Vorsetztit. u. Tit., III, 240 und 32 SS. M. d. Bildn. Jan 
Van Waesberghe's, 1 Tafel Wappen u. 9 Tafeln Buch- 
druckeremblemen. 

Vgl. meine Anzeige im „Serapeum, 1860," SS. 193—198, 

woselbst über Van Waesberg'sche Kataloge S. 196 — 198. 

Nachträge hat der Verfasser geliefert im Bulletin du 

Bibliophile Beige, 19. Bd., 1863, S. 322—337: Quelques nouvelles 

notices sur les Van Waesberge. 



[656]. Die Schulprogramm -Litteratur in den Bibliotheken* 

Nach Förstemann. 

Wie die akademischen Disser ationen, so bilden auch die 
damit verwandten Schulprogramme eine wahre „crux biblio- 
thecariorum ," und daher kommt es auch, dass sich viele 
Bibliothekare nicht gern mit ihnen etwas zu schaffen machen. 
Selbst bei den Verfassern von bibliothek wissenschaftlichen 
Lehrbüchern findet man eine gewisse Abneigung, sich mit dem 
Dissertation - und Schulprogramm -Kapitel viel zu befassen. 
Förstemann in seiner Schrift „über Einrichtung und Verwaltung 
von Schulbibliotheken" *) hat davon eine Ausnahme gemacht, 



*) S. oben Nr. 485. 

21 



&fö Die Schulprograttm-tfltterahir in den Bibliotheken. 

tftfd sich in Bezug auf die Schulprogramm-Frage — allerdings 
iflir mit Rücksicht auf die Bedürfnisse von Schulbibliotheken — 
ausführlicher in folgender Weise ausgesprochen. 

„Nichts ist bei der Anordnung der Schulbibliotheken 
schwieriger zu entscheiden, als die Stellung, die man den ex 
officio so reichlich herbeiströmenden Schulprogrammen geben 
soll. Das Leichteste wäre allerdings, eine besondere Abtheilung 
„Programme" zu stiften, und Alles, was in jedem Jahre eingeht 
oder sich auf dasselbe Jahr bezieht, hierin in Convoluten mit 
Bindfaden zusammengebunden aufzustellen. Das würde aber 
doch nur an die Wissenschaft erinnern, die man aus dem 
Collegium unter dem Arme nach Hause trägt. Eine andere 
Weise wäre die, dass man die Programme jeder bestimmten 
Anstalt zusammenstellt; dann hätte man wenigstens das Recht, 
diese Schriften unter die oben genannte Abtheilung Pädagogik 
cinzurangiren , und besässe darin einen gewissen Schatz, der 
für Schnlgeschichte von einer Art Bedeutung wäre. Wir müssen 
uns einfach entscheiden, ob wir für eine Gymnasial- oder Real- 
schulbibliothek die Schulnachrichten oder die wissenschaftlichen 
Abhandlungen als die Hauptsache anzusehen haben. Das 
Vollkommenste Wäre allerdings ein Zerschneiden jedes einzelnen 
Programms in seine beiden Hälften, deren eine dann der 
Pädagogik, die andere den einzelnen Wissenschaften zuzuweisen 
wäre. Das ist indessen erstens nicht bei jedem Programme 
möglich, zweitens aber würde es neue Kosten verursachen, die 
so zerschnittenen Hälften wieder heften zu lassen. Meine An- 
sicht ist nun folgende : wären nnsere Schulen ganz selbstständige 
Anstalten, hätte jede ihren vollkommen unabhängigen Organis- 
mus, so hätten die Schulnachrichten eine grosse Bedeutung. 
So aber wie es jetzt steht, wo die Anstalten sehr ähnlich 
organisirt sind, wo die Lehrpläne verhältnissmässig wenig 
Eigenthümliches aufweisen, wo die Verordnungen der vorge- 
setzten Behörden im Ganzen in allen diesen Schulnachrichten 
eines Landes wiederkehren, wo das Uebrige, was sie mittheilcn 
(Abiturienten, Geschenke, Chronik, Ordnung der Prüfung), doch 
tiberwiegend nur ein locales Interesse hat, ist es weit wichtiger, 
dasjenige, worin sich die Programme vollständig von einander 
unterscheiden, nämlich die wissenschaftliche Abhandlung, 
bei der Aufstellung zu Grunde zu legen. Allerdings ist es nun 
in einem Falle, der aber selten eintreten wird, scheinbar 
schwierig, die Programme einer bestimmten Anstalt aus der 
Bibliothek zusammenzusuchen; diesem Uebel aber ist, wenigstens 
fiir die neuere Zeit, leicht abzuhelfen, wenn die Bibliothek, 
wre vorauszusetzen, Mushackes Schnlkalender besitzt, in dem 
man nachsehen kann, welche wissenschaftliche Abhandlung dem 
Programme einer bestimmten Anstalt in einem gewissen Jahr 



Nach Förstemann. 291 

beigegeben ist; dann wird es leicht sein, unter der betreffenden 
Wissenschaft das Programm zu finden. Noch besser ist 68 
freilich, wenn der Bibliothekar Zeit findet, die jährlich er- 
scheinenden Programme zu einem besondern Repertorium zu 
verzeichnen, in dem die Anstalten nach dem Alphabet der 
Städtenamen geordnet sind, bei jeder aber das Thema der 
wissenschaftlichen Abhandlung angegeben wird; dann ist das 
Finden der Schulnachrichten einer bestimmten Anstalt ganz 
ohne Schwierigkeit. Ja es Hesse sich sogar denken, dass das 
Preussische Ministerium in jedem Jahre eine bestimmte Schule 
(jedesmal eine andere) beauftragte, statt der wissenschaftlichen 
Abhandlung einen solchen Programmenindex des vorhergehenden 
Jahres zu liefern, der dann den Bibliothekaren aller Anstalten 
zu gute käme. Es ist das natürlich etwas ganz Anderes als 
die verdienstlichen im Anschlüsse an Winiewski (Münster 1845) 
verfassten Programmverzeichnisse von Hahn (Salzwedel 1854 
und 1864), Vetter (Luckau 1864) sowie das für die Bayerischen 
Schulen von Gutenäcker (Bamberg 1862)." 

„Haben wir uns also für die wissenschaftliche Anordnung 
der Programme ausgesprochen, so ist doch damit die Frage 
noch nicht im Einzelnen erledigt. Nehmen wir z. B. das Fach 
der griechischen Literatur; da wäre es das Vollkommenste, zu 
jedem Schriftsteller die sich auf ihn beziehenden Programme 
tu stellen, also etwaige quaestiones Herodoteae zu Herodot u. s. w. 
Das ist jedoch nicht durchzuführen, denn die kaum gehefteten, 
nie mit einem festen Umschlage versehenen einzelnen Schriften 
würden dann bald vergilben, und beim öfteren Herausnehmen 
oder Hineinstellen der benachbarten Bücher verletzt werden. 
Es wäre bei dieser Weise nothwendig, die einzelnen Programme 
erst mit einem steifen Deckel brochiren zu lassen, und das 
würde eine Ausgabe, welche die meisten Bibliotheken nicht 
tragen könnten, keine einzige gern tragen möchte." 

„Es bleibt demnach nur ein Ausweg übrig, und diesen 
einzuschlagen ist mein Rath. Da jede Bibliothek nach drei 
Formaten gesondert ist (eine besondere Abtheilung für Duodez 
ond kleinere Formen überhaupt, die nicht empfehlenswerth ist, 
kenne ich nur an einer einzigen Universitätsbibliothek), so 
gehören die Programme ihrer überwiegenden Mehrheit nach 
unter das Quartformat. Nun füge man sie am Ende der übrigen 
Bücher an, also in der Weise, dass in der griechischen Lite- 
ratur hinter Zosimus die auf die griechischen Schriftsteller be- 
züglichen Programme folgen, und zwar nach demselben Alpha- 
bet, also der Reihe nach Alles, was sich auf Aeschylus, Anakreon, 
Aristophanes u. s. w. bezieht. Nothwendig aber müssen diese 
Programme in Pappkapseln, deren jede etwa dreissig Stück 
fassen kann, gebracht oder mindestens, wenn die Bibliothek 

21* 



292 Die Schulprogramm-Litteratur in den Bibliotheken. 

arm ist, in Bündeln in festes Papier eingewickelt und mit 
Bindfaden zusammengebunden werden. Neu erscheinende Pro- 
gramme haben dann immer ihren festen Ort, an dem sie ein- 
rangirt werden. Aehnlich alphabetisch, wie bei der griechischen 
Literatur, verfahre man in den übrigen Fächern , so dass also 
die ganze Bibliothek in jeder Wissenschaft eigentlich vier 
Alphabete, eins für Folio, zwei für Quart und eins für Octav 
u. s. w. hat. Wer eine bessere Anordnung kennt, möge damit 
nicht zurückhalten, aber bei der wachsenden Masse dieser 
Schriften wird es hohe Zeit, sie überhaupt zu ordnen; sonst 
reisst eine heillose Verwirrung ein, und man muss doch von 
jedem Bibliothekar verlangen, dass er eine bestimmte Abhand- 
lung sofort ohne viele Mühe finden kann. Ich möchte wissen, 
auf wie vielen Anstalten das jetzt wohl möglich ist, gewiss 
nicht auf der Mehrzahl. Auf vielen sind die Programme ge- 
wiss noch nicht einmal in den allgemeinen Katalog aufgenommen, 
wodurch allerdings eine grosse Arbeit erspart, aber auch jede 
erforderliche Ordnung unmöglich gemacht wird." 

Soweit Förstemann. — Ausführlich genug wäre allerdings 
diese Auseinandersetzung, aber ich möchte nicht behaupten, 
dass dadurch die Schulprogramm-Frage vollkommen gelöst und 
zum Abschlüsse gebracht worden sei. Ja ich möchte behaupten, 
dass Förstemann in Bezug auf die Lösung des Hauptpunktes 
der Frage, der Frage nämlich, wie die Programme zu ordnen 
seien, meiner unmäassgeblichen Ansicht nach nicht das Richtige 
getroffen hat. Besitzt freilich eine Bibliothek nur einzelne 
Programme, und hat sie sich zumal dieselben nur um der darin 
enthaltenen wissenschaftlichen Abhandlungen willen zu eigen 
gemacht, so bleibt allerdings nichts übrig, als die Programme 
nach Maassgabe ihrer verschiedenen wissenschaftlichen Bestand- 
teile den betreffenden verschiedenen Wissenschaftsfächern der 
Bibliothek beizuordnen. Anders dagegen verhält es sich mit 
solchen Bibliotheken und zumal mit den von För&temann aus- 
schliesslich berücksichtigten Schulbibliotheken, welche wenn nicht 
vollständige, doch sehr ansehnliche ganze Suiten von Schul- 
programmen im Besitze haben. Die Schulprogramme sind doch 
von Haus aus nichts weiter als Kundgebungen der betreffenden 
Schulen über ihre geschichtlichen, statistischen und sonstigen 
Verhältnisse; selbst die den Scbulnachrichten beigefügten 
wissenschaftlichen Abhandlungen sind in der Hauptsache als 
Documenta eruditionis der Lehrer der betreffenden Schulen, aus 
denen sich der Stand der wissenschaftlichen Tüchtigkeit der 
einzelnen Lehrer sowohl als auch des Lehrercolleginms beur- 
theilen lässt, mithin als solche ebenfalls als Kundgebungen der 
betreffenden Schulen über die wissenschaftlichen Verhältnisse 
ihrer Lehrer zu betrachten. Bei einer derartigen Anschauung 



Nach Pör8temann. 293 

von dem Wesen der Schulprogramme wird man es aber Natürlich 
finden, wenn ich mich entschieden gegen das Auseinanderreissen 
und ihre Einordnung in die verschiedenen wissenschaftlichen 
Bibliotheksklassen nach Maassgabe der darin enthaltenen 
wissenschaftlichen Abtheilnngen ausspreche, und es, zumal bei 
Schillbibliotheken insbesondere, für allein angemessen finde, dass 
die Programme, ohne alle Rücksicht auf die darin mit abge- 
druckten wissenschaftlichen Abhandlungen und lediglich nach 
Maassgabe ihrer schulwissenschaftlichen Bestimmung, sammt 
und sonders dem Fache der Pädagogik zugewiesen, dort in den 
von der Geschichte der Schulen handelnden Abtheilungen suiten- 
weise geographisch rangirt und innerhalb der Suiten chronologisch 
geordnet aufgestellt werden. Wer die Schulprogramme für die 
Bibliothekskataloge nach dem Inhalte der beigegebenen gelehrten 
Abhandlungen auch wissenschaftlich auszubeuten wünscht, dem 
bleibt es unbenommen, diese Abhandlungen ausserdem auch noch 
besonders mit kurzer Titelangabe, unter Verweisung auf das 
Fach der Pädagogik und den bezüglichen Abschnitt desselben, 
die betreffende Programmensuite und das Druckjahr innerhalb 
derselben, in den verschiedenen Wissenschaftsfächern zu ver- 
zeichnen. Sonst kann man es auch den über die Schulprogramme 
bereits vorhandenen litterarischen Hilfsmitteln, die natürlich in 
jeder mit Schulprogrammen ausgestatteten Bibliothek zur Ver- 
fügung stehen müssten, getrost überlassen, bei Nachsuchung 
wissenschaftlicher Abhandlungen in verschiedenen Schulpro- 
grammen das Auffinden zu vermitteln. 



[657.] Die Stadtbibliothek in Breslau. 

Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 
(Schluss.) 

Die dritte Bibliothek, welche mit der Stadt-Bibliothek ver- 
einigt wird, ist die der Kirche zu Maria Magdalena zu 
Breslau, welche sich über der Sacristei dieser Kirche aufge- 
stellt befand und ebenfalls öffentlich war, aber wenig benutzt 
wurde, so dass auf Leser durchschnittlich so wenig gerechnet 
werden konnte, dass sie nur auf Verlangen geöffnet ward. Die 
im Früheren erwähnte Bernhardin-Bibliothek war zwar wöchentlich 
auf 2 Stunden geöffnet, allein ebenfalls in der Regel nicht be- 
sucht, und nicht viel besser war es in dieser Beziehung selbst 
mit der zuerst erwähnten Rhediger'schen Bibliothek, obwohl 
dieselbe zweimal in der Woche geöffnet wurde. Theils wusste 
man nicht, was für Schätze in diesen drei Sammlungen sich 
befanden, theils fehlte auch die allgemeine Theilnahme, da in 
den maassgebenden Kreisen im Staate der Intelligenz die Mei- 



294 Die Stadtbibliothek in Breslau. 

nung verbreitet zu sein scheint, dass ein grosser Gelehrter oder 
ein reicher Mann zu werden dem Sohne des Schusters und 
Schneiders freistehe, dass aber das göttliche Recht der Geburt 
etwas Unerreichbares sei. Auch die Maria-Magdalena-Bibliothek 
ist reich an bedeutenden und seltenen Werken aus alter Zeit; 
sie zählt 43,800 Werke, welche nächstens in der Stadtbibliothek 
aufgestellt werden sollen. Sie wurde 1547 von dem ersten evan- 
gelischen Geistlichen, der an dieser Kirche nach der Reformation 
angestellt war, Joh. Hesse, angelegt, der ihr auch seine reiche 
Bächersammlung vermachte. Sie bestand Anfangs meist aus 
theologisch -philosophischen Schriften, bis ihr 1575 der gelehrte 
Jurist Hertwig seine Büchersammlung vermachte und der kaiser- 
liche Statthalter von Mähren, Baron v. Zierothin, der 1636 in 
Breslau starb, seine reiche Büchersammlung ebenfalls hinterliess. 
Einige Breslauer Mitbürger stifteten auch Legate in Geld, und 
Andere schenkten Merkwürdigkeiten hierher, so dass schon im 
J. 1646 eine Beschreibung dieser Bibliothek unter folgendem 
Titel erschien: „Christ. Coleri oratio cum habita panegyri bi- 
bliotheca Maria - Magdalenaea libris auctior et cultu ornatior 
24. Novemb. 1644 usibus publicis dedicaretur, nunc recusa. 
Vratislaviae 1699 apud Steck. 4." Auch bei dieser Bibliothek 
hörten die Geschenke und die Theiln.ihme in dem 18. Jahr- 
hunderte auf, nachdem noch der damalige Bibliothekar Rector 
Stieff sich um den Katalog verdient gemacht und der Kauf- 
mann Kretschmcr eine ansehnliche Münzsammlung hierher ge- 
schenkt hatte. 

Wenn die Aufstellung dieses Theiles der Stadtbibliothek 
beendet sein wird, kann deren Werth erst erkannt werden. 
Sie hatte nur eine durch Legate entstandene jährliche Ein- 
nahme von 30 Thlr. , wesshalb von neuen Werken wenig hat 
angeschafft werden können ; allein sie ist reich an schätzbaren 
Werken aus der Reformationszcit und an lncunabeln, von denen 
wir vorläufig nur erwähnen das „Secretum Franc. Petrarche de 
Florencia de contemptu mundi," o. 0. u. J., aber wahrschein- 
lich gedruckt um das Jahr 1472. Die Anzahl der lncunabeln 
dürfte sich wohl über einige hundert belaufen. Zu anderen 
seltenen Drucken gehört besonders die evangelische Polnische 
Bibel, welche der Fürst Nicolaus v. Radziwill zu Bresc-Litewski 
1563 mit einem Aufwand von etwa 10,000 Thlr. drucken Hess. 
(Siehe Anzeiger Nr. 427.) Nach der schätzbaren Schrift von 
J. Kindler „Einige Beiträge zur evangelisch -polnischen Lite- 
ratur", ist diese Bibel desshalb so selten, weil mit der Ver- 
breitung der Jesuiten in Polen alle diese Bibeln verbrannt 
wurden, sowie überhaupt seit jener Zeit die classische Bildung 
in Polen Rückschritte machte, welche vorher durch das Studiren 
der vornehmen Polen in Jtalien auf eine hohe Stufe gebracht 



Von dem Gebeimrathe Dr. Neigebaur. £96 

worden war, und auch durch die spätere Französische Erziehung 
nicht wieder ersetzt werden konnte. Unter den Handschriften 
findet sich der von dem Professor Henschel herausgegebene 
Codex Saiemit&nus (zu Neapel 1852 gedruckt). Die zu dieser 
Bibliothek früher gehörige Gemälde-Sammlung befindet sich so 
wie die der Rhediger'schen Bibliothek in dem seit 1847 er- 
bauten Ständehause für Schlesien zu Breslau. 

Die auf die oben angegebene Weise nunmehr vereinigten 
drei Bibliotheken, von denen allerdings die llhediger'sche stets 
als Stadtbibliothek angesehen ward, während die anderen beiden 
anter den betreffenden Kirchencollegien standen, sind nunmehr 
durch einen Vertrag mit diesen Kirchen gemeinsam zur Stadt- 
bibliothek erklärt worden. Zur Erleichterung des Zustande- 
kommens dieser Angelegenheit trug der glückliche Umstand 
bei, dass diese drei sonst getrennten Bibliotheken einen und 
denselben Bibliothekar hatten. Der als Privatdoceut für Deut- 
sche Philologie an der Breslauischen Universität sehr thätige 
Dr. Pfeiffer hatte für sein Lieblingsfach sich viel mit aJten 
Büchern und Handschriften beschäftigt, welche sonst weniger 
beachtet werden. Vielleicht trug dies dazu bei, dass er im 
Jahre 1857 dem Bibliothekar zu St. Elisabeth, dem Rector 
Wiehert, beigegeben ward. Schon im Jahre 1859 ward ihm 
dazu von dem Kirchencollegium zu St. Bernhardin das dasige 
Bibliothekariat übertragen; im Jahre 1862 wurde er als wirk- 
licher Stadtbibliothekar Nachfolger des Dr. Wiehert und er- 
hielt endlich im Jahre 1863 nuch die Verwaltung der Biblio- 
thek in der Magdalenen-Kirche, so dass er seit jener Zeit die 
Rechte aller dieser drei Bibliotheken wahrzunehmen hatte. 
Unterdess ward, wie oben erwähnt, das neue Stadthaus gebaut 
und diese Gelegenheit benutzt, in demselben eine der Stadt 
Breslau würdige Gemeinde-Bibliothek ins Leben zu rufen. Der 
ganz für seine drei Bibliotheken lebende Dr. Pfeiffer wirkte 
nun nach Möglichkeit für die Ausführung dieses seines Lieb- 
lingsplanes neben seinen litterarischen Beschäftigungen, die in 
weiteren Kreisen bekannt sind, so dass wir uus begnügen, nur 
sein „Altnordisches Lesebuch" und seine „Mittelhochdeutsche 
Grammatik" hier zu erwähnen. Sobald nun die Stadtverord- 
neten die Errichtung dieser Stadtbibliothek festgestellt hatten, 
wurden ihm 3 Gehilfen zur Katalogisirung, nehm lieh 3 tüchtige 
Candidaten der Philologie, zugeordnet, welche mit rühmlichem 
Eifer gemeinschaftlich bereits soweit vorgearbeitet haben, dass 
man in einem Jahre die Eröffnung dieser Bibliothek für das 
wissenschaftliche Publikum erwarten kann. Die früheren Ver- 
hältnisse dieser sonst getrennten Sammlungen, welche aus vor- 
stehenden Angaben hervorgehen, werden hinreichen, um auf 
das Schwierige dieser Arbeit hinzuweisen. D^u kommt noefa, 



296 Allgemeine Uebersicht der Bibliotheken zu Madrid. 

dass die Stadtverordneten noch die näheren Verhältnisse des 
Bibliothekars, der übrigens über der Bibliothek selbst eine 
zweckmässige Dienstwohnung hat, nnd über einen Beigeordneten 
besehliessen müssen. Uebrigens ist der Doctor Pfeiffer schon 
jetzt so gefällig, nach Möglichkeit den Besuchenden Aus- 
kunft zu ertheilen. In der Stadtverordnetenversammlung vom 
18. Mai wurden zu Curatoren der Stadtbibliothek gewählt 
Professor Röpel, Dr. Davidson und Kaufmann Neugebauer. 



[658.] Allgemeine Uebersicht der Bibliotheken zn Madrid. 

Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 

Die bedeutendste Bibliothek zu Madrid und zugleich des 
ganzen Königreichs Spanien ist die 

National-Bibl iothek, welcher wir einen besonderen 
Artikel widmen wollen, sowie die der Akademie der Ge- 
schichte angehörige Bibliothek, über die wir ebenfalls noch 
besonders sprechen werden. 

Nach diesen ist am Bedeutendsten: 

Die Bibliothek der Universität, welche sich in dem 
Uhiversitätsgebäude selbst befindet; sie ist hauptsächlich für 
die Theologie, Jurisprudenz, Philosophie und Litteratur be- 
stimmt und hat zum Bibliothekar den Official Campesino, wel- 
cher unter dem Oberbibliothekar steht, der für die sämmtlichen 
Facultäten bestimmt ist. Diese Bibliothek der Universität be- 
fand sich vorher in Alcala de Henares, von wo die Universität 
nach Madrid hinverlegt ward, da man seit der constitutionellen 
Bewegung in Spanien die Universität in der Hauptstadt haben 
wollte. Der Stifter der alten Universität zu Alcala war der 
berühmte Cardinal Ximenes, der Beichtvater und Minister der 
Königin Isabella, von dem die bedeutendsten Schätze dieser 
Bibliothek gesammelt wurden. 

Die Bibliothek zu S. Isidoro befindet sich in dem 
ehemaligen Collegium der Jesuiten, welche ebenfalls zu der 
angegebenen Zeit der hiesigen neuen Universität weichen 
mussten. Diese Bibliothek, die alle Wissenschaften umfasst, 
steht unter dem Oberbibliothekar der Universität, Lafuente 
Alcantara, bekannt durch eine Uebersetzung der Arabischen 
Inschriften im Alhambra nebst geschichtlichen Nachrichten 
über die Granadischen Könige; auch hat er in dem letzten 
Kriege mit Marocco auf Befehl der Regierung eine bedeutende 
Sammlung Arabischer Handschriften gekauft, womit diese be- 
sonders an Lateinischen Classikern in den besten Ausgaben 
reiche Bibliothek vermehrt wurde. Von dieser Sammlung hat 
derselbe Gelehrte einen Katalog mit litterarischen Nachrichten 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 2#7 

herausgegeben. Im Ganzen bat die Bibliothek über 100*000 
Bände, worunter sich viele Incunabeln befinden, aber keine 
handschriftlichen Codices. Diese Bibliothek ist öffentlich wie 
die vorhergehende, und finden sich dort täglich über 60 Leser ein. 

Die Bibliothek dermedicinischenFacultät, welche 
hier von Carl III. gestiftet ward, enthält meist nur Werke 
dieser Wissenschaft und wird natürlich vornehmlich von den 
Studenten der Medicin benutzt, obwohl sie auch für jeden 
Anderen zugänglich ist. 

Die Bibliothek der Pharmacie befindet sich in dem 
Gebäude dieser von Ferdinand VII. gestifteten Anstalt, ist 
mithin neu und enthält blos Werke dieses Faches ; sie ist aber 
auch öffentlich. # 

Die Bibliothek del Fomento ist erst seit der Zeit, 
da dies besondere Ministerium gestiftet wurde, entstanden, und 
umfasst Alles, was auf Beförderung des öffentlichen Wohles 
Bezug hat, namentlich die Verwaltung des Ackerbaues, der 
öffentlichen Arbeiten und des öffentlichen Unterrichts. Dieses 
Ministerium ist zugleich die oberste Behörde über alle Biblio- 
theken des Landes. Der jetzige Minister ist der Markgraf 
de la Vega de Aracijo, der seine Studien als Advocat gemacht 
hat und die Wissenschaften mit Liebe befördert, so dass diese 
Bibliothek an den neuesten und bedeutendsten Werken in den 
gedachten Fächern reich ausgestattet ist, zugleich aber auch 
an naturwissenschaftlichen Werken, und an Allem, was auf 
die Kunst Bezug hat. Auch diese Bibliothek — eine eigent- 
liche Bibliothek des Fortschrittes — ist öffentlich. 

An der Bibliothek der Akademie der edlen 
Künste (nobili arti werden hier die Malerei, Bildhauer- und 
Baukunst genannt) ist Herr Gamero Bibliothekar, der über die 
Geschichte des Königreichs Arragonien ein gutes Werk be- 
kannt gemacht hat, welches den akademischen Preis erhielt. 
Diese Akademie ward unter Carl III. gestiftet und ihr letzter 
Präsident war der vor Kurzem verstorbene Herzog von Rivas. 
Die Bibliothek ist reich an Kunstwerken und ebenfalls eine 
öffentliche. 

Von den Privat-Bibliotheken ist die bedeutendste die der 
Königin in dem Residenzschlosse; sie hatte ihren Ursprung 
unter Philipp II. und steht in 8 mitunter sehr grossen Sälen. Der 
Bibliothekar der Königin ist Don Carniero, ein sehr gebil- 
deter Mann. 

Die Bibliothek des Herzogs von Ossuna ist sehr 
bedeutend, in S Sälen aufgestellt und besonders der Spanischen 
Litteratur gewidmet; da sie schon im 16. Jahrhunderte ge- 
stiftet wurde, so ist sie besonders reich an seltenen alten Drucken. 
Auch der gegenwärtige Herzog sammelt, seinen Ahnherren fol- 



99t Allgemeine Uebersieht der Bibliotheken zu Madrid. 

gend, auf seinen Reisen kostbare Werke. Bibliothekar ist Don 
Salva, dem ein paar Gehilfen zur 8eite stehen. 

Die Bibliothek des Herzogs von Medina-Celi ward 
ebenfalls in dem 16. Jahrbnndert gestiftet nnd bis in das 
18. Jahrhundert vermehrt An ihr ist der Archivar des Hauses 
zugleich Bibliothekar. 

Von Kloster-Bibliotheken, welche sonst in alten be- 
sonders katholischen Städten zu bemerken sind, ist hier nicht 
mehr die Rede, seit die Klöster aufgehoben worden sind, 
welches in dem Zeitraum von 1834 bis 1836 geschah. Diese 
Maassregel, fUr Spanien von so grosser Bedeutung, ist ohne 
alle Bewegung im Volke durchgeführt worden. Die Mönchs- 
kleidungen sind verschwunden; die früheren Mönche sind als 
Pfarrer untergebracht worden und tragen sieh wie die Anderen. 
Beibehalten hat man nur die Stiftungen für Missionare unter den 
Heiden, sowie mehre Nonnen -Klöster, weil sie zur Unter- 
bringung der alten Jungfrauen, die nun einmal keine Männer 
finden konnten, nothwendig waren. 

Im Ganzen beschäftigt sich jetzt die Spanische Litteratur 
am Meisten mit Geschichte und Kunst. In letzterer dürfte 
hauptsächlich hervorgehoben werden: L'Iconografia Espagnola 
von Carderena, auf eigene Kosten prachtvoll in 2 Bänden in 
grösstem Folio herausgegeben. Von geschichtlichen Werken 
möchte wohl am Meisten Beachtung verdienen die Herausgabe 
der Quellen der Spanischen Geschichte unter Leitung der histo- 
rischen Akademie, und zwar auf Kosten des Staates. Die 
Mitglieder dieser Akademie ergänzen sich selbst durch freie 
Wahl ; Präsident derselben ist jetzt Benavides, ein bedeutender 
Geschichtsohreiber, welcher bereits wiederholt Minister war. 
Ein sehr thätiges Mitglied ist Don Guerra, in dem oben- 
genannten Ministerium del Fomento (der Beförderung des 
4tientlichen Wohls) angestellt, welcher sich durch seine Ar- 
beiten aber den alten Geographen Ptolemäus und über Plinins 
ein besonderes Verdienst erworben hat, ganz vorzüglich durch 
seine Forschungen über das Itinerar des Antonin und über die 
Geschichte der Herrschaft der Gothen in Spanien. 



[660.] Die National-Bibliothek zu Madrid. 

Von dem Geheimratbe Dr. Neigebaur. 

Diese prachtvoll ausgestattete Bibliothek befindet sich in 
4er Nähe des herrlichen öffentlichen Platzes de Oriente in einem 
TOter dem Könige Ferdinand VII. im Jahr 1826 eingerichteten 
Palaste und erhielt unter der vormundschaftlichen Regierung 
tar Jeteigen Königin Isabella II. den Namen der National* 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigehaar. 299 

Bibliothek seit dem Jahre 1836. Vorher hatte man sie in 
einem anderen auf demselben Platze befindlichen Palaste auf- 
gestellt, der aber später abgebrochen ward, um die Stadt zu 
verschönern. In demselben hatte der König Philipp V. im 
Jahr 1711 eine Bibliothek angelegt, welche schon vorher von 
der Königin Mutter in einem alten Palaste gestiftet worden 
war. Diese ursprüngliche Bibliothek war vorzüglich reich an 
handschriftlichen Seltenheiten und wurde besonders im 18. Jahr- 
hundert bedeutend vermehrt, da in Spanien die höheren Stände 
stets eine Ehre darin suchten, die Wissenschaft zu achten, 
was auch auf den Hof Einfluss hatte. Die Französische Re- 
gierung unter Joseph Bonaparte hat hier nicht viel geändert, 
denn obwohl damals die Klöster aufgehoben werden sollten, 
so kam diese Maassregel bei dem fortwährenden Kriegsznstande 
nicht durchgreifend zur Ausführung, und das um so mehr, da 
Ferdinand VII. der constitutionellen Bewegung, welche die 
Franzosen vertrieben und ihm den Thron erhalten hatte, so 
schlecht lohnte, dass er, ein Feind jedes Fortschrittes, die Klöster 
wieder herstellte, und nur einige Bücherschränke aus dem Pa- 
laste des so übel berüchtigten Friedensfürsten unserer Bibliothek 
überwiess. Ohn erachtet das jetzige Bibliotheksgebäude 17 Säle für 
die Aufstellung der litterarischen Schätze besitzt, einen grossen 
Saal für die täglich sich einfindenden Leser, und einen anderen 
für diejenigen Gelehrten, welche sich mit den Handschriften 
"beschäftigen, so ist dies prachtvolle Gebäude doch für das Be- 
dürfniss der Wissenschaft für zu klein erachtet worden, und 
man geht damit um, ein neues der Spanischen Nation wür- 
digeres Bibliotheksgebäude aufzuführen, dessen Aufriss bereits 
in dem Lesesaale der jetzigen Bibliothek aufgestellt ist. 

Die Bibliothek ist besonders reich an Werken ans den 
theologischen Wissenschaften, so dass die grossen Sammlungen 
von Bibel-Polyglotten u. s. w. nicht fehlen. Ausserdem aber 
ist die Geschichte und Alterthumskunde am Besten vertreten. 
Die Sammlung der Handschriften zeichnet sich vorzüglich ans 
durch eine grosse Anzahl von Griechischen Codices, welche 
nach der Eroberung von Constantinopel in Florenz gesammelt 
wurden;, man findet hier auch die Codices, welche Laskarie 
nach Italien brachte. Ein Katalog dieser Sammlung ist unter 
dem Titel : Kegiae bibliothecae Madritensis Codices Graeci Mss. 
1769, aber nur im ersten Bande, in Fol. erschienen; die Fort- 
setzung ist eben in Arbeit, und in der Handschrift vollendet. 
Einige dieser Codices sind auf Pergament, die meisten aber 
auf Baumwollenpapier geschrieben, und vielfach mit Glossen 
versehen. Man findet hier den Homer, Aristoteles und die be- 
kanntesten Klassiker in mehren Handschriften. Es ist natür- 
lich, dass auch die Arabische Litteratnr hier reichlich in Hand- 



300 Die National-Bibliothek zu Madrid. 

Schriften vertreten ist; allein weniger durch die in Spanien 
mehre Jahrhunderte lang ansässigen Muhamedaner als dnrch 
die vom Libanon hierher berufenen Maronitischen Christen, 
welche Carl III. von dort kommen liess, um die im Escnrial 
unter Philipp II. im 16. Jahrhundert gesammelte Arabische 
Bibliothek zu ordnen; von diesen Handschriften sind Abschriften 
für unsere Bibliothek gefertigt worden. Von Lateinischen Klas- 
sikern ist hier wenig vorhanden. Der Katalog der Hand- 
schriften ist von Don Gonzales gefertigt, aber noch nicht ge- 
druckt. Die Handschriften füllen 2 besondere Säle und ist für 
den Gebrauch derselben ein eigener Lesesaal bestimmt, in 
welchem zugleich die früher verbotenen Bücher in Schränken 
verschlossen stehen; sie sind jetzt natürlich zugänglich und in 
dem allgemeinen Kataloge enthalten. Dieser alphabetische Ka- 
talog ist als Zettelkatalog vollständig, aber der Katalog nach 
Materien befindet sich noch in Arbeit. 

Die Bibliothek hat zum Ober-Aufseher den Herrn Harzen- 
busch y Martinez, welchem die Auswahl der anzuschaffenden 
Bücher selbstständig überlassen ist. Jeder, der hier ein Buch 
zu lesen wünscht, schreibt den Titel desselben auf einen von 
dem Portier verabreichten Zettel ; wenn dasselbe aber nicht vor- 
handen ist, wird dies daranf bemerkt, und am Ende des Jahres 
wird darüber von dem Secretair der Bibliothek berichtet, um 
die gewünschten Werke nach Möglichkeit anzuschaffen. Der 
Vorstand dieser Bibliothek hat den Titel Director. Unter ihm 
steht als erster Bibliothekar Herr Rössel y Lopez, und Per- 
mndez de Sottomajor ist zweiter Bibliothekar. Ausserdem sind 
2 Brüder Oliver als Officiale angestellt, und der eine derselben, 
Manuel Oliver, ist zugleich Bibliothekssecretair; ferner sind 
noch 8 andere Officiale und 10 Gehilfen vorhanden. Für das 
Münzcabinet ist einer der Officiale besonders bestimmt; ebenso, 
für das Museum, welches Carl III. von den Ausgrabungen zu 
Herculanum mit hierher gebracht hatte. Die Münz-Sammlung 
ist von Philipp V. angelegt und sehr reich, aber in der neuesten 
Zeit nicht fortgesetzt. Der Director Harzenbusch ist als frucht- 
barer Dichter und dramatischer Schriftsteller bekannt; der 
Bibliothekar Rössel hat über die Schlacht von Lepanto For- 
schungen bekannt gemacht, und sich auch in der schönen Litte- 
rat ur ausgezeichnet; der Bibliothekar Sottomajor ist mit der 
Vorbereitung des Kataloges der Münzen zum Drucke beschäf- 
tigt. Die beiden Brüder Oliver haben sich durch ein Werk 
über die alte Stadt Monda ausgezeichnet und nachgewiesen, 
dass dieselbe an dem Zusamroenstosse der Provinzen Cordova, 
-Sevilla und Malaga gelegen hat. Der Gehilfe Assas hat über 
die in Spanien befindlichen Kunstwerke bedeutende. Arbeiten 
geliefert, besonders über dieGothischeZeitund die des Mittelalters. 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. « 301 

Im Ganzen befinden sich hier über. 400,000 Bände ge- 
druckter Werke und an 4000 Handschriften. Die Incunabehi 
sind abgesondert aufgestellt, doch befindet sich das erste in 
Spanien gedruckte Buch nicht hier sondern auf der Univer- 
sitäts-Bibliothek zu Valencia; es ist dies ein Werk über die 
unbefleckte Empfängniss der Maria. Unter den hier vorhan- 
denen 932 Incunabeln befindet sich die Römische Bibel von 1471 
von Schweinheim und Pannarz, u. s. w. Das älteste hier be- 
findliche Spanische Werk ist das 1478 zu Sevilla gedruckte: 
Declaracion de la dottrioa cristiana; ausserdem andere von 
Valencia, Barcelloua u. s. w. 

Diese Bibliothek ist alle Tage von 9 bis 3 Uhr im Sommer 
und im Winter von 10 bis 4 Uhr geöffnet und wird sehr fleissig 
benutzt, so däss sich hier im Durchschnitt täglich mehr als 
300 Leser einfinden ; die Zahl der in einem Monate geforderten 
Bücher ist natürlich viel grösser. Die Statistik des zweiten 
Vierteljahres in dem Jahre 1865 wiess nach, dass sich 5866 
Leser hier einfanden, ausser 209 Personen, welche in den Sälen 
der Handschriften arbeiteten, so dass im Ganzen 6073 Personen 
sich hier mit der Wissenschaft beschäftigten, ungeachtet die 
Universität selbst für jede Fakultät eine besondere Bibliothek be- 
sitzt, so dass auf die Studenten hier weniger gerechnet werden 
kann als auf die Freunde der Wissenschaft im Allgemeinen. 
Im vergangenen Jahre wurden nach den eingereichten Zetteln 
32,392 Bücher verlangt, darunter für Kunst und Wissenschaft 
im Allgemeinen 6313 Werke, für Geschichte 5890, aus dem 
Fache der schönen Wissenschaften 4449, aus dem der Rechts- 
gelehrsamkeit 2716, aus verschiedenen Fächern 2259 und aus 
der Theologie 681 Werke. Man findet, dass die Theilnahme 
fortwährend im Wachsen ist, und dass die Mehrzahl der Leser 
dem Stande der Wohlhabenden angehören, welche für die 
Wissenschaft und nicht von der Wissenschaft leben; so dass 
die Meisten der sich hier einfindenden Personen lediglich aus 
Liebe zur Wissenschaft kommen, da man hier ein litterarisches 
Proletariat nicht kennt. Auch befinden sich hier unter den 
ersten Familien ausgezeichnet wissenschaftliche Männer, von 
denen besonders zu erwähnen ist der Markgraf Morante, welcher 
sich am Meisten mit der Römischen klassischen Litteratur be- 
schäftigt und eine Bibliothek von mehr als 20,000 Bänden be- 
sitzt; besonders ist Horaz sein Lieblings-Schriftsteller, von 
welchem er eine, möglichst vollständige • Sammlung aller Aus- 
gaben besitzt, nicht minder auch von Virgil und Cicero. Er 
hat den Katalog seiner Bibliothek in 9 Bänden drucken lassen, 
mit Bemerkungen über die betreffenden Ausgaben, nnter Anderem 
über die in seinen Exemplaren befindlichen Anmerkungen der 
Gelehrten, welche diese Bücher früher besassen, z. B. von 



802 Die Bibliothek dir historischen Akademie zu Madrid. 

Scaliger, Erasmus etc. Auch der Markgraf Salamanca hat aus 
Liebhaberei eine treffliche Bibliothek, besonders von seltenen 
Spanischen Werken ; unter Anderem hat er vor Kurzem in Rom 
eine Sammlung von seltenen Werken über die irrenden Ritter 
für 16,000 Rthlr. erkauft. Ebenso hat Don Pasquale de Gal- 
tangos eine Bibliothek von seltenen Spanischen Büchern angelegt, 
so wie auch von handschriftlichen Werken aus der Arabischen 
Litteratur; er wird für den ersten Kenner der Arabischen 
Litteratur in Spanien gehalten. Bei diesem wissenschaftlichen 
Sinne in den ersten Klassen der Gesellschaft ist besonders die 
Akademie für Geschichte der Yereinigungspunkt der hiesigen 
Verehrer der Wissenschaften, und es verdient von den Vorlesungen, 
welche bei der Aufnahme in dieselbe gehalten werden, eine 
der neuesten erwähnt zu werden, welche der "oben erwähnte 
Bibliotheks-Beamte Don Jose Oliver y Hurtado unter folgendem 
Titel herausgegeben hat: Discursos leidos ante Ja real Aca- 
demia de la Historia en la recepcion de Don J. Oliver. Madrid 
1863. Hierin wird die Geschichte des ersten Bekanntwerdens 
Iberiens von den Phöniziern an bis Strabo mit grosser Gründ- 
lichkeit ausgeführt. Schliesslich ist die Gefälligkeit der hiesigen 
Gelehrten gegen Fremde nicht genug zu rühmen, so wie deren 
Anerkennung, weshalb auch unser gelehrter Emil Hübner aus 
Berlin hier noch in sehr gutem Andenken steht, welcher vor 
Kurzem sich hier wegen seiner Forschungen aufhielt. 

(660.] Die Bibliothek der historischen Akademie zu Madrid. 

Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 

Die Akademie für Geschichte wurde 1735 in Madrid von 
einer Gesellschaft von Gelehrten gestiftet, und erhielt 1738 die 
königliche Bestätigung und ihren Sitz in dem damaligen Ge- 
binde der königlichen Bibliothek, seit 1745 in der Casa Pana- 
daria und seit 1838 in der Casa Hermosilias. Die Bibliothek 
dieser Akademie fand seit 1850 in einem dem Kloster des 
Escurial gehörigen grossartigen Gebäude in der Strasse Leon 
•ine würdige Aufstellung, indem 24 Zimmer für dieselbe an- 
gewiesen wurden. Der Zutritt findet täglich von 10£ bis 3( 
Uhr statt; auch giebt die Akademie, unter dem dermaligen 
Vorsitze des gelehrten Benavides y Navarrete, mit der grössten 
Bareitwilligkeit die Erlaubniss zur Benutzung des mit der 
Bibliothek verbundenen höchst wichtigen Archives, welches 
hauptsächlich durch die im Jahre 1834 bis 1835 stattgefun- 
dene Aufhebung der Klöster in Spanien entstanden ist. Welche 
ungeheure Menge von Urkunden auf diese Weise hier vereinigt 
worden, kann man ans dem Discorso a la Real Academia de la 
hftstorift, Madrid 1859, entnehmen, wo S. 67 die Klöster aufgeführt 



Von dem Gtheimifatiie Dr. Nfeigfcbanr. 30$ 

sind, deren Urkunden hierher abgeliefert wurden. Utfter anderes 
erscheint liier die Stadt Burgos mit 10 aufgehobenen Klöstern, 
von d^ neu allein das Benedictinerkloster 609 Urkunden ablie- 
ferte; die Stadt Leon ist mit 11 Klöstern aufgeführt, von denen 
die Benedictiner 1621 Urkunden ablieferten; bei den Cister- 
tieftsern zu Tarragona fanden sich 3491 Urkunden, während 
die regulären Chorherren zu Salaroanca nur 7 Urkunden be- 
gossen. Die älteste der hier befindlichen Urkunden ist vom 
Jahre 807, den Verkauf eines Klostergutes zu Saguna enthal- 
tend. Spanien hat jetzt ausser den Klöstern für die Missionen 
unter den Heiden, und dem ersten Hause der Jesuiten-Stiftung 
zu Loiola keine Klöster mehr, wogegen in Preussen zu Münster 
n. s. w. in der letzten Zeit neue Jesuiten-Klöster errichtet 
worden sind. Die Anfertigung der Regesten dieser ungeheuren 
Menge von Urkunden hat viele Arbeit gekostet, und ist eine 
Commission der Akademie damit beauftragt, die Herausgabe 
dieses Urkunden-Schatzes zu befördern. — Ausser den bereits 
erschienenen 49 Bänden der Espana Sagrada und den 8 Bän- 
den der Memorias de la Real Academia de la Historia, so wie 
dem ersten Bande des Indice de los documentos procedentes de 
los monästerios y conventos suprimidos ist ein besonderer Ka- 
talog dervon der Akademie für Geschichte bekannt gemachten 
Werke in der Druckerei von Jose Rodriguez erschienen; auch 
werden von Zeit zu Zeit Berichte über die geförderten Arbeiten 
erstattet. Ein solcher von Ballasteros, dem jetzigen Mitdirector 
dieser Akademie, gegebener Bericht, der 1859 in der gedachten 
Druckerei erschien, weisst nach, dass die aus den aufgehobenen 
Klöstern hier niedergelegten Urkunden 32,204 Nummern um- 
fassten, und das Münz-Kabinet der Akademie 25,066 Stück, 
worunter 153 Goldmünzen. Der im Jahre 1862 von dem Secre- 
tair der Akademie, Sabau, erstattete Bericht meldet unter An- 
derem wieder eine bedeutende Vermehrung dieser Urkunden- 
Sammlung. Bibliothekar dieser Akademie ist jetzt Ramon Fort 
y Pazos und als Official fungirt de Goicoechera, welchem der 
Einsender die hier mitgetheilten Nachrichten meist verdankt. 
Ausser den vier Zimmern , in welchen die Urkunden dieses 
Archivs in Schränken aufbewahrt werden , sind für die Biblio- 
thek der Akademie die erwähnten grossen 24 Zimmer sehr 
anständig und zweckmässig zur Benutzung eingerichtet. Die 
Anzahl der hier aufgestellten Werke, vornehmlich alle Fächer 
der Geschichte umfassend, tibersteigt die Summe von 10,000 
Bänden. Die Kataloge der gedruckten Werke sind bis auf 
die letzte Zeit fortgesetzt, sowohl alphabetisch, als auch nach 
Materien. Die Vermehrung dieser Bibliothek geschieht auf.den Vor- 
schlag des Bibliothekars durch den Besehluss der Akademie, welche 
aber auch ausserdem sehr viele Bücher geschenkt erhält. Da* 



304 Die Bibliothek der historischen Akademie zu Madrid. 

mit ist auch ein Münz-Kabinet verbunden, welchem Don Ch. de 
Guado vorsteht; auch findet sich hier eine Sammlung von Alter- 
thfimern ans der Römischen und Arabischen Zeit. Die Biblio- 
thek selbst wird eigentlich von Lesern weniger benutzt als 
von Männern der Wissenschaft, welche hier arbeiten, um diese 
litterarischen Schätze zu benutzen, und beträgt die Zahl der 
sich dazu hier täglich einfindenden Personen wenigstens ein 
Dutzend; die Meisten kommen aus Liebe zur Wissenschaft und 
nicht, um von derselben zu leben. Studenten kommen nicht 
hierher, da, wie schon früher von mir erwähnt wurde, jede 
Fakultät ihre eigene Bibliothek besitzt. Von den an der jetzigen 
Universität angestellten Professoren geniesst den meisten Ruf 
Don Gayangos, bekannt als Orientalist, und als Professor der 
Philosophie und Litteratur Don de los Rios, Verfasser der kri- 
tischen Darstellung der Spanischen Litteratur; als Lehrer der 
Geschichte ist Don Fernando de Castro geachtet, welcher, ob- 
wohl er Priester ist, doch dem Fortschritte angehört; wie denn 
überhaupt viele Geistliche in Spanien ohne alle Vorurtheile 
leben und dennoch in hoher Achtung stehen, wenn sie solche 
durch ihre Bildung verdienen. Die Zahl der hiesigen Studenten 
beträgt mehr als 1000; sie haben aber nicht die Neigung, 
sich durch Aeusserlichkeiten vor anderen Menschen auszuzeich- 
nen. — Uebrigens besitzt Madrid ausser dieser Akademie der 
Geschichte noch mehre andere Akademien, als die Akademie 
der Spanischen Geschichte, welche ebenfalls eine reiche Biblio- 
thek von Spanischen Klassikern besitzt, deren Präsident der 
Herzog de Rivas war, bekannt als ausgezeichneter Dichter. 
Auch für die Kunst ist eine besondere Akademie in derselben 
Zeit, wie die vorher erwähnte und die historische Akademie 
zu Madrid errichtet worden, welcher die bedeutendsten Künstler 
angehören, als der Maler Madrazzo und die Bildhauer Ponzano, 
Belwer und Medina. Präsident der Kunst-Akademie ist der 
Markgraf del Secorro, ein sehr erfahrener Kunstkenner. Auch 
für die exacten und Natur-Wissenschaften befindet sich hier 
eine besondere Akademie, deren Präsident der gelehrte General 
Vacca del Valle ist. Endlich ist hier noch eine Akademie der 
politischen und moralischen Wissenschaften unter der Leitung 
des Markgrafen de Pidal, eines sehr gelehrten und geachteten 
Geschichtsforschers. Diese Akademien besitzen sämmtlich Biblio- 
theken von mehr oder weniger Bedeutung und machen ihre 
Denkschriften durch den Druck bekannt. Uebrigens vermag 
jetzt die Geistlichkeit keinen nachtheiligen Einfluss mehr auf 
diese wissenschaftlichen Bestrebungen auszuüben, sondern manche 
Mitglieder dieses Standes suchen eine Ehre darin, sich durch 
Wissenschaftlichkeit auszuzeichnen. 



Litteratar und Miscellen. 305 



Litteratur und Miscellen. 

Allgemeines. 

[661.] Serapenm hrsg. von Naumann. XXVI. Jahrgang. (S. oben 
Nr. 590.) 

Enth. im Hauptblatte: Nr. 7. S. 97—104 Die Handschriften- 
Sammlung des Cärdinals Nicolaus v. Cusa. Von Dr. Fr. Xav. 
Kraus. (Schluss.) — S. 104 — 6 Anzeige des „Verzeichnisses 
einer Sammlung von Elzevier-Drucken;" von Dr. F. L. Hoff- 
mann — 3. 106 — 7 Noch einmal Fretellus, nun aber mit 
Theoderich; von Dr. J. C. M. Laurent — S. 108—9, Vorschlag 
eines Verfahrens zur Rettung defecter, durch Alter, Moder und 
Feuchtigkeit angegriffener Schriftstücke. Von Archivar Dr. 
Burkhardt in Weimar — Nr. 8. S. 113 — 21 Etwas über die 
Geschichte der Stadt-Bibliothek der freien Stadt Bremen; von 
J. G. Kohl, Stadtbibliothekar — S. 121 — 27 Oesterreichische 
Dichter des XVI. Jahrhunderts. Nachträge zu Nr. 18 — 21 des 
Serapeums vom J. 1864. Mitgetheilt von Jos. Mar. Wagner 

— Nr. 9. S. 129 — 37 Neue Bibliographien von Emil Weller. 
Angezeigt von J. M. Wagner — Nr. 138 — 40 Anzeige der 
„Bibliothöque de l'Ecole des Chartes. V. S6rie Tom. V. Livr. 
1. 2;" von Dr. F. X. Kraus — S. 140—42 Anzeige des ,.Cata- 
logve des fitudiants de TAcadfemie de Genöve 1559 — 1859"; 
von Dr. F. L. Hoffmann — Nr. 10. S. 145 — 57 Anzeige der 
Barack'schen Beschreibung der Handschriften der Fürstl. Fürsten- 
bergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen; von Dr. Ant. 
Ruland, K. Oberbibliothekar — S. 158 — 59 Anzeige des Cata- 
loges der Hamburger Commerz-Bibliothek; von Dr. F. L. Hoff- 
mann — Nr. 11. S. 161—72 u. Nr. 12. S. 177—85 Erinnerung 
an Siegmund Jacob Baumgarten's Verdienste um die Litterar- 
geschichte und Bibliographie. Seine Bibliothek. Von Dr. F. L. 
Hoffinann — Nr. 11. S. 172—74 Luther's hebräischer Psalter 
in Parma. Nach einer italienischen Mittheilung des Bibliothe- 
kars Abb6 P. Perreau an Dr. Steinschneider in Berlin. — 
Nr. 12. S. 186 — 89 Anzeige des „Catalogue of additions to 
the mss. in the British Museum 1846 — 47"; von Dr. F. L. 
Hoffmann — S. 189—90 Anzeige der Steinschneiderschen He- 
bräischen Bibliographie, von Demselben — Nr. 13. S. 193 — 99 
Amts- und Familien-Aufzeichnungen des Dr. Johannes Crocius, 
weiland ersten Rectors an der Universität zu Cassel. Von 
Friedr. Latendorf in Schwerin — S. 199—203 Katalog des 
Klosters Heilsbronn aus dem 13. Jahrhundert. Mitgetheilt 
von Dr. Kerler, Secretair der Kön. Univ.-Bibliothek zu Erlangen 

— 8. 203 — 5 Anzeige der Franklin'scten „Histoire de la 
Bibliothfcque de FAbbaye de Saint -Victor ä Paris"; von Dr. 

22 



306 Litteratur und MisceÜeü. 

F. L. Hoffmann — S. 206 — 7 Anzeige der von De Ram ti. 
A. herausgegebenen „Analectes pour servir ä l'Histolre ece!6- 
siastique de la Belgique Tom. I. a ; von Demselben — Nr. 14. 
8. 209—22 n. Nr. 16 8. 225—36 Hamburgische Bibliophilen, 
Bibliographen und. Literaturhistoriker. Von Demselben. XVI. 
Johann Friedrich Mayer. (S. Anz. J. 1864. Nr. 363.) — 
Nr. 16. 8. 236 — 39 Scherzkalender oder Spottpraktiken. Von 
Emil Weiler — Fortlaufend durch Nr. 7. S. 110—12, Nr. 8. 
8. 127—26, Nr. 9. S. 143—44, Nr. 10. 8. 159—60, Nr. 11. 
8. 174—76, Nr. 12. 8. 191—92, Nr. 13. 8. 208, Nr. 14. 8. 
223—24 u. Nr. 15. 8. 239—40 Die Leistungen der Jesuiten 
auf dem Gebiete der dramatischen Kunst. Bibliographisch 
dargestellt von Emil Weller (Fortsetzung). Im Intelligenzblatte: 
Nr. 7. 8. 49 — 52 Neueres Verzeichniss der Bücher der Dom- 
kirche zu Lübeck. 1633 (Schluss) — Nr. 8. 8. 57 — 58 Eng- 
lische Auctionspreise von Autographen — 8. 58—60 Regulativ 
für die Bibliothek des Königl. Sächsischen Landes -Medicinal- 
Collegiums — 8. 60—61 Desiderata Bibliothecae regiae Hol- 
miensis — Nr. 9. 8. 65 — 68 Bericht des Stadtbibliothekars 
Herrn Professor Petersen über die hamburgische Stadtbibliothek 
im Jahre 1864. (Aus dem Verzeichnisse der Vorlesungen am 
hamburg. akadem. und Real-Gymnasium 1865 — 66 mitgetheilt 
von Dr. F. L. Hoffmann.) — Nr. 10. S. 73 — 77 Die Biblio- 
thek der Stadt Alessandria. Von dem Geheimrath Neigebaur 

— Nr. 11. S. 81—85 Die Amtsbibliothek des k. k. Polizei- 
Ministeriums zu Wien. Von Demselben — S. 85 — 87 Die 
öffentliche Bibliothek zu Lecce. Von Demselben — Nr. 12. 
8» 89 — 92 Reglement pour le Service de la Bibliothöque de 
rUniversitä catholique de Louvain — S. 92—94 Prospect der 
„Bibliotheca Americana vetustissima u — Nr. 13. S. 97— 100 Die 
Bibliothek des Breslauer Antiquariats von L. F. Maske. Von 
dem Geheimrath Neigebaur — Nr. 14. S. 105—10 Die Kaiser- 
liche Bibliothek im Louvre zu Paris. Von Demselben — Nr. 15. 
8. 113 — 18 Eine Meistersängerhandschrift Mitgetheilt von 
Max Brissei in München. (Schluss folgt.) 

[662.] Bulletin du Bibliophile et du Bibliothlcaire publ. par Te- 
chener. XVI. 86rie. (S. oben Nr. 524.) 

Das Doppelheft für April und Mai enthält: S. 145—71 
Charles Nodier rädäcteur de la „Döcade philosophique, par 
P. L. Jacob, bibliophile (Suite et fin) — S. 172—81 R6ponse 
ä un reproche, par Edouard Turquety. Betr. den im Febr. — 
Märzhefte enthaltenen de Gaillon'schen Artikel über de Joubert 

— 8. 182 — 9» L'Imprimerie a Toulouse aux XVe, XVIe et 
XVIIe si&cles, par le Docteur Desbarreaux-Bernard. Nebst 
einem angehängten „Tableau des livres imprim£s ä Toulouse 



Litteratur und Miscelleü. So? 

an XVe si&cle, depuis 1476 jusquä, 1600", an dessen Schlüsse 
bemerkt ist, dass der „Catalogue raisonnä des livres imprim^s 
k Toulouse an XVe si6cle u nächstens erscheinen werde — 
S. 200 — 21 Analecta-Biblion. Betr. vier neuere Publikationen, 
unter denen nur der Gallardo'sche, von Zarco del Valle und 
Sancho Rayon redigirte u. vermehrte Versuch einer Bibliothek 
seltener u. interessanter Spanischer Bücher für den Anz. von 
Bedeutung ist — S. 222—24 Nouvelles et Varietes. 

[668.J Annale» du Bibliophile Beige et Hollandais. I. Annee. 
(S. oben Nr. 591.) 

Die Juli -Nr. 9 enth.: S. 153 — 57 Livres imprimßs sur 
v61in: Pais-Bas; par F. V. D. H — S. 158-60 La premiere 
Edition du Wonderboek de David Joris de Gand (1542); de- 
crite par A. van der Linde — S. 161 — 66 Catalogue des Livres 
anciens de la Librairie de Fr. J. Olivier — Die August- Nr. 
10: S. 169 — 71 Un Incunable Anglais inconnu, par C. R. 
(Vgl. oben Nr. 591) — S. 171—73 Schreiben des „Dom Cata- 
logus" an den Herausg., frühere Mittheilungen der Ännalen 
betreff. — S. 174 — 76 Audenaerdsche Druckpers door Dr. 
D. J. van der Meersch. Additions. (Pierre Jean Vereecken, 
1752—1786.) — S. 177—81 Catalogue etc. de Fr. J. Olivier. 

[664.] Bulletin du Bouquiniste pnbl. par Aubry. 9e Annee. 2e Se- 
rn estre. (S. oben Kr. 592.) 

Die vier letzterschienenen Nrr. 206 — 9 enthalten ausser 
dem Lagerkataloge des Herausg.'s, welcher den grösseren Raum 
einnimmt, unter Anderem Folgendes: Nr. 207. S. 395 — 97 
Memoire inädit de Baluze en faveur des Bouquinistes de Paris 
(Aus der Pariser Kaiserl. Bibliothek) — Nr. 208. S. 411—14 
La Bibliotheque du College d'Harcourt (ä Paris), par Alfred 
Franklin — Nr. 209. S. 427 — 28 Danton bibliophile, par 
P. Jannet — Nr. 209. S. 428 — 30 Bibliographie Maratienne, 
par Gustave Brunei 

Bibliographie. 

[665.] • Bibliographical Tracts. No. I. Spurious reprints of early 
books. (Boston.) London, gr. 8. Pr. 6 sb. 6 d. 
Wird als eine fleissige Arbeit gerühmt. 

[666.] Tregor de Livres rares et precieux ou Nouveau Diction- 
naire bibliographique etc. par Jean Qeorge Theodore Graesse. Tom. VI. 
Livr. 4. (33.) [Jos. Justus Scaliger — William Shakespeare.] Dresde, 
Kuntee. gr. 4. 289—392 S. Pr. n. 2 Tblr. (S. oben Nr. 432.) 

In der vorl. neuen Lief., mit welcher das Werk — dies- 
mal in etwas längerem Zeiträume, als seither gewöhnlich — 

22* 



308 Litteratur und Mis*eUen. 

wiederum einen ansehnlichen Schritt dem Ende zu gethan bat, 
finden sich mehre umfänglichere u. wichtigere Artikel, die, wie 
z. B. „Schiller 41 u. „Shakespeare", noch ausführlicher hätten 
behandelt werden können, wenn nicht zu besorgen gewesen 
wäre, dass dadurch das Werk über das, allerdings bereits 
überschrittene, Maas hinaus vergrftssert werden durfte. In Be- 
rücksichtigung dieses Umstandesmages allenfalls wohl gerechtfer- 
tigt erscheinen, wenn Artikel, wie die ebenerwähnten „Schilter" 
u. „Shakespeare", worüber man eigene bibliographische Zu- 
sammenstellungen umfassender Art besitzt, unter Hinweisung 
auf diese Zusammenstellungen verhältnissmässig kürzer als 
andere Artikel abgefertigt werden. Allein weniger gerecht- 
fertigt dürfte es sein, wenn etwa ebenfalls in Berücksichtigung 
des beschränkten Baumes ferner solche Kürzungen, wie in 
vorl. Lief, im Artikel „Herum Britannicarum medii aevi Scrip- 
tores" — wo alle u. jede Angabe darüber weggeblieben ist, 
was die zahlreichen, mit besonderem Titel versehenen Bände 
dieser höchst wichtigen Sammlung enthalten — beliebt werden 
sollten. Dies würde der Brauchbarkeit des Werkes wesent- 
lichen Abbruch thun. 

[667.] * Essai d'un Dictionnaire des Ouvrages anonymes et 
Pseudonymes- publica en Belgique an XIX e siecle et principalement 
depnis 1830, Par Jules Delrecourt, membre de la Soctäte des Biblio- 
philes beiges. Livr. 2. [F— M.] Bruxelles, Heussner. 8. 129—240 8. 
Pr. 1 Thlr. 5 Ngr. (S. Anz. J. 1864. Nr. 732.) 

Aus dem „Bulletin du Bibliophile Beige" besonders abge- 
druckt: enthält Nrr. 129—1494. 

[668*] Trübner's American and Oriental Literary Record. Nr. 4 — 6. 
S. 61—116. (8. oben Nr. 529.) 

Ausser dem an der Spitze der einzelnen Nrr. stehenden 
Abschnitte „American Literary and Scientific Intelligence", der 
für den Gelehrten überhaupt u. für den Bibliographen insbe- 
sondere von Interesse ist, haben die Üebersichten der Ameri- 
kanischen Litteratur vorzüglicheren Werth. Diese üebersichten 
beziehen sich auf die neueren Erscheinungen der Presse. In 
Nr. 5. S. 86 — 91 findet sich aber auch eine ältere Erscheinungen mit 
berücksichtigende systematische Zusammenstellung von „American 
Books on Military History and Science". In ähnlicher Weise 
ist auch in der für die Orientalische, zumal neue Litteratur be- 
stimmten Abtheilung ein „Contributions towards a Bibliography 
of Zoroastrian Literature" betitelter Artikel (Nr. ö. S. 94—96) 
gegeben, in welchem ältere wie neuere Erscheinungen, nament- 
lich aus der Deutschen Litteratur, zusammengestellt sind. 



Litteratur und Miscellen. 309 

[669.] ßrmsbfage |u einer $effiföen ©eletyrten*, (Sd&riftjteffer s unb 
fiünft(er*®efc$idfte oon J831 bt* auf bie uenefte 3cit. $erau«gegeben toon 
Otto $erlanb, jhtrfttrflti$ $efftföem Obergeriä)t«*&eferenbar. 8b. I. $. u. 
b. 2:it.: ©rttnbfoge ju emer #efftf<&en OeIe^rten= unb <Sä}rtftfteu'er*®efd)t($tc 
feit ber Deformation bis auf bie gegenwärtige 3ett. ©eforgt »on griebri$ 
«BÜ&efm etrieber unb im Sfnfcä&lHffc an Dr. $ari ffiityefot 3uflt'« gleich 
naraige gortfefcung toeiter fortgelegt toon Otto ©ertanb jc. 8b. XX. ßaffet, 
gretftföubt. 1863. 8. 399 6. $r. n. 2 Styr. 

Das von Fr. W. Strieder, L. Wachler u. K. W. Justi 
herausgegebene u. 1781 — 1819 in 18 Bden erschienene Werk,** 
dem als Fortsetzung, aber ohne ausdrückliche Bezeichnung eines 
XIX. Bds., 1831 K. W. Justi's „Grundlage zu einer Hessischen 
Gelehrten-, Schriftsteller- und Künstler - Geschichte v. J. 1806 
bis z. J. 1830 (Marburg, Garthe. 8. Pr. 3 Thlr.)" gefolgt 
ist, hat in der Gerland'schen Arbeit, wovon der vorl. I. Bd. 
seit 1863 bis 1865 lieferungsweise erschienen, eine weitere 
Fortsetzung erhalten — jedoch mit der Beschränkung, dass 
von dieser neueren Fortsetzung Hessen -Darmstadt, worauf in 
den vorhergehenden 19 Bden mit Rücksicht genommen worden 
war, ganz ausgeschlossen geblieben ist. Der Herausg. hat in 
dieser Hinsicht auf das 1831 — 43 in 2 Bden erschienene 
H. E. Scriba'sche Gelehrten-Lexikon für Hessen-Darmstadt ver- 
wiesen, welches speciell für letzteres Land als Fortsetzung 
des Strieder'schen Werkes anzusehen sei. Das Gerland'sche 
Werk- hat mehr bio-, als bibliographischen Werth. 

[670.] 33togra^if<$eS Serjcon be$ Äaifert^um« Oefterrei^, entyatonb 
bie Sebensffiggen ber benhoürbigen *ßerfouen, tt>el<$e fett 1750 in ben öfter* • 
ret$if$en Äroulänbern geboren »urben ober barin gelebt unb geteuft fyaben. 
Jöon Dr. Gonftant bon^Bursba^. %$. XIII. Äofaref — Sagfner. 2Rit toter 
geneatogtföen Xafeln. SDlit Unterftüfcung " be« SfatorS bur$ bie faiferlidje 
»fabemie ber 333tffenf<$aften. Sien, !. !. $of> u. ©taatsbrutferei. 8. XXII, 
503 @. mit 4 £af. <ßr. n. 2 Ztyx. (©. oben SRr. 185.) 

Der vorl. Band dieses trefflichen u. den Lesern wiederholt 
empfohlenen Werkes enthält unter Anderem eine verhältniss- 
mässig sehr 'lange u. offenbar mit grosser Mühe zusammenge- 
brachte Mittheilung über den bekannten und fast sagenhaften 
Touristen Kyselak, der seinen Namen überall — angepinselt hat. 

[671.] Oefterret$if$er Gatalog. $erget<$niß aller ootn Sanner bis 
2>egember 1864 in Oeftareiä) erfefcieneneu SBü<$er, 3ettf<$rtften, $unftfaä)en 
Sanbfarten unb SRuftfauen. V. Safcrgang (in fe<$8 Ableitungen). % u. 
b. SEit: I; Abteilung, entyaltenb alle SBerfe unb 3ritf$riften in beutföer 
©pra$e, bann in allen auSlä'nbiföen unb in ben tobten «Sprachen. [3u* 
fattfntengefteHt toon Robert.] — II. Theil. Verzeichniss aller im Jahre 
186^ in Oesterreich erschienenen Bächer und Zeitschriften in böhmisch- 



310 Lltteratnr und Miscellen. 

• 
slovakischer, polnischer, nithenischer und serbischer Sprache. [Zu 

mengestellt von Fr. J. Urbanek/J — III. Theil. Verzeichnis* aller im 

Jahre 1864 in Oesterreich erschienenen Bö eher und Zeitschriften in 

nngrischer Sprache. [Zusammengestellt tob W. Leoffer.] — IV. Theil. 

Veraeichniss aller im Jahre 1864 in Oesterreich erschienenen Btteher 

und Zeitschriften in italienischer Sprache. [Zusammengestellt Ton W. 

Schiems.] — V. Theil. Vemeichniss aller im Jahre 1864 in Oesterreich 

erschienenen Knnstsachen. Zusammengestellt von Joseph Bermann. — 

VL Theil. Verzeichniss aller im Jahre 1864 in Oesterreich erschienenen 

Musikalien. Zusammengestellt von Fr. Büsing. ©int, Statin b. Sftar* 

veiä). 8ud)^nMer. 8. XXVI, 85 &.; 78 @.; XV, 60 ©.; XIT, 23 0.; 

2 m. 55 ©.; 2 »IL 48 @. $r. n. 1 Stfr. 15 9*g*. ©ugeln n. 12, 8, 8, 

4, 7, 6 SRgr. (®. Sit*. 3. 1864. 8r, 846.) 

Mit dem vorl: neuen Jahrgange hat der Oesterreichüiche 
Gatalog sein erstes Quinquennium vollendet. Die Heransg. 
dürfen mit einer gewissen Genugthuung auf die fünf Jahre 
zurückblicken, denn ihr Gatalog hat sich in dieser kurzen Zeit 
auf dem bibliograph. Gebiete eine Anerkennung erworben u. 
gesichert, wie sich einer solchen viele ältere Werke keines- 
wegs rühmen können. Ich habe dieser Anerkennung bei der 
Anzeige des IV. Jahrganges besonderen Ausdruck gegeben, 
und darf behaupten, dass man meine Anzeige überall, soweit 
es mir bekannt geworden ist, mit Befriedigung u. Beistimmung 
aufgenommen hat. Ich bin sicher, dass man mir, wenn ich 
den vorl. neuen Jahrgang als einen in jeder Hinsicht würdigen 
Nachfolger seiner Vorgänger -angelegentlich empfehle, ebenfalls 
beistimmen werde. 

[672.] * Alphabetische Naamlijst van Boeken, Landkaarten en 
vorder in den Boekhandel voorkomende Artikelen, die in het jaar 
1864 in het Koningrijk Nederland nitgegeven of herdrnkt lijn, bene- 
vens opgave van den uitgever, den prijs en eenige aanteekeningen : 
alsmede een wetenschappelijk Register. Amsterdam, C. L. Brinkman. 
gr. 8. Pr. 1 F. (S. Anz. J. 1864. Nr. 736.) 

Wissenschaftlich u. merkantilisch von Interesse u. Werth. 

[673J §anbbü^Iein ber fat(otif$en f)rebigt(iteratur ober «erjddfrniß 
ber toon 1800—1865 in 3)cutf<$fonb erföicncncn ^rebigtett. 3ufammen» 
geeilt bon gr. £$eob. $elrafcn, ©ef<$8ftsffi$ter in 3. & ©. öoiffere'e* 
©u^^anMung in £8fo. Äöfo, ©oiffer^c 8. 2 Ott. 76 ©. $r. 20 «Rgr. 

Im • geschäftlichen Vertrieb hat sich, wie der Herausg. 
schreibt, der Mangel eines Verzeichnisses der im Laufe der 
Jahre ziemlich stark angehäuften kathol. Predigtlitteratur, 
welche auf dem Gebiete der kathol. -theologischen Litteratur 
der verhältnissmässig meisten Nachfrage unterworfen ist, längst 
fühlbar gemacht. Zur eigenen Erleichterung hat sich daher 



Litteratur und Misccllen. 311 

die B.'sche Buchhandlung, welche im Fache der katholischen 
Litteratur vorzugsweise thätig ist, genöthigt gesehen, die 
Deutsche Predigtlitteratur des gegenwärtigen Jahrhdts, unter 
Hinzuziehung einiger älteren Werke, zusammenzustellen. Diese 
mit anerkennenswerthem Geschicke gefertigte Zusammenstellung 
hat der Verf. im Interesse seiner Collegen u. der mit dem 
Predigtamte betrauten katholischen Geistlichen im vorl. Hand- 
büchlein veröffentlicht, wofür ihm die betreffenden Personen, 
sowie überhaupt Alle, für welche sonst noch die Kenntniss 
der Predigtlitteratur von Nutzen ist, gewiss dankbar sein müssen. 

[674.] S)te gntlaffutifl gegen ©autton im beutföen ©traffeerfafyren toon 
äari 8K($arb ©ontag. ^eibelBerg , SBetg. gr. 8. (gntfc. @. 201—11: ©er- 
getä}nif ber benufcten ©Triften. 

DasSchriftenverzeichniss ist umfänglich, aber bibliographisch 
mangelhaft. 

[675.] Zusammen Stellung toxi Schriften über Leibesübungen (Turnen, 
Bingen, Eislauf, Spiele, Schwimmen, Fechten, Turniere.) Herausgegeben 
von G. F. Lenz, unter Mitwirkung von C. Euler, M. Kloss, G. Lion, 
W. Lübeck, II. Rothstein, W. Roux, K. H. Scheidler, K. Wassmanns- 
dorff. III. stark vermehrte Auflage. Berlin, Lenz. gr. 8. VII, 32 S. Pr. 
n. 3 Ngr., geb. u. mit Pap. durchschossen n. 6 Ngr. (S. Anz. J. 1862. 
Nr. 683.) 

Die vorl. sogenannte III. Auflage ist Nichts weiter als 
eine neue Titelausgabe mit VIII S. Zusätze. 

[676.] Zeitschrift des Königl. Preussischen statistischen Bureaus 
redigirt von Dr. Ernst Engel. V. Jahrgang. (Beilage zum Königlich 
Preuss. Staats-Anzeiger.) Berlin, Decker. 4. Enth. Nr. 7. S. 191—92: 
Bibliographie. 

Statt der früher von Prof. Helwing in der Zeitschrift ver- 
öffentlichten ausführlichen und systematisch geordneten Ueber- 
sichten der „staatswissenschaftlichen, namentlich der Staats- 
wirtschaftlichen und statistischen Literatur" (s. Anz. J. 1864. 
Nr. 744) beabsichtigt man „allmonatlich, resp. durch jede 
Nummer der Zeitschrift, die Titel der von Monat zu Monat der 
Bibliothek des königlichen statistischen Bureaus einverleibten 
neuen Werke zu veröffentlichen, jedoch nicht in systematischer 
Ordnung, sondern in alphabetischer Folge der Namen der 
Verfasser." Natürlich werden diese allmonatlichen Veröffent- 
lichungen, wovon der Anfang in Nr. 7 der Zeitschrift vorliegt, 
keineswegs den allgemeinen wissenschaftl. Werth haben wie 
die früheren ausführlichen jährlfchen Uebersichten. 

[677.] * Estndios biografico-bibliogräficos de la Medicina militar 
Espafiola. Por Miguel de la Plata y Marcos, alumno interno de la Fa- 



312 Litteratur und Hiscellen. 

cultad de Medicina de )a Universidad Central, etc. Madrid, ignpr. m6d. 
Alvarei. 1864. 4. 1 Bl. 316 8. 

Wird als eine bemerkenswerte Arbeit bezeichnet. 

[678.] Dissertation snr Im Fenilles Ycrtea et colorees enrisagees 
specialem ent au point de vue des rapports de la Chlorophyll© et de 
PErythrophylle, par Edonard Morren, Doetenr en scienees naturelles, 
etc. Gand, Annoot-Braeckman. 1858. gr. 8. Enth. 8. 203—14: Herne 
bibliographique des Onvrages concernant la Chromnrgie yeg&alev 

Eine sehr reichhaltige Uebersicht. 

[679.] fctfloriföc 3eitf$rtft *r*g. bon $. b. CtytcL 8b. XIII. $ft. 2. 
(VH. 3a$rgang 1865. $ft. 2.) SRfim$en, üt.attijl. »nftalt. gr. 8. Qn$. 
& 443—582: UeterfW&t ber (iftariföen Stteratur be9 3afcre« 1864. Unter« 
jei$net: fcfceobot 8eru&arbt. gortfefcimg. (€>.' oben 9tx. 450.) 

Gnte u. reichhaltige bibliographisch-kritische Uebersicbten 
u. Analysen. 

[680.] (Satalog ber geograj>$tf<tyen, gef$i$tti$en unb ntUitSrtf<$en 2u 
teratur be« ®rofföer$ogtt)um« 8aben. Witt SRad&trag Bl« 1865. äfcmnfcim, 
SBtttoer in <£omm. 4. 1 8t. 57 ©. mit 6 80. fta<$tr5gen. Sinjogrart. 
$r. n. 10 ftgr. , 

Nichts weiter als die übrig gebliebenen Exemplare des 
1858 ausgegebenen Kataloges (s. Anz. J. 1858. Nr. 565), mit 
neu hinzugefügten 6 Bll. Nachträgen und einem neuen Titel, 
den man auf den alten, ohne denselben weiter zu beseitigen, 
aufgeklebt hat. 

[681.] Rerum Britannicarnm med!! aevi Scriptores. — Descriptive 
Catalogue of materials relating to the History of Great Britain and 
Ireland, to the end of the reign of Henry VII. By Thomas Duffus 
Hardy, Deputy Keeper of the public records. Vol. II. From A. D. 
1066 to A. D. 1200. London: Longman, Green, Longman, and Boberts 
gr. Lex. 8. CIV, 601 8. Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. (Ans. J. 1862. Nr. 870.) 

Dieses für den Geschichtsforscher ausserordentlich wich- 
tige Werk hat auch, wie schon erwähnt, fttr den Bibliographen 
Interesse. Der dritte Band ist bereits in Vorbereitung. 

[682.] * Bihliografia dei ßomanzi di Cavalleria, si in prosa che 
in versi italiani, con tavole e facsimile. Da Melsi-Tosi. Milano, Daelli. 
18. 3 Volami in ano. Pr. It. L. 4,50. 

Wird als sehr werthvoll gerühmt. 

[683.] örnfl SRottfc Slrnbt. ©ein SeBen unb feine @<$rtften. 8on <g. 
Semgenberg. 8omt, »ebcr. 8. <£nfy ©. 269—73: 8eraet<$ntfj ber ©Triften 
2Crnbt'«. 

Ziemlich oberflächliche litterar. Aufzeichnungen. 



Litteratur und Hiscellen. 313 

[684.] Albo Dantesco Veronese 1865. Milano, Lombard!. 4. Enth. 
S. 285 — 345: Memoria bibliografica Dantesca Veronese di Monsignore 
Giambattista Carlo Giuliari Bibliotecario Capitolare in Verona. 

Kritisch -bibliographische Uebersicht über 127 Italien. 
Schriften, mit Beifügung von Handschriftlichem; kritisch grössten- 
teils werthvoller als bibliographisch. 

[685.] Esposizione Dantesca in Firenze Maggio MDCCCLXV. Ca- 
taloghi. I. Codlci e Docnmenti. II. Edizioni. III. Oggetti d'arte. Firenze, 
tip. dei Successori Le Monnier. gr. 8. 2 Bll. 112, 70, 36 S. 

Ein recht interessantes Yerzeichniss von 237 Mss., 342 
Drucken n. 197 Kunstwerken; recht gut gearbeitet, u. weit 
besser, als so mancher Katalog ähnlicher Art, der nur auf die 
Bedürfnisse des Augenblicks Bücksicht nimmt. 

[686.] Dante e Vicenza XIV Maggio MDCCCLXV. Vicenza, tipogr. 
Paroni. A spese delP Academia Olimpica. 4. Enth. S. 95 — 116: Biblio- 
grafia Dantesca Vicentina dell' Abate Andrea Capparozzo. 

Mehr litterarhistorisch als bibliographisch; gleichwohl für 
den Bibliographen von keineswegs untergeordnetem Werthe. 

[6ft7.] * Annuaire de la 8oci£te Ltägeoise de Litterature Wal- 
lonne. II. Annee. Liege, impr. de Desoer. 1864. 8. Enth. S. 63—106 
eine Nachricht Alphonae Le Boy's über den Abbe Charles Da Vivier 
de Streel u. Ulysse Capitaine's über die von dem Abbe herausgege- 
benen Schriften. (In wenigen Exemplaren auch besonders abgedruckt.) 

Du Vivier de Streel, Pfarrer des Kirchspiels des H. Jo- 
hannes des Evangelisten zu Lüttich (geb. 5. Novb. 1799, gest. 
1. Febr. 1863), gilt als ein vorzüglicher Wallonischer Dichter 
u. ist der Verf. vieler, sehr oft wiederaufgelegter sprachwissen- 
schaftl. Schriften u. Schulbücher. Die S. 95—106 enthaltene 
Uebersicht dieser litterar. Arbeiten ist bibliographisch sehr gut 
gearbeitet. Dr. F. L. Hoffmann. 

[688.] 3ur Siteratur 3o$ann gtföart«. kleine »eitrSgc *on Dr. 2C. 
g. ©. «tfmar, orbentl. $rofeffor ber £&eo(ogte an ber UntoetjUät 2Rarfcurg. 
II., umgeßaftete unb jlarf toerme&rte Auflage, granffurt a. 2K., 35ö(<fer. 
2e|. 8. 4 »tt. 55 ©. $r. n. 15 sRgr. 

Die vorl. Beiträge zerfallen in folg. 7 Stücke: I. Zur 
Literatur des Bienenkorbes (S. 1 — 23) ; IL Fischarts Reimstücke 
im Reveille-matin oder Wacht frtt auf (S. 23 — 27); III. Fischarts 
Anmanung zu christlicher Kinderzucht (S. 28 — 35); IV. Fi- 
scharts Ermanung an die Bundpäpstler (S. 35 — 40); V. Fischarts 
Vorbericht zum Ismenius (S. 40 — 44) ; VI. Kleine Notizen zur 
Fischart-Literatur (S. 44—50); VII. Zur Orthographie Fischarts 
(S. 50 — 65). Unter diesen Stücken, von denen das 2., 3. n. 4. 



314 Litteratur und Miseellen. 

bereits 1846 als Programm des Marburger Gymnasiums er- 
schienen sind, ist das 1. von hervorragendem bibliographischem 
Interesse; es enthält zur Hälfte eine mit grösster Accnratesse 
gearbeitete Verzeichnung n. Beschreibung der Ausgaben des 
Bienenkorbes. Aber auch alle Übrige Stücke sind für den 
Bibliographen mehr oder minder von Belang. 

[689.] Storia d'una Fanciulla tradita da nn- suo amanto di Messer 
Simone Forestani da Siena. [A. u. d. T. : Scelta di Curiosita Letterarie 
inedite o rare dal secolo XIII al XIX. Disp. VI.J Bologna, Bomagnoli. 
1862. kl. 8. Enth. 8. 9—15: Notizia bibliografica de* Compouimenti a 
Btampa di M. Simone Forestani dctto il Sayiosao. 

Wenige Brocken, mit vielem Fleisse zusammengesucht 

[690.] Bern ade Fusch. Sa Tie et ses oeuvres. Discours prononce' 
en slance publique de l'Academie Royale des sciences, des lettres et 
des beaux-arts de Belgique, Le 16 dlcembre 1863, Far Edouard Honen, 
Correspondant de l'Academie, etc. Bruxelles, Hayez. 1864. 8. Enth. 
S. 32—35: Bibliographie de Bemacle Fusch. 

Mit Fleiss zusammengestellt. An die Bibliographie sohliesst 
sich S. 35 — 46 „Catalogue syst&natique Du Plantarum omnium 
de Bemacle Fusch. 1541. Edition de 1544. u ' 

[691.] Charles Morren, sa Vie et ses Oeuvres, par £douard Morren, 
Docteur special en sciences botaniques, etc. II. Edition. Gand, Annoot- 
Braeekman. 1860. gr. 8. Enth. 8. 55— 67: Bibliographie chronologique 
des OeuTres de Charles Francois Antoine Morren. 

Eine sehr fleissige u. anerkennenswerthe Zusammenstellung 
der selbstständigen sowohl als anderwärts mit eingedruckten 
Schriften. 

[692] Leben und Werke der beiden Kupferstecher Johann Gott- 
hard Ton Müller und Johann Friedrich Wilhelm Maller. Von Dr. A. 
Andresen. Enth. im Archiv für die zeichnenden Künste mit besonderer 
Besiehung auf Kupferstecher- u. Holzschneidekunst und ihre Geschichte 
hrsg. Ton R. Naumann. Jahrg. XI. Leipzig, K. Weigel. gr. 8. Hft. 1. 
8. 1—41. (Auch besonders abgedruckt Daselbst, gr. 8. 1 Bl. 45 8. 
Pr. n. 16 Ngr.) 

Treffliche Uebersiohten der Werke v. Müller's u. seines 
Sohnes, nach den Gegenständen geordnet. Ein im Deutschen 
Kunstblatte 1821 erschienenes, ziemlich unrollständiges Ver- 
zeichniss der v. Mttller'schen Werke ist chronologisch zu- 
sammengestellt. 

[693.] * Antekninger om Rudbeeka Atland. Stockholm, Norstedt & 
Söner. 1863. 8. 75 8., 

Zur Bibliographie u. Litterargeschichte des Werkes wichtig. 

Dr. F. L. Hoffmann. 



Litteratur und Miseellen. 315 

[694.] $ehucic$ ©tteglifc. (Sine Setbfl&iograpbie. ©ollenbet unb mit 
Sfomerfungeu herausgegeben toon <£. (Eurfce. @ot$a, $ertbe«. 8. (gnty. ©. 
517—23: Sfabang. Ueberfiä>t ber toon $. @tieglifc betanSgegebenen felb* 
ftönbigen ©Triften, fototc bet in 3cttf(^n{tcu sc. fceröffentUäjten Buffäfce 
unb @cbta)te. 

Die Uebersicht ist gut, aber nicht überall von gleicher 
Genauigkeit. 

[605«] Geofroy Tory, peintre et graveur, premier imprimeur royal, 
r£formateur de l'Orthographe et de la Typographie sous Francis Ier; 
par Auguste Bernard. II. Edition, entierement refondue. Paris, Tross. 
gr. 8. 2 Bll. VIII S. & 1 Bl. 411 8. mit eingedruckt. Holzschnitten. 
Pr. 12 Fr. auf Vel. Pap., 24 Fr. auf gr. Holl. Pap., 300 Fr. auf Perg. 

Hierüber das Weitere im nächsten Hefte. 

[696.] * Le 3xneValdor, calcographe de Louis XIV; parJ. Benier. 
Enjh. im Bulletin de l'Institut Archeologique Liegeois. Tom. VII. 
Liege, gr. 8. S. 123—70. 

Ein sehr beachtenswerter und interessanter Beitrag zur 
Kunstgeschichte u. Bibliographie. An die Mittheilungen über 
diesen Dritten der Künstlerfainilie Valdor schliesst sich eine 
genaue Beschreibung u. Analyse seines grossen Werkes „Les 
Triomphes de Louis-Ie-Juste, XIII du nom, Roi de France et 
de Navarre, etc. ct , wovon sich im Brunet'schen Manuel eine 
ziemlich accurate Titelangabe u. Beschreibung befindet, die aber 
nach der Renier'schen Mittheilung noch ergänzt werden kann. 

Dr. F. L. Hoffmann. 

Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

[607.] $über*$efle gttr ©ef$t$te be« ©ü<$er$anbet« unb ber mit 
bemfelben toernxmbten tfttnjle unb (Setoerbe. herausgegeben von ^einria) 
Sempera, 3u§aber ber girma 3. 3ft. #eberle in ßöln. Safcrgang 1865 ober 
€$ä)taßlieferung. 1—6) #auj>ttttel, $or* unb @ä)fujjn>ort, 3 tlbtbeifongstttel, 
Gegiftet. 3u(ammen 6 SBfötter. 7) <£br. gr. $>ert$e«, ©uäftSnbler in ©otba, 
geb. 1772, gefl. 1843. 8) iWarcu« S^eobor 2>u 2Ront, ©uaftänbler in Äöln, 
geb. 1784, geß. 1831. 9) 3. ätfaty. #eberte, Antiquar, «uäjbruder unb 3ei- 
tnngStoerleger in Söto, geb. 1775, ge(l. 1840. min, $eberle. Fol. 6 330. & 
3 £af. in Umfäjlag.f (6. Hnj. 3. 1864. 3*r. 188.) 

Mit dem vorl. Jahrgange ist ein vor 13 Jahren begonnenes 
Werk beendigt worden, welches in seinem Fache einen ausge- 
zeichneten Platz einnimmt. Der Anz. hat beim Erscheinen der 
einzelnen Jahrgänge stets Gelegenheit genommen, die Leser 
auf dieses schöne Werk aufmerksam zu machen, u. von seinem 
Inhalte ausführlichere Nachricht zu geben. Beim völligen Ab- 
schlüsse des Werkes — zu dessen äusserer dem inneren Werthe 



316 Litteratär und Miseellen. 

entsprechender, würdiger Dekoration von dem Brider des 
• Herausg.'s ein geschmackvoller, später noch besonders in be- 
sprechender Einband in Arbeit genommen ist — kann ich nicht 
unterlassen zu wiederholen, dass der Heransg. durch die Publi- 
kation dieser Bilder-Hefte überhaupt n. durch die ausdauernde 
u. umsichtige Sorgfalt, mit der er sein Unternehmen gleich- 
massig gepflegt, ganz insbesondere vollen Anspruch auf allsei- 
tige Anerkennung von Seiten des betreffenden Publikums sich 
erworben hat Die Bilder-Hefte werden stets eine Zierde jeder 
grösseren Bibliothek, namentlich aber der Sammlungen von 
Bibliophilen sein. Was den Inhalt des vorl. Schlussheftes an- 
langt, so besteht dasselbe, wie schon auf dem Titel bemerkt, 
ausser den Oesammt- u. Abtheilungstiteln, dem Vor« n. Nach- 
worte, sowie dem aar bequemen Handhabung des Werkes nö- 
thigen Register, aus 3 Tafeln. Auf der ersten dieser Tafeln 
begegnet man dem wohlgetroffenen Bildnisse unseres edlen 
Friedrich Perthes nebst dem Facsimile eines längeren Briefes 
von ihm an Richter dd. 9. Novbr. 1803. An der Spitze der 
zweiten Tafel steht das Portrait des Kölner Buchdruckers, 
Buchhändlers und Zeitungverlegers M. Th. Da Mont, dessen 
Lebensskizze nach den Mittheilungen von Willmann u. Ennen 
am Fusse beigefügt ist; ausserdem enthält die Tafel noch die 
Facsimiles zweier kurzer Sehreiben M. Th. Du Mont's n. seines 
-ältesten Sohnes u. Geschäftsnachfolgers Joseph Du Mont's. Anf 
der dritten u. letzten Tafel findet sich das Bildniss Heberle's, 
des „väterlichen Lehrers u. Freundes u des Herausg.'s, sowie 
Gründers der vom Herausg. seit 25 Jahren fortgeführten Firma; 
überdies das Facsimile der Handschrift, dreier Signete u. Vig- 
netten u. eine vom Herausg. zusammengestellte Lebensskizze 
Heberle's. — Darf ich zum Schlüsse noch einen Wunsch 
äussern, so wäre es der, dass es dem Herausg., meinem hoch- 
geehrten Freunde, seine Bescheidenheit gestattet hätte, das 
Abbild seines eigenen lieben und freundlichen Antlitzes dem 
Werke mit einzuverleiben, zur Erinnerung u. zugleich als eine 
Art Jubiläumsgeschenk für seine Freunde u. überhaupt für alle 
die, welche seine geschäftliche Thätigkeit hoch und werthi 
galten. 

[698.] teuerer $erUg toon Sofymtc $eter &a$tm 83er(agS<$udW3ubto 
unb $u$bru(fc in Ädfa. 8is Snbe 1863 xtebfi 9ia ertrag fcte 1865. 8. 

i $(. 19 & 8 e. 

Alphabetisch, gut redigirt. Hauptsächlich Catholica. 

[609*] No. 124-27. Joseph Baer's (Frankfurt a. M.) antiquarischer 
^azeifer. April bis Juli. 8. a 16 8. 28786- 30024 Nrr. (S. oben Nr. 460.) 

Vermischte u. ausgewählte, meist neuere Litteratur. 



Litteratar ufad Misoelkn. &17 

[700.] Ufo» i. Verzeiehniss des antiquarischen Bücherlagers von 
Ludwig Bamberg in Qreifswald. — Theologie und Orientalia. 8. 
1 Bl. 18 a 

Grösstenteils Deutsche Litteratur, worunter Vieles von 
nicht erheblichem Werthe. 

[701.] Catelogo delle Edizioni di G. Barbera Tipografo-Editore in 
Firenze. Maggie kl. 8. 1 Bl. 42 S. 

Ein raisonnirender Katalog, aber ohne bibliographischen 
Werth. 

[702»] Nro.LXXIX. Antiquarischer Katalog der C. H. Beck'schen 
Buchhandlung in Nördlingen. — Schönwissenschaftliche Literatur, 
deutsch, französisch, italienisch, spanisch, englisch u. s. w. 8. 2 BD. 
92 S. 2749 Nrr. 

Von vorzüglichem Interesse. 

[703.] Nr. 58—60. ©ü<$er*3[naetge bon Antiquar SXar. Griffet aRttu<$en. 
Sunt bis Sluguft. 4. a 1 SB. (0. oben 5Rr. 463.) 

Vermischte Litteratur, worunter viele Bavarica. 

[704.] #erjei($nif} toertyöoü'er föeifetoerfe in Original* ausgaben ober 
Don ben SBetfaffern autoriflrten Ueberfefcungen in clegantefter StoSftottung. 
93«fel, <S. S)cttcffö Antiquariat. ©ej>tembet. 8. 1 $t. 45 ©. 

Ohne allen bibliographischen Werth; enthält, ausser der 
Titelangabe, Raisonnements u. ausführliche Inhaltsanzeige einiger 
weniger Werke. 

[705.] $erlag8beri<$t öon Eouis ©Hermann in 2)re«ben. ©eptentber. 
8. 3! 6. (@. «inj. 3. 1862. Er. 893.) 

Alphabetisch mit Citaten aus Kritiken, ziemlich gut redi- 
girt; die Jahrzahlen fehlen bei den Titeln. Pädagogik und 
Deutsche Litteraturwissenschaft. 

[706.] Verlag von Förster & Pindel in Leipzig, kl. 8. 7 6. 
Hauptsächlich Freimaurerei betreffend. 

(707«] Siebzehntes Verzeiehniss antiquarischer u. neuer Bücher 
welche zu haben sind bei Eduard Goetz, Buchhändler und Antiquar 
in Berlin. — Catalog No. XVII. enthält: Geschichte, Literatur- und 
Rechtsgeschichte, Geographie, Reisen und Anhang: Militärische Schriften. 
8. 64 8. 

Hauptsächlich Deutsche, nächstdem Französische Litteratur 
der neueren Zeit. 

[7080 N °. 3 — 6 - 8*tüo& meifl toertfaofler neuerer $tt<$er, ©(oben, 
eta^lftic^e )c, mlty »on $. $a'ber(in, ©mjftänMer unb Antiquar in $m* 



818 Littetattir und Miaceilen. 

riftoeU te}**e« teerte« Finnen. gRftra tis «DßufL 8. 20 6.; 1 »L 16 6.; 
20 e. Sttfammen lg59 Star, 

Vermischte, grösstenteils Deutsche u. gangbare Litteratar. 

[709*] Nr. 84—86. Verzeichnis« des antiquarischen Lagers von 
H. Härtung in Leipzig. 8. 

Enth.: Nr. 84. Musik 10 8. 814 Nrr.; Nr. 86, Vermischte 
Litteratar 24 8. 594 Nrr.; Nr. 86. Theologie, Kirchengeschichte, 
Hebraica, Judaica, Philosophie. 

[710.] gerlagt Katalog ton *. 83. $<tyn in «er««. Öfter '«cRc. 
fl t. 8. 44 @. 

Alphabetisch, ziemlich gut redigirt; leider fehlen überall 
die Jahrzahlen. Hauptsächlich Belletristik spec. Dramatik, 
Bechts- u. Staatswissenschaften spec. Porussica, Gemeinnütziges. 

[711.] SerfogfeSeqdcfcnig von V. «Jenty in ©onn. gt. 8. 4 Ct. 
Alphabetisch, ziemlich gut redigirt Hanptaächlich Natur- 
wissenschaftliches. 

[712.] Catalog L des antiquarischen Büoherlagers Ton C. H. Herr- 
mann in Halle a. 8. 8. 1 Bl. 22 8. 

Hauptsächlich Historisches u. Belletristisches. 

[713.] Verlags- Katalog Tön Otto Holtee in Leipzig. September. 
8. 34 8. 

Alphabetisch, mit Inhaltsübersicht, gut redigirt. Haupt- 
sächlich Philologisches, wovon der grösste Theil aus dem Karl 
Tauchnitz'schen Verlage übernommen worden ist. 

[714] No. 136. Antiquarisches Bücherlager von Kirchhoff & Wi- 
gand in Leipzig. — Musikalien nnd Werke über Musik. September. 
8. 1 Bl. 25 S. 767 Nrr. (8. oben Nr. 545.) 

Beachtenswerte 

[715*] Nr. VI. Katalog ssaeownych dziet Literatur? Polskil; 
nowszych czasöw ktöryoh nabyc* mozna sa podana, najnizssa antyk- 
warska cen? w antykwarni i handln piod6w sztuk pieknyeh J. Lissnera, 
w Poznaniu. (Katalog der werthvollsten Werke der Polnischen Litte- 
ratur der Neuzeit) 8. 1 Bl. 62 8. 1335 Nrr. (S. Anz. J. 1863. Nr. 728.) 

Wissenschaftlich geordnet. 

[716.] Verlags-Katalog von Friedrich Man» in Wien. Mit einem 
Anhange, enthaltend: die Commissions-Artikel von F. Manz & Comp, 
Januar 1865. gr. 8. 46 S. 

Alphabetisch, mit wissenschaftlich geordneter üebersicht; 
gut redigirt. Hauptsachlich Rechtswissenschaft, Medicin und 
Naturwissenschaft mit Verwandtem. Austriaca. 



Litteratur Und Mlscelleü. 819 

[717J Neunundsiebzigster & Achtzigster Katalog von L. F. Maske's 
Antiquariat in Breslau. 8. 1 Bl. 64 S. & 1 Bl. 30 S. (S. oben Nr. 548.) 

Enth.: Curiosa, Seltenheiten u. grössere werthvolle Werke 
1136 Nrr. & Jurisprudenz und Staatswissenschaften 697 Nrr. 
Von besonderem Interesse ist der erstere Katalog. 

[718.] Verzeichniss der Bücher & Musikalien, welche im Verlage 
von Carl Merseburger erschienen sind. 16. 1 Bl. 22 S. (S. Anz. 
J. 1860. Nr. 726.) 

Die Bücher alphabetisch, die Musikalien nach Rubriken 
geordnet; nicht genügend redigirt. Musikalisches u. Pädago- 
gisches. 

[719.] 55. Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers von J. 
D. Mensel & Sohn in Coburg. — Theologie, Philosophie, Pädagogik 
und Schriften verschiedenen Inhalts. 8. 1 Bl. 66 S. Ueber 1800 Bde. 

Grösstenteils gangbare Deutsche Litteratur. 

[720«] XXIe Catalogus van Boeken verkrijgbaar in den ouden en 
nieuwen Boekhandel van J. Moone Bz. te Delft. Julij. 8. 1 Bl. 33 S. 
739 Nrr. 

Enth.: Godgeleerdheid en Kerkelijke Geschiedenis. 

[721.] XXIV. Bücherverzeichniss von Albert Moser in Tübingen. 
— Theologie. Philosophie. Pädagogik. Orientali a. 1866. 8. 1 Bl. 132 S. 
4159 Nrr. 

Grösstenteils Deutsche Litteratur; gehaltreich u. übersicht- 
lich redigirt. 

[722.] Nr. 87 — 88. Livres anciens et modernes. En vente chez 
Martinus Nijhoff a La Haye. Mai — Juin. 8. ä 16 S. Zusammen 
490 Nrr. (8. oben Nr. 477.) 

Ausgewählte, vermischte Litteratur. 

[793«] Fliegender Anzeiger Nr. IV — yil. Schweizerisches Anti- 
quariat von Orell, Füssli & Comp, in Zürich. Juni — September. 8. 
ä 16 S. Zusammen 1481 Nrr. 

Vermischte Litteratur, worunter viele Antiquaria u. Hel- 
vetica. 

[724.] 3nttquar*3tt3eiger 9tr. 88 -95 ton <ßronbet & $ttafb in Sien. 
®pn Maxi Ms mal Fol. ä fJ8. (©. oben 9fr. 478.) 

Vermischte Litteratur, worunter Vieles aus dem Fache der 
Geschichte u. ihrer Hilfswissenschaften. Nr. 92 ist ausschliess- 
lich Werken „Zur Bibliographie u. Gelehrtengeschichte, Biblio- 
thekwissenschaft u. Buchdruckergeschichte" gewidmet, u. Nr. 94 
enth. nur , 7 Austriaca, Vieles über Ungarn/' 



320 LUMmtar und hügceilefe. 

[725.] 9fr. 7. 3. <g*$eible T 3 «ntiqnaTiat ht©tuttgatt 16. 760—8966. 
1119 9fr. (@. oben 9frr. 627.) .- • 

Enth. die Fortsetzung der Theologie tu Religionswissen- 
schaft in allen ihren Verzweigungen , mit Einschlags der ge- 
heimen Wissenschaften. 

[796«] Catalog Nr«/ 25 des antiquarischen Bücherlagers tob Emil 
Schilling, Back- and Antiqtariatohandlnng in Dresden. 8. 16 8. 

Enth.: Philosophie, Theologie, Pädagogik u. Philologie. 

[727.] Ne. I. Catalog des antiquarischen Bücher-Lagers von Albert 
SeftinAfer — Geschichte. Berlin. 8. 1 Bl. 34 S. 

Hauptsächlich Deutsche u. nächstdem Franz. Litteratur; 
fibersichtlich redigirt. 

[728.] Catalog beliebter Musikalien aus dem Vertage der Schle- 
singer'schen Buch- & Musikhandlung, in Berlin, welche su bedeutend 
ermässigtea Preisen geliefert werden, gr. 8. 12 S. 

Blose Nomenklatur. 

[720«] Bibliotheca theotogica. gatfttog 9fr. 43 a(* 3. £t)eU bet 
tieo(ogtfd)en Abwertung in Otto» nnb Heineren gortnaten, to>elä)er bie Au- 
toren bon L M B enty&ft. gexbiuanb &ä)uit Antiquar ta ©berfetb. 8. 
1 ©t. 67—100 ©. (@. *nj. 3. 1864. 9fr. 681.) 

Qrösserentheils nur Deutsche Litteratur. 

[730.] Verzeichniss werth voller, theilweise seltener Bücher aus 
dem Gebiete der Belletristik, Bibliographie und altdeutschen Literatur, 
welche auf dem antiquarischen Lager von Ferdinand Steinkopf in 
Stuttgart au finden sind. 8. 1 Bl. 90 S. 

Grösstenteils Deutsche Litteratur. 

[731.] $nti<niartf$e9 $ü$erbersei$mj; ber SBu<^cmblung boit €. 
Soffen in ©igmoringen. äotfcofiföe Geologie. ff. 8. 1 &(. 24 ©. 
Von keinem erheblichen Werthe. 

. [732*] 40-46. $erget$ni$ ontiquatiftfer ©iid&er, mcl^e in 3. £<ut» 
bete' 8 Antiquar-, &u$* unb SDhtfifoUen^anbJung in $rog ju t)obcn ftnb. 
Fol. & 1 ©. 2590—7487 9frr. (©. ©bin 9fr. 220.) 
Vermischte, meist Deutsche Litteratur. 

* [733.] * M. J. Techener et la vente de ses livres ; par Gustave 
Brunet. [Extrait du Bulletin du bouquiniste, no. 203, 1er juin 1865.] 
Paris, Anbry. 8. 15 S. 

S. oben Nr. 527. 

[734.] VeräefchnfBB meines Lagers älterer Bücher, welche zu sehr 
ermäßigten Preisen ausverkauft werden. Posen, Louis Türk. 8. 
1 Bl 62 S. 



Litteratttr und Miseelle». 321 

Grösserentheil8 Theologie, Geschichte, Philologie, Rechts- 
und Staatswissenschaften, Naturwissenschaft u. Verwandtes, 
Deutsche u. Franz. Belletristik, Curiosa u. Erotica. 

[785.] 91t. 147—49. ©üt^er^ngetge toon 3f. 2Btntyre<$t , 8 Antiquariats* 
Bu^Hblnng. BugS&iirg. 3nni bi« Hupft. 4. k 1 ©. (©. oben 9fcr. 483.) 

Vermischte Litteratur. Eine eigene Nummer (1 B.) ent- 
hält ein „Verzeichniss humoristiseh-komisch-satirischer Schriften, 
Facetien, Curiositäten etc." 401 Nrr. 

Bibliothekenkunde. 

[736.] Programm der Domachule zu Güstrow. Ausgegeben 
Ostern 1865. von dem Director der Anstalt Dr. G. C. H. Raspe. Inhalt: 
1. Bericht über die Bibliothek, die Hansensche Bildersammlung, die 
Musikaliensammlung, das Archiv, die Wittwenkasse, die Prämienlegate 
und die Jubelstiftung der Domschule. 2. Schul nachrichten von Ostern 1864 
bis Ostern 1865. Beides vom Director. Güstrow, Druck der Ebertschen 
Buchdruck. 4. 1 Bl. 58 S. Pr. n. 10 Ngr. 

Der Herausg. hat auf den ersten 45 S. in ziemlich aus- 
führlicher Weise zuerst von der Geschichte der Bibliothek, dann 
von dem Kataloge gehandelt, u. zuletzt eine Uebersicht der 
bemerkenswertheren Bücher gegeben. Bei der Anordnung der 
Bücher ist hauptsächlich das System der Hamburger Stadt- 
bibliothek, mit den vom Herausg. für nöthig gefundenen Ab- 
änderungen, zum Grunde gelegt ; als Beispiel dieses modificirten 
Systems ist das Schema des pädagogischen Faches ausführlich 
mitgetheilt. Der gesammte Bücherbestand am 15. Novbr. 1864 
findet sich auf 11,261 Bde. oder 9464 Werke angegeben. Der 
Bericht ist zum Theile in ziemlich humoristischem Tone abge- 
fasst. Das Humoristischste bei der ganzen Sache ist aber 
Das, dass es der Herausg. der Mühe für werth gehalten hat, 
auf den ausführlichen Bericht über die Bibliothek noch so viel 
Zeit zu verwenden, da er doch im Eingange des Berichtes 
offen bekennt, dass er die auf dieses Institut — dessen Instand- 
bringen er „ein grossentheils herzlich langweiliges und viel 
Aschenbrödelei erforderndes Stück Arbeit" nennt — bereits 
verwendete Zeit und Kraft erspriesslicher für sich hätte aus- 
nutzen können, und dass das Bewusstsein dessen ihn zuweilen 
ein wenig niedergedrückt u. verstimmt habe. Wozu denn noch 
die ausführliche Berichterstattung, deren sich der Herausg. 
jedenfalls in kürzerer Fassung hätte entledigen können. Dem 
Berichte über die Bibliothek folgen ein paar kürzere Abschnitte 
über die der Domschule gehörige Hansensche Bildersammlung 
(S. 45—48) u. die Musikaliensammlung (S. 48 — 50). 

[737.] Ueber ein Paar Handzeichnungs- und Eupfersticbbände 
auf der Leipziger Stadtbibliothek. Von Ä. Weigel. Nebst zwei litbo* 

23 



S2ä Utteratiir lud llisceÜeä. 

graphirten Blattern. Enth. im Archiv f. d. seich n enden Künste mit 
besonderer Beziehung auf Kupferstecher- u. Holzschneidekunst n. ihre 
Geschichte hrsg. von R. Naumann. Jahrg. XI. Leipzig, B. Waigel, 
gr. 8. Hft 1. 8. 70—78 mit 2 Taf. 

Betr. zwei ans der Bibliotnek des Cardinais Barberini 
stammende Bände mit Handzeichnungen von Salvator Rosa, 
sowie einen Band mit radirten Blättern 6. M. Mitelli's, welche 
Bartsch sämmtlich unbekannt geblieben sind. 

[738.] * Notices et Extraits des Manu sc rite de la Bibliotheque 
Imperiale et autres Bibliotheques , publik« par l'lnstitut Imperial de 
France; faisant suite aux Notices et Extraits Ins au Comite* ätabli 
dans l'Academie des Inscriptions et Beiles -Lettres. Tom. . . . Paris, 
impr. Imperiale. 4. 497 8. (8. oben Nr. 490.) 

Als letzterschienener Band ist von der offiziellen Biblio- 
graphie de la France der XX. genannt, dessen Erscheinen 
aber von demselben Blatte schon früher angezeigt war. Yer- 
muthlich ist daher hier ein Druckfehler untergelaufen, u. nicht 
der XX., sondern der XXII. Band als der letzterschienene gemeint 

[739.] * Les Manuscrito a miniatnres de la Bibliotheque de Soissons 
etudils an point de vue de leur illustration ; ävec 16 pl. lithogr. et 
30 lettres gravees dans le texte. Texte et dessins par Edouard Fleury. 
Paris, Dumoulin. 4. 2 Bll. 167 8. 

Soll von grossem Interesse sein. 

[740.] * Catalogue of additions to the manuscripts in the British 
Museum in the years MDCCCXLVI— MDCCCXLVII. Printed by order 
of the trustees. 1864. gr. 8, 4 Bll. 386 & 136 8. 

Ueber diesen von F. Madden herausgegebenen Katalog s. 
Dr. F. L. Hoffmann's Anzeige im Serapeum Kr. 12. 8. 186 — 89. 

[741.] Dante e Padova Studj storico-critici. Maggio 1865. (Padova, 
Sacchetto.) gr. 8. Enth. 8. 391—406: Illustrazione di quattro Codici 
della Divina Comedia esistenti nel Seminario Vescovile di Padova. 
Da Domenico Barbaren*. 

Die Mss. sind früher im Besitze des Grafen Alfonso Spe- 
roni degli Alvarotti gewesen. 

[742.] Intorno il Cammeo, intitolato Giove Egioco in Onica della 
Biblioteca Marciana. Notizia pubblicata per le nozze Menini-Guillon, 
dal Cav. E. A. Cicogna. Venezia, tipogr. del Commercio. 8. 7 8. 

Für den Anz. von keinem weiteren Interesse. 

[743.] * Memoria sobre el estado de la Biblioteca provincial y 
universitaria de Sevilla en el afio de 1864. Lectores que han coh- 
currido; obras quem aase han solicitado y reformas que la esperiencia 
s\credita eomo roas eonvenientes. Escrita con arreglo a la base 29 del 



Litteratur und Miscellen. &23 

Real decreto de 8 de Mayo de 1859, por el Doctor D. Ventura Camacho 
y Carbajo, Individuo del Cuerpo facultativa de Archiveros-Bibliotecarios, 
Bibliotecario primero de la misma. Sevilla, impr. Izquierdo. 1865. 
gr. 4. 36 S. 

Ueber den Bericht vom J. 1863 s. oben Nr. 232. 

[744.] * Die Sammlung von morgenländischen Handschriften, 
welche die kaiserl. öffentliche Bibliothek zu St Petersburg im Jahr 4 1864 
von Herrn v. Chanykcov erworben hat. Von B. Dorn. St. Petersburg, 
gr. 8. 93 S. Pr. 20 Ngr. 

Das Liter. Centralblatt Nr. 36. Sp. 953 — 54 schreibt 
hierüber: „Dieser Handschriftenkatalog beschreibt in gedräng- 
tester Kürze 161 Handschriften, welche der bekannte Gelehrte 
Chanykov während seines vieljährigen Aufenthaltes in Asien 
zu kaufen Gelegenheit hatte, u. welche im vorigen Jahre von 
der kaiserl. öffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg erworben 
worden sind. Diese Handschriften zerfallen der Sprache nach 
in Arab., Pers., Türk. u. Dschagataische, u. bieten ihrem Inhalte 
nach sehr viel des Interessanten, vornämlich die Werke über 
die Geschichte u. Geographie von Mittelasien, Buchara u. dem 
Kaukasus, u. versprechen demnach eine interessante Ausbeute 

für die Wissenschaft. Der Katalog zerfällt in folg. 

Abschnitte: 1) Theologie u. Recbtskunde (Nr. 1—21); 2) Phi- 
losophie, Ethik, Logik (22 — 24); 3) Philologie, Lexikographie, 
Grammatik (25 — 36); 4) Epistolographie (37— 39); 5) Rhetorik 
(40); 6) Erzählungen, Poesie (41—59); 7) Geschichte, Bio- 
graphie (60—105); 8) Kösmographie , Geographie (106—16); 
9) Mathematik, Astronomie (117—46); 10) Traumdeuterei (147); 
11) Zoologie (148); 12) Medicin (149—50); 13) Encyklopädie 
(151—53); 14) Sammelschriften (154—61)." 

Privatbibliotheken. 
[745.] Verzeichniss der hinterlassenen Bibliotheken des H. von 
Struve in Hamburg, Kais. Russ. wirkl. Geheimrath und Minister, sowie 
des Oberbaudirector .Moller in Darmstadt und Prof. Dr. A. Förster in 
Würzburg (von letzterer Bibliothek der nichtnredicinische Tbeil,) welche 
nebst einer Sammlung hebräischer Bücher am 25. September von 
List & Francke in Leipzig öffentlich versteigert werden sollen. 8. 2 1311. 
129 S. 3292 Nrr. 

Enth., ausser den auf dem Titel genannten Hebraicis, 
hauptsächlich Geschichte u. Verwandtes, Belletristik, Architektur 
u. dazu Gehöriges. 

[746.] Verzeichniss der hinterlassenen Bibliotheken der Ober- 
kirohenrath, Prälat Dr. Ulimann in Carlsruhe, Ober - Präceptor Nusser 
in Ulm und Professor Dr. Wiegmann in Düsseldorf, welche am 16. Oc* 



324 Litteratnr und Miscellen. 

tober zu Leipiig versteigert werden seilen. Eingesandt durch T. O. 
Weigel in Leipzig. 8. 1 Bl. 32 8. 6186 Nrr. 

Enth. hauptsächlich Theologie mit Philosophie, Philologie 
mit Pädagogik, Geschichte u. Geographie, Belletristik, Kunst- 
litteratnr, Cnriosa. 

[747.] «crjeiäjnig bet fchttertaffenen ©tbttot v et bc« $3iMiott}c!ar Dr. 
<£mü Äöffter in ©igmanngen, toctc^e nebfl mehreren anbcrcn 39ibUot v eten, 
toertypotten SWanufcrtyten unb einer großen Sammlung non $ol$3(fen 
(Imitationen ber ältcpen toortyfcogr. $eriobe) öffentlich fcerfteigett »erben. 
3n ber $ü<$er*Sluctt0n«s9taßalt für ©fib*2>eutfä)lanb *on 2Mar. griffet, 
Antiquar in 2RiUiä)en. 8. 1 81. 166 6. mit 1 £af. gaeftm. 3842 9hr. 

Hatte mich der an der Spitze des Kataloges stehende 
Name meines verstorb. Collegen Rössler erwarten lassen, dass 
ich in dem Kataloge der von ihm nachgelassenen Bibliothek 
vieles anf nnsere Bernfswissenschaft Bezügliche antreffen würde, 
so ist eine solche Erwartung getauscht worden; der betreff. 
Katalogabschnitt, Litteratnr* und Kunstgeschichte enthaltend, 
ist wenig umfänglich u. zudem untergeordneter Art. Die haupt- 
sächlicheren Partien des vorl. Kataloges sind die Abschnitte 
der Theologie, Staats- u. Rechtswissenschaften, Philologie u. 
National litter atur, historisch. Wissenschaften, Bavarica, Frei- 
maurerlitteratur. Auch ist die Zahl der im Kataloge mitver- 
zeichneten Knpfer- n. Kunstwerke nicht unansehnlich. Unter 
den Mss. zeichnet sich ein prachtvoll verziertes Horenbuch 
auf Perg. aus, woraus ein Facsimile dem Kataloge beigegeben 
ist. Das Angebot dieses Ms. ist auf 870 Fl. festgestellt. 

[748.] Verzeichniss der Unterlassenen Bibliothek des Dr. August 
Förster in Wnrzbnrg, Professor der pathol. Anatomie daselbst, welche, 
mit einer zweiten medizinischen Bibliothek vereint, am 25. October 
von List & Francke in Leipzig öffentlich versteigert werden soll. 8. 
1 Bl. HO S. 2461 Nrr. 

Der vorl. Katalog, an dessen Spitze ein Verzeichniss der 
Schriften von A. Förster (28 Nrr.) gestellt ist, enthält einen 
reichen Fonds meist neuerer u., was die Geschichte der Medicin 
betrifft, auch älterer Litteratnr über fast alle Theile der Medicin. 

[749.] * Catalogue des livres grecs et latins et de- litterature 
francaise, composant la Bibliotheque de M. le Docteur Piccolos, sa- 
vant helleniste, dont la vente aura Heu le 11 juillet. Paris, Aubry. 8. 
14 S. 157 Nrr. 

Unbedeutender Art. 

[750.] * Catalogo de la Biblioteca del Excmo. Sr. D. Pedro Caro 
y Sureda, Marques de la Romana, Capitan General del eje>cito y Ge- 
neral en Jefe, qne fue\ de las tropas Espaöolas en Dinamarca el afio 



Litteratur und Miscelien. 325 

de 1807, trasladada a esta corte desde Palma de Mallorca. Madrid, 
irapr. Böig. gr. 4, 1 Bl. 212 8. k 2 Col. 
Enth. über 19,000 Bde. 

[751*] No. 222. Monthly List of valuable, rare, and curious 
Bookß, in all Departments of Literature, Offered for Cash by Bernard 
Quaritcb, London. August, gr. 8. 20 S. 

Enth. unter Anderem S. 1—8 „Scientific Works, From the 
Libraries of the late Dr. Forbes Royle, the Botanist; of late 
Dr. Baikie, the African Explorer; of the late Professor Thom- 
son, the Chemist; and of a late Cnrator of the Herbarium, 
Kew." 188 Nrr. 

[752.] Aus Berlin 

hat der Eönigl. Bibliothekar Dr. J. Schrader die Güte gehabt, 
zur weiteren Vervollständigung meiner Uebersicht der Trenck- 
litteratur (s. oben Nr. 585) die Titel folgender Schriften, die sich in 
der Königl. öffentlichen Bibliothek befinden, mirmitzutheilen :„Ara- 
xane Ein erdichtetes Trauerspiel. Aufgeführet auf dem Kaiserlich 
Königlich-privilegirten Stadt-Theater in Wienn nächst dem Kärntner 
Thor. Verfasset von Herrn B. v. Trenck. Wienn, Krause. 
1754. 8°. 85 S." (Bildet das erste Stück im V. Theile der 
Deutschen Schaubühne zu Wienn.) — „Verliebte Gedichte 
eines Gefangenen. Verfertiget im Kerker. Aachen. 1774. 
8°. 62 S. mit Titelbild." — „Friedrichs Freih. von der Trenck. 
Moralische Schriften. Th. I— III. Wien, v. Kurzbeck. 1786. 
8<>. 260 S.; 4 Bll. 359 S.; 4 Bll. 357 S." (üebersetzung 
der „Oeuvres spirituelles 44 des Abb6 Barth. Baudran, mit Trenck's 
Aenderungen und Hinzufügung eigener Ausarbeitungen.) — 
„Friedrichs Freyherrn von der Trenck Gedicht bey der Ueber- 
sicht seines Schicksals, da er nach 4 3j ähriger fruchtlosen Ar- 
beit aus Wien so wie Bellisar aus Constantinopel reisete. Allen 
redlichen noch freyen Deutschen, die meine Geschichte mit Ge- 
fühl gelesen haben, gewidmet. In Wien gedacht, in Berlin ge- 
schrieben, in Hamburg bearbeitet, in Rom confifcirt und gedruckt 
in Altona im Juny 1792. 8°. 32 S. u — Hierzu kann ich 
noch den Titel eines soeben erschienenen Werkchens hinzufügen, 
nämlich: „[Bibliothfcque choisie Vol. DCCCII— DCCCIX.] Le 
Baron de Trenck par Octave F6r6 et D. Saint- Yves. I— X. 
Paris. (Naumbourg a. S., Paetz.) 1865. 16. Jedes Bändchen 
von I— IX ä 160 8., X nur 135 S. Pr. 3 Thlr. 10 Ngr. u 

J. Petzholdt. 
[753.] Aus Cöln 
ist von J. M. Heberle (H. Lempertz) ausgegeben worden: 
„Katalog der von den Pastor Dr. Chr. Fr. Bellermann in Bonn, 



326 Litteratur und Miscellen. 

J. 6. Eberle in Dflsseidorf, Oberlehrer Dr. Tross in Hamm, 
beigeordneten Bürgermeister Paul Franck in Cöln und And. 
nachgelassenen bedeutenden Sammlungen von Münzen & Me- 
daillen der Griechen, Römer, des Mittelalters und der Neuzeit, 
römischen Antiquitäten, antiken Schmucksachen, Bronzen, Glas 
etc., welche am 30. August öffentlich versteigert werden sollen. 
8. 1 Bl. 58 S. 1779 Nrr." Bei den nahen Beziehungen, 
in denen numismatische Sammlungen zu vielen Bibliotheken 
stehen, dürfte die Erwähnung dieses sehr beachtenswerthen 
Kataloges für so manche Leser des Anz. von Interesse sein. 

[754.] Aus Cöln 

ist, ebenfalls von J. M. Heberle (H. Lempertz), ausgegeben 
worden: „Illustrirter Catalog der Kunst-Sammlungen des am 
2. August 1864 in Cöln verstorbenen Rentners, Herrn Anton 
Joseph Essingh. [Auch in Franz. Ausgabe m. d. Tit.: Cata- 
logue illustre de la Collection des objets d'art qui composent 
le cabinet de Mr. Antoine Jos. Essingh Rentier ä Cologne, 
mort le 2 Aofit 1864.] III Abtheilungen. I. Kupferstiche, Per- 
gament-Manuscripte mit Miniaturen etc. 208 Nummern. II. 
Antiquitäten, Kunstgegenstände, Curiositäten. 1713 Nummern. 
III. Gemälde. 304 Nummern. Versteigerung zu Cöln am 18. 
September, gr. 8. IV, 24 S.$ 166 S.; 1 Bl. 64 S. Mit ein- 
gedruckt.. Holzschnitten u. 15 lithogr. Taf. (Eine geringe An- 
zahl von Exempl. auf Vel.-Pap.) tt Die von dem Verstorbenen 
zuerst während eines längeren Aufenthaltes in Paris angelegte 
und dann stets mit Eifer und unter Aufwendung reichlicher 
Mittel stark vermehrte Kunstsammlung, worunter sich so man- 
ches die Leser des Anz.'s interessirende Stück befindet, ist eine 
so ausgezeichnete und kostbare, wie sie im Privatbesitz wohl 
selten wieder zu finden sein dürfte. Leider ist aber dieser 
schönen Sammlung nicht bestimmt gewesen, für die Dauer bei- 
sammen zu bleiben; die Erben haben sich vielmehr entschlossen, 
den gesammten Kunstnachlass zur Versteigerung zu bringen. 
Glücklicher Weise ist die Versteigerung einem Manne über- 
tragen worden, der in diesen Dingen eine mehr als gewöhnliche 
Sachkenntniss und Erfahrung besitzt, und solche Kunstgegen- 
stände, wie sie sich in der E.'schen Sammlung finden, am Besten 
und Angemessensten mit zu verwerthen weiss. Mit Rücksicht 
auf den hohen Werth und die grosse Kostbarkeit der zu ver- 
steigernden Kunstsammlung hat es Lempertz mit Recht für 
zweckmässig erachtet, den Versteigerungskatalog mit einer be- 
sonderen und solchen Katalogen sonst nicht eigenen Sorgfal 
anzufertigen, und demselben eine Anzahl von Illustrationen, die 
fest alle den Zeichnungen' des Professors Georg Osterwald nach- 
gebildet sind) beizufügen. Auf diese Weise hat der Katalog: 



. Litter atur und Miscellen. 327 

eiij dauerndes kunstgeschichtliches Interesse erhalten, und wird 
gewiss mit dazu beitragen, das Andenken an den Sammler und 
sein Cabinet bei seinen persönlichen Freunden, sowie bei jedem 
Freunde der Kunst für die Zukunft, wenn jene Schätze über- 
allhin zerstreut sein werden, zu bewahren. 

[755.] Aus Dresden. 

Bei Gelegenheit der am 14. September, dem Todestage 
Dante Alighieri's, abgehaltenen Deutschen Dantefeier hat sich ein 
Deutscher Danteverein constituirt, an dessen Spitze der König 
Johann von Sachsen, als Dante-Uebersetzer und Erklärer unter 
dem Namen Philaiethes bekannt, als Protektor getreten ist. 
Als einer der Zwecke dieses Vereines ist in den Statuten die 
Ansammlung einer Dantebibliothek bezeichnet, welche ihren 
ständigen Sitz in Dresden haben, und in möglichst genauem 
Anschlüsse an die Dantesammlungen des Königlichen Protektors 
unter meiner Obhut aufgestellt werden soll. Ich werde die 
Spalten des Anz.'s mit dazu benutzen, von Zeit zu Zeit über 
die für die Dantebibliothek eingegangenen Schriften, hinsicht- 
lich welcher sämmtliche Vereinsmitglieder sowohl als alle Ver- 
ehrer des Dichters überhaupt zu gefälligen Spenden freundlichst 
hierdurch eingeladen sind, Nachricht zu geben. 

J. Petzholdt. 

[756.] Aus Frankfurt a. M. 
berichtet das Flugblatt des Freien Deutschen Hochstiftes Nr. 
39 u. 40: „In der Sitzung im Schneemonat 19. Januar gab der 
Vorsitzende Kenntniss von dem hochherzigen Anerbieten der 
Hinrichs'schen Verlagsbuchhandlung in Leipzig, weiche ihr ge- 
sammtes reiches Verlagsverzeichniss mit der Einladung einer 
beliebigen Auswahl aus demselben für die Bücherei des F. D. 
H. überreicht hat. Da die erst in kleinen Anfängen bestehende 
Hochstiftsbücherei bei den umfassenden Zwecken der Stiftung 
fast sämmtliche Werke als für sie werthvoll und wtinschens- 
werth erscheinen läset, so beschloss die Verwaltung, unter dem 
lebhaften Ausdrucke aufrichtigen Dankes, die Auswahl ihrer- 
seits abzulehnen, und es dem Ermessen der grossmüthigen 
Verlagshandlung anheimzustellen, welche Werke dieselbe dem 
Zwecke des Hochstiftes zu widmen für gut finden wolle. 

(Rörsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. Nr. 113. S. 2050.) 

[757.] Aus Hamburg 
hat Dr. F. L. Hoffmann in Bezug auf die im Petzholdt'schen 
Handbuche Deutscher Bibliotheken S. 387 erwähnte Ankündi- 
gung einer Sammlung von Werken über die K. K. Hofbiblio- 
thek in Wien, eine litterarische Seltenheit, folgende Mittheilung 
eingesendet; 



828 Litterattr and Miscellen. 

Der Titel lautet: „Corpus Seriptorum de Augustissima 
Bibliotheca Yindobonensi, edendvm jussu et auspiciis Caroli VI. 
Romanorum Imperatoris German. Hisp. Hungariae, ac Bob. 
Regis, Archid. Austriae. (Von Krügner in Kupfer gestochene 
Vignette mit dem Reichsadler und: „Constantia Et Fortitudine a ) 
Lipsiae, Apud Mauritium Georgium Weidmannum, anno M DCC 
XXVII. Folio. Titel u. 1 Bl. Text. (Vign. m. d. Adler zu 
Anfang des Textes von Mentzel u. am Schlüsse von Krügner.) 1 ' 
Zuerst wird der Kaiser als Förderer der Wissenschäften und 
Bücherfreund gerühmt; dann heisst es: „Testantur id aedes 
capiendae custodiendaeque Bibliothecae Augustissimae jussu et 
liberalitate indulgentissimi Principis splendidissime exstructae. 
Testantur amplissimae accessiones rarissimorum pretiosissimorum 
codicum, tum typis impressorum tum manu exaratorum, compa- 
ratis a Librorum copia et raritate celebratissimis Bibliothecis, 
Hohendorffiana et Archiepiscopali Valentina (vgl. „Handbuch", 
8. 380 u. 387), dudum omnium ore commendatae Bibliothecae 
Caesareae illatae." — Moritz Georg Weidmann, „Sereniss. et 
Potentiss. Regis Poloniae et Elect. Saxon. Secret Intimus et 
Bibiiopola Aulae u , fährt die Ankündigung fort, habe auf sein 
Gesuch die Erlaubniss und den Auftrag des Kaisers erhalten, 
dass „non tantum rarissima nunc et magno etiam aere vix pa- 
rabilia Petri Lambecii, sed et qui eum praecesserunt Caesareae 
Bibliothecae Praefectorum, Zelleri puta, et Tengnagelii, Nesse- 
liique successoris, opera non minus infrequenter obvia, typis 
iterum excriberentur". Auch die Beschreibungen der übrigen 
alten Codices, die der Hof bibliothekar Johann Benedict Gentilot 
(Gentilotti) von Engelsbrunn verfertigt, sollten gedruckt werden. 
Mit Lob wird des „patrocinium" des Grafen Philipp Ludewig 
von Sinzendorf und der „singularis industria' 4 des Bibliothek- 
praefecten Pius Nicolaus Garelli in Beförderung des Unter- 
nehmens gedacht. Die Ankündigung verspricht, dass in zwei 
Jahren (1727 und 1728) fünf Bände in Folio ausgegeben wer- 
den sollen, umfassend „Zelleri, Tengnagelii, Lambecii, et Nes- 
seln opera pridem typis exscripta, cum ineditis nonnullis". Be- 
merkt ist noch: „de Gentilottianis vero, adhuc non evulgatis, 
dicere nunc nihil attinet;" Lambeck's und Nessefs Werke 
kosteten an 150 Thaler, die fünf Bände der neuen Ausgabe 
wolle man für 32, an Subscribenten für 24 Thaler ablassen. 
Die Ankündigung schliesst mit folgenden Worten: „Spes est cer- 
tissima, totum Opus, praestituto tempore, absolutum iri. Neque 
curabit malevolorum invidiam Bibiiopola, qui fortassis nunc 
etiam, aeque ut factum est, cum Annalium Ferdinandeorum no- 
vam editionem adornaret (— erschienen 1721 — 1726, mit den 
Bildnissen u. s. w. 14 Foliobände — ), persuadere Fautoribus 
instituti conabuntur, successu caritura quae splendide sunt pro- 



Litteratur und Miscellen. 329 

missa. Multo minus rumores nuper ab invidis sparsos nocen- 
dique Studium, Bibliopolis non minus atque figulis familiäre, 
morabitur. Quin potius bis excitatus stimulis omnem operam 
impendet, ut in ruborem dare possit invidos et alienae laudis 
detractores. Dab. Lipsiae Kalendis Martiis MDCCXXVn.' 1 

In Mosers Geschichte der Kaiserl. Königl. Hofbibliothek 
zu Wien 1835 ist die Ankündigung unbeachtet geblieben. 

Man sollte vermuthen, dass Weidmann daa Manuscript 
seines Prospectus vor dem Abdrucke in Wien zur Ansicht und 
Genehmigung vorgelegt habe; dies wird aber schwerlich ge- 
schehen sein, da sich in demselben einige unrichtige Angaben 
finden. £s kommt nemlich zweimal der Name „Zelierus" vor, 
den man in der Geschichte der K. K. Hofbibliothek vergeblich 
sucht; wahrscheinlich ist Conrad Geltes gemeint, der aber nichts 
in die beabsichtigte Sammlung Gehöriges bat drucken lassen. 
Ferner sind des Präfecten Sebastian Tengnagel sehr verdienst- 
liche Eatalogarbeiten als gedruckt bezeichnet, sie werden aber 
bekanntlich nur handschriftlich in der E. K. Hofbibliothek be- 
wahrt (die Kataloge der Handschriften in zwei Exemplaren 
auch in der Hamburgischen Stadtbibliothek, m. s. meine Notiz 
im Serapeum 1854, S. 325 — 27, woselbst statt Tegnagel 
Tengnagel zu lesen ist.). 

Weidmannes Project ist unausgeführt geblieben (m. s. auch 
die Struve-Jugler'sche „Bibliotheca historiae litterariae selecta, 
tom. I., Jenae 1754," S. 595), was leicht erklärlich, da ein 
„Corpus scriptorum de augustissima bibliotheca vindobonensi" 
doch nur auf einen beschränkten Eäuferkreis Anspruch machen 
konnte und das Unternehmen keine geringen Geldkräfte ver- 
langte. Des Grafen Khevenhiiler Ferdinandeische Jahrbücher, 
deren Weidmann erwähnt, waren ein Verlagsartikel, der eine 
grössere Anziehungskraft besass, ungeachtet des hohen Preises 
( — in Weidmannes Verlagskatalog von 1736 handschriftlich 
zu 48 Thaler angesetzt — ). — Dass Weidmann zum Eaiser- 
lichen Hofe in näherer Beziehung stand, ersieht man u. A. aus 
dem Zusätze: „jussu et auspiciis Caroli VI. Romanor. Imperat." 
u. s. w. auf dem Titelblatte der von ihm verlegten „Epistolae 
ad Johannem Eepplerum" u. s. w., 1718. 

[758.] Aus Hamburg 

ist bei Perthes-Besser & Mauke kürzlich erschienen: „Der älteste, 
bis jetzt bekannte Lehrplan für eine deutsche Schule (die 
Schule der Stadt Eisleben) im Jahre 1525, aufgefunden und 
nach dem Originalcjrucke nebst einigen Bemerkungen heraus- 
gegeben von Friedrich Lorenz Hoffmann, Dr. der Rechte. 8. 
32 S." Der im Placatformate gedruckte Lehrplan, den der 
Herausg. auf einem Einbanddeckel in der Hamburger Stadt- 

24 



330 Litteratur und Miscellen. 

bibliothek aufgefunden hat, ist wahrscheinlich ein Unicum, 
welches wohl des neuen Abdruckes werth ist. Der Heransg. 
hat es aber bei dem blosen Abdrucke des Planes nicht be- 
wenden lassen, sondern aus dem reichen Schatze seines littera- 
rischen Wissens nicht nur mehre interessante Bemerkungen 
übfcr die Eislebener Schule und deren Lehrplan, sowie Ver- 
wandtes, sondern auch und namentlich verschiedene bio-biblio- 
gräphische Mittheilungen Aber den an der Spitze des abgedruckten 
Lehrplanes in Verbindung mit Johann Agricola genannten Her- 
mann Tulich •— beide Lehrer der Eislebener Schule — hinsu- 
gefügt. 

[759.] Aus Leipzig 

Ist von der Hinrichs'sehen Buchhandlung für Anfang Oktober 
das Erscheinen einer zehnten vermehrten und verbesserten 
Auflage von dem bekannten „Weihnachts-Catalog. 1865. Eine 
Auswahl deutscher Werke welche sich besonders zu Geschenken 
eignen. 2 Abteilungen (kL 4. c. 2 B. Text u. 3 B. Inserate, 
ftp. n. 4 Ngr.) M angekündigt. 

[760.] Aus Leipzig 

erscheint im Verlage von 6. Wuttig als „Weihnachts-Katalog" 
eine dritte Bearbeitung des „Bibliographischen Hausschatzes. 
Systematische Uebersicht der vorzüglichsten Werke der neueren 
deutschen Literatur (Titel vollständig, mit Angabe der Ver- 
leger, der Preise in Thlrn. und fl. rh. etc.) welche zur Belehrung 
und Unterhaltung so wie als Fest-Geschenke für Erwachsene 
und für die Jugend empfohlen werden können (s. Anz. J. 1862. 
Nr. 743). In Betracht dass die beiden ersten Bearbeitungen 
bei dem Publikum eine günstige Aufnahme gefunden haben, 
darf sicher, auch die neue Bearbeitung darauf rechnen, gern 
willkommen geheissen zu werden. 

[761.) Aus New-York 

erscheint im Laufe der nächsten Zeit in nur beschränkter Auf- 
lage „Bibliotheca Americana vetustissima, a Description of 
Works relating to America and printed between the years 
1492 and 1561." Pr. 10 Doli, auf gewöhnl. u. 20 Doli, auf 
fein Papier. 

[762.] Aus Nürnberg. 

Das Amt eines II. Vorstandes des Germanischen Museums 
ist dem bisher mit der Verwesung der Vorstandschaft betrauten 
Bibliotheksvorstands Dr. Frommann übertragen und von diesem 
auch angenommen Worden. 

(&nz. f. Kunde d. Deutsch. Vors. Nr. 6. Sp. 241,) 



Litteratür und Miscellen. 331 

[763.] Aus Paris 

giebt das „Journal des Vittes et des Campagnes" eine Be- 
schreibung der drei Säle, welche in dem jetzt in Reparatur 
begriffenen Flügel der Kaiserlichen Bibliothek in der Rue 
Richelieu gebaut worden sind. Es sind der Lesesaal, die 
eigentliche Bibliothek und der Salon Luynes oder der Medaillen- 
Saal. Die Bibliothek soll ein wahres Musterstück von Schlosser- 
arbeit sein; sie ist nach dem Muster der Londoner Bibliothek 
gebaut worden. Sie ist ganz und gar aus Eisen, und besteht 
aus vier Stockwerken von Gallerien, die rechts und links von 
einem langen Längsgang sich befinden. Jedes dieser Stock- 
werke enthält zehn Quergänge, und jeder dieser Gänge auf 
jeder Seite elf Abtheilungen, jede dieser Abtheilungen wieder 
zehn Bottes, und jede dieser Bottes, die einen Meter lang sind, 
kann durchschnittlich 33 Bände enthalten. Es geht daraus 
hervor, dass die Bibliothek Raum hat för etwa 1,161,000 Bände. 
Die Treppen und der Boden sind fn durchbrochener Arbeit an- 
gefertigt, um so viel als möglich dem Lichte den Durchgang 
ZU gestatten. (Angab, allg. Zeitung Nr. 227. S. 3685.) 

[764.] Aus St. Petersburg. 

Im Journale des Käiserl. Ministeriums der Aufklärung 
ündet sich der Entwurf eines neuen Reglements der Kaiser! 
Öffentlichen Bibliothek abgedruckt und zur öffentlichen Beur- 
teilung vorgelegt. Ebendaselbst ist auch ein Programm mit- 
getheilt, in welchem verschiedene in dem Rathe der Biblio- 
thekare zu lösende Fragen über den Plan und die Ausführung 
des von der Kaiserl. öffentlichen Bibliothek zum Drucke be- 
stimmten alphabetischen Kataloges der ausländischen Schriften 
über Russiand (Russica) aufgestellt sind. G. Genpadi. 

[765.] Aus Siena. 

Unter der Presse befindet sich „Letteratura Dantesca degli 
Ultimi v*nti anni. Autore M. D. G. F. Carpettini. Edrtore J. 
Gaä. Tip. A. Mucci. Pr. 3 It. L." 

[766.] Aus Stade. 

Das Osterprogramm 1863 des Gymnasiums enthält keine 
wissenschaftliche Abhandlung; dieselbe ist wegen rascher Ver- 
setzung desjenigen Lehrers, welcher die Abhandlung eigentlich 
zu schreiben gehabt hätte, ausgefallen. Die für den Druck 
der Abhandlung bestimmte Summe soll zum Drucke des Kata- 
loges der Schulbibliothek verwendet werden. H. Dittrich. 



332 Litterat wr und Miacellea. 

[767.] Aus Wien. 

Statt der in den M ttheilungen des Oeaterreichische» 
Alpen- Vereins" (a. Anz. J. 1864, Nr. 746) früher gegebene* 
ausführlichen At penlitt er atur soll fortan 9 wie im „Jahrbuch 
des Oestcrroicliisclien Alpenvereins. Neue Folge. Redigirt 
von Dr. E. v. Mojsisome. Bd. L Wie*, Braumüller,, gr, S. 
S. 351 — 52 ," blog eine „kurse Uebersicht der bedeutendsten 
Publikationen der alpinen topographischen .und Seiseßtteratttr 
der jüngsten Zeit" gegeben werden. Der Herausgeber schreibt, 
dass er die ausführliche Alpenlitteratur ans dem Grunde weg- 
gelassen habe, well er „den Wünschen der weitaus, überwie- 
genden Jtehrsahl der Leser unseres Buches nachkomme, ftr 
die eine derartige Sammlung (fl, L ausführliche Alpenlitteratur) 
k$nen praktischen Werth habe." , Öo, so! Nun die kurze tifc 
lyrische Uebersicht, wie sie fortan im Jahrbuche gegeben 
werden soll , hat für die Leser des - Ana* keinen bibfiographi- 
sehen Werth njehr, wessbalV auf sie : im Ana. nicht ferner 
mehr Bücksicht genommen werden wird. 

[768.] Aus Zittau. 

In der Stadtbibliothek befindet sieh von „Georgii Fabricii 
Cbemnicensis virorum illustrinm seu. Historiae Sacrae libri IX 
(Lips. 1564) <& das vom Verfasser dem Kurfürsten August von 
Sachsen gewidmete Exemplar mit folgender eigenhändiger 
Inschrift: Illüstriss: duci Saxoniae | Electori D. Augusto | 
Principi Optimo etc. | Auguste, Princeps Saxonum, | Et ensifer 
Oermanici | Regni, Toringi imperans, | Misnensibusque fortibus: | 
§uem Christiano filiol Librum dieavi, eum tuas | TradoParen- 
tis in manus. | Leges viros Garos De*o, | Parvis notatos paginis: J 
Leges et inter tu quoque | Olim canäris optimos: | Nanque es 
patronus literis, | Sanctaeque Christi Ecclesiae | Pro te preees 
cotidie, | Tuisque caris filiis |*Tenella fundunt agmina, | Quae 
nutriuntur jam tuo | Auguste princeps munere. | Invicta seu quis 
peefera, | Seü pacis expendat decus, | Nil eelsius terris, Deo | 
Nil earius. quamSaxonum | Py et potentes Principes. | Illüstriss. 
Celsitud. I Tuae | Hinister | perpetnus | Georgine | Fabricius. 

Dr. Tobias. 



NEUER ANZEIGER 



für 



Bibliograph traft ^iblint^rkmissrnst^aft. 

Herausgegeben von Dr. J. Potaholdt. 



November. 



Inhalt: 



1865. 



Friedrich Ludwig Gleditech's Sammlang von Verlagekatalogen Leip- 
ziger Buchhändler. Von Dr. F. L. Hoff mann in Hamburg,—» Die 
Bibliothek der medicinischen hohen Schule zu Montpellier. Ton dem 
Qeheimrathe Dr. Neigebau r. — Die Bibliothek der Stadt Oretaebl*. 
Von Demselben. — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[769.] Friedrick Ludwig Gleditsch's Sammlung v*n V«r- 
lagskatalogen Leipziger BuekbSüdler. 

Der Buchhändler Moritz Georg Weidmann der Jüngere 

in Leipzig. 
Von Dr. F. Ii. Hofftnann in Hamburg. 

Wer uns mit einer Geschichte des Deutschen Buchhandels 
im achtzehnten Jahrhundert beschenken wollte, würde vollgil- 
tige Ansprüche auf den Dank nicht nur der zunächst dabei 
Betheiligten, sondern Aller, die das Feld der Geschichte unserer 
vaterländischen geistigen Cultur bebauen, machen dürfen. Es 
ist allerdings nicht in Abrede zu steilen, dass es fast ebenso 
schwer hält, das Material für eine solche Geschichte des verflos- 
senen Jahrhunderts zusammenzubringen, als die Bausteine zu 
einer genügenden Darstellung der Schicksale des Deutschen 
Buchhandels des siebenzehnten Jahrhunderts und seiner her- 
vorragendsteh Vertreter aufzufinden und zu einem Ganzen zu- 
sammenzufügen. 

Unstreitig sind die Verlagskataloge aus dem achtzehnten 
Jahrhunderte, wenn der Zustand des Buchhandels in demselben 
geschildert werden soll, unentbehrliche Hilfsmittel, aber, be- 
sonders was die kleineren Handlungen, die doch bisweilen 
Werthvolles verlegten, betrifft, in der Regel ohne Erfolg auf- 
zuspürende. 

Der Buchhändler Friedrich Ludwig Gleditsch hatte daher 
einen glücklichen Gedanken, als er die Leipziger Verlags- 
kataloge seiner Zeit sammelte und zusammenstellte. Ich be- 
sitze dieses Unicum, welches später hoffentlich Eigenthum 
unserer Stadtbibliothek wird. Vor der Sammlung befindet sich 
der folgende gedruckte Titel, dessen Jahreszahl übrigens nicht 
dein Inhalte des starken Octavbandes entspricht: 

25 



334 Fr. L. Gleditsch's Sammlang von Verlagskatalogen' 

Catalogum Quo Omnium Bibliopolarum Lipsiensinm Legitimorum 
Et lllegitimornm Catalogi Et Libri Habentur Collegit Frid. 
Ludw. Gleditsch. (Getuschte Vignette mit der Umschrift: 
Insiegel Der Loebl. Buchhandlung In Leipzig.) Lipsiae, 
MDCCXXXVI. 

Gesammelt hat Gleditsch die Verlagskataloge von *Arckste 
und Merkus*), *Th. Boetii Erben, jetzto Krügner, Jacob Born, 
(1736, 1746), Bernhard Christoph Breitkopf, Buchdrucker, 
*Gabr. C. Büschel, Buchdrucker, *Gottl. Clanner, *Gotti. Crull 
(seit 1762), Müller, Joh. Gottfr. Dyck, Christoph Friderici, 
*Pr. J^atth. Friese, *Casp. Fritsch's Witwe, *Th. Georgi, Chri- 
stian Fr. Geszner, Buchdr., Joh. Fr. Gleditsch's Sohn, Neu- 
Jahrs-Messe 1738, voran eine Seite: Fr. Ludw. Gleditsch, Th. 
Fritsch's Erben (Gleditsch), 1734, *Joh. Chr. Gollner, sonst 
Mich. Blochberg, Groszen's Erben, Hartwig, 1757, Joh. Samuel 
Heinsius, u. 8. w., 1737—1752—1767, Georg Christ. Grund 
(Grund durchgestrichen) in Hamburg und Adam Heinrich Holle 
(Buchdr.) in Leipzig, 1757, *Fr. Gotth. Jacobeer, Buchdr., 
Carl Ludw. Jacobi, 1764, Joh. Fr. Brauns Erben, 1737, Fr. 
Koehl, Buchdr., Fr. Lankisch's Erben, 1736, Joh. Chr. Langen- 
heim, Buchdr., 1757, Joh. Georg Löwe, 1736, Müller (Verlag 
aus den 50er Jahren), Gottl. Fr. Rumpf, Buchdr., 1756, Wolff- 
gang Deer (Rumpff), Ulr. Chr. Saalbach, Buchdr., Joh. Julius 
Schönermarck , 1739, Jacob Schuster, 1725 (Ad. Kiesling), 
♦Gottfr. Aug. Stopfel, Joh. Mich. Teubner u. „quorum copia 
constat", 1734, Waltherische Buchhandlung zu Dresden und 
Leipzig, 1756, Samuel Benjamin Walther, Oster-Messe 1738 
(Ch. Fuchs), Joh. Wendler, dabei Joh. Chr. Martini, 1735 (an 
Wendler verkauft, mit einer merkwürdigen Vorrede, die ich im 
„Organ des Deutschen Buchhandels oder Norddeutsche Buch- 
händler-Zeitung, Redacteur Heinrich Burchhardt, 16. Jahrg. 
1849, Berlin", 4. S. 225—227 habe abdrucken lassen), Moritz 
Georg Weidmann, 1735, *Heinr. Zedier, „Verlags-Bücher derer 
Leipziger, die nicht in die Ordnung gehören, nach dem Al- 
phabeth zusammen getragen. Leipzig, bis 1758," ganz hand- 
schriftlich, wie auch einige andere Kataloge. 

Gleditsch hat die Kataloge handschriftlich ergänzt, die 
Veränderungen der Firmen, bisweilen das Schicksal (Tod, 
Bankerot) ihrer Inhaber angegeben, überall die Preise hinzu- 
geschrieben. 



*) Die mit einem * bezeichneten haben einen von Gleditsch vot* 
gesetzten gedruckten Titel mit: „Leipzig bis 1756", zum Theil mit 
▼on ihm radirten Vignetten, die jedoch oft gar keinen Bezng auf den 
ßucbhandel haben, s. B. ein Schlitttchuhläufer. 



Leipziger Buchhändler. Von Dr. F. L. Hoftnanü. 336 

Der Weidmann r sche Verlagskatalog, über welchen ich 
näher zu berichten habe, ist betitelt: 

Catalogus Librorum, qni Manr. Georgii Weidmanni sumtibus 

sunt editi, vel qaornm copia suppetit in officina ejus qnae 

est Lipsiae. Anno 1735. 8. 20 unbez. BB. Sign. A — C. 8. 

Gleditsch hat hinzugefügt nach „Catalogus Librorum": 

„1. Possesso r Joh. Ludw. Gleditsch/' vor „Maur.": 2., und 

nach „Weidmanni 44 : „stirbt/ 4 ferner: 3. „deszen Witwe bis 

1758/' „4. — u. Reich 1763." Die Zusätze auf den Blättern, 

mit welchen der Katalog durchschossen, sind in grosser Anzahl 

vorhanden. Ueber schritt : „M. G. Weidmannes Erben.* 1 

Zuerst sind die Lateinischen, dann ein Paar Französische 
(von Gleditsch vermehrte), zuletzt die Deutschen Bücher in 
alphabetischer Ordnung verzeichnet, die Preise handschriftlich 
bemerkt, die Titelabschriften sehr vollständig gegeben. Dar 
Katalog hat unleugbar bibliographischen Werth, der aber durch 
den Hangel der Jahreszahl bedeutend verringert wird; Gle- 
ditsch's Titel sind kurz, haben aber die Jahreszahl. 

Es ist ein stattlicher, gehaltreicher Verlag, hauptsächlich 
in Bezug auf die Lateinischen Bücher, den wir hier kennen 
lernen; nicht wenige Werke sipd aufgeführt, die in keiner 
öffentlichen Bibliothek fehlen dürfen. Freilich gehören manche 
zu denjenigen „quorum copia suppetit", manche sind Gleditsch's 
Verlagswerke, aber es bleiben noch genug, die von Weidmann, 
Vater und Sohn, selbst verlegt wurden. Als Beispiele der 
musterhaften Vollständigkeit der Titel nur zwei, die, einige 
Kleinigkeiten ausgenommen, genau mit den Originalen über- 
einstimmen. 

I. Epistolae ad Johannem Kepplerum Mathematicum Cae- 
sareum scriptae: insertis ad easdem Besponsionibus Kepp- 
lerianis quotquot hactenus reperiri potuerunt: Opus novum, 
quo recondita Kepplerianae doctrinae Capita dilucide ex- 
plicantur, & historia literaria in Universum miriüce illu- 
stratur, nunc primum cum praefatione de Meritis Germa- 
norum in Mathesin, introductione in historiam literariam 
Saeculorum XVI. & XVII. & Joh. Keppleri vita, jussu & 
äuspiciis Caroli VI. Romanor. Imperat. S. A. P. F. v. 
P. P. ex Manuscriptis editum fol. (Den Verlagsort und 
Verleger hat das Exemplar unserer Stadtbibliothek nicht, 
nur: Cum ejusdem sacrae caes. majestatis privilegio spe- 
ciali. Anno aerae Dionysianae CIO 10 CC XII X. Der 
Herausgeber heisst nicht nur Th. (wohl Theophile?), wie 
Graesse anführt , sondern Michael Gottlieb Hansch (Hanschius). 
II. Khevenhü[i]llers , Frantz Christoph Annales Ferdinandei, 
oder wahrhafte Beschreibung Kaysers Ferdinand! des 
Andern [Mildesten] Gedächtnisz, Geburth, Auferziehung 

SP 



**6 Fr. h. meäit&VB Saminlung ton VeriigikaWeg^n 

und feishero in Krieg- und Friedens -Zeiten vollbrachten 
Thaten, geführten Erlegen und volliogenen hochwichtigen 
Geschafften, samt knrtaer Erzehhmg derer in der gttotfcen 
Welt Yön höchstgedachter Kaiser!. Maj. Geburt [hen] bis 
auf derselben seligsten Hintritt, das ist, vom Anfang 
des 1578. bis anf das Jahr 1687. vorgelauffenen Hand- 
lungen und denekwüfdigen Geschichten in XII Thfeilen] 
mit toehr denn 300 Porträiten nnd 50 grossem historischen 
Kftpff. {statt fciöehr" — „Knpff.": »vielen Kupfern."] Fol. 
In meiner Sattfnlüng befinden sich auch Verschiedene 
Weidmahn'aehe Sortittentekataloge (Folio), nftmHch: h. M.-M. 
171*, L. Neu-Jahr-M. 17*0, L. O.-M. 1720, L. M>M. 1720, 
Foire de St. Michael 1720, Naumburger Petri- nnd Pauli -M. 
1720, k. Net-Jahr-M. 1725, L. M.-M. 172«, L. h-M. 1728, 
Foire du 8. Michael 1726. Die Titel sind genügend mit Ort, 
Jahr nnd Format angefahrt. 

Weidmann, besaas auch in Staekholin, „in de* Jossen 
Neu-Gasse im alten Posthans u einen Buehtoien, für welchen 
er besendete Verfceichttistoe mit kurzen Titelangaben drücken 
lieas. In der Uebef schritt eines derselben, von 1719, nennt 
er sieh ^Bfbliop. fiasso-Gasbelensis". 

Viel interessanter sind die Kataloge de* antiquarischen 
Btteherlagers Weidmaftn's; es Würde auch gegenwärtig noch fefe 
ein sehr bedeutendes erscheinen. Ich bewahre einige Ver- 
lefchnisse dieses Büchervörrathes : 

I. Lipsiae d. 25. Ang. 1712. Catalögvs LibrörVni Miscel- 
lanefcrVm Qvi NvperWme Ex Italia Äiiati Svnt Et Venales 
Prostant Apvd Joh. Lndov. Gleditschivm & Matir. Georg. 
Weidnttmnvin Bibliop. Lips. F. 1 Bögen. Vorzüglich 
Werke änfc der letzten Hälfte des siebenzehnten nnd der 
ersten des achtzehnten Jahrhunderts. 

tt. Cätälofeus Librortm Compactorum. F. l 1 /» Bögen. Druckort 
unü Jahr angegeben; nach den Formaten geordnet; die 
Bücher nicht streng wissenschaftlich classificirt. Kr. 12 — 
S14, F., Nr. 3—217, 4°., Nr. 1—333, 8<>., Nr. 1—280, 
1S^°. Sowohl in diesem Kataloge als in den folgenden 
sind, bisweilen Viele, Nuininern weggelassen, vielleicht 
fctrth firnschälten des Zuwachses oder wegen des bereits 
erfolgten Verkaufes der Bücher. 

Öl. Cafelögus Librorüm Compactorum Qui Prostant In Officina 
Weidmänniana, 1720. TP. l 1 /* Bogen. Nr. 12—372, F., 
Nr. ä-^-25d, 4<>., ifr. 1—360, 8°-, Nr. 1—292, 12°. 

IV. Anno 1728. Catalogus Librorüm Compactorum Qui Pro- 
stant Lipsiae Apud Maur. Georg. Weidmannnm, Sac. Reg. 
£ol. Maj. Ac Elect. Saxoniae Bibliopolam. F. 8 Bogen. 



UipftUßl BwbWtadler. Von Dr. F. L. floffteawi. «7 

Sjgp. n^h. Nr. 100—4186, F., Nr. 6^1986, **>, »j. 

77— 16?9, 80., Nr. 506—899. Supplement««*: Nr. 4169— 

4177, F., Nr. 1987—1993, 4°., Nr. 1630—1664, 8*., 

Nr. 896—912. 

Die Kataloge II, III, IV enthalten einen reichen Schatz 
tob trefflichen, jetzt zum Theil in hohem Preise stehenden, 
Werken des sechszebnten und siebenzehnten Jahrhunderts; 
Nr. IV bringt auch einige Incunabeln, unter welchen: „Ety- 
mologium magnum gfaecnm, Venet. 1499, F., cum notis Schurz- 
fieischii," und: „Plautns c. comm. Joh. Bapt. Pii, Mediolani, 
1500, F., c. not. Mspt. collat. in Vaticana. tf (Ueber die Mess- 
Kataloge, welche naeh Erlöschung der Grosz'schen Buchhand- 
lung in der Weidmann'schen Buchhandlung seit 1758 erschienen, 
s. m. „Codex nundinarius Oermaniae literatae bisecularis. Mesz 
Jahrbüeher u. s. w. Mit einer Einleitung von Gustav Sohwetschke 
u. 3 Taf. Facsim. Halle, G. Schwetsehke's Verlagsbuchhand- 
lung und Buchdruckerei 1850". Fol. Seite XXXII u. XXXIII.) 

Moritz Georg Weidmann wurde den 23. Januar Iß 86 iq 
Leipzig geboren. Sein Vater, der dieselben T*nfn«men hatte, 
w$r auch Buchhändler. Nach seinem Tode # heiratbete 4ta 
Witwe Johann Ludwig Gleditsch*). Per Sohn wurde wissen- 
schaftlich gebildet. und studirte in »einer Vaterstadt; 1704 
bereiste er England und die Niederlande, knüpfte viele ge- 
schäftliche Verbindungen an, fiir welche seine Kataloge manch« 
Belege liefern, und. lernte mehre Gelehrte kennen, Pem 4** 
ipals ip Leiden lebenden Thomas Crenius (Thom. Theodor 
Crusius) gefiel der junge Mann so sehr, daes er ihm eine 
seiner vielen kleinen Schriften widmete („Thoniae Crenü De 
Sipgjularibus Scriptorum Dissertatio Epistolica Äd juvenem & 
ingenid festtvd & sanctis plana atqve ipcormptis moribus, eru- 
ditum, cupctisque yitae bonis ac fortunae muneribus excultum 
Mauricium Georgium Weidmannum Lipsiensem, decori? p&terut 
aemulum. Lugduni In Batavis litteris Abrahami Van der Mijn 
ooIOCCV«. Kl. 8o. 128 SS. Sign. A— E. Der Verfasser leitet 
seine picht uninteressanten, aber unbeeidigten Notizen ein 
mit ehrenhafter Erwähnung dea Vaters, „cui, Athanasium, Eu- 
sebium, Gregorium Nazianzenum, Josephum, Dionysium Hali- 
carnassium, Julianum, Abarbenelem, & ceteros quam optima & 
— accurate praeter morem ceterorum typographorum, ple- 

*) Ich besitze : „Leipziger Oster-Mesz, 1695. Catalogus Librorqm 
Qnibua Öfficinam suam hactenus Weidmannianam dictam ex Nundinis 
Franoofurt. atnplificavit Joh. Ludevieus Gleditech, ßibliopohi. Lip. 
ritasis,« kl. F., 1 Bogen. De* „Michael-Mesz" Katalog hat Mos: „qu{ 
ageesMtrant Otfjeinae Joh. Ludoyici Gle4itg$h* u. s. w. 



338 Die Bibliothek der mediein. hohen Sehnte zu Montpellier. 

rornmqne scriptores editos debemus," des Stiefvaters Joh. 
Ludwig Qleditseh, sowie des jnngen Weidmann und schliesst 
sie mit Wünschen für sein Wohl). Im Jahre 1712 reiste Weid- 
mann nach Italien und verheirathete sich 1713; er übernahm 
die von seinem Vater ererbte Buchhandlung, die sein Stiefvater, 
wie es im Zedler'schen „Universal-Lexicon", Bd. 54, in welchem 
S. 270 — 272 Biographisches über Weidmann, das hier benutzt 
ist, heisst „mit versehen hatte". 1726 wurde er zum Hof- 
buchhändler, 1728 zum Accisrath, 1739 von' Friedrich Augustfs I. 
Nachfolger zum Hofrath ernannt. Er erfreute sieh der be- 
sonderen Gewogenheit des Kaisers Carl VI., der ihm eine 
goldene Kette schenkte, des Königs von Preussen, des Prinzen 
Eugen und namentlich des Königs von Polen und Kurfürsten 
von Sachsen, den er bisweilen auf seinen Reisen begleitete. In 
Wien hielt er sich oft längere Zeit auf. Weidmann starb 
während einer Messreise am Schlagflusse nicht weit von dem 
Dorfe Frauensee in Hessen 1742, den 3. Hai. 

Friedrich Roth-Scholtz bat in seinem „Thesavrvs Symbo- 
lorvm Ac Emblematvm i. e. Insignia Bibliopolarvm Et Typo- 
graphorvm u. s. w. Norimbergae et Altorfii 1730", F., Sectio 
VII. Nr. 94 ein Titel -Emblem Weidmann's von 1724: Die 
Fama ein Blatt« mit M 6 W haltend, dabei auf einem Bande: 
LARENOMMEE (la Renommee) ( — diese Französische Inschrift 
scheint für einen Deutschen Buchhändler doch etwas affectirt; 
an das Latein war man schon gewöhnt — ). Von Moritz Georg 
Weidmans (so!) Erben und Johann Ludwig Gleditsch besitze 
ich ein Emblem, welches einen vor der Sonne knieenden Ele- 
phanten darstellt, mit der Ueberschrift: Lumen! Numen! 
(Ob nur auf dem Titelblatte eines bestimmten Buches oder 
öfters benutzt?) Im Jahre 1710, Gleditsch und Weidmann, 
kommt vor: Altar mit einem angeketteten Räucherfasse, in die 
Füllung Beider verschlungener Name, oben: Deo Et Proximo; 
1713, 1718 befinden sich nur die verschlungenen Namen auf 
den Titelblättern. 



[770.] Die Bibliothek der medicinischen hohen Schule zu 
Montpellier. 

Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 

Montpellier, die Hauptstadt des Departements de Herault, 
hat seinen alten Ruf der Gelehrsamkeit stets bewahrt, den es 
schon zur Zeit Karl's des Grossen sich dadurch erwarb, dass 
hier Lehrer der Heilkunde auftraten, ehe es noch Universitäten 
gab; damals ward diese Wissenschaft Physik im Gegensatze 
zur Logik genapnt, wie die alten Statuten von Salerno bc* 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 389 

weisen. Als Universität ist Montpellier seit 1290 bekannt, 
indem sie Leibärzte für Päpste und Könige ausbildete; s. Me- 
moires pour servir ä l'histoire de la facultä de MSdecine de 
Montpellier par Astruc, Paris 1767. 4. Jetzt, ist der Name 
„Universität" eigentlich nur dem Unterrichts-Ministerium amt- 
lich vorbehalten, während diese wissenschaftlichen Anstalten, 
amtlich den Namen „Academie" führen; nur die Facultäten 
haben ihren früheren Namen beibehalten, und besitzt Mont- 
pellier ausser der medicinischen Facultät, gewöhnlich 6cole de 
la m6decine genannt, auch eine Facultät der Wissenschaften und 
eine Facultät der Litteratur. Die hiesige medicinische Facultät 
hat aber vor anderen den Vorzug, dass sie, sowie die zu Paris 
und Strasburg, Doctoren der Medicin creiren kann. Jede der 
3 hiesigen Facultäten besitzt eine Bibliothek für ihr Fach, von 
denen aber nur die der Medicin von Bedeutung ist, indem sie 
über 50,000 Bände zählt von bedeutendem wissenschaftlichem 
Werthe. Sie hat ihren Ursprung in einer Schenkung des Pro- 
fessors der Medicin Huguenot zu Montpellier (bekannt durch 
seinen Tractatus de morbis capitis; Avenione, 1751), welche er 
dem hiesigen Krankenhause, dem Hotel Dien Saint Elvi im 
Jahre 1767 machte und die damals in 1200 Bänden bestand; 
In Folge der grossen Revolution kam diese Sammlung an die 
Medicinische Schule, mit welcher sie in den ehemaligen erz- 
bischöflichen Palast verlegt ward. Dabei wnrde der Professor 
Doman von seinen Collegen beauftragt, aus den damals auf- 
gehobenen Klosterbibliotheken, welche hier zusammengebracht 
waren, zu wählen, was ihm für die Vermehrung der Bücher- 
sammlungen der Arzeneischule passend schien. In Folge dessen 
erhielt die Bibliothek einen sehr bedeutenden Zuwachs. Als 
im Jahr 1802 Chaptal Minister des öffentlichen Unterrichts 
war, ging der hiesige Professor Vigaroux nach Paris und er- 
hielt die Erlaubniss, auch in dortigen gleichen Bücherlagern 
eine eben solche Auswahl zu treffen. Er brachte das erste 
Mal an 3000 Bände und das zweite Mal an 6000 Bände mit; 
bald konnte auch in anderen solchen Niederlagen eine derartige 
Auswahl für die hiesige Bibliothek vorgenommen werden. Diese 
fiel besonders reich zu Troyes aus, von woher viele Hand- 
schriften und Incunabeln kamen. Als Berthier Rom besetzt 
hatte, liess er nach der damaligen Gewohnheit die Bibliotheken 
der ausgewanderten Römischen grossen Familien verkaufen, 
besonders die des Cardinal Albani, aus welcher ein Französi- 
scher Offizier seltene Codices u. s. w. erkaufte, dem sie dann 
die hiesige Bibliothek für die Kleinigkeit von 4000 Franken 
abkaufte. Besondere Verdienste erwarb sieh der von hier ge- 
bürtige Cambacöres damals um die hiesige Bibliothek, so wie 
der Militairarzt Prunelle; auch vermachte der Leibarzt dea 



340 Die Bibliothek der median, hohen Schale zu Montpellier. 

Kaisers Berthes seine Bibliothek hierher, was am 16. Januar 
1806 von Napoleon zu Eylau genehmigt ward. Auf diese 
Weise kam hier eine ausgewählte Bibliothek von mehr als 
50,000 Binden zusammen, deren Geschichte in dem Medieal 
Journal mensuel de Montpellier 1859. Vol. II und III von 
Anglada mitgetheilt worden ist. 

Die Räume, in denen die Bibliothek aufgestellt ist, Sind 
sehr anständig und angemessen, bestehend in einem grossen 
Lesesaal und 11 Sälen, in denen die Bücher nach den Ma- 
terien geordnet sind. Einer derselben ist für die gelehrten 
Zeitschriften und akademischen Denkschriften bestimmt, wo 
Berlin, Wien, Göttingen, Heidelberg, Petersburg, London u. s. w. 
^vereinigt sind. Ein Saal enthält die Dissertationen oder Thesen 
der Medicinischen Facultäten zu Montpellier (in 316 Bänden), 
Paria und Strasburg. Die erstem sind seit dem Anfang des 
vorigen Jahrhunderts vollständig. Hier muss nämlich jeder 
Doctorandus seine Dissertation in demselben Formate drucken 
lassen, wie vorgeschrieben ist; ausserdem kann er andere Auf- 
lagen machen lassen, wie er will. Auch finden sich hier Samm- 
ingen von Dissertationen von fremden Universitäten, als von 
Wien, Berlin, Göttingen, Leipzig u. s. w. Eine Sammlung 
von 354 Bänden enthält an 9000 Flugschriften, Pamphlets 
u. s. w.; eine andere unter dem Titel Melanges in 89 Bänden 
in 4. viele Ouriosa. In einer besonderen Sammlung sind alle 
Gommentare zu Hippokrates zusammengestellt. In dem Saale 
der Kostbarkeiten (Cimelien) findet man seltene Incunabeln, 
darunter mehre Aldinen, als des Aristophanes Venetiis apud 
Aldum 1498; ein Celans ist 1478 zu Florenz gedruckt, ein 
Plinius zu Venedig 1472, derselbe in Italienischer Uebersetzung 
von 1476; ein Augustinus De civitate Dei von 1470. Unter den 
neuen Prachtwerken wird auch auf die Ideologische Arbeit 
von Bloch, Berlin 1785, in 6 Foliobänden, aufmerksam ge- 
macht. Der Katalog der Handschriften ist gedruckt und unter den 
642 Nummern desselben befinden sich die Pharsalica von 
Luean aus dem 10. Jahrhunderte, ein Persius und ein Juvenal 
aus dem 9. Jahrhunderte; ein Pompejus Festus besteht zum 
Theil aus Palimpsesten. Eine Französische Bibel aus dem 
14. Jahrhunderte ist mit schönen geschichtlichen Miniaturen ver- 
sehen; eine Lateinische Bibel in zwei Foliobänden, welche 
einem Papste in Avignon gehört hat, ist von dort hierher ge- 
kommen. Die prachtvolle Handschrift „La Complainte de 
Qeunes sur la mort de la Dame d'Espinolle" ist von Dr. Kühn- 
hol* herausgegeben. Für Freunde älterer Musik sind 2 Hand- 
Bcferiften aus dem 13. Jahrhundert merkwürdig mit 300Musik- 
atOcken und das Antiphonaire de Montpellier mit den alten 
Koten, Neumes genannt, aus dem 12. Jahrhunderte. Auch findet 



Von dem Geheimrathe Dr. Seigebaur. 341 



sieb bier die Handschrift der Geschichte von Frankreich 
Savoien von Guichenon in 35 Bänden. Die hiesige Autographen- 
Sammlung füllt 22 Bande. Sehr reichhaltig ist die Sammlung 
des Briefwechsels der Königin Christine von Schweden, mit 
vielen Briefen damaliger Fürsten. Unter den Orientalischen 
Sandschriften befindet sich ein Ayincenna aus dem 13., eine 
Uebersetzung von Gal$nos ans denselben Jahrhunderte! des- 
gleichen von Oonstantini Africani practica, Collectanea de Me- 
dicina aus dem XII. Jahrhundert; ebenso der Tractatus de 
variis morbis. Auch " ist die hier befindliche Sammlung von 
Zeichnungen und Kupferstichen sehr reichhaltig. 

Der für den öffentlichen Gebrauch bestimmte grosse Lese- 
saal enthalt zugleich über 1000 Bande der eigentlich medici- 
nisehen Werke, hauptsächlich aus der ursprünglichen Bibliothek 
im alten Hospitale. Er ist mit der Büßte des Stifters Buguenot 
und 2 Gemälden von Besard geziert, die Erziehung von Ari- 
stoteles und Plinius darstellend. Dieser Saal ist alle Tage 
von 12 bis 4 Uhr und des Abends von 7>/» bis 9 1 /* Uhr ge- 
öffnet, Sonntag und Mittwoch ausgenommen, und finden sieb 
m Durchschnitt hier täglich an 60 Leser ein, grösstenteils 
Studenten, ausserdem aber aueh viele Fremde, um die hiesigen 
Handschriften zu benutzen, unter denen besonders Gelehrte aus 
Bussland bemerkt werden. Auf einem besonderen Tische liegen 
mehre wissenschaftliche medicinische Zeitschriften aus. Die 
Mitglieder der Facultät haben das Recht, auch in den anderen 
Sälen zu arbeiten, wie sie denn auch Büeher mit in ihre Woh- 
nung nehmen können. Das diessfalsige Reglement ist am 
22. Mai 1862 von der Facultät erlassen worden. Diese wäkh 
eine Commission von 3 Professoren, welche unter dem Vorsitze 
des Decans die Oberaufsicht über die Bibliothek führt und 
über den Ankauf von neuen Werken durch den Bibliothekar 
entscheidet. Da die verschiedenen Ministerien alle Jahre mehre 
Werke zur Beförderung der Wissenschaften drucken lassen, so 
erhält auch diese Bibliothek kostbare Werke auf diesem Wege 
geschenkt; übrigens beträgt der jährliche Etat zu. neuen An* 
Schaffungen nur 1SO0 Franken. 

Gegenwärtig ist der Professor Rübnholz-Lordat Biblio- 
thekar, rühmlichst bekannt durch mehre medieinisehe Werke; 
Unter-Bibliothekar ist der Doctor Gordon, welcher „La para- 
lysie des membres inf6rieures par Brown-Sdauard, Paris 1864" 
ans dem Englischen übersetzt, herausgegeben bat. Debrigens 
ist noch ein Bücher -Vertheiler nebst 2 Dienern angestellt, so. 
dass die Bibliothek sehr wohl bedient ist. Die Zahl der Stu- 
denten beträgt jetzt 400, von denen auf die medicinische Fa- 
cultät 300 kommen, wesshalb auch die Bibliotheken der beiden 
i Faoultäten sehr unbedeutend sind. In der Stadt selbst 



342 Die Bibliothek der Stadt Orenobie. 

herrscht viel wissenschaftlicher Sinn, und hat Montpellier sehr 
viele bedeutende Männer aufzuweisen, welche zu Ende des 
vorigen und zu Anfange dieses Jahrhuneerts eine bedeutende 
Bolle gespielt haben. Auch befindet sich hier eine Akademie 
der Wissenschaften, welche ihre Denkschriften herausgiebt. 



[771.] Die Bibliothek der Stadt Orenobie. 

Von dem Geheimrathe Dr. Neigebour. 

Die alte Hauptstadt der Dauphine, wo sich noch der 
alterthümliche Palast (jetzt den Apellhof enthaltend) dee Dau- 
phin befindet, besitzt eine sehr beachtenswerte Bibliothek» die 
ihre Entstehung 26 Mitbürgern verdankt, welche Freunde der 
Wissenschaften waren und sich vereinigten, um die von dem 
1771 verstorbenen Bischöfe Caulet gesammelten Werke anzu- 
kaufen. Der Kaufpreis von 46,000 Franken war so sehneil 
zusammengebracht, dass Bchon 1772 die Stadt sich im Besitze der 
Bücher befand und es ward beschlossen, dass zum Bebufe der Er- 
haltung derselben jeder in 'die Körperschaft der Advocaten zu 
Grenoble aufzunehmende Rechtsgelehrte einen jährlichen Bei- 
trag von 160 Franken zu zahlen habe. Die bald darauf er- 
folgte Aufhebung des Jesuitenordens gab Gelegenheit, diese 
Bibliothek in dem Collegio derselben unterzubringen, so dass 
diese städtische Bibliothek bereits im Jahre 1773 öffentlich 
ward. Bald fanden sich anderweite Wohlthäter, denn 1779 
schenkte ein gewisser Ruby seine Bacher- und Karten -Samm- 
lung hierher. Da zu einer angemessenen Aufstellung die Summe 
von gegen 100,000 Franken erforderlich war, so beschloss die 
Stadt, sofort dieses Geld aufzubringen und dass die jährlich 
abzuhaltenden Gastmähler abgeschafft werden sollten, um jähr- 
lieh 600 Franken auf diese Bibliothek zu verwenden. Bald 
darauf schenkten die Domherren von St. Antoine, als sie mit 
den Malteser-Rittern vereinigt wurden, ihre Bibliothek hierher. 
In Folge der grossen Revolution ward die Stadt Grenoble 
Hauptstadt des Departements der Isere und erhielt dann bei 
der Aufhebung der Klöster alle Bücher, welche sich in den- 
selben befanden hatten; besonders war es das 4 Stunden von 
Grenoble entfernte grosse Kartheuser-Kloster, la grande Char- 
treuse, im 11. Jahrhundert von Bruno gestiftet, von woher ein 
bedeutender ZuwachB kam, indem besonders Dupuis, der General 
.dieseB Ordens, schon 1602 daselbst viele litterarische Schätze 
gesammelt hatte. Doch verzögerte sich die Einverleibung dieser 
Erwerbung, bis Napoleon am 12. März 1807 von Osterode in 
Preussen aus befahl, dass die Stadt-Gemeinde in Grenoble dazu 
berechtigt sein solle. Dadurch war ein bedeutender Reichtimm 



Von dem Geheimrathe Dr. Neigebaur. 343 

an Handschriften und Incunabeln gewonnen worden, welchen 
im Jahre 1812 der Präfect des Departements, Rattel, mit einem 
Geschenk von 500 Bänden Italienischer, Englischer nnd Spa- 
nischer Bücher vermehrte. Seit 1816 wurde von der Stadt- 
gemeinde ein Yerwaltnngsrath für diese Bibliothek gewählt, 
der sich unter dem Vorsitze des Bürgermeisters selbst ergänzt. 
Vorher hatte von Anfang an die 1789 begründete Academie 
Danphinale die Aufsicht über diese Bibliothek gehabt; als aber 
durch ein Decret des Nationalconvents vom 25. November 1792 
unter dem Einflüsse der allgemeinen Entrüstung über die Ein- 
mischung der fremden Coalition in die inneren Angelegenheiten 
Frankreichs alle Akademien aufgehoben und sogar am 8. August 
1793 durch die Schreckens -Regierung alle gelehrten Gesell- 
schaften abgeschafft wurden, verdankte diese Bibliothek ihre 
Erhaltung lediglich dem damaligen Bibliothekar Ducros. Nach 
der Rückkehr der Ordnung war zwar die Akademie wieder 
hergestellt worden und hielt ihre Sitzungen wieder in dem 
grossen Saale der Bibliothek, allein ohne in das Recht der 
Verwaltung dieser Bibliothek wieder eingesetzt zu werden. In 
der Revue des Alpes hat Revillout in dem zu Grenoble 1838 
herausgegebenen Jahrgange eine Geschichte dieser Bibliothek 
gegeben, nach welcher die Stadt-Gemeinde bis zum Jahr 1831 
über 30,000 Franken für diese Bibliothek ausgegeben hat. 

(Schluss folgt.) 



Litteratnr und Miscellen. 

Allgemeines. 
[772.] Serapeum hrsg. von Naumann. XXVI. Jahrgang. (8. oben 
Nr, 661.) 

Enth. im Hauptblatte: Nr. 16. S. 241—50 Sortiments- 
Kataloge des hamburgischen Buchhändlers Gottfried Schultz«, 
1668 — 1683. Von Dr. F. L. Hoffmann in Hamburg — 
8. 260 — 52 Anzeige von „Bulletin du Bibliophile Beige 
Tom. XX. cah. 4." ; von Demselben — Nr. 17. S. 257—64 < 
Etwas vom deutschen Eirchenliede. Von Emil Weller in 
Augsburg — S. 264—65 Das verbreitetste Gedicht Peter Lot- 
ticbs. Von Demselben — S. 265 — 67 Anzeige von „Bulletin 
du Bibliophile Beige Tom. XX. cah. 5."; von Dr. F. L. Hoff- 
mann — Nr. 16. S. 252—64 u. Nr. 17. S. 267—70 Scherz- 
kalender oder Spottpraktiken. Von Emil Weller (Fortsetzung) 
— Nr. 16. S. 255—56 u. Nr. 17. S. 270—72 Die Leistungerf 
der Jesuiten auf dem Gebiete der dramatischen Kunst. Von 
Demselben (Fortsetzung). Im Intelligenzbl. : Nr. 16. 8. 121—24 
läse Meistersttogerbandschrift. Mitgetheilt von Max Brissei 



344 Lttteratnr und Mittelle* 

in München (Sohluss) — Ar. 17. & 129—84 Dm Sefchmche 
Provinaiai-Archiv zu Braten. Yob dem Geheimrath Neigebem 

[773.] Bulletin da Boaquiniste, pnbl. pur Anbiy. 9e ^nnee. 2e 
8emestre. (S. oben Nr. 664.) 

Die beiden neuesten Nrr. 210 n. 211 entfetten sqpi grfe» 
aeren Theile den Lagerkatalog des Herqugg.'a, u, aoss^rdeift 
unter dem f. d. Ans. b^ress*nteren t einen Artikel Alfred 
Fwmklin'e tt U BibUot^ne 4« CnH*ge dt U March* (* Pw*) u 
in Hr. 211. 8. 491-r-Mi. 

BiWi^gmpliie. 

(774.] * De In Bibliomamie. Paris, irapr. Jouantt. 12. et 8. Km» 
ie Bxempl. auf Chin. n, 200 auf geglittPap., woron blof 100 Exampl. 
im Handel tind, 

Soll vpn Interesse sein. 

[116.) * L'Imprimeria k Tonlons* au* *Ve, XVJe a* JYlIe aUebe ; 
pap le festen? DefMirae*x-Beniaid. Tontonfa, imn*. Chitin. 8. 
31 ß. mit Taf. 

Von Interesse. 

[176.] * Le Jmprenta en Zaragoae, eon qoticias präliminare* aofype 
le imprenta en generei Sa autqr D. Geronimo Boreo. Zaragoza, Andrei. 
1860. 8. 96 & 

Ein, wie die Götting. gel. Anz. 1864. Stck. 13. S. 519—20 
schreiben, der Beachtung werther Beitrag aar allgemeinen Ge- 
schichte der Presse, welcher unter Anderem eine Aufzahlung 
der Zaragoza angehörigen Incunabeln (Drucke bis zum Schlüsse 
dte XV. Jhrhdts), sodann für das folgende Jahrhundert eine 
Uebersicht der bekannten auf die Geschichte u. Verfassung 
Arag^w bezüglichen Werke in starker Reihenfolge u. chrono- 
logis^W Ordnnng, ßawie iwner der mit dem beliebten A^nadie 
beginnenden JUtterromaift n. endlich ebenso auch der Leistungen 
der Druckereien in der Hauptstadt Aragons bis zur neueste* 
,3eit enthalte. 

[777.] Nonrelle Biographie generale depuis lea tempa lee plus 
reeulli j|usqn'a nos jonnf aVee lee renseignem ents bibHograpaiqaes ei 
Pindieatfon des sources k conralter publice per Finnin Didot frerea 
sons la direction de M. le Dr. Hoefer. Tom. XLIV. Paris, Didot frerea, 
fils et de. gr. 8. 2 BU. 1046 8p. Pr. n. 1 Tblr. (8. Ana. J. 1864. 
Hr. 864.) 

Reicht von Simler bis Testa. 

[7taj : Table m<$thodi*ne dos Memeiraa de Trrfvoux (170l-?l¥7fji 
2. Partie. fifcliograpbie; per la Per* F. 0. fimnaerwofel, de le Cfo* 



Litteratnr und Miseetten. «6 

pegnie de J&u». Tom. 1. 2. Paris, Durand. 12. 2 BU. 9*4 S. Pr. 
der drei Bde 12 Fr. 

Sergßütig gearbeitet. 

[779.] Catalogne Illustre* des Livres Xylographiques. Par J. Ph. 
Berjeau. Londres, Stewart, gr. 8. VIII, 110 k Nor lt)5 num. txempl. 
Pr. h. 4 Thlr. 15 »gr. 

Das Vorwort lautet: „Ce Catalogne illustre flea livtea s#- 
logfophiques are comprend natutellement aucune des xyWgtä- 
phies d£tach6efe, dont le nombre est trop grand potr que leite 
description a'eiige pas an ouvrage «eparG. Nous fevobs daMs 
le pr&sent catalogne öcartö avec feoih tont dötäil inuüle, tönte 
hypothese de nattu-e ä jeiter de la confasion dang f esprit du 
letteur. Le plan snivi dahs eette descri^rtion des Mock-boota 
est träs simple. Reunir dans le mäme cadrc tous les tn*nh- 
ments eonnus de la Xylographie, publies bona forme de iiitfek, 
et mettre l'amäteur et le bibliothScaire * m€me de distiagtier 
non seulement les editions diverses dn mftne ouvrage, mais 
auföi de classer dans l'orcbre qulls doivent occuper les fenillets 
du m&me livre et de recohnattre an preitoier coup d'oeil a 
qnel ouvrage appartiennent les fenillets on nräme les fraglnents 
qtre Ton pourrait. rencontrer: tel est le desideratum qne notte 
avons essayä de satisfaire. Nons aypns le regret de n'avoir 
pn decrire qu'imparfaitement quelques utfes des rarete* qui se 
trouvent ä l'etat nniqne dans certaines colleotions dn continent; 
mais, la plnpart des monnments snr lesqnels des renseignemens 
fcompletes nons ont manquä n'ont qu'une importanee secondaire.* 
Die Ausstattung des Eataloges ist, wie sich dies von den frü- 
heren Berjeau'sehen Publikationen her erwarten lässt, vortrefflich. 

[t&Ö.j * Catalogne des Journanz publies a Paris en 1865, dasse* 
pär ordre alphabätique et par ordre m&hodique, avec les priz poür 
Paris et les departements. IV. Edition augmentee des adresses des 
burea'ux d'abonneinents. Paris, Schulz et Thuilliä. 8. YH, 139 S. Pr. 
2 Fr. (S. Anz. J. 1863. Nr. 681.) 

Hauptsächlich für geschäftliche Zwecke bestimmt 

[781.] Bibliotheca philologica oder geordnete Uebersieht aller anf 
dem Gebiete der classiscben Altertumswissenschaft wie der älteren 
und neueren Sprachwissenschaft in Deutschland und dem Ausland 
neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von Dr. Gustav Schmidt. 
XVIII. Jahrgang. 1. Heft. Januar — Juni Gdttingen, Vandenhoeok & 
Ruprecht. 8. 1 Bl. 74 S. Pr. n. 6 Ngr. (S. oben Nr. 443.) 

Zweckmässig, wie bekannt) u. mit der gewohnten Sorgfalt 
«aammengestellt. 



Wi Lttterafer und ÜMeOM. 

frttj fccrithfertt *ttu)eftfu)er Öftrer, uxtye Dom 9a$te 1^1 W 
1864 eif$icnen ftob. 3nfamtnengefleSt Don gr. 2$eob. $dmfen, •efiWN' 
flUm in 3. & ©. SotffcreYs ttadföanblnng in JlMn. fttcanfac 1864. 8. 
1 ©L 78 ©. $r. n. 7 »gr. 

Gleich dem vom Herjrasg. veröffentlichten „HandbfLchlehi 
der katholischen PredlgtUtteratur« (s. oben Nr. 673) ißt auQh 
das vorl. „Veraeichniss Katholischer Bücher" aunäehst im tat 
taresM des Boisserto'schen Geschäftes zusammengestellt^ aber 
auch von jedem anderen Geschäfte, welches sieh mit deqL Ver- 
triebe katholischer Bächer befrsst, ud von jedem bei diesem 
Vertriebe Bethtifligten ntft NuUen in gebrauchen. Selbst ftr 
vettere d. h. bibliographische Zwecke ist das mit Sachkennt- 
nis* n. Accnratesse snsammengestellte „Veraeichniss", gleich 
dfem w Handbüchlein a , an verwenden, uar Schade, das» der 
Beransg. in dem Verzeichnisse versäumt hat, bei den einzelnen 
Litteratarangabea die in bibliographischer Hinsicht dnrehaas 
erforderlichen Notizen der Druekjahre hinzuzufügen. 

(783.] * BiMiofheca theologica oder geordnete Uebersieht. aller 
auf dem Gebiete der evangelischen Theologie* in Deutgehland neu er- 
schienenen Buchet. Herausgegeben von Carl Joh. Fr. W. Ruprecht. 
XVIII. Jahrgang. 1. Heft Januar — Juni. Göttingen, Vandenhoeck 
& Ruprecht 8. 28 S. Pr. n. 3 Ngr. (S. oben Nr. 445.) 

Gut redigirt u. branchbar. 

[784.] £ff$i$te ber otologettföen uub £otetnifd}«t Sttcwtur ber 
^rifUi^en Geologie. $*n Dr. Statt ©erner, Canonieo-Theologus . an ber 
biföb'fltyeu <fc>t$ebrate §n 6t $8Cten, tc »b. IV. @$afftanfen, $urtcr. 
gr. 8. XVin, 780 ©. $r. 3 2$fc. 22J Bg*. 

Dieses auf fünf Bände berechnete Werk — wovon der 
I. Band (XVI, 654 S. Pr. 2 Thlr. 16 Ngr.) 1861, der H. 
(XVI, 696 S. Pr. 2 Thlr. 24 Ngr.) 1862 u. der HI. (XX, 766 S. 
Pr. 3 Thlr. 6 Ngr.) 1864 erschienen sind — hat, obschon die 
darin vorkommenden Litteraturangaben bibliographisch unzu- 
länglich sind, gleichwohl für den Bibliographen einiges Interesse. 

[785.] Die Literatur des gemeinen, ordentlichen Civil-Processes 
und teine Bearbeiter bis auf die Zeiten des jüngsten Reichsabschieds. 
Ein Beitrag rar Culturgeschichte des gemeinen deutschen Civil-Pro- 
cesses Überhaupt Auf Grundlage selbstständiger Forschung bearbeitet 
Ton 0. A. Walther, Kreisgerichtsrath au Sondershausen. Mit einem 
Autoren-Register. Nordhausen, Förstemann. gr. 8. XIV, 81 S. Pr. 
n. 24 Ngr. 

Die hohe Bedeutung einer gründlichen Kenntniss der 
älteren prozessualischen Schriften für die geschichtliche Bnt* 



Litteraiur und lils&lieti. 44? 

Wickelung des Processrechtes, schreibt der Verf., n. in «weiter 
Reihe auch für das, was man materielles Processrecht nenne, 
sei von jeher bis auf unsere Tage herab selbst von Koryphäen 
der Wissenschaft, z. B. von v. Savigny, Wetzeil u. A., so /all- 
gemein u. übereinstimmend anerkannt worden, dass er wohl 
darin allein die Rechtfertigung für die Veröffentlichung der 
vorl. Arbeit suchen dürfe. Von der Aufnahme der Arbeit 
werde es abhängen, ob er die betreffende Litteratur in gleicher 
Weise wie in der vorl; Schrift noch bis auf die Gegenwart 
bearbeite u. herausgebe. Es wäre in der That zu wünschen, 
dasB sich der. Verf. zu einer Fortführung der Arbeit veranlasst 
fände; denn ich halte dieselbe für einen wirklichen Gewinn 
für juristische sowohl als bibliographische Studien. 

[786.] * ßibliotheca medico-cbirurgica, pharmaceutico-chemica 
et reterinaria oder geordnete Ueb ersieht aller in Deutschland und im 
Ausland neu erschienenen medicinisch-ehirurgisch-geburtshülflichen, 
pharmaceutisch-chemischen und veterinar-wissenschaftlichen Bücher. 
Herausgegeben von Carl Joh. Fr. W. Ruprecht. XIX. Jahrgang. 1. 
Heft. Januar — Juni. Göttingen, Vandenhoeok & Ruprecht. 8. 45 S. 
Pr. n. 4 Ngr. (S. oben Nr. 447.) 

Gut redigirt u. brauchbar. 

[787.] * Essai d'une Bibliographie sommaire et raisonnee de la 
Vaccine, ou Revue rapide des prineipauz ecrits, travaux et discussions 
sur cette maladie, depuis Jenner jusqu'aux dernieres expenences de 
Lafosse, H. Bouley et Chauveau, professeurs aus Ecoles imperiales 
yätärinaires de Toulouse, d'Alfort et de Lyon; par A. Maygrier. Lyon, 
Megret; Paris, Bailiiere et fils. 8. VIII, 28 S. 

Soll in Bezug auf ausserfranzösische Litteratur Manches 
zu wünschen übrig lassen. 

[788.] * Monografia delle Acque minerali delle Provincie Venete. 
Notizie e Bibliografia della Fönte minerale di Civillina. Del Dott. 
A. Pazienti. Veneria, Antonelli. 8. 

Aus den „Atti delF Istituto Veneto, Tomo X, Serie IH, 
Disp. VI, pag. 847" besonders abgedruckt« 

[789.] Geschichte der Freimaurerei von der Zeit ihres Entstehens 
bis auf die Gegenwart. Von J. G. Findol, Herausgeber der maurerischen 
Zeitschrift „Die Bauhütte". II. Auflage. Leipzig, Förster & Findel. 
1866. gr. 8. Enth. S. 416—30, 591—618, 780—804: Die maurerische 
Literatur. 

Gute litterar-historische Üebersicht von bibliographischem 
Interesse. Die erste, auch in Franz. u. Englischer Ueber- 
setzung erschienene Auflage des Buches ist 1861—62 in 2 Bden 
herausgegeben worden. 



#40 littaratar und lfisoelta. 

(790.] Feuilleton da Journal general de l'Imnrimerie .et 4e k 
Ubrairie Courrier de la Librairie Kr. 36. — Oatalogua 4e Ums 
Ckatiauee. Enseignemeat primaire* Enseignement secondaira, Se> 
seigneäient superieur. Livree d'education. Lectnres instruetivet ife, 
eio. Paris, aa cercle de llmpriinerie etc. gr. 8. 3 Bll 737— §71 8. 
(8. Ana. J. 1864. Hr. 85a.) 

ZinämmtmMiebMMg der Merai FtanaöaiaeheB *nf Mair- 
* Itoiehtfngswieeenftokaft betulichen Lftteratmr* n*ea dt* bt- 
trae^nde^YerlagalMudliingeii geordnet; nur torbu&MtomMto 
Iwteke brauchbar. 



libtheca fctstöriöo-haäiralls ph^eo-enemiea et 
maÖea oJter systematiscn geordnete Debersient der in t^otaeÜana 
and dem Auslände auf dem 'Gebiete der geaammten tfatnnfhWen- 
eeaaften und der Matiheumllk neu erschienenen Bücher fcemaagegebea 
Ten Ernst A. Ouehold, Buren -Correefcondent der Kaiser!. Oefanti. 
BftMiotkefc Mi 6t Petersburg. XV. Jahrgang. 1. Heft. Ja*** Mi Mut 
CHfttftttenv Vaudeuhoeck «. Ruprecht. 8. IM. 77 8. «V. n. 84%f. 
(S. ehe« Nr. 44U) 

Äfit fler eft gerühmte Sorgfalt a. Sachkenntnis* teartrtittt. 

[792.] * Bibliotheca meehanico-technologiea et oeeonomica oder 
systematisch geordnete Uebersicht aller der auf dem Gebiete der me- 
chanischen und technischen Könste und Gewerbe, der Fabriken, Manu- 
raeturen und Handwerke, der Eisenbahn- und M aschinenkunvt, der %e- 
•amttten Bauwissensotafte», sowie der gesammten Baue-, Land*, Forst- 
und Jagdwisenaschaft in Deutschland und dem Auslände neu -er- 
schienenen Bücher, herausgegeben Ton Dr. W. Mttidenet, Sdcretair 
der k. Univ.-Bibliothek in